Naja Marie Aidt

 3.7 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Schere, Stein, Papier, Süßigkeiten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Naja Marie Aidt

Naja Marie AidtSchere, Stein, Papier
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Schere, Stein, Papier
Schere, Stein, Papier
 (9)
Erschienen am 09.05.2017
Naja Marie AidtSüßigkeiten
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Süßigkeiten
Süßigkeiten
 (6)
Erschienen am 09.04.2009
Naja Marie AidtDas Wasserzeichen
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Das Wasserzeichen
Das Wasserzeichen
 (1)
Erschienen am 19.03.2001
Naja Marie AidtBaboon
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Baboon
Baboon
 (0)
Erschienen am 01.10.2014
Naja Marie AidtRock, Paper, Scissors
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Rock, Paper, Scissors
Rock, Paper, Scissors
 (0)
Erschienen am 11.08.2015

Neue Rezensionen zu Naja Marie Aidt

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DanielaAlges avatar

Rezension zu "Schere, Stein, Papier" von Naja Marie Aidt

Deprimierend, kalt, ehrlich, fragwürdig
DanielaAlgevor 7 Monaten


Der Titel "Schere, Stein, Papier" suggerierte mir eine einfache, schöne Geschichte. Ein Roman, um auf andere Gedanken zu kommen, um  ein paar schöne Stunden vor dem warmen Ofen zu verbringen.


Dem war nicht so. Die Protagonisten leben perspektivlos in unbarmherzigen Umfeld, mögen sich allesamt selber nicht und ziehen sich gegenseitig mit ihren Problemen immer tiefer in die Scheiße.


Penibel und ausführlich erläutert die Autorin jeden Ständer, jeden Furz und jeden Gedanken, mit dem Thomas zu kämpfen hat. Etwa 20 Seiten nimmt ein einziges Gesellschaftsspiel an einem Abend mit Verwandten ein. Da kam dann beim Lesen zwischendurch mal großes Gähnen und genervtes Weiterblättern auf.


Irgendwie wollte ich dann doch wissen, wie es zu all diesen widerwärtigen Situationen gekommen ist. Doch die auf über 400 Seiten aufgeworfenen Fragen bleiben größtenteils unbeantwortet. Das Buch war fertig. Ohne Ende. In meinem Kopf blieb: "Häh? Das ist also die gern zitierte große Literatur?"


Ich les dann lieber wieder spannende, schöne Geschichten!

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FrolleinJotts avatar

Rezension zu "Schere, Stein, Papier" von Naja Marie Aidt

Beklemmende Atmosphäre
FrolleinJottvor 8 Monaten

Inhalt / Klappentext:

Mit "beklemmender Eindringlichkeit" (Süddeutsche Zeitung) erzählt die preisgekrönte dänische Autorin Naja Marie Aidt, wie die Vergangenheit einen Menschen unerwartet einholt und eine einzige falsche Entscheidung eine sorgfältig aufgebaute Existenz zum Einsturz bringt. Ein faszinierender Roman über die Bruchstellen des Lebens, das Gewicht der Vergangenheit und die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz. Von einer der aufregendsten literarischen Stimmen unserer Zeit.


Meine Meinung:

Das ist eins dieser Bücher, wo ich beim Lesen die meiste Zeit nicht wußte, was ich davon halten soll, wo das Ganze hinführen soll. Die Story konnte mich nicht richtig fesseln, die Personen kamen mir nicht wirklich nah und so überlegte ich ständig, ob ich es abbrechen soll. Und es hat größtenteils diese beklemmende Atmosphäre, auf die ich irgendwie gar keine Lust hatte.

Dabei ist es wirklich gut geschrieben, also am Stil, der Sprache und am Können der Autorin hat es sicher nicht gelegen. Und deshalb habe ich es dann auch zu Ende gelesen. Und im letzten Drittel hat es mich dann doch noch gepackt, da wurde es dann sogar noch spannend und auf den letzten Seiten gar dramatisch. Wobei leider nicht alle Fragen aufgelöst wurden, einiges bleibt am Ende offen, was ich doch etwas unbefriedigend finde.

Das ist sicher ein literarisch gelungener Roman. Aber die im Klappentext als "einer der aufregendsten literarischen Stimmen unserer Zeit" benannte Autorin ist sie für mich nicht. Insgesamt fand ich es größtenteils langwierig und ziemlich bedrückend, so dass ich nicht neugierig auf weitere Bücher dieser Autorin geworden bin.

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vielleser18s avatar

Rezension zu "Schere, Stein, Papier" von Naja Marie Aidt

Geschichte mit Sogwirkung
vielleser18vor einem Jahr

Der Vater von Thomas und Jenny stirbt. Ein einfacher Trauerfall ? Mitnichten, denn die Beziehung der drei war mehr als schwierig. Die Mutter hat die Familie schon früh verlassen, der Vater war oft handgreiflich gegenüber seinen Kindern, ein Kleinkrimineller, der ihnen das Leben nicht leicht gemacht hat. Sein Tod reißt alte Wunden wieder auf.
Das Erbe besteht nur aus Schulden - ein letzter Gang in seine verwahrloste Wohnung. Ein Erinnerungsstück will Jenny behalten, seinen Toaster. Als Thomas ihn repariert macht er eine unglaubliche Entdeckung: zwei Geldpäckchen. Heimlich schiebt er sie sich unter den Pullover, erzählt auch seiner Lebensgefährtin Patricia nichts davon. Der Tod, die Entdeckung des Geldes und die Bekanntschaft mit Luke, dem "Jungen", der anscheinend so viel Zeit mit Jacques, Thomas Vater, verbracht hat und so viel zu berichten hat - über Ereignisse und Erlebnisse, die Thomas nie mit seinem Vater erlebt hat - all dies setzt bei Thomas eine Veränderung seiner Gedanken, seines Verhaltens in Gang, dass ihn unaufhörlich immer weiter in den Abgrund zieht......


Das Buch ist kein einfaches Buch. Es fordert den Leser heraus, sich auf diese Geschichte einzulassen. Es ist kein Spannungsroman, sondern ein Roman, der so viele Ereignisse, so viele Veränderungen so genau beschreibt, dass man als Leser das Gefühl hat, selber in der Haut von Thomas, aus dessen Sicht erzählt wird, zu stecken.
Grandios aus meiner Sicht ist, wie gut die Autorin diese Veränderungen, die Thomas durchlebt, realistisch und vor allem nachvollziebhar erzählt. Es ist ein schleichender Prozess, der nicht nur ihn, sondern durch ihn auch seine Lebensgefährtin, seine Familie und seine Freunde betrifft.
Durch die Beschreibungen, die gut gesetzten Dialoge und Ereignisse, die sich immer weiter dramatisieren, die immer wieder härter und agressiver werden, fühlt man sich auf dieser Abwärtsspirale wie in der ersten Reihe.  Das besondere darin ist, dass die Autorin Naja Marie Aidt die Protagonisten so gut skizzieren kann. Vor allem voran natürlich Thomas, dessen Innenleben wir beobachten können. Aber auch die anderen Patricia, Jenny, seine Nichte Alice und weitere Verwandte, sein Freund und Kollege Maloney, sie alle werden in diesem Buch lebendig - sie sind und bleiben keine starren Figuren, sondern verändern sich, entwickleln sich. Dies zu beschreiben, so dass es so echt wirkt, ist eine Kunst.

Fazit:
Sehr gut beschriebener Roman über die Auswirkungen von Vergangenheit gepaart mit Kurzschlusshandlungen, über große Gefühle wie Eifersucht, Liebe und Freundschaft.
Was verändert einen Menschen ? Wie weit wird er getrieben von seinen eigenen Gefühlen und Wünschen ? Wie weit nimmt er in Kauf  andere zu verletzen  - und wie weit kann er sich dabei einreden, dass alles nur zum Besten geschieht ?
Der Roman von Naja Marie Aidt erzählt die Entwicklung eines Menschen, dessen Abwärtsspirale ihn immer tiefer nach unten zieht....

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