Nancy Salchow Kirschblütentage

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Inhaltsangabe zu „Kirschblütentage“ von Nancy Salchow

Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?

Eine wunderbare Grundidee, deren Umsetzung mich aber nicht durchgängig überzeugt hat - Empfehlung als nachdenklicher Unterhaltungsroman.

— Larischen

Eine Familienzusammenführung der besonderen Art.

— Dion

Ein wunderbares Buch über die Wiederentdeckung der Familie. Es läßt sich so leicht lesen und man kann sich in alle Personen reindenken.

— aob1952

War ein schönes Buch, das mir gut gefallen hat.

— Elfenkoenigin

Nancy Salchow hat mit "Kirschblütentage" einen schönen kurzweiligen Roman geschrieben. Die Idee sowie der Schreibstil haben mir gut gefallen

— glitzerfee22

Die letzten ca. 40 Seiten reißen es raus. Das Buch triefte in meinen Augen leider vor Selbstmitleid, Streiterein und Vorwürfen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine tolle Idee für die Geschichte, perfekt ausgearbeitete Charaktere und ausgestattet mit einer zentralen Botschaft!

— TheresasBuecherschrank

Liebenswerte Geschichte, in der man die Charaktere irgendwie alle ins Herz schließt.

— Rumpelwicht1983

Warmherzig und so lebendig, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Erinnerungen der Vergangenheit helfen die Gegenwart zu überwinden und ebnen auf wundersame Weise den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft!

— justitia

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  • Themen
  • Die Kraft der Erinnerungen

    Kirschblütentage

    Larischen

    14. June 2016 um 14:01

    Emilia hat in den letzten Tagen ihres Lebens noch mal all ihre Kraft aufgewendet, um ihren Sohn Vincent und seine Familie wieder näher zusammen zu bringen. Denn die einst so liebevolle Familie hat sich immer weiter voneinander entfernt und jeder geht seinen eigenen Weg. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken hat Emilia im Haus viele kleine Gegenstände verteilt, die positive Erinnerungen wachrufen sollen und so Vincent, seine Frau Jasmin sowie die Kinder Kea und Philipp wieder näher zueinander bringen soll. Ob Emilias Plan aufgeht? Oder hat sich die Familie schon zu weit voneinander entfernt? Nancy Salchow erzählt in „Kirschblütentage“ die Geschichte einer Familie, die sich verloren hat und nun durch positive Erinnerungen wieder zusammengebracht werden soll. Die Grundidee hat mir extrem gut gefallen und auch der Einstieg in die Geschichte war wunderbar. Die Autorin ermöglicht es dem Leser, Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt aller Familienmitglieder zu bekommen. Dabei werden nicht nur aktuelle Ereignisse geschildert, sondern immer wieder werden auch alte Erinnerungen thematisiert. Insgesamt fand ich die Darstellung der Familiensituation und ihrer Probleme sehr realitätsnah und gut dargestellt. Allerdings muss ich sagen, dass im Verlauf der Handlung immer wieder dieselben Themen besprochen wurden. Die langen Dialoge fand ich dann irgendwann nicht mehr besonders spannend, besonders da eines der immer wiederkehrenden Themen (in seiner Relevanz für die Protagonisten) für mich einfach nicht nachvollziehbar war. Natürlich sind es oft Kleinigkeiten, die zu tiefen Zerwürfnissen führen können, aber für den Leser war es einfach nicht unbedingt spannend, die Situation immer wieder, wenn auch aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Auch wenn lange Diskussionen wahrscheinlich dem tatsächlichen Familienalltag sehr nahe kommen, hätte mir als Leser eine abgespeckte Version ausgereicht. Sehr gut gefallen haben mir aber die positiven Erinnerungen, die durch Emilias versteckte Gegenstände hervorgerufen wurden. Ich hätte mich gefreut, wenn diese noch mehr in den Vordergrund der Handlung gerückt worden wären, denn die Idee ist wirklich toll und außergewöhnlich. Durch die verschiedenen Perspektiven sind die Charaktere allesamt sehr ausführlich gezeichnet und man erhält die Möglichkeit sich in alle Protagonisten hinein zu versetzen. Nancy Salchow hat mit „Kirschblütentage“ einen emotionalen Familienroman geschaffen, der mir insgesamt ganz gut gefallen hat. Auch wenn meine anfängliche Begeisterung im Verlauf der Handlung durch die langen Dialoge mit den ewig selben Themen sehr nachgelassen hat, kann ich den Roman für ein paar gemütliche Lesestunden auf der Couch nur empfehlen.

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  • Kirschbütentage von Nancy Salchow

    Kirschblütentage

    sabz

    10. June 2016 um 07:34

    Klappentext: Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinander brechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug? [droemer-knaur.de]Es kam nicht immer darauf an, was wann aus welchem Grund geschah. Was zählte, war einzig die Gewissheit, dass man mit dem, was geschah, nicht alleine war. S. 334Meinung: Vincent & Jasmin führen eine wahnsinnig tolle, einzigartige Ehe. Das Familienleben ist wie aus dem Bilderbuch. Doch als dann Emilie, die Mutter von Vincent an Krebs stirbt, scheint nichts mehr übrig zu sein von der einst glücklichen Familie. Die beiden Pubertierenden Kinder Philipp und Kea haben schon längst mit ihrem Vater abgeschlossen, da dieser sowieso nur noch mit Abwesenheit glänzt. Als dann noch heraus kommt, dass er seine Frau Jasmin mit einer jüngeren betrogen hat, scheint die Familie komplett auseinander zu fallen. Doch die einzelnen Familienmitglieder finden immer wieder längst vergessene Fotos oder Gegenstände, und fangen an, sich an bessere Tage zu erinnern, an die Tage, wo noch alles gut war, an die Kirschblütentage, zum Beispiel ... Nancy Salchow habt mit ihrem Roman "Kirschblütentage" eine wundervolle Geschichte erschaffen, die direkt aus dem Leben stammt. Erzählt wird aus der Sicht von allen Familienmitgliedern, immer abwechselnd. Auch kommen immer wieder Stellen aus der Vergangenheit vor, an erlebte Dinge. Ich finde es einfach wundervoll erzählt, eine sehr schöne Geschichte die einem wirklich zu denken gibt, dass man sich selbst niemals für andere aufgeben darf und dass die Familie doch das wichtigste ist und man immer darum bemüht sein sollte, den zusammen innerhalb dieser zu wahren & die wenige Zeit die uns auf Erden bleibt, zu genießen. Wo vorher noch wild gestritten und überlegt wurde, wie es denn nun mit der Ehe der beiden und der Familie weiter gehen soll, kam dann plötzlich schon das Ende, wo wieder alles friede - Freude - Eierkuchen war. Das kam für mich etwas zu plötzlich, da hätte ich mir gewünscht, dass man noch ein bisschen mehr erfährt, wie sie es geschafft haben wieder zueinander zu finden und wieder die glückliche Familie zu werden, die sie früher mal waren. Aber ein großartiges Buch für zwischendurch ! 

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  • Wie aus vier Einzelnen wieder eine Familie wird...

    Kirschblütentage

    Dion

    26. February 2016 um 10:58

    Emilia hat nicht mehr lange zu leben und versteckt im Haus ihres Sohnes und dessen Familie kleine Erinnerungen, die die Familie nach ihrem Zusammenleben wieder zusammen führen soll. Daran darf auch der Seitensprung des Sohnes nichts ändern. Nancy Salchow beschreibt leichtgängig die ganz normalen Probleme in einer Familie mit zwei Teenagern, einer Übermutter und einem Vater, der vom (ehemäßig) rechten Weg abgekommen ist. Es gelingt ihr sehr gut, den Leser am Ball zu halten. Man ärgert sich irgendwie über alle, öffnet aber auch das Herz in der Hoffnung, dass alles wieder gut werden MUSS. Superleichte und doch tiefgründige Geschichte!!! Sehr empfehlenswert!!!

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  • Familienmittelpunkt

    Kirschblütentage

    aob1952

    28. December 2015 um 20:06

    Ein wunderbares Buch über die Wiederentdeckung der Familie. Irgendwie hat man sich auseinandergelebt und die Kommunikation fehlt. Als dann auch noch die Oma stirbt, fehlt plötzlich der Familienmittelpunkt. Aber sie hatte Vorsorge getroffen, weil sie ihre Familie liebt und sie kennt, und kleine Spuren gelegt, als sie merkt, dass ihr Ende naht. Nancy Salchow versteht es wunderbar, diese Familie dem Leser einzeln nahe zu bringen. Der Roman wird wechselnd aus der Sicht der Mutter, des Vater und der Kinder erzählt. Dazwischen sind Rückblenden und Briefe und alles fügt sich wunderbar zusammen. Und das Happy End im Roman lässt den Leser bestimmt auch über seine Beziehung, Familie oder sogar über sein Leben nachdenken. Und das ist gut so.

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  • Gefühlvolle Familiengeschichte

    Kirschblütentage

    Buechersuechtig

    18. July 2015 um 11:28

    DIE GESCHICHTE... Kurz vor ihrem Tod hat Emilia (die Großmutter von Philipp und Kea, Mutter von Vincent und Schwiegermutter von Jasmin) Erinnerungen an glückliche Zeiten im ganzen Haus versteckt. Diese Dinge wie z.B. ein gemaltes Bild, eine kitschige Uhr, einen Teelichthalter und Familienfotos sollen Kea, Philipp und ihre Eltern an die Vergangenheit erinnern. Denn nun sind Streitereien oder Anschweigen an der Tagesordnung und die Familie steht kurz vor dem Auseinanderbrechen. Können Emilias Andenken die schönen Zeiten zurückbringen und die Ehe von Vincent und Jasmin retten? MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG: Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das hübsche Cover haben mich angesprochen. Die namensgebenden "Kirschenblütentage" erinnern die Familienmitglieder an die warmen Frühlingstage, wo sich die Familie unter dem blühenden Kirschbaum im Garten bei Kaffee und Kuchen getroffen hat. Reihe: Nein, Einzelbuch Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wird nicht näher erwähnt, aber ich denke, dass sich die Geschichte in einer deutschen Stadt zuträgt. Handlungsdauer: Die Story beginnt im März (wo Emilia die Erinnerungsstücke versteckt) und endet im darauffolgenden Sommer. Hauptpersonen: Die 17-jährige Kea ist Schülerin, sehr hübsch, beliebt und in ihren Mitschüler Mirco verliebt, weshalb sie sogar in der Theatergruppe mitmacht. Ihr 16-jähriger Bruder Philipp ist das Gegenteil der schlanken Kea, denn der Schüler ist moppelig und ein Einzelgänger. Der Schüler liebt Musik und postet Videos auf YouTube, auf denen er sich allerdings nur im Schatten zeigt. Ihr Vater Vincent interessiert sich nur mäßig für seine Kinder, dafür ist der Immobilienmakler zu sehr beschäftigt und betrügt nebenbei auch noch seine Frau. Vincents langjährige Ehefrau Jasmin kümmert sich um Haushalt, Kinder und hat ihre Schwiegermutter Emilia bis zu ihrem Tod gepflegt, doch manchmal fühlt sich die Blondine überfordert und bekommt von ihrem Mann wenig Aufmerksamkeit. Kea, Philipp, Vincent und Jasmin wurden als authentische und facettenreiche Protagonisten mit Problemen, Träumen, Ecken & Kanten geschildert. Während mir Jasmin gleich auf Anhieb sympathisch war, bin ich mit dem Ekelpaket Vincent nicht warm geworden, während Philipp und Kea wie "ganz normale" Teenager agieren. Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere fügen sich ansprechend ins Geschehen ein. Romanidee: Interessante Idee (eine Familie kurz vor dem Auseinanderbrechen, die mithilfe von glücklichen Erinnerungen wieder zueinander finden soll) mit gelungener Umsetzung. Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Kea, Jasmin, Philipp und Vincent (in der 3. Person) erzählt. In Rückblenden wird zwischendurch geschildert, wie sich das Familienleben früher gestaltet hat und was sich für die Beteiligten in all den Jahren verändert hat. Handlung: Unterhaltsame, lebensnahe Geschichte mit mehreren Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen, vollgepackt mit diversen Schwierigkeiten, Stolpersteinen und einem zufriedenstellenden Ende. Da "Kirschblütentage" einige ausschweifende Beschreibungen enthält und mir manchmal zu problembehaftet daherkommt, außerdem fehlt mir für die volle Punkteanzahl fehlt das gewisse Etwas. Schreibstil & Co: Die emotionsgeladene Schreibweise von Nancy Salchow, unterhaltsame Dialoge und eine angenehme Sprache runden den 336 Seiten langen Roman ab. FAZIT: "Kirschblütentage" birgt eine abwechslungsreiche Story voller Höhen & Tiefen, die von Beziehungen, Familie, Liebe und Verlust handelt. Abgesehen von ein paar kleinen Mankos hat mich mein erster Roman von Nancy Salchow dank des interessanten Plots, der ungleichen Hauptpersonen sowie des ausdrucksstarken Schreibstils wunderbar unterhalten, weshalb ich gern 4 STERNE vergebe.

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  • Ich liebe Kirschblüten

    Kirschblütentage

    dorothea84

    19. June 2015 um 06:33

    Als die Großmutter stirbt, bricht die Familie zusammen. Jasmin erfährt das ihr Mann Vincent sie betrügt. Ihre Kinder Kea und Philipp, kommen nicht zu ihr wenn sie Probleme haben. Doch die Großmutter wusste, das alles in die brüche gehen wird und hat spuren für sie hinterlassen. Teelichthalter aus grünem Glas, Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte und ein altes Buch, für jeden hat ein Gegenstand eine besondere Bedeutung, Erinnerungen an die gute Zeit. In dieses Buch bekommt man sehr viele verschiedene Geschichten. Einmal Vinvent, dann Jasmin, Kea und Philipp, aber auch Emilia die Großmutter erzählt etwas. Man taucht in die Welt der Familie total ein, fast schon als wäre man selbst dabei. Immer wieder bekommt man eine neue Sicht auf die Familie von einem anderen Mitglied. Überraschende Wendungen und das sich wieder selbst finden, ist sehr gut beschrieben. Ich bin überrascht wie gut das Buch ist. 

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  • Wir nannten sie Kirschblütentage

    Kirschblütentage

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    15. June 2015 um 09:09

    Sie sind eine Familie, Vincent und Jasmin, deren Kinder Kea und Philipp und Vincents Mutter. Jasmin hat sich ihre Familie zum Ziel erklärt, hat ihre eigenen Interessen aufgegeben, um ganz Hausfrau und Mutter zu sein. Vincent will es auch gar nicht anders, denn er ist der Mann im Haus und geht arbeiten. Trotzdem er seine Frau liebt, sucht er sich Ruhe bei einer anderen Frau. Emilia, die Großmutter lebt bei ihren Lieben, hat aber leider nicht mehr lange zu leben. Sie liebt ihre Familie, kann aber nur hilflos zusehen, wie sie langsam auseinander geht. Bevor sie aber für immer gehen muss, hat sie sich ein Ziel gesetzt - sie verteilt in der Wohnung Dinge, die Erinnerungen sind. Sei es ein Teelichthalter, ein Buch oder ein Brief, alle diese Dinge sind Zeichen einer glücklichen Familie mit Erinnerungen, die ihnen zeigen sollen, wie innig sie einmal miteinander verbunden waren. Alle diese Zeichen werden erst nach dem Tod der Großmutter gefunden, die Frage ist nur, werden sie ihren Zweck erfüllen? ... Emilia, die Großmutter, ist das Herz der Familie, die Kinder können immer mit allen Sorgen und Nöten zu ihr gehen, selbst für Vincent und ihre Schwiegermutter Jasmin ist sie der ruhende Pol im Haus. Nach ihrem Tod sind alle wie gelähmt, besonders Vincent, der schon Jahre vorher seinen Bruder betrauern musste. Einen weiteren Verlust muss Jasmin hinnehmen, als sie erfährt dass ihr Vincent eine Geliebte hat. Für sie bricht eine Welt zusammen. Die beiden verband eine Ausnahmsliebe, die so stark war, dass sie nie zu zerbrechen schien. Aber der Alltag und die Gewohnheit hat sie aufgerieben. Vincent, der eigentlich immer nur arbeitete, war zu Hause weder für die Kinder noch für seine Frau ein Ansprechpartner. Wie oft mussten die drei allein essen, weil er noch arbeitete. Die berechtigten Vorwürfe seiner Frau, dass er nie da war, taten ihr übriges. Sie haben einfach vergessen, wer sie einmal waren, sie beide gegen den Rest der Welt. Lange ist es her. Vincent muss ausziehen und obwohl sie sich noch immer lieben, gelingt es ihnen nicht, vernünftig miteinander zu reden. Zuviel ist kaputtgegangen und zu groß waren die Verletzungen. Ab und an taucht eines der Dinge auf, die durch Emilia noch zu Lebzeiten wohlüberlegt platziert wurden, besser gesagt, wurden die Dinge wahrgenommen. Erinnerungen an glückliche Zeiten und an gemeinsame Erlebnisse kommen auf und lassen die Protagonisten sich fragen und erkennen, wie konnten sie zu dem werden, was sie sind? An welcher Stelle des gemeinsamen Weges sind sie abgebogen? An schöne Erlebnisse wird sich wieder erinnert, aber auch an schmerzhafte, wie an den Tod des Bruders. Der Leser ist immer mitten dabei und nimmt teil an diesen Erinnerungen. Aber es wird sich nicht nur an die Vergangenheit erinnert, auch die Gegenwart birgt noch das ein oder andere Problem, das bewältigt werden muss. Liebeskummer ist genauso vertreten wie das geheime Voranschreiten einer Youtube-Karriere. Und es kann vorkommen, dass man von einem Teil der Vergangenheit eingeholt wird. Es ist ein berührender Roman, der deutlich macht, dass man immer um seine Familie kämpfen muss, man nie nachlassen darf, um das zu kämpfen, was man liebt. Der Preis beim Versagen ist einfach zu hoch, um alles einfach nur laufen zu lassen. Jeder muss seinen Teil dazu tun, um es funktionieren zu lassen. Das Buch ist unterteilt in 13 Kapitel, die noch jeweils unterteilt wurden. Als Überschrift wurde der jeweilige Protagonist benannt, um den es in den jeweiligen Abschnitten geht. So hat der Leser die Möglichkeit, die Familie aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und auch zu verstehen.  Die Protagonisten sind ganz normale Menschen, die man selbst auch im Bekanntenkreis haben könnte. Die Sorgen und Nöte, die sie haben, sind keine Einzelfälle, so dass man sich in die Situationen sehr gut hineinversetzen kann. Es ist die Geschichte einer Familie, die vergessen hat, eine Familie zu sein. Um zu erfahren, ob sie es schaffen werden oder endgültig auseinanderdriften, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

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  • Ein netter Roman für zwischendurch

    Kirschblütentage

    glitzerfee22

    16. May 2015 um 20:37

    Inhalt:  Emilia weiß, sie wird nicht mehr lange Leben. Doch bevor sie endgültig geht, verteilt sie im Haus Erinnerungsstücke von schönen Momenten. Die Familie ihres Sohnes triftet immer mehr auseinander und so hofft sie, dass die Familie sich an die schöne Zeit erinnert und so wieder zueinanderfinden wird. Doch Vincent und Jasmin sowie ihre beiden Kinder werden vorher noch auf eine harte Probe gestellt. Werden sie eine Chance haben? Meine Meinung:  Von Anfang an war ich verzaubert in den Schreibstil von Nancy Salchow. Genauso von Emilias Idee, die Rückblenden aus glücklicheren Zeiten und auch die verschiedenen Ansichten der Familie. So steht am Anfang immer der Name der Person, um die es gerade geht. So lernen wir die Gefühlswelt aller Familienmitglieder kennen.  Emilia hat sich, bevor sie gestorben ist, einige Gedanken gemacht und einige Dinge wie z.B. einen Kerzenhalter, der eine bestimmte Bedeutung hat im Haus platziert. Leider fand ich, dass einige platzierte Teile sehr schnell gefunden wurden. Manchmal fragte ich mich auch, wann Emilia das gemacht hat, ohne dass es schon vorher aufgefallen ist. Aber vielleicht hatte die Familie nach dem Tod der Großmutter einen anderen Blick.  Vincent begeht einen großen Fehler und wird von seiner Frau Jasmin erwischt. Schon vorher hat sich das Ehepaar auseinander gelebt. Vincent hat immer viel gearbeitet und nicht wirklich Interesse der Familie gegenüber gezeigt. Darunter litten auch die Kinder, Kea und Philipp. Die beiden haben so gar keinen Bezug zu ihrem Vater. Irgendwie lebt jeder so vor sich hin. Jasmin lebt nur noch allein für die Familie und denkt gar nicht an ihre eigenen Bedürfnisse. Durch ihre zu extreme Fürsorglichkeit nervt sie ein wenig die Kinder. Aber zurück zu Vincent, dieser weiß zwar, was er getan hat, doch seine Entschuldigungen und Ausreden konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich entwickelte eine Wut auf diesen Mann. Ich habe mich oft geärgert, dass in dieser Familie über Probleme kaum geredet wird. Da scheint es normal zu sein, einfach davonzulaufen. Wirklich sehr schade.  Obwohl wir von allen die Sicht der Dinge erfahren und natürlich einiges was sie gerade selbst beschäftigt, wie Philipp die Musik und Kea einen Jungen auf der Schule, kam bei mir keinerlei Gefühl an. Ich konnte mich nicht richtig mit den Personen identifizieren. Keiner wusste irgendwas über den anderen, obwohl sie sich täglich sehen. Ich kann das gar nicht verstehen, dass so wenig geredet oder auf die Stimmung untereinander geachtet wird. Das plötzliche Auftauchen eines anderen Familienmitgliedes, zeigt zwar noch mehr Einblick in die Familie und deren Vergangenheit doch irgendwie passte dies nicht so richtig dazu. Es war einfach unpassend meiner Meinung nach.  Fazit: Nancy Salchow hat mit "Kirschblütentage" einen schönen kurzweiligen Roman geschrieben. Die Idee sowie der Schreibstil haben mir gut gefallen. Doch leider kamen die Gespräche in der Familie viel zu kurz und die Gefühle kaum bei mir an. Trotzdem ist es ein empfehlenswerter Roman für zwischendurch.

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  • Wie schade

    Kirschblütentage

    KatalinMaerz

    Die totkranke Emilia verteilt kurz vor ihrem Tod Erinnerungsstücke im ganzen Haus, die ihre in der Auflösung begriffene Familie wieder an gute frühere Zeiten erinnern und zusammenbringen sollen. Eine bezaubernde Idee, die anfänglich ganz gut dargestellt wird. Aber leider hält das Buch nicht, was der romantische Titel und die Anfangsidee versprechen. Es gibt so gut wie keine Handlung. Die Figuren gehen nur immer irgendwohin und reden. Oder sitzen irgendwo und denken. Dazwischen lächeln sie. Meist wiederholt sich das, was sie reden und denken mehrmals. Die einzelnen Bestandteile der Geschichte werden endlos ausgebreitet und sind wenig spannend. Ein gutes Beispiel ist Charlottes mehr als harmlose Geschichte.  Sie wird von den Figuren aufgebauscht und unzählige Male durchgekaut. Die langen Dialoge hören sich nicht realistisch an. Den Jugendlichen werden vor allem in der ersten Hälfte des Buches Redewendungen in den Mund gelegt, die eher ihre Großmutter von sich geben würde. Ich habe mich beim Lesen des Buches gelangweilt.

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    • 3
  • Kirschblütentage

    Kirschblütentage

    TheresasBuecherschrank

    09. April 2015 um 14:15

    Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug? Ein Buch, das zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist! In der heutigen Zeit geschieht alles immer in Zeitdruck, alles muss immer schnell gehen und die wirklich wichtigen Dinge geraten in den Hintergrund. Aber was sind die "wichtigen Dinge im Leben"? Das und noch viel mehr erzählt der Roman!  Es geht um eine Familie, die sich mit der Zeit immer weiter auseinander gelebt hat und für die es keine Chance mehr zu geben scheint. Die Großmutter der Familie möchte aber unbedingt die Eltern mit den beiden Kindern wieder zusammen bringen und versteckt deswegen überall im Haus kleine Erinnerungsfetzen im Haus, damit die vier realisieren, wie viele Erlebnisse und Momente sie verbinden. Die Idee, die dem Buch zugrunde liegt, finde ich wirklich süß und obwohl man die Großmutter zumindest in der Gegenwart nicht kennenlernt, ist sie in dem Haus ständig präsent und es ist toll, wie oft und wie viel die Familie in jeder Lebenslage an sie denkt. Das Familienleben verbindet die vier Personen, aber sie leben alle ihr eigenes Leben mit den eigenen Werten. Wenn einem die Autorin die Gelegenheit gibt in die Vergangenheit der Familie zu blicken, dann merkt man erst wie schade es ist, dass die Bindung so langsam zu zerbröckeln droht. Ich finde es schön, das sie alle ihren eigenen Charakter haben und den eignen Hintergrund - das Mädchen hat Jungs-Probleme, der Junge ist YouTube-Star und die Eltern sind getrennt, da er sie mit einer anderen betrogen hat. Da das Leben der beiden Teenager so realistisch dargestellt ist, wirkt der Roman und das Leben gleich nochmal "normaler". Gespräche, Gedanken, Hoffnungen, Wünsche... Was bedeutet Familie? Wie viel muss man in eine Familie investieren, wie viel bekommt man heraus? Bei mir sind während dem Lesen Tränen geflossen, aber es hat sich auch ein Schmunzeln auf meine Lippen geschlichen. Das Buch berührt und ergreift! Der Schreibstil der Autorin passt perfekt zur Geschichte, ist einfach gestrickt, aber doch mitnehmend und einfühlsam! Eine tolle Idee für die Geschichte, perfekt ausgearbeitete Charaktere und eine zentrale Botschaft! Außerdem: das Buch hat ein so schönes Ende, wie ich es schon ewig nicht mehr gelesen habe!  Eine tolle Idee für die Geschichte, perfekt ausgearbeitete Charaktere und ausgestattet mit einer zentralen Botschaft! Außerdem: das Buch hat ein so schönes Ende, wie ich es schon ewig nicht mehr gelesen habe!

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  • "Kirschblütentage" zum halben Preis

    Kirschblütentage

    Nancysalchow

    02. April 2015 um 09:13

    Liebe Freunde, liebe Leser, ich wollte es nicht unerwähnt lassen - so kurz vor knapp -, dass mein Roman "Kirschblütentage", der ja bereits im November bei Knaur im Taschenbuch erschienen ist, derzeit (um genau zu sein nur noch bis heute, den 2. April 2015) in der eBook-Ausgabe zum halben Preis erhältlich ist. Das bedeutet, dass ihr das eBook derzeit für den Kindle, Tolino usw., also für jeden eReader, für nur 4,49 € statt 8,99 € downloaden könnt. Wer es bisher nicht kennt, hier ein paar Worte zum Inhalt: Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug? Und hier ein paar Links: z.B.: Amazon: http://tinyurl.com/p4uaooy Thalia: http://tinyurl.com/q9szb3n Buecher.de: http://tinyurl.com/nc8vcdj   Ich freue mich über jeden, der sich auch schon Anfang April ein paar Kirschblütentage gönnen möchte. Ich grüße euch ganz lieb.

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  • Eine tolle Idee

    Kirschblütentage

    beate_bedesign

    14. March 2015 um 11:06

    Inhalt: Emilia letzter Wunsch ist die Familie, die immer mehr auseinanderbricht, vor dem endgültigen Zerfall zu bewahren und sich wieder darauf zu besinnen wie wichtig und vor allem schön Familienzusammenhalt sein kann. Dazu verteilt sie, kurz bevor sie stirbt, überall im Haus verschiedene Gegenstände, in der Hoffnung, dass die Familie sich „an früher“ erinnert und zur Besinnung kommt. Meine Meinung: Die Hauptprotagonisten, neben der verstorbenen Emilia, sind Vater Vincent, Mutter Jasmin und die Kinder Kea (17) und Philipp (16). Und diese Familie driftet so langsam aber sicher auseinander. Das war früher ganz anders und Emilia möchte, dass sich alle erinnern. Das schafft sie auch. Ich finde diese Idee sehr schön. Erinnerungen sind fast immer etwas sehr schönes, und es gibt in unser aller Leben immer wieder Gegenstände, die uns helfen Erinnerungen zu halten und auch mal wieder die Gedanken zurück zu schicken in die Vergangenheit. Das Buch ist aus der Sicht aller Familienmitglieder geschrieben, über jedem Abschnitt steht aus wessen Sicht die Geschichte gerade erzählt wird. Die Familie befindet sich in der Gegenwart und der Leser begleitet die einzelnen Familienmitglieder beim Auffinden der Erinnerungsstücke, beim „Erinnern“ selbst und auch bei vielen nicht ausgesprochenen Gedanken. Ich persönlich finde die Grundidee sehr schön, allerdings konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Mir fehlten ein paar schöne Dialoge zwischen den Protagonisten, es waren sehr oft nur kleine Teilstücke aus deren Leben. Auf der einen Seite passt das natürlich sehr gut zu der Zerissenheit der Familie aber für mich ergab das keinen schönen gleichmäßigen Lesefluss. Dafür wechselten mir die Szenen zu oft und zu schnell. Vincent konnte mich von seinem Charakter her auch nicht wirklich für sich gewinnen, er war mir ein wenig flach. So ein bisschen der Typ, der immer den bequemsten Weg im Leben sucht und grundsätzlich andere für Fehler verantwortlich macht. Jasmin, die, seit der Geburt von Kea zur Vollzeitmutter und –ehefrau mutiert ist, konnte ich schon eher verstehen. Gut gefallen hat mir aber Philipp und auch Kea ist wirklich realistisch dargestellt. Ausgesprochen gut gefallen hat mir Charlotte, die Schwägerin. Obwohl sie eigentlich eher eine Nebenrolle spielt, hat sie sich mir deutlich intensiver eingeprägt. Zwischen dem vorletzten und dem letzten Kapitel gibt es dann einen Zeitsprung von einem Jahr und ich persönlich hätte mir gewünscht ein wenig davon zu erfahren, wie dieses Jahr verlaufen ist. Mein Fazit: Eine tolle Idee! Erinnerungen, die zum Nachdenken anregen und die Liebe zurückbringen können. Die Umsetzung konnte mich persönlich nicht ganz überzeugen, das hätte ich mir etwas spannender gewünscht.

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  • Kirschblütentage

    Kirschblütentage

    -sabine-

    22. February 2015 um 12:07

    Ein berührender und warmherziger Roman über eine Familie, deren Glück im Alltag verlorengegangen ist, die es aber schafft, sich zu besinnen, was sie als Familie einmal ausgemacht hat. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Man ist direkt drin in der Geschichte und fühlt sich als Teil der Familie, die gerade eine schwere Zeit durchmacht, die aber wie durch ein unsichtbares Band von Emilia, der kürzlich verstorbenen Groß- bzw. Schwiegermutter, zusammengehalten wird. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, sie wirken mit ihren Ecken und Macken sehr authentisch und wirken wie aus dem Leben gegriffen. Vincent, der sich in Arbeit verliert, um seine Familie zu ernähren, dabei aber leider immer weniger Zeit zuhause verbringt und irgendwann es auch nicht mehr als solches sieht und sich Nähe bei einer Geliebten holt. Jasmin, die in ihrer Mutterrolle gänzlich aufgeht und sich selbst stets hintenanstellt – jetzt aber muss sie schmerzlich erkennen, dass sie sich mit ihren eigenen Wünschen und Träumen völlig aufgegeben hat. Die beiden pubertierenden Kinder Kea und Philipp haben zudem noch eigene Sorgen und fühlen sich von den Erwachsenen völlig unverstanden. Auch wenn ich mich nicht unbedingt mit einem der Charaktere identifizieren konnte, mochte ich doch jeden auf seine Art und Weise, eben weil sie so natürlich und echt gezeichnet waren und mir vorkamen wie Menschen aus dem richtigen Leben. Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, innerhalb der Kapitel gibt es Abschnitte, die aus Sicht jeweils eines der Familienmitglieder geschrieben ist. Da der Name vorweg steht, kann man da gar nicht durcheinander kommen - so bekommt man einen wundervollen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt der einzelnen Familienmitglieder, die zum Teil auch in die Vergangenheit zurückblicken, so dass man sie auch „in glücklichen Tagen“ kennenlernt. Der Schreibstil ist einfach und eher umgangssprachlich, passt sich aber an die jeweiligen Personen an, aus deren Sicht ein Kapitel gerade geschrieben ist. Ich fand ihn sehr angenehm und flüssig zu lesen, so dass die Seiten einfach so dahingeflogen sind. Ich fühlte mich richtig eingenommen von der Geschichte, habe mit den verschiedenen Personen gelitten und trotz der nun wenigen Seiten des Buches eine wunderbare Wärme und Geborgenheit verspürt. Vielleicht ist die Geschichte so berührend, weil sie im Grunde so banal und leider auch typisch ist für viele Menschen. Sich im Alltag zu verlieren – als Familie, aber auch als Alleinstehender - ist immer eine große Gefahr. Doch mit offenen Augen kann man diese Gefahr erkennen und hat dann immer auch die Möglichkeit, für sich oder für die Familie oder auch für beides zu kämpfen. Mir hat die Geschichte wirklich Mut gemacht, Dinge anzugehen, auch wenn sie erst mal unlösbar erschienen. Schade fand ich nur, dass das Ende ein wenig überstürzt und plötzlich gekommen ist – nachdem sich die Geschichte um Jasmin und Vincent langsam entwickelt hat, fand ich das Ende etwas abrupt und hätte mir auch hier ein paar mehr Seiten gewünscht. Der Lesefreude hat dies aber keinen Abbruch getan, denn ich habe „Kirschblütentage“ als eine rundum gelungene Familiengeschichte empfunden. Mein Fazit Ein warmherziger und berührender Familienroman um das alltägliche Glück, dass leider viel zu schnell verloren gehen kann, wenn man nicht drauf aufpasst. Eine sympathische und wie aus dem Leben gegriffene Familie, ein wunderbar leichter und gut zu lesender Schreibstil und eine Entwicklung, die Mut macht und einen mit einem Lächeln auf den Lippen das Buch zuschlagen lässt – mir hat diese Familiengeschichte gut gefallen und nur wegen des zu plötzlichen Endes ziehe ich einen Stern ab und vergebe 4/5 Sternen.

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  • Träume nicht dein Leben - Lebe deine Träume

    Kirschblütentage

    justitia

    11. February 2015 um 15:19

    Erinnerungen der Vergangenheit helfen die Gegenwart zu überwinden und ebnen auf wundersame Weise den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft! Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug? (© Text- & Bildmaterial: Droemer Knaur Verlag) Meine Gedanken zu dem Buch: „Oh wie herrlich schön ist das denn!!“ waren meine ersten Gedanken als ich den Klappentext von „Kirschblütenage“ zum ersten Mal las. Gemeinsam mit dem herrlich romantisch gestalteten Cover hat die Geschichte sofort mein Herz berührt und ich war von der Idee der Großmutter tief ergriffen. Natürlich kam ich nun nicht umhin zu erfahren, ob ihr Plan Erfolg hatte. Bereits von der ersten Seite an war ich von diesem hochemotionalen, aber dennoch sehr lockeren Schreibstil der Autorin gefangen genommen. Die Seiten verflogen in Windeseile und die Geschichte nahm mich voll und ganz in sich auf. Ich fand es faszinierend, mit welcher Liebe und Hingabe die Autorin die Geschichte erzählt. Die Familie als Ganzes und auch jedes Mitglied für sich wuchsen mir total schnell ans Herz, sodass ich stets das Gefühl hatte, ich würde die Figuren schon ewig kennen und sie wären ein Teil meines eigenen Lebens. Dazu trug natürlich auch nicht unwesentlich die Authentizität der gesamten Handlung an sich bei. Die Autorin verwebt die Figuren und die Handlung auf die leichte und gefühlvolle Weise miteinander, dass alles zu einer wundervollen Einheit miteinander verschmilzt. Dies gelingt ihr besonders auch dadurch, dass sie jedes Familienmitglied für sich zu Wort kommen lässt. So erfährt der Leser sehr viel aus den Gefühlsleben der einzelnen Figuren und beginnt hierdurch die Zusammenhänge und Hintergründe viel besser zu verstehen. Der stärkste Charakter der gesamten Geschichte war für mich Emilia, die herzensgute Großmutter hat mit ihren im Haus verteilten Erinnerungen die gesamte Handlung gelenkt und damit auch wesentlich zum versöhnlichen Ende beigetragen. Jasmin ist eine starke und taffe Frau, die ihr gesamtes Leben für das Wohle ihrer Familie geopfert hat. Dabei hat sie leider allzu oft vergessen, welche Träume sie selbst hat und welche Persönlichkeit und welche Talente wirklich in ihr schlummern. Ihr Ehemann Vincent ist vor der Familie in seine Arbeit geflohen. Auch er merkt nicht, wie ihm diese immer mehr entgleitet und wie wenig er eigentlich über seine Frau und seine Kinder noch weiß. Durch die Erinnerungsstücke wird bei allen Familienmitgliedern ein Prozess des Besinnens und auch des Umdenkens angeregt. Ein Prozess, den sie alle miteinander und jeder für sich bitter nötig haben, damit die Familie nicht auseinander bricht. Obwohl ich insgeheim nahezu von Beginn an wusste, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird, war das Ende für mich ein Genuss und äußerst versöhnlich – zumal es das einzige Ende war, was wirklich für diese wundervolle Familie denkbar war. Es war ein Ende, auf das ich die gesamte Zeit gehofft hatte und umso glücklicher war ich, als es wirklich eintrat. Kurz & gut – mein persönliches Fazit „Kirschblütentage“ ist ein äußerst gefühlvoller, emotionsgeladener und in gewisser Weise auch romantischer Roman über das Leben und über die Dinge, die wirklich zählen. Er möchte uns lehren, dass wir die wenigen „Kirschblütentage“, die uns das Leben bietet genießen sollen, da sie das wertvollste und kostbarste im Leben sind. Teilen sollten wir diese Tage mit den Menschen, die wir lieben. „Kirschblütentage“ müssen im Herzen getragen werden, dann helfen uns die Erinnerungen an sie, die Hürden und Herausforderungen des Lebens zu meistern. Gleichzeitig sagt es uns, dass wir niemals, aber auch wirklich niemals unsere Träume und unsere Persönlichkeit aufgeben sollten – egal wofür. Also: Träume nicht dein Leben – Lebe deine Träume! © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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  • unterhaltsamer Roman

    Kirschblütentage

    Manja82

    24. January 2015 um 15:03

    Kurzbeschreibung Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug? (Quelle: Knaur TB) Meine Meinung Emilia hat nicht mehr lange zu leben. Ihre größte Sorge dreht sich um ihre Familie, wie wird es ihr ergehen wenn sie nicht mehr da ist? Die Ehe von Vincent und Jasmin steht auf der Kippe, ihre Enkelkinder Kea und Philipp sind mitten in der Pubertät. Kurz vor ihrem Tod verteilt Emilia im ganzen Haus Erinnerungsstücke, die ihre Familie, wenn sie nicht mehr ist, an glückliche Zeiten erinnern soll. Können diese Spuren die Familie wieder zusammenführen? Der Roman „Kirschblütentage“ stammt von der Autorin Nancy Salchow. Es war für mich das erste Buch der Autorin, nun werde ich mir aber wohl noch weitere zulegen. Die Charaktere der Geschichte sind gut gelungen. Sie wirken alle facettenreich und vielseitig gestaltet. Jasmin hat mir sehr gut gefallen. In ihrer Ehe kriselt es. Dabei steht die Familie bei ihr an erster Stelle, ihr Wohlergehen geht ihr über alles. In sie kann man sich wirklich gut hineinversetzen. Mit Vincent hatte ich ein paar Probleme. Er wirkt arrogant und egoistisch, wandelt sich aber im Verlauf der Handlung merklich zum Besseren. Die beiden Kinder Kea und Philipp ziehen sich immer mehr zurück. Die Pubertät ist bei ihnen voll im Gange und so sind sie auch dementsprechend schwierig zu nehmen. Sie wirken aber glaubhaft und authentisch. Besonders gefallen hat mir hier aber Emilia, die Großmutter, die nicht mehr lange zu leben hat. Auch wenn es nämlich nur kleine Erinnerungsstücke sind, die sie verteilt, so hat jedes von ihnen eine besondere Bedeutung. Sie hat ganz unterschiedliche Emotionen bei mir hervorgerufen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich leicht und locker lesen. Es ist quasi ein Buch das man gut zwischendurch verschlingen kann, denn man kommt sehr rasant durch die Seiten. Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Es sind die Familienmitglieder, die jeder auf seine Art und Weise die Geschehnisse schildern. Jeder bringt eigene Gefühle mit ein, was mir gut gefiel. Bei der Handlung handelt es sich um eine Familiengeschichte, wie sie zu jeder Zeit überall passieren kann. Sie weist Tiefgang auf, zaubert dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht, erreicht ihn im Herzen. Das Ende kommt ein wenig zu schnell und hat mich ein wenig enttäuscht. Es wirkt für mich irgendwie übereilt. Allerdings passt es gut zur Gesamtgeschichte. Fazit Abschließend gesagt ist „Kirschblütentage“ von Nancy Salchow ein sehr guter Roman über die Geschichte einer Familie. Gut charakterisierte Figuren, ein flüssiger Stil und eine Handlung, die aus dem Leben gegriffen scheint und Tiefe hat, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

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