Naomi Klein Die Schock-Strategie

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Inhaltsangabe zu „Die Schock-Strategie“ von Naomi Klein

Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der so genannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts, im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wild-West-Kapitalismus der reinsten Sorte. Naomi Klein, Autorin des Welt-Bestsellers »No Logo«, weist in ihrem beeindruckenden Buch nach, wie der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten dreißig Jahren auf extremer Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter beruht, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt von Lateinamerika über Osteuropa und Russland bis nach Südafrika und in den Irak durchzusetzen.

Dieses Buch kann Weltbild, Obrigkeitsgläubigkeit und offizielles Geschichtswissen beeinträchtigen

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

Mal wieder ein spannendes Sachbuch, aus dem man wirklich etwas lernen kann.

— Woelkchen
Woelkchen

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  • Die (fast) offene Rückkehr des Feudalismus

    Der stille Putsch
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Die (fast) offene Rückkehr des Feudalismus Einsichtig sollen sie sein, die Argumente der Politik an ihre Bürger europaweit, „den Gürtel enger zu schnallen“. Auch wenn erkennbar ist, dass der Bürger keine existentiellen Fehler begangen hat (könnte er gar nicht auf dieser Ebene des „Verlustes“ hunderter Milliarden Euro), auch wenn schwer zu erklären ist, warum „die da oben“, allen voran die Banken, mit Zinserleichterung und Direktspritzen vieler Milliarden Euro (direkt gefolgt von manchen Regierungen und deren langjährigem „Schutz“ von Korruption, Steuerhinterziehung, Vetternwirtschaft und Misswirtschaft) nun auf Kosten „derer da unten“ sich versuchen, zu sanieren und die Bürger damit auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte hinaus im Strudel der Schulden sich wiederfinden werden, es gibt eben „keine Alternative“. Sagt man. Das mit der Krise, dem Wanken des Euro, der Abwendung „explodierender Kosten für die Wirtschaft“ (die dann wiederum der normale Bürger auf der Strom- und Energierechnung mit übernimmt samt anderer direkter und indirekter Abgaben) die Stellung des Bürgers, der Einfluss der arbeitenden Bevölkerung stark abnimmt, das ist für Jürgen Roth, wie er durchaus überzeugend und mit spitzer Feder in diesem Buch darlegt, dann kein „Nebenprodukt“, kein „am Rande mitgenommenes Übel“, sondern durchaus ein angestrebtes Ziel. Derer, die mit ihren Summen Einfluss nehmen können, derer, die sich die Welt der nahen Zukunft gerne zu ihren Gunsten gestalten möchten. Nun wäre ein wenig Differenzierung auf Seiten des Lesers bei der Lektüre nicht von Schaden. Einerseits sind die Auswürfe, die Roth in seinen vielen Beispielen und auch strukturellen Analysen vorlegt, real, fundiert recherchiert und faktisch bedrohlich für die Frage nach einer starken Position des „einfachen Menschen“ und Bürgers. Andererseits ist seine These eines gezielten Vorgehens, einer abgesprochenen Strategie, die, so schwingt es im Buch mit, unter konkreter Nennung von Personengruppen, auf den oberen Ebenen der Politik und Wirtschaft Europas „geplant“ wurde und wird nicht einfach so zu belegen und zu halten. Andererseits, man braucht kein Anhänger einer Verschwörungstheorie, einer „putschenden Oberschicht“ zu sein, um die einfachen Folgen dessen, was passiert anhand der Analyse Roths mit zu vollziehen. Sparprogramme, von Oben, in weiten Teilen des Südens Europas auch „von Außen“ vorgegeben, damit ein grundsätzliches Wanken der Errungenschaften der Sozialsysteme, die Schwächung der Kraft der Gewerkschaften, Dumpinglähne, das Ausnutzen aller nur denkbaren (und teils nur mit viel Überlegung denkbarer) „Nebenwege“ zur Einsparung der Herstellungskosten, die explodierenden Entlohnungen der „Macher“ persönlich und der Renditen ganz allgemein und vieles mehr, das Roth Schritt für Schritt schildert (von den „runden Tischen“ über die „Bankenmachtim Eliteclub“ über die Zugang und weidliche Nutzung der „Medienmacht“ hin zur „Wut der Ohnmächtigen, zerstörte Gesundheitssystem und beginnender Hass gegen Fremde allüberall) . All das Dinge, die in hiesigen Breitengraden (noch) nur in den Nachrichten betrachtet werden, deren Primat einer rein marktorientierten Ausrichtung aber über kurz oder lang auch die noch stabilen Länder wie Deutschland erreichen werden (und in der in den letzten Jahren vorbereitend vollzogenen Schwächung der breiten gesellschaftlichen Kräfte bereits sichtbar werden). Ob nun „Europa“ bewusst „gegen seine Bürger aufrüstet“ und Politik, Unternehmensberater, Banken und wirtschaftliche Eliten konzertiert und bewusst einen „Putsch“ vorantreiben, das mag dahingestellt bleiben. Dass aber die Gewichte sich stark verändern, die Geschwindigkeit dieser Veränderung zu Ungunsten der Rechte und des Einflusses des „normalen Bürgers“ zunimmt und dass dies durchaus „System“ haben könnte, das sollte der Leser sich während und nach der Lektüre dieses Buches durchaus ernsthaft vor Augen führen. Wieweit dann die wenigen Hinweise zum „Widerstand“ im Buch ausreichen, mag dahingestellt bleiben (hier wäre ein Mehr an Anregungen wünschenswert gewesen). Aber dass dies in dieser Fülle, Breite und Geschwindigkeit nicht ohne Schaden auf Dauer hingenommen werden kann, Widerstand also Not tut, das ergibt sich nicht erst und nicht nur aus dieser teils spitzen, teils polemischen, aber immer praktisch belegten Lektüre einer konzertierten „Attacke auf den Sozialstaat“ zu Gunsten derer, die am Bürger nur verdienen, aber für diesen so wenig wie möglich ausgeben möchten. Da Roth Ross und Reiter nennt, ein sehr konkreter Vorwurf, der zur Diskussion fast zwingt.

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  • Pflichtlektüre zur Menschbildung

    Die Schock-Strategie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. September 2013 um 09:33

    Naomi Klein legt mit diesem Werk wirklich eine eindrückliche Recherchearbeit vor. Eindrücklich beschreibt sie anhand internationaler Vorgänge, wie die Jünger Milton Friedmans, die sog. Chigago Boys, überall auf der Welt Katastrophen nutzen, um ihren Einfluss auszuweiten. Die Schock Strategie sieht vor, den Staatsführern nach Krisen die Privatisierung wichtiger öffentlicher Bereiche anzupreisen. Damit wächst die Macht der Unternehnehmer, während wir Menschen immer weniger von Bedeutung sind. Das Buch beweist auch, dass der Turbokapitalismus nicht ohne Folter auskommt und zeigt unmissverständlich, dass der Kapitalismus der Feind allen friedlichen Lebens ist. Der Mittelteil ist leider sehr lang geworden und wiederholt die immer selben Vorgänge in verschiedenen Ländern. Für die Vollständigkeit ist das sehr wichtig und es macht das Buch unanfechtbar. Für die Lesbarkeit gibt es dabei jedoch leider Abzüge, denn im Grunde liest man immer wieder die selbe Geschichte in anderen Ländern mit anderen Akteuren. Man kann ab etwa der Mitte getrost zum letzten Kapitel springen, möchte ich meinen, wenn man nicht jede Zahl ganz genau abspeichern möchte. Dieses Buch ist sehr wichtig! Es sollte viele LeserInnen finden und wir sollten nach der Lektüre mindestens eine Haltung entwickeln, wenn nicht gar aktiv werden.

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  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    Dubhe

    Dubhe

    31. March 2012 um 20:47

    Vor einer Katastrophe befindet sich an einer Küste ein Armenviertel, egal wo auf der Welt, doch danach, sobald alles zerstört worden ist, steht dort ein Jahr später ein Luxushotel oder so etwas in der Art. Warum nur? Was geht da vor sich? Dieses Rätsel löst die Autorin mit diesem Buch. . An sich ist dieses Buch schon recht interessant, doch ehrlich gesagt ist dieses Thema nichts Neues für mich. Das Buch ist teilweise leider schon etwas langweilig, aber das rührt wahrscheinlich daher, dass ich eben schon einiges gewusst habe. Empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    antonia

    antonia

    26. June 2008 um 11:12

    interessant geschrieben mit vielen acha-momenten und einem thema, das es in sich hat!

  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    Staubfinger

    Staubfinger

    24. June 2008 um 12:38

    Dieses Buch stellt ein muß da für alle die an eine gerechtere, sozialere Welt glauben wollen. Und für die die diesen ungezügelten und zum Teil in seiner reinsten Form ausgelebten Kapitalimus in den Vereinigten Staaten, den Öl reichen Staaten des Orients, den Schwellenländern aber auch leider in unserem guten alten Europa einfach satt haben. In diesem 560 Seiten starkem Werk beginnt die Autorin bei den Verhörmethoden der CIA in der Mitte des letzten Jahrhunderts, was nicht heißen soll das diese Techniken heutzutage aus der Mode geraten sind das Gegenteil ist wohl eher der Fall.Sie nimmt uns mit auf eine wie ich finde höchst interessante Reise durch die neu Entdeckung des Neoliberalismus des 20 Jahrhunderts. Es geht von Pinochett über die Solidarnosc, den Zusammenbruch der Sowjetunion bis hin zu den Auswirkungen des Zunamis 2004. Es wird sehr klar und deutlich beschrieben wie auch die Weltbank und der IWF (dessen Vositzender mal unser jetziger Bundespräsident Hr.Horst Köhler war. Der in diesen Tagen nach Regulierung der internationalen Finanzströme ruft.Ein sehr verwunderlicher Sinneswandel wie ich finde!!!) mit an diesem System verdienen und nicht gerade zur Entspannung der Lage beitragen. Sicherlich sollte man auch nie vergessen das auch die Schriftsellerin ein gewisses eigen Interesse daran besitzt manches vieleicht etwas eher so zu formulieren das es sich in die in dem Buch aufgestellten Thesen nahtlos einfügt und Fakten die eventuell dagegen sprechen würden eher wegzulassen. Aber wenn man dieses im Hinterkopf behält und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt dann finde ich ist dieses Buch eines der lesenswertesten Wirtschaftsbücher der letzten Zeit.

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  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    Felixvz

    Felixvz

    04. October 2007 um 10:21

    Ich weiß nicht genau, wie ich zu diesem Werk stehen soll. Auf der einen Seite frage ich mich an ein paar Stellen, ob die No Logo - Heldin nicht zu einem ernstzunehmenderen Michael Moore geworden ist (daher nur vier Sterne), meistens jedoch packt es einen dann doch ziemlich arg. Klein beschreibt in der Schock-Strategie, wie neoliberale Kräfte (allen voran Weltpolizei USA) dem ersten Schock der Katastrophe (wobei es hierbei ganz egal ist, ob Natur-, Wirtschafts- oder Bodentruppen-Invasion-im-Krieg-um-Öl-Katastrophe) gleich einen zweiten folgen lassen: Den Schock des Wiederaufbaus. Nach kapitalistischem Konzept. Und wer da nicht mitmachen kann, der bleibt halt am Rand des neliberalen Highways liegen. McDonald's als Speerspitze des Kapitalismus' - so neu ist die Idee nicht, aber Klein macht noch einmal auf erdrückende Weise deutlich, welche Folgen demokratisch nicht legitimiertes Eindringen in brach liegende Märkte für die jeweiligen kulturen und Gesellschaften haben kann.

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  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    Woelkchen

    Woelkchen

    04. October 2007 um 09:09

    Aus der Inhaltsangabe: Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der so genannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts, im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wild-West-Kapitalismus der reinsten Sorte. Naomi Klein, Autorin des Welt-Bestsellers »No Logo«, weist in ihrem beeindruckenden Buch nach, wie der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten dreißig Jahren auf extremer Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter beruht, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt von Lateinamerika über Osteuropa und Russland bis nach Südafrika und in den Irak durchzusetzen.Ich fand dieses Buch äußerst lehrreich, es öffnet einem wahrhaftig die Augen! Naomi Klein belegt ihre Theorie mit konkreten Beispielen und schreibt wirklich spannend...

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  • Rezension zu "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein

    Die Schock-Strategie
    zimtstern

    zimtstern

    04. October 2007 um 08:54

    Man stelle sich vor es ist Krieg - und niemand geht hin. Würde auch dann der Kapitalismus eine Chance haben, das Ruder für seine Gunste umzureißen? Kriege und Katastrophen sind für viele Menschen die schlimmsten Albträume, denen man in der Wirklichkeit begegnen kann. Für andere aber scheinen solch desolate Zustände tatsächlich erfreuliche Wunschträume zu sein. Zerstörung als Hilfsmittel, um später besser absahnen zu können. Ganze Gesellschaften sollen umorientiert werden, neue Werte schätzen lernen. Ohne jedes Gespür für Ethik oder Moral. Ohne Worte. Meiner Meinung nach ist "Die Schocktherapie" eines der besten Aufklärungsbücher des Jahres. Es zeigt Zusammenhänge auf und schließt bisher ungeschlossene Kreise im Verständnis um die politische Macht. Empfehlenswert!

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