Natalie Fergie

 4 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor*in von Die Nähmaschine.

Lebenslauf

Die »Textilenthusiastin« und gelernte Krankenschwester Natalie Fergie vertreibt handgefärbte Garne über das Internet. Und sie sammelt Nähmaschinen. Einer von ihnen, einer Singer 99K, setzt sie in ihrem Roman »Die Nähmaschine« ein literarisches Denkmal. Natalie Fergie lebt in der Nähe von Edinburgh.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Natalie Fergie

Cover des Buches Die Nähmaschine (ISBN: 9783442491353)

Die Nähmaschine

 (21)
Erschienen am 17.01.2022

Neue Rezensionen zu Natalie Fergie

Cover des Buches Die Nähmaschine (ISBN: 9783442491353)
Morgenschneckes avatar

Rezension zu "Die Nähmaschine" von Natalie Fergie

Eine Familiengeschichte
Morgenschneckevor 2 Jahren

Fred stößt in der Wohnung seines Großvaters auf eine alte Singer-Nähmaschine und Nähtagebücher, die seiner Urgroßmutter gehört haben. Die Maschine und das Handwerk interessieren ihn sehr, und durch das Nähen eröffnet sich ihm eine ganz neue Welt.

„Die Nähmaschine“ von Natalie Fergie erzählt die Geschichte mehrerer Frauen und ihrer Familien, angefangen mit der ersten Besitzerin der alten Singer-Nähmaschine aus dem Jahr 1911.

Die Geschichte springt zwischen mehreren Zeitsträngen hin und her, und wir erfahren vom Schicksal und Alltag der Frauen aus den 1910er, 50er und 80er Jahren. Am Ende, im Jahr 2016, steht Fred, der durch seine Erbschaft mehr über die Geschichte seiner Familie erfährt.

Der Roman ist kurzweilig, aber leider nicht spannend. Es gibt zwar ein Familiengeheimnis, dies empfand ich am Ende jedoch als nur halb so aufwühlend wie der Protagonist. 

Ansonsten sind die Charaktere nicht unsympathisch, aber wirklich interessant fand ich nur Fred, den man durch Tagebucheinträge etwas besser kennenlernt. 

Vielleicht sind es zu viele Schicksale in einem kurzen Roman, so daß keine der Personen einem wirklich ans Herz wächst. Den Schreibstil ist einfach und eindimensional. Eine ganz nette Geschichte aus der man hätte noch mehr rausholen können.



Cover des Buches Die Nähmaschine (ISBN: 9783442491353)

Rezension zu "Die Nähmaschine" von Natalie Fergie

Nähend durch die Zeit.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Klappentext:

In der Wohnung seines verstorbenen Großvaters in Edinburgh findet Fred eine hundert Jahre alte Singer-Nähmaschine, die einst seiner Urgroßmutter Kathleen gehörte. Darin versteckt: Stoffproben und Nähjournale, die offenbaren, welche großen und kleinen Projekte mithilfe der Maschine im Laufe der Zeit verwirklicht wurden. Wie kleine Zeitkapseln erzählen sie vom Alltag und den Schicksalen der Frauen in Freds Familie und lassen ihn schließlich auf ein tragisches Geheimnis stoßen. Und die alte Singer kann noch viel mehr, als nur die Vergangenheit heraufzubeschwören. Sie wird Freds Leben für immer verändern.

 

Quelle: Goldmann Verlag

Meine Meinung zum Buch:

Cover

Das Cover ist einfach gehalten und zeigt eine alte Singer-Nähmaschine, die vor einem geöffneten Fenster steht. Der Titel ist in Petrol über der Nähmaschine eingefügt der Untertitel unterhalb der Nähmaschine in weiß.

Inhalt

1911 beginnt die Geschichte einer Nähmaschine in einem Singer-Werk in Clydebank. Für Jean ist es die letzte Qualitätskontrolle bevor sie und ihr Verlobter Donald während des Massenstreiks ihre Arbeitsstelle verlieren. Jean will auf die Zustände im Werk aufmerksam machen und versteckt in einer Garnspule eine Nachricht, bevor sie und Donald Clydebank verlassen.

2016 erbt Fred die Wohnung seines Großvaters der im hohen Alter von 90 Jahren stirbt. Hier entdeckt er die Singer 99K und obwohl er durch den Verlust seines Arbeitsplatzes unter massiven Geldproblemen leidet, entschließt er sich die Maschine zu behalten. Mehr noch er fängt selbst an zu nähen und entdeckt in der Maschine Notizbücher seiner Mutter und Großmutter. Die Frauen haben jedes genähte oder geänderte Stück vermerkt und Fred taucht mit den Aufzeichnungen in die Vergangenheit ein und erfährt viel über das entbehrungsreiche Leben vergangener Zeiten.

Schreibstil

Natalie Fergie schafft 3 Handlungsstränge, die die berührenden Geschichten von Jean, Connie und Fred erzählen. 1911 begleitet man Jean, die während eines großen Massenstreiks durch die Beteiligung ihres Verlobten Donald ihren Job verliert. Durch diese Vorfälle ist das Paar gezwungen ihre Heimatstadt zu verlassen und ein neues Leben in Edinburgh anzufangen. Während ihrer letzten Qualitätskontrolle hinterlässt sie in einer Spule eine Nachricht.

1954 übernimmt Connie die Nähmaschine und setzt die Tradition fort, jede Arbeit in einem Nähjournal zu notieren. Jede Notiz spiegelt eine Geschichte wider und so kann

Fred 2016 als er die Nähmaschine findet, in die Vergangenheit eintauchen. Durch den Fund kommt er einem Familiengeheimnis auf die Spur und schafft es seinem eigenen aus der Bahn geworfenen Leben einen neuen sinnvollen Inhalt zu geben.

Eindrucksvoll beschreibt die Autorin die Familienverhältnisse der verschiedenen Figuren und nimmt einen mit auf eine Reise durch deren Nöte und Sorgen.

Fazit

Eine wirklich berührende Geschichte, die die verschiedenen Handlungsebenen sehr gut miteinander verknüpft. Die Geschichte war so schön und einfühlsam geschrieben, dass es mir schwer gefallen ist, das Buch aus der Hand zu legen und das nicht nur, weil ich selbst eine alte Singer-Maschine habe!

5 Sterne

Cover des Buches Die Nähmaschine (ISBN: 9783442491353)
YukBooks avatar

Rezension zu "Die Nähmaschine" von Natalie Fergie

Nostalgische Familiengeschichte
YukBookvor 2 Jahren

Nicht nur Menschen, auch Gegenstände können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. In diesem Roman ist es eine Nähmaschine, genauer gesagt eine über hundert Jahre alte Singer 99K, die mehrere Generationen verbindet. 

Einblick in die Herstellung und schlechten Arbeitsbedingungen in den Singer-Werken im schottischen Clydebank bekommen wir anhand der Geschichte rund um Jean, die 1911 aufgrund eines Massenstreiks ihre Arbeitsstelle verliert. 43 Jahre später spielt auch für Kathleen, die in Edinburgh mit Näharbeiten ihre Familie ernährt, und ihre Tochter Connie die Nähmaschine eine zentrale Rolle. 

Connie setzt die Tradition ihrer Mutter fort, jede Näharbeit mit einem Stück verarbeiteten Stoff in einem Nähjournal festzuhalten – ein Ritual, das mich sehr faszinierte, spiegelt doch jeder Eintrag eine freud- oder schmerzvolle Situation eines Menschen wider. Als wiederum ein halbes Jahrhundert später der arbeitslose Fred die Wohnung seines Großvaters samt einer alten Nähmaschine erbt, fängt er selbst an zu nähen, taucht immer tiefer in seine Familiengeschichte ein und deckt ein lang gehütetes Geheimnis auf. 

Die Autorin und ehemalige schottische Krankenschwester, die für ihre Nähmaschinensammlung vor Jahren eine gebrauchte Singer 99K kaufte, wollte deren Herkunft nachgehen und ihr ein Denkmal setzen. Das ist ihr mit dieser nostalgischen Familiengeschichte gelungen.

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