Naomi Alderman Ungehorsam

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Inhaltsangabe zu „Ungehorsam“ von Naomi Alderman

Ronit führt ein unbeschwertes Leben in New York. Als ihr Vater, ein strenggläubiger Rabbi, stirbt, kehrt sie widerwillig in die enge Welt ihrer Jugend zurück: In die jüdisch-orthodoxe Gemeinde von Hendon, nordwestlich von London. Mit ihrer unwiderstehlichen Bereitschaft zur Provokation sorgt sie schon bald für Aufsehen. Doch dann trifft sie völlig unvorbereitet auf ihre Jugendliebe Esti, die ihr zeigt, dass sie mit ihrer Vergangenheit noch längst nicht abgeschlossen hat.

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    bücherelfe

    02. May 2011 um 08:24

    Nur der Tod ihres Vater konnte die erfolgreiche Investmentbankerin Ronit Krushka dazu bewegen, nochmals ihren Heimatort aufzusuchen. An ihre Mutter kann sie sich kaum erinnern; diese starb, als Ronit vier Jahre alt war. Nirgends sind die Küchen so koscher, die Röcke so lang und die Strümpfe so dick wie im Londoner Stadtteil Hendon. Die dort ansässige jüdisch-orthodoxe Gemeinde ist ein Kosmos für sich. Dass ausgerechnet Ronit, die Tochter des angesehenen Rabbi Krushka mit ihrer lesbischen Neigung aus der Reihe tanzt, macht es ihr unmöglich, weiter dort zu leben. Ihr Umzug nach New York ist also nur konsequent. Das Leben, das sie dort führt, würde in ihrer Heimatgemeinde für mehr als rote Köpfe sorgen würde. Beim Besuch in ihrer alten Heimat trifft sie auf ihre Jugendliebe Esti, deren Versuch, sich als ordentliche jüdische Ehefrau in die Gemeinschaft einzufügen, nicht nur für sie selber schmerzlich ist. Ronit muss erkennen, dass ihre Geschichte nicht einfach schwarzweiss ist. Es gibt so viele Zwischentöne und es gilt, sich zu versöhnen. Irgendwie. „Sie macht Urlaub im Süden der Vereinigten Staaten und staunt über den vielen Himmel, der ihr da oben zur Verfügung steht, wann immer sie den Blick aufwärtsrichtet. Daran denkt sie: hochgucken, runtergucken, der Himmel ist immer da, wohin man auch geht. Man kann ihn ansehen oder auch nicht, aber was man auch macht, er ist immer da, schön und licht. Das findet sie seltsam tröstlich.“ Fazit: Ein Roman mit interessantem Einblick in ein jüdisch-orthodoxes Familienleben. Spritzig, unterhaltsam und stellenweise seltsam melancholisch geschrieben. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    Schiller-Buchhandlung

    16. July 2010 um 16:51

    Die Investmentbankerin Roni lebt in New York und will sich gerade ein Abendessen bestellen, als sie die Nachricht erreicht, daß ihr Vater, Rabbi in einer orthodoxen jüdischen Gemeinde in London, gestorben ist. Widerwillig macht sich Ronit auf den Weg nach London, denn sie muß zurück in eine Welt, die sie vor Jahren fluchtartig verlassen hat, und an die sie möglichst selten denkt. Die erste Begegnung in der alten Heimat ist ausgerechnet die mit Esti, ihrer Jugendliebe, die inzwischen Dovid, den möglichen Nachfolger des Rabbi geheiratet hat. In den Tagen bis zur Beerdigung bewegt sich Ronit frech und provozierend in der Gemeinde und eckt überall an. Esti wiederum ist tief verbunden mit der Gemeinde und ihren Gebräuchen, hängt aber immer noch an Ronit und hofft auf eine Wiederbelebung ihrer Liebe. Mit Witz, Einfühlsamkeit und Zuneigung erzählt Naomi Alderman die Geschichte der beiden Frauen, über Anpassung und Rebellion. Gleichzeitig tauchen wir tief ein in das Leben der orthodoxen Juden. Auch die Gestaltung der gebunden Ausgabe dieses Buches zeigt die Gegensätze: Ein "braver" weißer Schutzumschlag mit goldenen Ornamenten, unter dem sich ein knallrosa gebundenes Buch befindet. Ein sehr empfehlenswertes Lesevergnügen mit Tiefgang! (Susanne Martin)

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    Maggi

    28. September 2009 um 23:35

    "Ungehorsam" nimmt den Leser tief mit in das jüdische Leben mit seinen Traditionen und Bräuchen. Ronit, die emanzipierte Tochter eines orthodoxen Rabbis hat sich längst nach New York abgesetzt, wo sie ein freies Leben als bekennende Lesbe (die gerade eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat) führt. Als sie telefonisch die Todesnachricht ihres alten Vaters erhält fliegt sie zurück nach London, in den Stadtteil Hendon, wo sie aufgewachsen ist. Dort trifft sie auf eine völlig andere Welt, der sie vor Jahren bewust entflohen ist. Und dort trifft sie auch auf ihre Jugendliebe Esti, die inzwischen mit ihrem Cousin,dem Rabbi Dovid, verheiratet ist und die sie wieder mit alten Gefühlen konfrontiert und ihr vor allem klar macht, wie stark sich ihr Leben von dem der Frauen in Hendon unterscheidet. Aber sie merkt auch, dass die Menschen dort, mit ihren festgefügten Regeln und Strukturen, sich gegenseitig Sicherheit geben und jeder seinen ihm zugewiesenen Platz einnimmt. Eine solche Sozialstruktur scheint Ronit zu fehlen. Die Gemeinde sieht Ronits Anwesenheit in ihrer Mitte nur ungern, denn sie stellt mit ihrer freien Lebenseinstellung, ihrem Kleidungsstil, ihrer Frisur und ihrem provokanten Auftreten, eine Bedrohung der festgefügten Ordnung da und ist alles andere als so, wie eine Frau zu sein hat. Das Buch regt zum Nachdenken an, ist unterhaltsam und interessant geschrieben, sowie sehr flüssig zu lesen, niemals anstrengend oder langweilig. Außerdem ist es stellenweise mit Ironie gespickt. Für jemanden, der sich noch nie mit der Kultur des Judentums beschäftigt hat ist einiges bestimmt erst mal nicht zu verstehen, es werden viele Riten wie selbstverständlich beschrieben, ohne Erklärungen für Gojim (Fremde = Nichtjuden), auch Feiertage kommen ohne weitere Erklärung vor und am Beginn jeden Kapitels kommen Zitate aus Talmut und Co vor. Der Fluss der Geschichte wird dadurch nicht im Mindesten beeinflusst und die Szenen wirken durchweg authentisch. Sehr empfehlenswert, 5 Sterne!

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    Anja_Lev

    25. May 2009 um 10:25

    Glaube, Liebe, Rebellion sind die bestimmenden Elemente dieses Romans. Die 32-jährige Ronit kehrt nach dem Tod ihres Vaters, eines bekannten Rabbis auf Besuch zurück in die enge jüdisch-orthodoxe Gemeinde, aus der sie mit 18 "geflohen" ist. die Begegnung mit den alten, strengen Regeln wie auch mit ihrer Schulfreundin und Jugendliebe Esit stellen Ronit auf eine echte Bewährungsprobe. Bestimmt von dem Wunsch zu provozieren und sich nicht zu tief in das alte Beziehungsgeflecht hineinziehen zu lassen, sorgt Ronit für einigen Aufruhr, arrangiert sich aber dann doch auf ihre Art mit der Gemeinde und schließt auch Frieden mit ihrem Vater.

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    KarlMay

    02. September 2007 um 16:39

    Die Investmentbankerin Roni lebt in New York und will sich gerade ein Abendessen bestellen, als sie die Nachricht erreicht, daß ihr Vater, Rabbi in einer orthodoxen jüdischen Gemeinde in London, gestorben ist. Widerwillig macht sich Ronit auf den Weg nach London, denn sie muß zurück in eine Welt, die sie vor Jahren fluchtartig verlassen hat, und an die sie möglichst selten denkt. Die erste Begegnung in der alten Heimat ist ausgerechnet die mit Esti, ihrer Jugendliebe, die inzwischen Dovid, den möglichen Nachfolger des Rabbi geheiratet hat. In den Tagen bis zur Beerdigung bewegt sich Ronit frech und provozierend in der Gemeinde und eckt überall an. Esti wiederum ist tief verbunden mit der Gemeinde und ihren Gebräuchen, hängt aber immer noch an Ronit und hofft auf eine Wiederbelebung ihrer Liebe. Mit Witz, Einfühlsamkeit und Zuneigung erzählt Naomi Alderman die Geschichte der beiden Frauen, über Anpassung und Rebellion. Gleichzeitig tauchen wir tief ein in das Leben der orthodoxen Juden. Auch die Gestaltung des Buches zeigt die Gegensätze: Ein "braver" weißer Schutzumschlag mit goldenen Ornamenten, unter dem sich ein knallrosa gebundenes Buch befindet. Ein sehr empfehlenswertes Lesevergnügen mit Tiefgang!

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    Liisa

    25. June 2007 um 18:19

    »Ungehorsam« ist der Debütroman von Naomi Alderman, in dem sie gleich zwei heiße Eisen anfasst und miteinander verknüpft. Das eine ist das des ultraorthodoxen Judentums, das andere das Thema Homosexualität. Beide verknüpft sie in diesem Roman auf überraschende Art und Weise. Gnadenlos und liebevoll zugleich erzählt sie von einer ultraorthodoxen Gemeinde und gewährt so auch Außenstehenden einen Einblick in diese häufig so unbekannte Welt mit ihren geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen und Regeln. Im Mittelpunkt des Romans stehen drei Jugendfreunde: Dovid, Esti und Ronin. Ronin ist vor Jahren aus der Gemeinschaft ausgebrochen und nach Amerika gegangen. Als nun ihr Vater, ein hochangesehener Rabbi, stirbt, kehrt sie zurück und trifft auf Dovid, den die einflussreichen Männer der Gemeinschaft gerne als Nachfolger ihres Vaters installieren wollen. Was Ronin nicht weiß, Dovid ist inzwischen mit Esti verheiratet, mit der Ronin früher einmal eine Beziehung hatte. Die Wiederbegegnung bringt einiges in Bewegung und stellt alle drei vor unerwartete Fragen. Natürlich ist die Thematik des Romans provokativ - vor allem wohl für ultraorthodoxe Juden aber nicht nur für diese - aber Alderman erzählt das Ganze sehr ruhig und ohne große »Schockeffekte«. Gerade dadurch aber wirkt die Geschichte glaubhaft und zieht in den Bann. Es ist nachvollziehbar, dass Naomi Alderman 2006 für diesen Roman mit dem »Orange Award for New Writers« ausgezeichnet worden ist.

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  • Rezension zu "Ungehorsam" von Naomi Alderman

    Ungehorsam

    Pardona

    02. April 2007 um 23:57

    Die New Yorkerin Ronin kehrt zurück in ihre jüdisch-orthodoxe Gemeinde in England, aus der sie vor vielen Jahren geflohen ist. Hier wird sie konfrontiert mit einem Leben aus ihrer eigenen Vergangenheit, mit ihrer ersten großen Liebe und ihrem besten Freund und (natürlich) nicht zuletzt dadurch auch mit sich selbst. In einer schönen Sprache mit einem stillen Humor, der nie ins lächerliche abdriftet, zeigt die Autorin die (mir zumindest) völlig fremde Welt des jüdisch-orthodoxen Glaubens mit all den Schwierigkeiten, aber auch der Sicherheit, die diese Lebensweise für moderne westliche Menschen bedeutet. Trotz teilweise geradezu skurril klischeehaften Figuren wertet sie dabei nicht, sondern stellt einfach dar, wie es sein könnte. Wirklich schön zu lesen!

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