Natalie Meg Evans Das Geheimnis der Hutmacherin

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Hutmacherin“ von Natalie Meg Evans

1940: Cora Masson, die Tochter eines cholerischen Hutverkäufers, arbeitet schlecht bezahlt in einer Hutmacherei in London. Als sie den Kunsthändler Dietrich kennenlernt, sieht sie ihre Chance gekommen und geht mit ihm nach Paris, in die Stadt ihrer Träume. Fortan macht sie sich als Coralie de Lirac unter falscher adeliger Identität einen Namen in der Modewelt. Doch als die Nazis in Frankreich einfallen, scheint ihr Geschäft ruiniert.

Man wirbelt mit Coralie durch die Kriegswirren - aber irgendwie hatte ich den Eindruck, das Buch weiß nicht so recht wo es hinwill.

— Caillean79
Caillean79

Leider nicht mein Buch :-(

— Eliza08
Eliza08

Nach für mich schwerem Einstieg wurde es doch noch gefühlvoll und fesselnd

— SillyT
SillyT

Eine wunderbare Sprache - aber inhaltlich überladen

— Kamima
Kamima

Spannend und mit viel Gefühl.

— OmaInge
OmaInge

Das Setting war wieder großartig, aber leider fehlte mir bei diesem Roman das gewisse Etwas.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Eine unglaubliche Frau geht ihren Weg. Dies alles wird mit so viel Herzblut und Emotionen erzählt. Hut ab!

— Gelinde
Gelinde

Ein Frau kämpft für ihren Traum ...

— MissNorge
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Spannende Geschichte um Ausländer in Paris während des 2. Weltkrieges.

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  • Man taumelt mit Coralie de Lirac durch die Wirren des 2. Weltkriegs

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    Caillean79

    Caillean79

    29. May 2017 um 18:17

    Puh, was für ein Wälzer. 620 Seiten – da sollte einiges geboten werden, damit es nicht langweilig wird. Leider hatte das Buch dann doch die eine oder andere Länge und irgendwie war die Handlung den Kriegswirren, in denen sie spielt, angepasst: so richtig wusste man nicht, in welche Richtung es gehen soll. Mal wurde die berufliche Karriere der Hutmacherin Coralie in den Mittelpunkt gestellt, mal die Schicksale von Coralies Freunden. Mal ging es um ihr privates Glück und Leid, dann wieder um ihr „Hineinrutschen“ in die Widerstandsbewegung Resistance. Die Handlung folgte irgendwie keiner geraden Linie – gut, es herrschte eben Krieg und kaum etwas entwickelte sich wie geplant – aber ich bin der Meinung, man hätte die Handlung straighter ausarbeiten können. So taumelte ich mit Coralie durch die Kriegsjahre und frage mich im Nachhinein – was hat diese Geschichte mir gebracht? Und ich kann es leider nicht so recht greifen. Ja, die schlimme Zeit des 2. Weltkriegs wurde mir näher gebracht aus der Sicht einer Einwohnerin von Paris. Aber Coralie als Heldin des Romans wird mir leider nicht in Erinnerung bleiben. Der Roman ist trotz dieser Schwächen gut wegzulesen und insofern hat mich auch die Länge von mehr als 600 Seiten nicht gestört. Dennoch finde ich man hätte die Handlung an einigen Stellen straffen können.  Wer ausladende Bücher über eine historische Zeitspanne mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Für mich fehlte allerdings ein wenig der „rote Faden“ und die Dynamik der Hauptfigur.

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  • Paris, Mode und die Nazis

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    Eliza08

    Eliza08

    23. April 2017 um 12:51

    Meine Meinung: Leider konnte mich der Roman von Natalie Meg Evans nicht überzeugen, schon das Cover wirkt sehr unruhig und der Blick des Betrachters schweift unruhig umher. Für mich ist im Nachhinein das Cover so extravagant wie das Buch selber und somit passt es schon irgendwie zusammen. Der Klappentext bietet eine kurze und knappe Zusammenfassung, reißt aber letztlich nur die eigentliche Geschichte an. Was mich an dem Buch interessierte war die Zeit, der historische Rahmen der Geschichte. Der Einmarsch der Deutschen Truppen in Paris und Frankreich nehmen automatisch einen Raum in der Geschichte ein. Ich konnte leider zu keiner Zeit eine Beziehung zu Cora während des Romans aufbauen, sie blieb mir fern, ich hatte das Gefühl sie nicht als Figur greifen zu können. Aber auch die anderen Figuren konnten mich leider nicht überzeugen, viele blieben für mich oberflächlich und unnahbar. Ich muss nicht zwingend eine positive Bindung zu einer Romanfigur aufbauen, ich kann sie auch von Herzen ablehnen bzw. hassen, aber ein Protagonist muss Gefühle in mir auslösen und dies passierte leider bei diesem Roman nicht. Der Roman ist insgesamt in sechs Teile gegliedert und wird größtenteils chronologisch erzählt, lediglich Rückblenden knüpfen an die Vergangenheit an. Zeit- und Ortsangaben am Anfang der Kapitel dienen der Orientierung, was gerade bei Zeitsprüngen bzw. Zeitraffungen hilfreich ist. Der Schwerpunkt dieses Romans liegt definitiv auf der modischen Komponente. Es geht nicht nur um die verschiedenen Damenhüte, sondern auch um die Herstellung, Gestaltung und ein modisches Gesamtkonzept, welches für jede Frau individuell angefertigt werden sollte. Eine gewisse Affinität zur Mode und Hüten sollte bei den Lesern somit vorhanden sein. Mir persönlich ist der historische Kontext ein klein wenig zu kurz gekommen, zwar wurde er immer wieder mal thematisiert, aber eine gewisse Stringenz habe ich vermisst. Der Schreibstil der Autorin hat mir leider auch nicht sehr zugesagt, ja er ist lesbar, aber ich habe oft die Lebendigkeit in den Dialogen vermisst, noch habe ich die ausschweifenden Beschreibungen gerne gelesen, sondern eher nur „quer“, weil ich wollte, dass die Autorin weitererzählt. Leider kann ich für diesen Roman nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, da er mich nicht überzeugen konnte, weder von seinem historischen Kontext, noch in der Zeichnung der Figuren.  

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  • Bewegend, wenn auch langatmiger Einstieg

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    SillyT

    SillyT

    12. January 2017 um 15:14

    Im Jahre 1937 lebt die junge Cora Masson allein bei ihrem gewalttätigen Vater in London. Ihren Unterhalt verdient sie in einer Hutfabrik, doch das mühsam erarbeitete Geld wird von ihren Vater in Alkohol umgesetzt. Durch Zufall lernt sie den Deutschen Dietrich von Elbing, bekannter Kunsthändler, auf der Rennbahn kennen. Er bietet ihr an, sie mit nach Paris zu nehmen. Zunächst zögert sie, doch als ihr Vater sie wieder einmal angreift, flüchtet sie Hals über Kopf mit Dietrich. Zunächst lebt sie als seine Geliebte in Paris, doch plötzlich taucht er nicht mehr auf. Cora ist allein in Paris, schwanger und ohne Arbeit. Doch sie hat ein großes Talent beim Entwerfen von Hüten und ihr sehnsüchtigster Traum ist es, eines Tages die berühmte Hutmacherwerkstatt La Passerinette zu besitzen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, die Deutschen drohen ins Land einzufallen und der Krieg, der noch so weit weg schien, wird immer realer.Meine Meinung:Zugegeben, ich habe eine ganze Zeit benötigt, um mich so richtig in die Geschichte zu lesen und mich auch wirklich zurecht zu finden, denn der Schreibstil ist zwar flüssig, aber durchaus detailreich und auch sprachlich sehr zur Zeit passend, in der die Geschichte spielt. Dabei ist der Stil durchaus sehr schön, fast schon poetisch klingend, aber auch gewöhnungsbedürftig. Erschwerend für mich kam hinzu, dass in Paris unglaublich viele Charaktere auf mich einstürmten und nun ja, diese Namen klingen natürlich im Französischen ähnlich und so musste ich immer überlegen: wer war das noch gleich? Doch mit Beginn des zweiten Teils des Buches begann auch die Geschichte mehr Tempo aufzunehmen und ich war plötzlich mitten in Paris, gemeinsam mit Cora, bzw. Coralie, wie sie sich in Frankreich nennt.Durch die Beschreibungen wird das gesamte Setting durchaus lebendig, ich hatte detailreiche und farbenfrohe Bilder vor Augen, die mich mitten ins Geschehen zogen und gedanklich teilhaben ließen. Es war so lebhaft erzählt, dass ich schon den Eindruck hatte, gleich sogar die Geräusche und Gerüche wahrnehmen zu können. Mit Worten umgehen und Ereignisse darstellen kann die Autorin absolut. Auch die Gefühle, das Denken und Handeln im besetzten Frankreich wurden hier sehr gut beschrieben und ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.Aber auch das ganze Geschehen wird immer spannender. Cora muss recht schnell selbstständiger werden, die gesamte Situation Frankreichs beginnt sich zu verändern und ich war auf einmal wie gebannt von der Geschichte.Die Geschichte wird von einem autarken Erzähler wiedergegeben, dabei lernen wir nicht nur die Protagonistin sehr gut kennen, sondern erhalten eine gute Draufsicht aufs Geschehen und das Verhalten der weiteren Charaktere.Die gesamte Entwicklung der Protagonistin Cora hat mir sehr gut gefallen. War sie mir zu Beginn noch nicht sehr sympathisch, wuchs sie mir im Laufe der Geschichte durchaus ans Herz. Denn aus dem doch schon recht naiven und gutgläubigen Mädchen wird eine junge Frau, die auf sich allein gestellt ist und ihr Leben in die Hand nehmen muss. Nicht immer gelingt es ihr und oftmals hat sie einen sehr schweren Weg zu bestreiten, doch sie durchaus eine Kämpferin mit Herz und Seele.Neben Cora gibt es aber auch noch eine Menge weiterer Personen, bei denen ich schon häufiger blättern musste, um mir noch einmal vor Augen zu rufen, wer es denn war. Interessant sind hier Coras Freundinnen Una McBride und Ottilia von Elbing, beide so unterschiedlich und doch sehr authentisch. Una ist eine Lebefrau, die kämpfen kann. Ottilia, einst steinreich, völlig überfordert von ihrer Situation in den Kriegszeiten und auch sonst recht realitätsfern. Das fand ich schon sehr anschaulich und realistisch dargestellt. Dann ist da auch noch Dietrich von Elbing, den ich zunächst eher für einen Lügner und Betrüger hielt, doch auch ihn lernte ich im Laufe der Geschichte sehr gut kennen und er wurde mir durchaus sympathisch. Ansonsten gibt es hier wirklich eine große Anzahl an Charakteren, die zwar das ganze sehr lebendig machte, aber auch das Lesen erschwerte. Es ist auf keinen Fall ein Buch, das sich mal eben nebenbei lesen läßt, sondern durchaus seine verdiente Aufmerksamkeit fordert.Mein Fazit:Ein Buch über das Leben und darüber, für seine Träume zu kämpfen. Dabei sehr blumig, aber auch lebendig erzählt und nach den ersten Einstiegsproblemen war ich durchaus gefesselt von der Geschichte. Interessante Entwicklungen der Charaktere in einer schweren Zeit, dabei werden aber auch diese mit sehr viel Leben versehen. Alles ist greifbar und vorstellbar. Freunde von Romanen aus dieser Zeit werden hier durchaus ihre Freude an dem Buch haben.

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  • Wunderbare Sprache - inhaltlich überladen

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    Kamima

    Kamima

    05. January 2017 um 10:37

    1940 lebt Cora als einfaches Mädchen in der Londoner Arbeiterklasse, geschlagen von ihrem Vater und doch mit einem starken Willen, eine Veränderung in ihrem Leben herbei zu führen. Diese Chance bietet ihr ein deutscher Kunsthändler, den sie auf der Pferderennbahn kennenlernt. Der reiche Dietrich nimmt sie mit nach Paris, wo Cora nicht nur seine Geliebte wird, sondern auch ihren Namen und Identität in Coralie de Lirac ändert. Die Zeit der schönen Erlebnisse ist kurz, nach wenigen Monaten verlässt Dietrich sie quasi über Nacht und Coralie steht ohne Hab & Gut, aber in guter Hoffnung auf der Straße. Durch Zufall, mit etwas Glück und getrieben von ihrer Willensstärke findet sie eine Unterkunft bei neuen Bekannten und eine Arbeit – bei einer Hutmacherin... Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf und die Autorin nimmt uns mit auf eine lange Reise durch das Paris der Vorkriegszeit. Gut recherchiert baut Natalie Meg Evans Schritt für Schritt den Wandel der Modestadt Paris in ein von Nazis belagertes Frankreich ein – Coralie erlebt als Protagonistin den grausamen Krieg, den Umgang der Nationalsozialisten mit „Andersartigen“ und weiß mit Geschick, Wandlungsfähigkeit, Zähigkeit und dem Quentchen Glück immer wieder ihren Weg nach vorne zu gehen. Ihr ehemaliger Liebhaber Dietrich erscheint immer wieder auf der Bildfläche und wird im Laufe des Romans zu einer festen Figur, von der wir LeserInnen weitere Details aus seinem Leben erfahren. Zugleich erscheinen weitere Personen auf der Bildfläche, die wichtig für den Roman sind, so dass das Ganze zeitweise für mich unübersichtlich wirkt und auch anstrengend zu lesen war. Unübersichtlich aus dem Grund, weil wir nicht nur Coralies Liebesgeschichte miterleben, sondern auch ihren Kampf um die berufliche Existenz mit den Kokurrentinnen in der Hutmacherszene, den Eigenartigen ihrer sehr unterschiedlichen Freundinnen, den politischen Entwicklungen und Verschwörungen, in welche nicht nur sie selbst verwickelt ist, sondern auch ihr nahestehende Personen – es gibt also eine Menge Schauplätze in diesem Buch... und genau diese Verwirrungen macht das Buch für mich so schwierig. Einerseits eine wunderbare bildliche Sprache, bei der man sofort entsprechende Bilder vor Augen hat bzw. mit den beschriebenen Personen mitlebt – andererseits wird man durch die schnellen Themen-/Szenenwechsel immer wieder aus diesen Bildern im Kopf herausgerissen, ohne vorher die Chance bekommen zu haben, diese zu verarbeiten. Meiner Meinung nach wollte die Autorin zu viel und hat jede Menge – zugegebener Maßen spannende – Geschichte in diesen Roman gepackt. Daher bin ich bei meiner Bewertung wirklich hin und her gerissen: das Thema interessiert mich wirklich sehr und Natalie Meg Evans hat dieses Thema eindrücklich in ihrem Roman platziert, so dass ich auch Tage nach dem Lesen immer wieder über dieses Buch nachdenke. Andererseits war das Lesen manchmal wirklich anstrengend und nicht nur einmal dachte ich daran, abzubrechen und das Buch beiseite zu legen. Daher ist das Ganze nicht komplett gelungen – aber wer Historienromane der jüngeren Geschichte liebt, verbunden mit bildlicher, fantasievoller Sprache, der ist bei „Das Geheimnis der Hutmacherin“ gut aufgehoben.  

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  • Eine aufregende Geschichte

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    zauberblume

    zauberblume

    05. January 2017 um 07:34

    "Das Geheimnis der Hutmacherin" von Natalie Meg Evans ist das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich bin wieder restlos begeistert Ich wahnsinnig packende Geschichte, die den Leser sofort in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Die Autorin entführt uns nach Paris, in die Stadt der Liebe. Hierher hat es unsere Protagonistin Cora Masson verschlagen.Die Geschichte: Cora Masson flüchtet vor ihrem gewalttätigen Vater mit Hilfe des Kunsthändlers Dietrich, den sie während eines Pferderennens kennengelernt hat, nach Paris. In London hat sie in einer Hutmacherei gearbeitet und wurde schlecht bezahlt. In Paris, der Stadt ihrer Träume, hofft sie eine Chane zu bekommen. Wir befinden uns im Jahr 1940. In Paris macht sie sich unter falscher adeliger Identität einen Namen in der Modewelt. Sie nennt sich fortan Coralie de Lirac. Doch als die Nazis in Franreich einfallen, kann nur die Fürsprache eines einflussreichen Liebhabers ihr dabei helfen, ihre Existens zu retten ......Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich immer noch in Paris. Der Schreibstil der Autorin hat mich wieder einmal von Beginn an gefesselt. Die Geschichte birgt so viele Emotionen in sich. Sie ist spannend, gefühlvoll, unterhaltsam und es war auch Gänsehautfeeling angesagt. Und an manchen Stellen war ich zu Tränen gerürht. Wir lernen wieder eine außergewöhnliche Protagonistin kennen, die sich tapfer durchs Leben schlägt. Ich sehe Coras Hutgeschäft vor mir. Bewundere ihre tollen Ideen und sehe die wunderbare Hüte direkt vor mir. Es ist jedoch nicht leicht in der Modewelt zu behaupten, denn auch hier gibt es ständig neider. Tapfer, wie sie sich auf währende der Kriegszeiten geschlagen hat und immer noch versucht hat aus wenig Material kleine Kunstwerke zu schaffen. Und immer im Hinterkopf auch diese Belastung. Wir jemand ihr Geheimnis entdecken? Und dann ist da Dietrich. Eine Beziehung mit vielen Höhen und Tiefen und für beide scheint es die große Liebe zu sein. Doch ist das dann während der Kriegszeiten möglich? Wie sich die Stadt dann verändert hat, da bekomme ich jetzt noch Gänsehautfeeling, wenn man sich die Bilder vor Augen führt. Eine wirklich ganz außergewöhnliche Geschichte, die den Leser sehr berührt und uns Geschichte wieder nährer bringt. Für mich ein absolutes Lesehighlight für unterhaltsame und spannende Lesestunden. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte der Autorin.Das zauberhafte Cover ist für mich ein echter Hingucker, passt wunderbar.

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    • 2
  • Spannende Lebensgeschichte einer jungen Frau

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    OmaInge

    OmaInge

    20. December 2016 um 20:13

    Die Engländerin Cora Masson arbeitet in einer Hutfabrik. Ihren Lohn vertrinkt der Vater und dankt es ihr mit Schlägen. Cora nutzt die Chance mit einem deutschen Adeligen nach Paris zu flüchten und beginnt dort ein neues Leben als Coralie de Lirac. Sie eröffnet einen Hutladen und versucht für sich und ihre Freunde das Leben vor und während des zweiten Weltkrieges im besetzten Paris zu meistern.   Mein Leseeindruck: Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Cora, die mit ihrem neuen Namen Coralie alle Brücken nach London und England abbricht, ist eine Frau die durch die Hölle gehen muss. Aber sie lässt sich einfach nicht unterkriegen. Auch wenn sie mal wieder vor dem Nichts steht gibt sie nicht auf und hilft auch ihren Freunden am Leben zu bleiben. Paris während der deutschen Besetzung, das mühsame Überleben und die Angst vor der Gestapo - die Autorin hat eine spannenden Geschichte rund um Coralie geschrieben.  Der Schreibstil ist locker, flüssig zu lesen aber immer eindringlich. Ich habe mit Coralie gelitten und einige ihrer Entscheidungen nicht gutgeheißen. Die Hut- und Kleidermode der Zeit ist mir durch diesen Roman näher gebracht worden.   Mein Fazit: Ein Lebensgeschichte einer jungen Frau die nie aufgibt und Spannung vom Anfang bis zum Ende.

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  • Nicht so stark wie Evans' Debütroman

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    14. December 2016 um 18:39

    Natalie Meg Evans' Romandebüt Die Kleiderdiebin war eines meiner Jahreshighlights 2015 und deswegen habe ich mich sehr auf ihr zweites Buch gefreut. Vor Kurzem ist Das Geheimnis der Hutmacherin erschienen und natürlich musste ich sofort zugreifen. Was mir von Anfang an sehr gut gefallen hat: Evans bleibt ihrem Stil treu und siedelt die Geschichte ihres zweiten Romans wieder im Paris der 1930er und 1940er Jahre an. Ein Setting, das mich immer noch sehr fasziniert und schon allein aufgrund der Geschichte einiges zu bieten hat. Außerdem geht es auch diesmal wieder um eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen, der sich eine unglaubliche Chance bietet.Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Cora, die unter ihrem tyrannischen und gewalttätigen Vater in London aufwächst und die nächstbeste Chance zur Flucht in ein besseres Leben ergreift. Diese Chance heißt Dietrich und kommt aus Deutschland - er macht Cora zu seiner Geliebten und überschüttet sie anfangs mit Liebe und teuren Geschenken. Keine neue Geschichte: Man kann Coras beziehungsweise Coralies (so nennt sie sich in Paris) Verzweiflung verstehen und ihren tiefen Wunsch nach Aufmerksamkeit und Liebe. Anfangs war sie mir noch ziemlich sympathisch, denn es ist offensichtlich, dass sie Dietrich liebt und ihn nicht nur ausnehmen will. Auch nach seinem Verschwinden ist sie stark und nimmt ihr Leben in die eigene Hand, denn das ist auch bitter nötig.Doch im Verlauf der Handlung wurde Coralie für mich zunehmend zu einer unnahbaren, fast schon überengagierten Frau. Alles scheint ihr zu gelingen und wenn doch einmal Steine im Weg liegen, schiebt sie sie federleicht zur Seite. Anstrengend war für mich auch Coralies Liebesleben und ich fand es fast schon ungesund, wie es sie immer wieder zu Dietrich zog (der natürlich vor allem später, während der deutschen Besatzung in Paris, eine denkwürdige Rolle spielt) - ich hatte irgendwie nicht das Gefühl, dass das zwischen den beiden eine tiefe, innige Liebe ist, sondern habe es eher unter Zwang oder Gewohnheit eingeordnet. Viele Entscheidungen, die Coralie in Bezug auf Dietrich trifft, konnte ich jedenfalls nicht nachvollziehen. Und er bleibt ja nicht der einzige Mann in ihrem Leben. Das war mir irgendwie zu viel des Guten, zu viel Verwirrspiel und komplizierte Dreiecksbeziehungen.Interessant fand ich hingegen wiederum den historischen Aspekt: Evans schneidet in ihrem neuen Roman viele Themen an, die ich schon aus Büchern wie Die Nachtigall und eben Die Kleiderdiebin kannte. 1937 lernt man das malerische, das zauberhafte Paris kennen, das nicht nur Coralie, sondern auch den Leser sofort in seinen Bann zieht - mit seinen düsteren Nachtclubs und Spelunken und seinem unvergleichlichen Stil. Mir gefällt es unglaublich gut, dass Evans hier wieder Geschichte und Mode miteinander verbindet, denn schließlich hält ab 1939 der Zweite Weltkrieg Einzug in Frankreichs Hauptstadt und bringt die heile, friedliche Welt der Pariser zum Einsturz. Die Deportation der Juden, die strengen Rationierungen und die ständige Angst vor der Willkür der deutschen Besatzer stellt Evans authentisch und beeindruckend dar. Das einzige, was mir ein wenig zu weit hergeholt und konstruiert erschien, ist, dass irgendwie jeder in Coralies Umfeld (einschließlich ihr selbst) auf einer anderen Seite steht und es so natürlich zu hochgebauschten Konflikten zwischen den Figuren kommt. Mir war das einen Ticken zu dick aufgetragen.Leider muss ich sagen, dass die Handlung mich insgesamt nicht in dem Maße mitreißen konnte, wie das bei Die Kleiderdiebin der Fall war. Die Geschichte ist zweifellos hervorragend recherchiert und wieder sehr überzeugend und solide erzählt, allerdings in meinen Augen nicht ganz so gut durchdacht. Im Mittelteil gibt es viele Längen, für die man jede Menge Durchhaltevermögen braucht, während es am Ende Schlag auf Schlag geht. Manchmal waren die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln auch so groß und abrupt, dass ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. Generell habe ich den Eindruck, dass Natalie Meg Evans viel zu viel in die Handlung hineinquetschen wollte und so verliert man beim Lesen ab und an den roten Faden. Ich finde, es ist ihr diesmal nicht ganz so gut gelungen, Geschichtliches mit Romantischem zu verknüpfen. Und leider hatte man auch bei Coralies Geschichte (von ganz unten bis ganz nach oben) das Gefühl, das schon tausendmal so gelesen zu haben. Ich muss sagen: Evans' zweitem Roman fehlt das gewisse Etwas, diese eine Nuance, die die Geschichte einzigartig macht - so wie das bei Die Kleiderdiebin der Fall war.Mein Fazit:Natalie Meg Evans' zweiter Roman Das Geheimnis der Hutmacherin spielt wieder im Paris der 1930er und 1940er Jahre und trifft mit diesem Setting und dem historischen Kontext genau meinen Geschmack. Leider hat man beim Lesen aber auch das Gefühl, dass Evans sich wiederholt - der Geschichte um die junge Coralie und ihre große Liebe fehlt es an Einzigartigkeit und Würze. Und leider braucht man stellenweise auch einen ziemlich langen Atem. Der Roman konnte mich insgesamt nicht derart mitreißen wie Evans' Debüt, ist aber dennoch solide Unterhaltung für zwischendurch.

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  • Das Geheimnis der Hutmacherin

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    Gelinde

    Gelinde

    03. December 2016 um 18:43

    Das Geheimnis der Hutmacherin, von Natalie Meg EvansCover:Ein schönes nostalgisches Cover, das neugierig macht.Inhalt:Beginn 1940 / Ende 1961.Handlungsort: Beginn London, über Paris (Haupthandlungsort), am Schluss sind wir wieder in London.Cora Masson will mehr vom Leben.Als der Kunsthändler Dietrich ihr die Chance bietet, mit ihm von London nach Paris zu gehen, willigt sie über Nacht ein.Dort steigt sie, unter falschem Namen: Coralie de Lirac, in der Modewelt als Hutmacherin, mit eigenem Geschäft auf. Anfänglich wird sie von Dietrich protegiert und beginnt auch eine Affäre mit ihm.Dann bricht der Krieg aus!Kann sie ihre Existenz und ihr Geheimnis wahren?Meine Meinung:Ein ungemein fesselndes Buch.Der Leser geht mit Cora, die dann zu Coralie wird, mit in ihre Welt hineingezogen.Coralie ist die Hauptprotagonistin, ein „Stehaufmännchen“, das unglaubliches durchmacht. Privat wie beruflich macht sie mehr als nur eine Achterbahn der Gefühle durch. Sie steigt auf in die hohen gesellschaftlichen Schichten und stürzt aber auch genau so tief wieder ab, und doch versteht sie es, ihr Leben immer wieder in die Hand zu nehmen und von vorn zu beginnen. Genauso ihre Affäre, die auch zu ihrer Liebe wird, hier weiß sie oft nicht, kann sie Dietrich noch vertrauen, liebt sie ihn noch, oder er sie? Vor allem als der Krieg ausbricht und sie in ein Komplott mit eingezogen wird, wird es sehr gefährlich für sie.Der Schreibstil ist sehr eindringlich und wir können die Gefühle der Protagonisten und die Handlungen immer sehr gut nachfühlen. Es geht um Liebe und Vertrauen, Krieg und Intrigen, Geheimnisse und Verrat! Aber irgendwie geht das Leben immer weiter und Coralie sitzt irgendwie immer zwischen den Stühlen.Und dann, was für ein Finale........... Unglaublich spannend..........Unglaublich nervenaufreibend.......... Unglaublich versöhnlich.............Autorin:Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Heut lebt sie mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk.Mein Fazit:Eine unglaubliche Frau geht ihren Weg.Dies alles wird mit so viel Herzblut und Emotionen erzählt, dass ich als Leser gar nicht anders kann, als in diese Welt zu versinken. Ich befinde mich mit Coralie im Paris von 1940, erlebe die schlimme Kriegszeit, aber auch den unglaublichen Willen das Leben anzunehmen und selber aktiv zu gestallten.Hut ab vor so viel Energie und dafür von mir 5 Sterne.

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  • Eine Frau und ihr Traum

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    MissNorge

    MissNorge

    23. November 2016 um 14:52

    Kurz zur GeschichteCora arbeitet als Hutmacherin in London in einer Fabrik. Sie verdient schlecht und wird auch von ihrem Vater nicht gerade gut behandelt. Als sie den Kunsthändler Dietrich Graf von Elbing zufällig kennenlernt, nimmt sie sein Angebot an und bricht überstürzt mit ihm nach Paris auf. Das war schon immer die Stadt, in der sie leben wollte. Um ihr neues Leben zu beginnen gibt sie sich einen neuen Namen und kämpft dafür sich ihre Träume zu erfüllen.Meine MeinungDie Geschichte beginnt im Jahr 1937 in London, als Coralie de Lirac, noch die einfache Fabrikarbeiterin Cora Masson ist und schlängelt sich bis zum Epilog in das Jahr 1961 weiter. Coralie finde ich zu Anfang noch etwas ruppig und ungestüm, aber sie kennt halt das feine Leben noch nicht, welches sie gerne führen würde. Sympathisch ist sie mir trotzdem, denn sie ist um keinen Spruch verlegen. Als sie jedoch von heute auf morgen London verlässt und mit ihrem Liebhaber, Graf von Elbing, nach Paris geht, fällt ihr diese Umstellung leicht, denn ihr Traum von einem eigenen Hutladen, mit eigenen Kreationen, kommt in greifbare Nähe. Dietrich hält Coralie aus, bezahlt alles, ihm ist nichts zu teuer, bis er eines Tages von Jetzt auf Gleich zurück nach Deutschland geht und Coralie allein zurück lässt. Nun muss sie allein zurechtkommen und das noch schwanger, ohne Wohnung, ohne Arbeit und ohne jemanden zu kennen. Hier zeigt sich die Stärke von ihr, dieser Wille es zu schaffen und sich nicht unterkriegen zu lassen, zu kämpfen für ihren großen Traum. Das hat die Autorin sehr gut beschrieben, diesen unbändigen Willen. Der Mittelteil der Geschichte, mit dem 2. Weltkrieg, fand ich leider etwas zu zäh und zu langatmig geschrieben, zudem konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen. Ansonsten hat Natalie Meg Evans einen schönen Schreibstil und beschreibt die Stadt Paris, zur damaligen Zeit, sehr anschaulich. Man muss sich darauf einlassen und dann treibt man als Leserin durch die Straßen und die Modewelt von Paris.

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  • „Wollen sie wirklich das Leben anderer Leute leben?“

    Das Geheimnis der Hutmacherin
    hasirasi2

    hasirasi2

    1937: Cora Flyn arbeitet hart in einer Hutfabrik in London, weil sie sich irgendwann ihren Traum von Paris erfüllen will, aber ihr Vater nimmt ihr den Verdienst regelmäßig ab. Bei einem Pferderennen lernt sie den geheimnisvollen Deutschen Dietrich kennen und gibt sich als Hutmacherin Coralie de Lirac aus. Er ist fasziniert von ihr und bietet ihr an, mit ihm nach Paris zu gehen - als seine „Begleitung“. Sie könnte natürlich auch versuchen, in der Fabrik Karriere zu machen, aber das ist nicht, was sie will. Sie will reich und angesehen sein – ein Leben wie in den Hollywoodfilmen: „Wollen sie wirklich das Leben anderer Leute leben?“ ... „Auf jeden Fall.“ Also ergreift „Coralie“ ihre Chance und geht mit Dietrich. Er erweist sich als eine Art „Big Daddy“, stattet sie mit Kleidern und Geld aus, einer neuen Vergangenheit inkl. Papieren (denn er hatte sie sofort durchschaut), verfeinert ihre Aussprache und Bildung - und er stellt ihr andere Frauen vor. Sie kann sich seiner nie sicher sein!   „Das Geheimnis der Hutmacherin“ ist sehr spannend. Man ist sofort mittendrin, gefangen von der Handlung. Bei Coralies ersten Schritten in Paris war ich mindestens genau so aufgeregt wie sie. Sie ergreift jede sich ihr bietende Chance, stürzt sich ins Leben, genießt es, kostet es aus und legt dabei ein unheimliches Tempo vor. Auch ihren Traum von der Hutmacherei kann sie verwirklichen, aber die Neider(innen) bleiben nicht aus. Sie knüpft Freundschaften und Beziehungen mit den verschiedensten Menschen, auch Engländern und Deutschen. Doch außer Dietrich kennt niemand das Geheimnis ihrer Herkunft – hofft sie zumindest ... Dann bricht der Krieg aus. Plötzlich sind überall Deutsche, Abstammungen und Religionen werden wichtig. Die Angst wird übermächtig, überall lauern Gefahren. Es ist verstörend, niemand – auch nicht der Leser - weiß noch, wer Freund und wer Feind ist, wem man noch (ver)trauen kann.   Zu den wichtigsten Protagonisten gehören neben Coralie und Dietrich die Engländerin Una McBride und die Deutsche Ottilia (Tilly). So stark und kämpferisch wie Una ist, so weltfremd und hilflos ist Tilly. Sie lässt sich einfach treiben - sie tut ja niemandem was, wer sollte ihr also ans Leder wollen? Dabei verdrängt sie allerdings, dass sie Jüdin ist und es alle wissen. Während sich Una immer mehr gegen die Deutschen engagiert, verkriecht sich Tilly in ihr Schneckenhaus und verweigert die Emigration in die sichere Schweiz. Auch Coralie kommt irgendwann an den Punkt, an dem sie sich entscheiden muss, auf welcher Seite des Krieges sie steht und welche Beziehungen sie noch pflegen darf. Dietrich bleibt die ganze Zeit über geheimnisvoll. Nur Stück für Stück erfährt man mehr aus seinem Leben und von seinen Geheimnissen, auch er hat viel zu verbergen. Alle Persönlichkeiten sind sehr gut ausgearbeitet, wirken authentisch und glaubhaft. Man kann ihre Handlungen und Beweggründe jederzeit nachvollziehen. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betreibt sondern das Leben und den Krieg in all seinen Facetten beschreibt.   Lediglich das Ende konnte ich nicht ganz nachvollziehen, daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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