Wir waren hier

von Nana Rademacher 
3,7 Sterne bei113 Bewertungen
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Positiv (72):
S

Habe das Buch gerne gelesen, aber es hat sich am Anfang ein bisschen lang gezogen. Dafür war das Ende dann Herzzerreißend.

Kritisch (10):
Soul_of_Letterss avatar

Eine wirklich tolle Idee, die nicht gut umgesetzt wurde. Vor allem der Schreibstil und die Charaktere konnten mich nicht überzeugen.

Alle 113 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wir waren hier"

Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473401390
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:18.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    vormis avatar
    vormivor 2 Monaten
    Berlin 2039

    Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.
    Inhaltsangabe auf amazon

    Bei diesem Buch bin ich echt etwas zwiegespalten.
    Denn mir hat das Setting in Berlin 2039, nach einem atomaren Unfall und noch während eines Bürgerkrieges, sehr gut gefallen.
    (Wie sich das anhört...)
    Da ich mal ein paar Jahre in Berlin gelebt habe, war es sehr spannende, die mir bekannten Stadtteile und Straßennamen zu lesen und wie es sich da verändert hat.
    Es ist eine der beängstigenden Dystopien, die ich je gelesen habe. Echt furchteinflößend.

    Spoiler-Alarm -
    Zwischenzeitlich wurde Anna in einem Mädchenheim gefangen gehalten. Dieser Abschnitt hat mir gar nicht gefallen.
    Alles andere - davor und danach - war total spannend und ich habe es kaum aus der Hand legen können. Aber die Zeit im Heim habe ich mich echt zwingen müssen weiterzulesen.

    Ein tolles Buch, mit der einen Einschränkung für die ich 1 Stern abgezogen habe.
    Leider habe ich das Ende, also die letzte Seite, nicht verstanden. Dafür muss ich einen weiteren Stern abziehen, denn es könnte dadurch auch sein, dass das Ganze ein Traum war...
     

    Kommentare: 1
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    S
    saika84vor 3 Monaten
    Wir waren hier

    Das Berlin im Jahre 2039 liegt in Trümmern. Alles ist zusammengebrochen. Es herrscht Krieg. Die Menschen hungern. Das wenige essen was sie zwischendurch vom Militär bekommen reicht bei bei weitem nicht um satt zu werden. Wer nichts zusätzliches in verlassenen Wohnungen und geplünderten Geschäften findet verhungert. Strom gibt es nur sehr selten und die Heizung funktioniert schon lange nicht mehr. In den Wohnungen die durch Schüsse keine Fenster mehr haben hilft im Winter nur die Fenster zuzunageln und aus gefundenen Holzresten ein Feuer zu machen um nicht zu erfrieren. Als das beschreibt die 15 Jährige Anna heimlich in ihrem Blog den sie auf dem Dach ihres Hauses schreibt um nicht erwischt zu werden. Sollte das Militär davon erfahren werden sie Anna holen kommen weil sie ihre Meinung sagt und damit als Rebell gelten würde.

    Das Buch ließ sich gut und Flüssig lesen. Die Art die Geschichte als Blog zu erzählen mal was anderes was man nicht so häufig liest. Allerdings bin ich davon nicht der Größte Fan. Das Thema ist aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Welt sehr erschreckend. Ich kann nur hoffen das es hier in 2039 nicht wirklich so zugehen wird. Dieses Buch regt einen wirklich zum Nachdenken an.

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    Steffi_the_bookworms avatar
    Steffi_the_bookwormvor 4 Monaten
    Dystopie light

    Ich bin etwas hin und her gerissen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht.

    Das setting und auch das world-building fand ich richtig klasse. Es ist immer wieder schön mal eine Dystopie zu lesen, die in Deutschland angesiedelt ist. Ebenfalls hat mir gefallen, dass die Autorin die Welt mit vielen Details beschrieben hat und man auch immer mal wieder erfahren was passiert ist.

    Die Handlung fand ich insgesamt leider etwas dünn. Lange Zeit passiert nicht viel und dann kommt am Ende alles geballt auf einmal und ratzfatz war alles erledigt. Da hätte Autorin in der Mitte lieber etwas kürzen oder ein paar Seiten mehr hinten anhängen. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nie völlig packen.
    Der Epilog war für meinen Geschmack mehr als überflüssig.

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    nueans avatar
    nueanvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Erst etwas langatmig, dann wahnsinnig spannend und das Ende lässt mich verwirrt und sprachlos zurück!
    Erst etwas langatmig, dann wahnsinnig spannend und das Ende lässt mich verwirrt und sprachlos zurück

    Klappentext:
    Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.
    Cover:
    Das Cover gefällt mir gut. Die Farben, die Schrift, das Bild mit dem Mädchen im Vordergrund wirken so sanft und friedlich auf mich.
    Meine Meinung:
    Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil schreibt Anna ihre Blogbeiträge. Dadurch lernt man die Welt in der sie lebt, ihre Familie und ihre Lebensbedingungen gut kennen. Anfangs hatte ich Probleme mit diesen Blockbeiträgen, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und war gespannt wie es mit ihr und ihrem einzigen Leser Ben weitergeht. Teil 2 ist dann „normal“ geschrieben. Aus Annas Sicht wird ihr Weg in der Welt mit ihren Freunden und Ben beschrieben. Soviel möchte ich zum Inhalt nicht sagen, nur es ist keine schöne Welt in der Anna und ihre Familie leben müssen, durch Naturkatastrophen und Kriege ist sie zerstört. Das normale Leben gibt es nicht mehr, jeder muss ums Überleben kämpfen. Teil 3 besteht dann wieder aus Annas Blockbeiträgen.
    Der Schreibstil ist sehr einfach, aber bildlich, ich hatte alles direkt vor Augen, konnte mir die Welt und die Protagnisten sehr gut vorstellen. Ab dem 2. Teil ließ es sich auch immer flüssiger lesen und die Spannung stieg wahnsinnig.
    Das Ende hat mich sprachlos und verwirrt zurückgelassen und noch immer denke ich darüber nach, was es genau bedeutet.
    Fazit: Erst etwas langatmig, dann wahnsinnig spannend und das Ende lässt mich verwirrt und sprachlos zurück!


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    anilas avatar
    anilavor 5 Monaten
    Guter Mittelteil, aber Anfang und Ende eher schwach

    Ich hatte von dem Buch vorher noch gar nichts gehört, bin aber in der Ravensburger Stöberkiste darauf gestoßen. Ich fand das Cover sehr ansprechend, die Farb- und Schriftwahl sehen sehr gut zusammen aus. Auch hat der Klappentext mein Interesse geweckt: 
    "Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die Überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie sollen sie den Horror des Alltags, den Hunger und die Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die für das Leben und die Liebe kämpft - und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist."

    Als ich dann angefangen habe das Buch zu lesen, war ich sehr enttäuscht. Es wird von einer Dystopie berichtet, einer schrecklichen Welt. Es herrscht eine Militärregierung, die sich wenig um die Bewohner Berlins und Umgebung schert. Die Menschen leiden Hunger, Kälte, haben wenig sauberes oder warmes Wasser, des Öfteren keinen Strom. Doch zog sich die Geschichte für meine Begriffe schleppend hin. Den ersten Teil der Geschichte bildet Annas Blog, den sie mehr oder weniger regelmäßig schreibt und im Netz veröffentlicht, in der Gefahr, dass sie von der Polizei erwischt und dafür umgebracht wird, da sie gegen die Regierung schreibt. Diesen Aspekt fand ich bereits etwas unlogisch, mit ihrem Board, das sie zufällig findet und mit dem sie mit ach und krach ins Netz kann, schafft sie es, dass die Regierung, denen es super geht, die high tech Ausrüstung haben und so, sie nicht findet. Dann findet Ben sie aber zufällig und schreibt ihr auf ihrem Blog. Sie fangen an zu chatten, verstehen sich gut, Ben will sie treffen. Auch das fand ich etwas verwirrend, Ben und Anna kannten sich nicht, doch sein zweiter Satz war regelrecht, dass er von Hamburg nach Berlin - zu Fuß wohlgemerkt - kommen und sie treffen will. Ich fand alles sehr diffus zu Beginn.

    Doch war ich froh, dass ich weitergelesen habe. Den Mittelteil fand ich sehr spannend und auch besser geschrieben. Annas Blog existiert nicht mehr, es folgt eine narrative Erzählweise, spannender, anschaulicher und schlichtweg besser. Anna und Ben sind sehr vielen Gefahren ausgesetzt, kämpfen ums nackte Überleben. Anna wird krank, steht kurz vor dem Tod, bis die beiden beschließen aufs Land zu fliehen. Doch auf der Flucht werden sie getrennt und wissen nicht, ob sie sich jemals wieder sehen. Der Mittelteil hat mich echt gepackt, auch wurde mir Anna sympathischer, die ich anfangs nichts sehr mochte. Es kommen weitere Charaktere ins Geschehen, die Spannung aufbauen und die schwere Lage weiter unterstützen. Schade fand ich nur, dass die Kapitelüberschriften immer die Essenz des Kapitels beinhalten und man dadurch als Leser direkt gespoilert wurde und einfach wusste, was passieren wird. Das hat die Spannung ziemlich gedämpft, da dadurch nichts Unerwartetes geschehen ist.

    Das Ende fand ich wieder weniger gelungen. Man hat sehr gemerkt, dass es ein befriedigendes Ende haben soll, sodass alles kurz und knapp darauf hingeprescht ist. Offene Fragen wurden in aller kürze beantwortet, alles verlief auf einmal so einfach und ohne Probleme. 50 Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet.

    Daher gebe ich 4/5 Sterne, da es trotz kleinerer Mängel, lesenswert war und dafür sorgt, dass man heutzutage (in Deutschland, bzw. Europa zumindest) das ausreichende Essen und Trinken, die Möglichkeiten der Wärmeregulierung und einfach das gute Leben an sich, wertschätzen sollte.  

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    Cha_s avatar
    Cha_vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Dystopie die manchmal sehr erschreckend war.
    Spannende Dystopie die manchmal sehr erschreckend war.

    Klappentext:
    NACH UNS DIE UNENDLICHKEIT

    Und manchmal denke ich, wie das wohl wäre, wenn das jemand in Hundert Jahren oder so liest. Und ich hoffe, dass dieser Jemand glücklich ist und satt und sagt: "Da bin ich aber froh, dass die dunkle Zeit vorbei ist und alle Menschen frei sind und genug zu Essen haben." Aber vielleicht ist in Hundert Jahren auch überhaupt niemand mehr auf dieser Welt.

    Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft - und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.

    Kraftvoll und schonungslos erzählt Nana Rademacher in ihrem Coming-of-Age-Roman WIR WAREN HIER, wie alle Ängste unserer Zeit in einer beklemmenden Zukunftsvision wahr werden. In dieser kaputten Welt lebt ein Mädchen den Traum einer großen, bedingungslosen Liebe. Ein Buch so aufrüttelnd und intensiv, dass es einen nicht wieder loslässt.


    Meine Meinung:
    Im ersten Teil war der Schreibstil wie in einem Chat/Blog. Es geht dabei um Anna die im Jahr 2039 lebt und ganz Deutschland in Trümmern liegt. Sie schreibt in ihrem Blog über die Lage und wie ihr Leben ist. Ab dem zweiten Teil wird dann normal geschrieben.
    Ich fand alles war sehr bildhaft beschrieben und gut erzählt. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen, obwohl man bei manchen Stellen darauf hätte verzichten können. Es geht schon sehr brutal und blutig in dieser Zeit zu und Anna muss viele Verluste verkraften.
    Die Liebe zu Ben ist der einzige Halt den Anna hat und dafür Kämpft sie. 
    Mich hat vieles echt erschreckt und danach ist man echt am grübel da man sich auch vorstellen könnte, dass es sowas hier auch geben könnte. 
    Das Ende fand ich dann sehr schön und obwohl es ein sehr offenes Ende ist, kann man mit guten Gewissen das Buch zuschlagen.

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    SassyEssies avatar
    SassyEssievor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen, hatte aber ein sehr überraschendes Ende, das zum Nachdenken anregt.
    Nicht überzeugend

    Wir waren hier


    Inhalt:

    Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.


    Meinung:

    Der Schreibstil war sehr flüssig, jedoch war die Schreibform sehr gewöhnungsbedürftig, da das Buch als Blog geschrieben wurde. An sich eine ganz gute Idee, hätte aber besser umgesetzt werden können.

    Die Charaktere waren jedoch sehr unnahbar und  oft fehlten Hintergrundinformationen. Das Fehlen der Hintergrundinformationen endete dann oft auch darin, dass ich nicht wusste, was warum passiert. 

    Das Ende war dann aber unerwartet anders. Es war sehr spannend und regte doch sehr zum Nachdenken an.

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    Prettytigers avatar
    Prettytigervor 9 Monaten
    Wir waren hier von Nana Rademacher

    Inhalt:


    Im Jahr 2039 ist Berlin von Bomben zerstört. Die Menschen leben in Angst, haben Hunger und viele von ihnen haben unter der strengen Militärregierung ihren Lebenswillen verloren. Sie werden überwacht, kontrolliert und wer sich in offener Kritik am Regime übt, wird gnadenlos verfolgt und beseitigt. Und doch gibt es noch Menschen, wie die 15-jährige Anna, die einen Weg gefunden haben, mit der Außenwelt zu kommunizieren und mit ihrer Meinung nicht hinter den Berg halten. Anna schreibt einen Blog über ihr Leben und ihren Alltag. Über ihre Familie und Freunde und die Zustände in Berlin. 

    Nie hätte sie gedacht, mit ihren Gedanken einen anderen Menschen zu erreichen und doch sind sie auf einmal da, die Kommentare von Ben aus Hamburg, der Anna versteht, sie zum Lachen bringt und ihr Hoffnung in einer sonst trostlosen Welt schenkt. Ben schleicht sich immer mehr in ihr Herz und als er schließlich ein Treffen in Berlin vorschlägt, stimmt Anna voll Freude zu. Doch eigentlich kennt sie Ben gar nicht. Wer also steckt wirklich hinter den geheimnisvollen Kommentaren?

    Eindruck:


    Nana Rademacher hat eine bedrückende, realistische Zukunftsvision geschaffen, in der die Welt vom Krieg gezeichnet ist und die Menschen am Limit leben. Der Tod ist allgegenwärtig, die Bewohner Berlins leiden Hunger und Durst, da sie nicht einmal das Nötigste zum Überleben haben. Inmitten dieses trostlosen Szenarios lebt Anna, die es tatsächlich geschafft hat, ihren Blog online zu schicken.
     
    In ihrem Blog erzählt sie von ihrem Leben und in jedem ihrer Sätze wird deutlich, wie abgestumpft sie durch die harten Lebensumstände schon ist. Um sich selbst zu schützen, sind ihre Einträge emotionslos und wirken stets weit vom Geschehen entfernt, als wolle sie die schrecklichen Ereignisse erst gar nicht näher an sich heranlassen. Als die Kommentare von Ben auftauchen kehrt ein bisschen Hoffnung in Annas Welt zurück und die beiden verabreden sich zu einem ersten Treffen in der Stadt.

    Die gesamte Geschichte ist düster und trotz der Liebesgeschichte zwischen Anna und Ben durchgehend kalt und hoffnungslos. Immer wieder wird der Leser mit dem Leid der Menschen konfrontiert. Annas Erzählung entwickelt einen Sog, allerdings nicht auf eine gute Art und Weise. Eher auf die Art, die einen daran hindert, in Horrorfilmen wegzusehen, auch wenn von Anfang an klar ist, dass genau diese Bilder eine schlaflose Nacht verschulden werden. 

    Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich leicht lesen, allerdings hatte ich besonders zu Beginn Probleme mit Annas Blogeinträgen, in denen sie teilweise komplette Sätze groß- oder kleinschreibt, um besondere Aspekte hervorzuheben. An und für sich hat mir die Idee mit den Einträgen allerdings gut gefallen und ich hätte Annas Leben in Berlin nach dem Krieg gerne weiterverfolgt. Ich hatte mir Infos über die Hintergründe des Kriegs und die neue Regierung gewünscht, doch stattdessen wechselt der Handlungsort nach dem ersten Drittel des Buchs. Noch immer erzählt Anna ihre Geschichte, nun allerdings nicht mehr in Blogeinträgen.

    Immer wieder haben mir auch im weiteren Verlauf ein paar Hintergrundinformationen gefehlt. So bleiben auch die Figuren, allen voran Anna und Ben, leider doch zeitweise blass und etwas unnahbar. Obwohl ich Annas Geschichte gerne verfolgt habe, ist auch das Ende leider etwas knapp und zu schwach ausgefallen. Besonders mit dem Epilog der Geschichte hatte ich Probleme, denn er stellt die gesamte vorhergegangene Handlung noch einmal infrage. 

    Die Autorin spielt immer wieder mit den Gedanken ihrer Leser und am Ende ist es schwer, die Realität des Buchs von der Fiktion zu unterscheiden. Was ist Anna wirklich passiert, was nicht? Welche Erlebnisse sind ihrer Fantasie entsprungen, was hat sie wirklich erleiden müssen? Besonders das Ende lässt mich mit einigen Fragezeichen zurück, sodass mich Nana Rademachers Geschichte wohl in Gedanken noch eine Weile begleiten wird. Insgesamt eine vielversprechende Idee für eine Dystopie, leider etwas schwach umgesetzt und nicht unbedingt ein Buch für zartbesaitete Leser.

    Bewertung: 3 von 5 Sternen
    Lisa von Prettytigers Bücherregal ( Blog & Facebook)

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    Adoras avatar
    Adoravor 10 Monaten
    tolle Athmosphäre

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. In der letzten Zeit war ich etwas gesättigt was Dystopien angeht aber habe mich dennoch an dieses Buch gewagt. Ich wurde nicht enttäuscht auch, wenn ich mir ein kleines bisschen etwas anderes vorgestellt hatte und die Story einen anderen Verlauf als gedacht genommen hat. Mit dem Schreibstil bin ich super klar gekommen. Es war sehr flüssig und ich konnte Seite um Seite verschlingen. Einzig waren zwischendrin ein paar Wiederholungen, die ich zwar anhand der Story nachvollziehen konnte, die mich jedoch trotzdem genervt haben. Ich bin jedoch nicht die vorherrschende Zielgruppe des Buches, da es eher für Kinder/Jugendliche als für Erwachsene gedacht ist. 
    Aber ich finde das Buch gelungen und kann es auch nur weiterempfehlen.

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    lexanas avatar
    lexanavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Ende war allerdings überraschend nachdenklich stimmend
    Nicht meins

    Wir waren hier ist eines der wenigen Bücher, das ich nicht komplett gelesen habe. Warum erkläre ich gleich genauer.


    Als es seinerzeit herauskam, wollte ich es unbedingt haben. Ich liebte Dystopien und konnte nicht genug davon bekommen, zudem hatte es ein verlockenes Setting, denn wieviele Jugendromane/Dystopien spielen schon in Deutschland.


    Als ich mit Lesen begann, war das ganze doch recht gewöhnungsbedürftig, da es in Form eines Blogs geschrieben wurde.


    Nach dem ersten Teil kamen wir dann in der üblichen Erzählform an und von da an begann mir das Buch besser zu gefallen, konnte mich aber letztlich nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte.


    Ich hätte gerne mehr Informationen gehabt, wie lange dieser Zustand schon in Berlin bzw. weltweit herrschte, warum es dazu gekommen war und so vieles mehr. Leider fand ich auf den ersten einhundert Seiten keine Erklärung. Ich war so unzufrieden mit der Handlung, dass ich das Bedürfnis hatte, das Buch abzubrechen.


    Trotzdem nahm ich mir noch einmal Rezensionen vor und war danach hin und her gerissen, ob ich das Buch doch noch zuende lesen sollte, denn der Hinweis auf das Ende machte mich schon neugierig.


    Nach zwei weiteren Versuchen, die mich fast verzweifeln ließen, machte ich kurzen Prozess. Ich ließ den Mittelteil aus und las nur die letzten Kapitel und das Ende.


    Was soll ich sagen. Es war nicht meins, dieses Buch, aber das Ende hatte einen Twist, den ich absolut nicht hervorgesehen habe. Es war überraschend erschreckend. Dieses Ende macht das Buch tatsächlich anders und regt zum Nachdenken an. Doch obwohl es mich mit einer Gänsehaut zurückließ, wurde mir bewusst, dass es völlig egal war, was ich über den Mittelteil dachte und ich es nicht bereute, ihn nicht gelesen zu haben.


    Fazit

    Nicht mein Buch, obwohl das Ende erschütternd und außergewöhnlich ist und punkten konnte. Wer ungewöhnliche Erzählweisen mag, der kann es gerne probieren, von mir gibt es aber trotzdem oder gerade deshalb nur 2,5 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Buchraettins avatar



    Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Jugendbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen.

    Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich!

    Hier geht es zu Challenge 2017
    https://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuchchallenge-2017-1358395874/

    Hier sind die Regeln:

    Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen!

    Die Challenge läuft vom 1.1. bis 31.12.2016.

    Es zählen all jene Rezensionen, die ab dem 1.1.2016 geschrieben worden sind. (hier bei LB)

    Da dies eine Challenge ist, soll sie selbstverständlich eine kleine oder auch größere ;-) Herausforderung sein und dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so sonst eher nicht gelesen und dann auch nicht entdeckt hättet.

    Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht.

    Für die Jugendbuch-Challenge zählen alle Bücher, die für ein Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren empfohlen sind. Das Alter der Hauptfiguren im Buch sollte in diesem Rahmen liegen.

    Das hier ist ein Beispiel für einen Sammelbeitrag:

    Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden.

    1. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2016)
    2. Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2016)
    3. Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2016)
    4. Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2016)
    5. Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch
    6. und 2 dürfen frei ausgewählt werden! ( auch in Bezug auf das Erscheinungsdatum, gilt auch für Punkt 5 und hier dürfen auch englische Bücher einsortiert werden)

     
    Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Jugendbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt.

    Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste.

    Die aktuellen Verlosungen, Leserunden usw. verlinke ich nachfolgenden Beitrag. ( Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit, ich mache das hier alles in meiner Freizeit:)

    Thema Halloween

    Halloween in der Kinder und Jugendliteraturgruppe

    Thema Lesemuffel

    Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe


    Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:)

    Liste für Neuerscheinungen im Jugendbuchbereich 2016


      

    Challenge Beendet

    • Mira20
    • MiraxD
    • danielamariaursula
    • Marbuerle
    • Mrs_Nancy_Ogg
    • Connychaos
    • lenicool11
    • Floh
    • Seelensplitter
    • cytelniczka73
    • Enys Books
    • annlu
    • ank3006
    • Lotta22
    • Icelegs



    Teilnehmer


    62.
    61.
    60.
    59. EnysBooks challenge beendet
    58. JamieRose
    57. anjazwerg
    56. icelegs Challenge beendet
    55.
    Peachl
    54. Lea-Krambeck

    53. Mira123
    52.
    czarnybalerinja
    51. ShellyBooklove
    50. Lotta22 Challenge beendet
    49. saskiaundso
    48.
    yunasmoondragon7
    47. BeaSurbeck
    46. freakygirli
    45. Mira20  Challenge beendet
    44. Buchgeborene
    43. Curin
    42.
    ChubbChubb
    41. Getready
    40. Gwendolina
    39. annlu Challenge beendet
    38. Danni89
    37. Kuhni77
    36. ch3yenne

    35. Paulamybooksandme abgemeldet 22.1
    34. Solara300
    33. Schluesselblume
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    31.littleowl

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    27. Mabuerle Challenge beendet

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    18.JuliB abgemeldet

    17.Cithiel

    16.Buchgespenst
    15.cytelniczka73  Challenge beendet

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