Nana Chiu

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Neue Bücher

Der Gott der Rosen und der Dornen

Neu erschienen am 06.12.2018 als Taschenbuch bei Drachenmond Verlag GmbH .

Alle Bücher von Nana Chiu

Das Herz der Meerjungfrau

Das Herz der Meerjungfrau

 (3)
Erschienen am 15.03.2018
Der Gott der Rosen und der Dornen

Der Gott der Rosen und der Dornen

 (0)
Erschienen am 06.12.2018

Neue Rezensionen zu Nana Chiu

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Rezension zu "Das Herz der Meerjungfrau" von Nana Chiu

Konnte mich leider nicht mitreißen ...
Korikovor 22 Tagen

Story:
Ein Fluch verändert Lex‘ Leben vollständig – statt höhere Magie wirken und Dämonen jagen zu können, bleibt nur noch ein Dasein mit kleineren Aufträgen und der Gefahr bei innerlich zu verbrennen. Abhilfe könnte das Angebot der Meerjungfrau Kel schaffen: Im Austausch für ihr mächtiges, heilendes Blut muss Lex einen Tag mit ihr verbringen und ihr Hong Kong zeigen. Zudem bietet sie ihre Hilfe an, einen vermissten Junge zu finden, den Lex im Auftrag einer alten Schamanin sucht. Trotz Unsicherheit nimmt Lex das Angebot an, ohne zu ahnen, welche Probleme die wachsende Beziehung zu Kel heraufbeschwört und welches Geheimnis unter Hong Kong schlummert …

Eigene Meinung:

Mit „Herz der Meerjungsfrau“ legt Nana Chiu ihren Debütroman vor. Das 220 Seiten starke Büchlein erschien bei tensual publishing, einem Label des deadsoft Verlags. Die Geschichte wartet mit einigen queeren Charakteren auf, allen voran Lex, der/die zwischen den Geschlechtern wechseln kann und sich eher dem Partner anpasst, mit dem er/sie zusammen ist.

Die Geschichte spielt in Hong Kong und bietet dem Leser daher ein ungewöhnliches Setting für einen düsteren Urban Fantasy Roman. Auch die Anderen sind mit den üblichen, teil klischeeartigen Wesen der gängigen Fantasy Romane nicht zu vergleichen – die Autorin hat ihre ganz eigene Welt mit ganz eigenen Figuren erschaffen und greift dabei eher unbekannte Legenden und Sagen auf. Leider fällt der Einstieg in die Geschichte nicht leicht, da dem Leser viele Informationen vorenthalten werden und man sehr lange braucht um die Zusammenhänge zu begreifen (wenn einem das überhaupt gelingt). Sicherlich sind Infodumps nicht angenehm, doch ein gewisses Grundmaß an Hintergrundinformationen ist generell notwendig, um der Handlung folgen zu können. Dies fehlt leider im Buch, so dass man teilweise den Dialogen und Ereignissen nicht folgen kann. Auch die einzelnen Szenen sind nicht immer schlüssig, teils versteht man gar nicht, was passiert und wie die Zusammenhänge sind. Das sorgt dafür, dass man nichts ins Buch eintauchen kann und auch zu den Figuren keine gesteigerte Verbindung aufbaut. Lex bleibt dem Leser eine lange Zeit vollkommen fremd – die Hintergründe seines/ihres Fluches sind ebenfalls nicht wirklich logisch geklärt, insbesondere die Sache mit May, die ihn/sie verflucht hat. Glaubt man am Anfang noch, sie wären ein Paar gewesen, wird diese Erklärung zum Ende hin komplett überworfen, was dafür sorgt, dass man überhaupt nicht mehr verstehen kann, warum May diesen Fluch überhaupt gewirkt hat.
Auch die Geschichte dümpelt lange Zeit vor sich hin, da der Tag, den Lex und Kel miteinander verbringen eine Menge Raum einnimmt und die beiden im Laufe dieser Zeit natürlich ihre Zuneigung füreinander entdecken. Diese Liebesgeschichte wird generell nur zwischen den Zeilen erzählt, da Nana Chiu keine direkten Worte wählt – egal ob es um die Beziehung der beiden geht oder um die großen Kämpfe geht. Dadurch muss der Leser sich viele Dinge selbst herleiten und sich selbst Gedanken machen. Positiv ist die Aufklärung am Ende, bei der ein Großteil der offenen Fragen beantwortet werden und Kels Schicksal erst richtig deutlich wird.

Die Figuren sind ungewöhnlich, allen voran Lex, der/die zwischen den Geschlechtern wechseln kann und sich selbst weder als Mann noch als Frau definiert. Dieser Aspekt ist Nana Chiu gut gelungen, denn bisher ist mir noch kein genderneutraler Charakter in einem Roman begegnet. Leider bleibt er/sie relativ blass, da man nicht immer nachvollziehen kann, was in ihm/ihr vorgeht. Allgemein wird die Gefühlswelt nicht schlüssig erläutert, so sind seine/ihre Gefühle für May sehr diffus, ebenso für Kel. So wirklich nachvollziehen kann man die Liebe zu Kel leider nicht. Auch Kel lernt man recht oberflächlich kennen, da sie ebenso ungreifbar ist wie Lex. Ihre wahren Beweggründe ergeben erst zum Ende hin Sinn und was sie genau mit Lex verbindet bleibt auch weitestgehend im Verborgenen. Eine wirklich intensive, nachvollziehbare Liebesgeschichte sollte man hier nicht erwarten, wenngleich dieser Punkt sogar interessant ist und in gewisser Weise etwas Neues.
Die übrigen Figuren kommen nur am Rande vor und bilden den passende Rahmen, sind jedoch leider ebenso wenig verständlich, wie die Hauptfiguren – insbesondere die alte Schamanin, die Lex nach dem Fluch das Leben rettet.

Nana Chius Stil ist Geschmackssache, denn nicht jeder wird mit ihren Beschreibungen und Dialogen etwas anfangen können. Teils legt sie einige wunderschöne, bildlich beschriebene Szenen vor, die das fantastische Hong Kong zum Leben erwecken, teil kann man ihren Beschreibungen und Ausführungen nicht folgen und hat Probleme den Inhalt zu erfassen. Gerade die Hintergründe von Lex sind unheimlich verworren – man hat das Gefühl, dass einem ganze Passagen fehlen; Dinge, die die Autorin kennt (immerhin ist es ihre Welt), der Leser aber leider nicht. Das macht es schwer, die Zusammenhänge und die Hintergründe zu verstehen und sich wirklich auf die Figuren einzulassen.

Fazit:

Insgesamt ist „Das Herz der Meerjungfrau“ Geschmackssache, denn die Geschichte kommt sehr verworren und unausgegoren daher und der Schreibstil von Nana Chiu ist Geschmackssache. Positiv sind die Genderkonzepte und das überraschende Finale der Geschichte, der zumindest einige Punkte erklärt und die Handlung zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringt. Nichtsdestotrotz schafft es das Buch nicht, gänzlich zu überzeugen und kann den Leser nicht fesseln. Schade – die Grundidee ist nicht schlecht, sie hätte nur besser und mitreißender ausgebaut werden müssen.

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Rezension zu "Das Herz der Meerjungfrau" von Nana Chiu

Ein Buch, das für viele Gänsehaut-Momente sorgt
Fledermaus92vor 8 Monaten

Das wunderschöne Cover von Nana Chius „Das Herz der Meerjungfrau“ hat mich sofort in den Bann gezogen. Und aus diesem Bann kam ich dann auch beim Lesen nicht mehr heraus! Ich bin begeistert von diesem Buch und habe noch nie etwas vergleichbares gelesen. Es ist gar nicht so leicht, zu beschreiben, was mich so fasziniert hat, doch ich versuche es mal:

Der Schreibstil der Autorin ist genau nach meinem Geschmack, fesselnd und bildlich, eine perfekte Kombination aus düster-surreal und magisch-märchenhaft. Das Buch spielt in Hongkong und ich muss sagen, dass die geschilderte Atmosphäre mich wie in einem Sog mitgerissen hat. Es ist so, als wäre man selbst dort – die Stimmung, die sowohl bedrückend als auch geheimnisumwoben ist, begleitet das ganze Buch und man kann sich sehr gut in die erzählte Welt hineinversetzen. Die Autorin verknüpft das reale Hongkong mit vielen verschiedenen Fabelwesen (auch „unüblicheren“ Fabelwesen, die man nicht so oft antrifft in der Fantasy) und Mythologie, was ich sehr spannend finde.

Die Charaktere sind ebenso einzigartig wie die Atmosphäre und der Schreibstil, sie sind liebevoll gezeichnet und man fühlt mit ihnen mit. Die Liebesgeschichte ist einfach nur schön! Ich will nicht zu viel verraten und halte es deshalb eher vage, aber jedenfalls ist es wirklich etwas, was ich so noch nie gelesen habe.

Gegen Ende des Buches warten einige Enthüllungen und am Schluss bleibt nur noch die Frage, ob es denn (hoffentlich bald) eine Fortsetzung geben wird! Ich würde sehr gerne mehr von Lex und Kel lesen.

Eine Anmerkung am Rande noch: Auf den ersten 10-20 Seiten könnte es eventuell alles noch etwas verwirrend klingen, weil recht viele Charaktere vorgestellt werden und die Hintergrundgeschichte bzw. die Zusammenhänge noch nicht klar sind, aber keine Sorge, es wird alles aufgeklärt. Ich schreibe es nur zur Sicherheit dazu, weil ich persönlich manchmal überfordert bin, wenn anfangs viele Charaktere auftreten, denn ich neige dazu, mit Namen und Zusammenhängen durcheinander zu kommen. Aber es wird alles schnell klarer und es ist toll aufgebaut, wie sich Stück für Stück das Gesamtbild entspinnt.

Ganz klare Kaufempfehlung von mir! 😊

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KristinSchoellkopfs avatar

Rezension zu "Das Herz der Meerjungfrau" von Nana Chiu

Fantasy von Nana Chiu
KristinSchoellkopfvor 9 Monaten

Schon lange hatte ich keine Geschichte mit einem Meerwesen mehr gelesen. Ich wusste nicht, was mich in „Das Herz der Meerjungfrau“ erwarten würde, was es umso spannender machte…

Nana Chius Geschichte lädt den Leser in ein Fantasy-Universum ein, wie es aus dem Bilderbuch bekannt ist. Dämonen, Meerwesen, Flüche und so viel mehr. Natürlich darf auch die Macht der Liebe in einer Geschichte wie dieser nicht fehlen. Obwohl der Roman viele fantastische Elemente enthält und mit diesen gekonnt spielt, fehlte mir an der ein oder anderen Stelle die Innovation. Schon beim Lesen des Klappentextes wird die Geschichte vorgegeben und kann auch im Laufe der Kapitel diesen Rahmen nicht sprengen.

Auch wenn die Charakternamen teils schwer auszusprechen, und zu merken sind, sind sie einprägsam.  Besonders Lex hat es mir angetan und konnte mich durch die Geschichte tragen. Was an der Charaktergestaltung besonders ist ist, dass sich die Figuren durch ihre Qualitäten und Charakterzüge sehr unterscheiden und somit eine breite Vielfalt an Figuren in die Geschichte eingebettet ist.

Nana Chius Schreibstil ist sehr angenehm und an einen Fantasyroman angepasst. Beim Lesen tauchte ich in die überirdische Welt ab und wurde von den Worten getragen, was ich als sehr angenehm empfand. Besonders, da die Wesen und der Aufbau der fantastischen Welt recht komplex sind, bildet der Schreibstil einen simplen Gegenpol, der dennoch mit stilistischen Mitteln zu spielen weiß.

„Das Herz der Meerjungfrau“ ist ein gelungenes Debüt.

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