Nancy Sprowell Geise

 5 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf von Nancy Sprowell Geise

Nancy Sprowell Geise ist Bestseller-Autorin und hat an der Iowa State University studiert. Sie und ihr Mann leben in Topeka, Kansas. Sie haben drei erwachsene Töchter. Nancy verbringt ihre Zeit mit Schreiben und auf Vortragsreisen (Motivational Speaker).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nancy Sprowell Geise

Cover des Buches Auschwitz # 34207 (ISBN: 9783038481744)

Auschwitz # 34207

 (13)
Erschienen am 04.09.2019

Neue Rezensionen zu Nancy Sprowell Geise

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Cover des Buches Auschwitz # 34207 (ISBN: 9783038481744)Angelika123s avatar

Rezension zu "Auschwitz # 34207" von Nancy Sprowell Geise

Einmal Hölle und zurück
Angelika123vor einem Jahr

In dem Buch „Auschwitz #34207 – Die Joe Rubinstein Story“ schreibt Autorin und Biographin Nancy Sprowell Geise über das Leben und Überleben des polnischen Juden Joe Rubinstein zu Zeiten der Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg.


Als unbedarfter Teenager gerät Joe Rubinstein völlig überrascht in die Fänge der Nazis. Anfangs noch als Zwangsarbeiter für das Ausheben von Verteidigungsgräben für Hitlers Militär gebraucht, wohnt Joe zu dieser Zeit noch zusammen mit der Familie in seiner Heimatstadt Radom, die jedoch nach und nach zu einem polnischen Judenghetto umfunktioniert wird. Nach und nach verschärft sich die ohnehin bereits hoch dramatische Situation und gipfelt schließlich im Abtransport Joes nach Auschwitz. Er erlebt ganz furchtbare Dinge und Menschen, unmenschliche, brutale, unaussprechliche Gewalt und unbeschreibliches Leid. Und dennoch gibt Joe niemals auf. In seinem unerschütterlichen Glauben an Gott und die Familie findet er die Kraft zum Überleben und schafft das, was Millionen anderer versagt blieb: Joe überlebt die Nazi-Hölle... 




Obwohl ich bereits viele Bücher gelesen und Filme gesehen habe, die das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust behandeln, ist diese biographische Geschichte nochmal etwas ganz anderes und sehr Besonderes. Mir kam es so vor, als würde Joe Rubinstein leibhaftig vor mir sitzen und als Zeitzeuge von Angesicht zu Angesicht zu mir sprechen – so lebendig und intensiv ist die Story aufgeschrieben. Sie hat mich regelrecht gefangen genommen und – auch nach dem Beenden der Lektüre – sehr lange nicht mehr losgelassen. Obwohl mich die Zeilen dieses Buches bisweilen schockiert haben und mich so ein manches Mal zwangen eine Pause einzulegen, so ist „Auschwitz #34207“ dennoch ein Buch, das man gelesen haben sollte. Schockierend offen schreibt Nancy Sprowell Geise über Joes Erlebnisse in diversen Konzentrationslagern, doch  trotz dieses unbegreiflich großen Leids, das einem hier vor Augen geführt wird, ist Joes Geschichte auch eine Geschichte voller Hoffnung. Es ist berührend und bewundernswert mit welcher Zuversicht Joe sich sein Leben danach aufbaut und mit welchem Mut und welcher Offenheit er über seine schreckliche Vergangenheit spricht. Dieses Buch ist ein einfach rundum gelungenes und mitreißendes Zeugnis über eine Zeit, die hoffentlich niemals vergessen wird und nie, nie wieder geschieht.

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Cover des Buches Auschwitz # 34207 (ISBN: 9783038481744)claudi-1963s avatar

Rezension zu "Auschwitz # 34207" von Nancy Sprowell Geise

Ich lächle weil ich glücklich bin, weil ich das Leben liebe
claudi-1963vor einem Jahr

"Sie töteten sie, die Kinder ... Hunderte und Hunderte von ihnen. Sie brachte sie einfach um, weil sie keine Verwendung für sie hatten. Sie schlugen sie. Sie töteten sie. So wie Tiere ... das habe ich mit eigenen Augen gesehen, was sie da getan haben." (Aussage Joe Rubinstein)
In der Nacht vom 30. April 1942 klopfte es an die Tür der Familie Rubinstein. Als der 21-jährige Joe öffnet, wird er mit hundert anderen Juden nach Auschwitz deportiert. Joe hatte bis dahin niemand etwas getan, er war ein junger Mann wie viele anderen und trotzdem ereilte ihn ein fürchterliches Schicksal. Abtransportiert in einem Viehwaggon muss er Fürchterliches mitmachen, eher er in Auschwitz ankommt und dort die Nummer 34207 verpasst bekommt. Dass er diese damalige Nacht in der Kälte, bekleidet nur mit Unterhemd, Pyjamahose und nackten Beinen überlebt hat, grenzt schon an ein Wunder. Nie verliert er die Hoffnung, auch wenn die Misshandlungen und Qualen noch so schlimm sind. Sein Glaube an Gott, die Zuflucht im Gebet, sein eiserner Lebenswillen und die Liebe zu den Menschen, die er zurücklassen musste, geben ihm in dieser Zeit die Kraft zum Überleben. Doch der Gedanke an seine Familie und was mit ihr geschehen ist, quält ihn noch heute.

Meine Meinung:
Ein nachdenkliches und vom Alter gezeichnetes Gesicht erblickt mich auf dem Cover dieses Lebensberichts. Als ich den Klappentext und die Überschrift las, war mir klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Der einfühlsame, emotionale und lebendige Schreibstil macht es mir einfach in die Geschichte von Icek Jakub Rubinsztejn, dem späteren Joe Rubinstein einzutauchen. Eine Lebensgeschichte wie ich sie schon einige gelesen habe, und trotzdem ist jedes Schicksal ein wenig anders und jedes bewegt mich wieder aufs Neue. Ich bin fassungslos, wie man Joe in dieser einen Nacht einfach so abholt, ohne das er sich von seiner Familie verabschieden, geschweige den sich was anziehen durfte. Dass er die Nacht auf dem Lastwagen in der Kälte überlebt hat, war schon für mich ein Eingreifen Gottes. Genauso wie die Zugfahrt, bei denen viele Menschen in seinem Waggon gestorben sind. Wie menschenunwürdig die SS damals war, erschüttert mich jedes Mal aufs Neue. Männer die wahrscheinlich selbst Familie und Kinder zu Hause haben erschlagen Kinder, so das Joe diesen Anblick noch heute vor Augen hat. Was Joe in Auschwitz und anderen Lagern erlebt, ist einfach unfassbar und er stand mehr als einmal kurz vor dem Tod. Doch Gottes Plan für Joe ist ein ganz anderer, sicher hat er ihm deshalb zum richtigen Zeitpunkt geholfen. Seine Gebete und der Gedanke an die Familie zu Hause hat ihm oft die Kraft gegeben weiterzuleben, wenn er eigentlich nicht mehr mochte. Schön ist es, dass er nach Kriegsende gute Freunde gefunden hat und die Familie Gusenda kennenlernt. In diesem Buch bekomme ich Einblick in das Leben von Joe Rubinstein, der durch den Holocaust nicht nur seine gesamte Familie verlor, sondern selbst Schlimmes erleben muss. Nancy Sprowell Geise interviewt Joe, recherchiert vieles zu den Zusammenhängen der Familie und sucht Nachweise. Joes Geschichte beweisen die vielen Nachweise am Ende des Buchs. Dort befinden sich zudem Endnoten, die Chronologie der Familie und eine detaillierte Aufführung von Konzentrationslagern und einigen Personen, die im Buch erwähnt werden. Außerdem ist Bildmaterial vom Museum Yad Vashem und dem Holocaust Memorial Museum im Buch enthalten. Bewegend für Joe war, dass man in diesem Zusammenhang drei Bilder seiner Familie gefunden hat. Der inzwischen hochbetagte Joe lebt mit seiner wunderbaren Familie in den USA, doch die Vergangenheit ist noch immer schmerzlich für ihn. So ist die Autorin bisher eine von wenigen, der Joe einen solchen detaillierten Bericht seiner Vergangenheit erzählt hat. Dass seine Familie wahrscheinlich alle in Treblinka ums Leben gekommen sind, kann man bis heute nicht hundertprozentig nachweisen. Lediglich dass die alle Juden aus den Ghetto in Radom im August 1942 abgeholt und in das Vernichtungslager nach Treblinka gebracht wurden, fand man. Trotz allem, was Joe erlebt hat, ist er ein Mann geblieben, der die Menschen und das Leben liebt. Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen, der sich mit dem Holocaust, KZs und einem starken Glauben an Gott auseinandersetzen möchte. Den nicht nur Joe gibt hier ein Zeugnis seines Glaubens, sondern ebenso die Autorin selbst. Für mich der bewegendsten Lebensberichte, den ich nur empfehlen kann und dem ich 5 von 5 Sterne gebe.

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Cover des Buches Auschwitz # 34207 (ISBN: 9783038481744)Leseratte61s avatar

Rezension zu "Auschwitz # 34207" von Nancy Sprowell Geise

Ein wichtiges Zeitdokument
Leseratte61vor einem Jahr


Klappentext:

Über die Entdeckung von Licht an den dunkelsten Orten

Am 30. April 1942 gelangt der 21-jährige Pole Joe Rubinstein zusammen mit Hunderten anderen deportierten Juden nach Auschwitz/Birkenau. Er ist ein junger Mann unter vielen. Eine bloße Nummer in den Augen seiner Wärter – ein Mensch, dem man seine Würde schon auf dem Transport im Viehwaggon abgesprochen hat. Als Nr. 34207 überlebt Joe wie durch ein Wunder zwei Jahre lang den verbrecherischen Horror des monströsen Konzentrationslagers. Und er verliert seine Hoffnung auch dann nicht, als er in die anderen berüchtigten Nazi-Lager Buchenwald, Ohrdruf und Theresienstadt gebracht wird und dort schreckliche Misshandlungen erlebt. Denn in Joe ist eine Kraft, die auch das größte Grauen nicht zerstören kann: Sein Glaube an Gott, die Zuflucht im Gebet und die Liebe zu den Menschen, die er zurücklassen musste, geben ihm Hoffnung. Als im Mai 1945 die Sowjetarmee vorrückt, verlässt Joe Rubinstein Theresienstadt. Er ist am Ende seiner Kräfte und traumatisiert, aber er ist frei.

 Nach dem Zweiten Weltkrieg baut Joe sich in Amerika eine Karriere als exklusiver Schuh-Designer auf, gründet mit seiner deutsch-polnischen Frau eine eigene Familie, hat Enkel und Urenkel und beeindruckt bis heute seine Mitmenschen mit seinem unerschütterlichen Glauben an einen guten und liebevollen Gott. Joes Geschichte hat noch niemanden unberührt zurückgelassen. Er hat sie sich im Alter von über 90 Jahren von der Seele erzählt, nachdem er 70 Jahre lang über alles Erlebte geschwiegen hatte.

Fazit:

Durch das Cover wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Ein Mann gezeichnet vom Leben, da wollte ich natürlich mehr erfahren. Da der Titel schon direkt darauf hinweist, um was es in dem Buch geht, war ich erst recht gespannt. Die Geschichte eines Überlebenden dieser grausamen Zeit, sollte uns vor Augen führen, zu was Menschen fähig sind.

Die Lektüre des Buches gestaltet sich sehr emotional, ich musste oft innehalten angesichts der Grausamkeiten und Schrecken, die Joe Rubinstein erleben musste. Diese erschütternde Biographie lässt dem Leser angesichts der Schreckensherrschaft der damaligen Zeit den Atem stocken.

Joe Rubinstein erlebt eine glückliche Kindheit und Jugend, die von dem frühen Tod des Vaters überschattet wird. Angesichts dieser Tatsache muss er sich früh um seine Familie kümmern und tut dies gerne, da er liebevoll erzogen wurde. Seine Jugend endet abrupt, als er an einem kalten Wintermorgen im Pyjama und barfuß verschleppt wird. Nach Tagen auf einem Lastwagen und in Viehwaggons landet er schließlich in Auschwitz. Dort zur Arbeit verpflichtet erlebt er die ganze Härte der Schreckensherrschaft. Nur die Hoffnung, seine Familie wiederzusehen und sein unerschütterlicher Glaube halten ihn aufrecht und da es noch Menschen mit Herz und Verstand gibt, gehört er schließlich zu den wenigen Überlebenden dieses Massakers.

Die eintätowierte Häftlingsnummer erinnert ihn lebenslang an die schrecklichste Zeit seines Lebens und erst 70 Jahre nach dem Ende des Krieges kann er über seine Erlebnisse reden Dank dieser Schilderungen konnte die Autorin Nancy Sprowell Geise, dieses bemerkenswerte Buch schreiben. Sie betrieb intensive Recherche, um die Erzählungen von Joe mit den Tatsachen zu untermauern und in den richtigen Kontext zu bringen. Besonders erschütternd ist der angefügte Bildteil, der das Grauen für die Leser noch greifbarer macht.

Beim Lesen war ich tief erschüttert und fragte mich immer wieder, wie grausam Menschen sein können und was zu dieser Grausamkeit führt. Dennoch schafft es Joe, sich ein positives Menschenbild zu bewahren und das Leben zu lieben. Dies zeigt sich auch nach dem Krieg, als Joe beschließt, nach vorne zu schauen und das Leben anzunehmen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, da mir immer noch die Worte fehlen, um dieses Buch zu beschreiben. Es hat mich sehr erschüttert zurückgelassen und es wird noch lange nachhallen.

Das Buch wurde für amerikanische Leser verfasst und dies ist ihm auch anzumerken. Ich empfehle es an alle Interessierten, auch mit geringen Kenntnissen dieser Zeit. Es ist ein wichtiges Zeitzeugnis und ich wünsche ihm eine große Leserschaft.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Auschwitz # 34207Arwen10s avatar

Vor 74 Jahren wurde Joe Rubinstein aus dem KZ in Theresienstadt befreit. Heute spricht er erstmals über seine unfassbar bewegende Geschichte.

Liebe Leser,

Die Leserunde beginnt mit Erhalt des Buches.Ich freue mich über eure Leseindrücke und nach dem Lesen über eine breite Streuung eurer Rezension.


Einblick ins Buch:

https://www.fontis-shop.de/Auschwitz-34207?sourceRef=int%3Asuggest&userInput=auschw


Und darum geht es:

Am 30. April 1942 gelangt der 21-jährige Pole Joe Rubinstein zusammen mit Hunderten anderen  deportierten Juden nach Auschwitz/Birkenau. Er ist ein junger Mann unter vielen. Eine bloße Nummer in den Augen seiner Wärter – ein Mensch, dem man seine Würde schon auf dem Transport im Viehwaggon abgesprochen hat. Als Nr. 34207 überlebt Joe wie durch ein Wunder zwei Jahre lang den verbrecherischen Horror des monströsen Konzentrationslagers. Und er verliert seine Hoffnung auch dann nicht, als er in die anderen berüchtigten Nazi-Lager Buchenwald, Ohrdruf und Theresienstadt gebracht wird und dort schreckliche Misshandlungen erlebt. Denn in Joe ist eine Kraft, die auch das größte Grauen nicht zerstören kann: Sein Glaube an Gott, die Zuflucht im Gebet und die Liebe zu den Menschen, die er zurücklassen musste, geben ihm Hoffnung. Als im Mai 1945 die Sowjetarmee vorrückt, verlässt Joe Rubinstein Theresienstadt. Er ist am Ende seiner Kräfte und traumatisiert, aber er ist frei. Nach dem Zweiten Weltkrieg baut Joe sich in Amerika eine Karriere als exklusiver Schuh-Designer auf, gründet mit seiner deutsch-polnischen Frau eine eigene Familie, hat Enkel und Urenkel und beeindruckt bis heute seine Mitmenschen mit seinem unerschütterlichen Glauben an einen guten und liebevollen Gott. Joes Geschichte hat noch niemanden unberührt zurückgelassen. Er hat sie sich im Alter von über 90 Jahren von der Seele erzählt, nachdem er 70 Jahre lang über alles Erlebte geschwiegen hatte.

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