Gestern gab es auf arte einen Dokumentarfilm mit dem Titel "Die Heywoods".Im Brennpunkt stand eine amerikanische Familie bei der von drei Brüdern einer an ALS (Muskelschwund) erkrankt war.Vier Jahre folgte die Kamera dem Verlauf der Krankheit und dem Kampf der Beteiligten.Der Dokumentarfilmer erzählte aus dem Off und erzeugte durch das Geschick seiner Bilder und seiner Texte eine Nähe,die mich fesselte.Solche Filme laufen ab und an im Fernsehen,oft sind es dabei Angehörige oder Betroffene,die ein Thema das ihnen nahe geht so feinfühlig verfolgen,daß ich mich hineingezogen fühle,in ihre Geschichte.Bei Nan Goldin geht es mir genauso.Sie erzählt mit wenigen Bildern Geschichten und ich bin sofort gefangen und wenn ich das Buch aus der Hand lege,hab ich das Gefühl die Welt mit anderen Augen zu sehen.Das ist faszinierend.Ich seh Fotos von Menschen,die ich nicht kenne und dennoch entsteht eine Nähe,die tief spürbar und doch nicht greifbar ist."Luzifers Garten" ist ihr dickstes Werk und für mich auch ihr bestes und schönstes,denn es ist nicht so düster wie ihre früheren Werke. Für Liebhaber von Fotobänden ist dies Buch ein fettes Muß.
Rezension zu "Luzifers Garten" von Nan Goldin







