The Power

von Naomi Alderman 
4,1 Sterne bei31 Bewertungen
The Power
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (24):
BluevanMeers avatar

Ein Buch, das wirklich zum Nachdenken anregt.

Kritisch (1):
Marina_Nordbrezes avatar

Die Grundidee gefällt mir so sehr, aber mit dem Religionskram kann ich komplett nix anfangen. Meh.

Alle 31 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "The Power"

What if the power to hurt were in women's hands?
Suddenly - tomorrow or the day after - teenage girls find that with a flick of their fingers, they can inflict agonizing pain and even death. With this single twist, the four lives at the heart of Naomi Alderman's extraordinary, visceral novel are utterly transformed.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780670919963
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:06.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor 3 Monaten
    Sind Frauen die besseren Menschen?

    2012 wurde die aufstrebende britische Autorin Naomi Alderman für das Mentorenprogramm der Rolex Arts Initiative ausgewählt und ein Jahr lang von der preisgekrönten kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood betreut. Damals hatte Alderman gerade ihren dritten Roman veröffentlicht und steckte mitten in der Konzeption ihres nächsten Buches. Atwood und Alderman verbrachten viel Zeit miteinander. Sie begannen, eine gemeinsame Kurzgeschichte über Zombies zu schreiben, die online veröffentlicht werden sollte. Den Anstoß hierfür lieferte Atwood, inspiriert von Aldermans zweiter Karriere als Spieldesignerin der populären Fitness-App Zombies, Run!. Parallel unterstützte sie ihren Protegé bei ihrem neuen Projekt. Das Ergebnis ihrer intensiven Zusammenarbeit waren „The Happy Zombie Sunrise Home“ und, 3 Jahre nach Abschluss des Mentorenprogramms, der Science-Fiction Roman „The Power“.


    Es geschieht über Nacht. Die Revolution beginnt mit dem elektrischen Knistern an den Fingerspitzen eines jungen Mädchens. Es breitet sich aus, rasend schnell. Überall erwacht die Gabe der Frauen und verleiht ihnen Macht. Die Macht, zu verletzen. Die Macht, zu töten. Die Welt verändert sich. Die Ära der Frauen ist angebrochen. Stück für Stück erobern sie, was ihnen zusteht. Notfalls mit Gewalt. Doch wie viel weibliche Macht kann die Welt ertragen?


    Hattet ihr schon einmal den Gedanken, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn Frauen „an der Macht“ wären? Ich schon. Oft sogar. Zahllose Male habe ich davon geträumt, wie paradiesisch, gerecht und harmonisch die Erde sein könnte, hätten Frauen mehr zu sagen. Weltfrieden. Love is in the air. Kätzchen und Kuchen für alle.
    Bullshit. Diese Idee ist ein Märchen. Nach der Lektüre von „The Power“ von Naomi Alderman werde ich nie wieder daran glauben, dass Frauen die Welt anders regieren würden als Männer. Es handelt sich dabei um einen bodenlos sexistischen Wunschtraum, der sich aus der Sehnsucht nach einer besseren Welt speist. Ich schäme mich ein bisschen, weil ich im Gegensatz zur Autorin nicht erkannte, dass eine Verschiebung des Machtgefüges nicht das Geringste am Wesen der Menschheit ändern würde. Sie hat mir die Augen geöffnet. Dieses Buch war eine Offenbarung.
    Naomi Alderman hinterfragt mutig, ob die patriarchalische Dominanz in unserer Gesellschaft tatsächlich die Wurzel allen Übels ist. Schonungslos porträtiert sie eine unangenehm vorstellbare, glaubwürdige alternative Realität, in der Frauen durch die plausibel gestaltete Gabe der Elektrizität plötzlich zum überlegenen Geschlecht werden. Männer sind nicht das Problem. Das Problem ist die Bereitschaft einiger Menschen, ihre Machtpositionen aggressiv und skrupellos auszunutzen, unabhängig vom Geschlecht. Alderman illustriert diese Botschaft durch eine exzellente Mischung aus vier greifbaren Perspektiven. Sie beleuchtet exakt die gesellschaftlichen Zweige, die über den Einfluss verfügen, die Welt zu verändern: Religion, Politik, Wirtschaft und Journalismus. Diese Blickwinkel gestatten ihr eine facettenreiche Betrachtung der veränderten Situation. Die Leser_innen erleben Revolten, politische Umstrukturierungen und das Erstarken eines neuen Glaubens. Sie lernen die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Gabe kennen und bezeugen den männlichen Kontrollverlust. Vielfältige, widerstreitende Emotionen bringen das globale Gleichgewicht ins Wanken. Eine scheinbar neue Ordnung entfaltet sich. Neben der intellektuellen Brillanz von „The Power“ bewundere ich vor allem Naomi Aldermans geschickte Steuerung meiner intuitiven Resonanz. Zu Beginn der Geschichte begeisterte mich das weltweite Erwachen der Frauen. Ich feierte die befreienden Revolutionen in Ländern wie Saudi-Arabien und der Republik Moldau, die Bemühungen, Frauen im Gebrauch ihrer Gabe zu schulen und die Geburt einer neuen Gesellschaftsordnung, für die ich bereit war, Opfer als Kollateralschäden in Kauf zu nehmen. Ich war euphorisch, sehnsuchtsvoll und fantasierte sogar selbst von der Gabe, bis ich meinte, ein elektrisches Kitzeln in meinen Fingerspitzen spüren zu können. Mit Fortschreiten der Handlung und dem Ticken eines mysteriösen Countdowns, der das Buch in Abschnitte unterteilt, beschlich mich jedoch ein Gefühl von Beklemmung. Der Weltfrieden blieb aus. Ich begann zu begreifen, dass Frauen nicht die erhoffte Wende bringen, sondern die Rolle der Aggressoren übernehmen würden. Ich durchlebte eine graduelle Desillusionierung. Diese Erfahrung war äußerst demoralisierend, in ihrer Ehrlichkeit aber unverzichtbar. Die Wahrheit tut weh – doch ich musste die Eskalation weiblicher Gewaltbereitschaft sehen, um mich von meinen romantisierten, idealisierten Vorstellungen weiblicher Dominanz als Allheilmittel globaler Konflikte verabschieden zu können. Naomi Alderman lässt keinen Zweifel aufkommen: Frauen sind ebenso fähig, die Welt in Flammen aufgehen zu lassen, wie Männer.


    Sind Frauen bessere Menschen? Sind wir harmonieliebender, friedvoller, vernünftiger? Oder erscheinen wir zahmer, weil uns die Evolution lehrte, die demonstrative Zurschaustellung von Unterlegenheit zu nutzen, um unser Überleben zu sichern, wie es im Tierreich millionenfach zu finden ist? Wieso sollte es beim Tier „Mensch“ anders sein? „The Power“ demaskiert eine bittere Wahrheit: Frauen sind keineswegs weniger machtgierig, destruktiv und aggressiv als Männer. Trotz dessen ist Naomi Aldermans Roman hochgradig feministisch. Feminismus bedeutet, ein Gleichgewicht der Geschlechter anzustreben. Deshalb ist Alderman weder eine Männerhasserin, noch eine Geschlechtsverräterin.
    Für mich war „The Power“ eine überaus lohnende Lektüre. Naomi Alderman korrigierte mein Denken sanft durch eine packende Geschichte, die mich sowohl intellektuell als auch emotional beeindruckte und aufrüttelte. Meiner Ansicht nach ist es ein wichtiges, niveauvolles und spektakuläres Buch. Lest es.

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    Eva-Maria_Obermanns avatar
    Eva-Maria_Obermannvor 3 Monaten
    lesenswert, unter Vorbehalt

    Eingebettet in den Rahmen eines Briefwechsels zwischen einer Autorin und ihrem Mentee soll der Roman den ersten Entwurf des jungen Autors darstellen. Schon hier zeigt sich eine für den modernen Leser auffällige Verdrehung unserer Realität. In den Briefen wird klar, dass die Welt der fiktiven Autoren unsere Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit verdreht entwickelt hat. Frauen sind stark, hart, dominierend, Männer weich, zurückhaltend, unterdrückt. So interessant das Gedankenspiel auch ist, fand ich schon hier beklemmend, dass diese Methode die Unterschiede, die unsere Welt zwischen den Geschlechtern annimmt, tatsächlich verstärkt. Die „Verdrehung“ lässt uns sofort aufhorchen, die binären Zuschreibungen ploppen geradezu auf und ordnen die Verhältnisse in zwei Lager.

    Die Handlung des Romans berichtet von verschiedenen Frauenfiguren, die allesamt ihre persönlichen Erfahrungen durch männliche Unterdrückung gemacht haben. Vergewaltigungen, körperliche Gewalt, politische Macht – geradezu stereotypisch wird die Frau dabei zum Opfer klassifiziert, der Mann zum Bösen. Der einzige männliche Part auf Protagonistenseite ist der „rasende Reporter“, der selbstgemachte Investigativjournalist, der in der plötzlichen „übernatürlichen“ Fähigkeit der Frauen sofort seine Chance sieht. Diese Fähigkeit besteht darin, elektrische Impulse auszusenden. Von kleinen Funken bis hin zu tödlichen Stromstößen, von manipulierenden Effekten bis zur regelrechten Folter. Eine biologische Erklärung wird nachgeliefert.

    Was anfänglich vor allem dazu genutzt wird, der Unterdrückung und Gewalt von Männern zu entkommen, gerät natürlich außer Kontrolle. Statt einem Umdenken erfolgt, was in den Briefen eigentlich schon angedeutet war, der Umwurf. A ist nun B, Frauen übernehmen die politische Macht, die militärische, sogar die sexuelle. Bedenken wir, dass damit gleichzeitig impliziert wird, dass eben diese Macht eigentlich eine „männliche“ ist, wird auch klar, wo mein Problem mit dem Buch liegt. Statt Balance wechseln von Beginn an Extreme und die Darstellung selbst verleiht Frauen in der Realität per se die Rolle von unterdrückten, misshandelten Opfern.

    Dabei zeigt der Roman nichts weiter als den großen Topos „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“ (ja, das sagte ein Mann, der Onkel von Peter Parker, aber genau darum geht es hier eben). Die Versuche, mit der neuen „Gewalt“ umzugehen und daraus Resultate zu erzeugen passen in die weltlichen Regeln, die wir kennen. Doch auch das Entstehen von neuen Religionen passt nach meinem Verständnis zum Umgang der Menschen mit Unbekannten. Im Fokus stehen dabei tiefe Psychologisierungen von Figuren. Das erzeugt nicht nur Nähe, sondern auch immer wieder viel Spannung. Der Handlungsverlauf spitzt sich immer wieder zu bis zu einem wahren Crescendo, das gleichzeitig viel verhüllt und doch so viel aussagt.


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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten
    Etwas zu einseitig

    Schwierig, schwierig, schwierig – ich wollte dieses Buch mögen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das tue.

    Naomi Alderman, die ich von der App „Zombies, Run!“, die sie mitentwickelt hat und für die sie die Story schreibt, kenne, hat in ihrer Dystopie eine sehr interessante Frage aufgeworfen: was passiert, wenn sich die Machtverhältnisse ändern und der Schwächere zum Stärkeren wird?

    Sie betrachtet diese Situation aus vier unterschiedlichen Positionen: einem männlichen Reporter, einer religiösen Fanatikerin, einer Politikerin und der Tochter eines Gangsterbosses. Es sind Extreme, die sie hier beleuchtet und entsprechend stark sind auch die Entwicklungen der Protagonisten. Waren sie zuvor eher unscheinbar und unbedeutsam, so werden aus ihnen im Laufe der Zeit Schlüsselfiguren, die entweder das Geschehen anheizen oder ihm zum Opfer fallen.

    Das war für mich noch nachvollziehbar.

    Aber: wo sind die vernünftigen Stimmen in dieser Story? Wo sind die Frauen und Männer, die verantwortungsbewusst mit den neuen Machtverhältnissen umgehen? Wo sind die empathischen Menschen, die zur Vernunft aufrufen, die Mädchen, die kein Interesse an ihrer neuen Gabe haben?

    Frauen werden zu Bestien, alle, und ich frage mich, ob es tatsächlich so laufen würde. Ich selbst bin ein friedliebender Mensch. Ich habe kein Interesse daran, andere zu dominieren, selbst dann nicht, wenn ich es rein körperlich könnte. Es ist nicht der richtige Weg für ein gutes Zusammenleben. Diese Stimmen fehlen in „The Power“ völlig.
    So wie es heutzutage in einer relativ stabilen Gesellschaft Männer gibt, die ihre physische Überlegenheit nicht missbrauchen, so wird es auch in einer umgekehrten Situation Frauen geben, die sich nicht von ihrer neu gewonnenen Macht lenken lassen werden.
    Anders sieht es vermutlich in Ländern aus, die derzeit die weibliche Bevölkerung eher wie Tiere behandeln.
    Aber auch da frage ich mich: wird sich eine erwachsene Frau, die meint, aus religiöser Überzeugung so zu leben, wie sie es tut, sich wirklich großartig ändern? Religion ist ein starkes Motiv für Verhaltensweisen. Würden plötzlich all diese Frauen tatsächlich von ihrem Glauben abweichen und zu einer (militanten) Göttin statt an einem patriarchischen Gott beten? Ich weiß nicht…

    „The Power“ ist sicherlich ein wichtiges und ein gutes Buch, das zeigt, das Macht in allen Händen gefährlich ist, dennoch ist es mir persönlich zu einseitig. Ich hätte mir mehr Ethik, Moral, wasweißich in der Geschichte gewünscht. Aber letzten Endes ist das Geschmacksache.

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    Gluecksklees avatar
    Glueckskleevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Absolut fesselnd und nervenaufreibend!
    Fesselnde Dystopie

    „The Power“ von Naomi Alderman gehört meiner Meinung nach durchaus ins Genre “Dystopie”, denn zu Beginn der Geschichte entwickeln Frauen die Fähigkeit, Elektrizität zu erzeugen und dadurch anderen Menschen Stromschläge verpassen zu können. Sind es zu Beginn erst einige wenige Frauen, die über diese neue Fähigkeit verfügen, so breitet sich das Phänomen rasend schnell aus – über den ganzen Globus hinweg.

    In einer bis dahin weitgehend von Männern beherrschten Welt stellt diese Entwicklung die Machtverhältnisse gründlich auf den Kopf. Dabei schafft es Naomi Alderman im Verlauf des Romans, mehrere gesellschaftskritische Seitenhiebe in ihre Geschichte einfließen zu lassen.

    Die Geschichte selbst wird hauptsächlich auch der Sichtweise von vier Personen geschildert: Da ist Roxy, die uneheliche Tochter eines Gangsterbosses, die aufgrund ihrer neuen Kräfte einen Platz in der Familie ihres Vaters erhält; Allie, die sich aus ihrer furchtbaren Lage bei ihren Adoptiveltern befreit und für einen neuen religiösen Kult verantwortlich wird; Margot, eine Politikerin und Tunde, ein Journalist und der einzige männliche Hauptprotagonist. Später in der Handlung kommen auch andere Charaktere zu Wort, aber die Handlung begleitet hauptsächlich diese vier Personen durch die Entwicklungen über die Jahre hinweg.

    Einige der Handlungsstränge, die zu Beginn noch nichts miteinander zu tun haben, laufen später zusammen – so ergibt sich ein Gesamtbild der Folgen, die durch die neuen Kräfte der Frauen verursacht werden. Denn diese Entwicklung sorgt nicht etwa für ein ausgewogenes Kräftegleichgewicht. Das neue Frauenbild, dass Naomi Alderman nach der Entwicklung dieser Kräfte beschreibt, ist kein schmeichelhaftes. Die Männer fühlen sich nicht nur durch diese neue Verteilung von Macht bedroht – auch die Frauen fürchten, dass die Männer zu einem Gegenschlag ausholen werden, um die „alte Ordnung“ wiederherzustellen. Der Konflikt zwischen beiden Gruppierungen spitzt sich zu, die Rechte von Männern werden durch weibliche Regierungen mehr und mehr eingeschränkt – kurzum, die Frauen verhalten sich mindestens genauso schlimm, teilweise noch schlimmer, als es die Männer vor ihnen getan haben.

    Die Protagonisten sind dabei nicht alle sympathisch. Tunde, der die Entwicklung der Ereignisse als Reporter rund um den Globus begleitet, war mitunter noch der sympathischste in der Reihe an Charakteren. Und überraschenderweise habe ich auch mit Roxy mitgefiebert, die, im Vergleich mit anderen Charakteren, überraschenderweise noch am menschlichsten geblieben ist. Mit Margot, der Politikerin, konnte ich mich nicht wirklich identifizieren – das mag vielleicht auch daran gelegen haben, wie sie mit ihrer ältesten Tochter umgeht.

    Insgesamt ist „The Power“ keine leichte literarische Kost – und das liegt nicht daran, dass ich das Buch im englischen Original gelesen habe. Mit dem englischen Originaltext kam ich ganz wunderbar zurecht.

    Das Buch ist spannend, obwohl ich es nicht als typischen Thriller sondern wirklich eher als Dystopie beschreiben würde. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte – und wer zwischen den einzelnen Abschnitten die Zeitangaben verfolgt, der wird merken, dass dort eine Art Countdown läuft – die Frage ist nur, was passiert, wenn die Zeit abgelaufen ist?

    Ich vergebe fünf von fünf Sternen, weil mich die Handlung bis zum Schluss fesseln konnte und man auch, nachdem man das Buch ausgelesen hat, noch lange über die in der Handlung enthaltene Gesellschaftskritik nachdenken wird.

     

    Kommentare: 1
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    Estrelass avatar
    Estrelasvor einem Jahr
    Frauenpower

    Was wäre, wenn Frauen durch eine körperliche Veränderung nicht mehr das schwache Geschlecht wären? "The Power" zählt wie ein Countdown runter von der Entdeckung von weiblichen Fähigkeiten, zu ihrer Anwendung bis zur Veränderung politischer Systeme. Es ist ein krasses Buch, das uns durch Skizzen antiker Relikte glauben lassen will, das sei alles echt. Und auch die Schilderungen sind so eindringlich und schockierend, dass man froh ist, dass diese Geschichte nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist. Aber sie greift eben auch wichtige Themen auf, wie Gewalt in der Familie, gegen die Frauen durchaus kämpfen sollen. Wir begleiten verschiedene, meist weibliche Charaktere und sehen, was die Macht oder die Machtlosigkeit mit ihnen macht. Dieser Roman ist eine gut lesbare Dystopie, die ich jedem Fan alternativer Zukunfstszenarien ans Herz legen möchte.

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    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor einem Jahr
    The rules of the world - reversed...

    Naomi Alderman takes the reader with her on an interesting and faszinating, sometimes shocking adventure. She is constructing a world in which women discover a special power. This power allows them to rule, to punish and even to inflict death on others. And after centuries of suppression they are determined to use it and turn the world upside down...

    This interesting and frightening szenario is told from different perspectives. There is Roxy, molested by her foster father, Margot, a grown up woman trying to disguise her power, as she is mayor and of the opinion the power will do her no good. Tunde, a young man, sympathizes with women who use their power and they let him share their lives and experiences. And Allie, who seem to turn into a totally different person under the influence of the power...

    This book is interesting to read and shows how power could be abused by people who are suppressed for what seems like forever. And to be honest, although there happened a few progresses over the centuries, emancipation still has a long, a very long way to go. The interesting experiment of letting men endure the new found power of the women is shocking, funny and at the same time inspiring as it shows almost painfully where the problems in our society lie. The roles are reversed and women behave like men, but the book only describes. If leaves the meanings and interpretation to the reader which offers a lot of ideas to think about the subjects of equality and gender.

    I love books which give me thought-provoking impulses like this one. It made me angry, in a strange way i was angry about some of the characters abusing their new-found power. But the more I read the more it was understandable for me how all this assembled to a tight-woven, bitter, and sometimes funny story about a power the world has to come to terms with. Around the world power is misused round the clock, and we don't seem to notice it anymore as it a has become a common problem. This book opened my eyes and showed me more about the mechanisms of power and surrender. A great read for anyone who loves books that make the reader think and reflect - themselves, the world and the society.

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor einem Jahr
    Frauenpower - wortwörtlich!

    Ab und zu lese ich gerne mal ein englisches Buch und dieses hier hat mir besonders viel Input gegeben. Es handelt von einer Welt, in der die Frauen eine ganz besondere Macht besitzen. Sie können damit andere Menschen verletzen und sogar töten. Ich würde mal sagen: Ein Fest für alle Männerhasserinnen.


    Schon am Anfang hat mir der Roman gut gefallen. Das Englisch ist für mich relativ gut verständlich gewesen, einiges habe ich aber nachgeschlagen. Alles in allem bin ich damit aber gut zurecht gekommen. 
    Die Kapitel sind recht kurz und erzählen jeweils aus der Sicht einer Frau geschrieben, was am Anfang ein wenig verwirrend sein kann, aber später fließen die Handlungsstränge zusammen. Der Countdown, der runter gezählt wird sorgt für allerhand Spannung. Was passiert wohl ganz am Schluss? So bleibt die Spannungskurve das ganze Buch hindurch konstant hoch.
    Das Buch ist nicht gerade leichte Kost, aber das kann man sich denken wenn man die Worte Macht und Machtmissbrauch hört... Ich finde es ist ein gelungenes Werk, das zum Nachdenken anregt und auch ein wenig gesellschaftskritisch ist. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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    DamlaBuluts avatar
    DamlaBulutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer
    Besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer

    The Power - Naomi Alderman

    "The Power", eine Welt, in der die klischeehafte Rollenaufteilung der Geschlechter, völlig auf den Kopft gestellt wird.
    Eine Welt, eine Zeit, in der Frauen mit nur einem Fingerschlag, quälende Schmerzen und sogar Tod verursachen können.


    Diese Geschichte wird sowohl aus der perspektive der Frauen, als auch der Männer, erzählt.
    Wie gehen die Geschlechter in einer Welt wie dieser, mit der ganzen Situation um?
    Wie sehr unterscheidet es sich, von der Gesllschaft, die wir jetzt kennen und in der wir leben.


    Dieses Buch ist ein besonderer Denkanstoß an alle Frauen und Männer.


    Eine große Leseempfehlung! 📔

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    I-heart-bookss avatar
    I-heart-booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interesting idea about a 'what if' scenario I've never thought about...
    What if women take over the power of this earth?


    Phew, how to start here?


    Well, first of all I can say, that I think it is really interesting, the idea of women taking over the power to lead this world. The change of strength, politically and socially. If you think about how our society looks like today, you see the parallels pretty clearly. I was so curious how this idea might get converted into a story.


    The language was not the biggest problem - though sometimes I had to read some sentences twice because of some words, especially when there were biblical passages within the text.


    To be honest - I didn't like the drawings that much : / But I did like the part with the notes and the cross-reverences to online articles and the tv programms. That was a nice element.


    I had some problems with the characters. Even in the end of the book I had difficulties to get the characters. I just couldn't get to like them. The only parts where I somehow get them was when some of their pathes crossed each other. But their individual story lines? I couldn't get hold of them. Sorry...


    I know that this violent actions which are shown in this book happen every day everywhere on this earth, nevertheless I was shocked to read some of the scenes. It just took me by surpise when I read them because I did't see it coming. Really crass sometimes.


    The idea of a social 'what if' scenario is really interesting. I guess it was mainly the characters that made me read it so slowly and is also the main fact why I couldn't get on with the story in some parts.


    Nevertheless I'd like to say thank you to Penguin for the free copy and to all the others in this reading group.

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    katrin297s avatar
    katrin297vor einem Jahr
    Kurzmeinung: es ist spannend, gruselig, angsteinflößend und lässt einen grübeln
    Eine spannende Dystopie

    Bereits das Cover von "The Power" versprüht einen dystopischen bzw utopschen Eindruck. Die Geschichte wird aus unterscheidlichen Perspektiven erzählt, das das Ganze spannender macht. Plötzlich haben junge Frauen eine gewisse Kraft. Roxy, eines der stärksten Mädchen wächst in einer Familie auf, wo sie sich immer behaupten muss, da sind ihre Kräfte sehr hilfreich. Doch was passiert, wenn sie diese Kräfte nicht mehr hat? Allie leidet unter ihrer Pflegefamilie, die sie missbraucht, bis sie eines Tages sich wehrt, abhaut, sich Mother Eve nennt und eine Art Gruppe von Mädels gründet, die sich gegenseitig helfen. Doch was passiert wenn man erfährt wer sie wirklich ist? US Senator Margot liefert eine ganz andere Sicht und zwar wie man mit diesem plötzlichem Problem umgeht in der Gesellschaft und gleichzeitig die eigenen Kräfte versteckt. Ihre Tochter leidet unter diesen Kräften un dhat sie nicht wirklich unter Kontrolle. Margot versucht ihrer Tochter zu helfen und gründet Camps ,wo Mädchen ausgebildet werden ihre Kräfte richtig zu benutzen. Doch was passiert, wenn das aus der Kontrolle gerät? Tunde ein junger Journalist fühlt sich hilflos als plötzlich ein Mädchen ihm wehtut und er sich nicht wehren kann und beginnt zu recherchieren. Er begibt sich in gefährliche Gebiete. Doch was passiert, wenn er selbst in Gefahr ist?

    Es ist eine dystopische geschichte, die so einiges in Frage stellt. Es gibt auch eine gewisse Andeutung und Parallelen zum Kataklysmus. Dieses Buch schildert was Macht anrichten kann, wenn man diese missbraucht und erinnert den Leser, dass man aus der Vergangenheit lernen sollte. Die Bilder sind alte Artefakte und liefern eine gewisse Verbindung zu der Vergangenheit und sind teilweise sehr unheimlich.

    Der Schreibstil ist flüssig, authentisch, spannend und die Beschreibungen sind so genau, dass man sich teilweise sehr gruselt. Ich kann mir das Buch gut im Englischunterricht vorstellen, denn das Englisch ist leicht verständlich und das Thema könnte viele Schüler interessieren.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PenguinRandomHouseUKs avatar

    Wir feiern die Gewinnerin des

    2017 BAILEYS WOMEN'S PRIZE FOR FICTION

     und verlosen 25 Exemplare für unsere Leserunde!


    Book Description

    All over the world women are discovering they have the power.
    With a flick of the fingers they can inflict terrible pain - even death.
    Suddenly, every man on the planet finds they've lost control.


    The Day of the Girls has arrived
    - but where will it end? 

    'Irresistible. Holds a mirror up to the here and now' Mail on Sunday


    'A fascinating look at what the world might be like if millennia of sexism went the other way. Ingenious... deserves to be read by every woman (and, for that matter, every man)' The Times

    'The Hunger Games crossed with The Handmaid's Tale' Cosmopolitan

    'Kick-ass attitude and thrill-a-minute vim' Observer

    HIER geht's zur Leseprobe



    The Author


    Naomi Alderman is the author of three previous novels: Disobedience, The Lessons and The Liars' Gospel. She has won the Orange Award for New Writers and the Sunday Times Young Writer of the Year Award. She was selected for Granta's once-a-decade list of Best of Young British Novelists and Waterstones Writers for the Future. She presents Science Stories on BBC Radio 4, she is Professor of Creative Writing at Bath Spa University and she is the co-creator and lead writer of the bestselling smartphone audio adventure app Zombies, Run!. She lives in London.

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    Have a lovely!
    All the best from rainy London,
    Ulrike @ PRH UK 
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