Nancy Werlin Der Fluch von Scarborough Fair

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Inhaltsangabe zu „Der Fluch von Scarborough Fair“ von Nancy Werlin

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  • Rezension zu "Der Fluch von Scarborough Fair" von Nancy Werlin

    Der Fluch von Scarborough Fair
    Kittyzer

    Kittyzer

    15. October 2012 um 20:15

    Selbst wenn sich am Ende das ganze komische Zeug (wie Zach es nannte) in Luft auflösen und sich als Unsinn erweisen sollte - denn trotz der genealogischen Beweise, die Zach gefunden hatte, trotz der Angst, die einfach nicht verschwand, trotz der ständigen Grübeleien über die Aufgaben, glaubte Lucy manchmal immer noch daran -, konnte es schließlich nichts und niemandem schaden, wenn sie das Hemd anfertigte und auch die anderen beiden Rätsel löste. Aber vielleicht, dachte Lucy, während sie sich das Wasser übers Gesicht laufen ließ, rührt der Wahnsinn auch einfach daher, dass man versucht, die Aufgaben zu erfüllen. -- INHALT: Ein furchtbarer Fluch liegt auf den Scarborough-Frauen: Sie alle bekommen mit achtzehn eine Tochter – und verfallen dem Wahnsinn ... Lucy Scarborough ist süße siebzehn, als sie davon erfährt. Und nicht bereit, sich ihrem Schicksal zu ergeben, auch wenn es aussichtslos erscheint. Denn nur wenn sie drei mysteriöse Rätsel lösen kann, ist der Bann gebrochen. Aber Lucy ist nicht allein. Zusammen mit ihrer großen Liebe Zach kämpft sie verzweifelt um ihr Leben. Doch das Böse ist jahrhundertealt, skrupellos und unwiderstehlich... MEINE MEINUNG: Dass der Fantasy-Roman "Der Fluch von Scarborough Fair" anders ist als sonstige Lektüre aus dem Genre, ist schon an dem originell gestalteten Cover zu erkennen. Aber auch der Klappentext lässt eine interessante Geschichte mit neuartigen Elementen vermuten. Und genau die steckt dann auch tatsächlich in den Seiten, sodass man von Anfang an gefesselt ist. Nancy Werlin geht das Ganze recht langsam an, wodurch das Buch eingangs wirkt wie aus dem Reallife-Bereich. Lucy ist ein eigentlich ganz normales Mädchen mit Sorgen und Ängsten - und einer verrückten Mutter, die ihr einen Fluch hinterlassen hat. Die meiste Zeit berichtet das Mädchen selbst, zwischendurch ergreift aber auch ein allwissender Erzähler das Wort, sodass man auch in die Gedanken und Gefühle anderer Figuren hineinschauen kann. Der Schreibstil besteht viel aus prägnanten, kurzen Sätzen und ist flüssig zu lesen, zwischenzeitlich werden aber auch Bandwurmsätze genutzt, die wunderbar zur Atmosphäre beitragen. Lucy ist eine sympathische Protagonistin mit einigem an Willenskraft und Stärke. Sie ist liebevoll, kümmert sich um die Menschen in ihrem Leben und wirkt für ihr Alter schon recht reif. Allerdings ist ihre Art manchmal auch etwas zu pragmatisch und zu wenig gefühlsorientiert, sodass ich mich mit ihr nicht immer identifizieren konnte. Zach, zuerst ihr bester Freund und später ihre große Liebe, ist liebevoll, gutmütig und freundlich, weswegen es nicht lange dauert, bis man ihn ins Herz geschlossen hat. Er gibt Lucy Halt in der schweren Zeit und ist immer für sie da. Gleichzeitig hat aber auch er seine Ecken und Kanten, sodass er immer glaubwürdig bleibt. Auch Nebenfiguren wie Lucys Pflegeeltern Soledad und Leo, sorgenvolle und gute Eltern, die nur das Beste für ihr Kind wollen, oder ihre wirkliche Mutter Miranda, die kurz nach ihrer Geburt dem Wahnsinn verfallen ist, machen das ganze Werk durch ihre verschiedenen Eigenschaften so lebendig. Figuren mit nur kurzen Auftritten, Zachs Eltern oder Lucindas beste Freundin beispielweise, wirken jedoch ebenso durchdacht. Nur der Elfenritter, der das Böse im Sinn hat und Lucy zu seiner wahren Liebe machen will, wie er es auch schon bei den anderen Frauen ihrer Familie getan hat, ist ein klein wenig eindimensional durch das geringe Motiv und den Hintergrund, von dem man kaum etwas erfährt. Die Geschichte selbst besitzt zwar einige phantastische Elemente, diese sind aber fast nur in der Ballade von Scarborough Fair und in den Aufgaben zu finden. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, dass Lucy zu sich selbst finden und mit den Problemen fertig werden muss. Dennoch reichen die wenigen Fantasy-Aspekte aus, um dem Ganzen einen ganz eigenen Zauber und durch die beinahe unlösbaren Aufträge eine gewisse Spannung zu geben. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und trägt durch die kurzen, aber fesselnd endenden, Kapitel dazu bei, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. Die Liebesgeschichte nimmt keinen übermäßig großen Raum ein und ist nicht kitschig, allerdings leider auch nicht sonderlich mitreißend. Dennoch sind Zach und Lucy ein süßes Paar, das gemeinsam gegen den Fluch ankämpfen muss - was sich als sehr schwierig herausstellt. Nancy Werlin hat sich jedoch eindeutig Gedanken um die Lösungen der Aufgaben gemacht und lässt ihre Figuren einen langen Weg dorthin gehen, weswegen es bis zum Schluss spannend bleibt. Die Herausforderungen, die die Charaktere bewältigen müssen, werden glaubwürdig bewältigt und enden schließlich in einem schönen und zufrieden stellenden Happy End, das den Roman perfekt abschließt. FAZIT: "Der Fluch von Scarborough Fair" reizte mich lange und konnte mich nun einige Stunden wunderbar unterhalten. Phantastisch sind nur die Aufgaben, die erfüllt werden müssen, um den Fluch zu brechen, dennoch ist das Werk spannend und an vielen Stellen mitreißend. Für einen lauschigen Abend sicherlich das Richtige! 4 Punkte.

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  • Rezension zu "Der Fluch von Scarborough Fair" von Nancy Werlin

    Der Fluch von Scarborough Fair
    Sunnyle

    Sunnyle

    05. October 2011 um 09:37

    Kurzbeschreibung Ein jahrhundertealter Fluch, drei mysteriöse Rätsel – und eine große, wahre Liebe Ein furchtbarer Fluch liegt auf den Scarborough-Frauen: Sie alle bekommen mit achtzehn eine Tochter – und verfallen dem Wahnsinn ... Lucy Scarborough ist süße siebzehn, als sie davon erfährt. Und nicht bereit, sich ihrem Schicksal zu ergeben, auch wenn es aussichtslos erscheint. Denn nur wenn sie drei mysteriöse Rätsel lösen kann, ist der Bann gebrochen. Aber Lucy ist nicht allein. Zusammen mit ihrer großen Liebe Zach kämpft sie verzweifelt um ihr Leben. Doch das Böse ist jahrhundertealt, skrupellos und unwiderstehlich ... Meine Meinung: In "Der Fluch von Scarborough Fair" wird die Ballade von Paul Simon und Art Garfunkel, welche vor 30 Jahren mit dem Titel "Scarborough Fair" veröffentlicht wurde zu einer Geschichte umfunktioniert - den Ursprung hatte das Lied jedoch in Schottland unter dem Namen "Child Nr. 2: The Elfin Knight" - Nancy Werlin hatte sich zum Text dieses Liedes viele Gedanken gemacht und kam zu dem Schluss, dass der Sänger dieses Liedes, seiner Geliebten drei unmögliche Aufgaben stellt. Und diese drei unmöglich scheinenden Aufgaben nahm sich die Autorin als Grundlage für die Geschichte. Lucy ist eine nette Protagonistin, allerdings erschien mir ihr Handeln und auch das Handeln von Zach desöfteren etwas zu schnell und undurchdacht. Die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich erst sehr sachte und dann ging es plötzlich alles so schnell, dass mir anfangs doch einige Zweifel kamen, ob die Gefühle der beiden ernsthaft sind oder nur zur Verbesserung der Situation dienen sollten. Diese Zweifel wurden jedoch von Seite zu Seite immer weniger und ich hatte das Gefühl, dass der Autorin doch noch der entscheidende Wendepunkt gelungen ist. Lucy versucht nun die drei Rätsel zu lösen und und hat etwas, was bisher keine der Frauen zuvor hatte. Liebevolle Pflegeeltern und Zach, welche ihr zur Seite stehen und ihr Helfen diese Rätsel zu lösen. Wird es ihr gelingen den Fluch zu brechen? Man fiebert mit Lucy mit und hofft, dass sie den Fluch brechen kann. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu halten, sodass das Buch keinesfalls langweilig wird. Mein Fazit: Der Fluch von Scarborogh Fair ist eine verzaubernde Geschichte, welche sicherlich Märchenliebhaber in ihren Bann ziehen wird.

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