Naomi Jacobs

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Der Tag, an dem mein Leben verschwand

Der Tag, an dem mein Leben verschwand

 (1)
Erschienen am 14.07.2016

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Rezension zu "Der Tag, an dem mein Leben verschwand" von Naomi Jacobs

Wenn das Gehirn einem einen Streich spielt und das Leben auslöscht
TanteGhostvor einem Jahr

Naomi wacht in einem anderem Leben auf und muss sich selber wieder zurück kämpfen...

Inhalt:
Naomi wacht in einem Alptraum auf. Von einem auf den anderen Moment erkennt sie sich selber Spiegel nicht mehr, sie sucht an ihrem Smartphone die Knöpfe und kann nicht verstehen, wo ihre Schwester und das Etagenbett geblieben sind.
Durch die Hilfe einer Freundin und ihrer Schwester lernt sie, dass sie Mutter ist, in dem seltsamen Haus lebt, in dem sie aufgewachsen ist und eigentlich erwachsen ist.
Bis sie zu einem Arzt kann, dauert es noch vier Tage. Und es ist auch nicht ihr gewohnter Arzt, sondern eine Vertretung. - Es beginnt ein Leidensweg, der schlimmer nicht sein kann. Die Frau kämpft sich quasi allein zurück, in ihr Leben. Dabei fördert sie Ereignisse aus ihrer Kindheit und Jugend zutage, die entsetzlicher nicht sein könnten.
Eine Odyssee, die schlimmer nicht hätte sein können.

Der erste Satz:
"Ich stand still da und starrte auf die Tür des Klassenzimmers."

Der letzte Satz:
"Ach ja, P.S.! Du würdest dich freuen zu hören, dass sie Roter Zwerg für noch eine Saison wieder ausgekramt haben, und jedes Mal, wenn ich es sehe, denke ich an dich! BESCHEUERT!!!!"

Fazit:
Der Leser wird von jetzt auf gleich förmlich in die Handlung hinein katapultiert. In dem Fall ist es echt besser, den Klappentext zu kennen. Sonst hat man wohl von Anfang an den Faden komplett verloren. - Ich kannte den Text aber und wusste so auch gleich, dass das wohl genau der Moment ist, indem die Protagonistin ihr Leben quasi verliert.
Alles ist authentisch und glaubhaft beschrieben. Ich konnte die Ungläubigkeit heraus lesen. Die Handlung, die Reaktionen, alles war glaubhaft und mit einfachen und passenden Worten dargestellt. Sogar Kopfkino hatte ich von Anfang an. Und das war, gerade am Anfang, schon fast eine Komödie.
Später wurde die Handlung schon ernster. Die Protagonistin erzählt, wie sie sich ihr Leben zurück erobert hat. Welche Rückschläge und welche Hilfen Sie erhalten hat, und wie schwierig das alles für sie war.
Ich habe das Buch förmlich verschlungen und konnte nicht eher davon lassen, als bis ich es durch hatte. Ich war fasziniert über die Kraft, die diese Frau aufgebracht hat. Ich war entsetzt über den Arzt, über seine Fehlentscheidung und dann die Selbstverständlichkeit, die durch Schwester und Freundin aufgebracht worden sind.

Ein jedes Schicksal, egal wie es aussieht, hat seine Anerkennung und Hilfe verdient. Was dieser Frau allein durch die Ärzte widerfahren ist, hätte schon ein Verfahren hinter sich her ziehen müssen. Statt dessen bekommt der Leser hier echt, ausführlich und in einfachen Worten erzählt, wie man mit eigener Kraft wieder ins Leben findem kann.
Packend - ehrlich - ausführlich!

(Auszüge des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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