Naomi Alderman The Power

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Inhaltsangabe zu „The Power“ von Naomi Alderman

What if the power to hurt were in women's hands?
Suddenly - tomorrow or the day after - teenage girls find that with a flick of their fingers, they can inflict agonizing pain and even death. With this single twist, the four lives at the heart of Naomi Alderman's extraordinary, visceral novel are utterly transformed.

Die Grundidee gefällt mir so sehr, aber mit dem Religionskram kann ich komplett nix anfangen. Meh.

— Marina_Nordbreze

Absolut fesselnd und nervenaufreibend!

— Gluecksklee

Besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer

— DamlaBulut

Interesting idea about a 'what if' scenario I've never thought about...

— I-heart-books

Faszinierend detailliert aufbereitetes Gedankenexperiment - gleichermaßen fesselnd und verstörend.

— Walli_Gabs

es ist spannend, gruselig, angsteinflößend und lässt einen grübeln

— katrin297

Aufrüttelnder Roman zum wichtigen Genderthema. Keine leichte Kost. Hält uns schonungslos den Spiegel vor.

— Hermione27

Sehr faszinierend wenn auch ziemlich düster. Geschrieben wie ein Thriller, sehr spannend!

— Anne42

Sieger des Bailey Women's Prize for Fiction. Durchaus lesenswert. Eine echte Dystopie mit viel Düsterkeit und einer Prise Ironie.

— wandablue

Naomi Alderman spielt auf faszinierende Art und Weise mit den Geschlechterrollen. Mitreißend, wachrüttelnd und erschütternd!

— daydreamin

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  • Fesselnde Dystopie

    The Power

    Gluecksklee

    14. August 2017 um 17:42

    „The Power“ von Naomi Alderman gehört meiner Meinung nach durchaus ins Genre “Dystopie”, denn zu Beginn der Geschichte entwickeln Frauen die Fähigkeit, Elektrizität zu erzeugen und dadurch anderen Menschen Stromschläge verpassen zu können. Sind es zu Beginn erst einige wenige Frauen, die über diese neue Fähigkeit verfügen, so breitet sich das Phänomen rasend schnell aus – über den ganzen Globus hinweg. In einer bis dahin weitgehend von Männern beherrschten Welt stellt diese Entwicklung die Machtverhältnisse gründlich auf den Kopf. Dabei schafft es Naomi Alderman im Verlauf des Romans, mehrere gesellschaftskritische Seitenhiebe in ihre Geschichte einfließen zu lassen. Die Geschichte selbst wird hauptsächlich auch der Sichtweise von vier Personen geschildert: Da ist Roxy, die uneheliche Tochter eines Gangsterbosses, die aufgrund ihrer neuen Kräfte einen Platz in der Familie ihres Vaters erhält; Allie, die sich aus ihrer furchtbaren Lage bei ihren Adoptiveltern befreit und für einen neuen religiösen Kult verantwortlich wird; Margot, eine Politikerin und Tunde, ein Journalist und der einzige männliche Hauptprotagonist. Später in der Handlung kommen auch andere Charaktere zu Wort, aber die Handlung begleitet hauptsächlich diese vier Personen durch die Entwicklungen über die Jahre hinweg. Einige der Handlungsstränge, die zu Beginn noch nichts miteinander zu tun haben, laufen später zusammen – so ergibt sich ein Gesamtbild der Folgen, die durch die neuen Kräfte der Frauen verursacht werden. Denn diese Entwicklung sorgt nicht etwa für ein ausgewogenes Kräftegleichgewicht. Das neue Frauenbild, dass Naomi Alderman nach der Entwicklung dieser Kräfte beschreibt, ist kein schmeichelhaftes. Die Männer fühlen sich nicht nur durch diese neue Verteilung von Macht bedroht – auch die Frauen fürchten, dass die Männer zu einem Gegenschlag ausholen werden, um die „alte Ordnung“ wiederherzustellen. Der Konflikt zwischen beiden Gruppierungen spitzt sich zu, die Rechte von Männern werden durch weibliche Regierungen mehr und mehr eingeschränkt – kurzum, die Frauen verhalten sich mindestens genauso schlimm, teilweise noch schlimmer, als es die Männer vor ihnen getan haben. Die Protagonisten sind dabei nicht alle sympathisch. Tunde, der die Entwicklung der Ereignisse als Reporter rund um den Globus begleitet, war mitunter noch der sympathischste in der Reihe an Charakteren. Und überraschenderweise habe ich auch mit Roxy mitgefiebert, die, im Vergleich mit anderen Charakteren, überraschenderweise noch am menschlichsten geblieben ist. Mit Margot, der Politikerin, konnte ich mich nicht wirklich identifizieren – das mag vielleicht auch daran gelegen haben, wie sie mit ihrer ältesten Tochter umgeht. Insgesamt ist „The Power“ keine leichte literarische Kost – und das liegt nicht daran, dass ich das Buch im englischen Original gelesen habe. Mit dem englischen Originaltext kam ich ganz wunderbar zurecht. Das Buch ist spannend, obwohl ich es nicht als typischen Thriller sondern wirklich eher als Dystopie beschreiben würde. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte – und wer zwischen den einzelnen Abschnitten die Zeitangaben verfolgt, der wird merken, dass dort eine Art Countdown läuft – die Frage ist nur, was passiert, wenn die Zeit abgelaufen ist? Ich vergebe fünf von fünf Sternen, weil mich die Handlung bis zum Schluss fesseln konnte und man auch, nachdem man das Buch ausgelesen hat, noch lange über die in der Handlung enthaltene Gesellschaftskritik nachdenken wird.  

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  • Frauenpower

    The Power

    Estrelas

    13. August 2017 um 12:00

    Was wäre, wenn Frauen durch eine körperliche Veränderung nicht mehr das schwache Geschlecht wären? "The Power" zählt wie ein Countdown runter von der Entdeckung von weiblichen Fähigkeiten, zu ihrer Anwendung bis zur Veränderung politischer Systeme. Es ist ein krasses Buch, das uns durch Skizzen antiker Relikte glauben lassen will, das sei alles echt. Und auch die Schilderungen sind so eindringlich und schockierend, dass man froh ist, dass diese Geschichte nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist. Aber sie greift eben auch wichtige Themen auf, wie Gewalt in der Familie, gegen die Frauen durchaus kämpfen sollen. Wir begleiten verschiedene, meist weibliche Charaktere und sehen, was die Macht oder die Machtlosigkeit mit ihnen macht. Dieser Roman ist eine gut lesbare Dystopie, die ich jedem Fan alternativer Zukunfstszenarien ans Herz legen möchte.

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  • The rules of the world - reversed...

    The Power

    Queenelyza

    07. August 2017 um 22:11

    Naomi Alderman takes the reader with her on an interesting and faszinating, sometimes shocking adventure. She is constructing a world in which women discover a special power. This power allows them to rule, to punish and even to inflict death on others. And after centuries of suppression they are determined to use it and turn the world upside down...This interesting and frightening szenario is told from different perspectives. There is Roxy, molested by her foster father, Margot, a grown up woman trying to disguise her power, as she is mayor and of the opinion the power will do her no good. Tunde, a young man, sympathizes with women who use their power and they let him share their lives and experiences. And Allie, who seem to turn into a totally different person under the influence of the power...This book is interesting to read and shows how power could be abused by people who are suppressed for what seems like forever. And to be honest, although there happened a few progresses over the centuries, emancipation still has a long, a very long way to go. The interesting experiment of letting men endure the new found power of the women is shocking, funny and at the same time inspiring as it shows almost painfully where the problems in our society lie. The roles are reversed and women behave like men, but the book only describes. If leaves the meanings and interpretation to the reader which offers a lot of ideas to think about the subjects of equality and gender. I love books which give me thought-provoking impulses like this one. It made me angry, in a strange way i was angry about some of the characters abusing their new-found power. But the more I read the more it was understandable for me how all this assembled to a tight-woven, bitter, and sometimes funny story about a power the world has to come to terms with. Around the world power is misused round the clock, and we don't seem to notice it anymore as it a has become a common problem. This book opened my eyes and showed me more about the mechanisms of power and surrender. A great read for anyone who loves books that make the reader think and reflect - themselves, the world and the society.

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  • Frauenpower - wortwörtlich!

    The Power

    Mrs. Dalloway

    03. August 2017 um 19:39

    Ab und zu lese ich gerne mal ein englisches Buch und dieses hier hat mir besonders viel Input gegeben. Es handelt von einer Welt, in der die Frauen eine ganz besondere Macht besitzen. Sie können damit andere Menschen verletzen und sogar töten. Ich würde mal sagen: Ein Fest für alle Männerhasserinnen.Schon am Anfang hat mir der Roman gut gefallen. Das Englisch ist für mich relativ gut verständlich gewesen, einiges habe ich aber nachgeschlagen. Alles in allem bin ich damit aber gut zurecht gekommen. Die Kapitel sind recht kurz und erzählen jeweils aus der Sicht einer Frau geschrieben, was am Anfang ein wenig verwirrend sein kann, aber später fließen die Handlungsstränge zusammen. Der Countdown, der runter gezählt wird sorgt für allerhand Spannung. Was passiert wohl ganz am Schluss? So bleibt die Spannungskurve das ganze Buch hindurch konstant hoch.Das Buch ist nicht gerade leichte Kost, aber das kann man sich denken wenn man die Worte Macht und Machtmissbrauch hört... Ich finde es ist ein gelungenes Werk, das zum Nachdenken anregt und auch ein wenig gesellschaftskritisch ist. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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  • Besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer

    The Power

    DamlaBulut

    01. August 2017 um 15:33

    The Power - Naomi Alderman "The Power", eine Welt, in der die klischeehafte Rollenaufteilung der Geschlechter, völlig auf den Kopft gestellt wird.Eine Welt, eine Zeit, in der Frauen mit nur einem Fingerschlag, quälende Schmerzen und sogar Tod verursachen können. Diese Geschichte wird sowohl aus der perspektive der Frauen, als auch der Männer, erzählt.Wie gehen die Geschlechter in einer Welt wie dieser, mit der ganzen Situation um?Wie sehr unterscheidet es sich, von der Gesllschaft, die wir jetzt kennen und in der wir leben.Dieses Buch ist ein besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer.Eine große Leseempfehlung! 📔

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  • What if women take over the power of this earth?

    The Power

    I-heart-books

    31. July 2017 um 14:04

    Phew, how to start here?Well, first of all I can say, that I think it is really interesting, the idea of women taking over the power to lead this world. The change of strength, politically and socially. If you think about how our society looks like today, you see the parallels pretty clearly. I was so curious how this idea might get converted into a story.The language was not the biggest problem - though sometimes I had to read some sentences twice because of some words, especially when there were biblical passages within the text.To be honest - I didn't like the drawings that much : / But I did like the part with the notes and the cross-reverences to online articles and the tv programms. That was a nice element.I had some problems with the characters. Even in the end of the book I had difficulties to get the characters. I just couldn't get to like them. The only parts where I somehow get them was when some of their pathes crossed each other. But their individual story lines? I couldn't get hold of them. Sorry...I know that this violent actions which are shown in this book happen every day everywhere on this earth, nevertheless I was shocked to read some of the scenes. It just took me by surpise when I read them because I did't see it coming. Really crass sometimes.The idea of a social 'what if' scenario is really interesting. I guess it was mainly the characters that made me read it so slowly and is also the main fact why I couldn't get on with the story in some parts.Nevertheless I'd like to say thank you to Penguin for the free copy and to all the others in this reading group.

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  • Eine spannende Dystopie

    The Power

    katrin297

    25. July 2017 um 09:24

    Bereits das Cover von "The Power" versprüht einen dystopischen bzw utopschen Eindruck. Die Geschichte wird aus unterscheidlichen Perspektiven erzählt, das das Ganze spannender macht. Plötzlich haben junge Frauen eine gewisse Kraft. Roxy, eines der stärksten Mädchen wächst in einer Familie auf, wo sie sich immer behaupten muss, da sind ihre Kräfte sehr hilfreich. Doch was passiert, wenn sie diese Kräfte nicht mehr hat? Allie leidet unter ihrer Pflegefamilie, die sie missbraucht, bis sie eines Tages sich wehrt, abhaut, sich Mother Eve nennt und eine Art Gruppe von Mädels gründet, die sich gegenseitig helfen. Doch was passiert wenn man erfährt wer sie wirklich ist? US Senator Margot liefert eine ganz andere Sicht und zwar wie man mit diesem plötzlichem Problem umgeht in der Gesellschaft und gleichzeitig die eigenen Kräfte versteckt. Ihre Tochter leidet unter diesen Kräften un dhat sie nicht wirklich unter Kontrolle. Margot versucht ihrer Tochter zu helfen und gründet Camps ,wo Mädchen ausgebildet werden ihre Kräfte richtig zu benutzen. Doch was passiert, wenn das aus der Kontrolle gerät? Tunde ein junger Journalist fühlt sich hilflos als plötzlich ein Mädchen ihm wehtut und er sich nicht wehren kann und beginnt zu recherchieren. Er begibt sich in gefährliche Gebiete. Doch was passiert, wenn er selbst in Gefahr ist? Es ist eine dystopische geschichte, die so einiges in Frage stellt. Es gibt auch eine gewisse Andeutung und Parallelen zum Kataklysmus. Dieses Buch schildert was Macht anrichten kann, wenn man diese missbraucht und erinnert den Leser, dass man aus der Vergangenheit lernen sollte. Die Bilder sind alte Artefakte und liefern eine gewisse Verbindung zu der Vergangenheit und sind teilweise sehr unheimlich. Der Schreibstil ist flüssig, authentisch, spannend und die Beschreibungen sind so genau, dass man sich teilweise sehr gruselt. Ich kann mir das Buch gut im Englischunterricht vorstellen, denn das Englisch ist leicht verständlich und das Thema könnte viele Schüler interessieren.

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  • Wenn Frauen die Welt regieren würden …

    The Power

    Walli_Gabs

    24. July 2017 um 20:59

    … dann wäre diese ein friedlicherer, gerechterer und harmonischerer Ort - oder? Naomi Aldermans „The Power“ belehrt die Leser eines Besseren. Ein Buch im Buch beschreibt die dystopischen Entwicklungen, die das Kräfteverhältnis der Geschlechter umkehren. Junge Mädchen entdecken, dass ihre Körper Elektrizität erzeugen können und dass sie in der Lage sind, diese gezielt als Waffe einzusetzen. Plötzlich sind es Jungen, die schutzbedürftig erscheinen und in der Folge von den Mädchen getrennt werden. Und das ist erst der Anfang …Das Buch hat vier Hauptfiguren, drei von ihnen weiblich. Roxy wird als Teenager Zeuge der Ermordung ihrer Mutter, Politikerin Margot verachtet ihren unsympathischen Chef und Pflegekind Allie hat schon einiges mitgemacht im Leben. Ihnen allen verschafft „The Power“ die Möglichkeit, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Journalistikstudent Tunde arrangiert sich dagegen schnell mit den neuen Verhältnissen und wird zum Chronisten der Veränderungen; er reist zu den Hotspots der Umbrüche und berichtet. Und Umbrüche gibt es weltweit – „The Power“ ist überall gleichzeitig ausgebrochen. Sie ermöglicht Frauen global, sich gegen ihre Unterdrücker aufzulehnen. Doch was ist noch Verteidigung und was schon Angriff? Was ist durch Gewalt erzeugte Gegengewalt und was beruht einfach nur auf Grausamkeit? Was lässt sich noch irgendwie rechtfertigen und was ist einfach nur ein Missbrauch der neuen Macht?Naomi Aldermann entwirft eine Dystopie, die zugleich fesselnd und unangenehm ist. Nachdem man sich als Leserin erstmal halbwegs entspannt zurücklehnt, weil hier und da scheinbar Gerechtigkeit hergestellt wurde, kommt schnell ein immer größeres Unbehagen auf. Männer werden vermehrt Oper von Übergriffen. Einige werden im Job zu Sexobjekten degradiert, andere trauen sich kaum mehr alleine aus dem Haus. Und dann gibt es auch noch eine neue Religion mit einer Prophetin, die wie eine Heilige verehrt wird und die neue Macht der Frauen zu legitimieren und zu festigen scheint. Dass irgendwann eine Art von Gewöhnung an „The Power“ einsetzt, bedeutet nicht, dass sich die Lage beruhigt – im Gegenteil. So viel zum Thema: „Wenn Frauen die Welt regieren würden …“  Naomi Alderman macht sich da keinerlei Illusionen. Was sie mehr als deutlich ausführt: Macht verändert. Jeden. Und eine Veränderung zum Positiven ist leider die Ausnahme. Dafür findet sie viele Beispiele aus total verschiedenen Bereichen und irritiert, wenn sie teils bekannte Mann-Frau-Situationen einfach immer wieder umdreht.Drastischer und plastischer wird das Ganze noch dadurch, dass die Autorin ein „Buch im Buch“ geschaffen hat. Diesem ist ein Mailwechsel zwischen Autor und Lektorin (dem Alter Ego der Autorin) vorangestellt, in dem der Autor beschreibt, dass er sein Geschichtsbuch „The Power“ in die Form einer Erzählung gebracht hat, damit es nicht so trocken ist. Zusätzlich werden immer wieder historische Artefakte abgebildet, die das Geschlechterverhältnis in vergangenen Zeiten untermauern sollen. Als Leser fragt man sich immer häufiger, wo das alles eigentlich enden soll, zumal der Text wie ein Countdown aufgebaut scheint. Kein Wohlfühl-Buch! Aber ein sehr interessantes Gedankenexperiment, das nachdenklich macht und mich durchaus verstört zurückgelassen hat.

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  • Kein Buch zum Lachen, aber höchst interessantes Endzeitszenario

    The Power

    Lrvtcb

    24. July 2017 um 20:41

    Bis jetzt habe ich schon ein paar Dystopien gelesen. Ich mag den häufig gesellschaftskritischen Blick auf die Welt und die Szenarien, die vorgestellt werden. „The Power“ enthält zwar ebenfalls ein Endzeitszenario, jedoch würde ich dieses Buch nie mit den Tributen von Panem, die Bestimmung oder Flawed vergleichen. Es ist schon dadurch anders, dass es keine Trilogie ist. Es ist ein in sich abgeschlossenes Buch. Auch handelt das Buch nicht von einer tragischen Liebesgeschichte, die nicht sein sollte, oder einem Mädchen, dass alleine gegen ein System rebelliert.„The Power“ hat zwar einige fantastische Elemente, wie die Macht, die so viele Frauen in sich tragen, aber es ist zugleich auch eine sehr realistische Geschichte. Der heutigen Gesellschaft wird ein sehr deutlicher Spiegel vorgehalten. Indem, dass einige Aspekte der heutigen Welt spiegelverkehrt dargestellt werden, werden sie noch deutlicher. Es klingt vielleicht verwirrend und absurd an, aber genauso geht Naomi Alderman vor und für mich hat es sehr gut funktioniert.In der heutigen Welt werden vielerorts Frauen unterdrückt und ihrer Rechte beraubt. Hier geschieht dies genau umgekehrt. Durch die Macht sind die Frauen in der Lage die Männer zu unterdrücken und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Es ist manchmal etwas überzogen, aber durchaus nicht unrealistisch. Anfangs musste ich mich mit diesem Gedankenspiel etwas anfreunden, aber nach und nach habe ich verstanden, wie kritisch die Geschichte eigentlich ist. Was wie eine normale Dystopie beginnt, wird zu einer sehr aktuellen Gesellschaftskritik.„The Power“ ist kein Buch, das einen zum Lachen bringt. Es gibt hier keine Personen, die man von Anfang an mag und in sein Herz schließt. Es gibt auch keine romantischen oder glücklichen Szenen. Es gibt leidglich eine brutale Realität, die einen zum Nachdenken anregt. Genau dieser Aspekt war es, den ich an dem Buch mochte. Auch als ich das Buch zwischendrin mal zugeklappt habe, hat es mich weiterhin beschäftigt. Ich musste noch lange an die einzelnen Schicksale denken und ob man irgendetwas hätte anders machen können.Wer gerne ein etwas anspruchsvolleres Buch lesen möchte, sollte unbedingt „The Power“ lesen.

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  • Faszinierend und düster

    The Power

    Anne42

    24. July 2017 um 16:33

    Erst einmal vorweg den Klappentext: „All over the world women are discovering they have the power. With a flick of the fingers they can inflict terrible pain – even death. Suddenly, every man on the planet finds they´ve lost control. The day of the girls has arrived – but where will it end?”Da es sich hier um ein englisches Buch handelt, möchte ich kurz etwas zu der „Verständlichkeit“ des Buches schreiben. Ich bin absolut kein Englisch-Profi, es war allerdings auch längst nicht mehr mein erstes Buch in englischer Sprache. Allerdings war es das erste „kompliziertere“ Buch auf Englisch. Dementsprechend habe ich durchaus einige Zeit gebraucht, es zu lesen. Es wird neben einigen spezifischen Wörtern (wie skein – wer kennt denn das bitte ^^) viel Umgangssprache verwendet, was es mir etwas erschwert hat, da ich doch einiges noch nachschauen musste am Anfang. Allerdings bietet das Buch hier wirklich ein flottes Tempo, gerade auch zu Beginn, wodurch ist zwar nicht schneller gelesen habe, aber öfter lesen wollte und es nicht genervt zur Seite legen brauchte. Auch dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, konnte mich mehr zum Lesen motivieren. Man hat ja doch immer einige Lieblinge, von denen man jetzt unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Die Charaktere sind in meinen Augen, obwohl sie alle sehr unterschiedlich sind, ziemlich prototypisch und überspitzt dargestellt, was dem Lesevergnügen und der Geschichte keinen Abbruch tut, da es einfach zum Konzept gehört und hier nicht zwingend fehl am Platz ist. Über den Verlauf der Geschichte möchte ich nichts sagen, da ich nicht spoilern will und finde, dass man die Geschichte selbst entdecken sollte. Daher nur so viel: Das Buch hinterlässt absolut kein schönes Gefühl beim Lesen, wer so etwas also braucht, dem würde ich es nicht empfehlen. Ein kleiner Knackpunkt war für mich auch das Ende, das hat mich irgendwie nicht so richtig befriedigen können, da es für meinen Geschmack zu offen ist. Es ist jedoch ein extrem interessantes Gedankenspiel, das mit Macht(missbrauch) und Rollenklischees spielt und mich an mehreren Stellen inne halten lassen und nachdenklich gemacht hat.  

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  • Leserunde zu "The Power" von Naomi Alderman

    The Power

    PenguinRandomHouseUK

    Wir feiern die Gewinnerin des 2017 BAILEYS WOMEN'S PRIZE FOR FICTION  und verlosen 25 Exemplare für unsere Leserunde! Book DescriptionAll over the world women are discovering they have the power. With a flick of the fingers they can inflict terrible pain - even death. Suddenly, every man on the planet finds they've lost control.The Day of the Girls has arrived - but where will it end? 'Irresistible. Holds a mirror up to the here and now' Mail on Sunday'A fascinating look at what the world might be like if millennia of sexism went the other way. Ingenious... deserves to be read by every woman (and, for that matter, every man)' The Times'The Hunger Games crossed with The Handmaid's Tale' Cosmopolitan'Kick-ass attitude and thrill-a-minute vim' Observer HIER geht's zur Leseprobe The AuthorNaomi Alderman is the author of three previous novels: Disobedience, The Lessons and The Liars' Gospel. She has won the Orange Award for New Writers and the Sunday Times Young Writer of the Year Award. She was selected for Granta's once-a-decade list of Best of Young British Novelists and Waterstones Writers for the Future. She presents Science Stories on BBC Radio 4, she is Professor of Creative Writing at Bath Spa University and she is the co-creator and lead writer of the bestselling smartphone audio adventure app Zombies, Run!. She lives in London.Einfach bewerben und unser Lostopf wird entscheiden.Have a lovely!All the best from rainy London,Ulrike @ PRH UK 

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    • 330

    katrin297

    24. July 2017 um 13:53
    Lrvtcb schreibt Für mich was das nie wirklich was göttliches. Habe das eher als eine innere Stimme oder das Unterbewusstsein interpretiert. Darrel hatte in einer Szene (vor seiner Ermordung) ja auch eine Stimme, ...

    ich habe es auch nie als Gott interpretiert, sondern eine Art Überich bzw. Unterich oder leichter formuliert soetwas wie teufel und egel, Allie ist im Konflikt mit sich selbst und diese Stimme ...

  • Ein nachdenklicher stimmender Gender-Roman, der uns schonungslos den Spiegel vorhält

    The Power

    Hermione27

    23. July 2017 um 15:29

    Überall auf der Welt entdecken Mädchen und Frauen, dass eine besondere Kraft / Gabe in ihnen erwacht. Sie können ohne weitere Hilfsmittel, nur mit der Kraft ihrer Hände, ihres Körpers, schmerzhafte Stromstöße senden. Es fängt parallel an mit Allie, einem Mädchen aus einer Pflegefamilie in den USA, das eine schwierige Kindheit hat, mit Roxy aus einer Gangsterfamilie in London und mit Mädchen im Umfeld des jungen Mannes Tunde, der sich journalistischer Arbeit verschrieben hat. Im Laufe der Zeit greift die „Power“ immer weiter um sich und führt zu einer deutlichen Umkehr der Machtverhältnisse in der Gesellschaft, in der es Männer zunehmend schwerer haben. Sie müssen sich in einigen Ländern der Welt gegen Diskriminierung wehren, während sich die weltweite politische Lage weiter zuspitzt.   Der Roman „The Power“ von Naomi Alderman ist keine leichte Kost. Die Geschichte wechselt in der Sichtweise zwischen den einzelnen handelnden Personen, d.h. es werden Kapitel aus der Sicht von Allie, Roxy und Tunde erzählt, sowie aus der Sicht der amerikanischen Politikerin Margot und ihrer Tochter Jocelyn. Die Erzählweise ist sehr dicht und verlangt konzentriertes Lesen. Es ist kein Buch, das man zwischendurch zur Entspannung „weglesen“ kann. In der Art und Weise, wie die Autorin die aktuelle Genderthematik aus unserer Gesellschaft aufgreift und uns durch eine schockierende Umkehr extremer Diskriminierungen zwischen Frauen und Männern einen Spiegel vorhält, ist der Roman extrem aufrüttelnd. Durch die sehr subtile und doch krasse Konstruktion wird man zum Nachdenken angeregt und hinterfragt manche Aufteilung von Rollen der Geschlechter, die uns zum Teil selbstverständlich erscheinen. Die Handlung ist selbstverständlich vollkommen fiktiv.   Aus meiner Sicht ein guter und aufrüttelnder Roman zu einem wichtigen Thema, der zu Recht den „Baileys‘ Women’s Prize for Fiction“ 2017 erhalten hat.

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  • Literaturpreis und Retourkutsche.

    The Power

    wandablue

    19. July 2017 um 11:16

    Literaturpreis und Retourkutsche. Handlung: Neil Adam Armon betreibt geschichtliche Recherchen. Über die Ergebnisse seiner Untersuchungen hat er einen Roman geschrieben, weil er zu Recht annimmt, dass ein Sachbuch kaum Leser findet. Er führt Beweise an, Artefakte aus Ausgrabungen, die über 5000 Jahre alt sind und stellt seine Thesen, die das Potential haben, die Welt auf den Kopf zu stellen, und seine Schlußfolgerungen Naomi Alderman zur Begutachtung und Diskussion zur Verfügung: Sollte es in der Vergangenheit tatsächlich einmal so etwas wie ein weltweites Patriarchat gegeben haben? Naturgemäß ist Naomi skeptisch! Mit dieser raffinierten Rahmenhandlung steigt die Autorin in den eigentlichen Roman ein. Ihre Thematik ist der Geschlechterkampf, die Machtfrage schlechthin. Korrumpiert Macht jeden, gleich welchen Geschlechts und sind die Geschlechterrollen anerzogen oder naturgegeben? Nature versus Nurture. Eine alte Frage, ein altes Thema, jedoch im neuen Gewand der Dystopie. Erfrischend einerseits und düster andererseits. Mit sechs Hauptprotagonisten spinnt Naomi Alderman den Bogen über die gesamte „neue Weltgeschichte“. Allie, ist Eva, die Mutter von allem, Roxy, die Starke, Tunde, der Reporter, Darrell, der Judas, Margot, die gewiefte Politikerin, Jocyelyn, die Gescheiterte, sie alle tragen zur Erhellung des Geschehens bei. Die Figuren sind wunderbar erzählt. Jede hat eine berührende Geschichte. Religiöse Motive stellen alle Theologie in Frage. Ich empfinde aber gerade diese Schiene des Romans als billig. Insgesamt ist der Ton des Romans düster. Der Kampf der Geschlechter und die diversen Elemente dieses Kampfes sind unappetitlich: Blut und Tränen, Gewalt. Allianzen und Verrat. Intrigen. Auswüchse jeder Art. All dies hat Naomi Alderman in relativ leicht zu verdauender Weise an die Leserin gebracht. Insoweit hat mir der Roman sehr gut gefallen. Er ist mit einer bedrückenden Grundstimmung versehen, dennoch unterhaltend mit vielen spannenden und phantasievollen Momenten ausgerüstet. Was mir ein bisschen fehlte, waren Details über die Veränderung der Welt. Vieles war einfach nur eine Retourkutsche. Und ich frage mich, ob das Fahren von Retourkutschen hilft. Männliche Leser wird das Buch nicht viele haben und weibliche Leserinnen wissen sowie so Bescheid. Dieser Roman ist der Sieger des Bailey Women’s Prize for Fiction, 2017! Verdient? Ehrlich, ich weiß es nicht. Die besonderen Protagonisten mit außergewöhnlichen Gaben machen schon richtig Spaß. Doch wie steht es mit der literarischen Brillianz? Ist einfach alles umzukehren, literarisch wertvoll? Der Schluss, als Naomi dem vermeintlichen Autoren empfiehlt, unter einem weiblichen Pseudonym zu veröffentlichen, damit er glaubwürdiger wirkt und Leserschaft findet, ist wieder ein netter Gag. Sprachlich ist der Roman gut aufgestellt, da gibt es nichts zu kritisieren. Die Rahmenhandlung ist eine tolle Idee, der Grundgedanke des Geschlechterkampfes neu in Szene gesetzt und mit besonderen Protagonisten ein Lesespaß. Schließlich meine ich, dass der Roman trotz gewisser Bedenken meinerseits, wegen seiner raffinierten Gesamtkomposition seine fünf Sterne wert ist. Fazit: Sieger des Bailey Women's Prize for Fiction, 2017. Durchaus lesenswert. Eine echte Dystopie mit viel Düsterkeit und einer Prise Ironie. Kategorie: DystopieVerlag: Penguin, 2017

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    • 4
  • Frauenpower mal anders

    The Power

    daydreamin

    18. July 2017 um 10:11

    Was wäre, wenn Frauen plötzlich eine Kraft in sich entdecken, die die komplette Welt erschüttern würde? Naomi Alderman stellt genau diese Frage in ihrem neusten Roman "The Power", welche eine Mischung aus Science Fiction, Dystopie und Thriller ist. Sie geht von einer elektrischen Kraft aus, die innerhalb weniger Jahre das gesamte Weltbild auf den Kopf stellt.Die gesamte Geschichte vom Aufstieg der Frauen ist als Manuskript eines männlichen Autoren namens Neil in das Buch eingebettet und wird von einem fiktiven Briefwechsel zwischen Naomi und Neil eingerahmt. Obwohl mich dieser Aufbau zunächst ein wenig verwirrt hat, habe ich am Ende erkannt, wie genial und klug diese Struktur gewählt ist. Zwischen den Kapiteln sind oft Zeichnungen von historischen Artefakten zu sehen, die mit der Story in Zusammenhang stehen und auch einige Anspielungen enthalten, die man erst bei näherem Hinsehen erkennt. Dass ich als Leser zum Forschen und Weiterdenken animiert wurde, hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Erzählt wird aus vier verschiedenen Perspektiven. Darunter sind viele Frauen, aber auch ein Mann. Der Leser kann dadurch hautnah erleben, welche Auswirkungen die neu entdecke Kraft der Frauen auf Religion, Politik, Kriminalität, Krieg, Terror und das gesellschaftliche Zusammenleben hat. Alderman baut sehr geschickt viele zeitgemäße Anspielungen auf uns allen bekannte Plattformen und Firmen ein, aber auch auf aktuell diskutierte Themen wie Impfgegner und Pressefreiheit. Ich fand es super, dass Alderman sich am Rande auch mit diesen Themen auseinandersetzt und nicht "nur" mit Gleichstellung. Der Aufstieg der Frauen ist aufregend und angsterregend zugleich. Es ist total spannend zu verfolgen, wie sich gerade Frauen in Entwicklungsländern plötzlich zur Wehr setzen können. Gleichzeitig ist es mir auch öfter mal kalt den Rücken runter gelaufen, wenn ich über die immer brutaler werdenden Maßnahmen und Ansichten der Frauen gelesen habe. Machtmissbrauch ist eben nicht männlich oder weiblich, sondern menschlich. Das hat die Autorin wunderbar und unmissverständlich klargestellt.  Fazit Naomi Alderman hat mit diesem Werk zu Recht den Baileys Women's Prize for Fiction gewonnen, der jedes Jahr an eine englische Schriftstellerin verliehen wird. Sie spielt auf eine faszinierende Art und Weise mit den Geschlechterrollen und hat eine mitreißende und erschütternde Geschichte am Puls der Zeit geschrieben. "The Power" erinnert daran, dass Frauen weltweit noch lange nicht die gleichen Rechte wie Männer genießen, allerdings auch daran, dass ein Ungleichgewicht der Macht niemals gesund sein kann. Insgesamt schon eines meiner Jahreshighlights, welches ich wirklich jedem empfehlen kann! 

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  • Guter Denkanstoß zum Thema "Gender"

    The Power

    Schlehenfee

    Als junge Frauen weltweit die Kraft entwickeln, mit den Händen Elektrizität auszustoßen und diese Macht auch in älteren Frauen wecken können, ändern sich die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern grundlegend. Aus der Sicht von Allie, Roxy, Margot und dem Journalist Tunde werden die Ereignisse über zehn Jahre hinweg erzählt. In der Rahmenhandlung erfährt der Leser dann zusätzlich, dass es sich bei „The Power“ um ein "Buch" über diese Ereignisse, ergänzt mit Zeichnungen historischer Artefakte, handelt. Klingt jetzt verwirrend, ist aber wichtig für den Plottwist von "The Power". Alle Puzzleteilchen der großartig ausgeklügelten Idee der Baileys-Preisgewinnerin Naomi Alderman passen am Ende alle zusammen. Ich liebe solche Geschichten und fand daher auch das Rätselraten um die Artefakte, die Zeitlinie, in der Buch und Rahmenhandlung spielen sowie den Höhepunkt, auf den alles unweigerlich zusteuert, am Besten an diesem Buch.Doch „The Power“ liefert vor allem Denkanstöße zum Thema Geschlechtsrollen/Gender, indem die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält. Männer werden von Frauen vergewaltigt, weil sie die Stromstöße doch haben wollten. Männliche Babys werden zuhauf abgetrieben, männliche Jugendliche trauen sich nicht mehr alleine auf die Straße...Die Erstarkung des „schwachen Geschlechts“ führt natürlich auch zu Umstürzen ganzer Regimes und zum Widerstand der Männer, die ihre Vormachtstellung nicht kampflos aufgeben wollen.Neben der Gender-Thematik spielen auch Macht und Korruption eine Rolle. Die Autorin hat keine Utopie des Matriarchats geschaffen mit diplomatisch agierenden Frauen und einer Welt ohne Kriege, die man sich vielleicht vorstellen möchte. Nein, „power doesn't care who uses it.“ Die Frauen nutzen ihre Macht aus, unterdrücken andere und werden korrupt, Kriege brechen aus. Politisch und zeitgenössisch liefert „The Power“ viele Diskussionsthemen. Erzähltechnisch haben mir manche Aspekte dagegen weniger gut gefallen, so dass ich dem Buch keine volle Punktzahl gebe. Im Mittelteil des Buches stagniert das Erzähltempo, an anderen Stellen werden Dinge durch Zeitsprünge nur unzureichend erklärt (NorthStar). Handlungsstränge, die zu Beginn sehr viel Raum einnehmen, verschwinden gegen Ende fast ganz (z.B. Margot). Die Erzählung konnte mich einfach nicht immer fesseln.Die Charaktere Roxy, Allie und Margot sind mehr Prototypen von Bastionen männlicher Vorherrschaft als Protagonisten. Ein Journalist und Chronist der Ereignisse aus männlicher Sicht, eine machthungrige Politikerin, eine „Gangsterbraut“, die ihre Interessen clever und gewaltbereit vertritt, eine ebenso machthungrige religiöse Sektenführerin. Wobei ich ohne letzteren, den Handlungsstrang rund um Allie, auch gut hätte leben können. Enigermaßen sympathisch waren mir nur Roxy und Tunde. „The Power“ ist zwar ein aktuelles Buch mit einer cleveren Idee dahinter, die Ausführung konnte mich aber nicht ganz einnehmen.

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