Najat El Hachmi Der letzte Patriarch

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Patriarch“ von Najat El Hachmi

Es ist die Geschichte einer beispiellosen Emanzipation. Der Blick der Heldin, der aufsässigen Tochter, ist unerbittlich; sie rekonstruiert das Leben des Vaters, um sich über sich selbst klar zu werden: Was hat Mimoun Driouch damals in der marokkanischen Provinz eigentlich so alles getrieben? Bloß Ziegen gehütet, die Cousine Fatma bezirzt und das tugendhafteste Mädchen des Dorfes geheiratet? Doch wieso hat sich Mimoun dann auf den Weg nach Spanien gemacht? Dort wird aus ihm ein erfolgreicher Kleinunternehmer, der es auf beleibte Spanierinnen abgesehen hat. Selbst als er die gesamte Familie nach Katalonien nachkommen lässt, gehen die Frauengeschichten weiter – bis die Tochter sich nicht mehr länger den Mund verbieten lassen will: Je mehr der Roman sich nach Europa verlagert, desto stärker wird sie – und desto schwächer der vermeintlich übermächtige Vater. Najat El Hachmi verrät ihre vielschichtigen, eigenwilligen Figuren nie, stellt ihre Schwächen aber schonungslos bloß. Jenseits aller Klischees und Stereotypen zeugen sie von der Komplexität der Welt, in der wir alle leben.

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  • Rezension zu "Der letzte Patriarch" von Najat El Hachmi

    Der letzte Patriarch

    WinfriedStanzick

    31. May 2011 um 16:17

    Dieser Roman der 1979 in Maroko geborenen und in Katalonien aufgewachsenen Schriftstellerin Najat El Hachmi lässt seinen Leser nicht kalt. Ganz im Gegenteil. Er ruft in seiner drastischen Schilderung patriarchalischer Strukturen heftige Gefühle und Antipathien wach, lässt aber auch in seiner Erzählung eines mutigen und einzigartigen Emanzipationskampfes einer Frau gegen ihren Vater viele Sympathien hoch kommen. Die Heldin des Buches, eine Tochter eines marokkanischen Kleinunternehmers mit Namen Mimoun Driouch muss, wenn sie denn überleben will mit ihrer rebellischen und widerständigen Art, die ihr eigen ist, das Leben ihres Vater rekonstruieren. Sie muss verstehen und analysieren, was damals in ihrer Kindheit in der marokkanischen Provinz geschehen ist, um sich endgültig davon zu trennen, auch von den patriarchalischen Strukturen, die immer noch in ihr selbst sind, will sie zu sich selbst kommen, zu einem neuen, befreiten Selbstverständnis als moderne Frau. Mir hat die Lektüre dieses Buches gezeigt, dass die revolutionären Bewegungen in Nordafrika nur ein Teil der Wahrheit sind. All die Millionen zorniger junger Männer, die da unter Einsatz ihres Lebens gekämpft haben und es noch tun, sie alle haben in ihrer Mehrheit diese patriarchalischen Strukturen in sich. Sie gehören zu ihrem Weltbild, auch wenn sie nach Demokratie rufen.

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