Nanna Neßhöver

 4.5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Fühlinchen, Wenn ich wütend bin (ELTERN-Vorlesebuch) und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nanna Neßhöver

Nanna Neßhöver wurde 1981 in Siegburg geboren. Sie arbeitet als Lehrerin und weiß genau, was Kinder bewegt. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt sie am Rhein.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Wenn ich wütend bin" von Nanna Neßhöver

Klasse Bilderbuch!
Carolinchen89vor einem Jahr

Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich wieder ein Bilderbuch für euch. Ein Bilderbuch aus meinem absolut liebsten Lieblingsverlag. Selten werde ich von Büchern aus dem Carlsen-Verlag enttäuscht und auch dieses kann sich in die Reihe an Lieblingsbüchern aus eben jenem Verlag einreihen.

Wütend sein, Gefühle haben, das ist ja ein ganz großes Thema bei den ganz kleinen Menschen. Oft können sie ihre Emotionen nicht in Worte fassen, sind hilflos und drücken ihre Wut durch um sich schlagen oder ähnliches aus. Dieses Bilderbuch zeigt den Kindern auf einfühlsame und kindgerechte Art und Weise, wie sie mit Wut umgehen und diese ausdrücken können.

"Wenn ich wütend bin" erzählt vom kleinen Affen Wim bei dem einfach alles schief geht. Er hat einen richtig schlechten Tag und ist deswegen unglaublich wütend. Erst ist Wim viel zu müde zum Aufstehen, das falsche Frühstück und die verlorene Banane tun ihr übriges, dass der Tag für Wim gelaufen ist. Er überlegt was er nun gegen seine Wut machen kann und erhält alle möglichen Tipps von den verschiedensten Tieren. Ob laut brüllen, auf die Brust trommeln, laut Trompeten oder Stampfen. Wim probiert alles aus und merkt plötzlich, dass seine Wut mit jedem Ausprobieren weniger wird. Am Ende trifft er auf das Faultier, das noch viel wütender ist als er. Als Wim beginnt ihn zu kitzeln, geht es plötzlich beiden besser und die Welt ist wieder in Ordnung.

Die Geschichte ist in kurzen prägnanten Sätzen erzählt und wird von wunderschönen Bildern untermalt. Ich liebe den kleinen gezeichneten Affen und schaue mir die Bilder unheimlich gerne an. Dabei wirkt keine der Seiten überladen, sondern sehr klar und kindgerecht.

Richtig schön finde ich, dass es sich bei dem Buch nicht nur um ein Vorlesebuch handelt. Viel mehr animiert es die Kinder mitzumachen und die Tipps der Tiere selbst einmal auszuprobieren. Meine Kinder lieben Mitmachbücher. Vor allem meine große Tochter wird gerne in das Geschehen eingebunden und so ist das Buch damit natürlich perfekt. Die kleinen Kinder lernen so auf spielerische Weise, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, mit Wut umzugehen und dass es völlig in Ordnung ist, mal wütend zu sein.

Ich finde Bücher über Emotionen unheimlich wichtig für Kinder. Sind sie doch oft für uns Erwachsene schwer zu fassen, wie schwer muss das dann für die kleinsten unter uns sein. Bilderbücher können helfen Gefühle in Worte zu fassen und auch wenn die Kleinen das vielleicht in dem Moment nicht so wahrnehmen so kann man in Situationen, in denen die Kinder wütend sind, durchaus auf solche Bücher zurück kommen und die Kinder daran erinnern, dass es auch andere Wege gibt, mit ihrer Wut umzugehen.

Fazit:
Ein richtig schönes Bilderbuch, das mir und meiner Tochter sehr gut gefallen hat. Die schönen Bilder, der kurze und einprägsame Text, aber vor allem auch die Aufforderung zum Mitmachen sind super gelungen und tragen zu einem wunderbaren (Vor-)leseerlebnis bei. 

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Rezension zu "Wenn ich wütend bin" von Nanna Neßhöver

Gemeinsam mit den Tieren des Dschungels mal so richtig die Wut rauslassen
merle88vor einem Jahr

Inhalt:
Äffchen Wim hat einen ziemlich miesen Tag, schon morgens geht einfach alles schief. Kein Wunder, dass Wim wütend wird – und zwar so richtig. Das fühlt sich gar nicht gut an. Geht die blöde Wut denn gar nicht wieder weg? Zum Glück wohnen viele andere Tiere im Dschungel, die dieses gewaltige Gefühl sehr genau kennen und Rat wissen.
 
Meinung:
Affenkind Wim hat einen schlechten Start in den Tag. Erst muss er sooo früh aufstehen, dann hat seine Mutter ihm auch noch das falsche Frühstück zubereitet und schließlich fällt ihm die Banane aus der Hand. Da kann die Wut schon einmal überkochen. Doch wie reagiert man auf dieses Gefühl „Wut“? Die Tiere des Dschungels zeigen Wim auf unterschiedliche Art und Weise, wie man seine Gefühle herauslassen kann.

Wer kennt das Gefühl Wut nicht? Mal klappt etwas nicht so wie man sich das vorstellt, man bekommt Dinge verboten, die eigentlich solchen Spaß machen oder man muss früh aufstehen. Gerade die Kleinen unter uns müssen erst noch lernen mit diesem Gefühl umzugehen und es einzuordnen. Da natürlich auch mein Sohn die ein oder andere Wutphase hat, war ich sehr neugierig auf dieses Buch.

Auf anschauliche Art und Weise wird in dieser Geschichte mit dem Thema Wut umgegangen. Wim lernt von den Tieren des Dschungels wie diese mit ihrer eigenen Wut umgehen. Da wird dann viel gestampft, gebrüllt oder das Buch einmal kräftig durchgeschüttelt. Denn die Geschichte bezieht die Kinder vor dem Buch aktiv mit ein. Gemeinsam mit den Tieren des Dschungels wird daher versucht die Wut in den Griff zu bekommen.

Nanna Neßhöver hat hier ein Buch geschrieben, dass vor allen Dingen auch den Spaßfaktor mit einbezieht und den Kindern Beispiele gibt, wie man die Wut bekämpfen kann.

Die sehr farbenfrohen Bilder wurden von Illustratorin Eleanor Sommer zur Geschichte beigesteuert. Auf jedem Bild gibt es viel zu entdecken und wir lernen die verschiedenen Tiere des Dschungels näher kennen. Hierbei hat mir vor allen Dingen gut gefallen, dass am Ende der Geschichte den Lesern noch eine Frage gestellt wird und man daher die Geschichte noch einmal von vorne beginnt, um diese Frage lösen zu können. Aufmerksame Kinder werden die Antwort aber wahrscheinlich schon sofort lösen können.

Ganz am Ende des Buches erklärt Dr. Hans Hopf noch einmal woher die Wut kommt und wie man versuchen kann sie zu beherrschen.

Fazit:
„Wenn ich wütend bin“ regt Groß und Klein an gemeinsam mit den Tieren des Dschungels mal so richtig die Wut herauszulassen. Da wird viel gestampft und gebrüllt. Das Einbeziehen der Kinder in die Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die wunderschönen und kunterbunten Illustrationen sind dabei perfekt auf die Handlung abgestimmt.
Wir vergeben daher 5 von 5 kleine Äffchen äh Hörnchen.

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Rezension zu "Fühlinchen" von Nanna Neßhöver

Eine schöne Geschichte über Gefühle und die Suche nach einem Seelenverwandten
Buecherglitzer93vor einem Jahr

Inhalt:
Fühlinchen ist ein ganz außergewöhnliches Schaf. Und in seiner Herde ist es einzigartig. Denn: Die Fellfarbe von Fühlinchen passt sich an seine Gefühlslage und Stimmung an. Während die anderen Linchens in der Herde immer gleich aussehen und man ihnen ihre Freude, Wut oder Trauer gar nicht ansieht, wechselt die Farbe von Fühlinchens Fell von rot nach blau bis hin zu grün. Deswegen fühlt Fühlinchen sich einsam und begibt sich auf eine große Reise, um ein anderes Fühlinchen zu finden. Es trifft viele unterschiedliche Tiere mit vielen unterschiedlichen Stimmungen und Gefühlen. Aber wird Fühlinchen auch ein Tier treffen, das so ist wie es?

Meine Meinung:
Auf den ersten Blick wirkt das Bilderbuch wie ein typisches Gute-Nacht-Buch für kleine Kinder. Der Hintergrund ist in einem dunklen Blau-Grün, umgeben von Pflanzen in matten Farben, einem Halbmond und Sternen. In der Mitte steht ein niedliches weißes Schaf – ein typischer Protagonist in einer Gute-Nacht-Geschichte. Der Titel verrät auch nicht allzu viel – Fühlinchen – und lässt offen, worum es genau geht.
Die Geschichte ist aber eben keine typische Gute-Nacht-Geschichte, auch wenn sie natürlich vor dem Schlafengehen vorgelesen werden kann. Es geht um das Schaf Fühlinchen – die Schafe werden in diesem Buch Linchen genannt -, das in einer Herde lebt. Dort fällt es auf wie ein bunter Vogel, denn sein Fell wechselt je nach Stimmung die Farbe. Was für eine tolle Idee! Ich musste gleich an die Gefühlsringe von früher denken, die angeblich bei unterschiedlichen Gefühlslagen eine bestimmte Farbe angenommen haben.
Für Fühlinchen ist dieser Umstand aber leider nicht so toll, denn es kommt nicht damit klar, dass es anders ist und mit diesem Anderssein allein ist. Ich denke, hier können sich einige Kinder gut mit Fühlinchen identifizieren. Denn auch wir Menschen können unsere Gefühle nicht immer verstecken und auf unterschiedliche Art und Weise zeigen. Wenn mir etwas unangenehm oder peinlich ist, werde ich sehr schnell rot. Und das wiederum ist mir so unangenehm, dass ich noch röter werde – ein Teufelskreis. Wenn man traurig ist, kann es schonmal vorkommen, dass man weint. Bei einigen Leuten können Gefühle auch körperliche Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen haben. Und wieder andere Menschen sind wie die anderen Linchen – und lassen sich ihre Gefühle gar nicht anmerken.
Auf der Suche nach einem Seelenverwandten trifft Fühlinchen viele Tiere, die exotischer nicht sein könnten: ein Stachelschwein, ein Erdmännchen, ein Flamingo und Faultiere. Auch diese Tiere haben vereinzelt eine eher ungewöhnliche Farbe, je nach dem Gefühl oder der Stimmung, für die sie stehen. Fühlinchen ist auf den Bildern jeweils in der gleichen Farbe wie das Tier bzw. die Tiere, die es gerade getroffen hat, abgebildet. Außerdem wird das Adjektiv für das Gefühl bzw. die Stimmung ebenfalls in der jeweiligen Farbe dargestellt. Schade finde ich, dass dies nicht bereits am Anfang des Buches so gehandhabt wurde, etwa mit den Gefühlen Trauer oder Stolz – denn auch hierfür gibt es eine spezielle Farbe, die auf den Bildern durch Fühlinchen veranschaulicht wird.
Leider gibt es auch ein paar klitzekleine Kritikpunkte. Zum Einen finde ich, dass auf den Bildern nicht wirklich ersichtlich ist, um welches Gefühl es sich denn nun handelt. Und gerade bei Kindern, die die Gefühle noch nicht benennen können oder die Wörter für die Gefühle nicht kennen und zuordnen können, kann es daher schwierig sein, zu verstehen, um welche Gefühle es jeweils geht. Bei den Farben, die die Gefühle darstellen sollen, handelt es sich meist um die üblichen Farben, die mit den jeweiligen Gefühlen oder Stimmungen assoziiert werden – etwa Violett für Müdigkeit, Gelb für Freude und Orange für Neugierde. Allerdings gibt es auch einige Farben, die nicht zu den bekannten Gefühlsfarben gehören – was ich allerdings nicht als wirklich schlimm empfinde.
Außerdem finde ich die Pointe schwierig. Die Tiere werden alle nur mit jeweils einem Gefühl dargestellt, aber am Ende ist die Moral, dass jeder mal das eine und mal das andere fühlt. Das hat sich aus der Geschichte für mich jetzt nicht so ergeben – denn hier fühlt nur Fühlinchen mal das eine und mal das andere – die anderen Tiere scheinen im Laufe der Geschichte immer das gleiche Gefühl oder die gleiche Stimmung beizubehalten.
Insgesamt finde ich dieses Bilderbuch und die Geschichte wirklich empfehlenswert. Die Idee ist neu und für die Kinder gibt es neben den Gefühlen auch noch einiges anderes zu entdecken, insbesondere die unterschiedlichen Tierarten. Auch die Illustrationen finde ich wirklich niedlich und ansprechend. Daher bekommt das Buch trotz der kleinen Kritik 5 Sterne.

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