Mein Fazit:
Naftali Fürst nimmt uns mit auf eine gefühlvolle, sehr berührende Reise in seine Vergangenheit. Eine Reise voller Schmerz und Trauer...
Wir lernen seine Großeltern kennen, bei denen er behütet aufgewachsen ist, die er über alles liebte, seine Eltern, die liebevoller nicht hätten sein können, und sein Martyrium … Er überlebte vier Konzentrationslager, den Todesmarsch von Auschwitz nach Buchenwald, und überglücklich konnte er seine Familie nach dem Krieg wieder in die Arme schließen. Was für eine Odyssee hinter ihnen lag, kann man gar nicht in Worte fassen. Es zerreißt einem das Herz beim Lesen und man denkt unwillkürlich, wie gut wir es doch haben. Welche Entbehrungen sie aushalten mussten: Sie waren extremem Hunger ausgesetzt, Kälte, Erkrankungen, Erniedrigungen, Folter durch die SS-Schergen und vor allem den Greueltaten der Capos im KZ … Was verkraftet eine Seele, bevor sie bricht? Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen? Der Autor erzählt sachlich, trotzdem voller Emotionen über die Greueltaten in Konzentrationslagern und dass es Menschen gab, die trotz Angst Leben gerettet haben. Ein sehr bewegendes Epos, das zum Nachdenken bringt und vielleicht auch die Menschen aufrüttelt. Denn nie wieder Krieg, nie wieder so abscheuliche Verbrechen in der Zukunft …
Der Schreibstil des Autors ist brillant, flüssig und modern, sehr gefühlvoll formuliert im Sinne der Betroffenen. Dieses Epos soll aufrütteln und zum Nachdenken bringen, damit sich diese tragische Zeit nicht wiederholen.



