Nancy Mitford

 3.8 Sterne bei 47 Bewertungen
Autorin von Englische Liebschaften, Liebe unter kaltem Himmel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nancy Mitford

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Nancy MitfordEnglische Liebschaften
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Englische Liebschaften
Englische Liebschaften
 (18)
Erschienen am 18.11.2016
Nancy MitfordLiebe unter kaltem Himmel
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Liebe unter kaltem Himmel
Liebe unter kaltem Himmel
 (10)
Erschienen am 16.06.2014
Nancy MitfordLandpartie mit drei Damen
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Landpartie mit drei Damen
Landpartie mit drei Damen
 (7)
Erschienen am 28.10.2011
Nancy MitfordBöse Gedanken einer Englischen Lady
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Böse Gedanken einer Englischen Lady
Böse Gedanken einer Englischen Lady
 (2)
Erschienen am 01.01.1996
Nancy MitfordLiebe eisgekühlt. rororo 92
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Liebe eisgekühlt. rororo 92
Liebe eisgekühlt. rororo 92
 (1)
Erschienen am 01.09.1953
Nancy MitfordAlfred darf's nicht wissen
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Alfred darf's nicht wissen
Alfred darf's nicht wissen
 (1)
Erschienen am 01.01.1962
Nancy MitfordLandpartie mit drei Damen (Nancy Mitford - Meisterwerke neu aufgelegt)
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Landpartie mit drei Damen (Nancy Mitford - Meisterwerke neu aufgelegt)
Nancy MitfordEin Segen für die Liebe
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Ein Segen für die Liebe
Ein Segen für die Liebe
 (3)
Erschienen am 01.07.1998

Neue Rezensionen zu Nancy Mitford

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Norskehexs avatar

Rezension zu "Liebe unter kaltem Himmel" von Nancy Mitford

Liebe unter kaltem Himmel
Norskehexvor 4 Jahren

Erzählt wird Liebe unter kaltem Himmel von Fanny, einer jungen Dame aus gehobenerem Landadel, die irgendwie im weitesten Sinne mit fast allen vorkommenden Personen verwandt ist, selbst aber aus schwierigen Verhältnissen kommt (Vater taucht nur ab und zu in ihrem Leben auf, Mutter wird "Hopse" genannt, weil sie von einem Mann zum nächsten hopst, und so wird Fanny von Tante und Onkel aufgezogen). Fanny und Polly, die Tochter von Lady und Lord Montdore und auch irgendwie mit Fanny verwandt, sind im Debütantinnenalter und vorallem Polly muss einen Debütantinnenball nach dem anderen über sich ergehen lassen, denn sie ist das schönste Mädchen der Gegend. Alles was die Mutter will, ist eine standesgemäße Heirat für die wunderschöne Polly, die natürlich auch noch unfassbar reich ist. Nur das Schloss Hampton, der Stammsitz der Familie Montdore, den darf sie aufgrund von irgendwelchen Erbregeln nicht bekommen. Der geht an den letzten männlichen Erben, der - oh Schreck - gar kein richtiger Engländer ist, sondern in Kanada geboren wurde, über den man aber sonst nichts weiß. 

Polly ist völlig distanziert zur Welt und auch zu den Männern, die ihr die Mutter als passend präsentiert und will sich mit keinem auch nur unterhalten. Während die Mutter immer frustrierter wird, weil Polly keiner gut genug scheint und sie sich nicht mal wenigstens unglücklich verlieben will, hat Polly schon längst ihre Wahl getroffen. Sie will Boy heiraten - pikanterweise der Ex-Liebhaber ihrer Mutter und ihr Onkel. Kurz nach dem Tod ihrer Tante Patricia beschließt Polly ihren Onkel zu heiraten, der ist nicht wirklich davon überzeugt, aber willigt ein. Aus Stolz, dass er alter Knacker noch eine so schöne junge Frau bekommt. Doch die Heirat bedeutet, dass Polly enterbt wird und das Einkommen von Boy reicht nicht aus in England standesgemäß zu leben, weshalb die beiden ins Ausland ziehen müssen, wo es Polly gar nicht gefällt. Während ihre Mutter ab sofort verdrängt, dass sie eine Tochter hat, geht die Suche nach dem männlichen Erben los, den man schließlich in Paris (wie kann er nur, wo er doch Engländer ist!) ausfindig macht und einlädt aufs Schloss. Aus gedachten 2 Wochen Aufenthalt wird einer für immer, denn Cedric verzaubert Lady Montdore völlig und wird der strahlende Mittelpunkt der High Society. Fanny ist währenddessen die angesehene Frau eines Oxford-Professors geworden und in ihrem gemütlichen Haus laufen eigentlich alle Fäden zusammen.


Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Es ist flüssig zu lesen und hat herrlich bissige und witzige Konversationen, die teilweise mit wenigen Worten die Personen entlarven. Fanny zeigt in ihrer Erzählung die Dekadenz und auch die Langeweile der Figuren auf. Der Autorin gelingt es die Figuren großartig zu zeichnen, so dass man jeden vor sich sehen kann. Man kann sich richtig vorstellen, wie sie zuhause über den Skandal von Pollys Hochzeit tratschen und sich freuen, dass die arrogante Lady Montdore mal eins ausgewischt bekommen haben. Oder wie sie tuscheln, als Cedric auftaucht und er jeden, auch seine hartnäckigsten Kritiker, verzaubert. Fanny erzählt als Beteiligte trotzdem ein breites Spektrum der Ereignisse, weil ihr immer wieder von anderen Personen andere Sichtweisen berichtet werden. Auf dem Cover ist nur eine Zeichnung von Cedric zu sehen, ganz dandymäßig im Jacket, mit Brille und Zigarette. Das Buch endet ganz leise, mit Andeutungen und einem recht offenen Schluss, aber trotzdem wird man nicht in der Luft hängen gelassen, denn irgendwie hat die Geschichte doch einen Abschluss. Nancy Mitfords Bücher müssen wohl alle auf meinen Lese-Stapel, denn sie sich lustige Gesellschaftsstudien. Schade, dass solche Geschichten nicht Schulliteratur sind, da könnte man echt viel rausholen. Und ein Klassiker ist es doch wohl auch, wenn es schon von 1949 ist ;-) 


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FabAustens avatar

Rezension zu "Englische Liebschaften" von Nancy Mitford

Englische Liebschaften
FabAustenvor 4 Jahren

Englische Liebschaften erzählt aus der Sicht von Fanny die Geschichte/n der Familie Radlett im England der Zwanziger und Dreißiger Jahre. Die Familie gehört dem Landadel an und lebt in einem alten, ungemütlichen Herrenhaus. 

Fanny besucht Ihre Tante Sadie, Onkel Matthew und deren zahlreichen Kinder regelmäßig und wird Zeuge ihrer Werdegänge. Alle tragen exzentrische Eigenschaften zur Familiendynamik bei und dementsprechend turbulent und außergewöhnlich sind ihre Lebenswege. Fanny steht ihrer Cousine Linda besonders nah und so wird die auch zur Hauptfigur des Romans. Sie sehnt sich nach der großen Liebe und auf der Suche danach muss sie den ein oder anderen Frosch küssen. 

Der Titel des Romans ist ein wenig irreführend. Obwohl Lindas Liebschaften den roten Faden liefern, werden doch die Geschicke aller Familienmitglieder beschrieben. Diese erleben nicht nur unbeschwerte Zeiten und Liebschaften, denn der nahende Krieg wirft seinen Schatten auch auf die Radletts. 

Die Stärke des Romans liegt ausgewiesener Maßen in dem wunderbar ironischen und lakonischen Schreibstil. Es gibt zahlreiche witzige, treffende Formulierungen, die durchgehend unterhalten. Ein weiterer Stützpfeiler sind die exzentrischen Figuren. 
Insgesamt wirkt es, als würde das Leben der Radletts eher in Anekdoten erzählt als in einem kohärenten Plot. Dies ist aber keinesfalls negativ, sondern trägt dazu bei, dass  Englische Liebschaften ein leichtes, amüsantes Werk ist. 

Obwohl Fannys Perspektive dem Leser eine etwas distanzierte und sachliche Sicht auf Linda und die Radletts ermöglicht, überträgt sich andererseits ihre Sympathie für die Familie. Außerdem lernt der Leser die Figuren mit ihren Eigenheiten kennen und schätzen und durchlebt die Widrigkeiten des Lebens mit ihnen. Deshalb ist das Ende überraschender Weise trotz des leichten Gesamteindrucks des Romans recht berührend. 

Zusätzliche Würze erhält Englische Liebschaften durch seinen Bezug zur realen Familie Mitford, die ebenfalls reichlich exzentrische Mitglieder hervorbrachte und von mehr oder weniger skandalösen Geschichten begleitet wurde. So bot Nancys Vater mit seinen zahlreichen Marotten offensichtlich die Vorlage für Onkel Matthew. Das hat sicherlich auch die damaligen Leser angesprochen, denn sie erhielten so Einblicke in eine Familie, die aus den Klatschseiten der Zeitungen jener Zeit bekannt war. Nachdem der Roman erschienen war, wurde er auf jeden Fall schnell ein Erfolg. 

Insgesamt bietet  Nancy Mitford mit  Englische Liebschaften solide Unterhaltung und amüsante Einblicke nicht nur in ihre Familie, sondern in die englische Upper Class, die mit exzentrischen und mitreißenden Charakteren aufzuwarten weiß. Political Correctness nicht eingeschlossen. 

Kommentare: 1
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Schwarzbefluegelts avatar

Rezension zu "Liebe unter kaltem Himmel" von Nancy Mitford

Wir sind britisch, wir sind fein, wir sind ein exklusiver Verein!
Schwarzbefluegeltvor 4 Jahren

Eigentlich ist dieser Roman weit von dem entfernt, was ich normalerweise lese, aber ich dachte mir: Man kann es ja einmal ausprobieren, und genau das habe ich getan.
Um diesen Roman zu genießen, muss man sich vollkommen darauf einlassen. Gleich zu beginn sticht der wunderbar britische Tonfall ins Auge der auf trockenste Art und Weise voll Ironie nur so sprüht. Alle Personen werden somit auf den Arm genommen und die britische höhere Gesellschaft kritisch betrachtet. 
Der Punkteabzug bezieht sich darauf, dass für mich persönlich zu wenig Handlung vorhanden ist. Wer allerdings eine Geschichte mit ausgeprägten Personen und nicht zu wenig Ironie diese betreffend zu schätzen weiß, wird dieses Buch lieben.

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Zusätzliche Informationen

Nancy Mitford wurde am 28. November 1904 in London (Großbritannien) geboren.

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