Nataša Dragnić

 4 Sterne bei 317 Bewertungen
Autorin von Jeden Tag, jede Stunde, Immer wieder das Meer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nataša Dragnić (©)

Lebenslauf

"Nach dem Buch ist vor dem Buch!"


Nataša Dragnić wurde in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in Zagreb schloss sie dort eine Ausbildung als Diplomatin ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und ist als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig. Für ihre Werke erhielt sie Preise und Stipendien im In- und Ausland. Ihr Debütroman "Jeden Tag, jede Stunde" (DVA, 2011) wurde in 28 Sprachen übersetzt. Nach "Immer wieder das Meer" (DVA, 2013) und "Der Wind war es" (ars vivendi, 2016) erschien im August 2017 ihr vierter Roman "Einatmen, Ausatmen" (ars vivendi). Mehrere ihrer Kurzgeschichten erschienen in der Sechs-Sterne-Reihe (ars vivendi), herausgegeben von Rafik Schami.

"Affenliebe" ist nach dem international mehrfach ausgezeichneten Buch "Zwischenschritte" (MORE books, 2024) ihr zweiter selbstveröffentlichter Roman.

Alle Bücher von Nataša Dragnić

Cover des Buches Jeden Tag, jede Stunde (ISBN: 9783442747603)

Jeden Tag, jede Stunde

(141)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Immer wieder das Meer (ISBN: 9783442749287)

Immer wieder das Meer

(80)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Der Wind war es (ISBN: 9783869136226)

Der Wind war es

(27)
Erschienen am 23.03.2016
Cover des Buches Einatmen, Ausatmen (ISBN: 9783869137193)

Einatmen, Ausatmen

(25)
Erschienen am 08.08.2017
Cover des Buches Zwischenschritte (ISBN: 9783384590954)

Zwischenschritte

(18)
Erschienen am 29.04.2025
Cover des Buches Affenliebe (ISBN: 9783384488374)

Affenliebe

(12)
Erschienen am 23.10.2025
Cover des Buches Geheimnis (ISBN: 9783747200094)

Geheimnis

(2)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Lachen (ISBN: B084YSP7JY)

Lachen

(1)
Erschienen am 25.02.2020

Neue Rezensionen zu Nataša Dragnić

Cover des Buches Immer wieder das Meer (ISBN: 9783442749287)
Jan-Spelunkas avatar

Rezension zu "Immer wieder das Meer" von Nataša Dragnić

Jan-Spelunka
Großer italienischer Frauenroman

Ich war sehr gespannt auf den zweiten Roman von Natasa Dragnic. Und wurde nicht enttäuscht! Wie schon ihr Welterfolg „Jeden Tag, jede Stunde“ besticht auch dieser Roman durch Lebendigkeit, abwechselnde Schreibstile sowie einer wunderschönen, manchmal witzigen, manchmal sentimentalen und poetischen Ausdrucksweise. „Denn wenn ich meinen Kopf an Alessandros Kopf lehne, kann ich hören, wie seine Verse entstehen.“ Welch ein Satz: so verrückt und sooooo schön!

Im Mittelpunkt stehen die drei Schwestern Alessi, die teilweise sogar gleichzeitig ein oder mehrere Augen auf den italienischen Dichter Alessandro werfen, der allerdings einen wenig entscheidungsfreudigen, fast passiven Eindruck macht, zumindest was seine Beziehungen zu Frauen betrifft. Ganz anders ist er, wenn es um Kunst und Kunstgeschichte geht: da blüht er auf, dafür lebt er, das ist sein Zuhause. Thema des Buches ist u.a. die ungelebte Liebe sowie die Suche nach der großen, nach der einzig wahren Liebe. Für manche ist das eine lebenslange Suche! Gleichzeitig ist „Immer wieder das Meer“ ein großer italienischer Familienroman. Verzweiflung, Freude, Glück, Liebe, Trauer - alles inbegriffen!

Natasa Dragnic arbeitet mit Zeitsprüngen. Das ist gewagt, manchmal auch verwirrend, spiegelt andererseits aber das Durcheinander im Leben der Schwestern wider. Bei einem guten Roman kann man durchaus auch einige Male zurück blättern, um sich Gewissheit zu verschaffen. Und bei einem sehr guten erst recht!  

Cover des Buches Affenliebe (ISBN: 9783384488374)
ErikHuyoffs avatar

Rezension zu "Affenliebe" von Nataša Dragnić

ErikHuyoff
Affenstark - zumindest größtenteils

Vor kurzem habe ich auch "Affenliebe" von Nataša Dragnić gelesen. Das Buch ist 2025 im Selfpublishing über tredition im Label MORE books veröffentlicht worden und der Gegenwartsliteratur zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Als Maximilian Kaiser, ein 64-jähriger Berliner Literaturprofessor, eines Tages Post von einer Monika Wimmer erhält, beginnt eine obsessive, phantasiegeladene E-Mail-Korrespondenz. Ihr erstes Treffen ist stürmisch, verstörend und voller unausgesprochener Sehnsüchte und verwirrender Gespräche. Doch so leidenschaftlich alles beginnt, so abrupt und unerklärlich endet es. Auf der Suche nach Antworten reist Maximilian samt seiner katzentötenden Neugierde in die eigene Vergangenheit und begibt sich auf Spurensuche: zu seinem Vater, zu seiner Kindheit, zu den Geheimnissen seiner Mutter – und zu Monika nach Bremen, wo alles begonnen hat. Um eine Wahrheit zu entdecken, die er nie erwartet hätte.

"Affenliebe" ist mein erster Roman von Nataša Dragnić - und mit Sicherheit das speziellste Buch, das ich bislang in diesem Jahr gelesen habe. Dabei lässt sich der Roman bereits nicht so einfach kategorisieren, wird er doch als literarischer Liebesroman beworben - und teils skurril auf Verkaufsplattformen eingruppiert. Ich habe das Buch jedoch - obwohl die Liebe ein zentrales Thema ist - der Gegenwartsliteratur zugerechnet, da mir persönlich viele Eigenschaften klassischer Liebesromane fehlen.

Die Handlung dreht sich nämlich zwar - wie bereits festgestellt - durchaus um Liebe, um Verlangen, zugleich aber auch um Obsession, Selbstaufgabe und Wahn. Denn der Professor steigert sich eskapistisch in einen Fiebertraum, der zuweilen Realität und Fiktion durchmischt und immer und immer wieder auf das übergeordnete Thema "Affe" zurückgeht, das sich durch Generationen der Familie des Professors zieht, für die Leser:innen aber nicht immer greifbar und teils verwirrend bleibt. Dennoch kann vor allem das Ende mit einem positiven Ausblick glänzen.

Auch das Setting überzeugt größtenteils. Zwar sind Berlin und Bremen als Handlungsorte (und die Wege dazwischen) mehr oder weniger austauschbar, jedoch schafft die Autorin mit der Komparatistikprofessur des Protagonisten eine faszinierende Grundlage, um immer wieder Stendhal-Zitate in den Roman einzubringen und Vergleiche zu anderen großartigen Autor:innen zu ziehen (die Porträts an den Bürowänden lassen grüßen). Gleichsam wird durch den Mail-Wechsel hier innovativ über einen längeren Zeitraum ein virtuelles Kennenlernen dargestellt - als absolutes Neuland für den analog lebenden Professor.

Aufgrund der geringen Anzahl an handelnden Charakteren - eigentlich tritt fast nur der Professor wirklich regelmäßig auf -, lässt sich sehr wenig zu den Figuren im Roman sagen. Die marginal eingestreuten Nebencharaktere wie Hamdi und Fiona können zwar überzeugen, sind aber jeweils nur Stütze für den Professor, der sich in Gegenwart und Vergangenheit verliert und irgendwie nicht so richtig greifbar für die Leser:innen verbleibt - vermutlich sind oftmals die Lebenswelten einfach zu verschieden. Nataša Dragnićs Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anspringen.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, die den Lesefluss nicht erheblich schmälern, der Buchsatz ist ordentlich und verdient ein Lob für den Start der Kapitel auf ungeraden Buchseiten, hätte aber auch die Mail-Verläufe innovativer setzen können. Das Cover und die Coverrückseite werden zum Buchrücken hin stark unterbrochen, sind durchaus aber ansehnlich und ungewöhnlich, wenn auch kein klassischer Eyecatcher aufgrund der eher eintönigen Farbgebung.

Mein Fazit? "Affenliebe" ist ein durchaus ungewöhnliches Buch, das vor allem durch seine innovative Idee und deren Umsetzung punktet, aber auch kleinere Schwächen hat. Für Leser:innen von Romanen der Gegenwartsliteratur bedenkenlos zu empfehlen.

Cover des Buches Affenliebe (ISBN: 9783384488374)
dunis-lesefutters avatar

Rezension zu "Affenliebe" von Nataša Dragnić

dunis-lesefutter
Wenn sich ein Mann zum Affen macht

Von skurrilen Büchern wollte ich dieses Jahr eigentlich die Finger lassen, aber hier ist wieder eins, dass sehr besonders und im Ganzen für mich nicht erfassbar ist


Matthias Kaiser, 64 Jahre jung, hat ein Selbstbild, das zwischen Jammerlappen und Resignation changiert. Er hat mehrere Ehen hinter sich und eine ganz besondere Beziehung zu Affen. Er schreibt drüber, er redet von Ihnen, und er fantasiert sie sich zusammen. Er hatte selbst mal einen, als Spielkameraden. 


Als er mit Monika in Kontakt gerät und sie ihm ein Bild von einem Affen schickt, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich Hals über Kopf, will sich mit ihr treffen und das nicht aus einem romantischen Gefühl heraus. Nein, seine leidenschaftlichen Ambitionen inklusive unerwarteter Erektion,  sind ab da das Thema. Dabei stellt er sich ständig infrage, ob er es denn wert ist und ob sie ihn wohl wirklich will. Aus ihm spricht gleichzeitig Eitelkeit und ein merkwürdiges Gefühl, dass ich als „von sich selbst abgestoßen sein“ beschreiben würde.


Es kommt zu einem Treffen, und jetzt wird’s richtig affig. Zuckerbrot und Peitsche ist die Methode mit der Monika ihn bei Stange hält. Zum Zuge kommt unser armer Professor nicht. Das bereitet ihm Schmerzen im wahrsten Sinne des Wortes. Um endlich Erlösung zu finden, macht er sich in meinen Augen ziemlich zum Affen. Rührt daher der Titel des Buches? Ich weiß es nicht.


Generell kann ich euch nicht genau sagen, was dieses Buch wirklich will.

Dragnic schreib virtuos und füllt den Text mit Wortspielereien, die sich nicht nur einmal auf das Wort „Affe“ beziehen. Stilistisch wirkt der Text im besten Sinne älter als er ist. Wüsste ich es nicht besser so würde ich meinen, dass die Lektüre von einem Mann über 60 verfasst wurde und zwar um 1930. Das macht auf jeden Fall die Vielseitigkeit der Autorin deutlich, deren Art Sprache und Inhalt zusammenzuführen ich schon im Roman „Zwischenschritte“ sehr zu schätzen wusste. Aber manchmal schlägt sie hier über die Stränge: Warum der Protagonist beim Anblick seiner Erektion meint, das einzige, was jetzt richtig scheint, ist seine Tochter anzurufen, kann ich zwar irgendwie noch zusammenbringen, wenn es um das Thema Fruchtbarkeit geht, aber sowas möchte ich nicht lesen. 


Was diesen  Roman betrifft, bleibe ich inhaltlich ein bisschen ratlos zurück. Wollte Dragnic sich austoben? Das ist geglückt! Wollte sie eine bestimmte Spezies (und damit meine ich nicht die Affen) in den Mittelpunkt stellen? Auch das scheint gelungen. Aber der tiefere Sinn oder die Pointe geht an meiner Auffassungsgabe leider total vorbei.


Wenn ihr also auf Geschichten abfahrt, die sich jenseits des Mainstreams bewegen, eine gehörige Portion Erotik, in der ein über 60-jähriger im Mittelpunkt steht, nicht verschmäht und Textspielereien liebt, dann empfehle ich euch dieses Buch sehr. Für mich war es leider nichts und ich war sehr froh, dass es sich ganz schnell und unkompliziert liest. 

Gespräche aus der Community

Nataša Dragnić - mal anders!

Der Mensch oder der Affe, das ist die Frage.

Eine humorvolle und zugleich tiefgründige Geschichte über Liebe, Lust und Leidenschaft und die kühne Frage, wer hier eigentlich die wahren Affen sind.

Herzlich willkommen zur Leserunde zu "Affenliebe":

Es werden 10 Bücher verlost und anschließend wird zusammengelesen und live mit der Autorin gechattet.


188 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Natasa_Dragnic

Danke schön vielmals!

Willkommen im winterlichen LovelyBooks-Bücherdorf! Auch in diesem Jahr öffnet sich in unserem Adventskalender jeden Tag ein neues Türchen mit spannenden Buchgewinnen.

Hinter dem 13. Türchen erwartet euch mit "Zwischenschritte" von Nataša Dragnić ein berührender Roman über eine schicksalhafte Begegnung.

426 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Gelinde

Schade, kein Glück

GW den Gewinnern

Endlich! Der neue Roman von Nataša Dragnić!

Eine Geschichte von Loslassen, Vergessen und Verzeihen. Von Neuanfang, Freundschaft und Leidenschaft. Alles das, was wir in diesen bewegten und bewegenden Zeiten brauchen.

Herzlich willkommen zur Leserunde zu "Zwischnschritte":

Es werden 10 Bücher verlost und anschließend wird zusammengelesen und live mit der Autorin geschattet.

271 BeiträgeVerlosung beendet
Natasa_Dragnics avatar
Letzter Beitrag von  Natasa_Dragnic

Liebe @SofieWalden, vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihre wunderschöne Rezension. Es freut mich sehr, dass die Geschichte und mein Schreibstil Ihnen gefallen haben, da singt mein Autorinnenherz <3

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