Nancy Butler

 3.1 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Pride and Prejudice, Sense & Sensibility und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Pride and Prejudice" von Nancy Butler

Wenn illustrierte Klassiker-Adaptionen in die Hose gehen
Ambermoonvor 5 Monaten

Tailored from the adored Jane Austen classic, Marvel Comics is proud to present PRIDE AND PREJUDICE! Two-time Rita Award-Winner Nancy Butler and fan-favorite Hugo Petrus fathfully adapt the whimsical tale ofLizzy Bennet and her loveable-if-eccentric family, as they navigate through tricky British social circles. Will Lizzy's father manage to marry off his five daughters, despite his wife's incessant nagging? And will Lizzy's beautiful sister Jane marry the handsome, wealthy Mr. Bingley, or will his brooding friend Mr. Darcy stand between their happiness?... (Klappentext)

ღღღღღ

In der Einführung erklärt die Autorin, dass sie diesen Klassiker aufgrund dessen im Comic-Format adaptiert hat, da nur Jungs und Männer in Comicläden fündig werden und deswegen fast keine Mädchen diese Läden betreten. Alle Comics wären fast ausschließlich für das männliche Geschlecht geeignet.

"'Treasur Island' and 'Man in the Iron Mask' are great books, but they are boy books."

Also bei diesem Satz zog sich meine rechte Augenbraue ganz von selbst in die Höhe und in Gedanken warf ich noch ein "Das habe ich jetzt nicht wirklich gelesen" hinterher. Nancy Butler konzentrierte sich dabei zwar nur auf die Klassik-Adaptionen von Marvel, aber Mädchen, bzw. Frauen, lesen trotzdem nicht nur Comics, wenn darin eine kitschige Liebesgeschichte oder Glitter furzende Einhörner darin vorkommen. Wir Frauen lesen, welch Überraschung, ebenso "Boy Books", genauso wie auch das männliche Geschlecht gefühlsbetonte "Girl Books" lesen. Ebenso kann ich ihr nicht beipflichten, dass sich nur Jungs in Comicläden rumtreiben und schon gar nicht aus dem Grund weil in diesen nur "Boy Books" angeboten werden.
Aufgrund dieser geschlechtsspezifischen Differenzierung hatte ich von der Autorin dann natürlich eine gewisse persönliche Meinung, die ich jetzt lieber nicht näher erörtern möchte. Bevor ich mich dann dem Comic selbst widmete also paar Mal tief durchgeatmet und den etwas herben Beigeschmack verdrängt, denn als Liebhaberin der Jane Austen-Romane, habe ich mich auf diese ungewöhnliche Adaption schon sehr gefreut.

Tja, leider wurde diese Vorfreude relativ rasch im Keim erstickt, denn dieser Comic ist wirklich, wie soll ich sagen..., teeniehaft. Natürlich wurde der Klassiker drastisch gekürzt, etwas anderes habe ich mir bei 120 Seiten auch gar nicht erwartet, aber leider wurde an den falschen Stellen gekürzt, sodass der typische Flair des Jane Austen-Romans gänzlich verloren ging. Lizzy ist hier nicht die junge Frau mit frechem Mundwerk und schwarzen Humor, sondern wirkt hier eher wie eine unsympathische, arrogante Bit** (sorry für die Wortwahl, aber anders kann man sie hier nicht beschreiben). Auch die weiteren Charaktere haben nicht das, was sie im Roman von Jane Austen haben.

Es sind durchaus Zitate aus dem Roman enthalten, die Sprache selbst wurde jedoch stark modernisiert. Was mich jedoch am meisten störte (neben der Bitch Lizzy), waren die Zeichnungen. Diese erinnerten mich stark an die "Wendy"-Comics (ich glaube so hießen diese Pferde-Comics?) und konnten somit auch in der Hinsicht nicht die gewünschte Atmosphäre einfangen. Des Weiteren sahen alle Charaktere irgendwie gleich aus, wenn sie nicht unterschiedliche Frisuren gehabt hätten.
Ich hatte also permanent das Gefühl einen Teenie-Comic zu lesen und nicht die Adaption eines Klassikers aus dem frühen 19. Jahrhundert. Meine Erwartungen waren für diesen Comic mit Sicherheit viel  zu hoch geschraubt, dementsprechend tief fielen diese dann.

Die Aufmachung selbst ist durchaus hochwertig und ohne den Schutzumschlag gefällt mir dieses HC fast besser. Lederoptik mit eingestanzten Lettern in Grün-Metallic. Das hat schon was.

Fazit:
Jane Austen-Liebhaber kann ich von dieser Comic-Adaption nur abraten. Junge Mädchen/Jungs könnten diesem Comic aber durchaus etwas abgewinnen. Vor allem, wenn sie kurz in diesen Klassiker reinschnuppern wollen. Für mehr eignet sich dieser leider nicht und mehr will ich dazu auch nicht sagen.

© Pink Anemone (mit Bilder und Autoren-Info)

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Rezension zu "Pride and Prejudice" von Nancy Butler

Rezension zu "Pride and Prejudice" von Nancy Butler
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Wer kennt nicht Jane Austens Geschichte um Lizzy Bennet und Mr. Darcy? Nancy Butler und Hugo Petrus haben "Stolz und Vorurteil" für Marvel als Comic adaptiert. Nancy Butler die Story und Hugo Petrus die Zeichnungen.

19. Jahrhundert, England: Lizzy Bennet ist eine von fünf Töchtern aus nicht ganz so betuchtem Haus. Ihre Mutter möchte nichts lieber, als dass ihre fünf Töchter reiche Ehemänner bekommen. Als schließlich ein reicher junger Herr in ein Haus in der Gegend zieht, wittert sie die Chance für eine ihrer Töchter. Doch einige Männer mischen plötzlich das Leben der Bennets auf: Mr. Bingley, Mr. Wickham, Mr. Darcy und Mr. Collins. Mitten drin Lizzy, die sich den Konventionen der Zeit nicht beugen möchte und nur aus Liebe heiraten möchte. Außerdem kann sie Mr. Darcy überhaupt nicht leiden - oder vielleicht doch?

Ich muss gestehen, dass ich enttäuscht bin.

"Dieser Comic ist ein Muss für jeden "Stolz und Vorurteil" Fan!", habe ich mir immer und immer wieder sagen lassen. Deshalb hab ich mir ihn zum Geburtstag gewünscht.

Die Cover-Gestaltung ist wirklich total schön! Auch die Aufmachung wie eine Zeitschrift passt richtig gut und finde ich auch ganz witzig. Am Ende des Comics befinden sich noch einige weitere solcher Plakate.

Die Textadaption von Nancy Butler finde ich auch recht gelungen, diese möchte ich auch gar nicht weiter kritisieren. Wer Jane Austens "Stolz und Vorurteil" kennt, der wird es auch in der Adaption von Miss Butler sofort wiederfinden.

Vielmehr gestört hat mich die zeichnerische Umsetzung von Hugo Petrus, einem spanischen Comiczeichner, der bereits vorher für Marvel Romane in Comics umgesetzt hat. Man merkt deutlich, dass sich Mr. Petrus an der BBC Verfilmung, sowie an der Verfilmung mit Keira Knightley orientiert hat. Einerseits ist es erkennbar an den Charakteren (mehr oder weniger), andererseits einfach an Szenen, die man aus den Verfilmungen genauso kennt.
Mein Fall waren die Zeichnungen nicht. Vielleicht bin ich auch zu sehr von japanischen Mangazeichnungen beeinflusst, aber mir ist dieser Comiczeichenstil einfach zu hart. Es ist ähnlich, wie bei amerikanischen Comics generell. Ich vermisse die Weichheit und damit geht für mich auch die Romantik der Geschichte völlig verloren.

Es ist wirklich schade, da "Stolz und Vorurteil" wirklich eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten ist und ich habe gehofft, dass der Comic nun ein echtes Schmuckstück sein wird. Äußerlich ja, was den Text angeht ebenfalls, aber was bei einem Comic nun mal im Vordergrund steht, sind die Zeichnungen, und die gefallen mir hier überhaupt nicht.

Es fällt mir echt schwer, dass ich diesem Comic keine gute Bewertung geben kann. Die 2,5 Sterne, die ich vergebe, gebe ich für Text und Aufmachung des Comics. Die andere und wesentlichere Hälfte ist leider, in meinen Augen, nicht so gelungen.

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