Nancy Mitford Liebe unter kaltem Himmel

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Inhaltsangabe zu „Liebe unter kaltem Himmel“ von Nancy Mitford

Nancy Mitford schrieb eine Reihe unvergesslicher Romane über die feine britische Gesellschaft und ihre Abwege. Zu den schönsten gehört Liebe unter kaltem Himmel, die Geschichte der eigensinnigen jungen Polly, Erbin des Montdore-Anwesens und im heiratsfähigen Alter. Niemand anderes als der abgelegte Liebhaber ihrer Mutter, ein in die Jahre gekommener Don Juan, hat ihr den Kopf verdreht ... Ein erfrischendes Bäumchen-wechsel-dich mit messerscharfen Dialogen und einem wunderbar exzentrischen Showdown.

Fannys und Pollys Leben ist ganz unterschiedlich und doch wieder miteinander verwoben. Herrlich bissige Kommentare!

— Norskehex
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  • Liebe unter kaltem Himmel

    Liebe unter kaltem Himmel
    Norskehex

    Norskehex

    28. September 2014 um 16:49

    Erzählt wird Liebe unter kaltem Himmel von Fanny, einer jungen Dame aus gehobenerem Landadel, die irgendwie im weitesten Sinne mit fast allen vorkommenden Personen verwandt ist, selbst aber aus schwierigen Verhältnissen kommt (Vater taucht nur ab und zu in ihrem Leben auf, Mutter wird "Hopse" genannt, weil sie von einem Mann zum nächsten hopst, und so wird Fanny von Tante und Onkel aufgezogen). Fanny und Polly, die Tochter von Lady und Lord Montdore und auch irgendwie mit Fanny verwandt, sind im Debütantinnenalter und vorallem Polly muss einen Debütantinnenball nach dem anderen über sich ergehen lassen, denn sie ist das schönste Mädchen der Gegend. Alles was die Mutter will, ist eine standesgemäße Heirat für die wunderschöne Polly, die natürlich auch noch unfassbar reich ist. Nur das Schloss Hampton, der Stammsitz der Familie Montdore, den darf sie aufgrund von irgendwelchen Erbregeln nicht bekommen. Der geht an den letzten männlichen Erben, der - oh Schreck - gar kein richtiger Engländer ist, sondern in Kanada geboren wurde, über den man aber sonst nichts weiß.  Polly ist völlig distanziert zur Welt und auch zu den Männern, die ihr die Mutter als passend präsentiert und will sich mit keinem auch nur unterhalten. Während die Mutter immer frustrierter wird, weil Polly keiner gut genug scheint und sie sich nicht mal wenigstens unglücklich verlieben will, hat Polly schon längst ihre Wahl getroffen. Sie will Boy heiraten - pikanterweise der Ex-Liebhaber ihrer Mutter und ihr Onkel. Kurz nach dem Tod ihrer Tante Patricia beschließt Polly ihren Onkel zu heiraten, der ist nicht wirklich davon überzeugt, aber willigt ein. Aus Stolz, dass er alter Knacker noch eine so schöne junge Frau bekommt. Doch die Heirat bedeutet, dass Polly enterbt wird und das Einkommen von Boy reicht nicht aus in England standesgemäß zu leben, weshalb die beiden ins Ausland ziehen müssen, wo es Polly gar nicht gefällt. Während ihre Mutter ab sofort verdrängt, dass sie eine Tochter hat, geht die Suche nach dem männlichen Erben los, den man schließlich in Paris (wie kann er nur, wo er doch Engländer ist!) ausfindig macht und einlädt aufs Schloss. Aus gedachten 2 Wochen Aufenthalt wird einer für immer, denn Cedric verzaubert Lady Montdore völlig und wird der strahlende Mittelpunkt der High Society. Fanny ist währenddessen die angesehene Frau eines Oxford-Professors geworden und in ihrem gemütlichen Haus laufen eigentlich alle Fäden zusammen. Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Es ist flüssig zu lesen und hat herrlich bissige und witzige Konversationen, die teilweise mit wenigen Worten die Personen entlarven. Fanny zeigt in ihrer Erzählung die Dekadenz und auch die Langeweile der Figuren auf. Der Autorin gelingt es die Figuren großartig zu zeichnen, so dass man jeden vor sich sehen kann. Man kann sich richtig vorstellen, wie sie zuhause über den Skandal von Pollys Hochzeit tratschen und sich freuen, dass die arrogante Lady Montdore mal eins ausgewischt bekommen haben. Oder wie sie tuscheln, als Cedric auftaucht und er jeden, auch seine hartnäckigsten Kritiker, verzaubert. Fanny erzählt als Beteiligte trotzdem ein breites Spektrum der Ereignisse, weil ihr immer wieder von anderen Personen andere Sichtweisen berichtet werden. Auf dem Cover ist nur eine Zeichnung von Cedric zu sehen, ganz dandymäßig im Jacket, mit Brille und Zigarette. Das Buch endet ganz leise, mit Andeutungen und einem recht offenen Schluss, aber trotzdem wird man nicht in der Luft hängen gelassen, denn irgendwie hat die Geschichte doch einen Abschluss. Nancy Mitfords Bücher müssen wohl alle auf meinen Lese-Stapel, denn sie sich lustige Gesellschaftsstudien. Schade, dass solche Geschichten nicht Schulliteratur sind, da könnte man echt viel rausholen. Und ein Klassiker ist es doch wohl auch, wenn es schon von 1949 ist ;-) 

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    Liebe unter kaltem Himmel
    Schwarzbefluegelt

    Schwarzbefluegelt

    25. May 2014 um 12:53

    Eigentlich ist dieser Roman weit von dem entfernt, was ich normalerweise lese, aber ich dachte mir: Man kann es ja einmal ausprobieren, und genau das habe ich getan. Um diesen Roman zu genießen, muss man sich vollkommen darauf einlassen. Gleich zu beginn sticht der wunderbar britische Tonfall ins Auge der auf trockenste Art und Weise voll Ironie nur so sprüht. Alle Personen werden somit auf den Arm genommen und die britische höhere Gesellschaft kritisch betrachtet.  Der Punkteabzug bezieht sich darauf, dass für mich persönlich zu wenig Handlung vorhanden ist. Wer allerdings eine Geschichte mit ausgeprägten Personen und nicht zu wenig Ironie diese betreffend zu schätzen weiß, wird dieses Buch lieben.

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  • Rezension zu "Liebe unter kaltem Himmel" von Nancy Mitford

    Liebe unter kaltem Himmel
    JessSoul

    JessSoul

    Traumhaft...man wird zurückkatapultiert in diese so wunderbar versnobte Zeit...Love in a cold climate lautet der Originaltitel und ich kann einfach nicht genug bekommen von diesen heiß kalten Geschichten aus einem England in einer Zeit, in der ich gerne gelebt hätte.

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