Der Angriff auf Pearl Harbor verändert das Leben der jungen Aki Ito schlagartig. Sie und ihre japanischstämmige Familie müssen ihre kalifornische Heimat verlassen und in ein Internierungslager. Die Hoffnung aller liegt auf ihrer Entlassung nach Chicago, wo die ältere Schwester Rose bereits lebt. Doch als sie in Chicago ankommen ist Rose tot. Die Behauptung, dass sich ihre Schwester freiwillig vor einen einfahrenden U-Bahn-Zug geworfen hat, kann Aki nicht glauben und so beginnt sie zu ermitteln.
Die Geschichte beginnt damit, dass Aki ihr Leben vorstellt – und den gewaltigen Umbruch, den der Krieg gegen Japan für sie und ihre Familie bedeutet. Von den Internierungen japanisch-amerikanischer Familien habe ich hier zum ersten Mal gelesen. Auch die Zeit nach dem Lager ist schwierig. Das wäre sie schon genug, ohne dass der Schatten von Roses vermeintlichem Selbstmord über allem liegt. Als Leser begleitet man Aki nun auch in Chicago, merkt wie schwer die Neueingliederung in die Gesellschaft fällt. Dadurch, dass Aki versucht, die letzten Tage ihrer Schwester nachzuvollziehen, lernt sie unterschiedliche Teile der Gesellschaft kennen.
Die Geschichte ist weniger Kriminalroman als vielmehr ein Drama, das sich mit einem Teil der amerikanischen Kriegsgeschichte befasst, der mir bisher noch nie untergekommen ist und den ich daher umso interessierter gelesen habe. Auch, weil Akis und Roses Schicksal das Ganze umso emotionaler machen.





