Nancy Sleeth Amisch für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Amisch für Anfänger“ von Nancy Sleeth

Wir telefonieren, während wir kochen. Wir essen, während wir Auto fahren. Wir surfen im Internet, bis wir einschlafen. Es wird endlich Zeit, dass wir runterschalten und unser Leben vereinfachen. Die Amish leben in ihren Gemeinschaften in den USA und Kanada ganz anders. Können die Amish uns als Vorbild dienen? Nancy Sleeth überträgt anschaulich wertvolle Prinzipien der Amish über Familie, Gemeinschaft, Wohnen, Natur und Finanzen in unsere schnelllebige Zeit.

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  • Leserunde zu "Amisch für Anfänger" von Nancy Sleeth

    Amisch für Anfänger
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen  Leserunde einladen: Das Buch „Amisch für Anfänger“ ist eine Neuerscheinung des christlichen Hänssler-Verlages, der für die Leserunde drei Leseexemplare bereitstellt:                                          „Wir telefonieren, während wir kochen. Wir essen, während wir Auto fahren. Wir surfen im Internet, bis wir einschlafen. Es wird endlich Zeit, dass wir runterschalten und unser Leben vereinfachen. Die Amish leben in ihren Gemeinschaften in den USA und Kanada ganz anders. Können die Amish uns als Vorbild dienen? Nancy Sleeth überträgt anschaulich wertvolle Prinzipien der Amish über Familie, Gemeinschaft, Wohnen, Natur und Finanzen in unsere schnelllebige Zeit.“ Bitte bewerbt euch bis zum 1. Oktober um 14 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, was euch am Leben der Amish fasziniert (alternativ auch, was euch nicht gefällt). Da es bei Leserunde immer wieder zu Problemen kommt, beachtet bitte vor der Bewerbung folgende Punkte: 1.     Ihr sollt nach dem Eintreffen das Buch gemeinsam mit den anderen Gewinnern lesen, die Abschnitte in der Leserunde kommentieren und nach dem Lesen zeitnah eine Rezension verfassen. 2.     Die Links zu der Rezension werden im Thread gepostet. Die Rezension wird auf mindestens einer weiteren Plattform (vorzugsweise die Homepage des Verlages, Amazon…) veröffentlich, der Link dazu wird ebenfalls im Thread gepostet. 3.     Die Rezension sollte weder abgeschrieben noch auf zwei Sätze beschränkt sein, sondern sich an folgenden Leitlinien orientieren: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf 4.     Bitte sagt bei Problemen oder Verzögerungen ohne Aufforderung SiCollier, Arwen10 oder mir Bescheid. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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  • Einfach(er) leben für (reiche) Amerikaner

    Amisch für Anfänger
    Starbucks

    Starbucks

    14. November 2013 um 22:29

    Das Buch ‚Amisch für Anfänger‘ von Nancy Sleeth ist so kontrovers, dass man ganze Seiten darüber schreiben könnte. Zuerst einmal das Positive: Das Buch lässt sich unheimlich gut lesen, der Schreibstil hält den Leser am Buch. Man kommt schnell durch die Kapitel, und auch, wenn der Ärger über den Inhalt immer weiter wächst, habe ich das Buch gern gelesen. Nur so kann ich die drei Sterne auch rechtfertigen, die ich vergeben werde. Zum zweiten sind die Grundideen der Autorin sehr gut, aber sehr heuchlerisch von ihr umgesetzt. Schon das Cover – ein Hingucker und auf den ersten Blick gut gelungen – sollte den Leser stutzig machen, denn eine brotbackende tätowierte Frau mit auffälligem Schmuck und einer modischen Schürze repräsentiert tatsächlich die Autorin und ihre Ideen. Von Amisch kann hier keine Rede sein. Hier hat eine reiche Frau, die viel Zeit und Muße hat, von ihrem wohlhabenden Leben genug. Kurzerhand stellt sie einiges um. So, wie wir alle von der Übermacht der Medien und vom Konsum geleitet, ja sogar aufgefressen und vereinnahmt werden, so geht es auch der Autorin. Sie zieht die Reißleine und versucht, ihr Leben zu vereinfachen. Sie meint sogar, sie würde ihr Leben an das einfache Leben der Amisch annähern. Je weiter man liest, desto mehr bemerkt man hier die große Mogelpackung. Die Autorin hat zwar ihr Leben verändert, ja, für einen Amerikaner scheint es auch, dass sie ihr Leben vereinfacht hat. Aber: Sie tut dies immer gerade so weit, dass sie nicht aus ihrer Komfortzone heraus muss. Also lautet hier das Motto eher: Simplify, solange es Spaß macht. Mit diesem Konzept verdient sie nun mit Vorträgen und Büchern das große Geld in den USA. Beim weiteren Lesen wird immer deutlicher, dass die Autorin nicht wirklich das lebt, was sie vorgibt. Immerhin ist sie soweit ehrlich, denn man kann z.B. lesen, dass sie versucht, soweit wie möglich ohne Computer zu leben, aber dort z.B. auch liebend gern Videos für ihre Freizeit bestellt. Sie sagt z.B., sie hat keinen riesengroßen Flachbildfernseher, aber später kann man zwischen den Zeilen lesen, dass sie eben doch einen Fernseher hat. Sie muss ja auch die bestellten Videos schauen können! Das eigentliche einfache Leben der Amisch hat sie m.E. gar nicht verstanden. Aber im Titel des Buches ist dies sicherlich ein attraktives Wort, das auch mich angezogen hat, obwohl ich wusste, dass Sleeth keine Amisch ist. So scheint dieses Buch immerhin für Amerikaner ein gefundenes Fressen, denn es gibt mittlerweile viele, die in ihrer Langeweile und ihrem Überfluss einfach Neues suchen. Erkenntnisse, wie z.B., dass man ja auch ohne Wäschetrockner auskommen könnte, dass man Wäsche auch auf der Leine trocknen kann, sind für einen Deutschen oder Europäer lächerlich, und damit kann der Amerikaner dieses Buch vielleicht gut lesen, für uns hier ist es eher unpassend. Die Übersetzung ist sehr fraglich. Immer wieder wirkt die Übersetzung eher holprig. Und wenn ein Übersetzer/eine Übersetzerin ‚apple sauce‘ mit ‚Apfelsauce‘ übersetzt, dann sollte er/sie vielleicht einfach den Job wechseln, denn dies ist noch nicht einmal landestypisches Wissen, sondern hätte man sogar im Wörterbuch finden können! Trotz all dieser Punkte bin ich bei ‚Amisch für Anfänger‘ geteilter Meinung. Ja, das Buch macht Sinn, aber man hätte es anders aufziehen müssen. Anfangs sollte es ganz sicher in mein Behalt-Regal wandern; mittlerweile ist das nicht mehr sicher. Wieviel Sterne man vergeben kann, weiß ich nicht, ich entscheide mich für die Mitte: 3 Sterne trotz der sehr vielfältigen Kritik. Immerhin denkt man wieder einmal selbst darüber nach, wie man sein Leben vereinfachen kann – Denkanstöße gibt es garantiert, aber man muss selbst etwas daraus machen!

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  • Ein bewußter Lebensstil

    Amisch für Anfänger
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    24. October 2013 um 17:49

    Wer hauptsächlich auf Informationen über die Amish hofft, ist mit diesem Buch an der verkehrten Adresse. Es geht hier mehr um die amishe Art zu leben, mehr um ihre praktisch gelebten Glaubensauffassungen - im weitesten Sinn einfaches Leben. Dabei darf man aber nie vergessen, daß das Buch von einer reichen Amerikanerin geschrieben wurde, die aus der Welt des HighTech kommt, für die Wäschetrockner zum Alltag gehören und die nicht darüber nachdenken würde, die 500m zum Bäcker evtl. zu Fuß zu gehen. Von diesem Startpunkt aus sind ihre Erkenntnisse und die Änderung ihres Lebens wirklich großartig. Uns Mitteleuropäer mit durchschnittlichem Einkommen beeindrucken ihre Thesen eher weniger. Wir würden auf vieles, was für Frau Sleeth normal ist, gar nicht erst kommen, während anderes, was für sie revolutionär ist, bei uns zum Alltag gehört (zum Beispiel, die Wäsche zum Trocknen auf die Leine zu hängen und einen Gemüsegarten zu haben). Zwischendrin streut sie aber doch noch Informationen über die Amish ein, die für jemand, der sich noch gar nicht mit dem Lebensstil der Amishen befaßt hat, sehr interessant sein mögen. Für diese Informationen allein findet man aber Bücher, die geeigneter sind. Das Besondere an diesem Buch ist die allgemeine Lebensauffassung, die Art, wie die Amishen ihr eigenes Leben sehen und organisieren. Sie würden nicht in einem Supermarkt einkaufen, sondern alles, was sie brauchen, entweder selbst anpflanzen oder bei einem Nachbarn (in "Pferdegespann-Reichweite") kaufen. Aber für den ersten Kontakt mit einer Tradition, die auch im 21. Jahrhundert noch ohne Elektrizität und modernen Lebensstandard auskommt, ist das Buch recht interessant. Ein christliches Buch in dem Sinn ist es nicht, obwohl die Autorin manchmal Anläufe macht, die aber nie recht zum Kern der Sache vordringen. Zu diesen Themen gibt es auch bessere Bücher. Hier wird Glaube und Umweltschutz auf eine Art verquickt, die solche Leser, die sich im christlichen Leben nicht besonders gut auskennen, irritiert.

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  • Kompromiss zum Leben der Amisch

    Amisch für Anfänger
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    23. October 2013 um 10:04

    Heutzutage wird das Leben von neuen, schnellen und teuren Erfindungen geprägt. Oft wünschen wir uns die Ruhe und Einfachheit zurück, die wir meist nur noch aus alten Filmen kennen. Die Autorin Nancy Sleeth gibt in diesem Buch Tipps für ein einfacheres, sparsameres  Leben.  Sie zeigt Möglichkeiten auf, wie Menschen in verschiedenen Bereichen (Natur,  Umgang mit Technik, in Gemeinschaft…) ihr Leben verlangsamen und bewusster erleben können. Dabei gibt sie überwiegend Beispiele aus ihrem eigenen Leben, stellt in den Kapiteln jedoch auch kurz da, wie die Amisch diese Prinzipien in einer noch konsequenteren Form umsetzen. Der Titel „Amisch für Anfänger“ könnte beim Leser zu falschen Erwartungen führen. Die Autorin gehört nicht zu den Amisch und hat auch nicht bei diesen gelebt. Doch ebenso wie diese versucht sie, ein ihren Umständen entsprechendes, möglichst einfaches Leben zu führen. Allerdings ist  sie als Frau eines ehemaligen Arztes und als ehemalige Lehrerin viel Luxus gewöhnt, den man sich als normaler Leser nicht unbedingt leisten kann. So kamen mir als Leser manche Reduzierungen (z.B. die Wäsche statt im Wäschetrockner auf der Leine trocknen) sehr banal und selbstverständlich vor. Für manche Vereinfachungen wie z.B. ein Hybrid-Auto ist eine sehr gute finanzielle Ausgangslage nötig, um solche Investition zu tätigen. Aus diesen Gründen konnte ich leider für mein eigenes Leben wenig neue Tipps aus dem Buch mitnehmen. Trotzdem hat mir die Grundidee des Buches gut gefallen, zumal die Autorin ihre Gründe oft mit Bibelstellen unterlegt, die deutlich machen, welche Richtlinien im Umgang mit  Natur, Geld usw. für Christen gelten sollten. Das Buch lässt sich leicht lesen und regt zum Nachdenken an. Weiterempfehlen würde ich es denjenigen, die ihren sehr hohen Lebensstandard durch Sparsamkeit und Einfachheit verändern möchten.

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  • Amisch für Anfänger

    Amisch für Anfänger
    aftersunblau

    aftersunblau

    15. October 2013 um 09:40

    Eine wohlhabende amerikanische Familie findet zum Glauben und beschließt von nun an genügsam nach dem Vorbild der amischen zu leben. Der Mann hängt sein Beruf als Arzt an den Nagel, geht nicht mehr arbeiten. Sie verkaufen ihr großes Haus und ziehen in ein Reihenhaus, verzichten auf Luxusgüter und spenden 1/3 ihres Einkommens. So weit, so gut. Leider stellt sich beim lesen heraus dass das Leben der Familie mit einem amischen Leben überhaupt nichts zu tun hat. Vielmehr entpuppt sich das Buch als Ratgeber für ein Leben in Bescheidenheit, die ganzen Ratschläge werden in einem missionarischen Ton vorgetragen, gerade so, als könnte die Autorin die Welt retten. Die meisten "Verbesserungen" sind in Deutschland selbstverständlich, für Amerikaner dürften sie zum Teil vorbildlich sein. Amerikaner haben eine ganz andere Lebensweise und Umweltschutz ist dort noch ein Fremdwort. Dann muss man bedenken dass die Familie wohlhabend ist und für ihre Verhältnisse wahrscheinlich auf vieles verzichtet, was aber für Menschen aus der Mittelschicht so und so nicht in Frage kommt. Aus Umweltschutzgründen ein Hybridauto zu fahren kann ich leider nicht jeder leisten. Am meisten geärgert habe ich mich über die vielen Widersprüche. Mit Strom aus der Steckdose macht man sich abhängig von den Konzernen, ein Generator tut es auch. Sie verzichtet auf einen Mixer, der braucht ja Strom. Dafür hat sie einen Backautomaten zum Teigkneten, gebacken wird dann aber im Backofen. Sie ist froh dass sie in ihrem Reihenhaus keinen Garten mehr haben, die Zeit die dafür angefallen ist, kann man für die Familie und für Gott aufbringen. Dann geht sie aber her und mietet sich einen Anteil eines Gemeinschaftsgartens. Computer machen den Menschen angreifbar da man zu viel von sich preisgibt und sie rauben den Menschen wertvolle Zeit. SIE braucht den PC aber für ihre Arbeit. Bei einem Gespräch mit ihrem Mann stellt sich dann aber heraus dass 90% ihrer Zeit am PC aber vergeudet sind. Diese Liste ließe sich fast unendlich fortsetzen. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr Wut kam in mir hoch. Unsinnige Vorschläge gepaart mit einem besserwisserischen Tonfall haben mich dazu bewogen das Buch vorzeitig abzubrechen. Man sollte kaum glauben können dass die Familie mit diesen Thesen durchs Land zieht und damit ihren Lebensunterhalt bestreitet. Der Titel des Buches ist irreführend, da man erwartet etwas über das Leben der Amisch zu erfahren. Besser passen würde "Vom Wohlstand" zur gehobenen Mittelschicht", aber wer würde das Buch dann noch kaufen? Das ist wie bei einem langweiligen Roman der aus PR Gründen den Stempel Thriller erhält.

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  • Ratschläge und Tipps für ein besseres Leben

    Amisch für Anfänger
    TochterAlice

    TochterAlice

    13. October 2013 um 15:25

    und zwar nach der Façon der Autorin Nancy Sleeth enthält dieses Buch zuhauf, nicht jedoch - wie ich gehofft hatte - Sachliches und Informatives zum Leben der Amish. In den letzten Jahren habe ich mich sehr für die zugegebermaßen brutalen Krimis der Autorin Linda Castillo begeistert - nicht so sehr wegen des kriminalistischen Inhalts, sondern vor allem wegen des Settings - die Krimis spielen alle im Umfeld der Amish und offenbaren vieles von deren Gebräuchen und Sitten. Natürlich geschieht dies mehr oder weniger beiläufig und so wollte ich endlich einmal zu handfesten Informationen kommen. Doch diese sind in diesem Buch weitaus weniger als in Linda Castillos Krimireihe enthalten - vielmehr geht es um ein Gott geweihtes Leben in Bescheidenheit. Auch sehr interessant - nur leider ist dies durchtränkt mit oberflächlichen "halbgaren" Informationen und vor allem mit Ratschlägen, es der Autorin nachzutun, was ich aber überhaupt nicht möchte. Im Gegenteil, ich bin mit meinem derzeitigen Leben durchaus zufrieden, was mich aber nicht daran hindert, über meinen Tellerrand zu schauen. Hier dagegen geht es ganz klar um eine amerikanische Familie, die ihr Leben Gott weiht und zurück zu einem einfachen Leben findet. Der Witz daran: vieles davon ist für uns hier in Deutschland absolut üblich und hat wenig mit Bescheidenheit zu tun - vielmehr wäre es absolute Verschwendung, anders zu handeln. So sollte man beispielsweise seine Wäsche nicht im Trockner, sondern auf der Leine trockenen - macht hierzulande sowieso das gros der Bevölkerung. Picknicks, das Achten auf saubere Umwelt, Nachbarschaftshilfe und nachbarschaftliche Geselligkeit - das alles soll mich Gott näher bringen. Sie propagiert die Vereinfachung des Lebens aus ihrer, einer sehr speziellen Sicht. Das alles wird in einem belehrenden, ja missionarischen Ton vermittelt, der mich wirklich ärgerlich werden ließ. Die Amish wurden lediglich als Vergleich herangezogen, in der Regel ohne fundierte Beispiele. Ich empfinde die Schreibweise der Autorin als sehr von sich überzeugt, ja teilweise gar arrogant - mit dem Resultat, dass diese mir nach der Beendigung des Buches ausgesprochen unsympathisch war. Auch erscheint sie mir in vielen Dingen als wenig konsequent, was ich überhaupt nicht schlimm fände - wenn sie denn dazu stehen würde. Zudem war die Übersetzung teilweise ausgesprochen holprig und orientierte sich zu sehr am amerikanischen Original, was das Lesen nicht gerade erleichterte und der Leser wird mit Begriffen wie "behinderte Person" oder "herausfordernde Projekte" konfrontiert. Am Ende steht eine Sammlung von "Fast-amishen" Lieblingsrezepten der Autorin, die zugegebenermaßen teilweise ausgesprochen lecker klingen, nicht jedoch zur Bescheidenheit ermuntert: so regt die Autorin bei der Zubereitung von Salaten bspw. den Einsatz getrockneter Artischockenherzen, Mozarellakäse, Cashewkernen und Avocados an, greift bei der - oh Wunder - selbstgemachten Soße zu Dijon-Senf, bei anderen Rezepten zu Brühwürfeln und Curry - das geht für mich alles nicht einmal ansatzweise in die amishe Richtung, wo - Castillo-Fans wissen das - überwiegend Gerichte wie Scrapple, eine Variante des westfälischen Panhas, gegegessen werden. Leider hat dieses Buch mich vor allem verärgert und nicht, wie gehofft, mir Zugang zu einer anderen, für mich neuen Art des christlichen Lebens eröffnet. Das Buch ist aus meiner Sicht ein großes Plädoyer gegen Globalisierung in bestimmten Aspekten und für eine bestimmte Art von christlichem Denken. Bedauerlicherweise blickt die Autorin selbst jedoch nicht über den Tellerrand - viele ihrer Lebensweisheiten gehen in eine Richtung, die von anderen nicht realisiert werden kann bzw. will. Ein Buch, das ich deutschen Lesern eher nicht weiterempfehlen würde!

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  • Auf das Wesentliche besinnen

    Amisch für Anfänger
    Arwen10

    Arwen10

    04. October 2013 um 20:17

    Von den Amisch haben viele schon gehört. Sie fertigen ihre Kleider selbst, fahren in Kutschen, lehnen die Erungenschaften der Technik meist ab und führen ansonsten ein ruhiges und zufriedenes Leben. Während unser Leben immer hektischer wird, viele Menschen Stressgeplagt krank werden oder sogar im Burnout landen. Die Autorin geht in diesem Buch der Frage nach, wie wir unser Leben so ändern, dass wir wieder ein Leben haben, das sich so nennen kann. Das Wesentliche haben wir oft aus den Augen verloren. Die Technik beherrscht unser Leben, die Kommunikation mit anderen Menschen ist oft gar nicht vorhanden. Nach dem Vorbild der Amisch, hat die Autorin ihr Leben entrümpelt und stellt uns in diesem Buch das Ergebnis vor. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich. Vieles ist eigentlich einleuchtend, oft nur in Vergessenheit geraten. In meiner Jugend gab es z. B. kein Internet. Das Fernsehen hatte nur 3 Programme und das Telefon noch eine Wählscheibe, Handys gab es keine. Eins lässt sich schon mal feststellen, das Leben war nicht schlechter ! Es ist natürlich die Frage, ob man sein Leben auch entrümpeln möchte ? Wer es nicht möchte, findet in diesem Buch jedenfalls alles zusammengetragen, was er dann verpasst. Durch das Buch wird man über das ein oder andere Thema nachdenken und überlegen, was man selbst möchte. Es macht auch neugierig auf das Leben der Amisch. Das im Buch erwähnte Kochbuch "Weniger ist mehr" werde ich mir auf jeden Fall näher anschauen. Und ich habe angefangen, das Haus zu entrümpeln, weil wirklich das ein oder andere total unnötig ist. Mir hat das Buch total gut gefallen und ich werde garantiert manches ändern. Fazit: Ein hochinteressantes Buch für alle, die ihr Leben ändern möchten !

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