Nahlah Saimeh Jeder kann zum Mörder werden

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Inhaltsangabe zu „Jeder kann zum Mörder werden“ von Nahlah Saimeh

Georg T. erstickte seine Frau und verbrannte ihre Leiche auf der Straße. Über die Motive schwieg er. Tanja G. tötete ihre neugeborenen Kinder, versteckte sie im Kleiderschrank. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh weiß, dass es meist profane Gründe sind, die aus Menschen Mörder machen: Selbsthass, Eifersucht, Einsamkeit oder Angst. Sie zeigt, wie alltäglich das Böse ist und warum sich eine Gesellschaft gerade deswegen ihre Menschlichkeit bewahren muss.

Die Autorin stellt ihre unvorstellbaren wahren Fälle fesselnd und dabei bewegend menschlich vor.

— Sognante

Als Mörder ist man niemals unschuldig. Aber die Umstände können manchmal vieles erklären!

— Nanniswelt

Ein insofern erschreckendes Buch, als dass es aufzeigt, wie leicht normale Menschen mitunter unschuldig zu Mördern werden können.

— bibliophilist1985

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  • Forensik und Psychologie sind spannende Themen.

    Jeder kann zum Mörder werden

    Nanniswelt

    22. January 2017 um 15:50

    Da ich mich sehr für die Forensik, speziell die Psychiatrie interessiere musste ich natürlich dieses Buch lesen. Was bewegt Menschen dazu grausame Taten zu begehen? In diesem Tatsachenbericht schafft es Nahlah Saimeh den Leser die Geschichten ihrer Patienten, die sie in ihrer Klinik betreut näher zu bringen. Dabei hofft sie nicht bei Lesenden auf Verständnis zu stoßen, sondern zeigt auch in Form von Interviews bzw. aus Datenschutzgründen abgeänderte Sitzungsprotokolle, wie sie mit ihren Patienten arbeitet um den Ursachen der Taten auf den Grund zu gehen. Dabei beschreibt sie auch ganz scharf die Abgrenzung zwischen krankhaftem Verhalten und doch voll bewusst durchgeführten Tatabläufen. Dieses Buch ist schonungslos und öffnet doch ein wenig die Augen für das "Böse", dass sich viele Menschen nicht mal im Traum vorstellen könnten. Dennoch wird schnell klar, "Jeder kann zum Mörder werden"! Aus unterschiedlichsten Motivationen heraus, die nicht immer nur im Tatausführenden selbst liegen, sondern vielleicht auch mal mit dem Finger auf die Gesellschaft zeigen lässt! 9 Fälle, in denen sie analytisch vorgeht, wie es ihre Arbeit erfordert. Eine kurze Beschreibung der Taten mit Analyse der Lebensumstände. Die persönliche Entwicklung der Täter vor, während und nach der Taten und ihre Bewertung hinsichtlich der Schuldfähigkeit. Dies macht die Arbeit der Psychiaterin aus. Für alle, die sich für die forensische Psychiatrie interessieren, ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Auch wenn man starke Nerven beim Lesen der Taten braucht. 

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  • Rezension zu "Jeder kann zum Mörder werden" von Nahlah Saimeh

    Jeder kann zum Mörder werden

    bibliophilist1985

    29. June 2014 um 22:25

    Das Buch beginnt mit gut nachvollziehbaren Fällen, wobei die Schuld der Täter insofern erschwerend wiegt, weil meist Gier oder Bedacht auf den eigenen Vorteil den Anstoß für Morde an Familienmitgliedern oder eher zufälligen Opfern gegeben haben. Sich aus der prekären Lage nach grausamen Taten mittels Vorspielen einer Schuldunfähigkeit herausschwindeln zu wollen, kann aufgrund der Finesse der Testverfahren und den Gesprächen mit Psychiatern nur schwer gelingen. Was den Tätern noch weniger bewusst zu sein scheint, ist der Unterschied zwischen Gefängnis, Sicherheitsverwahrung und geschlossener psychiatrischer Klink, wobei jede Aufenthaltsart ihre Vorzüge, aber auch Nachteile hat und die Hoffnung, als minder schuldfähig eingestuft und in die Psychiatrie eingeliefert zu werden, nicht unbedingt als erstrebenswert gelten sollte. Denn unter wirklich und nicht nur simuliert gefährlichen Geisteskranken und schwersten Psychopharmaka mit potenten Nebenwirkungen der Entscheidung des Anstaltspsychiaters, wann man wieder als gesellschaftsfähig eingestuft werden kann, zu harren ist keine so nette Alternative zum normalen Strafvollzug, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Obwohl die Täter der ersten Kapitel es noch am ehesten verdient hätten, da sie sich nicht einmal auf ein kaputtes Elternhaus,  sexuellen Missbrauch und eine von vornherein feststehende Chancenlosigkeit berufen können, um ihre Taten zu rechtfertigen. Im Gegensatz dazu wäre es den Tätern der zweiten Kategorie und damit dem Mittelteil des Buches schon als, zumindest subjektiv und von der Nachvollziehbarkeit her, anzurechnen, dass sie wirklich einfach Pech hatten. Wenn man aus dem rohen, ungeschliffenen Diamant eines neugeborenen Erdenbürgers statt etwas schönem, produktivem, sprich mündigen, gesetzestreuen Erwachsenen einen missbrauchs- und gewaltgeprägten, aufgrund dieser traumatischen Kindheits- und Jugenderlebnisse zur Bewältigung selbiger alkohol- und drogenaffinen Verbrecher züchtet, muss man sich nicht wundern, wenn es irgendwann eskaliert. Auf der Grundlage von Armut, grundfalscher Prägung und Suchtkrankheit der Eltern entstehen beklagenswerte Teufelskreise, deren Lösung der Struktur unserer Gesellschaft so zuwiderläuft, dass sie als nicht existent, weil unrealisierbar, angesehen werden kann. Für den Normalbürger wohl am schockierendsten ist die dritte und letzte im Buch behandelte Tätergruppe, in der sich Ehepartner, Kinder, Geschwister oder Großeltern schleichend zu verändern beginnen, sich immer mehr zurückziehen, bis irgendwann eine schizoid-paranoide Störung die einstige Persönlichkeit des Betroffenen hinwegfegt und Verfolgungswahn, krankhafte Ideen und mitunter die scheinbare Gewissheit, ein Angehöriger wäre der Auslöser der Krankheit und wolle die Person schädigen, vergiften oder töten, an die Stelle eines geliebten Menschen tritt. Da man so entsetzliche Gewissheiten nicht wahr haben möchte und zu Verdrängung und Schönrederei des Sachverhalts tendiert, kann es dazu kommen, dass der Patient so lange unbehandelt bleibt, bis er im Wahn tötet. Der Vater die Tochter. Oder der Sohn die eigene Mutter. Die Realität beinhaltet mitunter derartig harte Geschichten, dass kaum eine Fiktion annähernd das Grauen eines solchen Tatsachenberichts verursachen kann, besonders angesichts der Tatsache dass es wirklich jeden treffen könnte und man nicht weiß, in welcher Lage man schlimmer dran wäre. Als Opfer oder als minder schuldfähiger Täter.    

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