Als Hemingway mich liebte

von Naomi Wood 
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Als Hemingway mich liebte
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Fein erzählte Lebensgeschichten der Frauen Ernest Hemnigways

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Inhaltsangabe zu "Als Hemingway mich liebte"

Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen - vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.
Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455000443
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:17.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 18.03.2016 bei Der Audio Verlag erschienen.

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 8 Monaten
    Die Ehen von Hemingway

    "Es gibt keinen Freund, der so loyal ist wie ein Buch" - Ernest Hemingway Zitat

    Ernest Hemingway, obwohl er schon seit 55 Jahren tot ist, ist er dennoch populär genug, um einen Roman zu verfassen, der sich 
    um seine Ehefrauen dreht, und er aber trotzdem der Mittelpunkt dieser Lebensgeschichte bleibt. In dem von Naomi Wood geschriebenen Roman verschmelzen die 4 Ehefrauen, von denen nur die letzte ihn überlebte, miteinander über Jahrzehnte.

    Ernest Hemingway war kein Mann, der alleine bleiben konnte, deshalb stand die nächste Ehefrau schon in den Startlöchern, als 
    die vorherige noch nicht das Feld geräumt hat. Allerdings kommt 
    der Schriftsteller nicht gut weg in diesen Episoden. Der Trunksucht war er verfallen, ausfallend und auch neigte er zu Gewaltausbrüchen,seine Stimmungschwankungen waren Gesprächsstoff, wo auch immer er sich aufhielt. Die Stadt Paris ist Ernest Schicksalsstadt gewesen. Ein zerrissener Mensch war er Zeit seines Lebens. Es wurde im zunehmenden Alter nicht besser. Aber 
    er hatte Charme und wohl auch Charisma. Anders ist seine  Popularität bei den Frauen nicht zu erklären. Auch schmiss er jede Party und es gab immer viel zu erzählen. 

    "Als Hemingway MICH liebte", war es in jungen Jahren Ehefrau Nummer 1. Hadley Richardson (*1891-1979), geheiratet als sie beide noch sehr jung waren, im Jahr 1921. Geschieden wurden sie im Jahr 1927. Sie hatten einen Sohn Namens Jack. 

    Pauline Pfeiffer - genannt Fife (*1895-1951) - verheiratet von 1927 bis 1940 mit Hemingway. Hier gingen 2 Söhne aus der Ehe hervor.
    Martha Gellhorn (*1908-1998) - US-Amerikanische Journalistin und Schriftstellerin. Bekannt durch ihre Kriegsreportagen. Die kurze Ehe mit Hemingway blieb kinderlos und dauerte nur von 1940 bis 1945.
    Mary Welsh (*1906-1986) war die letzte Ehefrau und hat ihn überlebt sozusagen.

    Ernest war ein Vagabund, Europa hatte es ihm angetan, in Frankreich verbrachte er die Ferien in den 20er und 30er Jahren und in Spanien war er später als Kriegsberichterstatter unterwegs. An seiner Seite war hier Martha Gellhorn die ganze Zeit und auch lebte er viel in der Karibik auf Kuba, wo er Ruhe zum Schreiben hatte, seinen Hobbys nachging.  

    Mir hat das Buch der Autorin recht gut gefallen, es vermittelte mir 
    ein eindrucksvolles Bild von Hemingway und seinem Leben, dessen Roman "Der alte Mann und das Meer" wohl das berühmteste wurde. Zumindest bringt es jeder gleich mit ihm in Verbindung. Die Idee, 
    die Ehefrauen in den Mittelpunkt zu stellen, die einen nicht unerheblichen Anteil an seinem Leben hatten, finde ich recht authentisch dargestellt. Hätten allerdings etwas mehr Tiefe noch haben können. Die Zeitsprünge zeigen den Ablauf der Lebenssituationen und Gefühlswelt der Frauen, auch rückblickend
    die Überschneidungen, die Hemingway provozierte. So könnte es vielleicht gewesen sein. Man bekommt Lust, sich wieder mal einigen Romanen des Autors zu widmen. 

    Kommentare: 1
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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Fein erzählte Lebensgeschichten der Frauen Ernest Hemnigways
    Demontage eines Charismatikers

    Ein heißer Sommer 1926, in Antibes, Frankreich. In dieser mondänen Welt spielt sich ein kleines Kammerspiel ab, ein Ehepaar und die Geliebte, un, deux, trois, machen gemeinsam Urlaub. Dabei handelte es sich um Ernest Hemingway mit seiner ersten Ehefrau Hadley und der „gemeinsamen“ Freundin Pauline, genannt Fife
    Hadley, Fife, Martha und Mary, diese vier Frauen haben eines gemeinsam. Sie alle waren mit Ernest Hemingway verheiratet.
    Auch wenn in diesem Roman die Frauen Hemingways in Fokus stehen, kommt der geniale Schriftsteller nicht besonders gut weg. Schreiben, Krieg und Frauen, das war sein Leben. Abenteurer, Säufer, Schläger, Chauvinist, was war es, was ihn so unwiderstehlich Frauen gegenüber gemacht hat?
    Die brave vernünftige Hadley teilt ihren Mann lieber, als von ihm verlassen zu werden, großmütig räumt sie dennoch das Feld für ihre Nachfolgerin.
    Fife, die burschikose und fragile Vogue Reporterin gibt sich auf für den Schriftsteller, findet ihrer Erfüllung in nachmittäglichen Cocktails und Gartenarbeit und duldet die nächste Geliebte ihrem Haus.
    Martha Gellhorn, will Ernest erst gar nicht zum Mann und wird doch die dritte Mrs. Hemingway Die Kriegsreporterin, tougher und mutiger als sogar ihr berühmter Ehemann, gibt als einzige der Frauen dem Schriftsteller den Laufpass, bevor sie ausgewechselt wird
    Mary Welsh, die vierte und letzte im Bunde überlebt den großen Schriftsteller. Seine Eskapaden wurden im Alter weniger, Depressionen und Alkohol haben auf Ernest Hemingway einen Schatten seiner selbst gemacht
    Das Buch umfasst die Zeit der 20 er Jahre bis zum Tode Hemingways 1961, die Schauplätze sind Südfrankreich, Key West, Havanna, Paris, und Idaho. Die Autorin hat zum Großteil anhand von Briefen der Frauen an Hemingway, aber auch an einander recherchiert. Dennoch ist das Buch keine Biographie, sondern ein Roman.
    Ich mochte die Verschmelzung von Fakten und Fiktion, das Ambiente, die beiläufige Erwähnung berühmter Namen. Die Motivation der Frauen, so zu leben war mir nicht immer ganz einsichtig, Liebe, Mitleid, Besitzanspruch? Es ging nicht mit und nicht ohne ihn. Hemingway selber wirkte in den Schilderungen oftmals wie ein kleiner Bub, der nicht allein sein konnte aber sich gleichzeitig nicht festlegen wollte.
    Nach der Lektüre dieses Buches weiß ich einiges gewiss, ich werde meine Hemingwayausgaben von früher ausgraben und sicher das eine oder andere Werk wieder einmal lesen.

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