Nam Le Im Boot

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Inhaltsangabe zu „Im Boot“ von Nam Le

Mai, eine junge Vietnamesin, wird von ihrer Mutter auf eines der vielen überfüllten Flüchtlingsboote geschickt, in der Hoffnung auf eine Chance im Westen. Mitten im südchinesischen Meer versucht Mai, einem kranken kleinen Jungen das Leben zu retten und scheitert, während nach tagelanger Irrfahrt endlich das ersehnte Land in Sicht kommt. Eduardo und Luis, zwei Freunde aus den Slums von Bogotá, wollen dem Teufelskreis der Kriminalität entkommen und träumen von einem Ort des Friedens am Wasser bis einer von ihnen erschossen wird. Eine junge Amerikanerin fliegt auf der Suche nach neuem Lebenssinn zu ihrer Freundin nach Teheran und verschwindet dort während einer Demonstration. Die sieben exzellent geschriebenen Erzählungen stellen auf poetisch verstörende Weise Fragen nach der menschlichen Existenz in unserer globalisierten Welt. Sie handeln vom Ausgeliefertsein, von der Hoffnung auf Leben und der zerstörerischen Macht des Todes. Gefühle wie Angst, Sehnsucht, Verzweiflung, aber auch die Ruhe im Sterben werden so intensiv geschildert, dass einem das Schicksal der Figuren noch lange nachgeht.

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  • Rezension zu "Im Boot" von Nam Le

    Im Boot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2011 um 11:09

    „Im Boot“ enthält 7 Erzählungen des vietnamesischen Autors Nam Le. Die Erzählungen spielen in Vietnam, Amerika, Teheran, Japan und Kolumbien. Laut Klappentext handeln seine Erzählungen hauptsächlich von der Flucht. Flucht vor sich selbst, Flucht vor der Liebe, der Vergangenheit. Ich würde dem aber noch etwas hinzufügen. Die Personen in den Erzählungen wirken alle sehr verloren. Sie kommen mit Ereignissen in ihrem Leben nicht klar, verstricken und verlieren sich darin. Sie sind vor etwas davon gelaufen, sind auf der Flucht und Gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst. Die erste Erzählung über einen jungen Vietnamesen der in Iowa eine Writers-School besucht, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit seine eigene Geschichte. Den auch er ist wie der Protagonist als Kind von Vietnam nach Australien ausgewandert und von dort nachher weiter nach Amerika und der Autor hat ebenfalls Creative Writing an der Uni von Iowa studiert. Ich habe eine geteilte Meinung zum Buch. Einige der Erzählungen waren sehr spannend und haben mich in ihren Bann gezogen, andere haben mich verwirrt und ich habe den Faden verloren, während ich zu andere keinen Zugang fand und mich somit völlig kalt liessen. Die Sprache hingegen ist phantastisch. Die Beschreibungen von Landschaften, Situationen sind sehr detailliert und lebendig. Die Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und ihre Gefühlswelten sind sehr tiefgründig und differenziert. Allemal ein lohnenswertes Buch.

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