Nana Rademacher Wir waren hier

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Inhaltsangabe zu „Wir waren hier“ von Nana Rademacher

Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.

Ein sehr tolles Buch - auf jeden Fall lesenswert!

— Meli1986
Meli1986

Sehr realistische Dystopie. Stellenweise sehr bedrückend, düster, einprägsam. Auf der anderen Seite sehr zart und gefühlvoll.

— KidsandCats
KidsandCats

Eigentlich sehr schön, nur die Handlung ist teilweise etwas überstürzt, teilweise etwas zu langgezogen. Und das Präsens hat mich irritiert.

— Janemely
Janemely

Wunder voll es Buch, doch an manchen Stellen etwas zu kurz gekommen.

— JennysGedanken
JennysGedanken

Ein dystopisches Jugendbuch, das zwar sehr realitätsnah, aber nicht sonderlich spannend ist.

— Krimifee86
Krimifee86

gut durchdachte Handlungsstränge, die einer guten dystopischen Geschichte wirklich gerecht werden

— his_and_her_books
his_and_her_books

Ich habe von diesem Buch viel erwartet grade weil Dystopien zu meinem Lieblings Genre gehören. Und ich wurde nicht enttäuscht.

— MiracleDay
MiracleDay

Super Buch über eine Zukunft,die garnicht so unrealistisch ist

— rabbitbooks
rabbitbooks

Ein sehr tolles Zukunftsbuch und eine Liebesgeschichte an der nichts fehlt.

— Malaika01
Malaika01

Ein tolles Buch, das den Leser in eine schrecklich realistische Zukunftsvision befördert.

— NataschaSuennen
NataschaSuennen

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  • Wir waren hier - Nana Rademacher

    Wir waren hier
    Katykate

    Katykate

    22. July 2017 um 10:56

    Normalerweise mag ich Bücher, die ihm deutschsprachigen Raum spielen nicht so gern. Ich weiß nicht genau, woran es liegt – vielleicht daran, dass ich in Bücher der Realität entfliehen will und der deutschsprachige Raum für mich zu viel Realität wiederspiegelt.Bei Wir waren hier hat es mich aber nicht wirklich gestört, weil das Buch in einer zukünftigen Nachkriegszeit spielt und der Schauplatz Berlin daher nicht mehr wirklich Berlin dargestellt hat.Anfangs fand ich das Buch sehr spannend, was auch an der ungewöhnlichen Schreibweise lag. Denn die Handlung bestand zunächst aus Blogbeiträgen, die die Protagonistin verfasst hat. Sie hat ihren Blog im Netz versteckt, damit die Web-Polizei ihn nicht so leicht finden kann und schreibt sozusagen ein Online-Tagebuch. Sie geht gar nicht davon aus, dass irgendjemand noch dazu fähig ist, ihre Beiträge zu lesen, bis Ben plötzlich anfängt, sie zu kommentieren.Sein Erscheinen bringt die Handlung dann erst so richtig in Schwung und ab diesem Zeitpunkt ist das Buch auch wieder wie ein normaler Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben. Anna, die Protagonistin, verliert ihre beiden Eltern an den Hunger. Ben kann sie vor diesem Schicksal bewahren und bringt sie zu seinen „Leuten“.Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Handlung mehrere Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Auch der Spannungsgrad ist sehr sprunghaft, weshalb sich das Buch teilweise leider etwas gezogen hat. Anna muss mehrere Entscheidungen treffen – unter anderem, wie sehr sie anderen Leuten vertrauen kann.Anna wirkt anfangs noch wie ein naives Mädchen, das sagt, dass es ihr gut geht, ihre Familie genug Essen hat, obwohl die Militärregierung alles steuert. Es wirkt, als würde sie sich selbst alles schön reden. Während ihrem Überlebenskampf im Verlauf der Handlung merkt man, dass sie durchaus eine starke Persönlichkeit sein kann, die sich durchsetzt und alles für ihre Ziele bzw. die Menschen, die ihr am Herzen liegen, tut. Später erscheint sie dann aber wieder als naives Mädchen, das alles glaubt, was man ihm sagt und viel zu schnell verzeiht.FazitObwohl ich anfangs so begeistert von Wir waren hier war und gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören wollte, konnte mich das Buch letztendlich nicht so begeistern wie gehofft. Die Spannung war wechselhaft, die Nebencharaktere zwar durchaus stimmig, die Protagonistin aber nicht immer ganz nachvollziehbar und das Ende etwas salopp. Dennoch bietet dieses Jugendbuch eine tolle Unterhaltung.

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  • Guter Anfang, mäßiges Ende

    Wir waren hier
    Katzyja

    Katzyja

    21. May 2017 um 19:38

    Meine Zusammenfassung Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Welt liegt in Trümmern, die Menschen hungern und plündern, sterben durch Hunger, Krankheit oder durch die Hand der Soldaten. Es gibt eine Ausgangssperre am Abend und ab und an wird ein bisschen Trockenes Brot und sauberes Wasser verteilt. Anna versucht sich zusammen mit ihren Eltern durch den täglichen Überlebenskampf zu wurschteln. Anna hat ihren eigenen Blog, der natürlich nicht öffentlich ist, doch eines Tages antwortet ihr Ben auf einen ihrer Posts. Die beiden lernen sich besser kennen, zumindest glaubt Anna das, doch eigentlich weiß sie nichts. Bewertung Berlin in der Zukunft. Eigentlich könnte man auch sagen das wir in der Vergangenheit lesen. Ich hatte immer zweite Weltkriegsbilder im Kopf. Der einzigste Unterschied dabei war die erweiterte Technik, doch ansonsten gleicht es dem zweiten Weltkrieg enorm, doch das ist ja eigentlich bei jedem Krieg so. Anna bekommt durch ihren Blog Kontakt zu Ben. Die beiden beginnen sich zu treffen. Zusammen mit ihren Freundinnen und ihrer Familie versucht Anna einfach nur den nächsten Tag zu erleben, doch das ist nicht so einfach und auch sie muss Verluste erleiden. Die Protagonisten versuchen sich ein neues besseres Leben vorzustellen und Anna möchte die Aussicht darauf auch nicht aufgeben, doch es kommt natürlich alles anders und sie wird mit Leichen am Straßenrand konfrontiert, ebenfalls lernt sie, das die "Oberhäupter" versuchen jungen Mädchen ihre Weltansicht aufzuzwingen. Ich fand das Buch etwas verwirrend. Eigentlich dachte ich eine geschlossene Geschichte mit Aktion zu lesen. Wir erfahren nicht wirklich viel über die Umstände, warum es zu der schlimmen Situation auf der Erde gekommen ist. Anna muss oft fliehen und versucht einfach zu überleben, sie lernt viele interessante und auch grausame Seiten des Lebens kennen. Mit einem klaren Ziel vor Augen, womit die Geschichte dann auch schlagartig und ohne große Aktion endet. Ich war sehr enttäuscht. Das Ende kam meines Erachtens viel zu schnell und einfach.Der Anfang war wirklich gut, man hat vor Augen gehabt, das es durchaus wieder so schlimm sein könnte. Nicht das es jemals aufgehört hätte, da in manchen Bereichen der Welt ja immer noch oder wieder Krieg herrscht, doch dann ging die Geschichte irgendwie einen anderen Weg, der mich nicht mehr so packen konnte.

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  • "Wir waren hier" - Berührende und gleichzeitig düstere Dystopie

    Wir waren hier
    KidsandCats

    KidsandCats

    29. March 2017 um 09:00

    Klappentext Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist. Inhalt Anna lebt mit ihren Eltern im zerstörten Berlin im Jahr 2039. Das Leben ist streng reglementiert. Die Millitärregierung verteilt Nahrungsmittel und entscheidt darüber, ob die Leute sich draußen bewegen dürfen oder nicht. Ständig gibt es Gefechte, Bomben gehen nieder. Die meisten Menschen sind tot oder geflohen, viele Häuser stehen leer. Anfangs ist das Buch im Bloggerstil geschrieben. Es gibt eine Art von Internet, dass aber nur von sehr wenigen Menschen erreicht werden kann. Anna findet eine Art Laptop und schreibt ihre Geschichte in Blogposts nieder. Eines Tages findet sie ein Leser. Ben schreibt ihr von da an regelmässig, später kommt er sie besuchen. Die beiden sind immer in Sorge, ob sie erwischt werden. Die Menschen müssen jeden Tag um ihre Existenz bangen und irgendwann flieht Anna aus der Stadt. Ab dieser Stelle ist das Buch in der Ich-Form, im Erzählstil geschrieben. Das hat auch einen guten Grund: sie hat ihren Laptop verloren und kann fortan nicht mehr bloggen. Über den weiteren Weg von Anna erfährt man sehr viel über die Lebensumstände, in die die Menschen geraten sind: Die Menschen haben nichts, Technologie ist zerstört, Energie gibt es nur ab und zu. Die Nahrungsmittelvorräte sind knapp und die Organisation der Gemeinschaft findet entweder im Untergrund oder im organisierten, dikatorischen Millitärregime statt. Der Schluß bleibt weitestgehend offen, wenn er auch ein Stück weit besser und positiver schließt, als ich es während des Lesens erwartet hatte. Fazit "Wir waren hier" ist ein anspruchtsvolles Jugendbuch, das sich für mich vor allem deshalb als Jugendbuch kennzeichnet, weil es jugendliche Protagonisten hat. Stellenweise finde ich es sehr düster und ich musste sehr viel darüber nachdenken, was den Menschen hier widerfahren. Die Geschichte von Anna hat mich sehr berührt und ich hoffe sehr, dass es unseren Kindern nicht so ergehen wird. BewertungAlles in allem eine sehr gelungene Dystopie, die ohne Fantasygestalten auskommt. Ich vergebe vier Sterne für "Wir waren hier".

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  • Rezension Wir waren hier von Nana Rademacher

    Wir waren hier
    JennysGedanken

    JennysGedanken

    23. March 2017 um 12:22

    Wir waren hier, Nana Rademacher, 352 Seiten, Ravensburger, 24.01.16, History/ Young Adult, Hardcover, 14,99€, EinzelbandInhalt:Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.Meinung:„Ich weiß jetzt, wie Sterne schmecken.“Seite 73„‘Ich bin ein ganz normaler Junge, der ein ganz besonderes Mädchen liebt.‘“Seite 151Wie man in den Zitaten schon merkt, hat das Buch sehr viel Young Adult. Anna trifft den Jungen Ben im Internet, dass noch in Stücken vorhanden ist und genutzt wird. Als ich die Leseprobe gelesen habe, war ich schon sehr mitgerissen von der Story, weil es schon mit Blogbeiträgen anfängt und solche Bücher finde ich unglaublich nice. Bücher mit Briefen sind so persönlich, ich war auch Mal ein Blogger und hab mich sehr in die hereinversetzen können.Nach ein paar Einträgen lernt sie Ben kennen, der aus Hamburg stammt und sie trotz der ganzen Probleme der Aufstände und militärischen Zustände. Nach einer Zeit kommt geht es ihr nicht mehr so gut und sie kann nicht mehr auf ihrem heiß geliebten Blog schreiben und erzählt ab da mehr aus ihrer jetzigen Sicht.Obwohl im Klappentext davon gesprochen wird, dass die Geschichte im Berlin 2039 spielt, hatte ich eher das Gefühl ein Buch über die Zeit in einem Weltkrieg in der Vergangenheit zu lesen. Es gab weder neue Technologien noch andere Zeichen auf die Zukunft. Aber trotzdem dessen hat es sehr gefallen. Es ist spannend und hat Höhen und Tiefen. Anna und Ben sind sehr schwierige Charaktere mit viel Geschichte. Anna erzählt ihm oft von Zuhause doch Ben hat anscheinend Geheimnisse, aber das solltet ihr selbst lesen!Das Ende ist sehr offen und ich würde mir wünschen eine zweiten Teil zu bekommen!5 Sterne

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  • Das Jahr 2039 ist finalbescheuert

    Wir waren hier
    Krimifee86

    Krimifee86

    14. November 2016 um 13:40

    Klappentext: Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.Cover: Gutes Cover. Ein Mädchen von dem man nur den Schatten sieht steht vor der Skyline von Berlin. Dabei ist alles von einem rötlichen Schleier bedeckt. Auf dem Cover sind zudem Vögel zu sehen, die davon fliegen. Ich finde, dass das Cover wirklich hervorragend passt. Zudem ist es meiner Meinung nach jugendbuchgerecht aufgearbeitet. Mir gefällt das sehr gut.Schreibstil: Das Buch ist ein Jugendbuch und somit in einem ich nenne es mal locker-flockigen Tonfall geschrieben. Zudem versucht die Autorin neue Begriffe zu erfinden, die die Jugend des Jahres 2039 verwenden könnte (oder sind es Begriffe, die heute schon verwendet werden? Wer kann mich aufklären?). In jedem Fall empfinde ich Begriffe wie „finalbescheuert“ als genau das – ziemlich bescheuert und kann mir nicht vorstellen, dass sie Eingang in die Jugendsprache erhalten werden. Der Schreibstil wirkt aus diesem Grund für mich auch manchmal ein wenig gezwungen. So als wolle die Autorin überdeutlich machen, dass sie wirklich für Jugendliche schreibt.Zu den Charakteren: Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die Namensgebung kurios finde. Die Hauptcharaktere heißen Anna und Ben (kennt noch jemand das Buch?), ausnahmslos alle anderen Charaktere haben aber absolut abgedrehte, neue Namen, was überhaupt keinen Sinn ergibt. Zudem mochte ich Anna leider nicht wirklich. Für mich war sie einfach ein kleines, verzogenes Mädchen, das unbedingt ihren Willen durchsetzen muss und die die Meinung anderer nicht interessiert. Ben hingegen war mir eine Spur zu mysteriös. Der Grund hat sich zwar am Ende aufgeklärt, aber im Laufe der Geschichte hat mich seine Geheimniskrämerei oft sehr genervt. Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte zwischen Erzählung, Blog-Einträgen und Chats hin und her wechselt. Das hat dem Ganzen eine persönlichere Note gegeben. Die Story: Ich mag Dystopien, insbesondere mit jugendlichen Charakteren sehr gerne und die Geschichte hinter „Wir waren hier“ ist insofern etwas Besonderes als dass sie relativ normal ist. Damit meine ich, dass ich mir tatsächlich vorstellen kann, dass die Welt in einigen Jahren so ist, wie in dem Buch beschrieben (und zwar nicht ganz so abgedreht wie in Panem oder dergleichen). Im Prinzip geht es um eine Welt nach dem Krieg in der jugendliche Waisen in Heime abgeschoben werden. Anna ist eine solche Waise und versucht deshalb mit ihrem Freund Ben aus der Großstadt aufs Land zu fliehen. Dabei wird sie geschnappt und in ein Heim gesteckt, wo sie ums Überleben und um ihre Freiheit kämpft. Währenddessen formiert sich in der Stadt der Widerstand. Insgesamt empfinde ich die Geschichte als sehr realistisch und realitätsnah, wenn ich auch einige von Annas Handlungen und Gedanken nicht nachvollziehen kann. Auch hätte ich mir einige Episoden, wie beispielsweise der Versuch der Flucht aus dem Heim spannender und ereignisreicher gewünscht. Oftmals lief dann doch alles einen Ticken zu glatt ab.Fazit: Ich finde die Idee eine sehr realitätsnahe Dystopie zu entwerfen, in die sich jeder hineindenken kann, äußerst gelungen. Auch gefällt mir die skizzierte Geschichte an sich. Jedoch hätte das Ganze aus meiner Sicht noch deutlich spannender dargestellt werden können. Zudem hat mir der betont saloppe Schreibstil nicht gefallen und insbesondere mit der Protagonistin Anna konnte ich nicht viel anfangen. Sie war mir einfach nicht sympathisch. Von mir gibt es drei Punkte und dennoch eine Leseempfehlung.

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  • gut durchdachte Handlungsstränge, die einer guten dystopischen Geschichte wirklich gerecht werden

    Wir waren hier
    his_and_her_books

    his_and_her_books

    16. October 2016 um 11:22

    Zitat:„Oben – kein Dach. Abbruchkante. Rissige Steine.Über uns der eisige Himmel.Das nächste Hausdach. So weit, zu weit.Sie kommen.Sie schreien.Sie sind da.“(S113)Inhalt:Das Jahr 2039. Die Welt wird von Kriegen erschüttert. Für die Menschen geht es täglich ums Überleben. Es fehlt an allem.Mitten im zerbombten Berlin lebt Anna mit ihren Eltern. Essen und Trinken sind knapp, überall patrouilliert das Militär. Ständig sterben Menschen.Irgendwie gelingt es Anna, wieder ins Internet zu kommen und damit weiter an ihrem Blog zu schreiben. Hier trifft sie auf Ben, einem Jungen aus Hamburg. Doch sie muss vorsichtig sein. Im Internet zu sein ist, wie viele andere Sachen auch, verboten und gefährlich. Die Webpolizei kann einen jederzeit erwischen. Ben kann Anna davon überzeugen, ihn zu treffen.Anna und Ben treffen sich an einem geheimen Ort. Sofort sind sie sich sympathisch. Aber Ben scheint ein Geheimnis zu haben, was Anna misstrauisch werden lässt. Gemeinsam wollen sie dennoch den Weg in ein besseres Leben antreten. Und so beschließen die Jugendlichen, Berlin zu verlassen. Sie wussten, dass an jeder Ecke Gefahr lauern würde. Doch plötzlich werden ihre Befürchtungen real.Meinung:„Wir waren hier“ war ein absoluter Spontankauf. Ich sah das Buch im Regal einer Buchhandlung und konnte nicht daran vorbei. Das Cover zog mich magisch an und der Klappentext hatte es mir sofort angetan. Nachdem die Geschichte dennoch kurze Zeit warten musste, war es nun endlich so weit.Die Idee klang vielversprechend und so stürzte ich mich in die Seiten. Der erste Teil der Geschichte wurde in blogähnlichem Stil geschrieben, was mir grundsätzlich schon einmal gefiel. Allerdings lauerte dabei dann immer die Gefahr, dass sich in einigen Auszügen Längen anbahnten. Dennoch wurde ich neugierig auf die weiteren Entwicklungen.Die Welt, in der die Geschichte spielt, wurde mir einfühlsam und gut beschrieben nahegebracht, wobei keinesfalls Verharmlosungen benutzt wurden. Ich spürte eher sofort, dass ich mich hier in einer Realität wiederfand, die grausam und schrecklich den Tod vieler Menschen verursacht. Von der ersten Seite an stellte sich sodann auch ein ziemlich bedrückendes Lesegefühl ein, das mich bis zur letzten Seite nicht mehr los ließ.Die von Nana Rademacher skizzierte Welt erlebte ich aus der Sicht von Anna in Gegenwarts-Ich-Perspektive. Die Gedanken der Protagonistin waren mir damit immer recht nah. Ab und an konnte ich bei Anna auch emotionale Reaktionen erleben, die beim Lesen jedoch nicht immer spürbar wurden und den Charakter so ein wenig verblassten. Anna ist vom Grunde her selbstlos und gibt alles für die ihr am Herzen liegenden Menschen. Vielleicht lag es gerade an dieser hier extrem stark ausgeprägten Eigenschaft, dass ich ihrem Handeln nicht immer bedingungslos trauen konnte. Doch Anna findet immer wieder ihren Weg, lässt niemandem im Stich. Im Gegenteil, sie opfert sich förmlich auf.Auch wenn der Einstieg für mich nicht gänzlich reibungslos verlief, konnte ich irgendwann nicht mehr von der Geschichte lassen. Gut gesetzte Spannungspunkte verschafften mir einen schönen Lesefluss, auch wenn zwischendurch immer wieder eine ruhigere Gangart zu verzeichnen war. Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt, konnten dadurch eine Prägnanz entwickeln, so dass Verwechslungen ausgeschlossen waren. Meine Erlebnisse in einer vom Krieg verwüsteten und dominierten Welt hinterließen wirklich eine beklemmende Wirkung, angedeutete Grausamkeiten und Vergehen entwickelten entsprechende Emotionen in mir. Zum Ende hin treibt Nana Rademacher den Spannungspegel nochmals sehr hoch, bevor ihre Geschichte mit einem schönen und zufrieden stellenden Ergebnis endet.Urteil:„Wir waren hier“ ist keine actiongeladene Geschichte, sondern punktet eher mit gut durchdachten Handlungssträngen, die einer guten dystopischen Geschichte wirklich gerecht werden. Meine Lesestunden in unserer durchaus denkbaren und erschreckenden Zukunft sind mir deshalb knappe 4 Bücher wert.Für alle, die durch Entbehrungen nicht ihre Kraft verlieren, dabei starken Gegnern standhalten und den Glauben an eine glückliche Zukunft nicht verlieren.©hisandherbooks.de

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  • Gutes Buch, aber zum Teil etwas zu vorhersehbar

    Wir waren hier
    Alexoxena

    Alexoxena

    02. October 2016 um 19:42

    Die 15-Jährige Anna lebt in Berlin im Jahre 2039. Die Stadt wird von einer grausamen Militärregierung regiert und es fehlt den Menschen an allem was wir heutzutage als selbstverständlich ansehen: Strom, im Sommer Wasser und im Winter an warmer Kleidung. Was die ganze Zeit fehlt ist Essen. Doch dann lernt Anna Ben kennen und es ändert sich alles.Nana Rademacher ist mit "Wir waren hier" ein gutes Jugendbuch über das Leben in einer Dystopie gelungen. Es ist spannend und hat  ein paar überraschende Wendungen, aber leider wird das Gefühlsleben der Protagonistin meiner Meinung nach zu wenig beschrieben. Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich das zwar unerwartete, aber doch ein wenig unschlüssige Ende.Alles in allem ist "Wir waren hier" trotz der Kritikpunkte ein sehr lesenswertes Buch

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  • Wir waren hier - eine tolle Dystopie

    Wir waren hier
    NataschaSuennen

    NataschaSuennen

    26. August 2016 um 17:13

    2039: Anna lebt mit ihren Eltern in Berlin in einer kleinen Wohnung. Die Militärregierung lässt die ganze Stadt erzittern, Häuser werden zerbombt, es gibt kaum Strom, wenig Essen, viele sterben... Das einzige, was Anna noch hat, sind ihre heimlichen verschlüsselten Blogeinträge im streng überwachten Netz. Eines Tages lernt sie auf ihrem Blog Ben kennen und erlebt mit ihm eine ganz neue Welt. Doch der Kampf ums Überleben wird immer härter und dann ist da auch noch die Frage, wer Ben wirklich ist. Diese Dystopie ist eine wirklich erschreckend realistische Zukunftsvision, die den Leser sofort in den Bann zieht. Die Geschichte besteht hauptsächlich aus zwei Teilen. Der erste Teil besteht aus Annas Blogeinträgen und im zweiten Teil wird man aus Annas Sicht durch das Buch geführt. Der Anfang zog sich ein bisschen, aber war notwendig, um Annas Gefühle und ihre Welt zu verstehen. Es kommen immer wieder neue Personen dazu, die die Geschichte noch spannender machen. Der Schreibstil, vor allen die Blogeinträge, haben mir wirklich gut gefallen. Ich bin mir nur nicht sicher, was ich von dem Ende halten soll, das mich sehr irritiert, erstaunt und nachdenklich zurückgelassen hat. Ein tolles Buch.

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  • Eine Dystopie mit Hoffnungsschimmer

    Wir waren hier
    ClaudiasBuecherhoehle

    ClaudiasBuecherhoehle

    30. June 2016 um 09:46

    Wir waren hier von Nana Rademachererschienen bei RavensburgerZum InhaltBerlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist. (Quelle: Verlag) Zum BuchAnna hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Sie lässt sich nicht unterkriegen, versucht das Beste in der gegenwärtigen Situation zu sehen. Sie freut sich über die Kleinigkeit, dass sie endlich wieder auf ihrem Blog schreiben kann. Technisch gesehen war dies einige Zeit nicht möglich. Und so ist auch der erste Teil des Buches: es handelt sich um Blogeinträge des Teenagers über 13 Monate hinweg. Natürlich sehr sporadisch, da sie ja nicht von der Staatsmacht entdeckt werden darf. In diesen Einträgen verarbeitet Anna ihre Gefühle und Gedanken zu der zerstörten Welt, die ihr leider zu Füßen liegt. So lernt sie auch Ben kennen. Dieser Junge war für mich etwas durchscheinend und schwer einzuschätzen. Durch die Datumsangaben kann sich der Leser sehr gut in das Berlin im Jahre 2039 hineinversetzen. Manchmal herrscht tagelang zwischen den beiden - durch höhere Gewalt - Funkstille.Es tobt seit mehr als acht Jahren Krieg und Annas Mutter hat sich mit der Zeit immer mehr in sich selbst zurückgezogen. Sie ist für ihre Tochter keinerlei Stütze mehr. Der Vater ist kein Kämpfer und lebt nach der Devise „lieber stillhalten und abwarten“. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es auch keine Militärmacht mehr auf der Welt gibt, aber die Soldaten sind immer noch da. Sie „kümmern sich“ um die Essensrationen, die nicht wirklich satt machen oder verhängen Ausgangssperren. Ein sehr erdrückendes Szenario…Früher ist tot. Genauso wie morgen schon heute tot ist.Seite 19Ging es im ersten Teil relativ ruhig zu, so kommt in Teil 2 wesentlich mehr Bewegung. Teil 1 schildert eher Annas Berichte und Gedanken zu der zerstörten Welt. In Teil 2 jedoch hat sich ihre Situation drastisch geändert, die Blogeinträge sind Geschichte. Ich kann so gar nicht sagen, welcher Teil mir besser gefiel – sie haben jeder für sich etwas Besonderes und wurden nicht langweilig. Auch wenn sich der erste Part etwas mehr in die Länge zog.Ich habe förmlich an jeder Seite geklebt und war daher sehr erstaunt, als das Ende da war. Denn dies kam mir zu abrupt und fiel für meinen Geschmack zu kurz aus. Ebenso der dritte Buchteil, der mehr offenlässt, als mir lieb war. Nana Rademacher hat mit Wir waren hier ein sehr beklemmendes und zugleich realistisch wirkendes Buch geschrieben. Wenn man die politische Lage heutzutage in unserer Welt betrachtet, scheint so ein Weltentwurf leider nicht mehr unmöglich… Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Ich war ganz nah an Protagonistin Anna dran und lief mit ihr durch das zerstörte Berlin 2039/2040. So negativ Annas Gedanken und Erlebnisse auch oft waren, blitzte stets ein kleiner Hoffnungsschimmer hervor, der an eine bessere Welt glauben lässt. Für mich ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.Zum AutorNana Rademacher, geboren 1966, studierte Sozialpädagogik in Bielefeld und arbeitete danach beim NDR in Hamburg als Regieassistentin und Lektorin. Seit 2001 ist sie für den Südwestrundfunk in den Redaktionen Hörspiel, Feuilleton und Musik tätig und lebt derzeit als freie Autorin in Stuttgart. ab 12 Jahren352 SeitenISBN 978-3-473-40139-0Preis: 14,99 Euro© Cover und Zitatrechte liegen beim VerlagAn dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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  • LL rezensiert

    Wir waren hier
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    23. June 2016 um 18:05

    Ich bin ein großer Fan von Dystopien und habe mittlerweile schon einige gelesen. Doch eine Dystopie, die in Deutschland spielt, ist mir selten untergekommen. Deshalb war ich sehr gespannt auf „Wir waren hier“. Das Buch beginnt mit Blogeinträgen von Protagonistin Anna. Sie ist eine der einzigen im Netz und lässt die Erlebnisse am Tag praktisch für sich selber revue passieren. Umso erstaunter ist sie, als sie einen Kommentar unter einem Eintrag entdeckt. Mit Ben, dem Kommentator, wechselt dann auch die Erzählform von Blogposts zu einer richtigen Erzählung. Die Idee, die Geschichte mit Blogeinträgen zu beginnen, finde ich nicht schlecht. Der Leser war dadurch nah an Anna dran, doch das war auch schon der einzige positive Punkt, den ich bei dem Buch an diesem Stil finde. Denn ansonsten war der 1. Teil vor allem von einem hölzernen Schreibstil geprägt – und von vielen Fragen, die sich allerdings die ganze Geschichte durchzogen. Zum Beispiel hat mich brennend interessiert, was denn mit Berlin bzw. der Welt geschehen ist, dass jetzt so eine Notsituation herrscht… Wage Antworten wurden gegeben, doch konkret wurde nichts. Auch der Rest der Geschichte blieb oberflächlich und obwohl der Schreibstil im 2. Teil der Geschichte flüssiger war, kam ich nicht mehr in das Geschehen hinein. Genervt haben mich auch Ausdrücke wie „finalbescheuert“ – welcher Jugendliche sagt denn so etwas?! Teilweise hat sich die Handlung auch so gezogen und am Ende ging dann alles Schlag auf Schlag und wurde auf gefühlten zwei Seiten heruntergeschrieben. Anna selbst wird nicht mein Lieblingscharakter werden, war aber ganz nett. Vor allem konnte ich aber nicht nachvollziehen, was sie an Ben so fasziniert. Positiv an der Geschichte waren allerdings das Setting und die Beschreibungen der Umwelt, beide waren realitätsnah und detailgetreu.

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  • Realistischer und packender Anfang, leider aber ein schwaches Ende

    Wir waren hier
    Buecherdrache-Hannah

    Buecherdrache-Hannah

    17. June 2016 um 13:25

    Dieses Buch hat mich überrascht, da es meine Erwartungen weit übertroffen hat! Besonders der Anfang des Buches ist sehr realistisch und hat mich oft schockiert, da die Autorin, beziehungsweise Anna, aus deren Sicht das Buch geschrieben wird, ohne Schnickschnack berichtet, was passiert ist.Die erste Hälfte des Buches wird in Form von Blogposts (was mir sehr gefallen hat ;D), die zweite Hälfte wie ein normales Buch erzählt. Obwohl es nicht sehr spannend war, war ich doch gefesselt, da mich Annas Schicksal sehr interessiert hat und die Geschichte mich einfach in ihren Bann gezogen hat. Leider fand ich den zweiten Teil des Buches ein bisschen unrealistisch, da es im Gegensatz zum Anfang irgendwie ausschweifender ist. Auch das Ende hat nicht so wirklich gepasst... Es ist schade, das der direkte und ungeschönte Schreibstil nicht beibehalten wurde, denn dadurch wurde die Zukunftsvision erst so richtig real. Die Autorin hätte einfach so weitermachen sollen, stattdessen will sie unbedingt auf ein Happy End hinaus, das aber einfach nicht in die Geschichte passt.Trotzdem hat mir das Buch gefallen, da es eine Abwechslung zu den üblichen Dystopie-Büchern war und auch sehr spannend.

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  • Tolles Setting, aber kaum Spannung

    Wir waren hier
    Jisbon

    Jisbon

    07. June 2016 um 23:39

    Auf "Wir waren hier" bin ich zuerst durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, aber auch die Inhaltsangabe hat meine Neugierde geweckt. Dystopien sind nicht mein bevorzugtes Genre, aber hin und wieder lese ich sie gerne. Da diese hier in Deutschland spielt - in einer ziemlich nahen Zukunft - war ich besonders interessiert und gespannt auf die Geschichte. "Wir waren hier" ist dreigeteilt. Der erste Teil besteht aus Einträgen aus Annas (theoretisch illegalem) Blog, der zweite ist eine normale Erzählung in mehreren Kapiteln und der dritte Teil besteht einfach nur aus einer Seite, die ich persönlich überflüssig fand. Gerade das erste Drittel hat mir sehr gut gefallen. Durch die Blogeinträge haben wir einiges über Annas Leben und die schrecklichen Zustände, die in Berlin herrschen, erfahren, wodurch ich schnell ein Gefühl für diese vertraute und doch so fremde Welt bekommen habe. Die Rede ist von Essensrationen, Soldaten, die alles kontrollieren, einer Web-Polizei, Aufständen, Krankheit, Hunger und Tod. Das Bild, das die Autorin hier zeichnet, ist ziemlich düster und beklemmend und es ist ihr gut gelungen, Annas Situation realistisch darzustellen. Anna war für mich eine überzeugende Protagonistin. Sie scheint ein recht typischer Teenager zu sein, ist aber von dem Leben in einem zerstörten Zuhause abgehärtet und auch irgendwie kalt. Dadurch, dass wir am Anfang ihren Blog lesen und die Ereignisse später aus der Ich-Perspektive erzählt werden, lernen wir sie relativ gut kennen und es war interessant zu lesen, wie sie immer weiterkämpft und sich nicht unterkriegen lässt, egal was passiert. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht mit ihr mitfühlen konnte, was vermutlich daran liegt, dass alles ziemlich emotionslos geschildert ist. Selbst für Anna brenzlige Situationen konnten mich deshalb nicht fesseln oder berühren. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Rademacher schwammig bleibt, wenn es um die geschichtlichen Hintergründe geht, die zur Situation in ihrem Buch geführt haben. Sie erwähnt Ressourcen- und Bürgerkriege, geht aber nicht wirklich auf die genauen Umstände ein, da ihre Ich-Erzählerin vollkommen ahnungslos ist. Es wird angedeutet, dass die aktuelle Lage (2016) eine nicht unwichtige Rolle spielt, aber ich hätte gerne mehr gewusst. Davon abgesehen hat mir "Wir waren hier" aber gut gefallen. Rademacher hat ihre dystopische Welt gut aufgebaut und auch überzeugend düster dargestellt, dazu kommt eine recht sympathische Protagonistin. Leider hatte ich aufgrund der Erzählart Probleme, mit den Figuren mitzufühlen, aber dennoch war ich durchaus am Ausgang der Geschichte interessiert. 3,5/5 Sternen

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  • Wir waren hier

    Wir waren hier
    mysticcat

    mysticcat

    30. May 2016 um 21:27

    Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten - vielen Dank dafür! Qualität und Aufmachung: Nach einmaligem vorischtigen Lesen ist der Buchrücken leider etwas schief geworden und somit kein Schmuckstück mehr fürs Bücherregal. Bei dem günstigen Preis für ein Hardcover waren aber irgendwo Schwächen zu erwarten. Das Buch hat auch unter dem Papierschutzumschlag das gleiche Cover wie auf dem Umschlag - und das ist gut so. Für die Umwelt mag ja das Papier besser sein, aber dadurch wird der Umschlag anfällig für Feuchtigkeit und Schmutz und kann nicht abgewischt werden - gerade bei der Zielgruppe Jugendliche mitunter ein Problem und schade, denn hier hätte mit einfachen Mitteln mehr getan werden können. Der Papiereinband bekommt schon auf der Kante die ersten unschönen Stellen - und das, obwoh ich sehr pfleglich mit diesem Buch umgegangen bin. Die Papierqualität überzeugt - das Umblättern fällt, auch bei Wind, leicht. Worum geht es? Das Buch beginnt am 13. Oktober 2039 mit einem Blogbeitrag der 15-jährigen Anna, die Handlung spielt in Berlin. Es herrscht Bürgerkrieg, nach anderen Kriegen, Anna kann sich kaum an eine friedliche Zeit erinnern, auch das gemeinsame Einkaufen mit den Eltern im Supermarkt liegt lange zurück. Das Internet wird kontrolliert und ist kaum erreichbar, denn Strom gibt es nur noch selten und auch Nahrungsmittel werden knapp. Anna lebt in einer zerbombten Wohnung, wann das nächste Essen ausgegeben wird ist unklar und Lage sowie Aussicht sind trostlos. Über ihren Webblog lernt sie einen Burschen kennen - und möchte mit ihm gemeinsam ums Überleben und eine bessere Zukunft kämpfen. Meine Meinung: Distopien stehen hoch im Kurs - erst im letzten Jahr ist das Buch "Young World - die Gangs von New York" erschienen, das auch aus der Perspektive von Jugendlichen erzählt wird, und die Stadt (Welt), wie wir sie kennen, ist zusammengebrochen. Im Gegensatz zu Young World konnte mich "Wir waren hier" wirklich überzeugen - ich konnte nicht aufhören zu lesen, und das, obwohl ich gar nicht weiß, was ich spannend fand. In Anna konnte ich mich schwer hineinversetzen, aber ihre Geschichte mitzuverfolgen fand ich sehr interessant. Ich finde auch die verschiedenen Gesellschaftsveränderungen, die in diesem Buch beschrieben werden, spannend und nachvollziehbar. In Berlin herrscht eine Militärdiktatur, wie wir sie momentan nur aus anderen Teilen der Welt kennen. Die Gründe, die für die aussichtslose Lage genannt werden, sind unterschiedlich und Anna ist etwas orientierungslos, denn so gut versteht sie sich nicht in Politik und politschen Verstrickungen. Die Wendungen im Buch haben gut gepasst und nicht konstruiert gewirkt, auch der Zeitrahmen war mit 2039 vorstellbar nahe und doch noch ausreichend weit entfernt, um Zeit und Raum für verschiedene Entwicklungen zu haben. Um die Handlung nicht zu spoilern, möchte ich auf keine Details des Buches eingehen. Nur zusammenfassend, dass dieses Jugendbuch sicher auch noch anderen Erwachsenen gefallen wird - und ich mir gut vorstellen kann, dass es auch bei der eigentlichen Zielgruppe gut ankommt, denn die Sprache ist auch für Jugendliche einfach genug.

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  • Spannende deutsche Dystopie aus Berlin!

    Wir waren hier
    Meiky

    Meiky

    09. May 2016 um 13:39

    Wir waren hier ist meine erste deutsche Dystopie und ich bin von der erschaffenen Welt wirklich begeistert. Die Szenerie des Buches wirkt gerade zur jetzigen Zeit nicht mehr weit entfernt und das ist wirklich erschreckend. Das Buch wird aus der Sicht von Anna erzählt. Anfangs lernen wir sie und ihre Welt durch Einträge ihres Blogs kennen. Anna ist 15 und lebt mit ihren Eltern in Berlin. Die Häuser sind zerbombt und die meisten Nachbarn und Freunde tot oder geflüchtet. Es herrscht eine Militärregierung und die Bevölkerung hungert und friert. Strom, Heizung, Internet sind alle nur selten verfügbar. Anna ist ein sehr mutiges und selbstständiges Mädchen. Sie tüftelt gerne und will sich der Regierung nicht unterwerfen. Als sie Ben kennenlernt, wird sie immer selbstständiger und nimmt ihr Leben selbst in die Hand.  Die Blogeinträge haben mir sehr gut gefallen. Man lernt die Welt so sehr gut und genau kennen. Man erfährt Annas Sorgen und Gedanken, was im zweiten Teil der Geschichte geringer ist. Der zweite Teil besteht aus einer gewohnten Erzählweise. Die Geschichte ist dadurch aber nicht weniger spannend. Anna muss sich vielen heiklen Situationen stellen und sieht sich vielen Gefahren gegenüber.  Die Geschichte wird sehr gut aufgebaut. Man versteht die Probleme dieser Zeit und die Gefahren. Man lernt Anna sehr gut kennen und fiebert mit ihr mit. Leider lässt der sorgfältige Aufbau kurz vor Ende nach. Das Ende ist etwas verwirrend und mir zu kurz gehalten. Gerade, weil das Buch in sich abgeschlossen ist, ist das sehr schade. Mir hätte es an dieser Stelle etwas detaillierter sein können. Aber nach der ersten Verwirrung finde ich das Ende sehr cool gewählt. Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes! Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, aber ich denke das Buch ist auch eher für eine jüngere Generation gedacht. Für mich ließ sich das Buch sehr schnell lesen. Auch die Gestaltung des Buches gefällt mir wirklich sehr gut. Das Cover ist sehr ansprechend und passend (auch wenn der Fernsehturm laut Geschichte nicht mehr steht - auf dem Cover aber vorhanden ist..). Alles in allem hat mir Das Buch wirklich sehr gut gefallen!

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  • Das Leben im Jahr 2039

    Wir waren hier
    KatjaZuz

    KatjaZuz

    28. April 2016 um 07:17

    Die Stuttgarter Autorin Nana Rademacher hatte schon vor "Wir waren hier" Berührungspunkte mit der Literatur - zuletzt in der Redaktion des Südwestrundfunks. Die ursprünglich studierte Sozialpädagogin hat mit "Wir waren hier" einen Jugendroman geschaffen, der zum Nachdenken einlädt. Berlin im Jahr 1939: Es herrscht Krieg. Angst und Zerstörung fegen durch die Straßen, die Menschen leiden Hunger und Durst und fürchten sich vor dem eisigen Winter, der das Überleben zunehmend erschwert. Und mitten drin ist die 15-jährige Anna, die mit ihren Eltern in einer Berliner Wohnung lebt. Anna hat eine Möglichkeit gefunden, ihren Blog weiter zu betreiben - obwohl Internet nicht mehr selbstverständlich ist und die freie Meinungsäußerung im Netz schnell zur Verhaftung führen kann. Und dennoch ist Anna nicht allein im Netz. Schnell greift der Hamburger Ben das Gespräch im Blog mit auf. Und Anna durchlebt eine Zeit, in der sie für ihre Zukunft kämpft - für das Leben und die Liebe. "Wir waren hier" startet nicht mit einer langen Erklärung, um in die Handlung einzuführen, sondern direkt mit dem ersten Blogpost, den Anna nach zwei Jahren endlich wieder ins Netz stellen kann. Nana Rademacher sorgt für einen freundlichen Lesefluss. Sie verzichtet auf hochtrabende Beschreibungen und schmückt ihre Zeilen nicht unnötig aus. Der Text lässt sich dadurch gut lesen und man kann der Handlung leicht folgen. Das Besondere an dem Buch ist die Idee selbst. Auch wenn das Jahr 2039 weit entfernt scheint, ist doch nicht allzu fern. Krieg und Zerstörung herrschen bereits in unserer heutigen Zeit – und daher ist die Vorstellung, dass ein Krieg (erneut) direkt vor unserer Haustüre ausbrechen kann, leider nicht völlig abwegig. Daher wirkt die Story von Nana Rademacher realistisch und lädt den Leser ein, die Gedanken um die nahe Zukunft und ihre Entwicklung kreisen zu lassen. Alles in Allem ein gelungenes Werk der Stuttgarter Autorin, das sich nicht nur für Jugendliche eignet, sondern durchaus auch Erwachsene ansprechen kann.

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