Nancy V. Raine Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung

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Inhaltsangabe zu „Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung“ von Nancy V. Raine

"Es gibt keine schrecklicheren Worte für mich als Halt den Mund", schreibt Nancy Venable Raine. "Der Mann, der mich vergewaltigte, spuckte mir diese Worte während der Stunden seines Angriffs auf mich wieder und wieder ins Gesicht -- als ich schrie; als ich versuchte, ihm Vernunft einzureden; als ich aufbegehrte". Raine schrieb sich von der Seele, wie der anonyme Angreifer sie für immer verändert hatte, und konnte so zum ersten Mal nach sieben Jahren damit anfangen, die Ketten abzustreifen, die diese Worte um ihre Seele gelegt hatten. "Ich nehme seitdem die Dinge, mit denen ich in meinem Leben in Berührung komme, bewusst wahr", sagt sie, "und sehe die Welt durch die Augen einer Frau, die vergewaltigt wurde, und das nicht vergessen kann". Raine verwendet in ihrem Bericht die Sorgfalt eines Dichters auf Sprache und Bilder und verleiht <I>Jenseits des Schweigens</I> damit eine eindringliche Unmittelbarkeit. Dem Leser wird nahe gebracht, wie die scheinbar harmlose Tatsache, dass ein Vermieter nach einem Bund Ersatzschlüssel zur Wohnung fragt, einem panische Angst einjagen kann.<P> Raine nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise der Genesung und erforscht gleichzeitig, wie sich das kulturelle Bewusstsein gegenüber Vergewaltigung verändert -- von der Einsicht, dass Vergewaltigungsopfer unter posttraumatischem Stress leiden, bis hin zur Darstellung von Vergewaltigung in Filmen. Es ist diese Bereitschaft, die Welt um sie herum zu hinterfragen, gepaart mit einer emotionalen Ehrlichkeit, die intimes Drama darstellt, ohne in Sensationshascherei zu verfallen, die <I>Jenseits des Schweigens</I> zu einer der wichtigsten Autobiographien der 90er macht. <I>--Ron Hogan</I>
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  • Rezension zu "Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung" von Nancy V. Raine

    Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung
    Sarlascht

    Sarlascht

    Nancy V. Raine wird 1985 in ihren eigenen vier Wänden, von einem Unbekannten, vergewaltigt. Trotz Anzeige kann der Täter nie gefasst werden, in ihrem Buch „Jenseits des Schweigens“ beschreib die Autorin, den langen und oft schmerzhaften Weg zurück in das „normale“ Leben, welches es nach einer Vergewaltigung eigentlich nicht mehr gibt. Interessant fand ich an diesem Buch besonders, dass es nicht nur die Tat, sowie die kurze Zeit danach behandelt, sondern auch die längerfristigen Veränderungen auf einen Menschen, der solch eine Tat überlebt hat. Von den irrealen Ängsten, den Versuch des Vergessens, bis hin zu der Überzeugung, dass eine Therapie sinn- und ratvoll wäre. . Besonders empfehlen würde ich das Buch Angehörigen von Missbrauchsopfern, da es leicht und verständlich beschrieben ist, wie komplex die Welt nach so einer Tat wird und auch die, für Außenstehende, oft nicht nachvollziehbaren Gedanken und Gefühle sind treffend beschrieben. Zudem wird auch Kritik an der Gesellschaft geäußert, die oft nur mit Unmissverständnis reagiert, wenn man nach einem Jahr der Vergewaltigung, immer noch nicht gelernt hat zu vergessen (was nicht möglich ist), oder wenn man sich öffentlich dazu äußert was einen geschehen ist, es zeigt, wie sehr sexueller Missbrauch immer noch ein Tabuthema ist. Wirklich eines der besten Bücher, die es zu diesem Thema gibt.

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    Sarlascht

    Sarlascht

    24. June 2011 um 10:56
  • Rezension zu "Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung" von Nancy V. Raine

    Jenseits des Schweigens. Mein Weg zurück ins Leben nach einer Vergewaltigung
    WildRose

    WildRose

    16. May 2011 um 16:18

    Dieses Buch fand ich sehr gut - eine traurige wahre Geschichte wird auf berührende Art und Weise erzählt, zusätzlich dazu gibt es viele Hintergrundinformationen zum Thema Vergewaltigung und Psychotherapie. Es war auf jeden Fall erschütternd zu lesen, ich werde es so schnell nicht wieder vergessen.