Nagib Machfus Echnaton

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Inhaltsangabe zu „Echnaton“ von Nagib Machfus

In der Rede zur Verleihung des Nobelpreises nannte Machfus sich einen Abkömmling auch der pharaonischen Zivilisation. In diesem Roman wendet er sich dem Alten Ägypten zu. Wenige Jahrzehnte nach Echnatons Tod geht der junge Historiker Merimun auf die Suche nach der Wahrheit. Er befragt vierzehn Zeitzeugen nach ihren Erlebnissen: Generäle, Priester, Künstler, enge Vertraute und Familienmitglieder erzählen ihm ihre Geschichte. Nach Echnatons Sturz und der Niederlage der Utopie stehen in ihren Berichten Hass und stille Bewunderung dicht nebeneinander. Zuletzt dringt Merimun auch zu Nofretete vor. Von den neuen Machthabern in einem zerfallenen Palast eingesperrt, wird sie sich des Verrats an ihrer großen Liebe bewusst.

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  • Rezension zu "Echnaton" von Nagib Machfus

    Echnaton

    tedesca

    06. June 2012 um 15:51

    Machfus erzählt die Geschichte des "Ketzers" in Form von 14 Interviews mit Menschen, die ihm mehr oder weniger nahestanden. Wie ein Puzzle setzt sich das Bild eines Menschen zusammen, der wohl wirklich nur das Beste für seine Mitmenschen wollte und dabei ohne Rücksicht auf Verluste seinen Weg ging. Bis zum Schluss fragen wir uns, welche Rolle nun Nofretete wirklich in dieser Geschichte spielt, und was dran ist an dem Mythos der unsterblichen Liebe zwischen den beiden. Die Erzählung ist natürlich fiktiv, derartige Dokumente sind leider nicht erhalten. Machfus zeichnet ein interessantes Bild, finde ich. Für diejenigen, die Macht und Vermögen gefährdet sahen, war Echnaton ein armer Irrer, ein Spinner und eine Gefahr. Für die aber, die ihm wirklich nahe standen, war er ein liebens- und bewundernswerter Visionär, der Gewalt ablehnte und nur mittels Liebe und Zuneigung die Welt zu einem besseren Ort für alle machen wollte. Mir ist dabei sofort der Vergleich mit Jesus eingefallen, der auf jeden Fall sie selben Motive hatte und letztendlich auch ein ähnliches Schicksal erlitt. Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, inhaltlich ist es vielschichtig und für Menschen, die sich für Ägypten und seine Kultur interessieren, auf jeden Fall lesenswert. Über Echnaton und seinen Einfluss auf die Geschichte kann man hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Echnaton Immer wieder wird sein ungewöhnliches und - für manche - abstoßendes Äußeres erwähnt, Bilder davon sieht man hier: http://www.google.at/images?q=echnaton&hl=de&sa=X&oi=imageresultgroup Berühmt geworden ist er auf jeden Fall durch die Einführung des Monotheismus, aber auch durch eine eigene Kunstrichtung, den Amarna-Stil, benannt nach Echnatons neu erbauter Hauptstadt, die nur wenige Jahre bewohnt worden ist. Und natürlich für seine schöne Ehefrau, deren Büste im Neuen Museum in Berlin täglich tausende Besucher verzaubert.

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