Nagib Machfus Der letzte Tag des Präsidenten

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Tag des Präsidenten“ von Nagib Machfus

In den Cafés, wo die alten Nasseristen sich versammeln, brodelt es. Das neue Regime unter Sadat hat die Geschäftemacher, Karrieristen und Großgrundbesitzer an die Macht gebracht. Seit der großen »Wende« verdienen nicht einmal jene genug, die sich an zwei Jobs abrackern. Die Fundamentalisten bauen ihre Camps auf, die Neureichen feiern Bankette. Randa und Alwan sind schon seit Jahren verlobt und werden nie genug sparen können, um sich die Hochzeit zu leisten. Zermürbt und verzweifelt trennen sie sich und suchen das Glück auf eigene Faust. An der großen Siegesparade zum Jahrestag des Oktoberkriegs sitzt das ganze Land vor dem Radio oder Fernseher. Es fallen Schüsse - die Übertragung wird unterbrochen, der Präsident ist ermordet worden. Dieses Ereignis findet seinen tragischen Widerhall im Leben der Liebenden. Dieser Roman ist einer der jüngsten von Nagib Machfus. mit höchster Konzentration und Dichte zeichnet er das Lebensgefühl der Ära Sadat.

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    Der letzte Tag des Präsidenten

    philine

    27. April 2014 um 00:18

    Machfus versteht es, die wesentlichen Themen des Lebens in seine Romane zu integrieren. Brisante politische Zeitgeschichte sind bei ihm zeitlose Bücher über Zwischenmenschliches und die Verbindung des Einzelnen zur Gesellschaft. Machfus trifft genau meinen Nerv; er bereichert mich, erweitert und klärt meine Sicht aufs Leben. Dies ist wieder eines von Machfus' Büchern, welches die ägyptische Gesellschaft verständlich macht. In der Herrschaft unter Sadat war die Kluft zwischen Arm und Reich besonders groß. Ein junges, armes, sich liebendes Paar möchte heiraten, aber scheitert an den Stukturen, die ihnen durch die Gesellschaft auferlegt sind. Die Familien machen Druck, da die strenge Tradition den Besitz von Status und Reichtum verlangt. Ihr Arbeitgeber nutzt ihre Armut zu seinen Bedürfnissen und spielt die beiden gegeneinander aus. Randa und Alwan wünschen sich gegenseitig das Beste - aber ist das arm und ausgestoßen zusammenzuleben, oder sich der Gesellschaft zu fügen und den anderen freizugeben?

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