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Nancysalchow

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen


Neue Bewerbungsfrist bis einschließlich 7. Oktober 2013:
Ihr Lieben,

alles, was unter der gestrichelten Linie dieses Beitrags steht, gehört zum Start der Leserunde, zu der ich schon vor einer Weile ins Leben gerufen habe. Darin ging es vor allem auch um die Verlosung von 10 E-Book-Freiexemplaren.Nach mehreren Nachfragen habe ich mich nun, nachdem die erste Bewerbungs- und Auslosungsrunde zu Ende ist, entschieden, auch nochmal 3 Print-Exemplare zu verlosen. "Nur" 3, weil mir hier leider selbst keine Freiexemplare zur Verfügung stehen. Bewerben kann sich jeder, der Interesse hat, selbst diejenigen, die auch schon ein eBook-Exemplar erhalten haben.

Für alle Neulinge noch einmal kurz zum Buch:

"Manchmal braucht es nur einen Blick, um das Schicksal zu sehen, nur ein Wort, um es zu verstehen – und nur ein Herz, um ihm zu folgen.
Ich habe von Anfang an gewusst, dass du es bist."

Es ist die Suche nach dem Sinn des Lebens, die zwei Menschen auf wundersame Weise zueinander führt. Ein Weg, der schwer ist und doch nicht klarer sein könnte.

Nancy Salchow verarbeitet in diesem Werk ihre eigene Geschichte, eine fast schon magische Begegnung, den Weg heraus aus dem Burnout und der Depression – und die Erkenntnis, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat. Das hellste Licht von allen: Die Liebe.



Was ihr tun müsst, um ein Exemplar zu gewinnen? Beantwortet einfach folgende Frage: Glaubt ihr noch an die große Liebe? Die Antwort postet bitte bis einschließlich 7. Oktober im Thread "Bewerbung". Ich halte allen Teilnehmern ganz fest die Daumen!

Viele liebe Grüße sendet euch Nancy Salchow
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Ihr Lieben,

diese Leserunde ist im Grunde keine wirkliche Leserunde, sondern viel mehr. In diesem Thema geht es nicht nur um mich und dieses Buch, vielmehr soll meine autobiografische Geschichte "Das Leben, Zimmer 18 und du", die ich vor wenigen Tagen veröffentlicht habe, Anlass sein, einmal EUCH in den Mittelpunkt zu stellen.

Zur Inhaltsangabe:
"Manchmal braucht es nur einen Blick, um das Schicksal zu sehen, nur ein Wort, um es zu verstehen – und nur ein Herz, um ihm zu folgen.
Ich habe von Anfang an gewusst, dass du es bist.

Es ist die Suche nach dem Sinn des Lebens, die zwei Menschen auf wundersame Weise zueinander führt. Ein Weg, der schwer ist und doch nicht klarer sein könnte.
Nancy Salchow verarbeitet in diesem Werk ihre eigene Geschichte, eine fast schon magische Begegnung, den Weg heraus aus dem Burnout und der Depression – und die Erkenntnis, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat. Das hellste Licht von allen: Die Liebe."

Anmerkung vorweg: Auch wenn es hier auch mal um ein Thema abseits des Buchs geht, genauer gesagt um euch selbst, seid ihr aber natürlich auch herzlich eingeladen, euch einfach "nur" für ein Freiexemplar zu bewerben, um mitlesen zu können. Dieser Thread ist also nicht nur für den Austausch gedacht für Menschen, die ähnliche Dinge erlebt haben wie ich, sondern auch für diejenigen, die einfach "nur" mitlesen und sich von der Geschichte tragen lassen möchten.

Worum genau es in dieser Runde geht?
Diejenigen, die von meinem Buch vielleicht schon gehört haben, wissen, dass es darin nicht nur um die Verarbeitung meines Burnouts und meiner Depressionen geht, die durch den Tod meines Zwillingsbruders und meiner Mutter ausgelöst wurden, sondern auch um neuen Lebenssinn, den ich durch eine neue, vollkommen unerwartete Liebe gefunden habe. Eine Liebe, die alles andere als erlaubt und leicht war und doch (oder gerade deshalb) mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt hat.


Warum es hierbei aber vor allem um euch geht?
Weil ich finde, dass es höchste Zeit ist, etwas für die Menschen zu tun, denen es ähnlich geht, wie es mir zu dem Zeitpunkt ging, an dem die Handlung meines Buchs beginnt.Ich möchte diejenigen, die emotionale Belastungsphasen wie Depressionen, depressive Verstimmungen, Verluste, Trauer, Burnout, Panikattacken oder andere schwere Zeiten durchmachen, die sie bisher mehr oder weniger mit sich selbst ausgemacht haben, dazu ermuntern, vielleicht an dieser Stelle mit mir und anderen Menschen (wenigstens ansatzweise, so wie es euch eben leicht oder schwer fällt) auszutauschen. Ihr sollt einfach wissen: IHR SEID NICHT ALLEIN!
Warum mir das so wichtig ist? Erstens, weil ich weiß, wie wichtig die Erfahrungen anderer sind, wenn es einem schlecht geht. Und zweitens, weil ich gerade jetzt im Zuge meiner Veröffentlichung fast schon erschreckend viele Nachrichten bekomme von Menschen, die auch Depressionen haben und so gut wie niemandem davon erzählen. Diese Tatsache finde ich unglaublich traurig, denn gerade bei dieser Krankheit ist es unglaublich wichtig, offen über alles zu reden.
Mit meiner Geschichte und diesem Thread hier möchte ich euch ermutigen, genau das zu tun. Steht zu eurer Krankheit bzw. zu euren Stimmungen, euren Schmerzen und Ängsten. Aber steht auch zu eurer Hoffnung, die niemals verblassen sollte. Ein Blick zum Licht lohnt sich immer - glaubt mir!

Natürlich sind aber auch diejenigen hier herzlich willkommen, die einfach "nur" das Buch lesen möchten. Auch dafür gibt es einen Extra-Unterbereich.
Ich verlose im Zuge dieser Leserunde (einfach, weil's ne nette Geste ist ;-)) übrigens auch 10 E-Book-Freiexemplare. Um eines davon zu gewinnen, genügt eine einfache Bewerbung im "Bewerbung-"Bereich dieses Threads, und zwar bis einschließlich 1. Oktober 2013. Um bei diesem Thema mitreden zu können und euch auch eigene Probleme von der Seele zu reden, müsst ihr das Buch aber nicht gelesen haben und auch nicht unter den Gewinnern sein. Hier ist JEDER willkommen. Da das eBook derzeit außerdem aber überall zum Einstiegspreis von 99 Cent zu haben ist, könnt ihr es auch selbst erwerben, wenn ihr mitlesen möchtet.
Kleine Anmerkung: Das hinterlegte Buch für diesen Thread ist das Taschenbuch zum Roman, das an diesen Beitrag angefügte Buch ist die E-Book-Ausgabe.

Wie gesagt, hierbei handelt es sich nicht um eine typische Leserunde, sondern um ein Thema, in dem es nicht zuletzt auch um euch geht. Dementsprechend habe ich die Unterthemen dieses Threads angeordnet. Aber schaut am besten selbst!

Ich würde mich über ein paar ehrliche Menschen freuen. Traut euch! Egal, ob es sich um vergangene oder gegenwärtige Probleme handelt, um echte Depressionen oder "nur" eine depressive Phase. Ihr seid nicht allein!

Autor: Nancy Salchow
Bücher: Das Leben, Zimmer 18 und du,... und 1 weiteres Buch

Nancysalchow

vor 4 Jahren

Offen und ehrlich - hier könnt ihr euch vorstellen

Dann mache ich mal den Anfang und stelle mich kurz vor.

Um eines vorwegzunehmen: Falls sich herausstellt, dass auch an dieser Stelle leider die meisten eher schweigen, anstatt offen über ihre Probleme zu reden, wird diese Leserunde (oder wie auch immer man unsere "Zusammenkunft" hier nennen mag) wohl oder übel nicht so richtig zum Leben erweckt werden können. Ich hoffe natürlich, dass es trotzdem klappt, diesen Thread mit euch zu starten!

So, aber nun wie versprochen die Vorstellung:

Mein Name ist Nancy Salchow, ich bin 32 Jahre jung, Autorin und Tierliebhaberin. Ich lebe in Mecklenburg-Vorpommern, in der Nähe der Ostsee, wo auch meine Romane oft angesiedelt sind.

Im Februar 2013 wurden bei mir erstmals Depressionen diagnostiziert, daraufhin folgte eine Einweisung in die Klinik, die ich Ende März wieder verließ. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue, da mir diese Zeit dort sehr geholfen hat, mit meiner Krankheit umzugehen.
Ausgelöst wurde die Krankheit durch die schweren Krankheiten bzw. den Tod meines Zwillingsbruders und meiner Mutter, zum Ausbruch kam sie aber erst später.

Aber das nur in kurzen Umrissen.

Und ihr?
Das Problem bei dieser Krankheit ist, das merke ich leider immer wieder, dass viele Menschen mehr oder weniger "aus heiterem Himmel" krank werden und sich sagen: "Mir geht es doch gut, ich KANN keine Depressionen haben, immerhin habe ich alles: Familie, Job." Aber genau das ist der Fehler. Es kann jeden treffen und niemand, absolut niemand muss sich dafür schämen.

darigla

vor 4 Jahren

Ich stelle mich auch mal vor. Also ich bin Daria, 15 Jahre jung und gehe noch zur Schule. Ich finde das Thema der Leserunde wirklich interessant, da ich mich in meinem Leben auch schon mit dem Thema Depressionen auseinandersetzten musste. Meine Mutter hat vor 5,5 Jahren Depressionen bekommen. Am Anfang war es sehr schlimm für uns alle, doch dann ging es wieder Berg auf. Sie geht seit einigen Jahren in Therapie und so ging es ihr immer besser. Ausgelöst wurden die Depressionen durch ein großes familiäres Problem, was meine Mutter immens belastete und ihr auch heute noch manchmal Probleme bereitet.

Liebe Grüße
Daria

P.S.: Ich hatte das Einverständnis meiner Mutter, das hier zu schreiben !
P.P.S.: Im Moment mache ich ein Praktikum im "Zentrum für seelische Gesundheit" und erfahre so auch andere Schicksale mit Depressionen !

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 5 bis 8
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Ich hätte auch gerne etwas mehr Details aus der Klinik erfahren - aber ja, ich kann mir vorstellen, dass das für Leser, die das selbst nicht erlebt haben, wenig interessant ist.

Und ich finde schön, dass du den Mut hattest, das Tagebuch deiner Mutter mit uns zu teilen. Ich habe damals auch viel geschrieben, einfach, um es los zu werden - weil ich niemanden hatte, mit dem ich darüber hätte reden können. Und manchmal, wenn mir heute beim Aufräumen ein Zettel davon in die Hände fällt, kommen mir selbst heute noch die Tränen; mittlerweile habe ich viel aus meiner ersten Depression (im Alter von 15 / 16) verdrängt und solche "Zeugen" erinnern mich daran und erinnern mich auch daran, was ich seitdem geschafft habe.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 5 bis 8
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gusaca schreibt:
Ich habe ein bißchen die VErarbeitung des Todes deiner Mutter vermisst.

Mein Therapeut hat einmal gesagt: "Eine Depression ist das Gegenteil von Trauer." Man ist dabei so mit sich selbst beschäftigt, und damit, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, dass für Trauer und Verarbeitung einfach kein Raum bleibt. Erst wenn man aus der Depression heraus gekommen ist und alles wieder "normal" verläuft, kann der Verarbeitungsprozess beginnen.
Ich habe den Tod meines Cousins über 10 Jahre mit mir herum getragen, weil ich auf seinen Suizid mit einer Depression reagiert habe und mich auch danach nicht wirklich damit auseinander setzen konnte. Das habe ich erst jetzt in der Therapie gelernt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das hier bei Nancy recht ähnlich war.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 13 bis 15
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Liebe Nancy,

ich muss sagen, dass meine anfängliche Begeisterung nach hinten hinaus leider ein wenig abgenommen hat.
Ich habe es zwar in sehr kurzer Zeit durchgelesen und mochte mein Tablet kaum aus der Hand legen, doch ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das wie eine Rechtfertigung klingt. Eine Rechtfertigung dafür, dass du deinen Mann verlassen hast und kurz darauf eine neue Beziehung eingegangen bist.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich finde es eine wunderschöne Geschichte und ich freue mich wirklich sehr für dich, dass du in Bastian deine große Liebe gefunden hast und damit auch der Depression die Stirn bieten konntest - und obwohl du auch im Vorwort darauf verweist, dass das keine How-To-Anleitung ist, sondern nur deine ganz persönliche Erfahrung widerspiegelt, fand ich, dass es irgendwie meinen Erwartungen nicht gerecht wurde. Ich hatte gehofft, mehr über deinen Krankheitsverlauf (wenn man so will) und den Heilungsprozess als Solches zu erfahren. Stattdessen las es sich immer mehr wie eine Liebesgeschichte, und die Depression kam mir immer mehr vor wie eine Einleitung, eine Rahmenhandlung für die eigentlich wichtige Story - die Liebe.

Auch ich hatte das große Glück, meinen Partner in den Anfängen meiner Krankheit näher kennenzulernen und wir sind zusammengekommen, bevor ich einen Therapieplatz bekommen habe - also hat auch er mich die ganze Zeit dabei begleitet und war für mich da. Trotzdem stand lange, lange, lange Zeit nicht die Liebe zu ihm im Vordergrund. Sie hat mir Kraft und den Willen gegeben, weiter zu machen. Ich habe sogar in der Zeit mit dem Rauchen aufhören können. Aber trotzdem haben sich meine Gedanken größtenteils um viele andere Dinge gedreht und trotzdem hatte ich regelmäßige Panikattacken und habe sehr lange gebraucht, um meinem Alltag wieder eine normale Struktur geben zu können.
Das klingt für mich in deiner Geschichte irgendwie alles viel zu leicht. Ich kann jetzt natürlich nicht beurteilen, ob es für dich wirklich so leicht war, oder ob du das nur "weggelassen" hast, ebenso wie die Details in der Klinik. Verstehst du, was ich meine, was für mich ein wenig den Knackpunkt darstellt?

Ich finde es total schade, denn ich mag deinen Schreibstil total gerne und ich hatte auch sehr viel Freude an dem Buch - aber ich hatte gerade wegen der Leserunde hier eine irgendwie andere Erwartung an die Geschichte.

Ich bin auch noch am Hadern mit mir selbst, ob ich eine Rezi dazu schreiben möchte oder nicht. Ich kann dir aber so viel verraten, dass ich in meinen Notizen 3,5 Sterne aufgeschrieben habe..

Ich hoffe, du bist mir nicht böse.

Nancysalchow

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 13 bis 15

Liebe Heather,

vielen Dank für deine Offenheit, die ich wie auch bei jedem anderen Leser sehr zu schätzen weiß.
Zwei deiner Anmerkungen möchte ich direkt aufgreifen, denn das, was du erwähnst, ist eigentlich genau das, worum es mir ging: Um die Liebe. Ich wollte von meiner Krankheit erzählen, ja, aber in erster Linie sollte es ein Denkmal für die Kraft der Liebe sein, denn noch heute fällt es mir selbst manchmal schwer zu glauben, dass mir diese Liebe so extrem geholfen hat. Leider hört man auch hin und wieder von Menschen, die so eine Liebe nicht kennen und deshalb einfach behaupten, dass es so etwas nicht gibt. Und dass einem so eine Liebe demzufolge auch nicht helfen kann. Deshalb war es mir ja auch so wichtig, gleich zu Beginn klarzustellen, dass es lediglich MEINE Erfahrung war und dass nun nicht jeder loslaufen und sich eine neue Liebe suchen soll, um wieder gesund zu werden. Nur ich selbst habe dieser Liebe eben so viel zu verdanken, dass es mir sehr am Herzen lag, dieses Wunder (ja, für mich war es das wirklich, wenn ich daran denke, wie schlecht es mir vorher ging) mit anderen zu teilen. Dass dies für andere nicht immer leicht zu glauben ist, ist ein Umstand, den ich in Kauf nehmen muss, denn auch ich hätte diese Entwicklung vorher nicht für möglich gehalten.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich auch relativ schnell in die Klink gegangen bin, also schon nach den ersten Panikattacken. Hätte ich mich schon Monate oder gar Jahre damit herumgeplagt, wäre die Begegnung mit Bastian vielleicht ganz anders verlaufen. Wer weiß, vielleicht hätte ich ihn gar nicht bemerkt? Obwohl ich gestehen muss, dass mir zu dem Zeitpunkt, als ich ihn das erste Mal traf, schon alles ziemlich egal war – trotzdem hat er es in mein Bewusstsein geschafft. Und dafür bin ich noch heute sehr dankbar.

Wie gesagt, dieses Buch soll kein (zumindest nicht in erster Linie) Krankheitsbericht sein. Vielmehr steht die Krankheit stellvertretend für schwere Zeiten, die jeder vielleicht irgendwann einmal durchmacht und dass es eben immer einen Grund gibt zu hoffen. Ich weiß noch, wie sehr ich damals, als es bei mir mit den Attacken losging, die Worte anderer Betroffener aufgesogen habe, und dass ich heute mit meinen Erfahrungen auch anderen Betroffenen (wenn auch nur ein bisschen) helfen kann, das bedeutet mir viel.

Ach ja, noch was: Du hast recht, ein klein wenig klingt das alles schon nach Rechtfertigung, was die Trennung von meinem Mann betrifft. Das liegt wohl auch daran, dass ich das Buch anfangs nur für mich, später dann mit dem Augenmerk auf mir Nahestehende geschrieben habe, denen ich so meine Entscheidung etwas verständlicher machen wollte und erst später dann auch für die Öffentlichkeit geschrieben habe.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 13 bis 15

Nancysalchow schreibt:
Wie gesagt, dieses Buch soll kein (zumindest nicht in erster Linie) Krankheitsbericht sein. Vielmehr steht die Krankheit stellvertretend für schwere Zeiten, die jeder vielleicht irgendwann einmal durchmacht und dass es eben immer einen Grund gibt zu hoffen. Ich weiß noch, wie sehr ich damals, als es bei mir mit den Attacken losging, die Worte anderer Betroffener aufgesogen habe, und dass ich heute mit meinen Erfahrungen auch anderen Betroffenen (wenn auch nur ein bisschen) helfen kann, das bedeutet mir viel. Ach ja, noch was: Du hast recht, ein klein wenig klingt das alles schon nach Rechtfertigung, was die Trennung von meinem Mann betrifft. Das liegt wohl auch daran, dass ich das Buch anfangs nur für mich, später dann mit dem Augenmerk auf mir Nahestehende geschrieben habe, denen ich so meine Entscheidung etwas verständlicher machen wollte und erst später dann auch für die Öffentlichkeit geschrieben habe.

Ich glaube, ich hatte mir gerade deswegen ein wenig mehr erhofft - ein wenig mehr Teilnehmen lassen an deinem Krankheitsverlauf - denn auch mir hat es damals geholfen, zu wissen, dass ich nicht allein bin und es viele andere Menschen gibt, denen es genauso geht.
Vielleicht bin ich wirklich nur mit einer "falschen" Erwartungshaltung an das Buch heran gegangen - wer weiß, wenn ich es irgendwann noch einmal lese, gefällt es mir vielleicht sehr viel besser?

Und eben das finde ich schade. Ich glaube, wenn du es bis zum Ende hin nur für dich selbst geschrieben hättest, dann hätte ich es anders aufgenommen. Vielleicht habe ich unterbewusst den Wandel beim Schreiben mitbekommen - und das als Rechtfertigung verstanden. Du wirst nicht müde, zu betonen, wie wichtig er da für dich wurde und wie viel er dir gab. Hättest du es einfach nur für dich selbst geschrieben, hättest du es nicht so oft erwähnen müssen, weil das ja klar ist. Und das hätte nicht diesen Beigeschmack gehabt, den es für mich entwickelt hat.
Denn du musst in meinen Augen nichts rechtfertigen. Du hast in dem Moment das getan, was dir geholfen hat - und manchmal muss man sich eben selbst der Nächste sein, auch wenn man Entscheidungen trifft, die andere nicht nachvollziehen können oder sogar anderen damit weh tut.

Achso, und ich habe dir noch gar nicht gedankt :) Für deine Offenheit und den Mut, darüber zu schreiben. Und für die Möglichkeit, es in diesem Rahmen lesen zu dürfen. Und ich melde schon einmal offiziell mein Interesse am zweiten Band an :)

Nancysalchow

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 13 bis 15

Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt:
Denn du musst in meinen Augen nichts rechtfertigen. Du hast in dem Moment das getan, was dir geholfen hat - und manchmal muss man sich eben selbst der Nächste sein, auch wenn man Entscheidungen trifft, die andere nicht nachvollziehen können oder sogar anderen damit weh tut.

Das ist eine Sache, die ich wohl wirklich erst noch lernen muss. Aber ich habe mich dahingehend schon sehr weiterentwickelt. War wohl auch ein Stück Krankheit, zu sehr an andere zu denken.

Übrigens: der zweite Teil erscheint in den nächsten Tagen sowohl als eBook und Taschenbuch. In meinem Newsletter auf www.nancysalchow.de informiere ich dann sofort drüber, wenn's draußen ist. :-)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Leseeindrücke Kapitel 13 bis 15
@Nancysalchow

done :)

Dann sehen / schreiben wir uns hoffentlich bald wieder..

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