Naomi Novik

 4.1 Sterne bei 1.729 Bewertungen
Autorin von Das dunkle Herz des Waldes, Drachenbrut und weiteren Büchern.
Naomi Novik

Lebenslauf von Naomi Novik

Drachenmutter, Märchenerzählerin und Geschichtenerdenkerin: Geboren wurde Naomi Novik im Jahr 1973 in New York. Bereits im Alter von sechs Jahren verschlingt sie Fantasyromane und ist begeistert von Geschichten wie Tolkiens „Herr der Ringe“. Von ihren Verwandten bekommt sie Geschichten um die Baba Yaga und polnische Märchen erzählt, die sie bis heute prägten, was beispielsweise in ihrem Fantasybuch „Das dunkle Herz des Waldes“ spürbar wird. Novik studierte an der Brown University zunächst englische Literatur, macht dann jedoch an der Columbia einen Masterabschluss in Informatik. Sie beginnt, als Programmiererin zu arbeiten und ist an der Entwicklung eines beliebten Computerspiels beteiligt. Als ihr aber klar wird, dass sie das Schreiben noch mehr liebt, als das Programmieren, kehrt sie von Kanada nach New York zurück und widmet sich dort bis heute ihrer größten Leidenschaft. Mit ihrem Debütroman „Die Feuerreiter Seiner Majestät: Drachenbrut“ von 2007, das von Captain William Laurence und seinem Drachen Temeraire erzählt, schreibt sie sich auf Anhieb in die Herzen von zahlreichen Lesern, darunter auch bekannte Fantasygrößen. Das Buch gewinnt unter anderem den Compton Cook/Stephen Tall Award für das Beste Erstlingswerk im Bereich Fantasy. Auch ihr erster Stand-Alone-Fantasyroman, „Das dunkle Herz des Waldes“, ist preisgekrönt. Nicht nur war es für einen Hugo Award nominiert, es gewann auch den Nebula Award 2016. Die Geschichte wird oft als lose Nacherzählung des „Die Schöne und das Biest“-Märchens gesehen. Ein Zauberer, der nur der „Drache“ genannt wird, lebt abseits des Dorfes, in dem Agnieszka lebt, in einem Turm. Als Gegenleistung dafür, dass er das Dorf vor dem dunklen Wald beschützt, holt er alle zehn Jahre ein junges Mädchen, das ihm dienen soll. Doch als er überraschend Agnieszka auswählt, kann diese zunächst nicht verstehen, warum. Bis sie die Wahrheit über den Wald, den Drachen und sich selbst erfährt.

Alle Bücher von Naomi Novik

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Das dunkle Herz des Waldes

Das dunkle Herz des Waldes

 (372)
Erschienen am 12.11.2018
Drachenbrut

Drachenbrut

 (340)
Erschienen am 08.05.2007
Drachenprinz

Drachenprinz

 (209)
Erschienen am 09.07.2007
Drachenzorn

Drachenzorn

 (177)
Erschienen am 10.09.2007
Drachenglanz

Drachenglanz

 (142)
Erschienen am 07.04.2008
Drachenwacht

Drachenwacht

 (99)
Erschienen am 17.01.2011
Drachenflamme

Drachenflamme

 (68)
Erschienen am 20.08.2012
Das kalte Reich des Silbers

Das kalte Reich des Silbers

 (57)
Erschienen am 04.03.2019

Neue Rezensionen zu Naomi Novik

Neu

Rezension zu "Das kalte Reich des Silbers" von Naomi Novik

Ein großes und faszinierendes Highlight
Damarisvor einem Tag

Naomi Novik hat eine ganz spezielle und gute Art, Geschichten zu erzählen. Bei beiden Büchern, die ich bisher gelesen haben, fühlte ich mich wie im Märchen oder an russische Sagen erinnert - sprachlich, sowie durch die Geschichte selbst. "Das kalte Reich des Silbers" ist hier keine Ausnahme. Es ist an das Märchen vom Rumpelstilzchen angelehnt, ausgeführt als historisches Wintermärchen mit Elfenmythos. Ganz, ganz wunderbar! Und obwohl die Geschichte inhaltlich ein ganz schöner Brocken ist, hat sie mich so fasziniert, dass ich mir gleichzeitig wünschte, sie würde noch lange nicht zu Ende gehen.

Mirjem, die Tochter eines jüdischen Geldverleihers, hat es satt, der Ungerechtigkeit zuzuschauen, die ihr Leben bestimmt. Weil ihr Vater ein viel zu gutherziger Geldverleiher ist, geht es der Familie schlecht. Sie kommen kaum über die Runden, sind immer kurz vor dem Verhungern und müssen teilweise betteln. Außerdem ziehen im langen Winter die Staryk, ein Elfenvolk, durch das Land, und rauben alles, was sich die Menschen mühsam angespart haben. Als Mirjem sechzehn Jahre alt wird, nimmt sie sich der Sache selbst an, löst ihren Vater ungefragt ab, und fordert bei allen Gläubigern deren Schulden zurück. Durch ihre Durchsetzungskraft und Kaltherzigkeit ist sie so erfolgreich, dass die Familie plötzlich ein kleines Vermögen anhäuft. Das kommt auch dem König der Staryk zu Ohren. Er verlangt von Mirjem, dass sie für ihn sechs Münzen aus Elfensilber in Goldmünzen verwandelt. Als Mirjem das gelingt, schlägt das Schicksal erneut zu.

Obwohl die Geschichte mit Mirjem beginnt, bleibt sie nicht die einzige Hauptperson. Wanda, die für Mirjem arbeitet, und Irina, Tochter eines Grafen, spielen ebenfalls eine tragende Rolle. Jede der drei jungen Frauen ist auf ihre Weise stark und unabhängig, aber auch sehr eigen. "Das kalte Reich des Silbers" erzählt eine Geschichte, die sich durch die Bestimmungen dieser drei Frauen zu einem großen Ganzen verknüpft. Es ist nicht ersichtlich, aus welcher Sicht ein jeweiliges Kapitel oder ein Abschnitt erzählt wird, das muss der/die Leser*in anhand der Geschichte herausfinden. Mir gelang das problemlos, sogar die Einschübe, die von keiner der drei Hauptpersonen erzählt wurden, konnte ich gut zuordnen. Diese Erzählweise empfand ich als sehr besonders, den Stil und die Sprache/Übersetzung hochwertig und passend zur Form eines Märchens oder einer Sage.

Und weil das Buch so umfangreich ist, so manches Hin und Her erfolgt, die Geschichte teilweise kein Ende zu nehmen scheint, ist es lang und recht aufwändig zu lesen. Einige Passagen ziehen sich tatsächlich etwas. Im Gesamtbild hätte ich sie nicht missen wollen. Denn genau dieser Umfang trägt zur Wirkung der Geschichte bei. Ich fühlte mich von ihr komplett vereinnahmt und konnte mich bis zum Ende kaum davon lösen. Das Buch gleicht einem kleinen und faszinierenden Epos und hat eine spezielle Wirkung, die man in diesem Genre im Jugendbuch nicht häufig findet. Sehr klasse!

Fazit
"Das kalte Reich des Silbers" ist umfangreich und aufwändig zu lesen, hat dafür eine Wirkung und Besonderheit, die ich lange nicht vergessen werde. Naomi Novik erzählt ein phantastisches und bildgewaltiges Wintermärchen, mit allerbesten Charakteren, bemerkenswerten Verknüpfungen und vielen Überraschungen. Das ist wirklich top gelungen und an Finesse kaum zu übertreffen. Für mich ein großes und faszinierendes Highlight! 5 von 5 Sterne gibt es dafür.

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L

Rezension zu "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik

Anders als erwartet
Leseratte2005vor einem Tag

Am Anfang war das Buch wirklich sehr toll.

Immer wieder kamen Wendungen, die ich
nicht erwartet hätte. Später ging es dann 
nur mehr ums kämpfen, aber der schöne 
Schluss hat das ganze wieder abgerundet.
Das Buch ist nicht jugendfrei.

Kommentare: 3
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Rezension zu "Das kalte Reich des Silbers" von Naomi Novik

Die erste Hälfte top, die zweite eher ein Flop
ConnyKathsBooksvor 4 Tagen

"Dreimal sollst du für mich Silber in Gold verwandeln, oder du wirst selbst zu Eis werden." (S. 98)

Mirjem ist die Tochter eines viel zu gutherzigen jüdischen Pfandleihers. Als die Familie deshalb bittere Armut leidet, beschließt Mirjem, anstelle ihres Vaters die Schulden einzutreiben. Bald heißt es, dass sie Silber zu Gold machen kann. Damit weckt sie das Interesse der Staryk, einem gefürchteten und goldgierigen Volk magischer Eiswesen. Dessen König entführt Mirjem bald in seine eisig-gläserne Bergfestung. Dort soll Mirjem noch mehr Silber in Gold verwandeln, ansonsten stirbt sie und die Menschheit wird in ewiger Kälte versinken. Kann Mirjem dem kalten Reich des Silbers noch entkommen?

"Das kalte Reich des Silbers" stammt aus der Feder von Naomi Novik. Mit ihrem Roman "Das dunke Herz des Waldes" hatte sie mich richtig begeistert. Umso mehr freute ich mich schon auf ihr neues Fantasywerk, wurde aber diesmal nur zum Teil überzeugt. Kurz gesagt: Die erste Hälfte ist top, die zweite eher ein Flop.

Zunächst aber zu den positiven Aspekten. Die Autorin entführt uns hier in eine märchenhafte, fantasievoll- magische und eisig-russische Welt und glänzt dabei mit ihrem schönen Schreibstil und viel Atmosphäre. Die Story lehnt sich dabei leicht an "Rumpelstilzchen" an. Namen spielen z.B. eine große Rolle und natürlich das Spinnen von Gold. Allerdings nicht aus Stroh, sondern aus Silber. Dazu kommen noch weitere Märchenelemente, z.B. aus Sheherazade. Die jüdische Religion ist auch ein Thema. Ein faszinierendes und originelles Worldbuilding, wofür es definitiv einen Pluspunkt gibt.

Im Mittelpunkt stehen dabei drei sehr unterschiedliche Frauen und Ich-Erzählerinnen, deren Schicksale sich hier verbinden. Neben Mirjem lernen wir bald noch Irina kennen, die Tochter des Herzogs, sowie Wanda, eine arme Bauerstochter. Ich mochte alle drei. Die Handlung kommt zunächst auch recht spannend daher.

Leider fällt die zweite Hälfte bedeutend schwächer aus. Die komplexe Story zieht sich bald nur noch wie Kaugummi und wird immer langatmiger und ausschweifender. Später habe ich viele Seiten nur noch quergelesen. Auf einige Szenen und Perspektiven hätte man gut und gerne verzichten können. Denn es bleibt nicht bei Irina, Mirjem und Wanda. Später kommen noch drei weitere Ich-Erzähler dazu. Und da die jeweiligen Kapitel auch nicht durch Namen eingeleitet werden, brauchte ich bald immer länger, um die Sichtweisen überhaupt zuzuordnen.

Was mir auch nicht gefallen hat, ist die fehlende Romantik. Klar, mal keine der üblichen Insta-Loves ist auch nicht schlecht, aber so gar keine Lovestory auf knapp 600 Seiten ist mir dann doch zu wenig. Auf den letzten drei Seiten ist zumindest noch ein Hauch davon erkennbar, der aber für mich nicht zählt. Am Schluss war ich dann froh, dass Buch endlich geschafft zu haben.

Insgesamt kann ich daher "Das kalte Reich des Silbers" nur eingeschränkt empfehlen. Eine Märchenadaption, die vor allem mit ihrem tollen Worldbuilding punktet, aber besonders in der zweiten Hälfte einige Schwächen aufweist. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Roman der Autorin. Gute 3 Sterne von mir.

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Gespräche aus der Community

Neu
Wir haben beschlossen in der   INSIDER-Voting-Challenge   zusammen "Das dunkle Herz des Waldes" von Noami Novik zu lesen. 

Wir beginnen am   01.03.2017    
Das Buch sollte bis zum 31.03.2017 beendet und rezensiert werden. 
Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig um Lose zu bekommen. Deshalb, alles kann, nix muss. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen.

Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist. Wer das Buch zu Hause hat und es endlich mal lesen möchte, ist hier genau richtig und somit herzlich eingeladen. 

Wer andere Vorstellungen zur Einteilung der Leseabschnitte hat, kann gern Verbesserungsvorschläge geben. 

Ich wünsche uns viel Spaß.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Naomi Novik wurde am 30. April 1973 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Naomi Novik im Netz:

Community-Statistik

in 1.695 Bibliotheken

auf 556 Wunschlisten

von 68 Lesern aktuell gelesen

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