Nanae Aoyama Eigenwetter

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Inhaltsangabe zu „Eigenwetter“ von Nanae Aoyama

Chizu ist zwanzig. Ihr Leben scheint ihr sinnlos und leer. Studieren will sie nicht. Als ihre Mutter einen Job in China annimmt, geht sie nach Tokyo und zieht bei der einundsiebzigjährigen Ginko ein, einer entfernten Verwandten. Doch die alte Frau hat keineswegs, wie Chizu glaubt, nur noch den Tod vor Augen. Sie ist lebenslustig und auf ihre Art weise. Ein Jahr des Zusammenlebens beginnt, ein bisschen boshaft, ein bisschen unsicher. Man siezt sich, man duzt sich. Und fängt an, sich zu verstehen.

Vielschichtiger Roman, poetisch und realistisch zugleich

— Vorleser2

Ein ruhiger Roman über die Andersartigkeiten der Generationen - für Leser von japanischer Literatur ein Muss!

— Nespavanje

Kurzweilig, filmartig und mit einem ganz eigenen Reiz.

— MitAussicht

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  • Alt und Jung in Japan

    Eigenwetter

    Vorleser2

    11. January 2018 um 16:17

    Mit Eigenwetter eröffnete sich mir eine ferne Welt. Wenn die junge Chizu Minka surume (getrockneten Tintenfisch) schneidet, kinski (geröstetes Sojabohnenmehl) verwendet oder es warabi-mochi (Würfelgelee) gibt. Oder die ungewohnten Ortsnamen Ikebukuro, Shinjuku, oder der Bahnhof Sasazuka. Aber Jintan-Kräuterpillen sind eben auch nur Kräutertabletten und die 21 jährige Chizu, ein kluges, etwas verlorenes Mädchen auf der Suche nach Liebe, Geborgenheit, einer Zukunft und vor allem nach sich selber... Mehr zur Geschichte bei www.dievorleser.blogspot.de

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  • Japanisches coming of age

    Eigenwetter

    Nespavanje

    01. October 2017 um 18:01

    In Eigenwetter begleiten wir Chizu, eine junge und unabhängige Frau, die nach der Scheidung der Eltern nicht mit der Mutter nach China geht, sondern in Tokio bleibt. Hier kommt sie bei Ginko, einer weit entfernt verwandten und alten Frau unter. Chizu scheint sich für nichts zu interessieren, sie hat keine Freunde, keine Hobbies und keinen Plan für die Zukunft. Ginko ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt, trotz ihres betagten Alters, sprüht sie vor Lebendigkeit und genießt das Leben auf ihre Weise. Nanae Aoyama präsentiert mit dem Roman - Eigenwetter - eine ruhige und unaufgeregte Erzählung, die mich ein wenig an Fuminori Nakamuras - Der Dieb - erinnert hat. Vorallem der ähnliche Stil, der ohne lange und verschachtelte Sätze auskommt, hat mir gefallen. Inhaltlich sind sie eher konträr: Das eine ist ein unkonventioneller Thriller und das andere ein unkonventioneller Comig of Age Roman. Wahrscheinlich trägt auch die Protagonistin Chizu einiges dazu bei, denn sie ist keine sehr sympathische Frau. Für eine gut erzählte Geschichte ist aber der Charakter der Hauptprotagonistin ohnehin zweitrangig. Mit diesem Roman hat Nanae Aoyama den Akutagawa Literaturpreis gewonnen, der als bedeutendste Auszeichnung für japanisch sprachige Autoren gilt und bis auf ein paar Ausnahmen seit 1935 halbjährlich vergeben wird. Vergleichbar wäre die Auszeichnung in etwa mit dem Prix Goncourt für die französische Literatur. Hauptexport der japanischen Literatur ist wohl Haruki Murakami und daneben gibt es eine Reihe von weiteren Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die mir es angetan haben: Banana Yoshimoto, der oben bereits genannte Fuminori Nakamura und Ruth Ozeki. Es gibt wohl noch viele mehr und diese sind nur ein Bruchteil derer, die auch ins Deutsche übersetzt worden sind. Hoffentlich gibt es von Nanae Aoyama bald mehr auf Deutsch, denn ihre Werke werden bestimmt weiterhin einen Weg in mein Bücherregal finden.

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