Naomi Wood Als Hemingway mich liebte

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Inhaltsangabe zu „Als Hemingway mich liebte“ von Naomi Wood

Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen - vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.
Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.

Das Verlieben und Scheitern der Ehen von Hemingway. Allerdings bleibt die Autorin bei den Fakten und geht nicht in die Tiefe.

— Buecherwurm1973

Toll geschrieben, tolle Frauen und tolle Einblicke in das Leben der Hemingways!

— buecher-nerd

Habe das Buch nach nicht einmal der Hälfte abgebrochen, da es mich nicht mitreißen konnte. Schade, klang zunächst vielversprechend.

— Alexloveslife

Berührend beschreibt Wood mit sprachl. Schwächen das Schicksal von vier Frauen neben einem großen Autor. Ein unterhaltender Zeitvertreib!

— wortkulisse

Ich kam in die Geschichte nicht rein

— QueenDebby

Licht und Schatten sind ständige Begleiter vom Leben der Hemingways. Wenn du diese mannigfaltigen Momente auch entdecken willst, dann finde

— Büchermona

Absolut lesenswerte Biografie eines charismatischen Schriftstellers- aus den Perspektiven seiner 4 Ehefrauen geschrieben..

— orchidee25

Hemingways Leben aus der Sicht wechselnder Perspektiven, nämlich der seiner Ehefrauen. Leise, atmosphärisch, nah am Leben.

— steffchen3010

Wirklich schön geschriebene Geschichte um das Privatleben des Ernest Hemingway!

— Schmitzorek

Vier Ehefrauen, vier Perspektiven: Die berührende Geschichte eines vom Leben, vom Alkohol und der Liebe Getriebenen... Absolut lesenswert!

— Sookie70

Stöbern in Romane

Menschenwerk

Insgesamt ist dieser Roman ein Werk von ungeheurer atmosphärischer Dichte, das einen gnadenlosen Blick auf das Wesen 'Mensch' gewährt.

parden

Wie der Wind und das Meer

ein wunderbares Buch über die Liebe in einer schweren Zeit

hoonili

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Großartige Idee, sprachlich gut umgesetzt. Die Handlung bleibt jedoch belanglos.

Katharina99

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starker Anfang, nur das Ende konnte mich nicht mitreissen

vielleser18

Wie man es vermasselt

Gute Ansätze, sehr amerikanisch.

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Highway to heaven

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Sigrid1

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  • Gut, dass mich Hemingway nie liebte

    Als Hemingway mich liebte

    Bibliomania

    21. April 2017 um 18:32

    Ernest Hemingway war ein Lebemann, Exzentriker und liebte die Frauen. Auch wenn Hadley seine erste Ehefrauwar, sollte sie nicht die letzte bleiben. Hemingways Ehefrauen kommen in diesem Roman zu Wort.Die Geschichte beginnt im Sommer 1926. Hadley und Ernest sind in Antibes und machen Urlaub mit ihrem Sohn Bumby.Doch was nach einem schönen Familienurlaub aussieht, ist der Versuch Hadleys ihre Ehe zu retten. Mit in Antibesist nämlich ihre beste Freundin - und Ernests Geliebte! Damit geht die Katastrophe erst so richtig los.Hadley war mir sofort sympathisch. Ich mochte diese Frau, die irgendwie bodenständig geblieben ist, einfach nett undsympathisch. Auf Pauline Pfeiffer hatte ich hingegen von Anfang an eine ziemlich Wut. Sich als beste Freundin so zubenehmen, fand ich unmöglich. Ich bin gar nicht mit ihr warm geworden. Selbst als ihr das gleich "passiert" wieHadley, konnte ich nur schadenfroh sein. Ihre Nachfolgerinnen blieben für mich dann zu blass und unbedeutend. Die Sicht der Ehefrauen fand ich eigentlich sehr interessant, aber Fife hat für mich einfach zu viel Raum eingenommen. Dennoch bin ich gespannt, was Paula McLain in ihrem Buch "Madame Hemingway" von der ersten Ehefrau erzählt und ich freue mich trotzdem darauf, diesen Roman zu lesen.

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    • 2
  • Nicht ohne Frau

    Als Hemingway mich liebte

    Milagro

    21. April 2017 um 14:34

    Was hatte er an  sich, dieser Hemingway, dass jede dieser interessanten Frauen sich seinem Leben so unterwarf? Das Buch ist keine Biografie, eine Erzählung vielmehr, angelehnt an das Leben Hemingways und das seiner vier Ehefrauen, einiger Freunde und Freundinnen. Ich mag seinen Stil und erwünschte mir eine unterhaltsame Klärung der Frage, was ihn zu einem solchen Menschen machte. Vielleicht hätte ich das Buch lediglich als das nehmen sollen, was es ja letztlich ist: einen Roman. Fiktion. Angelehnt an einige Personen, deren Namen einem vertraut erscheinen.War Hadley wirklich so naiv, so duldsam und schlicht?  War Fifi so glamourös, so begierig und enttäuscht? Martha Gellhorn, war sie so anders als ich sie mir immer vorgestellt habe, tatsächlich so oberflächlich? Und warum hat Mary überhaupt keinen Eindruck bei mir hinterlassen? Es mag an der Geschichte liegen, es mag an der Realität liegen. Richtig warm geworden bin ich mit keiner von  ihnen, sie verblassen schnell in meiner Erinnerung. Hemingway selbst war so blass in der Geschichte, dass er zwar der Punkt war, der alle Frauen zusammefügte, mehr aber auch nicht.Die 366 Seiten waren mühselig, das Buch brachte ich oftmals ungelesen wieder mit nach Hause, was das Lesen dort dann nicht einfacher machte. Die Geschichte um Hemingway wird in vielen Rückblicken erzählt, häufig musste ich zurückblättern, um sicher zu gehen, in welchem Jahr wir uns gerade befanden, zusammengefügt wurde die Geschichte zudem aus den jeweiligen Perspektiven der Frauen, so dass sich auch dadurch Wiederholungen ergaben, nur die Perspektive änderte sich. Das Lesen gestaltete sich dadurch  zäh, ein wenig mehr Erzählfluss hätte der Geschichte gut getan. So kam ich mir teilweise wie in einer mittelmäßigen Seminararbei vor, die Fakten ordentlich zusammengestellt, Aufbau und Darstellung aber unterdurchschnittlich. Immerhin habe ich die zeitliche Abfolge  der Lebensgeschichte letztlich doch verinnerlicht und einen Eindruck über ein unstetes Leben gewonnen. Sonderlich sympathisch ist mir Hemingway nun nicht mehr, zu Martha Gellhorn habe ich eine Biografie herausgekramt und insgesamt betrachtet hätte ich etwas anderes lesen sollen. 

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    • 4
  • Kurzweiliger Roman rund um die vier Frauen Hemingways

    Als Hemingway mich liebte

    fraencisdaencis

    11. January 2017 um 22:25

    Hemingway und seine vier Ehefrauen sind das Thema des Romans "Als Hemingway mich liebte" von Naomi Wood. Die Autorin hat sich bei der Recherche unter anderem auf den Inhalt von Briefen gestützt, dennoch ist es keine Biographie, sondern ein Roman.Der Roman ist in vier Teile unterteilt, die jeweils eine der Ehen gewidmet sind. Es beginnt natürlich mit der Ehe zwischen Ernest und Hadley, wobei schon von Anfang des Romans an eine dritte Person mit involviert ist: Fife. Ernest und Hadley haben sich in Amerika kennen gelernt, leben aber zusammen in Paris. Ihr gemeinsamer Sohn erkrankt bei einem Urlaub und sie werden von ihren Freunden in Quarantäne geschickte - doch nicht nur die Kleinfamilie Hemingway geht in Quarantäne, sondern mit ihnen auch Hadleys beste Freundin und Ernests Affäre Fife. Der zweite Teil widmet sich dann der Ehe zwischen Fife und Ernest Hemingway, wobei natürlich auch die Exfrau Hadley immer wieder eine Rolle spielt und sich an frühere Zeiten zurück erinnert wird. Die Ehe zwischen den beiden ist hauptsächlich geprägt von Hemingways Schreiben und es war für mich interessant zu sehen, welche Parallelen und Unterschiede es zwischen der ersten und der zweiten Ehe des Schriftstellers zu sehen waren.Danach folgt die eher kurze Ehe mit Martha, einer jungen Reporterin, die für Ernest wohl offensichtlich zu ambitioniert war. Im Gegensatz zu seinen ersten beiden Frauen, legt die dritte Mrs. Hemingway einen beruflichen Eifer an den Tag und lässt sich auch nicht von ihrem Mann einschränken. Das hat mir gefallen.Die letzte Ehefrau war Mary, die mit Ernest am längsten verheiratet war. Zu dem Zeitpunkt hatte er aber schon so sehr mit Depressionen zu kämpfen, dass Mary oft nur noch die negativen Seiten ihres Ehemanns zu spüren bekommen hat. Das Buch ist unaufgeregt und ruhig verfasst und lässt sich daher gut lesen. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als Betrachterin mit bei den verschiedenen beschriebenen Szenen dabei zu sein. Daher ist es auch kein Wunder, dass ich natürlich eine der Frauen mehr mochte als die anderen: Hadley, die erste. Dennoch mochte ich den Roman natürlich als Ganzes."Er wirkte erst betreten, dann wurde er wütend, weil sie dieses Thema angeschnitten hatte. Ihr war klar gewesen, dass er so reagieren, dass er versuchen würde, ihr die Schuld in die Schuhe zu schieben - als wäre sie die Architektin dieser Affäre, indem sie sie zur Sprache brachte."- Seite 33fFazit und EmpfehlungEin gut geschriebener, kurzweiliger Roman rund um Ernest Hemingway und die vier Frauen in der Rolle der Mrs. Hemingway.

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  • Als Hemingway mich liebte

    Als Hemingway mich liebte

    wortkulisse

    20. October 2016 um 10:46

    Mit vier Ehefrauen und unzähligen weiteren teilte Ernest Hemingway sein Leben. Diesen Frauen - Hadley, Fife, Martha und Mary - wendet sich Naomi Wood in ihrem Roman Als Hemingway mich liebte zu.Als Hemingway seine erste Frau Hadley 1921 heiratet, ist er zweiundzwanzig Jahre alt. Sechs Jahre später lässt sich das Ehepaar scheiden, denn Hemingway ist verliebt. In Hadleys beste Freundin Fife. Und so wie die Schicksale dieser beiden Frauen miteinander verbunden sind, sind es auch die der nachfolgenden Ehefrauen Martha und Mary. Beruhend auf Briefen und anderen Quellen erweckt die junge Autorin die ausgelassenen goldenen Zwanziger, die Kriegsjahre in den Zeiten des dritten Reiches, den Frieden danach und rekonstruiert - freilich fiktiv - vor diesem Hintergrund die Schicksale der vier Ehefrauen und skizziert Hemingway als charismatischen und scharfkantigen Charakter. Jeder Mensch, den Wood in ihrem Roman auftreten lässt, ist mir spätestens auf den letzten Seiten ans Herz gewachsen. Die Gefühle der Frauen werden so authentisch beschrieben, dass ich jede Ehe retten und geheilt sehen wollte, obwohl ich wusste, dass es nach den realen Begebenheiten unmöglich ist. Anstatt die Ehen einzeln zu betrachten, verbindet Wood sie kapitelübergreifend und lässt ihre Parallelen und Unterschiede sichtbar werden.Zeitsprünge und Ortswechsel erfolgen durch die entsprechend betitelten Kapitel und bringen eine angenehme Spannung in den Roman, der die Neugier auf die kommenden Seiten weckt. Mit ihrer unterhaltenden und anspruchslosen Sprache hat mich Naomi Wood in eine vergangene Zeit entführt und mich gut unterhalten. Aber bin ich zu prüde, wenn mich das Wort "ficken" in einem Roman stört?Weitere Rezensionen von mir findet ihr auf http://oh-fitzgerald.blogspot.de/ :-)

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  • Hemingway - ein Womanizer?

    Als Hemingway mich liebte

    Federfee

    31. August 2016 um 11:00

    Was für ein schönes Cover, so blau und frisch, so sommerlich! Aber selten fand ich ein Buch so widersprüchlich, selten habe ich mich zuerst geärgert und es dann doch lesenwert gefunden. Und das liegt an Naomi Wood, an der Art, wie sie schreibt und ein bisschen auch an der Szenerie, am Paris der damaligen Zeit, an der Côte d'Azur und den anderen attraktiven Schauplätzen.Richtig empört war ich anfangs über den angeblich so schönen Ernest Hemingway, der mit der einen verheiratet und schon mit der Nächsten liiert ist, von unzähligen Geliebten mal abgesehen. Die kommen hier auch nicht vor, sondern 'nur' seine vier Ehefrauen, aus deren Sicht man vom gemeinsamen Leben erfährt, vor allem von den Übergängen von einer zur anderen. Geärgert habe ich mich über seine Verantwortungslosigkeit seinen Kindern gegenüber (aus erster und zweiter Ehe).Und geärgert habe ich mich vor allem über die Ehefrauen, weil ich nicht verstehen kann, wie man auf so einen Macho-Schönling hereinfallen kann, wie man sich an verheiratete Männer heranmacht und wie man so naiv sein kann, sich selbst für die jeweils einzige große Liebe zu halten.Aber je länger ich las, desto mehr Mitleid bekam ich mit ihm, der ein bedauernswerter, psychisch instabiler Mensch gewesen zu sein scheint, ein Alkoholabhängiger, der mir am Ende geradezu kindlich erschien, seine Ehefrauen dagegen um so stärker und souveräner. Vielleicht ist es auch eher ein Roman über die starken Frauen in Hemingways Leben, die auch noch untereinander mehr oder weniger Kontakt hatten. Verstehen konnte ich sie trotzdem nicht."Denken Sie daran, dass Sie nicht unbedingt alles darin verstehen müssen", rät ihr Sylvia. "Wie bei Menschen ist es auch bei Büchern am besten, wenn sie sich einem nicht vollständig offenbaren."

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  • Vier Frauen und (k)ein Ende

    Als Hemingway mich liebte

    Büchermona

    06. July 2016 um 21:04

    Kurzbeschreibung: Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen – vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.Vier Frauen und (k)ein Ende Diese Geschichte hat es in sich.Hemingway liebt gerne und oft. Dass er dafür jegliche Verletzung weiblicher Gefühle in Kauf nimmt, hat mir in seiner Härte oft die Sprache verschlagen. Der Roman ist ehrlich, hat eine kraftvoll Sprache und hat mich komplett mitgenommen. Man reist in vier unterschiedliche Leben und erlebt, wie die jeweiligen Frauen ihre Zeit an der Seite dieses berühmten Schriftstellers geprägt haben. Jede hat seinem Leben einen eigenen Schliff verliehen und es in eine Richtung bewegt. Nur gehalten hat es nie. Hemingway ist ein ebenso stürmischer, wie auch kalter Liebhaber. In der einen Sekunde liebkost er mit schwülstigen Phrasen, in der nächsten Sekunde holt er mit der flachen Hand aus. In diesen Momenten habe ich mich gefragt, warum die Frauen ihn trotzdem immer liebten. Naomi Wood erzählt mit einer sehr kraftvollen Stimme aus Hemingways Leben. Sie nimmt den Leser mit auf eine durchwachsene Reise. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es den großen Hemingway auch nicht nur als unantastbare Persönlichkeit zeigt. Er ist mir als Mensch leider sehr unsympathisch, aber dieses Gefühl hat sich zum Glück nicht auf das komplette Buch ausgebreitet. Licht und Schatten sind ständige Begleiter vom Leben der Hemingways. Wenn du diese mannigfaltigen Momente auch entdecken willst, dann findest du in diesem Buch eine sehr eingehende Lektüre.

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    • 4
  • Mrs. Hemingway

    Als Hemingway mich liebte

    steffchen3010

    19. June 2016 um 19:35

    „Write drunk; edit sober.“ Ernest Hemingway Es waren vier Frauen, die das Leben von Ernest Hemingway primär bestimmten. Hadley, Fife, Mary und Marty. Neben zahlreichen Affären waren sie es, die den nach Leidenschaft, Alkohol und Erfolg dürstenden Schriftsteller ein Stück seines Weges begleiteten. Während sich die Frauen dem Schriftsteller vollends hingaben, rauschte der exzentrische Womanizer ungeniert durchs Leben, durchlief berauschende Hochs und verzweifelte Tiefs. Was 1926 im südfranzösischen Antibes begann, wo Hemingway sich mit seiner ersten Frau Hadley und deren Freundin Fife zurückzog, findet 1961 sein jähes Ende. Naomi Wood erschafft aus Briefen authentischer Quellen eine atmosphärische Geschichte um einen der wohl berühmtesten Schriftsteller, die von den Blickwinkeln der Frauen Hemingways und der Pariser Bohème bestimmt ist. Eine Geschichte, die sowohl leiser als auch herzergreifend tragischer Natur ist. „Keiner sagte etwas. Ach ja, sie hat vergessen, dass Erfolg sich entweder mühelos einstellt oder gar nicht. Es muss stets spielerisch bleiben. Eine immerwährende Cocktailstunde. Als bestünde das Leben nur aus schmachtender Jugend oder ständigem Vergnügen. Harte Arbeit war nichts für Leute von ihrem Schlag.“ Zitat, Seite 87 Ernest Hemingway galt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der Exzentriker, der mit seinem brausenden Temperament und seinen literarischen Werken die Pariser Bohème der 20er Jahre mitbestimmte, gilt auch heute noch als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Literaturgeschichte. Seine Novelle „Der alte Mann und das Meer“, die in Hemingways Wahlheimat Kuba spielt, hat ihm 1953 und 1954 nicht nur zu Pulitzer- und Literaturnobelpreis verholfen, sondern sorgt auch heute noch für die anhaltend verehrende Haltung der Kubaner, die ihm Museen, Literaturfestivals und Münzen widmen. Doch in Naomi Woods „Als Hemingway mich liebte“ soll nicht Hemingway, sondern vielmehr seine vier Ehefrauen im Mittelpunkt stehen. Der Schriftsteller nimmt in dem knapp 350 Seiten umfassenden Roman tatsächlich nur eine Nebenrolle ein. Denn Wood widmet nicht ihm, sondern seinen Ehefrauen jeweils ein Kapitel des Romans. Sie präsentiert uns dadurch Hemingways Leben aus der Sicht wechselnder Perspektiven. Die Beziehungen, die dank Woods Kapitelzuordnung zwar jeweils einer Frau, aber nicht unbedingt einem Anfang bzw. Ende zuzuordnen sind, fließen dennoch schon bald ineinander über. „Oben im Badezimmer teilen die Flügel des Spiegels ihr Gesicht. In diesen zweidimensional wirkenden Zwillingsbildern sieht sie aus wie ein Kind. Doch unendlich viele betrogene Frauen starren sie aus den tieftraurigen schwarzen Augen an. (…) Nesto. Sie will nichts außer ihren Ehemann. An der kalten Keramik des Waschbeckens stützt sie sich ab, als ließe sich das so in ihrem Kopf schwirrende Karussel zum Stillstand bringen: Fife, Martha, Hadley – die ganze Gruppe taumelt vorüber -, ein nicht endender Reigen aus Ehefrauen und Geliebten, mit fadenscheinigem Lächeln und teigigem Teint.“ Zitat, Seite 166/167 Der Weiberheld, der sich Zeit seines Lebens durchweg mehrgleisig vergnügte, scheint nicht nur besonders exzentrischer, sondern auch sehr leichtfertiger Natur gewesen zu sein. Das spiegelt sich zumindest im Umgang mit seinen Frauen wieder. Bereits im ersten Kapitel, als der Schriftsteller sich gemeinsam mit Ehefrau Hadley und seiner Geliebten Fife in der südfranzösischen Sonne rekelt, ist dies zu spüren. Hemingway nahm was sich ihm darbot. Er sah, nahm und liebte und schien nicht im Mindesten daran interessiert, wieviele Herzen er damit brach; geschweige denn, wie viel Verzweiflung und Wut er in den Frauen entflammte. Trotz oder gerade wegen seines lange auf sich wartenden Erfolges als Schriftsteller verlor er sich zunehmend in Alkohol, Depressionen und unberechenbaren Wutausbrüchen. Der Selbstmord seines Vaters haftete an ihm wie eine klaffende Wunde, die niemals wirklich verheilte und die Persönlichkeit Hemingways entscheidend prägte. Diese markanten Ecken und Kanten Hemingways veranschaulicht Wood mithilfe einer sehr bildhaften und damit lebendigen Sprache, weswegen ich ihm in diesem Roman keine Sympathien zusprechen konnte. Auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten von Hemingways Ehefrauen sind Wood vortrefflich gelungen. Jede blickt auf die gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller auf seine Weise zurück. Keine Ehefrau gleicht der anderen, und dennoch verbindet sie alle das Gleiche: ihre Leidenschaft. Sie lieben, verzweifeln und kämpfen. Die eine mehr, die andere weniger. „Als Hemingway mich liebte“ ist eine ruhige, aber dennoch nicht minder faszinierende Reise durch Hemingways Leben. Wie Glieder eines Kettenkarussels schweben alle Figuren aneinander vorbei, scheinen Teil eines großen Ganzen und dennoch eigenständig zu sein. Woods Geschichte, die von der Faszination um den berühmten Schriftsteller, einer knisternder Atmosphäre und alkoholbeschwipster Luft erfüllt ist, hat mich nicht nur wegen Woods unaufdringlichen, lebendigen und emotionalen Beschreibungen, sondern auch als harmonisches Gesamtwerk überzeugt. „Als sie sich wiedersahen, am Hafen von Boulogne-sur-Meer erklärte sie, sie werde den Rest ihres Lebens nicht mehr von seiner Seite weichen. Erst später wünschte sie sich, er hätte ihr dasselbe versprochen.“ Seite 144

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    Igela

    04. June 2016 um 16:09
  • Eine Geschichte, in die ich mich verliebte ...

    Als Hemingway mich liebte

    gsimak

    Zum Inhalt Gute 350 Seiten lang habe ich Sommer pur erlebt. Cocktails am Pool und jede Menge Partys. Ernest Hemingways Leben war wahrlich nicht langweilig. In Atibes 1926 führte der Schriftsteller ein behagliches Leben mit seiner ersten Frau Hadley. Damals waren sie noch arm wie Kirchenmäuse und wurden oft von Freunden unterstützt. Tauben auf dem Dach dienten oftmals als Mittagessen; welches Hadley in ihrer ärmlichen Wohnung zubereitete. Das änderte sich schlagartig, als Ernest einen guter Wurf mit seinem Roman "Fiesta" landete.Hadley passte eigentlich gar nicht in die Welt von Hemingway. Sie liebte ihren Ernest abgöttisch und fügte sich seinen Wünschen. Sie wusste um die Affäre, die er mit ihrer besten Freundin hatte; lud diese sogar zum gemeinsamen Urlaub ein. Ich verrate nichts Neues, wenn ich Euch nun erzähle, dass die Ehe von Ernest und Hadley nicht hielt. Es sollten noch drei weitere Ehefrauen folgen.Meine MeinungDieses Buch ist genauso so, wie es das Cover verspricht. Trotz Krieg und Ernests psychischen Problemen, hat man das Gefühl, beim Lesen ein paar wunderschöne Urlaubstage zu verbringen.Das Augenmerk liegt hauptsächlich auf Ernests Ehefrauen. Hadley, Pauline (Fife), Martha und Mary.Obwohl Fife Hadley den Mann ausspannte, blieben die beiden Freundinnen. Fife klagte Hadley sogar ihr Leid, als sie langsam aber sicher von der zukünftigen Ehefrau Nummer 3 abgelöst wurde. Die selbstbewusste Fife gab sich nicht so schnell geschlagen. Doch, Ernest nabelte sich ab und ehelichte alsbald Martha. Mit der Schriftstellerin und Kriegsreporterin Martha verband ihn sehr viel. Zwei Schriftsteller in einem Haushalt! Kann das gut gehen? Nein! Die Sicherheit, dass Martha gerade dabei war ihren Ehemann zu verlieren, brachte eine Klopapierrolle. Auf diesem ungewöhnlichen Beweismaterial befanden sich Liebesschwüre für die zukünftige Ehefrau Nummer 4! Mary beneidete Martha um ihren beruflichen Werdegang und ihren Mann. Zweiteres sollte sie dann bald bekommen. Für Ernest beendete sie ihr Ehe.Ernest, mit dem gesunden Appetit auf Unmengen Alkohol, war nun schon von seinem Lebenswandel gezeichnet. Aufgeschwemmt und langsam dem Wahnsinn verfallend, führte er seine letzte Ehe mit Mary.Die Recherchen der Autorin spiegeln sich im Roman wieder. Die Frauen wurden von ihr sehr gut beschrieben. Vor allem Fife hatte zu 100% so ausgesehen, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt habe. Es gibt im Netz sehr interessante Seiten zu Hemingway und seinen Frauen. Der Schreibstil ist flüssig. Die Protagonisten authentisch.FazitErnest musste wirklich ein charismatischer Mann gewesen sein. Die Frauenherzen flogen ihm zu, wie die Motten auf das Licht. Meinte man, alle vier Frauen wären abhängige Personen gewesen, irrt man gewaltig. Selbst in den 20 igern hatten die Damen einen guten Beruf. Diesen konnten Hadley und Fife erst einmal nicht mehr ausführen; gebaren sie Ernest doch Kinder. Hadley einen und Fife zwei Söhne. Die Orte, an denen Ernest mit seinen Frauen lebte, waren immer sehr idyllisch und sonnig. Das Lesen dieses Buches mutet wie eine niemals endende Party an. Manchmal bekam ich schon einen Schwips, ob der beschriebenen Cocktails. Auch seine Ehefrauen waren allesamt trinkfest. Amüsant fand ich, wie Ernests Frauen seiner Untreue auf die Schliche kamen. Dies passierte stets, mit irgendwelchen geschriebenen Worten, an den ungewöhnlichsten Stellen und Orten.Ich empfehle jedem dieses Buch, der wissen will,- wie Hemingway seine Frauen kennengelernt hatte,- wo- und wie er mit den Damen lebte,- wie sie seiner Untreue auf die Schliche kamen,- was der Schriftsteller, Reporter, Großwildjäger und Angler im Krieg erlebt hatte, -welchen Cocktails er nicht widerstehen konnte- von welchen Ängsten er geplagt wurde,- welche Auswirkungen ein verlorener Koffer mit sich brachte,- wie er seine letzen Jahre verlebte.   Die Geschichte ist fiktiver Natur; mit einem sehr hohen Wahrheitsgehalt. Wir begleiten Hemingway von 1926 bis zu seinem Tod 1961.Warum ich diesem Buch 5 Sterne gebe? Weil ich mich in diese Geschichte verliebte!Danke Naomi Wood.

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    • 4
  • Lebensnahes Portrait in einen Roman verpackt

    Als Hemingway mich liebte

    Schmitzorek

    13. May 2016 um 16:13

    Ernest Hemingway – kein Kind von Traurigkeit. Zumindest, was seine Liebesbeziehungen angeht. 1920 hat er seine erst Frau Hadley kennengelernt. Jetzt, 1926, ist er mit ihr und ihrer besten Freundin Pauline, genannt Fife, in die Ferien nach Südfrankreich gefahren. Raus aus Paris, in die Sonne, die Natur, um Ruhe zu genießen. Doch er versteht nicht, wieso Hadley Fife unbedingt mitnehmen musste. Dass sie seine Geliebte ist, war ihr doch bereits aufgefallen. Hadley stellt sich täglich genau die gleiche Frage, denn ihre Konkurrentin ist jünger, hat noch kein Kind zur Welt gebracht und ist stinkreich. Als sie Fife am Abend eines Festes bei Freunden mit ihrem Mann sieht, wird klar: ihre Ehe ist vorbei. Hadley, Fife, Martha und Mary, die vier Ehefrauen – Hemingway hat es nie geschafft bei nur einer von ihnen zu bleiben. Die Wechsel waren fließend und überschnitten sich. Ein Mann, der nicht allein sein konnte. Ein Mann, der nach Perfektion strebte und niemals mit sich selbst zufrieden war. --- Naomi Wood rekonstruiert Hemingways Leben anhand von Briefen und anderen Quellen. Das besondere Augenmerk liegt auf seinen Ehefrauen, deren Beziehung zu ihm sowie untereinander. Sie lädt den Leser, mit einer wunderbar leichten und fließenden Art zu Erzählen, in das Leben der Hemingways ein. Trotz vieler sich wiederholender Momente in Hemingways Leben, v.a. in Bezug auf seine Ehen und Affären, kommt beim Lesen keine Langweile auf.

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  • Als Hemingway mich liebte...

    Als Hemingway mich liebte

    Melody80

    10. May 2016 um 14:47

    Es gibt einige Bücher über Hemingway und über seine so unterschiedlichen Frauen. Dies ist allerdings das erste Buch, was ich über den Schriftsteller und seine vielen Ehegattinnen lesen durfte. Von Hadley Richardson, die Hemingway in den "Roaring Twenties" kennen lernte, über Pauline "Fife" Pfeiffer zu Martha Gellhorn und Mary Welsh, alle becircte der attraktive Amerikaner, der vom 1. Weltkrieg  sowohl körperlich, wie vielleicht auch seelisch schon sehr gezeichnet war und schaffte es, dass sich jede der 4  Frauen noch in ihren weiteren Leben nach ihm verzehrten.Was muss Hemingway für eine Ausstrahlungskraft besessen haben, dass ihm so viele Frauen "zu Füßen lagen"...Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn sich manche Begebenheiten in diesem Buch wohl nie so abgespielt haben, konnte ich einen kleinen Einblick über Hemingways Schaffen und sein Liebesleben gewinnen, was bestimmt nicht einfach gewesen ist. Das Buch hat auch wieder mal meine Begeisterung für die "goldenen 20er" entfacht. Einige Biografien sind in der Zwischenzeit schon auf meine Wunschliste gewandert (z. B. Westlich des Sunset) und wandern bald bestimmt noch einen Weg weiter in mein Bücherregal.Mein FazitEine für mich wirklich interessante Biografie über Ernest Hemingway und seine Frauen.

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  • Eine gelungene Hommage an einen großen Schriftsteller

    Als Hemingway mich liebte

    Sookie70

    Vier Frauen im Leben Ernest Hemingways - und vier höchst "merk-würdige" Geschichten; jede von ihnen so unterschiedlich wie die Charaktere, die Lebenskonzepte und Träume der beschriebenen Protagonistinnen selbst. Aus der Sicht der jeweiligen Ehefrau wird das Leben und Lieben des gefeierten Schriftstellers zwischen 1926 und seinem gewaltsamen Tod im Jahr 1961 beleuchtet; gnadenlos, direkt und doch auch feinfühlig und hie und da mit einer durchaus romantischen Note. Trotz der detaillierten Einblicke in das umtriebige Leben dieses von Alkoholkonsum gezeichneten und von Selbstzweifeln und Leistungsdruck geplagten Mannes, gibt es zwischen den Zeilen viel zu entdecken. Mag er tatsächlich so gewesen sein, der stets kontrovers diskutierte Frauenheld, Liebhaber und Ehemann Hemingway? Oder war er doch ganz anders? Der Roman ist jedenfalls die gelungene Hommage an einen ganz Großen der neuzeitlichen Literatur - und liegt wahrscheinlich sehr viel näher an der Wahrheit, als von der Autorin in ihrem Nachwort konstatiert...

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  • Als Hemingway mich liebte

    Als Hemingway mich liebte

    Fantasie_und_Träumerei

    21. March 2016 um 13:26

    Bevor ich im Frühlingsprogramm des Verlags Hoffmann und Campe auf den Titel „Als Hemingway mich liebte“ aufmerksam wurde, war Ernest Hemingway kein Thema für mich. Ich weiß wohl, dass mein Großvater die Verfilmungen seiner Werke wie „Für wen die Stunde schlägt“ im Kino angeschaut und auch „Der alte Mann und das Meer“ gelesen hat, aber was interessieren mich alte Männer. Ein Gedanke, den ich wohl nicht zu Ende gedacht habe, denn wie sich nun herausstellt ist Hemingway eine sehr faszinierende Schriftsteller Persönlichkeit gewesen. Naomi Wood widmet sich in ihrem Roman „Als Hemingway mich liebte“ den Frauen an seiner Seite. Zahlreich hat er sich verliebt, geheiratet – nur selten auch wieder entliebt, glaubt man der fiktiven Geschichte der jungen britischen Autorin. Sicher hat sie viel Sekundärliteratur gelesen, bevor sie ihren Roman geschrieben hat, denn er wirkt auf mich sehr gut recherchiert und wirklich glaubwürdig. Dennoch frage ich mich ständig wie es ihr gelingen konnte Hemingway so authentisch, so lebendig, so zum greifen nahe darzustellen. Offenbart er sich in seinen Büchern so sehr, dass es ein leichtes ist, ihn in eine Romanfigur zu stecken? Naomi Wood hat es nicht nur geschafft mich mit ihrem eigenen Roman zu begeistern, sondern auch meine Neugierde auf Hemingways Werke zu wecken. „ 'Das passt gut. Ich werde lieber von Spitzbuben gelesen, als von Kritikern.' “ „Als Hemingway mich liebte“ beginnt im Jahr 1926. Hemingway verbringt seinen Urlaub in Antibes. Gemeinsam mit Frau und Geliebter. Erstere stellt ihn vor die Entscheidung „sie oder ich“. Ein roter Faden, der sich durch Hemingways Leben bis hin zu Mary, Frau Nr. 4, zieht. Er ist von einer Ruhelosigkeit geprägt, die ihn von einer Liebe zur nächsten treibt. Immer wieder den Wunsch nach Veränderung, nach großen Gefühlen im Gepäck. Den Wunsch wieder intensiv fühlen zu können, denn er selbst rudert mehr und mehr ins Abseits seines eigenen Selbst, verliert sich in Wehmut, Lethargie und Depressionen. Ist seine eigene Biografie dafür verantwortlich? Seine Arbeit als Kriegsberichterstatter, wo er schreckliche Dinge durchlebt oder die Energie, die das Schreiben, die Kreativität manchmal einfordern? Im Grunde ist Hemingway die Randfigur des Romans. Er und sein Verhalten leben mehr zwischen den Zeilen, als seine Ehefrauen es tun. Sie sind es, die im Mittelpunkt stehen. Frauen, die ihm den Rücken stärken, Frauen, die sein Blut zum Kochen bringen, Frauen, die sich sein Leben lang um ihn kümmern, auch dann noch, wenn er wie sie bereits neu verheiratet sind. Jede einzelne von ihnen von ausgesprochen interessantem Charakter. Sie kennenzulernen war mir eine große Freude. Gerne habe ich meine Lesezeit mit ihnen verbracht. „Was nun wiederum sie ängstigte: dieses Grauen, das in ihm lauerte, hart wie Quarz. Was ist es, was ihm so furchtbar zusetzt? […] Er fürchtet sich vor der brutalen Gewalt seiner Traurigkeit, aber das ist noch mehr, etwas was sie nicht benennen kann und er auch nicht.“ Am liebsten mochte ich Hadley. Dass sie seine erste Liebe war, hat ihr vielleicht eine Sonderstellung eingebracht. Klug, großmütig, herzlich, hat sie die Dramatik, die ihn begleitete, neutralisiert. Doch auch sie konnte den Schriftsteller, der ein bisschen mit dem Altern zu kämpfen hatte, der zur „verlorenen Generation“ gehörte, dessen Genie nahe am Wahnsinn lag, der zu viel trank und seine Frauen schlug, ihnen aber trotzdem Respekt entgegen brachte, ja auch sie konnte ihn nicht vor der Dunkelheit in seiner Seele bewahren. Naomi Wood ist es gelungen die Atmosphäre einer Ära einzufangen. Gebannt verschlang ich Seite um Seite, fühlte mich in der Zeit versetzt, lebte, liebte und litt mit all den zahlreichen Hemingways und freue mich darauf schon bald Bekanntschaft mit Ernests eigener schriftstellerischer Leistung zu machen.

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  • Die Frauen an seiner Seite: Leben mit einem Mythos

    Als Hemingway mich liebte

    RosaEmma

    20. March 2016 um 14:45

    Nachdem Paula McLain in ihrem erfolgreichen Roman Madame Hemingway (The Paris Wife) bereits Hemingways erster Frau Hadley Richardson eine Stimme gab und Erika Robuck in ihrem Buch Hemingway’s Girl seine zweite Frau Pauline Pfeiffer sehr gekonnt mit einbezog, geht die englische Schriftstellerin und literarische Newcomerin Naomi Wood noch einen Schritt weiter: Sie macht gleich alle vier Ehefrauen Hemingways zu Protagonistinnen ihres o.g. Romans und lässt sie ihre Geschichte vom Leben mit dem weltberühmten Schriftsteller und notorischen Frauenhelden erzählen. In dem aus vier Teilen bestehenden Roman, den Wood so meisterhaft erdacht hat, berichten Hemingways Frauen Hadley Richardson (Ehedauer: 1921-1927), Pauline Pfeiffer (1927-1940), Martha Gellhorn (1940-1945) und Mary Welsh (1946-1961) von den Höhen und Tiefen ihrer Ehe mit Hemingway, die zum Zeitpunkt ihres Erzählens bereits gescheitert ist bzw. im letzten Falle mit seinem Selbstmord endet. Mit diesem beeindruckenden, exzellent konzipierten Roman ist Naomi Wood eine glänzende literarische Komposition gelungen: Ihre hervorragend recherchierten Porträts der Ehefrauen Hemingways geben aufschlussreiche – wenn auch fiktive – Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der vier Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Ehefrau Nr. 1 – Hadley Richardson: Die Bodenständige Den Auftakt der chronologischen Ehe-Berichte macht Gattin Nr. 1, Hadley Richardson (The Paris Wife). Die aus St. Louis stammende Hadley war sieben Jahre älter als Hemingway und gilt als die bodenständigste unter Hemingways Frauen, die in ihrer Rolle als liebende Ehefrau und treusorgende Mutter aufging. Sie durchlebte mit Hemingway die „mageren Jahre“ in Paris, als sie noch arm waren und sein Durchbruch als Schriftsteller auf sich warten ließ. Den Glamour und die Dekadenz der goldenen Zwanziger, die Hemingway mit seinen Freunden, wie z.B. dem Schriftsteller F. Scott Fitzgerald (Der große Gatsby), dessen Frau Zelda und den reichen Murphys, ausgiebig zelebrierte, waren Hadley völlig fremd, und sie fühlte sich nicht selten fehl am Platz. Schon bald beginnt Hemingway eine Affäre mit der weltgewandten, eleganten und sehr vermögenden VOGUE-Korrespondentin Pauline Pfeiffer, neben der sich Hadley unscheinbar und nichtssagend vorkommt. In ihrer Verzweiflung setzt sie alles auf eine Karte und lädt die Rivalin zu einem gemeinsamen Urlaub ins südfranzösische Antibes ein, um Hemingway zu einer Entscheidung zu zwingen. Doch ihr Plan geht nicht auf, und Hadley entschließt sich schweren Herzens, ihn freizugeben. Ehefrau Nr. 2 – Pauline „Fife“ Pfeiffer: Die Mondäne Mit seiner zweiten Ehefrau Pauline Pfeiffer (The Key West Wife) beginnt für Hemingway, dem mittlerweile der Durchbruch als Schriftsteller gelungen ist, ein ganz neues Leben. Er residiert mit Pauline in ihrer exklusiven Villa in Key West/Florida, die keine Wünsche offen lässt. Seine neue Gattin ist nicht nur äußerst glamourös, sie bewegt sich auch stilsicher auf jedem gesellschaftlichen Parkett und passt ausgezeichnet zu seinem extravaganten Freundeskreis. Doch anstatt im Luxus zu schwelgen, zieht es Hemingway weiter. Als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg lernt er die Korrespondentin und Schriftstellerin Martha Gellhorn kennen – und lieben. Doch Pauline ist nicht Hadley, die die Affäre stillschweigend duldet und hofft, dass Hemingway bei ihr bleibt. Sie macht ihm die Hölle heiß und wehrt sich mit allen Mitteln gegen die drohende Trennung, die sie auf keinen Fall akzeptieren will. Aber angesichts der wachsenden – öffentlichen – Demütigungen Hemingways resigniert schließlich auch Pauline und lässt ihn ziehen. Ehefrau Nr. 3 – Martha Gellhorn: Die Freiheitsliebende Martha Gellhorn (The Spanish Civil War Wife) ist meines Erachtens die Ausnahme unter den Hemingway Frauen, denn sie war für die damalige Zeit sehr emanzipiert. Äußerst selbstständig und freiheitsliebend, ist die Ehe für sie kein erstrebenswertes Ziel – auch dann nicht, wenn der Zukünftige Ernest Hemingway heißt. Folglich lehnt sie Hemingways Antrag auch zunächst erst einmal ab, obwohl sie später doch einwilligt. Aber es wird schon früh deutlich, dass ihre Beziehung nicht von Dauer sein kann, denn beide sind starke Charaktere, die sich viel zu ähnlich sind: Martha ist ebenso energisch und ambitioniert wie Hemingway, der mit ihrer Stärke nicht umgehen kann. Sie ist darüber hinaus auch nicht häuslich, es zieht sie – wie Hemingway – stets an gefährliche Schauplätze. Als er sich schließlich der jungen Mary Welsh, einer Reporterin der Times, zuwendet und mit ihr eine Affäre beginnt, kommt dies Martha gerade recht, denn sie wartete schon seit langem auf eine passende Gelegenheit, um ihn zu verlassen. Ehefrau Nr. 4 – Mary Welsh: Die Beschützende Mary Welsh vergöttert ihren Schriftstellerehemann, obwohl sie im Laufe ihrer Beziehung mehr und mehr erkennen muss, wie schlecht es um ihn steht: Seine Alkoholsucht und der damit einhergehende körperliche Verfall haben tiefe Spuren hinterlassen. Sie versucht ihr Bestes, um ihn aus seinen immer wiederkehrenden Depressionen zu holen, doch dies erweist sich als hoffnungslos. Als Hemingway auch noch seinen Lebensmotor, die Fähigkeit zu schreiben, verliert, sieht er keinen anderen Ausweg mehr, als seinem Leben ein Ende zu setzen. Mary will ihn auch über den Tod hinaus noch beschützen und stellt seinen Selbstmord zunächst als Unfall dar. Doch nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht, und Mary kämpft mit ihrer überwältigenden Trauer und ihren Erinnerungen. Beeindruckender Roman über die Frauen im Schatten des großen Schriftstellers Naomi Wood rückt mit ihrem einzigartigen Roman die Frauen in Hemingways Leben in den Vordergrund, die stets in seinem Schatten standen. Jede ihrer Geschichten ist großartig erzählt, so dass man als Leser das Gefühl hat, nicht nur ein Teil des Geschehens, sondern auch Zeitzeuge zu sein. So beschreibt die Autorin z.B. in Hadleys Geschichte das bohemianische Paris und das glamouröse Südfrankreich der 20er Jahre mit all seinen schillernden Künstlerpersönlichkeiten, für die das Leben eine einzige Champagnerparty war. Die vier Ehe-Narrationen, die aus der Ich-Perspektive der jeweiligen Gattin geschildert werden, sind eine Klasse für sich, denn sie wirken unglaublich authentisch, obwohl sie fiktiver Natur sind. Dies liegt meines Erachtens in den extensiven Vorarbeiten der Autorin begründet, die – so scheint es – jede kleinste Information über diese vier Ehen u.a. in den Briefwechseln Hemingways mit seinen Frauen recherchiert hat. Das macht diesen Roman zu einem ganz besonderen Lesegenuss, der darüber hinaus auch dazu verleitet, Ernest Hemingways Werke – erneut oder zum ersten Mal – zu lesen. Mythos Hemingway  Obwohl Naomi Wood in erster Linie Hemingways Frauen eine Stimme gibt, gelingt ihr darüber hinaus eine einzigartige Annäherung an den Ausnahmeschriftsteller Ernest Hemingway, der seinen eigenen überlebensgroßen Mythos von Männlichkeit und Heldentum schuf, dem er nie gerecht werden konnte und an dem er schließlich scheiterte. Seine Selbstinszenierung in der Öffentlichkeit als unwiderstehlicher Frauenheld, verwegener Draufgänger und unkonventioneller Schriftsteller mit einer Vorliebe für Stierkampf und Safaris verbarg – wenn man den unzähligen Biografien Glauben schenken darf – einen widersprüchlichen, zutiefst unsicheren Menschen, der von Ängsten und Depressionen gequält wurde, die er mit Alkohol zu bekämpfen versuchte. Sein kontradiktorischer Charakter zeigte sich auch in seiner von Hassliebe geprägten Beziehung zu seinen Kritikern: Einerseits verabscheute er sie, andererseits wollte er ihnen um jeden Preis gefallen. Doch auch die bedeutendste Auszeichnung, der Nobelpreis für Literatur, den er für sein Meisterwerk Der alte Mann und das Meer erhielt, konnte ihm seine Selbstzweifel nicht nehmen. Nachdem er seine Kreativität und seine Fähigkeit zu schreiben verloren hatte, ist ihm am Ende nichts geblieben. Uns Lesern aber bleibt sein bedeutendes literarisches Vermächtnis, das seine schriftstellerische Brillanz auf beeindruckende Weise manifestiert.

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  • Faszinierender Blick auf Hemingsways Frauen

    Als Hemingway mich liebte

    raven1711

    12. March 2016 um 12:20

    Inhalt aus dem Klappentext:Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen - vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.Meinung:Wer kennt ihn nicht? Ernest Hemingway ist einer der berühmtesten Autoren der Welt. Ein einfacher Charakter war er ganz sicher nicht und Hemingway war viermal verheiratet. Dieser Roman widmet sich nun diesen vier Frauen, die sich Mrs. Hemingway nennen konnten, zumindest eine Zeitlang.Jeder Part der Geschichte mit dem nahenden Ende der Ehe. In den 20er Jahren erleben wir, wie Hadley sich mit der Affäre ihres Mannes arrangiert und das Zepter an Pauline, auch Fife genannt, weiter gibt. In den 30er Jahren muss Fife erleben, wie ihr Mann ihr entgleitet und das Feld für Martha räumen. Und in den 40ern begleiten wir Martha dabei, wie sie Hemingway an Mary, seiner vierten und letzten Frau, übergibt.Jede der vier Frauen ist dabei sehr für ihre jeweilige Zeit geprägt, alle sind unterschiedlich in ihren Charakteren und Einstellungen, aber alle haben Hemingway geliebt. Es war faszinierend und berührend zu lesen, wie sich die Anzeichen für den drohenden Verlust häuften und wie jede Frau auf die ihr eigene Weise mit der Situation umgeht.In Rückblicken erzählt die Autorin dabei, wie die Frauen Hemingway kennengelernt haben und auf welche Weise ihre Nachfolgerin auftaucht. Dabei schafft es Naomi Wood spielerisch, den Flair des jeweiligen Zeitalters einzufangen. Detailliert, aber nicht ausschweifend malt Wood ein bewegendes Bild über die Geschehnisse und Schauplätze. Man erhält ein klares Bild der jeweiligen Szenen und auch die Auftritte von vielen weiteren berühmten Persönlichkeiten machen das Buch spannend und fesselnd. Auf den ersten Seiten wirkte der Roman zwar etwas berichtsmäßig, gleichzeitig aber auch sehr emotional. Und so konnte ich mich von Kapitel zu Kapitel mehr und mehr in die Frauen hineinversetzen.Jede Frau schildert ihre Erfahrungen in der dritten Person, die Story ist so spannend, dass ich das Buch nicht wirklich aus der Hand legen konnte und es dann doch viel zu schnell aus war. Selten war ein Biopic so fesselnd und berührend.Fazit:Auch wenn Hemingway und sein Leben vielen bekannt sein dürften, dieser Roman zeichnet ein faszinierendes, spannendes und berührendes Bild über Hemingways Frauen, die ihn in seiner Karriere als Schriftsteller begleitet und geprägt haben. Einfühlsam und gut recherchiert fesselt der Roman einen bis zur letzten Seite, und jede der vier Frauen kann mit ihrer Persönlichkeit überzeugen.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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