Nala Martin Safeword

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Inhaltsangabe zu „Safeword“ von Nala Martin

Sharon ist eine 30-jährige, mitten im Leben stehende Domina, die in Hamburg ihre sadistischen Dienste anbietet. Im Studio lernt sie Dave kennen, der Stammgast bei ihr wird. Durch gemeinsame Gespräche erfährt er, dass Sharon auch die submissive Seite spielt. Eine Information, die ihn reizt und zu einer Wette animiert, deren Einsatz ein Rollentausch und der Verzicht auf die Nutzung eines Safewords ist. Trotz Bedenken lässt Sharon sich auf das Spiel ein und verliert prompt, woraufhin Dave sie ohne Sicherheitsnetz in seine Welt des Sadomasochismus zieht. Anfänglich ist Sharon begeistert und begibt sich immer tiefer in die emotionale Abhängigkeit. Sie bemerkt nicht, wie aus einer verliebten Schwärmerei eine gefährliche Hörigkeit wird. Doch was passiert, wenn man feststellt, dass es für das Leben selbst auch kein Safeword gibt?

Das Buch ist interessant zu lesen,, fand es aber stellenweise zu gewaltsam und übertrieben.

— Unicorn
Unicorn

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Zwischen Fantasie und menschlichen Abgründen

    Safeword
    Lena.Lu

    Lena.Lu

    Zunächst muss ich sagen, dass das Buch für mich ein Spontankauf war, eben leichte und unterhaltsame Lektüre sollte es sein. Allein die Betiteilung der einzelnen Kapitel fand ich sehr ansprechend, die Story eher standartmäßig ( Person A bringt Person B an seine Grenzen). Es ist unterhaltsam und mit entsprechender Spannung geschrieben, sodass ich die ersten 150 Seiten flüssig durchgelesen habe. Das ist ja auch insbersondere bei Erotikliteratur, dass man förmich auf den nächsten Kick, das nächste Spannungshilight, wartet. Das Ende jedoch war für mich brutaler als erwartet! Es regt wirklich zum Nachdenken an, in wie weit man seine eigenen Grenzen überschreitet und hat mich nach der anfäglichen "leichten Literatur" richtig schockert. Aber genau das, so schreibt die Autorin im Anhang, war auch ihr Ziel. Das hat sie großartig umgesetzt. Fazit: Das Buch bietet genau das, was ich erwartet hatte plus ein spannendes Finale. Es ist anregend und nicht übertrieben beschrieben, incl. den zu erwartenden sexuellen Details. 4 von 5 Sternen gebe ich, denn ihr zwiespältiges Verhältnis zu ihrem Kunden wird mit den inneren Stimmen Engelchen & Teufelchen dargestellt. Diese Ausführungen finde ich etwaszu detailreich und überflüssig. Anyway, I enjoyed reading :)

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    Floh

    Floh

    25. August 2014 um 07:28
  • Rezension zu "Safeword" von Nala Martin

    Safeword
    flower1984

    flower1984

    03. November 2012 um 15:41

    Sharon ist Domina in Hamburg. Sie hat eine kleine Tochter, einen Freund der Sie liebt und ihre Arbeit respektiert und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Im Studio lernt Sie Dave kennen, der schon sehr schnell zum Stammgast wird. Ganz offen erzählt Sie ihm, dass Sie früher ein Switcher war. Dave fühlt sich dadurch angetrieben, mit Sharon eine Wette einzugehen. Der Spieleinsatz: Verzicht auf das Safeword!!! Die zuvor siegessichere Sharon verliert natürlich das Spiel und Dave zieht sie sofort in seine Welt des SM. Sie ist begeistert von seiner Dominanz. Endlich hat Sharon jemanden gefunden, mit dem sie auf einer Wellenlänge zu sein scheint und der sie versteht und mit ihr spielt. Was Anfangs als harmlose Schwärmerei beginnt, steigert sich jedoch in eine gefährliche Hörigkeit. Und schon bald muss sich Sharon fragen, was ihr Leben ihr wert ist und ob es dafür ein Safeword gibt... Puhhhh, harter Stoff. Leider muss ich einigen Rezensionen widersprechen, in denen behauptet wird, es dient gut dazu, in die Welt des SM einzusteigen und sich damit vertraut zu machen. Oder vielleicht hab ich es auch nur falsch verstanden? ;) Anfangs dachte ich noch, okayyyy, mal sehen, wo das hinführt. Schließlich zwingt das Safeword als unbedingte Verpflichtung zum sofortigen Aufhören der Session. Hier jetzt sollte es fehlen. Doch Seite um Seite wurde mir manchmal wirklich ganz bange und ich musste mit ihrem Engelchen im Buch zu 100% übereinstimmen. Und dann begann ich mich zu fragen, wieso die Protagonistin, obwohl Sie eindeutig Probleme mit manchen Sachen zu haben schien, am Ende der Session trotzdem lächelnd vorm Spiegel stand und Freude daran hatte, jemanden gefunden zu haben, der Sie verstand und ihre Bedürfnisse erfüllen konnte. Das waren so Momente, wo ich mir echt die Hand vor den Kopf hätte schlagen können. Die letzten Kapitel haben mir arg zugesetzt. Ich habe mit Sharon gelitten. Dave, der vollkommen abgedriftet war und ganz offensichtlich eine Grenze überschritten hatte, die jenseits von Gut und Böse war. Ihr verzweifeltes "Mayday" ... seine arrogante Ignoranz Ihr gegenüber, Vertrag hin oder her, hat mir Tränen in die Augen getrieben. Doch wo soll man hier die Grenze ziehen? War es, wie viele ganz offensichtlich sagen würden, eine Vergewaltigung (kein Zweifel meinerseits!) , oder war es einfach nur die Einhaltung eines Vertrages, bei dem sich beide einig waren? Durch die eigene Unterschrift besiegelt? Stoff zum nachdenken, der natürlich "gut" ausgeht. Sharon braucht einige Zeit um das Erlebte zu verarbeiten und Monate nach der letzten Session treffen Dave und Sie wieder aufeinander. Und schließlich schafft Sie es, ihre Dominanz wieder zu erlangen und verbietet Dave, Sie jemals wiederzusehen. Für mich jedoch ein wackeliger Abschluss, denn ich habe das Gefühl, dass, sollte Dave dagegen verstoßen, Sharon wieder in seinen Bann gezogen werden kann und Sie sich dann vollends an ihn verliert.

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  • Rezension zu "Safeword" von Nala Martin

    Safeword
    alexandra_amber

    alexandra_amber

    11. September 2012 um 10:30

    Ich wurde - wie wahrscheinlich viele andere - durch Presse, Funk und Fernsehen auf das Buch aufmerksam. Da die Autorin mir sehr sympathisch erschien und sie ja im Gegensatz zu den meisten "SM-Autorinnen" tatsächlich der "Szene" entstammt, versprach ich mir von der Lektüre ein besonders authentisches Erlebnis. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Domina Sharon lässt sich auf ein Spiel mit einem ihrer Kunden ein - nach einer verlorenen Wette willigt sie ein, die Seiten zu tauschen, was ihr als bekennende Switcherin nicht schwer fällt. Allerdings gibt es eine besondere Vereinbarung - es gibt kein Safeword zwischen den beiden, was das Spiel gefährlich und heikel macht. Die Dominanz des portugiesischen Dave ist deutlich spürbar, und man kann nachvollziehen, wie sich Sharon durch seine perfiden Spielchen immer weiter in den Abgrund ziehen lässt. Aus der anfänglichen Euphorie über die gelungenen Spiele wird eine Art Abhängigkeit, Hörigkeit, die in einem Zusammentreffen mit Daves Frau gipfelt, bei dem einiges schief läuft. Die Protagonistin (Ich-Erzählerin) ist authentisch und sympathisch. Ich habe auf jeder Seite mit ihr gelebt, geliebt und gelitten. Ich konnte ihre Handlungen zu größten Teilen nachvollziehen - was gerade bei Erotikliteratur ja nicht selbstverständlich ist ;) - und habe mir für sie gewünscht, dass sie wieder zu sich findet und raus aus dieser "Hölle". Parallelen zu 50 shades of grey - ja, für SM-Neulinge, die das zitierte Buch für einen SM-Roman halten, mag das zutreffen. Allerdings sind Sachen wie schriftliche Vereinbarungen vor dem Spiel oder Safewords gängige Praxis im SM und kommen in nahezu JEDEM Roman zu diesem Thema vor. Wer hier behaupten will, dass eine langjährig praktizierende Domina von einer bekennenden Nicht-SMerin, die ihr Wissen aus dem Internet bezog, abgeschrieben hat, sollte mal sein Weltbild überdenken. Es sind Frauen wie Nala Martin, die EL James zu ihrem Roman inspiriert haben. Durch Foren- und Blogbeiträge. Der große Unterschied zu diesem Buch ist der, dass Nala Martin WEISS, wovon sie schreibt. Und das spürt man auf jeder Seite, ob man diese Praktiken nun selbst mag oder nicht. Engelchen und Teufelchen sind ebenfalls klassische Bilder, das einzige, was man der Autorin vorwerfen könnte wäre, dass es ein etwas ZU gängiges Bild ist und daher ein wenig zum Klischee verkommt (von denen es übrigens angenehm wenige in diesem Roman gibt meiner Meinung nach). Aber ob die Umschreibung in "Innere Göttin" und "Unterbewusstsein" nun im Gegenzug besser ist, lasse ich mal dahingestellt. Dies ist kein kitschiger Liebesroman für Jugendliche, sondern ein Buch über die Gefahr von Sucht und tiefen Emotionen. Über die Gefahren, die ein SM-Spiel in den Spielern auslösen kann. Ein echtes Spiel führt in emotionale Abgründe (von denen Anastasia Steele ebenso weit entfernt ist wie EL James von einem Literaturnobelpreis) und kann gefährlich werden. Wer einen leichten "erotischen Roman" zur Einhandlektüre erwartet, sollte das Buch eher nicht lesen. Die beschriebenen Szenen wirkten auf mich wenig erotisch, dafür auf emotionaler Ebene intensiv. Erotische Anregung dürften wohl nur jene Leser bei der Lektüre erlangen, die praktizierende SMer sind und mit den hier geschilderten (für "Vanillas" teilweise heftige) Praktiken etwas anfangen können. Neben Knebelbirnen kommen auch Würgen, Mund mit Duschgel ausspülen oder Tritte in den Körper zur Sprache, die sogar bei den meisten praktizierenden SMern ein Tabu sind. Wer mit SM etwas anfangen kann und gern tiefer in die Materie einsteigen möchte, wer sich auch für die emotionalen und menschlichen Abgründe hinter der sanften Fassade von Seidentüchern und Augenbinden interessiert, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben. Ich vergebe hier sehr gerne und von Herzen fünf Sterne und freue mich auf weitere Werke der Autorin!

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