Das Leben, Zimmer 18 und du

von Nancy Salchow 
4,3 Sterne bei27 Bewertungen
Das Leben, Zimmer 18 und du
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Leseeule96s avatar

Es begann sehr vielversprechend, aber letztendlich ging es hauptsächlich nur noch um die neue Liebe, statt um die Krankheit...

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Ein interessantes Buch.

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Inhaltsangabe zu "Das Leben, Zimmer 18 und du"

Diagnose: Depression – Therapie: Hoffnung

Für Nancy Salchow bricht eine Welt zusammen, als binnen kürzester Zeit sowohl ihr Zwillingsbruder als auch ihre Mutter an Krebs sterben. Geschüttelt von Panikattacken, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Hier nimmt ihr Schicksal eine entscheidende Wende: Sie begegnet ihrer großen Liebe, die ihr die Kraft gibt, aus dem Burn-out und der Depression herauszufinden. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453604216
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Leseeule96s avatar
    Leseeule96vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Es begann sehr vielversprechend, aber letztendlich ging es hauptsächlich nur noch um die neue Liebe, statt um die Krankheit...
    Die Krankheit wurde irgendwann nur noch zur Nebensache. Schade...

    Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

    Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass es sich hierbei um eine reale Geschichte handelt, die der Autorin so widerfahren ist, lediglich die Namen wurden abgeändert.
    Nancy Salchow wird mit Depressionen in eine Klinik eingeliefert, nachdem sowohl ihr Zwillingsbruder, als auch ihre Mutter an Krebs erkranken und sterben. Dort besucht sie verschiedene Therapien und versucht ihren Lebenswillen wieder zu erlangen. Und dort lernt sie auch Bastian kennen und verliebt sich in ihn.

    "Endlich bekommt meine Stimme ein Gesicht, meine Gefühle ein Ventil und meine Krankheit einen Namen: Depression."
    Zu Beginn hat mir das Buch richtig gut gefallen, ich fand toll, wie ehrlich und schonungslos die Autorin über die Krankheit schreibt. Es sollte viel offener über psychische Krankheiten gesprochen werden und die Autorin hat Worte gefunden, um zu beschreiben, was mit einem los ist, die mir persönlich oft gefehlt haben.

    "'Es nimmt einen eben niemand richtig ernst, der die Krankheit nicht selbst kennt.'" 
    Auch den Alltag in der Klinik zu verfolgen fand ich sehr interessant.
    Aber leider ging es mir irgendwann viel zu sehr um die Gefühle, die sich zwischen Nancy und Bastian entwickelt haben und viel zu wenig um die Krankheit, die eigentlich im Vordergrund stehen sollte.

    "'Warum solltest du Angst haben?' 'Wenn ich eine Antwort auf diese Frage wüsste, wäre ich nicht krank.'"
    Dadurch dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte passiert, fällt es mir schwer, das Buch zu kritisieren. Es ist nun mal keine fiktive Story, an der man etwas ändern könnte, aber für mich hätte die Erkrankung noch etwas mehr im Fokus stehen müssen. Für mich gab es viel zu viel hin und her und der Situation, dass Nancy sich nicht entscheiden konnte, wie es mit ihr und Bastian weitergehen soll, zumal sie ja verheiratet war. Das ist aber in diesem Fall keine Kritik an der Geschichte selber, die sich so zugetragen hat, sondern daran, dass es mir etwas zu viel in dem Buch darum ging.

    "Enttäuschungen verblassen, wenn die Erwartungen verschwinden." 

    Fazit:  Das Buch fing sehr vielversprechend an, aber der Fokus der Geschichte hat sich zur Hälfte hin ein wenig verschoben, was mir persönlich dann nicht mehr so gut gefallen hat, bzw. zu viel wurde.
    Das Thema Depression und Klinikaufenthalt wurde gut beschrieben und ich hätte gerne noch etwas mehr darüber gehabt. Außerdem würde es mich sehr interessieren, wie es der Autorin heute geht, wie ihr Leben sich verändert hat, denn seit den Geschehnissen im Buch sind ja schon wieder ein paar Jahre her.

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    evafls avatar
    evaflvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein interessantes Buch.
    Verständnis hilft.

    Nachdem innerhalb kurzer Zeit ihr Zwillingsbruder und ihre Mutter an Krebs sterben bricht für Nancy Salchow eine Welt zusammen. Eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik sieht sie als Lösung an, nachdem sie von Panikattacken überrollt wird. In der Klinik begegnet sie einem Mann, der sie so wunderbar versteht und mit ihr mitfühlen kann, dass sie sich in ihn verliebt.

    Die Geschichte des Buches behandelt den Umgang mit einer Depression bzw. Panikattacken, dessen sollte man sich vor dem Lesen vielleicht ein wenig bewusst sein. Mich hat die persönliche Geschichte der Autorin neugierig gemacht, entsprechend interessiert war ich am Buch und der Entwicklung der Angelegenheit.

    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch lässt sich gut lesen, ist nicht schwer verständlich, dennoch merkt man eben, dass die Autorin auch sonst schon Bücher geschrieben hat. Dies ist nun aber eben ihre ganz eigene Geschichte, was ihr vielleicht schwer gefallen ist, diese aufzuschreiben, man dem Buch aber nicht anmerkt. Auch Fremdwörter oder Fachbegriffe findet man nicht großartig im Buch, entsprechend ist es ein leichtes, angenehmes lesen.

    Inhaltlich ist ihre Geschichte natürlich nicht gerade einfach, wobei die Autorin einen so teilhaben lässt, dass es emotional nicht zu schlimm wird, zumindest war das mein Eindruck. Ich hatte hier noch schlimmeres erwartet, entsprechend gut hinnehmbar war die Schilderung. (Wenngleich das natürlich alles andere als einfach für sie war und definitiv ein schwerer Schicksalsschlag.) Für mich waren es interessante Einblicke in einen Alltag, der sicher nicht einfach hinzunehmen ist, vor allem wenn man schon immer ein recht selbständiger Mensch war und seine Zeiten gerne selbst festlegen möchte. (Essen, etc.)

    Auch die Schilderungen des Kennenlernens von Bastian waren gut nachvollziehbar geschrieben, meiner Ansicht nach ist das Verhalten der Autorin schon gut verständlich, zumal wohl ihr bisheriger Ehemann nicht sonderlich interessiert an ihrer „Krankheit“ ist bzw. nicht großartig an ihrem Leben teilnimmt, die beiden leben in gewisser Weise nebeneinander her. Wobei man auch klar erwähnen muss, dass hier dem Mann keinerlei Schuld zugeschrieben wird im Buch – da man keine Schlammschlacht haben möchte. Das ist meines Empfindens nach auch ein wichtiger Aspekt, denn klären müssen die beiden manche Sachen untereinander, das hat im Buch nichts verloren.

    Mir hat das Buch gut gefallen, es war ein interessanter Einblick in eine Thematik, mit der ich mich bislang nicht sonderlich arg beschäftigt habe. Dennoch war es mal etwas anderes und durchaus auch unterhaltsam geschrieben, wenngleich natürlich auch emotional. Auch gab es mal lustige Szenen, all sowas darf in einem Buch dieser Thematik aber durchaus auch vorkommen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für diese interessante und ehrliche Schilderung, wenngleich das Thema nicht unbedingt einfach ist, außerdem eine Empfehlung für das Buch. 

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    Igelas avatar
    Igelavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eher eine Liebesgeschichte als ein Buch über Depression...Autobiographisch!
    Ausufernde Liebesgeschichte...

    Nancy hat nach dem Tod des Zwillingsbruders und ihrer Mutter eine richtig schlimme Zeit. Nach einer Panikattacke und einem Zusammenbruch tritt sie auf eigenen Wunsch in die allgemeine Psychiatrie ein. Dort hofft sie, ihre Depression zu überwinden und zur Ruhe zu kommen. Nancy ist genervt von den Gesprächsgruppen und den Therapieansätzen. Sie blüht erst so richtig auf, als sie Bastian aus ihrer "Depressionsgesprächsgruppe" kennen lernt. Er gibt ihr wieder Hoffnung ,die Krankheit zu überwinden und ein normales Leben zu führen.


    Dieses Buch ist autobiographisch und die Autorin erzählt sehr offen über ihre Depression und wie es dazu kam. Sie hofft mit diesem Buch keine Details zu vergessen und will aufarbeiten was war.

    Sie erzählt auch über die schwere Zeit, als Zwillingsbruder Martin an einem Hirntumor erkrankt und stirbt. Hier wurden sehr persönliche Tagebucheinträge der Mutter eingefügt,die mich teilweise zu Tränen gerührt haben. Diese Passagen haben mich sehr berührt und betroffen gemacht. Gerne hätte sie sich damit mehr Zeit lassen und vertiefen können.Denn ich empfand das Ganze als nur gestreift und in Windeseile abgehackt. Meiner Meinung hätte dafür bei der Schwärmerei um Mitpatient Bastian gespart werden können. Es hat mich leider zu sehr an eine jugendliche Liebelei erinnert und hat mich stellenweise gelangweilt. Langatmig als die Autorin auflistet wie ihr Herz und ihr Bauch zusammen sprechen….Davon abgesehen,war Nancy zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet und lange schenkt sie Mann David nicht reinen Wein ein.

    Sehr eindrücklich, und da Biographie durch und durch authentisch, die beschriebenen Panikattacken, die Leere die Nancy empfindet. Etwas aufgestossen ist mir, wie sie die Psychiatrie, ihre Mitpatienten und das Personal skizziert. Man darf nicht vergessen, dass sie freiwillig dort eingetreten ist und sich da über die Essenszeiten zu mokieren, die Gesprächstherapien und das Ganze als "Klapse " zu betiteln, empfinde ich als Geringschätzung. Zudem kam die Heilung sehr plötzlich,hier hätte ich mir mehr Aufklärung gerade in therapeutischer und/oder medizinischer Sicht gewünscht. So erschien es mir als ob die Liebe die Depression geheilt hätte.

    Ich honoriere mit meiner Punktevergabe die Offenheit der Autorin. Für mehr war mir der Schreibstil zu holperig, die Handlungssprünge zu abrupt und die Liebesgeschichte zu ausufernd. Zum grossen Teil drehte sich alles um die Liebesgeschichte, und das ist einfach nicht das, was ich erwartet habe. 


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    Twin_Katis avatar
    Twin_Kativor einem Jahr
    Kurzmeinung: hat meinen Erwartungen entsprochen!
    Interessantes lesenswertes Buch...

    Echt überzeugend find ich das Cover, es passt sehr gut zu diesem Buch. Inhaltlich hat es mich sehr interessiert, da es eine Autobiographie ist.

    Es gibt wirklich Schicksale, wo man sich fragt - wieviel ein Mensch aushalten kann, Nancy Salchow hat 2 so schwere Schicksalschläge hintereinander erlebt, dass sie an einer Depression erkrankt. Ich fand es echt bemerkenswert wie ehrlich die Autorin über sich schreibt. Die Situation in der Klinik, wie sie dann auf Bastian trifft fand ich erstaunlich, die Vertrautheit zwischen den beiden hat mir gut gefallen.

    Außerdem war ich überrascht was sich zwischen den beiden entwickelt hat. Dass Nancy dann noch den Mut hatte, ein für sich "neuen Schritt" zu wagen, fand ich beeindruckend.

    Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Autobiographie, es ist vielmehr ein Schicksalsroman, wie ich finde. Obwohl es ein schwieriges Buchthema ist, konnte mich die Autorin mit ihren leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil echt überzeugen!

    Gerne hätte ich noch etwas mehr aus "der Zeit danach" erfahren, aber das ist meine Meinung, auch so fand ich das Buchende gut gewählt.

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    MareikeUnfabulouss avatar
    MareikeUnfabulousvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Autorin hat es geschafft, die schwere Zeit der Depression in ein Buch zu packen, das nicht verschönigt, sondern schamlos ehrlich ist.
    ...weil selbst die schwächsten Momente im Leben eine ungemeine Bedeutung bekommen können.

    Fast schon ein bisschen traurig, dass das Buch nur 240 Seiten hat, bin ich letztendlich doch ganz froh gewesen, dass es nur so verhältnismäßig wenige Seiten waren. Es ist eben keine leichte Kost und stellt die wohl schwierigste Zeit im Leben von Nancy Salchow dar. Die Autorin hat es geschafft, diese schwere Zeit in ein Buch zu packen, das nicht verschönigt, sondern schamlos ehrlich ist. Ihre Geschichte wird mit den tagebuchartigen Einträgen ihrer Mutter zur Krankheit von Martin umrandet, nichtsahnend, dass sie selbst unheilbar krank ist und bald sterben wird. Das macht traurig und bestätigt nur noch mehr, wie unfair das Leben sein kann. Ermutigend sind dafür die ersten (originalen!) Textnachrichten zwischen Bastian und ihr sowie die Briefe an Hauke. Es ist eben keine ausgedachte Geschichte, sondern die Geschichte von Nancy. Umso trauriger einige der Zeilen waren, umso schöner waren diese, in denen die Kraft der Liebe deutlich wurde. Ich möchte jedem ans Herz legen, das Buch zu lesen. Weil ich der Meinung bin, dass viel Unwissen über Depressionen in der Luft liegt und es nicht schaden kann, sich schonungslos ehrlich damit auseinander zu setzen. Weil selbst die schwächsten Momente im Leben eine ungemeine Bedeutung bekommen können. Weil "Das Leben, Zimmer 18 und du" grandios ist.

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    Larissa_Schiras avatar
    Larissa_Schiravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte über die heilende Kraft der Liebe
    EIne Geschichte über die heilende Kraft der Liebe

    Nach mehreren grausamen Schicksalsschlägen fängt Nancy an, unter Depressionen und Panikattacken zu leiden. Als die psychischen Probleme ihren Höhepunt erreichen, begibt sie sich in eine Klinik. Dort bessert sich ihre Situation trotz Medikamenten und Therapie zunächst kaum - bis sie eines Tages in einer neuen Therapiegruppe Bastian kennenlernt, der ein ähnliches Schicksal durchlitten hat, ihr gesamtes Leben und Denken umkrempelt und sie wieder neue Hoffnung schöpfen lässt....


    Das Buch ist autobiographisch und erzählt eine wahre Geschichte, die die Autorin durchlebt hat. Liest man das Buch mit diesem Wissen, ist die Geschichte umso berührender und tiefgreifender.
    Die Gefühle und Probleme von Nancy sind stets zum greifen nahe. Man kann ihr Denken und Handeln nachvollziehen und hat oft selbst ein beklemmendes Gefühl auf der Brust, wenn von gewissen Situationen berichtet wird.
    Im Fokus steht neben der Krankheit aber auch die Liebe und wie diese als heilende Kraft wirken kann. Auch dieser Aspekt ist gut herausgearbeitet, es bleibt dennoch alles realistisch und auch die Probleme der angehenden Beziehung werden aufgezeigt.

    Besonders empfehlen würde ich das Buch für Leser, die psychische Erkrankungen besser verstehen und erfahrbar gemacht haben wollen. Andererseits bietet das Buch aber auch viel mehr als nur Bedrückung und Probleme, weshalb das Buch auch für alle anderen Menschen geeignet ist, die gerne tiefgründigere Romane/Biografien lesen.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Das Leben, Zimmer 18 und Du

    "Das Leben, Zimmer 18 und Du" ist ein autobiographischer Roman der Autorin Nancy Salchow. Auf dieses Buch war ich schon seit einiger Zeit sehr gespannt, da ich die Thematik interessant und wichtig finde und der Klappentext für mich sehr vielversprechend klang. 

     

    In diesem Buch geht es um die Geschichte von der Protagonistin Nancy. Nancy verliert den Boden unter den Füssen, als nur kurze Zeit hintereinander ihr Zwillingsbruder und ihre Mutter an Krebs sterben. Die junge Frau leidet unter Panikattacken und als sie sich selbst nicht mehr daraus zu befreien weiß, lässt sie sich in eine psychiatrische Klinik einweisen. 


    Während dieses Aufenthaltes lernt Nancy einen Mann kennen, der schließlich zu ihrer großen Liebe wird. Durch diese schicksalhafte Begegnung findet Nancy neue Hoffnung und schafft es langsam einen Weg aus der Depression heraus zu finden ...

    Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Ich mag Nancy Salchow's flüssigen und teilweise poetischen Schreibstil echt gerne und daher störte es mich auch nicht so sehr, dass es viele Themensprünge gab. Der Inhalt punktet vorallem durch die Emotionen, die die Autorin überzeugend und sehr authentisch vermittelt. Ich hatte manches mal einen dicken Kloss im Hals. Das war vorallem bei der Thematik rund um Nancy's Verluste geliebter Menschen der Fall und hier fand ich es ungemein schade, dass diese Thematik nicht richtig zum Abschluss gekommen ist.

     

    Dass die Themen nicht abgeschlossen oder unausgereift sind, habe ich leider mehr als einmal so empfunden. Besonders stark machte sich das, für mich, auch bei den Inhalten um die Depression und ihre Entwicklung deutlich, was ich etwas enttäuschend fand. Man bekommt als Leser/Leserin zwar Einblicke in den, subjektiv geschilderten, Klinikalltag, aber was letztlich zu einer Besserung des Zustands der Protagonistin führte erschloss sich mir hier nicht ganz. Alles blieb eher offen und es gab viele Andeutungen ohne befriedigenden Abschluss. 

     

    Die Liebesgeschichte hatte ich schon zuvor als kritischen Aspekt erahnt, da ich weiß, dass in psychiatrischen Einrichtungen Beziehungen zwischen Patienten, aus guten Gründen, verboten sind. Auch die Autorin deutet an, dass sie zunächst befürchtete, dass dieses Interesse an dem attraktiven Mitpatienten eine Ablenkung von den eigentlichen Problemen bietet, und das war auch mein Gedanke. Hier stellt die Autorin die Weichen allerdings clever auf die Schicksals - Thematik, sodass jeder andere Inhalt doch sehr stark in den Hintergrund rückt.

    Die Liebesgeschichte und auch Nancy's Entwicklung konnten mich überzeugen und ich mochte auch den Schicksals - Aspekt. Insgesamt hatte ich mir aber viel mehr eine Krankheits - und Lebensgeschichte erhofft, wo ich fast nur eine Liebesgeschichte erhalten habe. Die Themen waren breit gefächert und ich hatte manchmal das Gefühl, dass es ein bisschen zuviel an Inhalten war. Das merkte ich besonders dann, wenn ein Inhalt nicht auserzählt wurde und ich etwas unzufrieden war, mit den losen Fäden und den Fragen, auf die ich keine Antwort erhalten habe. 

     

    Eine Positiv - Negativ Auflistung lasse ich bei diesem Buch weg, da es doch einige Kritikpunkte, aber auch viel positives gab, was ich dadurch nicht abwerten möchte. Besonders bewundernswert finde ich die gnadenlose Offenheit der Autorin über ihre Krankheitszeiten zu reden und Themen zur Sprache zu bringen, die einem sonst nicht so leicht Fremden gegenüber über die Lippen gehen. Davor habe ich einen riesengroßen Respekt, ebenso wie vor der Selbstreflektion und den Entwicklungen der Autorin! Eine tolle und mutige Frau, vor der ich den Hut ziehe! Wegen der eben genannten Punkte habe ich lange wegen der Bewertung hin und herüberlegt und gebe dem Buch 3,4 Rosen, abgerundet auf 3.

     

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    liberty52s avatar
    liberty52vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berührt, geht unter die Haut, aber gibt Hoffnung in einer fast ausweglosen Situation
    Offene Einblicke in das Leben der Autorin

    Wer Romane von Nancy Salchow kennt, wird möglicherweise überrascht sein. Es handelt sich um ein autobiografisches Werk, das von einer sehr schwierigen Zeit berichtet. Die Autorin landet aufgrund von Panikattacken und Depressionen in einer psychiatrischen Klinik. Trotz des sehr ernsten Themas gelingt es ihr, immer wieder humorvolle Passagen einzustreuen. Mit ihrer guten Beschreibungsgabe gelingt es ihr auch, die Mitpatienten und Therapeuten so zu schildern, dass man einen guten, vorstellbaren Eindruck bekam. Dem Buch gelingt es, Schrecken und Vorurteile über psychische Erkrankungen und Einrichtungen zu nehmen. Auch wenn es sich ausschließlich um die urpersönlichen Erlebnisse und Erfahrungen der Autorin handelt, kann sie Hoffnung und Freude vermitteln. Gut und flüssig geschrieben, liest sich das Buch sehr angenehm. Dennoch war es für mich keine leichte Kost. Einige Passagen berührten mich sehr, andere wiesen Parallelen zu meinem Leben auf. Es war eine Lektüre, die mich sehr bewegte und unter die Haut ging. Im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks stieß ich auf das Buch. Meine Rezension ist unabhängig und gibt meine eigene Meinung wider.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: sehr emotionale und bewegende Geschichte
    sehr emotionale und bewegende Geschichte

    Klapptext:
    Für Nancy Salchow bricht eine Welt zusammen, als binnen kürzester Zeit sowohl ihr Zwillingsbruder als auch ihre Mutter an Krebs sterben. Geschüttelt von Panikattacken, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Hier nimmt ihr Schicksal eine entscheidende Wende: Sie begegnet ihrer großen Liebe, die ihr die Kraft gibt, aus dem Burn-out und der Depression herauszufinden. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat.


    Dies ist ein Buch über das Thema"Depressionen und Bourn Out".
    Ich bewundere die Autorin das Sie den Mut hatte über dieses Thema in einem Buch zu schreiben.Zumal es auch noch Ihre eigene Geschichte ist.


    Sie beschreibt hier Ihre eigene Lebensgeschichte sehr authentisch.Sie  nimmt uns mit auf diese Reise.Auf sehr emotionale und tief bewegende Art und Weise erzählt Sie uns von Ihrer Krankheit.Schonungslos berichtet Sie uns,wie es dazu kam, was Sie durchmachen musste.Dazu erfahren wir viel über die Therapie und den Heilungsprozess.Durch Ihre eigenen Erfahrungen erklärt Sie uns alles sehr genau.Wir bekommen dadurch sehr viele Informationen und Fakten zu diesem Thema.Das hat mir sehr gut gefallen.Auch berichtet Sie uns von Ihrer Erfahrung eine Liebe kennen zu lernen und dadurch neuen Mut,Hoffnung und Lebensenergie zu schöpfen.


    Durch die interssante und beeindruckende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich habe mit Ihr gefühlt und mir richtig vorstellen ,was Sie durchmachen musste.Es hat mich sehr berührt und teilweise war ich den Tränen nahe.


    Die Autorin zeigt aber auch das man es schaffen kann diese Krankheit zu überwinden.Man braucht dazu aber sehr viel Kraft,Mut und Geduld.


    Ich habe das Buch mit viel Interesse gelesen und es hat mir sehr gut gefallen.Es ist sehr empfehlenswert für Menschen die auch an dieser Krankheit leiden und deren Angehörigen.Aber auch für nicht Betroffene ist es eine lesenswerte Lektüre.

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    leniksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte aus dem wahren Leben
    Das Leben, Zimmer 18 und du

    Dieses Buch ist eine wahre Geschichte der Autorin Nancy Salchow. Nach dem Tod ihres Zwillingsbruder Martin und ihrer Mutter fällt Nancy in ein tiefes Loch. Eines Tages füllt sie sich so matt und down, das sie sich in eine Klinik einweisen lässt, welche auf Depressionen und ähnliche Belange spezialisiert sind. Die Autorin nimmt den Leser mit auf die Reise von unten nach oben, und schildert dabei die Höhen und Tiefen dieser Krankheit. Nach kurzer Zeit lernt sie Bastian kennen, ebenfalls ein Patient. Sie beide helfen sich gegenseitig. Nancy ist verheiratet und auch das wird hier problematisiert. Ich finde das Buch tiefsinnig, aber auch das lachen kommt an so mancher Stelle nicht zu kurz. Das Buch umfasst 15 Kapitel auf 240 Seiten und ist lesenswert. Von mir bekommt es fünf Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Nancysalchows avatar
    Liebe Leser,
    mein Name ist Nancy Salchow, ich bin Autorin im Verlag (Heyne, Droemer Knaur), veröffentliche aber auch im Selfpublishing und komme aus Wismar an der wunderschönen Ostsee Mecklenburg-Vorpommerns. Heute möchte ich euch zu einer ganz besonderen Leserunde einladen - und zwar zu meinem autobiografischen Roman "Das Leben, Zimmer 18 und du". Dafür stellt der HEYNE-Verlag freundlicherweise 15 Taschenbücher zur Verfügung. 

    Du hast Lust, gemeinsam mit anderen Lesern bei dieser sehr persönlichen Geschichte dabei zu sein und im Anschluss vielleicht auch eine ehrliche Rezension zu schreiben, hier oder gerne auch auf Amazon oder anderen Plattformen?
    Dann kannst du dich bis zum 18. April 2017 für ein Exemplar bewerben, und zwar mit der Antwort auf die Frage:

    "Was ist für dich das Wichtigste im Leben?"

    Worum es in dem Buch geht? Wie gesagt, handelt es sich hierbei um ein sehr persönliches Buch. So dramatisch es auch beginnt, ist jedoch eines in jeder Zeile wichtig: Niemals die Hoffnung zu verlieren.
    Über das Buch:
    Für Nancy Salchow bricht eine Welt zusammen, als binnen kürzester Zeit sowohl ihr Zwillingsbruder als auch ihre Mutter an Krebs sterben. Geschüttelt von Panikattacken, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Hier nimmt ihr Schicksal eine entscheidende Wende: Sie begegnet ihrer großen Liebe, die ihr die Kraft gibt, aus dem Burn-out und der Depression herauszufinden. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat.

    Ich freue mich auf jede Bewerbung, die entsprechenden Unterthemen lege ich an, sobald die Leserunde startet. Viel Glück euch allen!

    P.S. Dieses Buch erschien bereits 2013 im Eigenverlag. Die neue Ausgabe ist eine überarbeitete Fassung, die von HEYNE veröffentlicht wird.
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