Nana la Chatte Der Raubritter Teil II: - Die goldenen Sporen

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Inhaltsangabe zu „Der Raubritter Teil II: - Die goldenen Sporen“ von Nana la Chatte

Im zweiten Teil des Raubritter-Romans sprühen nur so die Funken! Schon auf der Reise zum Kloster Lorsch erleben Max Heinrich und sein Freund Ottfried Aufregendes. So erfahren sie, wie ihr Herr einer hübschen aber geldgierigen Wirtin das richtige Zählen beibringt. Oder wie es bei den Antoniter-Mönchen zugeht, welche als einzige das Geheimnis kennen, Menschen von der schrecklichen Krankheit des Antonius-Feuers zu heilen. Angekommen im Reichskloster, wartet dort bereits der Scheiterhaufen auf eine junge Hexe, die versucht hat, ihren Inquisitor zu verführen. Kann Max Heinrich die Unglückliche noch retten? Währenddessen geht der lüsterne Abt nachts seinen unsagbaren Neigungen nach. Schließlich prallen die Schwerter im heftigen Kampfgetümmel aufeinander, als Max Heinrichs Gönner, Kaiser Friedrich Barbarossa, mit einer Finte die Burg des Königs von Polanien einnehmen will. Und endlich erfährt unser Held auch, wer sein wahrer Vater ist. Leseprobe Der schaurige Kerker wurde von zwei Fackeln in ein flackerndes Licht getaucht. Ein wahrhaftig höllisches Szenario bot sich dem Auge. Das Verlies war eng und lag so tief, dass kein Zugang für Tageslicht und frische Luft bestand. Es stank bestialisch nach abgestandener Luft, Angstschweiß und Exkrementen. In einem sackartigen Büßerhemd auf einem Haufen Stroh, den man achtlos in einer Ecke aufgeschichtet hatte, lag das Mädchen. Sie war mit einem Arm an eine eiserne Kette gefesselt, die mit einem schweren, soliden Ring am Mauerwerk befestigt war. Aber auch wenn die Kette nicht gewesen wäre – wie hätte sie ihrem Kerker entkommen sollen? Es war ein weiteres Element der Erniedrigung, aber nichts gegen das Grauen, dem sie entgegen sah. Sie lag wach und mit weit aufgerissenen Augen auf dem schmachvollen Strohlager, zusammengerollt wie ein Kind im Mutterleib. Als sie das Zufallen der Tür vernahm und sah, wer hereingekommen war, krabbelte sie auf allen Vieren in den äußersten Winkel des Strohlagers und krallte sich an den kalten, feuchten Steinen fest. Ihre Finger waren zerschunden und voll von getrocknetem Blut. „Nicht jetzt schon“, heulte sie in rasender Angst. „Nicht jetzt schon. Bitte.“ Und sie begann ein trockenes, steinerweichendes Schluchzen. Mit zwei Schritten war Jerome bei ihr und umarmte sie. Doch sie schien die Zärtlichkeit der Geste nicht wahrzunehmen. Ihr geschundener Leib, der nicht nur an den Füßen Brandmale aufwies, welche die rohen Folterknechte ihr auf seinen Befehl zugefügt hatten, spürte nur den heftigen Schmerz, der durch diese Berührung ausgelöst wurde. „Katharina“, flüsterte Jerome, „hab keine Angst. Ich bin da. Ich werde dich retten“. Doch sie missverstand die Worte und versuchte verzweifelt, ihn mit den Beinen wegzustoßen. Glaubte, er würde von ihrer himmlischen Rettung durch die reinigende Kraft des Feuers sprechen, so, wie er es ihr in strengem Ton auseinandergesetzt hatte, nachdem das unnachgiebige Urteil gefallen war. Er bemerkte seinen Fehler und setzte noch leiser hinzu. „Ich werde dich vor dem Scheiterhaufen retten. Du wirst leben. Wir werden fliehen. Hast du das verstanden?“ Sie hielt in ihren Bewegungen eines verzweifelt zappelnden Käfers inne und starrte ihn verständnislos aus Augen an, die schwarz in ihren tiefen Höhlen lagen und längst keine Tränen mehr hatten zum Weinen. Was sagte er da? Träumte sie? Er nahm den kleinen Schlüssel, den der Büttel ihm ausgehändigt hatte, und öffnete das Schloss der Kette. Sie fiel mit einem dumpfen Klirren in das Stroh. Nun begriff sie wirklich, und sie drückte sich plötzlich an ihn wie ein verängstigtes Kind, das im letzten Moment vor einer schrecklichen Gefahr gerettet wird und sich vor Glück nicht fassen kann. Es sah sie an. Sie sah entsetzlich aus, bleich wie der Tod, übersät mit Wunden, deren Blutungen bereits stellenweise durch das raue Hemd gedrungen waren. Ihr blondes Haar war stumpf und fast ebenso schmutzig wie das Stroh, auf dem sie lag.
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