Nana Rademacher Immer diese Herzscheiße

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Inhaltsangabe zu „Immer diese Herzscheiße“ von Nana Rademacher

Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Es war ein schönes Buch, aber es war nicht ein umwerfendes Buch

— Buecherwurm2108

Das sind so Bücher, die man in seinem Leben nicht vergisst! Unheimlich lesenswert mit einer realen Geschichte und turbulent bis zum Ende.

— lesefant04

Realistisch und trotzdem romantisch. Gut was für zwischendurch.

— JuliaAndMyself

Eine Geschichte, die nicht nur die schöne Jugendzeit zeigt, sondern auch einmal das echte Leben

— Kuhni77

Ein Flashback in die bittersten und gefühlsgeladensten Tage meiner Jugend. Brililant! Ich konnte jedes Gefühl nachfühlen!

— Grossstadtheldin

Ehrlich und auf den Punkt gebracht!

— Mira20

ein toller Jugendroman, frisch und unkompliziert

— Lalemeer

Unterhaltsame Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Leseempfehlung!

— Sarahs_Leseliebe

Eines meiner Highlights in diesem Jahr !! Ich finde den Stil mehr als genial & auch wenn das Ende etwas schwächelte...ich liebe es !

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine authentische, spannende und berührende Jugendgeschichte, die zum Nachdenken anregt.

— lucia93

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  • Drama für Jugendliche- 15 Jährige Stuttgarterin bekommt neue Chance für die Zukunft vom Lehrer

    Immer diese Herzscheiße

    Buecherwurm2108

    08. April 2018 um 20:13

    Die im Jahr 1966 geborene Nana Rademacher veröffentlichte im Jahr 2017  "Immer diese Herzscheiße". Es ist ihr zweites Buch. Es ist im Ravensburger- Verlag erschienen und für 15,00 € erhältlich. Sarah ist 15 Jahre alt. Rauchen und Bier trinken gehören zum Alltag. Schule? Was ist das? Da geht nur manchmal hin und Klassenarbeiten schwänzt man sowieso. Herr Staubmann steckt Sarah in die Theater- AG die von seinem Sohn geführt wird. Dort lernt sie neue Leute kennen, auch Paul. Ein so harmloser Typ. Ganz und gar nicht ihr Typ- oder doch ?  Und was ist mit Dixi ? Die Freundschaft zu ihr steht auf dem Abgrund.... Das Buch war nicht schlecht. Es war einfach zu lesen. Außer das Theaterstück hat mich gestört. Man merkt, dass dieses Buch für Jugendliche geschrieben worden ist. Es ist an manchen Stellen so kindisch- halt wie man in der Pubertät ist. An anderen Stellen war es sehr Ernst #readravensburger

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  • Realistisch und trotzdem romantisch.

    Immer diese Herzscheiße

    JuliaAndMyself

    28. December 2017 um 15:34

    Sarah lebt in Stuttgart und besucht dort gemeinsam mit ihrer Freundin Dixie eine Werkrealschule. Sie lebt bei ihren Großeltern. Als sie von ihrem Deutschlehrer beim Dealen auf dem Schulgelände erwischt wird, zwingt dieser sie bei dem Theaterprojekt seines Sohnes mitzumachen. Auch eine Tandempartnerin (Studentin, die mit ihr lernt,...) wird ihr zugeteilt. Diese ist zufällig auch in der Theatergruppe. Auch Paul lernt sie dort kennen. Obwohl diese Theatergruppe ihre letzte Chance ist, klaut Sarah weiter, schwänzt erneut die Schule, geht feiern und betrinkt sich. Irgendwann entdeckt sie jedoch, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Das Buch gibt ein deutliches Bild unserer Gesellschaft: es zeigt die Schwächeren, die kaum genug Geld haben, aber auch die "obere" Schicht die studiert. Es beweist aber auch, dass man selbst für seine Zukunft verantwortlich ist und ein Zusammenleben aller möglich ist. Die Autorin zeigt damit die Probleme unserer Gesellschaft auf und regt zum Nachdenken an. Sprachlich gesehen ist das Buch einfach geschrieben. Die Geschichte mancher Charaktere hätte noch genauer dargelegt werden können. Für zwischendurch ist das Buch jedoch durchaus zu empfehlen.

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  • Nichts Besonderes

    Immer diese Herzscheiße

    Rousella

    11. December 2017 um 22:26

    Die 15-jährige Sarah ist die Hauptprotagonistin in dieser Geschichte. Sie lebt zusammen mit ihren Großeltern in ärmlicheren Verhältnissen, unter dem durchschnittlichen Standard in einem ebenso unterdurchschnittlichen Stadtteil, wo es nur von Jugendlichen wimmelt, die ihre freie Zeit mit feiern, trinken und klauen verbringen. Hier sieht keiner eine gute Zukunft für sich und strebt diese auch nicht an. So auch Sarah.Doch als sie durch ihre Strafarbeit Paul kennengelernt, wird ihr klar, dass es vielleicht ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.Eigentlich lese ich solche Bücher nicht, da ich mich mit solchen Figuren nicht identifizieren und auch nicht verstehen kann. Aber ich habe mich mal überwunden und zu diesem Buch gegriffen. Jedoch hat sch wie befürchtet meine Vorahnung bestätigt. Das Buch war nicht wirklich was für mich.Der Schreibstil war nicht schlecht, er hat sich auf jeden Fall gut gelesen, jedoch war die Geschichte nicht spannend und nicht einzigartig. Ich habe es nur zu Ende gelesen, um es zu Ende zu lesen und nicht, weil ich gespannt auf das Ende war. Außerdem kam ich lange mit den ganzen Namen der Charaktere durcheinander. Ebenso konnte ich die Verhalten der Jugendlichen auch nicht ganz nachvollziehen. Ich kann ja verstehen, dass in diesem Viertel solch ein Verhalten Standard ist, aber Sarah hatte sowas wunderbare Großeltern, warum konnte sie sich nicht einfach mal für diese zusammenreißen und mal über ihr Verhalten nachdenken, statt sich der Maße anzuschließen? Etwa nur, weil ihre Mutter abgehauen ist? Zumindest finde ich gut, dass deutlich gemacht wird, was für einen großen Einfluss die Umgebung und der Freundeskreis auf einen Menschen hat, manchmal sogar einen größeren als die eigene Familie. Leider. Und dass es manchmal nur einen einzigen Menschen braucht, einen von der schiefen Bahn zu hohlen. Jedoch fand ich das Theaterstück irgendwie unpassend. Ich gehe gerne ins Theater oder in ein Musical, aber dieses Theaterstück hat mir überhaupt nicht gefallen. Es war einfach komisch. Ich möchte das Buch zwar nicht schlecht machen, es gibt sicherlich einige, denen es gefallen wird oder schon gefällt, aber ich glaube, dass Leser, die solche Leser lesen wie ich, werden mit diesem Buch nicht glücklich.

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  • Ein Flashback in die bittersten und gefühlsgeladensten Tage meiner Jugend!

    Immer diese Herzscheiße

    Grossstadtheldin

    03. December 2017 um 20:15

    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:Aufmerksam wurde ich auf "Immer diese Herzscheiße" durch den Buchblog von Ava: https://www.facebook.com/AvasBookwonderland/auf dem sie das Buch ihren Leserinnen und Lesern empfahl.Handlungsüberblick:Der Leser taucht ein in die Welt der 15-jährigen Sarah. Sie lebt im Stuttgarter Hallschlag. Ihre Freizeit verbringt sie mit Klauen, Saufen, Feiern, Dealen und Schwarzarbeiten an einer Imbissbude. Als sie von ihrem Lehrer Herrn Straubmann beim Dealen erwischt wird, gibt er ihr eine letzte Chance vor dem Rausschmiss aus der Schule: Die Mitarbeit an einem Theaterprojekt. Zunächst lässt sich Sarah nur widerwillig auf die neue Welt ein. Doch als Paul kennenlernt und sich eine Freundschaft mit Kathi entwickelt, erkennt sie, dass es doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Mein Leseeindruck:Ich war von der ersten Seite an völlig gefesselt und fühlte mich wie in einem Flashback in meine eigene düstere, bittere und gefühlsgeladene Jugend. Ich konnte mich unheimlich gut in Sarah einfühlen. Sarahs Geschichte rief in mir Erinnerungen wach, somit war dieses Buch eine emotionsgeladene Begegnung mit meinen eigenen teilweise verdrängten Erinnerungen. Ich war froh, dass diese Welt nicht mehr die Meine ist und ich ihr nur zwischen zwei Buchdeckeln in etwas abgewandelter Form wiederbegegnete, während ich eingekuschelt und geschützt in meinem Bett lag. Trotzdem (oder gerade deswegen?) berührte mich diese Geschichte sehr. Die Spannung flaute während der Lektüre nicht ab. Bis zur letzten Seite wollte ich wissen, ob Sarah ihre Chancen nutzen wird. Mein Eindruck vom Schreibstil:Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Er wirkt sehr authentisch, durch fett gedruckte Textteile, Texteile in Großbuchstaben und falsch geschriebene Fremdwörter. Es ist ein Stil, wie ihn eine 15-jährige aus Hallschlag sicherlich verwenden würde. Der Schreibstil überzeugte mich völlig. Das Buch wirkt ehrlich und aufrichtig.Mein Abschlussfazit:Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, wenn man bereit ist, seinen eignen Dämonen aus der Jugend zu begegnen! 

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  • Ehrlich und auf den Punkt gebracht!

    Immer diese Herzscheiße

    Mira20

    29. November 2017 um 12:20

    Sarah hat es nicht einfach im Leben. Sie wächst dort auf, wo niemand hinwill. Und wo keiner nie rauskommt. Davon ist sie überzeugt. Deshalb macht sie das Beste draus – klaut, trinkt und hat viel Spass mit ihren Freunden. Die Zukunft ist ihr völlig egal. Oder doch nicht so ganz?Die 15jährige Sarah erzählt in ihren ganz eigenen Worten von ihren Ansichten und Einsichten, über die ganze Herzscheisse und überhaupt. Sie zeigt sich doch recht resistent gegenüber den Versuchen ihrer Umgebung den rechten Zug ins Leben noch zu erwischen. So liest sich das Buch unterhaltsam, macht nachdenklich, lässt uns an den Kopf greifen, aber es langweilt wirklich nie. In einer unverwechselbaren, jugendlichen Sprache lässt die Autorin Sarah selber zu Wort kommen. Ich finde, gerade das macht das Buch besonders und authentisch. Sarah zeigt dem Leser ihre verletzlichen Seiten und so kann er auch nachvollziehen, weshalb Sarah die Hilfeversuche ihrer Umgebung einfach ignorieren will.Der Autorin gelingt es, Sarah in vielen Facetten zu zeichnen und obwohl ihr Verhalten Kritik geradezu herausfordert, ist sie mir schnell ans Herz gewachsen. Ich kann dem Buch nur eine absolute Leseempfehlung geben. Kein romantisches, verklärtes Jugendbuch über die erste Liebe erwartet den Leser, sondern ein ehrliches und berührendes Buch über Liebe, Hoffnung und Zukunft. Das Buch eignet sich für Leser und Leserinnen ab 14 Jahre.

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  • Immer diese Herzscheiße

    Immer diese Herzscheiße

    Sapientia

    22. November 2017 um 21:52

    Inhalt: Sarah ist 15 Jahre alt und lebt in Stuttgarter Hallschlag. Ihre Hobbies sind : klauen, trinken und Spaß haben. Berufswunsch: Hartz IV. Sich keinerlei Gedanken machend, über ihre Zukunft lebt sie in den Tag hinein, bis sie von ihrem Lehrer beim Dealen erwischt wird. Dieser trifft die Vereinbarung mit ihr das sie bei eine Theaterprojekt mit macht oder ihre Großeltern, bei denen sie lebt alles erfahren und sie von der Schule fliegt. Nur widerwillig lässt sich Sarah darauf ein. Doch dann lernt sie Paul kennen und begreift es gibt doch mehr als sie ahnte für das es sich zu kämpfen lohnt. Eindruck: Passend zur Geschichte kommt das Cover in einem frech, bunten, jugendlichen Stil daher, welches mir direkt ins Auge sprang. Der Klappentext erinnert gleich an die eigene Teenagerzeit zurück und genau dahin bin ich ein Stück weit beim lesen zurück entführt worden. Der Schreibstil ist einfach gehalten, aber auch flüssig und in einem jugendlichen Umgangston geschrieben. So fällt es als Leser leicht sich schnell in die Protagonistin und ihrer Welt hinein zu versetzen. Genau das ist der Autorin Nana Rademacher mit dieser Geschichte sehr gut gelungen. Ich freue mich sagen zu können, das von den Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe, „ Immer diese Herzscheiße „ mit bei meinen persönlichen Top 3 ist und hoffe weitere Bücher von Nana Rademacher lesen zu können. 

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  • Herzscheiße

    Immer diese Herzscheiße

    Lalemeer

    21. November 2017 um 11:37

    Klappentext: Wenn man ein Geheimnis hat, also ein richtiges Geheimnis, das wirklich nur man selbst kennt und das man nie aber auch niemals jemanden beraten kann, weil man sonst einfach verbrennen und sich in kleinste Ascheteilchen auflösen würde… Wenn man so ein Geheimnis hat, weil etwas schlimmes passiert ist zum Beispiel, vielleicht ist man ab und dann wirklich und für immer allein, und vielleicht kommt da das Lügen her, weil es dann auch schon nichts mehr ausmacht, weil ab da alles eine Lüge ist. >>Die 15 jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag, da wo niemand sein will, Da wo man nie raus kommt egal wie sehr man sich anstrengt…<<   Sarah geht mir anfangs mit ihrer blauäugigen Art total auf die Nerven, ihre liebevollen Großeltern taten mir schon sehr leid… so einer Göre würde ich wahrscheinlich die Leviten lesen… nun ja sie hat ja zu ihrem großen Glück einen sehr engagierten Lehrer der sie irgendwie versucht da rauszunehmen holen aus ihrem Loch, in dem er sie in eine Theater AG anmeldet, damit sie einer Schulstrafe entkommt. In dieser AG lernt sie ein paar neue Leute kennen, die ihr anfänglich eher suspekt vorkommen, darunter auch Paul (IHR Paul) mit dem sie ihre eigene „Herzscheiße“ erlebt. Für mich ist es Ewigkeiten her mit einem guten Jugendroman… und ja es hat mir wirklich gut gefallen, der Schreibstil ist flüssig, hintereinander weg und total unkompliziert. Man muss nicht wirklich viel drüber nachdenken und auch die Seitenanzahl lässt dich nicht stöhnen… Ich mag das Buch und schenke ihm deshalb gerne 5 Sterne 

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  • Immer diese Herzscheiße: authentischer Roman mit sympathischen Figuren und besonderem Schreibstil

    Immer diese Herzscheiße

    Tiffi20001

    19. November 2017 um 16:47

    Klappentext:Das Leben ist eine einzige große Herzscheiße mit ein paar Eimern voller GlückDie 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Immer diese Herzscheiße“ das Foto eines Mädchens und ist ansonsten in dunklen Rottönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir hier gut, da ich vor allem den Titel sehr mag. Ich finde, dass er ungewöhnlich ist, was wiederum neugierig auf die Geschichte macht, zudem gefällt mir die Schriftart sehr, da das Buch dadurch sofort auffällt.Das Foto passt meiner Meinung nach auch gut zum Buchinhalt und ich mag es, dass man sofort einen Eindruck von der Hauptfigur erhält, auch die Köperhaltung des Mädchens spiegelt die Grundstimmung der Geschichte gut wieder. Die Farbgestaltung ist zwar etwas dunkel, ist aber vor allem durch den tollen Kontrast zu der hellen Farbe des Titels, dennoch gelungen.Der Klappentext beschreibt das Buch sehr interessant, ich hätte mir hier aber gewünscht, dass der besondere Stil der Geschichte noch mehr dargestellt worden wäre.Insgesamt gesehen eine gelungene Buchgestaltung, die zum Lesen animieren kann. Eigene Meinung:Ich empfand sowohl die Thematik des Buches als auch die Buchgestaltung als sehr ansprechend, weshalb ich neugierig auf diesen Jugendroman war, der mich auch sehr überzeugen konnte.Der Einstieg in das Buch ist sehr gelungen gestaltet worden, da es einen kurzen Blick in die Zukunft gibt, wodurch ich sehr neugierig wurde, wie die Figuren an diesen Punkt gelangt sind. Auch der weitere Verlauf der Handlung, also die Vorgeschichte des Prologs, war durchwegs sehr spannend und ich war von den ersten Seiten an gefesselt von der Geschichte. Mir hat es dabei vor allem gefallen, dass eine andere Perspektive eingenommen wurde als in vielen anderen Jugendbüchern, da die Protagonisten dieses Romans Schüler einer Mittelschule sind und eher wenig Perspektiven haben. Sehr interessant war es aber auch, die Hauptfigur Sarah bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich es mir noch etwas ausführlicher gewünscht hätte.Die Figuren konnten mich insgesamt sehr überzeugen, da sie authentisch gewirkt haben und man sich gut mit ihnen identifizieren konnte. Die Hauptprotagonistin Sarah war mir dabei von Anfang an sympathisch und ich fand es auch gut, dass sie Fehler gemacht hat, da ich sie dadurch als sehr realistisch empfand. Besonders aber auch die Figur des Pauls konnte mich begeistern, da ich seine Art sehr mochte und sie einen guten Kontrast zu Sarahs Stil darstellte. Die Nebenfiguren waren ebenfalls anschaulich beschrieben, sodass ich mir auch diese gut vorstellen konnte. Der Schreibstil des Buches ist etwas ganz Besonders und hat mich deshalb sehr überzeugen können. Die Sprache ist jugendlich gehalten worden und die Geschichte wird auch aus der Sicht von Sarah erzählt, wobei ich fand, dass man durch den Stil sehr unmittelbar in der Handlung war. Gut gefallen hat mir auch, dass immer wieder mit der Schrift gespielt wurde und z.B. bestimmte Wörter fett gedruckt waren, da das die Geschichte noch mal aufgewertet hat. Lediglich, dass einige Wörter falsch geschrieben wurden hat mir persönlich nicht gefallen, obwohl es durchaus zum Buch gepasst und authentisch gewirkt hat. Fazit:Ein sehr gelungener Jugendroman, der durch eine moderne Geschichte, die eine andere Gruppe von Jugendlichen in den Fokus rückt, sowie sehr authentische Figuren überzeugt. Zudem ist die sprachliche Gestaltung etwas Besonderes, sodass ich dieses Buch sehr empfehlen kann. Autor:Nana Rademacher, geboren 1966, studierte Sozialpädagogik in Bielefeld und arbeitete danach beim NDR in Hamburg als Regieassistentin und Lektorin. Seit 2001 ist sie für den Südwestrundfunk in den Redaktionen Hörspiel, Feuilleton und Musik tätig und lebt als freie Autorin in Stuttgart. 2016 erschien ihr erstes Jugendbuch „Wir waren hier“. Allgemeine Infos:Titel: Immer diese HerzscheißeAutor: Nana RademacherVerlag: RavensburgerSeitenzahl: 320Preis: 15,00 EURISBN: 978-3473401376

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  • Das Leben ist eine einzige Herzscheiße - mit ein paar Eimern voller Glück

    Immer diese Herzscheiße

    Büchertraum

    17. November 2017 um 18:28

    Titel: Immer diese HerzscheißeAutorin: Nana RademacherVerlag: RavensburgerISBN: 978-3-473-40137-6Erscheinungsdatum: 23.August 2017Einbandart: HardcoverPreis: 15,00€Seitenzahl: 320 Die deutsche Autorin Nana Rademacher hat mit “Immer diese Herzscheiße” ihren zweiten Jugendbuchroman veröffentlicht, der seine Leser in die soziale Unterschicht eines in Stuttgart lebenden Mädchens entführt. Eine Geschichte über Freundschaft, vermeintliche Chancenlosigkeit und der einer ersten Liebe. Und der Botschaft: manchmal kannst du mehr, als du denkst! Unglaublich authentisch und sehr bewegend erzählt. Ein rundum gelungenes Leseerlebnis! Für Jugendliche ab 14 Jahren und interessierte Erwachsene. Stuttgart. Im Stadtviertel Hallschlag. Die 15-jährige Sarah lebt bei ihren Großeltern, seit ihre Mutter die Familie verlassen hat. Den Vater kennt sie nicht. Ihr Bruder, der früher auch ständig Mist baute, ist erwachsen geworden und zum Spießer mutiert und führt ein geregeltes, langweiliges Spießerleben. Sarahs Welt hingegen ist eine einzige Party. Sie lügt, trinkt, klaut und das alles mit ihrer besten Freundin Sonja, die alle nur Dixi nennen. Zusammen sind sie unschlagbar: “Ich bin das Universum!”, schrie ich. Wir rannten immer weiter und brüllten rum, damit uns die ganze Stadt hören konnte […]. Wenn ein Auto gekommen wäre, wären wir nicht ausgewichen. Wir waren nämlich unsterblich. Aber es kam leider kein Auto.” (Zitat S.117) Dixi wohnt im Hochhaus gegenüber. Da werden schon mal die Taschenlampen abends herausgeholt, um sich Zeichen zu geben, wenn das Handyguthaben leer ist und sie noch mal mit ihrer Clique losziehen wollen. Die Schule findet Sarah absolut langweilig. Sie mag es nicht, wenn andere über sie bestimmen und sie auch noch so früh aufstehen muss. Jemandem wie ihr gibt man sowieso keine Chance. Daher ist ihr Berufswunsch Hartz IV und Schwarzarbeit. Etwas anderes kann die 15-Jährige, deren Großeltern ebenfalls auf jeden Cent schauen müssen, sich nicht vorstellen. “Ich an der Uni, das wär ja, als ob man Senf auf Marmelade schmiert.” (Zitat S.23) Doch dann wird Sarah von ihrem Deutschlehrer erwischt wie sie einem Schüler einen Joint verkauft. “Wenn es nur Gummibärchen gewesen wären.. Aber Sarah, was du verkauft hast, waren Drogen. […] Und nicht nur das, Sarah, es war ein sehr junger Schüler.” “Der ist vierzehn! Der raucht, seitdem er laufen kann.” “Und es war in der Schule, Sarah.” “Aber in der Pause. Und es war nur ein Joint.” (Zitat S.7ff) Aber Herr Straubmann kennt keine Gnade. Oder zumindest nur ein bisschen. Denn um einen Schulverweis (was sie ihren Großeltern auf keinen Fall zumuten will) kommt sie nur herum, wenn sie für den Rest vom Schuljahr an einem Theaterprojekt mitarbeitet. Darauf hat Sarah natürlich überhaupt keinen Bock. Unerwartet trifft sie dort jedoch Leute, die fortan ihr Leben verändern werden. Allen voran Paul, in den sie sich doch eigentlich gar nicht verlieben wollte… Aber was ist, wenn ihre neue Welt und ihre alte aufeinander treffen werden? Kann das gut gehen? Vor allem Dixi ist mit Sarahs neuem Leben gar nicht einverstanden… “Immer diese Herzscheiße” wird — bis auf das letzte Kapitel — durchgehend aus Sarahs Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Ein Mädchen, das am Rande der Gesellschaft lebt, regelmäßig klaut und keine wirklichen Ziele im Leben hat, weil sie nicht glaubt, dass sie irgendwelche Chancen bekommen wird. Die sich nicht bemüht, weil es sowieso nichts bringt: “Das echte Leben ist ganz anders. Im echten Leben gibt’s kein Happy End. Das echte Leben ist eine einzige große Herzscheiße mit ein paar Eimern voller Glück. Nur dass ich noch nie in einen reingestolpert war, sondern immer dran vorbeilief.” (Zitat S.176) Mitzuerleben, wie sie in der Theatergruppe eine Chance bekommt und diese schließlich nutzt, liest sich sehr ergreifend. Aber auch ihren inneren Zwiespalt nachzuempfinden, wie sie mit ihren neuen und alten Freunden umgehen soll, hat Nana Rademacher gut getroffen und mit Sarah einen sehr erfrischenden Charakter geschaffen. Eine Protagonistin, die sagt, was sie denkt und durchgehend glaubwürdig ist. Die zwar eine raue Schale, aber einen weichen Kern hat, auf den man in manchen Momenten Einblick gewährt bekommt (wie zum Beispiel das Geld, das ihre Oma ihr zusteckt, das Sarah heimlich wieder in die Haushaltsdose packt, weil ihre Großeltern ohnehin so wenig haben). Auch die Nebencharaktere sind in “Immer diese Herzscheiße” richtig gut skizziert. Sarahs cooler Lehrer, der sie als Strafarbeit — weil sie und Dixi ihm ein paar Pornos unterschieben wollten, um ihn von dem Theaterkram abzulenken — die beiden Mädchen prompt eine Inhaltsangabe und eine Interpretation eben jener Werke schreiben lässt. Oder Paul mit seiner typischen, liebeswürdigen Paul-Art und seine Eltern, die so anders sind und zum Beispiel ihre Wände regelmäßig mit philosophischen Sprüchen vollschreiben. Die Liebesgeschichte ist dezent, völlig unkitschig und sehr sensibel in den Roman eingearbeitet: “Haben dir die Blumen gefallen?” Eigentlich wollte ich Nein sagen, was zwar nicht stimmte, aber er sollte nicht merken, dass ich ihn irgendwie mochte, weil, ich wollte ihn ja überhaupt nicht mögen. Ich wollte niemanden mögen, der seltsame Stoffhosen trug und alte Bücher toll fand. Er war so anders als alle, die ich kannte. Aber dann guckte Paul so verzweifelt auf seinen Sattel, als ob da die Antwort stehen würde, und darum sagte ich: “Vielleicht..” (Zitat S.93) Die Sprache ist sehr locker und teilweise jugendsprachlich, aber immer in dem passenden Ton und manche Textstellen sind mit optisch fett gedruckten Sätzen oder Wörtern in größerer Schrift versehen. Der Titel: passt wie die Faust aufs Auge. Der Schluss: treffend und mit einem schönen Wohlfühl-Ende, bei dem sogar die Starköchin Sarah Wiener eine kleine Rolle spielt. Fazit: Eine “Milieustudie”, die sich zu lesen lohnt und nicht nur Hoffnung macht, sondern auch jede Menge Lesefreude verspricht!

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  • wichtige Thematik - authentisch umgesetzt

    Immer diese Herzscheiße

    Sarahs_Leseliebe

    13. November 2017 um 10:53

    „Immer diese Herzscheiße“ ist mein erstes Buch von Nana Rademacher. Als ich es das erste Mal in den Händen hielt, fand ich den Klappentext sehr ansprechend und ich dachte:“ Das solltest du vielleicht mal lesen, ist mal was anderes.“ Und außerdem trägt die Protagonistin den gleich Namen wie ich, das konnte nur etwas Gutes bedeuten! Beim Verfassen der Rezension habe ich mich etwas schwer getan, weil „Immer diese Herzscheiße“ doch so anders ist, als die Bücher, die ich sonst so lese. Meistens haben diese nicht so einen ernsten Hintergrund und Klang und verarbeiten auch nicht ein so wichtiges Thema, über das in unserer Gesellschaft viel zu oft hinweggesehen wird. Kinder sind unsere Zukunft, doch da, wo Sarah herkommt hat niemand eine richtige Zukunft. Sarah ist 15 und lebt bei ihren Großeltern in Stuttgart Hallschlag, einem der miesesten Wohnviertel überhaupt. Dort, wo niemand sein will, aber auch niemand je weg kommt. Sarah träumt von einer Karriere als Hartz IV Empfänger und Schwarzarbeiter, wenn sie die Schule abgebrochen hat. Was auch kein Wunder ist, wenn man sich ihr näheres Umfeld ansieht. Beeinflusst von einem kriminellen Freundeskreis und einigen Arbeits- und Obdachlosen lebt Sarah ein Leben ohne Ausflucht und Perspektive. „… jeder kann ja eigentlich alles sein. Nur bei uns im Viertel eben nicht.“ S. 89 Doch dann wird sie von ihrem Deutschlehrer beim dealen erwischt. Von ihm erhält sie die Option bei einem Theaterprojekt mitzumachen oder sie wird der Schule verwiesen. Sarah bleibt nichts anderes übrig, als sich zu fügen, denn das möchte sie ihren Großeltern doch nicht antun. Und so begibt sie sich in eine ihr unbekannte Welt. Dort lernt sie Paul kennen und Sarah merkt, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Allein, wenn man sich das Cover schon anschaut, weiß man, was einen erwartet. Ein trotziges Teenager-Mädchen vor einer Graffiti-Wand - das kann nur Ärger und Probleme bedeuten. Und genau so ist Sarah auch. Die Welt ist ihr total egal, denn sie hat ihr nichts zu bieten und ihren Freunden auch nicht. Der Tag besteht aus Schule schwänzen, klauen, trinken und Party machen. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein/e Autor/in sich so gut in die Gemütslage eines Teenagers hinein versetzten kann. Doch Nana Rademacher hat hier eine überaus authentische Hauptprotagonistin erschaffen, die den Leser aus der Ich-Perspektive ihre Sicht der Dinge auf die Welt sehen lässt. Die Autorin hat sich sehr gut in die Denkweise einer rebellierenden 15 –jährigen hinein versetzt, sodass ich Sarah teilweise sogar verstehen konnte. Ich bin schon lange aus dem Teenager-Alter raus und doch habe ich vieles gelesen, was mir in diesem Alter durch den Kopf gegangen ist. Die meisten Romane und Erzählungen zu diesem Thema werden meist aus einer kalten Erzähler-Perspektive geschildert und die Problemkinder als schlecht und verloren dargestellt. Ich finde es schön, dass das in diesem Roman nicht der Fall ist und man eine andere Sicht auf die Dinge erhält. „Das echte Leben ist eine einzige große Herzscheiße mit ein paar Eimern voller Glück. Nur dass ich noch nie in einen reingestolpert war, sondern immer dran vorbeilief.“ S. 176 Was am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig war, ist, dass Sarahs Art zu sprechen sich im gesamten Text widerfindet. Wer mit Umgangssprache und dem Ghetto-Slang so seine Probleme hat, wird es schwer haben sich durch dieses Buch zu arbeiten. Um das Gesamtpaket noch authentischer zumachen, wurde auf Rechtschreibfehler nicht verzichtet. Beim ersten Fehler, dachte ich noch, dass es sich um einen Flüchtigkeitsfehler seitens der Autorin oder des Lektorats handelt. Erst später habe ich festgestellt, dass das Absicht ist. Es sind absichtlich Rechtschreibfehler bei „Fremdwörtern“ oder Wörtern, die nicht Gegenstand des alltäglichen Sprachegebrauchs sind, in den Text eingebaut und „nach Gehör“ geschrieben worden. Das irritiert mich noch immer und ich empfand es als sehr störend. Auch weiß ich nicht, ob es so gut ist Rechtschreibfehler in einem Buch zu haben, welches eigentlich die Zielgruppe „junge Leser“ ansprechen soll. Gerade dann hätte ich im Grunde fehlerfreies Deutsch erwartet. „Aus dem Gebüsch zog ich das Stück Wellblech und die beiden Stüroporstücke, die ich im Winter immer benutzte.“ S. 99 Und dennoch viel es mir nicht schwer in das Buch rein zu kommen. Ich kam mit dem ungewöhnlichen Schreibstil gut zurecht und konnte Kapitel für Kapitel schnell weg lesen. Das wird bestimmt nicht jeder so empfinden, aber man sollte sich deswegen nicht davon abschrecken lassen dieses Buch in die Hand zu nehmen. Ich fand „Immer diese Herzscheiße“ sehr unterhaltsam, an einigen Stellen humorvoll, aber es wird auch immer wieder ein ernster Ton angeschnitten um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, in der sich die Hauptprotagonistin befindet. Sarah ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man merkt ziemlich früh, dass sich hinter ihrer harten und gleichgültigen Fassade mehr verbirgt und sie im Grunde ein gutes Herz hat. Natürlich ist schwierig mal etwas anderes zu machen und aus seinen gewohnten Mustern auszubrechen, wenn man bei der kleinsten Veränderung von seinem Freundeskreis dafür kritisiert und heruntergemacht wird. Ich denke, viele werden sich hier wiedererkennen und mit Sarah identifizieren können. Fazit: Nana Rademacher hat es geschafft in „Immer diese Herzscheiße“ eine überaus authentische Protagonistin zu schaffen, die ihre Sicht der Dinge auf ihre nicht perfekte Welt schildert. Das Buch behandelt ein überaus wichtiges und ernstes Thema und regt zum Nachdenken an. Auch, wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig ist, kann ich jedem dieses Buch wärmstens empfehlen. Deshalb vergebe ich an dieser Stelle 4 Sterne.

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  • Eines meiner Jahreshighlights ♥

    Immer diese Herzscheiße

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. November 2017 um 19:00

    Da hast du den richtigen Typ direkt vor der Nase und nimmst´nen anderen. Wie soll man das bitte verstehen ?Drei Dinge sind völlig klar:1. Sich niemals richtig verlieben (gibt nur Ärger)2. Niemals heiraten (gibt nur Ärger)3. Niemals Kinder bekommen (gibt nur Ärger)//S.43-44//Meine Meinung:Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich dieses Buch auch nur angeguckt hätte, wenn es nicht zur Ravensburger Challenge hier auf LB zählen würde.Nun möchte ich LB & dem Ravensburgerverlag für diese tolle Aktion danken. Nicht nur, dass ich endlich mal ein lang verstaubtes Buch von seinem trostlosen Zustand erlösen konnte, sondern ich fand auch noch eines meiner Jahreshighlights !!"Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher ist ein unglaublich tolles Buch, in das ich erst reinfinden musste, das mich dann aber so sehr packte, dass ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte!Es wird aus der Sicht der 15 - jährigen Sarah geschrieben, die eigentlich kein Bock auf irgendwas hat...Schule ? Egal, ihr Berufswunsch ist Hartz V....Als Hobby lesen, ein Musikinstrument oder ein Sportverein ? Scheiß drauf...Klauen, trinken, Spaß haben...das ist Sarahs Sicht darauf.Und wie sieht sie ihre Zukunft ? Egal !! Wird schon....Oh man...ohne Witz...ich musste während des Lesens irgendwie leicht auf Fuck Ju Göthe denken...und das ist positiv gemeint.Sarahs Sprache....generell ist die Sprache ihrer Mitschüler und Freunde diese typische Jugendsprache, wie sie heute ja überall grasiert...ich bin zwar erst 24, aber so habe ich nie geredet oder tue es heute...Ich fand diese Sprach authentisch...Ich hatte wirklich das Gefühl, dass dies eine 15-Jährige ohne Bock auf ihre Zukunft ist und auch, was sie taten, dachten oder fühlten fand ich absolut nachvollziehbar, bzw. glaubwürdig.Die Story ist anfangs etwas gewöhnungbedürftig, aber als ich einmal drin war, konnte ich echt nicht mehr mit dem Lesen aufhören.Es ist einfach so interessant und spannend und dabei doch auch gefühlvoll...kein Trash, sondern die zerbrechliche Gefühlswelt einer treibenden Jugendlichen, die sich erst noch finden muss.Ich fand es glaubwürdig, wie sich Sarah durch diese Theaterstrafe verändert, erkennt, was sie wirklich will und für sich einstellt.Generell fand ich die Charaktere echt klasse.Sarah ist ein ein typischer Jugendlicher, der mit 15 natürlich nicht weiß, was er wirklich will...und seien wir mal ehrlich...Hartz V ist doch kein ernst gemeinter Wunsch...Sie ist rotzfrech, nimmt kein Blatt vor dem Mund und ist schonungslos ehrlich.Ich mag Sarah echt sehr, weil sie mich an mich selbst erinnert...selbst heute weiß ich eigentlich gar nich, was ich wirklich will, was ich mit meinem Leben anstellen soll...ich liebe es, wenn ich Figuren entdecken kann, mit denen ich mich auch in einer Art und Weise identifizieren kann...Auch ich habe geklaut und meine Eltern und Großeltern ordentlich verletzt...auch ich bin von zu Hause abgehauen...(zwar nur für ein paar Stunden und da war ich 11) aber dennoch...Was ich sagen will...ich finde Sarah als Charakter so unglaublich toll...Paul ist auch ein toller Charakter, der nicht nur mutig zu dem steht, was ihn ausmacht, sondern auch sich um die kümmert, die er liebt.Gesamt hätte er in dem Buch noch etwas stärker hervortreten können, aber ich fand ich auch einfach nur toll.Schon alleine, wo er Sarah bei "Stille Post" in der AG zuflüstert, dass er etwas von ihr will, ist ein Highlight.Dixi, die eigentlich Sonja heißt, ist ein schwieriger Charakter. Sie und Sarah sind sich recht ähnlich, bloß dass Dixi schonungloser und leichtsinniger ist. Ihr ist alles sogar noch mehr egal als Sarah und das soll schon etwas heißen.Ich konnte sie ja schon verstehen...diese Haltlosigkeit, die Sehnsucht...aber sie war auch extrem egoistisch und einfach nur risikofreudig...Da ich jetzt nicht jeden einzelnen Charakter kommentieren möchte, sage ich zu dem Rest einfach nur, dass auch sie mich überzeugt haben und ich sie klasse fand.Der Schreibstil ist anfangs etwas schwer zu lesen, weil ich mich auch etwas an die Sprache gewöhnen musste, aber dann fand ich ihn toll und so fesselnd.Einzigst das Ende kam mir etwas zu plötzlich und ich hätte gerne noch ein paar hundert Seiten mehr lesen können !Zudem fehlte mir etwas die Tiefe bei der Familiengeschichte von Sarah...also entweder hätte es Rademacher dabei belassen sollen, dass die Mutter eben weg ist oder noch ein paar Kapitel zu dem Wiedersehen schreiben müssen...die ein, zwei Sätze waren mir eben zu wenig...Dennoch lasse ich das jetzt nich mit in die Bewertung einfließen.Bewertung:Ein absolutes Highlight, was ich gerne weiter empfehlen werde & Nana Rademacher werde ich mir als Autorin definitiv merken ♥Und nur zur Verandeutlichung zu meiner Bewertung...5 Sterne vergebe ich äußerst selten !Von mir gibt es: 5 von 5 Sterne

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    • 3
  • Authentisches Jugendbuch, das Mut machen kann

    Immer diese Herzscheiße

    lucia93

    06. November 2017 um 22:04

    Eine authentische, spannende und berührende Jugendgeschichte, die zum Nachdenken anregt. Kurze Zusammenfassung: Die 15-jährige Sarah aus einer sozialschwachen Gegend denkt, dass sie im Leben sowieso keine Chancen haben wird und hat daher keine großen Ziele für die Zukunft. Sie klaut, trinkt und hat Spaß. Dann wird sie beim Dealen erwischt und es drohen ihr eine Lehrerkonferenz, ein Schulverweis und eine Nachricht an ihre Großeltern. Sarah bittet um Gnade und ihr Lehrer gibt ihr die Chance, den Konsequenzen zu entkommen, wenn sie bei einem Theaterprojekt mitmacht. Auch wenn Sarah darauf überhaupt keine Lust hat willigt sie doch noch ein. Dort lernt sie Leute kennen, die ihr zeigen, dass es auch eine andere Welt gibt. Kann Sarah es schaffen ihr Leben zum Besseren zu ändern? Meine Meinung: An den Schreibstil musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, denn das Buch ist im Jugendslang geschrieben. Nachdem ich mich umgewöhnt hatte, fiel es mir leicht, das Buch zu lesen und der Schreibstil hat mir dann sehr gut gefallen. Denn der Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte und der Protagonistin. In diesem Buch gab es auch immer wieder humorvolle Momente. Das Buch ist aus der Sicht von Sarah in der Ich-Perspektive geschrieben, somit kann man sich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Hin und wieder sind Sätze im Text fettgeschrieben oder auch einzelne Wörter größer oder kleiner geschrieben, das empfand ich persönlich jedoch als nicht störend. Das Buch hat mir von Kapitel zu Kapitel immer besser gefallen und hat mich ab einem gewissen Punkt richtig gefesselt. Die Handlung fand ich sehr interessant und ich habe richtig mit Sarah mitgefiebert und wäre manchmal gerne da gewesen um sie zu schütteln oder ihr zu helfen. Das Thema finde ich sehr wichtig und gut und vor allem auch authentisch umgesetzt. Ich denke man kann durchaus etwas für sich aus diesem Buch mitnehmen. Es gab Stellen, die mich richtig zum Nachdenken angeregt haben, die mich berührt haben und zum Lachen gebracht haben. Das Buch hat ein wichtiges Thema mit Unterhaltung verknüpft – genau richtig. Für mich persönlich war das Ende etwas zu offen und daher haben mir ein paar Dinge noch gefehlt. Allerdings sind die wichtigsten Dinge im Buch geklärt, wodurch dieser Kritikpunkt nicht so stark ausgeprägt ist Die Charaktere haben mir ganz gut gefallen, da sie vielseitig und authentisch sind. Meiner Meinung nach sind die Charaktere sehr gut ausgebaut. Einige Charaktere finde ich sympathisch und andere Charaktere habe ich nicht gemocht. Sarah mag ich sehr gerne, da ich schnell gemerkt habe, dass sie eigentlich ein großes Herz hat auch wenn sie es verstecken will. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie einen besseren Weg einschlägt und was aus sich macht. Aber auch andere Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Es gibt Charaktere, die einen eher schlechten Einfluss auf Sarah ausüben und Charaktere, die sie unterstützen und ihr helfen wollen. Diese Mischung macht es für mich sehr authentisch. Fazit: Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen. Das Buch bietet neben der Behandlung eines wichtigen Themas auch Unterhaltung. Wodurch man sowohl zum Nachdenken als auch zum Lachen angeregt wird. Meiner Meinung nach eine tolle Mischung. Das Buch lässt sich relativ schnell lesen.

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  • Willkommen in Sarahs bunten leben ...

    Immer diese Herzscheiße

    lilia

    05. November 2017 um 17:58

    Ich durfte das Buch im Rahmen der Lovelybooks Leserunde lesen.Vielen dank, dass ich teilnehmen durfte.Mir gefällt das Cover total gut. Auch der Inhalt macht neugierig. Ich mag Bücher über Teenager die es schwer haben und es sich auch verdammt schwer machen.In diesem Buch geht es um Sarah, sie hat einen großen Bruder und lebt bei ihren Großeltern. Ihre Beste Freundin Dixi und ihre Clique ist alles für sie. Alkohol und Schule schwänzen gehört bei ihr zum Alltag. Als ihr Lehrer Herr Straubmann sie dazu verdonnert bei einer Theater Gruppe mitzumachen, sonst droht die Lehrerkonferenz ändert sich Sarahs Leben ein wenig. Denn auch Paul, der es ihr angetan hat auch wenn er nicht so cool aussieht löst bei ihr ein Bauch kribbeln aus.Der Einstieg in die Geschichte fällt nicht schwer, man ist auf einmal mittendrin in Sarahs bunten leben. Allerdings ist es ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Denn die Sätze sind unterschiedliche gedruckt mal klein mal fett und eher abgehackt. Aber nach ein paar Kapiteln gewöhnt man sich dran. Ich könnte Sarah an manchen Stellen echt gut verstehen. Ich glaube jeder kennt diese kein Bock auf Schule und Lernen Phase. Auch auf die Erwachsenen zu hören fällt jedem Teenie mal schwer. Sarah baut echt viel Mist. Aber das tolle ist, sie verändert sich in diesem Buch und wird ein wenig einsichtiger und reifer. Macht sich Gedanken um die Zukunft. Was nicht gestört hat, dass man so wenig über Sarahs Eltern, die Vergangenheit und ihren Bruder erfährt. Da haben mir echt ein paar Infos gefehlt.Paul, in den sich Sarah verliebt ist super. Es ist ein kleiner Nerd, aber kauft sich auch echtes Klamotten um cooler zu wirken.Ihn mochte ich total gerne, denn er bringt frischen Wind in Sarahs leben.Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Eine verrückte zeit, an manchen Stellen hätte ich Sarah gerne anschrieen oder geschüttelt. So viel Mist baut sie. Das Buch hat mich gut unterhalten, in dieser Geschichte wird es nicht langweilig!

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  • Glaubwürdige Darstellung von Hoffnungslosigkeit und Aggresion geht unter die Haut

    Immer diese Herzscheiße

    EmmyL

    03. November 2017 um 11:48

    Sarah ist 15 Jahre. Seit sie sich erinnern kann, lebt sie im Stuttgarter Hallschlag. Das ist ein Viertel, in dem niemand sein möchte, aus dem aber auch niemand heraus kommt. Ob sie die Schule abschließt ist ihr egal. Sarah sieht ihre Zukunft in Harz IV und Schwarzarbeit. Mit Diebstahl vertreibt sie sich nicht nur die Zeit, sondern genießt den Kick. Jede Menge Alkohol gehört zur Tagesordnung, um mit ihren Freunden Spaß zu haben. Wie sich dieses Verhalten auf ihre Zukunft auswirkt ist egal, da sie sich keinerlei Chancen ausrechnet. Der Schritt zum Dealen scheint unausweichlich. Ein engagierter Lehrer erwischt Sarah mit Drogen und stellt ihr ein Ultimatum. Wenn sie nicht bei einem Theaterprojekt mitmacht, fliegt sie von der Schule. Nur sehr unwillig nimmt Sarah an den Proben teil. Es fällt ihr schwer sich auf diese völlig andere Welt einzulassen, bis sie Paul kennenlernt. Er zeigt ihr, dass es im Leben noch so viel mehr zu entdecken gibt, dass Aufgeben keine Alternative darstellt und dass es sich lohnt für manche Dinge zu kämpfen. Während ich dieses Buch las, habe ich mich immer wieder gefragt: Wie kann ein Mensch nur so demotiviert sein und mit Null-Bock-Laune das Umfeld nerven? Sarah ist ständig von allem genervt. Schule, Bruder, Großeltern, Familie stören sie durch bloße Existenz. Sie gibt sich noch nicht einmal Mühe in ihrem Leben etwas Sinnvolles außer Alkohol und Diebstahl zu finden. Ihr ist schlicht alles egal. Jeder der etwas mehr mit seinem Leben anfängt - arbeitet, studiert, eine Ausbildung macht - ist ein Spießer. Depressive Hoffnungslosigkeit strahlt dem Leser in jedem Satz entgegen. Sarah gibt ihrem Leben gar keine Chance und empfindet die Schule als sinnlose Zeitverschwendung. Am liebsten würde sie die Schule abbrechen. Ihr Plan besteht aus Harz IV, Schwarzarbeit und jeder Menge Alkohol. Sarah ist permanent wütend; auf den Bruder, der einen Job hat und wenig Zeit; auf die Großeltern, die sich liebevoll um sie kümmern und somit auch einmischen; auf ihre Mutter, die sie einfach verlassen hat. Sie meint ihr Leben ist „Scheiße ohne Zukunft“. Der Autorin ist es gelungen Hoffnungslosigkeit und Aggression eines desillusionierten Teenagers glaubwürdig darzustellen. Ihre Protagonistin ist keine schillernde Heldin, stellt keine Erwartungen an das Leben, sagt hemmungslos ehrlich ihre Meinung. Der Roman erzählt im Präteritum in der Ich-Form aus Sarahs Perspektive. Es gibt genügend Jugendliche mit einer ähnlichen Lebenseinstellung. Bedauerlicherweise lesen diese so ein Buch nicht. Im Roman werden staatlich geförderte Projekte angesprochen, welche Jugendliche in problembehafteten Bezirken fördern sollen. Leider gibt es zu wenig engagierte Erwachsene, zu wenig Mittel, um ausreichend zu helfen. Die Geschichte geht unter die Haut und hat mich sehr nachdenklich zurück gelassen. Im Augenblick lese ich das Buch mit einer Gruppe 14jähriger Mädchen in einem Schülerhilfeprojekt. Mit diesem Werk habe ich die Mädchen innerhalb weniger Seiten erreicht. Sie konnten durch Sarah auch über ihr eigenes Leben reflektieren. Ein großartiges Werk, das sich hervorragend in der Jugendarbeit und psychologischen Betreuung einsetzten lässt.

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  • Immer diese Herzscheiße.

    Immer diese Herzscheiße

    LenaLesefuchs

    02. November 2017 um 18:58

    Sarah ist 15 Jahre alt, lebt in Stuttgart und geht auf die Werkrealschule. Ihre Vorstellung von der Zukunft? Harzt IV oder Schwarzarbeiter. In ihrer Freizeit hängt sie mit ihren Freunden herum, betrinkt sich, macht Party und klaut. Schon seit sie ein kleines Kind war, lebt Sarah bei ihren Großeltern. Ihre Mutter hat sie und ihren älteren Bruder damals einfach verlassen und ist nach Berlin abgehauen. Als Sarah eines Tages von ihrem Lehrer in der Schule beim Verkauf von Drogen erwischt wird, hat das Konsequenzen. Doch der Lehrer stellt sie vor die Wahl: entweder beteiligt sich Sarah an einem Theaterstück seines Sohnes, oder es wird eine Lehrerkonferenz einberufen und sie erhält einen Verweis. Da Sarah Angst hat, ihre Großmutter könnte deswegen einen Herzanfall bekommen, erklärt sie sich widerwillig für das Theaterprojekt bereit. Doch das war leider noch nicht alles. Weil Sarah in der Schule weiterhin Misserfolge hat und ständig Mist baut, veranlasst ihr Lehrer, dass Sarah Nachhilfe bekommen soll. Diese Aufgabe übernimmt Kathi, eine Studenten, die im Theater mitspielt. Sarah kann sie nicht ausstehen und findet Kathi einfach nur spießig. Doch das ändert sich mit der Zeit. Auch lernt Sarah beim Theaterstück Paul kennen. Den schüchternen, schlaksigen Paul. Eigentlich ist er überhaupt nicht Sarahs Typ, aber irgendwas ist da zwischen den beiden. Währendessen geht es in Sarahs Clique drunter und drüber. Sie streitet ständig und immer heftiger mit ihrer besten Freundin Dixi, bis diese eines Nachts ins Krankenhaus muss. Alles steht Kopf und Sarah weiß oft einfach nicht mehr, was sie machen soll. Und wo ist ihr Platz in dieser Welt?Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn wirklich Mühe hatte, in das Buch reinzukommen. Die Geschichte sprach mich irgendwie garnicht an. Sarahs Art, dieses aufmüpfig sein, frech, brutal, immer mit Ausdrücken, das hat mir garnicht gefallen. Es war einfach nervig. Aber so ist ihre Art eben. Ich habe mir dabei immer gedacht, sie macht das nicht mit Absicht. Sie hatte vielleicht eine schwere Kindheit und auch jetzt kein leichtes Leben. Wurde von der Mutter verlassen, lebt bei ihren Großeltern, die mit ihrem Geld immer geradeso über die Runden kommen. Als ich mir dass dann endlich bewusst gemacht hatte, habe ich das Buch etwas besser lesen können. Es war absolut interessant, mal ein Leben eines jungen Mädchens aus solch einer Situation kennenlernen zu dürfen. Ihre Gedankengänge, ihre Handlungen, alles sehr emotional, impulsiv und energisch. Irgendwann konnte ich sogar mit Sarah mitfühlen, wenn es mal richtig mies lief und sie nicht weiter wusste. Selbst ich habe dann eine gewisse Verzweiflung oder Wut gespür und mich gefragt, was ich an ihrer Stelle in dieser Situation getan hätte. Die Geschichte wurde zunehmend interessanter und besser. Da alles aus der Ich-Perspektive (also aus Sarahs Sicht) erzählt wurde, hat es das Mitfühlen wesentlich leichter gemacht. Die einzelnen Charaktere sind auch wunderbar beschrieben worden. Ich konnte mir gut vorstellen, wie zum Beispiel der schüchterne Paul aussah, wie er klang und wie er sich verhielt. Ebenso konnte ich mir sehr deutlich Sarahs Freundin Dixi vorstellen. Klein, schrill, vielleicht stark geschminkt, lässt sich von niemandem etwas gefallen. Charakterlich sind in dieser Geschichte die krassesten Gegenteile vorhanden, was ich ziemlich interessant fand. Auch gab es immer wieder krasse Wendungen. Höhen und Tiefen in der Geschichte sind ungeleichmäßig verteilt. Wenn ich das Buch richtig verstanden habe, steckt eine kleine Message dahinter. Sarah will sich eigentlich garnicht erst um ihre Zukunft bemühen und Hartz IV Empfänger werden. Aber im Laufe der Geschichte merkt sie immer wieder erneut, dass sie etwas besonderes kann und daraus etwas machen könnte. Etwas, dass ihr Spaß macht. Sie soll nicht gleich aufgeben, ohne überhaupt etwas versucht zu haben. Überhaupt stecken in der Geschichte diverse kleine und große philosophische Fragen. Der Sinn des Lebens, die Existenz der Menschen und anderes. Als ich mich endlich in das Buch reingelesen hatte, fand ich es wirklich interessant, unterhaltsam und sogar spannend. Ich wollte einfach wissen, was Sarah alles passiert, wie sie damit umgeht, wie sie sich in dieser Zeit entwickelt. Es ist wirklich kein Buch für jeden, eher speziell. Aber ich habe es letzten Endes nicht bereut, es gelesen zu haben.

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