Nana Rademacher Immer diese Herzscheiße

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Inhaltsangabe zu „Immer diese Herzscheiße“ von Nana Rademacher

Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Eine schöne Grundidee, die Potenzial zum Augenöffner hat! Trotz schwierigem Einstieg hat mir die Geschichte immer mehr gefallen . Empfehlen

— annso24

Schönes Jugendbuch, das ein wichtiges Thema anspricht.

— Littlemiss_lissie

Sarah ist nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens. klauen, falsche Freunde, schlechte Noten, aber dies soll sich ändern, schafft sie es?

— Sanisi

Jeder verdient eine Chance im Leben - oder auch zwei oder drei.

— blueleogreen

Mehr als ein Liebesroman für Jugendliche

— charlotte

Großartiges Jugendbuch über eine sozial benachteiligte 15-Jährige

— mysticcat

Super Buch

— MyBookLife

Es ist egal woher du kommst, wichtig ist, dass du weißt wo du hinwillst.

— Sandra_Koenig

direkt - ungeschönt - authentisch

— Abundantia

Sarah würde sagen einfach krass, ich nenn es ehrlich, authentisch und gefühlvoll ;-) Regt zum nachdenken an und man will es nicht weglegen.

— dreamily1

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    Immer diese Herzscheiße

    Kitsune87

    23. October 2017 um 00:13

    Meinung Immer diese Herzscheiße ist mein erstes Buch der Autorin, wobei mir erst nach Übersenden des Romans aufgefallen war, dass ich ein weiteres Buch von ihr – Wir waren hier – auf dem Stapel ungelesener Bücher liegen habe. Bei richtig guten Büchern werden meine Bewertungen recht kurz. Richtig schlechte Geschichten führen zu überlangen Rezensionen. Und dann sind da noch diese Bücher, die ich nicht so recht einzuschätzen weiß und deren Beurteilung zu einer größeren Herausforderung wird. Zu eben jeden Büchern gehört auch Immer diese Herzscheiße.Warum gestaltet sich das Verfassen der Rezension aber nun so schwierig für mich und warum hätte ich es, wäre es nicht eben ein Rezensionsexemplar gewesen, nach dem ersten Abschnitt am liebsten abgebrochen? Es liegt am von Rademacher gewählten Stil. Dieser ist gleichzeitig Höhepunkt und Todesurteil.Ich habe es selten erlebt, dass sich eine Autorin so gut in in die Denkweise und das Gefühlsleben einer ‚problematischen‘ Fünfzehnjährigen hineinversetzen kann, wie in diesem Roman. Protagonistin Sarah wirkt dadurch wahnsinnig authentisch und ich sehe da viel, was mir selbst bzw. besonders meiner Schwester in dem Alter durch den Kopf gegangen ist. Romane dieser Art (Schwierige Jugendliche, problematisches Umfeld, keine Perspektiven) werden oft aus einer harten, jedoch gefühlsfernen Sicht geschildert. Man hat den Einblick in die Gedanken der umliegenden Personen und nimmt deren Sichtweisen an. Man findet es falsch, dass dieser Jugendliche so sehr abdriftet und dass man weiß, ‚aus dem wird nichts‘.In dem Fall von Immer diese Herzscheiße erzählt Sarah die Geschichte aus ihrer Sicht und sieht natürlich nichts Verwerfliches darin, die Schule abzubrechen und eine ‚Hartz IV Karriere‘ zu starten. Wieso sollte es auch anders sein? Zerrüttete Familienverhältnisse, Freunde mit Vorstrafen und ein Umfeld, welches fast nur aus Arbeitslosen besteht. Sarah kennt es nicht anders und da kann in ihren Augen auch ein überengagierter Deutschlehrer erst einmal nichts daran ändern. Im weiteren Verlauf schildert der Roman mögliche Perspektiven, auf die ich natürlich hier nicht weiter eingehen werde.„[…] jeder kann ja eigentlich alles sein. Nur bei uns im Viertel eben nicht.“ – Seite 89Interessant ist die Geschichte allemal und wie bereits geschildert ist der Autorin das Erschaffen ihrer Protagonistin wahrlich gelungen. Allerdings stößt es mir immer noch auf, dass sich Sarahs Art zu sprechen im kompletten Text wiederfindet. Durch die Erzählweise in der 1. Person muss man sich als Leser durch 320 Seiten Umgangssprache durcharbeiten und dabei versuchen, nicht daran zu verzweifeln. Um das Authentische noch zu unterstreichen, dürfen Rechtschreibfehler nicht fehlen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses Buch eine ganz andere Zielgruppe als mich anspricht und gerade meine Texte sind, trotz mehrmaligem Durchlesen, sicher nie gänzlich fehlerfrei. Jedoch kann – und sollte – ich von einem Jugendbuch das Zwölf- bis Fünfzehnjährige anspricht einen Text erwarten können, der sich eben nicht einem ‚Schreiben nach Gehör‘ beugt.„Ach, das ist ja wie in der Toskana mit den Züpressen!“ – Seite 37Ein Roman der Autorin für ‚ältere Leser‘ würde mich sehr reizen, denn zwischen all den jugendlichen Ergüssen stecken hier und da wundervolle kleine Zeilen, die fast schon poetisch anmuten. Und auch hier bin ich mir sicher, wäre der Roman in einer etwas anderen Art verfasst worden, hätte er mir sicher sehr gut gefallen können.„Es kommt eben nicht auf die Menge der Zeit an, sondern auf die Art, wie wir zusammen sind.“ – Seite 233Ich weiß, eine Grenze zu ziehen ist wirklich schwierig. Ein Buch wie dieses steht jenen gegenüber, die Jugendliche aufweisen, die wie Fünfunddreißigjähre klingen und auch sonst deren Hobbys und Musikgeschmäcker aufweisen. Den Punkt genau in der Mitte zu treffen, damit ich zu 100 % begeistert bin, ist aber nicht die Aufgabe der Autoren. Ein Buch, dass Jugendliche abholt und sie zum Lesen animiert, kann nie verkehrt sein. Da hilft auch mein Einwand während der Leserunde ‚Auch als ich in Sarahs Alter war, habe ich Bücher in so einem Stil schon nicht leiden können‘ nichts. Ich könnte wirklich damit Leben, hätte man auf die absichtlichen Fehler verzichtet. Fazit Wem ein authentischer jugendlicher Schreibstil nicht abschreckt, sollte mit Sicherheit das Experiment Immer diese Herzscheiße wagen. Inhaltlich bringt der Roman sein behandelndes Thema treffend auf den Punkt. Aus alten Mustern auszubrechen, sich gegen vermeintliche Freunde stellen und neue Wege einzuschlagen kann beängstigend sein und es gibt sicher genug, die sich hier wiedererkennen werden. Auch wenn ich mich die Art, wie der Roman verfasst wurde, im weiteren Verlauf weniger störte wie noch zu Beginn, empfand ich das Lesen dadurch trotzdem sehr anstrengend. Von daher gibt es heute nur eine Leseempfehlung Auf eigene Gefahr.

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  • Die Jugend von heute

    Immer diese Herzscheiße

    annso24

    21. October 2017 um 21:14

    Cover: Das Cover bringt aus meiner Sicht perfekt rüber, was einen in dieser Geschichte erwartet. Man muss sich auf eine rebellische Fünfzehnjährige einstellen, die von der Liebe ganz schön durchgeschüttelt wird.  Die Gestaltung des Buches macht auf jeden Fall auf die Geschichte aufmerksam, sodass ich das Cover sehr gelungen finde. Inhalt: Nana Rademacher erzählt durch Sarah eine Geschichte, die uns mehr angeht, als wir im ersten Moment denken. Es öffnet aus meiner Sicht dem Leser die Augen für die heutigen Möglichkeiten von Jugendlichen und wie viel ein wenig Unterstützung ändern kann.    Der Anfang fiel mir nicht leicht, doch als ich mich erstmal an Schreibstil und auch die Protagonistin gewöhnt hatte, wurde ich immer mehr von der Handlung begeistert. Bis zum Ende wurde man von den Entwicklungen mitgerissen und auch überrascht. Ich empfand die Geschichte als gut durchdacht und unterhaltsam gestaltet. Charaktere: Meine Probleme hatte ich neben dem Schreibstil ebenso mit den Charakteren.  Mit der Protagonistin Sarah wurde ich aufgrund ihrer Einstellung zum Leben und auch zur Schule nur langsam warm, weil sie wahrlich ein Paradebeispiel ist.  Es hat gedauert, bis ich mit ihr warm geworden bin. Mit ihrer besten Freundin Dixi kam ich überhaupt nicht auf einen grünen Zweig. Sie ging mir das ganze Buch über auf die Nerven und bis zum Ende kam ich nicht mir ihr zurecht.  Am Anfang fiel es mir auch sehr schwer, die Masse an Namen den jeweiligen Nebencharakteren zuzuordnen. Das war etwas unglücklich. Doch insgesamt wurden die Figuren passend zur Geschichte gewählt und konnten im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich nicht so recht warm mit ihnen allen wurde. Schreibstil: Aufgrund des Schreibstils fiel es mir anfangs nicht so leicht, mich auf die Geschichte einzulassen. Der Stil ist wahrlich an die junge Sarah angepasst, da einem hier jugendlicher Getto-Slang geboten wird, wenn man es so nennen kann. Das empfand ich als sehr merkwürdig, da es nicht nur in der persönlichen Rede auftritt, sondern sich durch das gesamte Buch zieht. Deswegen war es dahingehend etwas schwierig, in das Buch hinein zu finden. Doch das ist sehr subjektiv, da ich persönlich eigentlich kein Fan davon bin. Doch sobald man sich daran gewöhnt, liest sich das Buch sehr gut und man kommt sehr schnell damit voran. Vor allem die interessanten fettgedruckten Sätze geben einem Rätsel auf. Insgesamt auf jeden Fall interessant geschrieben, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Fazit: Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit dem Buch, ist mir Sarah und ihre Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen! Man flog regelrecht durch das Buch, nachdem man sich an den sehr jugendlichen Schreibstil gewöhnt hat. Die Handlung regt immer mehr zum Nachdenken an und öffnet einem für die heutigen Umstände in der Gesellschaft ein Stück weit die Augen. Ich kann es empfehlen!

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  • Das Leben ist eine einzige große Herzscheiße mit ein paar Eimern voller Glück

    Immer diese Herzscheiße

    blueleogreen

    20. October 2017 um 21:39

    Inhalt:Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.Meinung:Ich bin wie Sarah 15 (nur noch bis Sonntag :D), weswegen ich mich gut in sie hineinversetzen kann, obwohl ich das komplette Gegenteil von ihr bin. Mit ihrer direkten Art war sie mir von Anfang an sympathisch. Das ganze Buch über musste ich mehrmals den Kopf schütteln, wegen ihrer oft doofen Handlungen und überstürzten Entscheidungen. Aber es geht in 'Immer diese Herzscheiße' ja um die Entwicklung von Sarah und ihr Leben. Auf die Liebesgeschichte wird, wie der Titel schon verrät, kein so großes Augenmerk gelegt und es ist in keinster Weise schnulzig. Die Charaktere sind alle sehr vielfältig und verschieden. Es ist ein Spaß zu lesen wie die verschiedenen Weltanschauungen und Gesellschaftsschichten aufeinandertreffen. Am besten gefällt mir die Sprache des Buches - Jugendslang. Auch wenn mir Jugendslang sonst so überhaupt nicht gefällt, kann ich mir für 'Immer diese Herzscheiße' keine steifere Sprache vorstellen. Es wäre dann nicht mehr Sarahs Geschichte.'Immer diese Herzscheiße' ist ein schönes Buch über Bildungschancen, dass zum Nachdenken anregt.Man sollte immer an sich glauben, egal wo man her kommt.Jeder verdient eine Chance im Leben - oder auch zwei oder drei.

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  • Immer diese Herzscheiße

    Immer diese Herzscheiße

    Littlemiss_lissie

    17. October 2017 um 00:13

    Immer diese Herzscheiße von Nana Rademacher erzählt die Geschichte von Sarah, die im Stuttgarter Hallschlag groß geworden ist – hoffnungslos und ohne Zukunftsperspektive. Schule interessiert sie nicht, die schwänzt sie lieber und ihren großen Bruder mit seinem Spießerleben findet sie richtig doof. Ihr Alltag ist von Alkohol, Drogen und Stehlen geprägt. Und ihr Freundeskreis scheint sie in der Hinsicht lediglich zu bestärken. Bisher ist sie mit ihrem Verhalten immer durchgekommen, doch als sie einen Schritt zu weit geht, muss sie erstmals die Konsequenzen für ihr Handeln tragen und das gefällt ihr zunächst natürlich überhaupt nicht. Von ihrem Lehrer zu einem Theaterprojekt verdonnert, lernt sie zum ersten Mal neue Leute kennen, die nicht aus ihrem normalen Umfeld stammen. Menschen mit den unterschiedlichsten Perspektiven und Neben Katharina, der Vorzeige-Studentin, lernt sie auch Paul kennen, der ihre bisher kleine Welt gehörig durcheinanderwirbelt. Auf einmal scheint eine Zukunft außerhalb Hartz-IV und Schwarzarbeit gar nicht mehr so abwegig. Doch zwischen ihrem alten Freundeskreis, ihrem ärmeren Viertel und der Theatergruppe hin- und hergerissen, fällt es Sarah zunehmend schwer ihren eigenen Weg zu finden. Cover und Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover spiegelt die Hauptperson Sarah sehr gut wieder. Besonders gefällt mir, wie Schrift und Hintergrundbild miteinander harmonieren. Mein Interesse für die Geschichte wurde aufgrund der wichtigen Thematik geweckt. Es ist ein allseits bekanntes Problem, dass Kinder aus ökonomisch schwachen Verhältnissen meist keinen Ausstieg finden und den von den Eltern vorgelebten Lebensstil beibehalten. Ein Durchbrechen dieses Kreislaufes ist für viele nicht leicht. Das persönliche Umfeld spielt hier eine entscheidende Rolle und hat einen großen Einfluss auf junge Menschen, die sich noch in einer Phase der Selbstfindung und Selbstentfaltung befinden. Meist hat der unmittelbare Freundeskreis einer Person sogar größeren Einfluss als es eventuell die Eltern oder Familienmitglieder besitzen. Und genau diese Problematik thematisiert Nana Rademacher in ihrem Jugendbuch. Sarah besitzt nämlich einen sehr starken Freundeskreis, der ihr das verantwortungslose Verhalten zum Einen vorlebt und sie in ihrem eigenen Handeln unterstützt. Es wird gemeinsam Alkohol getrunken, Schule geschwänzt und Regeln gebrochen. Sarah war mir jedoch trotz ihres besorgniserregenden Verhaltens äußerst sympathisch. Sie ist witzig, ihren Freunden gegenüber loyal und dabei klug – auch, wenn sie sich das nicht eingestehen will. Zudem macht sie sich viele Sorgen um ihre Großeltern, bei denen sie mit ihrem großen Bruder aufgewachsen ist, nachdem beide von ihrer Mutter verlassen wurden. Sie zeigt eine liebenswerte Seite von sich, die mich doch sehr positiv überrascht hat. So kocht sie sehr gern, am liebsten gemeinsam mit ihrem Opa und macht sich viele Gedanken um ihre Oma, die unter Herzproblemen leidet. Trotz schlechtem Umfeld und ihrem verantwortungslosem Verhalten hat sie zu Hause demnach eine stabile Basis bestehend aus ihren Großeltern, die sich sehr liebevoll um sie kümmern, leider aber nicht immer zu Sarah durchdringen können. Najim, ihr älterer Bruder, hat ebenso Schwierigkeiten im Umgang mit Sarah. In ihren Augen ist er zu einem regelrechten Spaßverderber geworden und das, obwohl er selbst einmal denselben Lebensstil wie Sarah besessen hat. Dass Najim den Absprung geschafft und ein für sich besseres Leben gefunden hat, sieht Sarah allerdings noch nicht. Dixi, Sarahs beste Freundin, war mir von Beginn an unsympathisch, da sie meiner Meinung nach den größten negativen Einfluss auf Sarah hat. Sie ist leichtsinnig, unreif und oberflächlich. Durch Sarahs aufflammende Freundschaft zu Katharina fühlt sie sich ausgeschlossen und verhält sich nicht wie eine gute Freundin, sondern ist Sarah gegenüber oftmals egoistisch und unfair. Der restliche Freundeskreis von Sarah verhält sich ihr gegenüber ähnlich. Ihre Freunde verstehen nicht, warum sie zur Theatergruppe geht und machen sich über die Gruppenmitglieder lustig. Sie haben kein Verständnis für Sarahs „uncoole“ Veränderung und fühlen sich im Stich gelassen. Die Theatergruppe hingegen nimmt Sarah bis auf eine Ausnahme mit offenen Armen auf und bemüht sich sehr um sie. Die Mitglieder bestätigen sie, machen ihr Mut und geben sie nicht auf. Die Theatergruppe und insbesondere Paul werden zu einer wichtigen Konstante in Sarahs Leben, die ihr neue Perspektiven ermöglichen und sie ermutigen von einer ganz anderen Zukunft fern von Hartz VI zu träumen. Doch wird Sarah ihr Leben ändern? Wird sie Verantwortung für ihre Taten übernehmen? Nana Rademacher hat mit ihrem Jugendbuch „Immer diese Herzscheiße“ einen Roman geschrieben, der anders als der Titel zunächst vermuten lässt kein Liebesroman ist. Es ist vielmehr eine Geschichte über die Selbstfindung eines jungen Mädchens, dass aufgrund ihrer Herkunft mit Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel zu kämpfen hat. Natürlich verliebt sie sich auf ihrem Weg das erste Mal, doch diese Tatsache nimmt eher einen kleineren Bereich im Buch ein. Es wird deutlich, wie wichtig Vorbilder, Zukunftsperspektiven und die richtige und liebevolle Unterstützung für einen jungen Menschen während des Erwachsenwerdens sein können. Zudem sollte man sich die eigenen Ziele nie zu niedrig setzen. Der Schreibstil der Autorin war locker, leicht und zudem sehr angenehm. Sarahs Sprache wirkte sehr authentisch und real auf mich, da die Autorin ihr eine extreme „Jugendsprache“ gab, die mich zu Beginn des Buches noch leicht störte. Doch im Verlauf der Geschichte konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und gerade aufgrund ihrer besonderen Ausdrucksweise einen guten Blick in ihre Welt erlangen. Lediglich zum Schluss hätte ich mir in gewisser Weise ein bisschen mehr Aufklärung gewünscht, allerdings ist dies meine individuelle Meinung. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen und konnte mir einen etwas anderen Einblick auf das Leben heutiger Jugendlicher gewähren. Mein Fazit: Ein schönes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt und mich voll und ganz mitreißen konnte.

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  • Zweite Chance

    Immer diese Herzscheiße

    Sanisi

    16. October 2017 um 11:33

    Immer diese Herzscheiße von Nana Rademacher, hat mich durch das ansprechende Cover direkt in seinem Bann gezogen. Eine Geschichte um ein Mädchen, das droht abzustürzen. Falsche Freunde, schlechte Noten, dealen.... Eine sehr Realistisch erzählte Geschichte, um Sarah, die trotz der Trotzaktionen und auf stur stellen, direkt in mein Herz gewandert ist. Ein mega angagierter Lehrer der erkennt, das da verborgenes Potenzial schlummert und bringt sie dazu, durch einen Deal dieses nach und nach hervorzutragen. Eine süße Liebesgeschichte zwischen Paul und Sarah, die aber auch nicht ganz rund läuft, die ihr aber auch hilft. Freundschaft, falsche und richtige, gibt es hier herauszufinden. Das Buch hat mir im ganzen eigentlich sehr gut gefallen, viele Spannungsbögen und unvorhergesehenes, aber manches leider auch etwas überdehnt und mit der Sprache des Buches kam ich bis zum Ende nicht wirklich klar, auch wenn sie zum buch passt. Ich gebe dem Buch 3 positiv gemeinte Sterne, das Buch sollte auf jeden Fall gelesen werden, es ist richtig gut und nicht jeder hat bestimmt Schwierigkeiten mit der Sprachwahl. Ein schönes Buch trotz schwere der Problematik, die aber vielen vielleicht hilft auch umzudenken, weil was Sarah kann, können viele andere auch

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  • Jugendliche ohne Perspektive

    Immer diese Herzscheiße

    charlotte

    15. October 2017 um 12:49

    Sarah (15) lebt dort, wo keiner leben will, doch nur die wenigsten rauskommen. Sie geht zwar ab und an zur Schule, wie ihre Freunde, doch sinnvoll erscheint es ihr nicht. Schließlich steht jetzt schon fest, dass ihre Zukunft aus Hartz IV besteht. Doch steht es wirklich fest? Sarah hat da nämlich diesen einen Lehrer, der fest davon überzeugt ist, dass mehr in ihr steckt und dass sie etwas erreichen kann, wenn sie sich bemüht. Also teilt er, nachdem er sie bei einer Straftat erwischt hat, keinen Schulverweis aus, sondern verdonnert sie, seinem Sohn bei einem Theaterstück zu helfen. Dort lernt Sarah zum ersten Mal junge Menschen kennen, die ganz andere Zukunftsperspektiven haben. Und dort trifft sie auch auf Paul, der so ganz anders ist als die Jungs, die sie bisher kannte. Wird sich Sarahs Leben jetzt ändern? Wird sie Verantwortung für ihr Leben und ihre Zukunft übernehmen? "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher ist  - auch wenn mich der Titel anderes vermuten ließ – kein Liebesroman. Stattdessen handelt er von Sarah und ihrer Geschichte, in der sie sich fast nebenbei das erste Mal so richtig verliebt. Geschrieben im Stil, im dem eine 15-jährige Hauptschülerin spricht, macht er dem Leser bewusst, wie verzwickt das Leben für einen Teenager sein kann, der kein sicheres Zuhause und kaum eine Zukunftsperspektive hat. Zudem arbeitet die Autorin mit Stilmitteln wie Schriftgröße und –dicke, die das Lesen des Textes abwechslungsreich und interessanter machen. Auch wenn Sarah es mit ihrer abweisenden Haltung zu Allem dem Leser nicht leichtmacht, sie von Anfang zu mögen, wächst sie einem doch irgendwie mit ihrer Art ans Herz. Gefallen hat mir das Buch aber auch deswegen besonders gut, weil es eine andere Sicht auf das Leben der Jugend in Deutschland war, als ich es bisher kannte. Als Mutter zweier Jugendlicher, die von allen Seiten Liebe und Unterstützung erfahren, vergisst man oft, dass es nicht allen so geht. Ein Hoch an dieser Stelle auf Sarahs Großeltern, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, ihr und auch schon ihrem Bruder wenigstens ein halbwegs sicheres Zuhause zu geben. Mein Fazit: Eine tolle Geschichte, die mich mitgerissen hat und mir jede Menge Denkanstöße gegeben hat.

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  • Großartiges Jugendbuch über eine sozial benachteiligte 15-Jährige

    Immer diese Herzscheiße

    mysticcat

    15. October 2017 um 08:01

    Von der Autorin habe ich bereits den distopischen Roman "Wir waren hier" verschlungen und war gespannt, wie sie das Thema dieses sehr anderen Buches angehen wird. "Immer diese Herzscheiße" ist im Ravensburger Verlag 2017 als gebundene Ausgabe erschienen.Meine Meinung zur Handlung:Dass Sarah aus schwierigen Verhältnissen kommt, wird schnell klar. Sie wächst bei ihren Großeltern auf und hat keinen Kontakt mehr zu den eigenen Eltern und lebt finanziell am Minimum, die Großmutter dreht jeden Euro zwei Mal um und der Großvater versucht, eine Stütze für seine Familie zu sein, auch wenn finanziell wenig drin ist, woran er zu arbeiten hat.Auch Sarahs älterer Bruder, der eine bewegte Jugend und jetzt ein geregeltes Leben hat, versucht mit aller Kraft, Sarah von der schiefen Bahn zu bringen, ebenso wie Sarahs überaus engagierter Deutschlehrer. Sarahs Bekanntengreis hat witzige Spitznamen wie "Dixie", "Mütze" oder "Energy" - was für die Jugendszene typisch ist, denn hier wird versucht, sich abseits der wenigen Perspektiven der Herkunftsfamilie eine neue Identität in der Gruppe aufzubauen, weshalb auch gerne andere Namen gewählt werden.Sarah ist eine typische Vertreterin dieser Gruppe: Sie glaubt nicht daran, dass sie jemals eine faire Chance an der Teilhabe in der Gesellschaft bekommen wird, und ist daher auch nicht bereit, sich anzustrengen. Obwohl ihr die Versetzung an eine Förderschule droht und sie prinzipiell das Zeug hätte, die Schule zu schaffen, vertickt sie lieber Drogen mit ihren Bekannten, jobbt in der Würstchenbude oder klaut. Im Rahmen des Buches wird bei mehreren Aktionen deutlich, dass Sarah das Herz am rechten Fleck hat und richtig und falsch unterscheide kann.Das aufgebrummte Theaterprojekt ist eine große Chance für Sarah, obwohl sie überhaupt nicht mitmachen möchte und sich anfangs erpresst fühlt. Sarahs Art, sich direkt auszudrücken, kommt bei der Gruppe gut an, so dass die ursprüngliche aus Souffleuse gedachte Mitarbeiterin schon bald beginnt an den Texten des Drehbuchs zu arbeiten. Der Bezug der Handlung zum Titel wird aus dem Text heraus klar, und mir gefällt der Zusammenhang, denn es ist so typisch Sarah. Großartig herausgearbeitet sind die verschiedenen Charaktere, denn alle sind für mich authentisch und gut vorstellbar. Die Sprache, die im Buch verwendet wird, ist die glaubhafte Sprache Jugendlicher, die mit ihren Perspektiven abgeschlossen haben. Auch die restlichen Charaktere fallen nicht aus ihren Rollen und verwenden jeweils ein passendes Vokabular, bleiben jedoch für jugendliche Leser*innen verständlich.Die aufgearbeiteten Motive sind Freundschaft, Loyalität und Familie, sowie das Finden des eigenen Platzes in der Gesellschaft. Auch Jugendliche, die es vermeintlich leicht haben, können ganz schön damit beschäftigt sein - auch das wird in diesem Jugendroman aufgezeigt.Nicht in die Bewertung fließt ein, dass sich das Buch nach einmaligem Lesen noch in neuwertigem Zustand befindet, nichts ist verbogen oder wirkt abgegriffen, also eine sehr gute Verarbeitung.Fazit: Großartiges Jugendbuch über eine sozial benachteiligte 15-Jährige

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  • Jeder verdient eine Chance

    Immer diese Herzscheiße

    Abundantia

    13. October 2017 um 17:19

    Sarah ist 15 und lebt bei ihren Großeltern im sozialen Brennpunkt nahe Stuttgart. Die Teenagerin und ihr Bruder wurden von ihrer Mutter zurückgelassen und ihr Start ins Erwachsenenleben verläuft holprig. Sarah und ihre beste Freundin Dixi boykottieren Klassenarbeiten, stehlen und konsumieren sogar Drogen. Die Clique rundum die Mädchen ist kein guter Umgang und zeugt von hoffnungslosen Zukunftsaussichten. Als Sarah eines Tages der Schulverweis droht, eröffnet ihr ihr Lehrer eine letzte Chance, einen besseren Weg einzuschlagen. Sie soll an einem Theaterprojekt teilhaben. Mit großem Widerwillen gehorcht Sarah und stellt schon bald darauf fest, dass es gar nicht so übel ist, wie anfangs vermutet. Als sie dort noch Paul kennen lernt und sich mit ihrer Sozialarbeiterin Kathi anfreundet, scheint ihr Leben eine positive Wendung zu nehmen. Doch Sarahs alte Freunde heißen dies gar nicht gut. Als dann auch noch jemand aus ihrer Dealer-Vergangenheit aufschlägt, droht sie wieder in alte Muster zu verfallen. Nana Rademacher hat mich mit ihrem Roman überzeugt. Ungeschönt, authentisch und mit einer Direktheit, die den Leser in den Bann zieht, habe ich das Buch verschlungen. Der Schreibstil ist flüssig und Sarahs Perspektive ließ mich stellenweise sowohl inne halten, als auch schmunzeln. Ein empfehlenswerter Roman.

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  • Ein sehr tolles Jugendbuch

    Immer diese Herzscheiße

    Anna-Klaire

    11. October 2017 um 18:19

    Was für ein tolles Buch! Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, so toll war das Buch.In dem Buch geht es um Sarah, die mitten in der Pubertt steckt. Sie ist in der Null-Bock-Phase und hat auch das Gefühl, das aus ihr eh nichts werden kann. Ihr ist alles egal und will auch nicht auf ihre Mitmenschen hören.Das Buch zeigt, wie sich eine 15-jährige fühlt, wenn sie in der Pubertät ist. Es wird sehr gut beschrieben, sodass man auch nachvollziehen kann wie sie sich fühlt. Die Sprache der Autorin ist flüssig zu lesen und durch die Jugendsprache, die in dem Buch benutzt wird, wird man auch in die Handlung hineinversetzt. Ein tolles Jugendbuch, besonders für diejenigen, die wie Sarah mitten in der Pubertät sind. Aber auch nicht nur für Jugendliche, ich empfehle es auch älteren Menschen, weil das ziemlich gut beschrieben wird, wie sich Jugendliche in der heutigen Zeit fühlen.Absolut lesenswert!

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  • 3,5 - 4 Sterne

    Immer diese Herzscheiße

    ReaderButterfly

    11. October 2017 um 00:42

    Die 15-jährige Sarah wurde beim Dealen erwischt. Doch anstatt von der Schule zu fliegen bietet ihr ein Lehrer an in die Theatergruppe einzusteigen. Die Schule ist ihr egal und ihr Berufswunsch ist Hartz IV, trotzdem sagt sie zu. Ihre Freundin Dixie übt jedoch einen negativen Einfluss auf Sarah aus, wodurch Sarah öfters schwänzt. Doch in der Theatergruppe verändert sich ihr Leben, vor allem als Paul in ihr Leben tritt. Ich habe das Buch in einer Verlosung gewonnen, anders hätte ich es ehrlich gesagt nicht gelesen, aber ich bin sehr froh dass ich es so lesen durfte. Die Story hat mich gleich angesprochen und im Buch hat mir die Geschichte gefallen. Ich mochte es Sarah auf ihrem Weg, ihren Höhen und Tiefen zu begleiten und herauszufinden wer gut für sie ist und wer nicht. Das Buch ist in Jugendsprache geschrieben, aus der Sicht von Sarah, sodass man sich gut in sie hineinfühlen konnte. Jedoch hat der Jungendslang am Anfang ein bisschen den Lesefluss gestört, doch danach ging es. Insgesamt hat mir das Buch gefallen und hab es vor allem am Schluss gerne gelesen

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  • Immer diese Herzscheiße

    Immer diese Herzscheiße

    MyBookLife

    10. October 2017 um 20:39

    Als Sarah beim Dealen erwischt wird, muss sie in eine Theatergruppe um nicht von der Schule zu fliegen. Ihr ist ihre Zukunft völlig egal, in ihrer Freizeit klaut und trinkt sie, ihr Berufswunsch ist nur Hartz IV. Doch als sie in der Theatergruppe Paul kennenlernt ändert sich plötzlich ihre Meinung und ihr wird klar, dass es doch vielleicht einige Sachen gibt für die es sich zu kämpfen lohnt. Persönliche Meinung: Da ich das Buch gewonnen und an einer Leserunde teilgenommen habe, konnte ich Meinung gut mit anderen austauschen und vergleichen. Ich finde die Idee sehr Interessant, mal so ein typisches, ungezogenes, Problemkind mit Drogen und Alkohol als Hobby, als Protagonistin zu haben. Außerdem finde ich es spannend zu sehen wie sich Sarah und ihre Meinung im Laufe der Geschichte ändert. Der Jugendschreibstil gefällt mir sehr gut und auch die Schrift ist schnell zu lesen. Das Cover passt einfach zu der Hauptfigur und ist auch sehr cool gestaltet. Es ist sehr abwechslungsreich mal ein Buch zu lesen, von dem es nicht noch tausende weitere Bände gibt. Ein gut gelungenes Buch.

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  • Immer diese Herzscheiße

    Immer diese Herzscheiße

    Drakonia007

    09. October 2017 um 23:02

    Nana Rademacher – Immer diese Herzscheiße Erscheinungsdatum: 23.August 2017 Format: Gebundene Ausgabe Verlag: Ravensburger VerlagSeiten: 320 Preis: 15,00 € ISBN: 978-3-4734-0137-6 Klappentext/Inhaltsangabe: Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Meine Meinung: Sarah ist mitten in der Pubertät. Sie wächst bei ihren Großeltern in Stuttgart auf. Aufgrund schlechter Erfahrungen die sie geprägt haben und ihrem Freundeskreis, ist ihr Berufswunsch schlicht und einfach: Sie wird Hartz 4 Empfängerin und arbeitet ab und an mal schwarz in einer Imbissbude. Ihre Hobbys sind: mit ihren Freunden abhängen, feiern, Alkohol trinken, klauen und dealen. Mit der Schule hat sie es auch nicht so. Doch dort wird sie beim dealen erwischt und muss von da an,an einem Theaterprojekt teilnehmen. Ansonsten fliegt sie von der Schule... Die Protagonistin ist das typische Jugenbild was viele Leute im Kopf haben, wenn diese Jugendlichen in einem nicht so tollen Viertel aufwachsen. Sarah sieht in ihrem Leben keine Chance und versucht sich mit kleinen Diebstählen und dem Verkauf von Drogen über Wasser zu halten. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, zu ihrer Mutter hat sie keinen Kontakt. Ihre Zeit verbringt sie am meisten mit ihren Freunden, vor allem mit ihrer besten Freundin Dixi. Doch als sie am Theaterprojekt teilnehmen muss, ändert sich nicht nur Sarah selbst, sondern sie verändert auch ihre Sicht auf das Leben generell. Der Schreibstil in diesem Buch ist vielleicht etwas anders und gewöhnungsbedürftig. Manche Dinge sind sehr umgangssprachlch geschrieben, so wie Jugendliche oder auch Erwachsene reden. Keine Jugendsprache, sondern Umgangssprache. Genauso wie einige Dinge absichtlich falsch geschrieben wurden. Das hat meiner Meinung nach die Geschicht sehr viel lebhafter und authentischer gemacht. Mir hat es sehr gut gefallen. Sarah ist ein Charakter, in dem man sich hineinversetzen kann. Sie ist nicht dumm, doch durch ihren Freundeskreis wird sie immer wieder mitgezogen. Dazu natürlich auch Dinge aus ihrer Vergangenheit. Sie kennt kein anderes Leben. Jeder hatte in seinem Leben bzw. In der Schulzeit diese "Null-Bock-Phase". Sie weiß, dass ihre Einstellung sie nicht weiterbringt aber wenn man keine Vorbilder hat verfällt man denk ich irgendwann in die Rolle. Durch das Theaterprojekt verändert sich vieles in Sarahs Leben. Auch wenn sie dadrch einiges vielleicht verliert. Fazit Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist zwar meiner Meinung nach mehr etwas für Jugendliche, mit dem Hintergrund über das Leben nachzudenken, aber dennoch sehr sehr gut geschrieben. 5 von 5 Büchern Anmerkung: "Immer diese Herzscheiße" habe ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks.de gewonnen. Vielen Dank!

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  • Leserunde zu "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher

    Immer diese Herzscheiße

    NaddlDaddl

    Wenn das Leben im Moment einfach scheiße aussieht... In Sarahs Leben läuft nicht unbedingt immer alles rund. Aber das findet sie eigentlich nicht so schlimm, denn sie hat sich keine hohen Ziele für ihre Zukunft gesetzt. Ihre Null-Bock-Einstellung muss sie jedoch ändern, als sie von einem Lehrer beim Drogendealen erwischt wird und zur Strafe an einem Theaterprojekt teilnehmen muss. Dort trifft sie nicht nur auf Paul, sondern erkennt auch, dass das Leben nicht immer nur schlecht sein muss.Freundschaft, Drogen, Herzschmerz – in "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher geht es um das, was wohl jeder in der Pubertät durchmacht. Du hast Lust, Sarah bei ihrem Theaterprojekt zu begleiten? Dann mach mit bei der Leserunde! Gemeinsam mit dem Ravensburger Buchverlag vergeben wir 25 Exemplare von "Immer diese Herzscheiße". Die Autorin wird an der Leserunde teilnehmen und mit euch diskutieren! Am Montag, 09. 10., gibt es außerdem eine Fragerunde! Welche Fragen wolltet ihr Nana Rademacher schon immer stellen? Ran an die Tasten – wir sind gespannt! Macht mit bei #readravensburger! Mit "Immer diese Herzscheiße" geht die große #readravensburger Aktion in die nächste Runde, bei der wir euch bis Jahresende viele Young Adult-Highlights aus dem Ravensburger Buchverlag vorstellen. Alle Infos dazu findet ihr hier. Meldet euch gleich an und entdeckt die neuesten Young Adult Romane! Fleißige Rezensions-Schreiber haben die Chance auf ein großes #readravensburger Wunschpaket, prall gefüllt mit Lieblingstiteln aus dem Ravensburger Buchverlag.Schaut auch in unserer Plauderecke vorbei und tauscht euch mit anderen Young Adult-Fans aus!Mehr zum Inhalt Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.Mehr zur AutorinNana Rademacher wurde 1966 geboren. Nach einem Sozialpädagogik-Studium in Bielefeld arbeitete sie zunächst in Hamburg als Lektorin und Regieassistent, später in der Redaktion für Hörspiel, Feuilleton und Musik beim Südwestrundfunk. Neben dem Kriminalroman "Seelenruh" (2009) ist sie vor allem für ihre Jugendbücher wie "Immer diese Herzscheiße" (2017) bekannt. Heute lebt sie in Stuttgart und arbeitet als frei Autorin.Gemeinsam mit dem Ravensburger Buchverlag vergeben wir 25 Exemplare von "Immer diese Herzscheiße"! Bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Was war euer Berufswunsch, als ihr in Sarahs Alter wart? Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden!Viel Glück!

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    • 535
  • Sprache Gewöhnungsbedürftig, der Rest Klasse

    Immer diese Herzscheiße

    Natalie77

    09. October 2017 um 12:16

    Inhalt: Sarah wohnt im Stuttgarter Hallschlag, der Stadtteil in dem auch die Hoffnungslosigkeit lebt, auf Arbeit, auf eine Zukunft. Sarah geht es da nicht anders. Sie will mal von Hartz4 und Schwarzarbeit leben. Schule ist nur doof und ihr Spießerbruder sowieso. Party, Freunde und Saufen sind ihr Ding. Doch dann übertreibt sie es und sie muss bei einem Theaterprojekt mitmachen. Dort lernt sie neben Katharina auch Paul kennen und ihre Welt ändert sich. Doch kann ein Mädchen auf der Schattenseite des Lebens so viel Glück haben, das sie Licht am Ende des Tunnels sieht? Meine Meinung: Das Cover hat mich bei diesem Buch so gar nicht gezogen, doch der Titel und auch der Klappentext. Heutzutage gibt es leider immernoch viele Kinder deren Eltern von Hartz 4 Leben. Es wird immer wieder gesagt, dass dieser Kreislauf nur schwer durchbrochen werden kann und tatsächlich schaffen es nur wenige. Sie es weil sie schlechte Vorbilder haben oder weil Freunde in einem gewissen Alter eben einfach mehr prägen als das Elternhaus. Hier ist das nicht anders. Immer diese Herzscheiße erzählt mehr als eine Liebesgeschichte. Es erzählt eine Geschichte über die Zukunft und auch über das Pech in die falsche Umgebung geboren zu werden. Der Einstieg ist nicht ganz so leicht, da Sarah schon sehr speziell ist und die Geschichte in ihrer Gossen-Jugendsprache geschrieben ist. Dieser Sprach- bzw. Schreibstil war so gar nicht meiner, doch konnte ich mich dann doch dran gewöhnen. Trotz dieser anfänglichen Probleme lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Man erfährt viel von Sarah und ihrer Freundin, nur nicht so viel über die Familie, das kommt erst mit der Zeit. Es gibt Passagen da gab es so viele Informationen, das es schon langatmig wurde, doch auch das nur zu Beginn. Wenn man die ersten etwa 70 Seiten gelesen hat wird man gefesselt sein von dieser Geschichte, die viele Frage aufwirft. Der Erzählstil ist zunächst auch nicht ganz klar. Am Anfang hatte ich das Gefühl in der Gegenwart zu sein, bis dann eine Passage kam in dem es eher als Vergangenheit schien. Das kommt nur wenige Male vor so dass es mich nicht weiter störte, dazu wird es am Ende erklärt. Die Personen sind alle gut ausgearbeitet. man erfährt nicht von jeder gleich viel, so dass manch eine Figur auch eher am Rande bleibt, doch die wichtigsten lernt man gut kennen. Sarah weiß nicht was werden soll. Sie lebt bei ihren Großeltern und vermisst ihre Mutter. Ihren Bruder mag sie gewiss noch, aber sein Leben passt einfach nicht mehr zu ihrem. Schule ist doof und doch sowieso unnötig. Arbeiten und irgendwie an geld kommen ist wichtig und wenn es durch Straftaten ist. Dixi ist ihre Freundin und stiftet sie immer wieder zu Dingen an die illegal sind. Sie gehören zu einer Clique in denen Abhängen die Hauptaufgabe ist. Abhängen, Party machen und saufen. mehr Tagesinhalte gibt es da nicht. Paul ist da ganz anders. Er ist der Junge mit den Klamotten aus dem Secondhand Laden. Leben ist wichtig. Er ist schüchtern und zurückhaltend, doch kann man sich auf ihn verlassen. Katharina kann ich nur bedingt einordnen. Sie scheint Sarah wirklich helfen zu wollen, doch lernt man ihr Leben nur recht wenig kennen, das macht sie zwar zu einer wichtigen Figur, sie bleibt für mich aber dann doch eher an der Oberfläche. Am Ende wurden fast alle meiner Fragen beantwortet. Auf eine gab es eine Erklärung, aber so ganz wollte ich diese nicht als komplette Antwort akzeptieren. Da hat mir auf jeden Fall etwas gefehlt. Ansonsten jedoch ist es ein Buch der mir schöne und interessante Stunden bescherte.

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  • Hast du den Mut für Veränderung?

    Immer diese Herzscheiße

    Sandra_Koenig

    08. October 2017 um 13:37

    Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Autorin bedanken, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte.Handlung:Wir lesen hier ein Buch aus der Sicht einer 15-Jährigen geschrieben, die aus einem Sozialschwachen Verhältnis kommt. Beim Dealen erwischt und mit einem Deal ihr Leben gerettet. Die 15-Jährige Sarah wird beim Dealen von Drogen erwischt. Ihr droht eine Konferenz, Schulverweis und eine Information an die Großeltern. Für Sarah ein Schock. Ihr Lehrer bietet ihr an, dass all dies nicht passiert, wenn sie sich einer Theatergruppe anschließt. Eine völlig andere Welt, sie Sarah bisher nicht kannte. Bisher waren Drogen, Bier und abhängen ihre Welt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Dixi, konnte sie keiner besiegen. Mit der Theatergruppe stößt sie aufeinmal auf eine andere Welt, anderen Menschen. Eine völlig andere Sozialschicht. Nach einiger Zeit merkt sie, dass sie neue Welt gar nicht so verkehrt ist. Die Geschichte nimmt eine positive Wendung, allerdings mit einigen Auf und Abs. Besonders gut gefallen hat mir das Ende und die Schlussworte. Das ist das, was Sarah ausmacht. Da ich euch an dieser Stelle nicht soviel veraten möchte belasse ich es bei den Infos.Fazit:Der Grundgedanke in diesem Buch ist es, Jugendlichen zu zeigen, dass man, egal woher man kommt, es schaffen kann einen geraden Weg einzuschlagen. Man muss nur wollen, kämpfen für das was einem wichtig ist. Negative Dinge hinter sich lassen und sich ein neues Umfeld suchen. Sicherlich ist das gerade für Jugendendliche nicht einfach, denn der Freundeskreis ist für sie der Halt. Warum nur drei Sterne? Eine Geschichte, wo die Autorin eine Gradwanderung zwischen gut und schlecht macht. Ich zieh den Hut davor, kann aber dennoch nicht mehr Sterne vergeben. Das Cover und der Titel sind prägnand, passender geht es nicht. Die Grundidee der Geschichte und der Schreibstil aus Sicht einer 15-Jährigen wirken sehr authentisch. Jedoch gefällt mir dieser Schreibstil nicht und ich hab mich sehr schwergetan ein Buch mit diesem Jugendslan der heutigen Zeit zu lesen. Die diversen Schriftgrößen und Arten haben mich sehr gestört. Daher kann ich nicht sagen "lest das Buch nicht" oder "lest es unbedingt". Schaut euch die Leseprobe an und macht euch ein eigenes Bild :-)

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