Nahlah Saimeh

 4.2 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Jeder kann zum Mörder werden, Ich bring dich um! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nahlah Saimeh

Dr. med. Nahlah Saimeh, geboren 1966 in Münster/Westfalen, ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie leitete 19 Jahre lang Kliniken für Forensische Psychiatrie, darunter über 13 Jahre als Ärztliche Direktorin eine der größten hoch gesicherten forensischen Kliniken der Republik. Als Gutachterin hat sie sich insbesondere auf die Begutachtung von schweren Gewalt- und von Sexualdelikten spezialisiert und befasst sich mit Fragen der Schuldfähigkeitsbeurteilung und Gefährlichkeitsprognose. Zuletzt war sie mit dem Aufsehen erregenden Fall des »Horror-Haus Höxter« befasst.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Grausame Frauen

Erscheint am 04.05.2020 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Nahlah Saimeh

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Cover des Buches Jeder kann zum Mörder werden (ISBN:9783492300735)

Jeder kann zum Mörder werden

 (15)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Ich bring dich um! (ISBN:9783711001368)

Ich bring dich um!

 (4)
Erschienen am 12.10.2017
Cover des Buches Das Böse behandeln (ISBN:9783954660575)

Das Böse behandeln

 (0)
Erschienen am 01.11.2013
Cover des Buches Grausame Frauen (ISBN:9783492062206)

Grausame Frauen

 (0)
Erscheint am 04.05.2020
Cover des Buches Was wirkt? (ISBN:9783884143988)

Was wirkt?

 (0)
Erschienen am 22.12.2005
Cover des Buches Mit Sicherheit behandeln (ISBN:9783954661183)

Mit Sicherheit behandeln

 (0)
Erschienen am 01.11.2014
Cover des Buches Zukunftswerkstatt Maßregelvollzug (ISBN:9783884144619)

Zukunftswerkstatt Maßregelvollzug

 (0)
Erschienen am 30.10.2008
Cover des Buches Motivation und Widerstand (ISBN:9783884144855)

Motivation und Widerstand

 (0)
Erschienen am 02.10.2009

Neue Rezensionen zu Nahlah Saimeh

Neu

Rezension zu "Jeder kann zum Mörder werden" von Nahlah Saimeh

Sehr informativ
Buchtrunkenvor 2 Monaten

· • ● Inhalt eigene Worte ● • · 

Die Autorin gibt in dem Buch, erfahrungsgemäß als forensische Psychiaterin, wahre Fälle wieder. Dabei unterscheidet sie zwischen psychisch auffälligen Tätern und vorher völlig gesunden Tätern.

· • ● Cover ● • · 

Auf dem Cover ist die Autorin Nahlah Saimeh selbst abgebildet. Dies ist nun nicht sonderlich extravagant, aber dennoch passend, da sie selbst ebenfalls als Informantin fungiert. Buchstaben des Covers sind nicht in 3D (hervorgehoben) fühlbar.

· • ● Schreibstil● • ·

Ich-Erzähler Perspektive; abwechselnd aus Sicht der Autorin und Sicht der Täter.

Das Buch ist leicht und daher flüssig zu lesen. Es befinden dich viele Fachbegriffe und Informationen in dem Buch und alles wird ausführlich erläutert. 

Zitat:

Saimeh, Nahlah: Jeder kann zum Mörder werden-Wahre Fälle einer forensischen Psychiaterin,

1.Aufl., Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2012. (Seite 64)

"Was gab es nun in diesem Falle als forensische Psychiaterin und Sachverständige zu sagen? Zietenbach war ganz eindeutig nicht psychisch krank und auch nicht in seiner Intelligenzfunktion eingeschränkt. Er war nach allem, was er über sich und sein Denken sowie sein Handeln aussagte, ein sehr geltungsbedürftiger Mann. Schon in der Jugendzeit zeigte Bernd Zietenbach ein Geltungs- und Dominanzbedürfnis, das ihn con den Gleichaltrigen eher ausschloss. Seit seiner Kindheit hatte er das Gefühl, dass die geordneten Verhältnisse, in die er hineingeboren wurde, für ihn nicht ausreichend waren, Auf seine Eltern, die ihn großgezogen hatten, blickte er mit deutlicher Verachtung herab."

· • ● Mein Fazit● • ·

Meiner Meinung nach ein "Must Have" für diejenigen, welche sich für wahre Kriminalfälle interessieren. Warum? In den sonstigen Büchern, über diese Thematik, wird zwar u.a. auf die Vergangenheit der Täter eingegangen, aber nur oberflächlich. Des Weiteren wird auf das Krankheitsbild, wenn denn eines vorhanden ist, nicht unbedingt eingegangen. Wieso handelte der Täter überhaupt so? Was hat ihm zu so einer grausamen Tat getrieben? Jeder Mord ist grausam und lässt einen unwillkürlich mit einem völligen Missverständnis zurück. Doch mit dem Inhalt dieses Buches versteht man den Unterschied zwischen absichtlichem und eher unabsichtlichem Handeln zu so einer Tat. Natürlich ist damit kein Mord zu entschuldigen, aber mit den Menschen, welche unter einer psychischen Krankheit leiden und daraus ergehend und daraus ergehend einen Mord durchgeführt haben, hat man so etwas wie Mitleid und bringt Verständnis auf. So makaber das auch klingen mag.

Die Autorin zeigt auf wie unfassbar wichtig es ist, dass hier nach einem Mord ein forensisch-psychiatrisches Gutachten angefertigt wird. Zum einen damit es nicht noch einmal zu so einer Tat kommt und zum anderen, damit den Menschen langfristig geholfen werden kann.

Außerdem zeigt die Autorin, an Hand der unterschiedlichen Vorfälle, dass quasi jeder von uns zum Mörder werden kann. Dabei spielt manchmal die wohlbehütete Kindheit oder das aktuelle Umfeld keine Rolle. 

Ich finde es bewundernswert mit wie viel Respekt Nahlah Saimeh jeden einzelnen Verurteilten begegnet. 

Nach diesem Buch, zumindest war dies bei mir der Fall, habe ich nicht mehr auf oberflächliche Informationen aus dem Internet, Zeitung, etc. gehört. Ich habe mich dann immer gefragt, leidet der Täter vielleicht auch unter einer Krankheit oder war, welche ihn in ein gestörtes Weltbild gestoßen hat?

Natürlich muss man auch immer bedenken, dass nicht alle Mörder ein psychisch auffälliges Krankheitsbild aufweisen. Manche Menschen sind abgrundtief böse. Doch warum wir uns so sehr dafür interessieren? Auch dafür hat die Autorin die passende Antwort.

· • ●Bewertung ● • ·

Ich möchte hier eigentlich keine Bewertung abgeben, da diese realen Vorfälle keiner Unterhaltung dienen sollen oder nach Spannung abgegrenzt werden können. Deshalb immer, für die Recherche der Autoren und in Respekt vor den Opfern: 5 Sterne.

 

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Rezension zu "Jeder kann zum Mörder werden" von Nahlah Saimeh

Der menschliche Abgrund
Babschavor 3 Monaten

Dr. Nahlah Saimeh, renommierte Sachverständige und u. a. langjährige gerichtlich bestellte Gutachterin in der forensischen Psychiatrie, stellt in ihrem Buch verschiedene reale Fälle von Mord und Gewalt vor, deren Täter durch sie begutachtet wurden. Einmal mehr zeigt sich hieraus, wie fragil das Gebilde Mensch ist und wie es aus verschiedensten in der Persönlichkeit selbst liegenden bzw. durch äußere Einflüsse getriggerte Anlässe dazu kommen kann, dass völlig normale Durchschnittsmenschen von jetzt auf gleich zu Mordmaschinen oder Gewaltverbrechern mutieren können.

Besonders interessant und hervorzuheben sind dabei ihre von großer Erfahrung und Klugheit wie auch mit absoluter Fairness gegenüber den Beteiligten getragenen Analysen und Abgrenzungen zwischen den Fragen uneingeschränkter Schuldfähigkeit einerseits  bzw. wirklich krankhafter geistiger Abnormalität als Grundlage für eine forensische Unterbringung auf der anderen Seite. Allein ihre so kritisch wie versöhnlich vorgetragene Argumentation im Epilog des Buches, in dem sie Straftaten in den allgemeinen, sich immer wieder ändernden Kontext gesellschaftlicher Wertemaßstäbe generell stellt, rechtfertigt einen Extrastern und macht durchaus nachdenklich. Unbedingte Leseempfehlung.

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Rezension zu "Ich bring dich um!" von Nahlah Saimeh

Erschütternde Gewalttaten und die Frage nach dem Warum
otegamivor 6 Monaten

Keine Sorge - mich plagen keine Gewaltphantasien! Der Untertitel 'Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft' des Sach-Buches der forensischen Psychiaterin und Autorin weckte vielmehr mein Interesse!

Aus ihrem riesigen Erfahrungsschatz schildert Frau Dr. Nahlah Salmeh Gewalttaten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, erklärt dann die Geschichte der Täter und die Hintergründe - zum Teil untermauert mit Gesprächsprotokollen. (Eine Gratwanderung, um nicht in den Verdacht des Voyeurismus zu geraten!)

Das Buch behandelt die Themen 'Gewalt und psychische Krankheit', 'Sexuelle Gewalt', 'Gewalt im sozialen Nahraum', 'Amok und School shooting'.

Im Kapitel 'Radikalisierung und Terror' erfährt z.B. der Leser, welche Gruppen es aus forensisch-psychiatrischer und psychologischer Sicht gibt, die sich radikalisieren lassen (nämlich drei).

Im 6. Kapitel 'Kann man 'das Böse' behandeln?' wird unter anderem der Fall 'Gustl Mollath' thematisiert und im 7. (und letzten) Kapitel erfahren wir von den Kosten und Grenzen der forensischen Kliniken, aber auch, dass 90 – 95 % der aus der Forensik entlassenen Patienten nicht mehr mit Gewaltstraftaten in Erscheinung treten. Die philosophische Frage nach Gut und Böse kommt auch nicht zu kurz!

Ich fand das Buch hoch interessant, wurden doch Aspekte behandelt, über die ich mir noch gar keine Gedanken gemacht hatte! Es ist mit viel fundiertem Fachwissen klar und doch - auch für Laien - verständlich geschrieben. Ich musste das Buch oft zur Seite legen, damit ich das Gelesene erst einmal verarbeiten konnte – es wühlte mich doch sehr auf!

Sehr gut gefiel mir der Ausspruch: 'Unter dem Brennglas betrachtet, ist Gewalt nichts anderes als biografisches Scheitern' - trifft es doch voll auf dem Punkt!

Am Ende wird zu jedem Kapitel weiterführende Literatur aufgeführt - sehr hilfreich!

Ich wünsche diesem Buch viele interessierte Leser! (Vielleicht werden dadurch auch etliche Vorurteile gegenüber der forensischen Psychiatrie ausgeräumt!)


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