Natalie Meg Evans Die Kleiderdiebin

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Inhaltsangabe zu „Die Kleiderdiebin“ von Natalie Meg Evans

Paris in den 30er-Jahren: Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul verschafft ihr die Chance ihres Lebens – eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt, allerdings mit dem Auftrag, die Frühjahrskollektion zu kopieren. Alix stimmt zu, ein doppeltes Spiel zu spielen. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zu

Starke Frau, Paris, Liebe und Mode. Tolles Buch!

— LaLaura
LaLaura

Opulenter Schmöker mit ein paar Längen, aber wer historische Frauengeschichten mag, wird begeistert sein.

— Caillean79
Caillean79

Zu viele und komische Charaktere, ein in die Irre führender Ttel und zu viel nebensächliche Handlung

— FAMI_Anke
FAMI_Anke

Recht interessante Geschichte, teilweise leider etwas zäh zu Lesen

— Bjjordison
Bjjordison

Ich habe den Kauf nicht bereut!

— Larena
Larena

An vielen Stellen sehr langatmig, trotzdem habe ich Alix auf ihrem Weg sehr gerne begleitet

— Tintenfaden
Tintenfaden

Tolles Cover, gute Ideen, aber auch sehr langatmige Passagen und zu ausschweifend an einigen Stellen

— Federzauber
Federzauber

Ein ebenso glamouröser wie farbenprächtiger und spannender Roman über das harte Mode-Business im Paris der 1930er Jahre.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Ein tolles Buch zum verweilen.

— Prisha
Prisha

Eine gelungene Frauengeschichte!

— Fantasia08
Fantasia08

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  • Modepiraterie in den 30ern – ein opulenter Schmöker

    Die Kleiderdiebin
    Caillean79

    Caillean79

    26. August 2016 um 19:24

    Mit der jungen Alix Gower, englischstämmiges Mädchen in Paris, habe ich die Welt der Mode in den 1930er Jahren entdeckt und mich gut unterhalten. Die Geschichte von Alix, die als Näherin in einem Haute Couture-Haus Anstellung findet und in die Modepiraterie zwischen den Weltkriegen „hineinrutscht“, ist fesselnd erzählt und hält den Leser trotz einiger kleiner Längen bei der Stange (also in diesem Fall bei der Seite). Erstaunt hat mich, dass neben dem aufkommenden Nationalsozialismus auch der spanische Bürgerkrieg eine Nebenrolle spielt und die Geschichte dadurch noch mehr Dramatik gewinnt. Diese historischen Entwicklungen werden jedoch nicht überstrapaziert und fügen sich dadurch gut in die Story ein. Diese Balance finde ich gelungen. Der Roman spielt fast ausschließlich in Paris, in Rückblenden kommt auch dem Elsass eine Rolle zu und an einigen Stellen sind Spanien und die USA im Fokus. Positiv kann man außerdem hervorheben, dass der Anhang zum Buch sehr liebevoll gestaltet ist – neben dem obligatorischen Dank der Autorin gibt es „Alix‘ Skizzenbuch“ mit Anekdoten über die Mode und ihre Schöpfer(innen), ein Rezept für französische Zwiebelsuppe sowie zusätzliche Kapitel zu den wahren und erfundenen Personen und Schauplätzen des Buches und zur Mode und Weiblichkeit in den 30er Jahren. Sehr aufschlussreich! Das tröstet letztlich darüber hinweg, dass man den Inhalt des Romans durchaus ein wenig hätte straffen können. Zu empfehlen ist das Buch aber auf jeden Fall, am besten als Urlaubs- oder Entspannungslektüre.

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  • Die Modwelt in den 30er Jahren in Paris

    Die Kleiderdiebin
    FAMI_Anke

    FAMI_Anke

    14. July 2016 um 14:23

    Letzte Woche lief ich durch die Einarbeitung in der Bibliothek und entdeckte auf dem Schreibtisch einer Kollegin das Buch von Natalie Meg Evans. Ich musste sofort stoppen und es mir mal genauer anschauen. Das Cover machte mich total neugierig, auch der Titel ließ auf ein spannendes Buch hoffen. Zum Schluss hat mich dann noch der Klappentext und die Zusammenfassung auf dem Buchrücken dazu überzeugt das Buch mal mit nach Hause zu nehmen. Die Telefonistin Alix Gower lebt in Paris in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch das Leben langweilt sie. Liebe würde sie gern in der Modebranche arbeiten und die glamouröse Welt der Designer und Models auf den Kopf stellen. Ihr bester Freund Paul verschafft ihr dazu die Möglichkeit. Alix soll im berühmtesten Modehaus der Stadt, im Maison Javier, arbeiten und dort die aktuelle Kollektion für die Konkurrenz in New York kopieren. Zweifel beschleichen Alix. Denn was passiert, wenn sie auffliegt?Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe. Die erste Hälfte habe ich noch fleißig gelesen, aber dann hab ich quergelesen.Zu vieles war einfach nebensächlich, zu ausgeschmückt oder einfach zu langatmig. Ich dachte, dass es in dem Roman "Die Kleiderdiebin" um eine junge Frau geht, die Kleider und andere Entwürfe stiehlt. Ich wollte in die Modewelt der 30er Jahre eintauchen. Leider ist der Titel meines Erachtens etwas irreführend. Natürlich stiehlt Alix die aktuelle Kollektion aus dem Maison Javier, aber nebenbei wird auch noch der Mord an ihrem Großvater erklärt, das dunkle Geheimnis einer Familie wird gelüftet, es gibt eine Erpressungsgeschichte, verletzte Gefühe, Intrigen und Verluste werden beschrieben, zänkische Weiber und großspurige Kerle, die mir total unsympathisch waren. Gefühlt war die Modewelt nur ein Nebenschauplatz. Alles andere spielte eine größere Rolle. Deswegen wurde auch immer mehr Charaktere mit ins Boot geholt, die ich irgendwann einfach nicht mehr überblicken konnte. Es ist ja schön, dass am Ende noch Kochrezepte stehen, aber ich hätte mir eine Aufstellung der Personen eher gewünscht. Gerade Alix. Am Anfang war sie mir sehr sympathisch, sie schien zielstrebig und pflichtbewusst. Ich habe mit ihr den Traum der großen Designerin eines Haute Couture Imperiums geträumt. Doch nach und nach erkannte ich sie nicht wieder. Sie wurde mir von Handlung zu Handlung immer mehr zu wider. Irgendwann hab ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Auch mit den anderen bin ich nicht sehr warm geworden. Alle waren sie irgendwie blass und farblos. Mit niemandem konnte ich mitfühlen oder wollte es auch nur. Sie waren es mir einfach nicht wert. An sich war das Buch ja okay. Aber dann hätte ich mir einen anderen Titel gewünscht und eine andere Beschreibung. So wurde ich anscheind auf eine flasche Fährte gelockt. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen. Wer viel Zeit hat und auf ausschweifende Beschreibungen steht, der kann das Buch gerne lesen. Dem Rest rate ich die Finger davon zu lassen.

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  • Nette Geschichte in den 30er Jahren in Paris

    Die Kleiderdiebin
    Bjjordison

    Bjjordison

    02. April 2016 um 21:47

    Wir lesen hier die Geschichte von Alix, einem jungen Mädchen, die in Paris als Telefonistin arbeitet, aber nicht wirklich glücklich ist. Sie träumt nämlich von der schönen Welt der Haut Couture und allem was dazu gehört. Paul, ein Freund, verschafft ihr einen Job bei einem großen Designer, hat aber einen Hintergedanken und zwar soll sie die Frühjahrskollektion klauen und die Dinge nehmen ihren Lauf…. Ich bin durch das Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil ich das einfach reizend finde mit diesen Nahtmaterialien, dem Eiffelturm. Natürlich fand ich auch den Klappentext sehr interessant. Allerdings muss ich sagen, war die Geschichte für mich teilweise sehr anstrengend zu Lesen. Die Autorin hat, wie ich finde, zuviele Nebenhandlungen zu der Haupthandlung eingebaut und ich fand es teilweise nicht ganz gelungen. Ansonsten fand ich mit am spannendsten die Beschreibung der Arbeitsweise des Designers, dass nur ganz wenige Menschen an der Gestaltung und Herstellung eines Kleides beteiligt sind und wie das alles funktioniert. Ich denke hierzu hat die Autorin recht ordentlich recherchiert. Die Charaktere waren ganz nett, aber es war jetzt keiner dabei der besonders hervorgestochen ist. Die Beschreibung der Alix war sehr genau und ich habe mit ihre mitgefühlt, dass sie in einem Dilemma gesteckt hat, als Paul die Idee hatte, die Kollektion zu stehlen. Sie weiß es ist nicht richtig, aber sie braucht auch dringend Geld. Da konnte ich mit ihr mitfühlen. Auch verstehe ich wieso sie nachdem Verrian sich nicht mehr gemeldet hatte und das Unglück bei Javier war, einen Freund wollte und sich mit dem furchtbaren Typen Serge eingelassen hatte. Teilweise waren auch die Nebencharaktere recht genau beschrieben, wie zB die Kinder des Comtes usw. . Der Schreibstil der Autorin war, obwohl die Geschichte teilweise zäh war, angenehm zu Lesen und ich bin gut in den Lesefluss reingekommen. Ich habe mich auch sofort nach Paris reinversetzen können, weil die Beschreibungen sehr schön waren. Die Erpressergeschichte hätte man etwas kürzen können. Das Ende fand ich schön, auch das Alix ihr Glück findet.

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  • So schön wie Haute-Couture

    Die Kleiderdiebin
    Larena

    Larena

    08. March 2016 um 17:09

    Meine Meinung Lassen Sie sich entführen in die Welt der Haute Couture. Ihre Begleiter sind die Liebe, das Risiko und ein Hauch von Tüll. Natalie Meg Evans hat eine spannende, gut durchwachsene Storyline entworfen, welche sie geschickt einfließen lässt. Auch wenn ich zuerst den Eindruck hatte, die Autorin habe ein wenig krampfhaft versucht, die Ereignisse zu Beginn schnell voran zu treiben. Die Protagonisten sind herrlich verschieden, was das Buch lebendig werden lässt und als Leser hat man die Möglichkeit, gewisse Konsequenzen der Entscheidungen von Alix zu erahnen. Manchmal hat man Recht, ein anderes Mal wird man überrascht. Die Autorin hat die Eindrücke der Zeit sehr schön eingefangen und es wirkt stets authentisch. Eines meiner Lieblingszitate lautet: „Wären Sie nicht auch gerne so schön, dass ein Mann im Regen auf  Sie wartet? “. Es spiegelt die damaligen Konventionen wieder. Da die Protagonistin das ganze Buch über vor neuen Aufgaben steht, wird es auch nicht langweilig. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich zwischen durch dachte "Oh Alix..". Neben Mode, Wein und Kunst, haben auch eine Menge geschichtlicher Ereignisse einen Platz in dem Buch. Gerade genug, um sie an den Plot zu binden, aber nicht so viel, dass er komplett davon abhängig gemacht wird. Im Prinzip lehrt Alix uns, dass es okey ist, wenn man fällt. Aber man darf nie aufgeben und findet stets einen Grund, um erneut aufzustehen. Das Cover hat mich umgehauen. Ich habe mich einfach in den Vintage-Look und das Farbschema verliebt. Die vielen kleinen Nähutensilien geben dem Ganzen den letzten Schliff. Fazit Eine spannende Geschichte über Macht, Liebe, Status und Integrität. Nicht zu unterschätzen. Ich empfehle sie bedenkenlos weiter.

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  • Stellenweise zu langamtig und dadurch weniger spannend

    Die Kleiderdiebin
    lovelyliciousme

    lovelyliciousme

    08. March 2016 um 11:36

    Worum geht es in dem Buch? Wir befinden uns in den 30 er Jahren im wunderschönen Paris. Der Krieg tobt in Spanien und viele Juden flüchten. Die junge Telefonisten Alix Gower träumt davon, eines Tages in den Olymp der Haute Couture Designer aufzusteigen. Sie hat von ihrer Oma das Nähen gelernt und von ihrem Opa das Zeichnen mit in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Auge für das Detail und ihre Liebe für die Mode und die unterschiedlichen Stoffe lassen sie immer wieder träumen. Doch ihr Traum soll sich bald erfüllen! Denn ihr guter und charmanter Bekannter Paul macht Alix ein unmoralisches Angebot. Sie bekommt eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt und kann dort lernen, was es heißt eine professionelle Näherin zu sein. Doch, sie soll dort nicht nur arbeiten, sondern auch die kommende Frühjahrskollektion kopieren. Alix stimmt zu, denn es winkt ein großer Batzen Geld für diese Aufgabe Doch, alles kommt anders als geplant. Denn Alix wird überfallen und bedroht… Ein gutaussehender Mann namens V. Haviland rettet sie und verzaubert Alix. Doch als er plötzlich spurlos verschwindet, wendet sie sich an den Falschen und gerät in schlechte Kreise. Doch das alleine reicht nicht aus, um Alix das Leben schwer zu machen. Denn es scheint ein Geheimnis um den Tod ihres Großvaters zu geben, welches gelüftet und aufgeklärt werden sollte. Erfährt Alix dann auch, wer der Comte ist, der sie seit Kindesbeinen an begleitet und finanziert, oder wird dieses Geheimnis niemals aufgedeckt? Wer ist Natalie Meg Evans? Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf, um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Sie verbrachte dort fünf Jahre. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk. Wie hat mir das Buch gefallen? Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, da ich vom Klappentext mehr als angetan war und eine gewisse Vorstellung und Erwartungshaltung hatte. Das Buch hat mich dahingehend angesprochen, dass es um Mode geht und die Modepiraterie in der Haute Couture. Doch, schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass alleine ist nicht das zentrale Thema des Buches und ich war kurz davor es zur Seite zu legen. Denn, das Thema Mode wird ergänzt um die Modepiraterie, den Krieg in Spanien nebst Nebenschauplätzen, das Aufdecken eines Mordes, eine Erpressung, der Aufbau einer Selbstständigkeit, eine mögliche Vater-Tochter Beziehung und das Pariser Nachtleben! Puhhhhh…. Um es vorne weg zu nehmen, dieses Buch hat mich sehr viele Tage gekostet es zu lesen, da ich ständig mit meinem Gedanken abgedriftet bin, da es mich aufgrund der vielen zusätzlichen Punkte und der Ausschweifungen nicht gepackt hat. Es kommt selten vor, dass mich das lesen anstrengt und ich keinen Zugang zum Buch finde. Eigentlich schade, denn ich hatte mich auf ein tolles Buch gefreut und bin leider enttäuscht worden. Natalie Meg Evans hat viele Protagonisten erschaffen. Sie hat Memé, Alix, Paul, Javier, Serge, Bonnet, Una & Co. zum Leben erweckt und ihnen ganz eigene, oftmals sehr spezielle Charaktere zukommen lassen, die innerhalb des Buches wachsen und gedeihen. Doch, aufgrund dessen, das sie diese sehr ausschweifend beschreibt, wird es sehr langatmig und langweilig. Dennoch bekommt man von den Figuren einen mehr als guten Eindruck und kann sie sich oftmals bildlich vorstellen. Da wäre etwas weniger mehr gewesen, so dass sich der Leser noch einen eigenen Eindruck von diesen hätte machen können und etwas Luft bleibt um sie selber zu gestalten. Die gewählte Kulisse ist natürlich perfekt für die Haute Couture. Hier muss ich ein dickes Lob aussprechen, denn Natalie Meg Evans hat hervorragend recherchiert was die Mode der 30er Jahre betrifft und diese sehr treffend und grandios beschrieben. Jemand der Ahnung vom nähen hat und mit den komplexen Stichen und Heftarten etwas anfangen kann, wäre bei diesen Passagen schier ausgeflippt vor Freude. Selbst die eigenständig entwickelten Modelle von Alix sind hinreißend beschrieben und können vor dem geistigen Auge als perfektes Abbild abgerufen werden. Dies hat mich ein wenig besänftigt und meine Erwartungshaltung dahingehend zumindest erfüllt! Die Geschichte welche in diesem Buch erzählt werden soll, ist von der reinen Grundidee sehr gut. Doch sie ist zu ausschweifend und mit viel zu vielen Nebenplätzen geschmückt. Dadurch rückt das, was im Klappentext versprochen wurde, nämlich die Modepiraterie in der Haute Couture weit nach hinten. Der Mittelteil des Buches könnte komplett gestrichen werden und dann würde es sich nur noch um die Haute Couture drehen. Durch die ständigen Wechsel der Schauplätze ist dieses Buch unruhig und man weiß als Leser auch nicht immer unbedingt, was es mit diesem Szenenwechsel nun auf sich hat und ob es sich irgendwann auflöst. Mir persönlich ist das Kriegsgeschehen zu viel und die Geschichte mit der Erpressung hätte stark gekürzt werden können. In der Mitte des Buches, habe ich das Gefühl bekommen, das Meg Evans ihren Schwerpunkt des Buches aus dem Auge verloren hat und abgedriftet ist. Erst im letzten Drittel hat sie den Faden wieder gefunden und die Geschichte weitererzählt, doch dann sind ständige neue Geschehnisse aufgetreten, die dieses Buch erneut in die Länge gezogen haben. Hätte sie sich auf das wesentliche konzentriert und den Schwerpunkt exakt gesetzt, wäre die Geschichte toll geworden. Ihr Schreibstil ist perfekt für das Paris der 30er Jahre. Sie ist sehr detailliert, sehr genau und exakt in ihrer Wortwahl, aber auch leider sehr ausschweifend und sehr oft zu bildlich in ihren Sätzen. Dennoch lässt es sich gut lesen und es ist mehr als verständlich geschrieben. Doch, man gerät immer wieder an Stolpersteine, wenn es zu detailliert wird, da man seine eigene Phantasie nicht mit einfließen lassen kann, da alles schon gesagt wurde. Am Ende des Buches befindet sich ein Skizzenbuch von Alix. Dieses hätte ich mit detaillierter gewünscht und gerne ins Buch selber integriert, vor allem bei diversen Fachbegriffen, wenn man selber nicht aus der Riege der Näherinnen kommt. Gut finde ich zudem, dass Natalie Meg Evans einen Kurzbericht am Buchende gibt, welche Schauplätze rein erfunden sind und welche nicht. Dennoch kann ich leider aufgrund meiner vorher angebrachten Kritik nur 3 Herzen vergeben. Mein Fazit: Ein absoluter Frauenroman, der oftmals zu langatmig ist und die eigentliche Geschichte ein wenig aus den Augen verliert. Dennoch bestimmt ein tolles Buch für all diejenigen, die sich mit dem Krieg, der französischen Geschichte, der Haute Couture etc. gerne beschäftigen und einfach etwas brauchen um darin zu schmökern. Frauen, die ein Faible fürs nähen haben, werden denke ich begeistert sein. Für alle anderen, die etwas Spannendes erwarten und gefesselt werden möchten, rate ich eher von dieser Lektüre ab, da die Enttäuschung unter Umständen zu groß sein könnte! Viel Spaß beim „kopieren“…

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  • Farblos und flach

    Die Kleiderdiebin
    monja1995

    monja1995

    26. January 2016 um 15:35

    Roman Klappentext: Eine Hommage an die Haute Couture und an die Liebe Paris in den 30er-Jahren: Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul verschafft ihr die Chance ihres Lebens – eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt, allerdings mit dem Auftrag, die Frühjahrskollektion zu kopieren. Alix stimmt zu, ein doppeltes Spiel zu spielen. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zukunft, sondern auch ihr Herz aufs Spiel ... Mein Umriss: Alix schlägt sich im Paris der 30er Jahre durch. Diesen Job verschaffte ihr Meme, ihre Großmutter, die sie mit ihrem Verdienst unterstützt. Nur sieht sich Alix woanders, nämlich in der Welt der Mode. Sie kann zeichnen und die Damen in Amerika wollen die in Paris entworfenen Modelle tragen, die ihnen jedoch zu teuer sind. Hier kommt Alix zum Zug, als ihr Paul verspricht, mit ihren Zeichnungen der aktuellen Kollektionen viel Geld zu machen. An sich ist das DIE Idee in Alix´ Augen, jedoch nicht so einfach in die Tat umzusetzen, denn dazu muss sie erst einmal freien Zutritt in eines der großen Modehäuser bekommen. Wie der Zufall es will soll sie bei Maison Jaivier unter kommen, einem der größten Modehäuser in Paris. Was wird ihr die Zukunft nun bringen? Wie nimmt ihre Großmutter es auf? Wohin führt sie der Weg? Mein Eindruck: Ein Prolog, der mich sofort gefangen nahm, war mein Einstieg in „Die Kleiderdiebin“ von Natalie Meg Evans. Dieser Einstig startete im Paris der 30er Jahre, als sich in Deutschland ein Mann namens Hitler anschickte, die Macht zu übernehmen. Dies ist jedoch eine eher am Rande erwähnte Erscheinung. Allerdings zeigt die Autorin mit dieser Erwähnung, dass die Angst vor diesem Mann auch in Frankreich umging. Dies jedoch ist nicht der Mittelpunkt dieses Buches. Die Autorin verstrickt eine junge, modebegeisterte Frau mit gewissen Fähigkeiten in eine Geschichte am Rande der Kriminalität in der Welt der Mode. Diese Frau soll Kleider, Skizzen und Schnitte abzeichnen, damit diese zur weiteren Verarbeitung nach USA weiter verkauft werden können. Die Idee an sich ist perfekt, die Ausführung leider etwas holperig und leicht vom eigentlichen Thema immer wieder abdriftend. Zum Einstieg lässt die Autorin den Leser mit Alix an deren Leben teilhaben und ins Paris dieser Zeit einsteigen. Allerdings schafft sie das nicht während der ganzen Zeit über, sodass man sich teilweise herausgerissen fühlt und nicht mehr mit in der Geschichte lebt, sondern diese mehr oder weniger vor Augen geführt bekommt. An manchen Stellen findet die Autorin ihren Weg und man schmilzt regelrecht dahin, dann wieder hat man den Eindruck, dass ihr der Faden abhanden kam und sie einfach nicht mehr weiter wusste. An diesen Stellen kam es zu unnötigen, eher langweiligen Längen im Ablauf, die mich dazu animierten, nicht wenige Seiten ungelesen weiter zu blättern. Die Autorin versuchte an diesen Stellen mehrere Genres in ein Buch zu packen, was sicherlich eine Herausforderung für sie war, der sie aber leider nicht gewachsen zu sein schien. Diese Verknüpfung hätte ganz spannend werden können, aber war leider von der Autorin falsch angepackt worden, wodurch sich bei mir die Langeweile breit machte. Die Charaktere erschienen mir, außer Paul und Meme, sehr farblos und austauschbar. Sie hinterließen bei mir keinen bleibenden Eindruck. Intensiv mit ihnen zu leben, blieb mir leider verwehrt. Jedoch das Paris der 30er Jahre war mit viel Liebe beschrieben und könnte Sehnsucht nach dieser Stadt hervorrufen. Das Cover war das, was mich auf dieses Buch neugierig machte und obwohl der Inhalt weniger bei mir hinterließ, so liebe ich das Drumherum nach wie vor. Mein Fazit: Für meinen Geschmack zu farblos und flach. Liest man es nicht, so hat man nicht viel versäumt. Danksagung: Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe, hier im Speziellen dem Heyne Verlag, der mir dieses Buch, sowie das Coverbild zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte.

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  • Habe mir mehr erhofft...

    Die Kleiderdiebin
    Federzauber

    Federzauber

    06. October 2015 um 10:05

    Paris der 30er Jahre. Alix Traum ist es eines Tages Modeschöpferin zu werden. Doch der Weg dahin ist beschwerlich und hart, insbesondere wenn man fürs Überleben und für die Oma Geld braucht. Um nebenbei ein wenig zu verdienen, lässt sie sich auf ein Deal ein. Modeideen  von der Konkurrenz zu klauen... Mich hatte das Buch sofort durch das tolle Cover und das Thema angesprochen.  Wieder Lust auf ein Mode- und Fashion Roman, kam mir dieses Buch sehr gelegen.  Die Mode Elemente und die Welt in der man sich bewegt, fand ich sehr interessant. Insbesondere das Dilemma wegen den Raubkopien, dass von mir in diesem Umfang nicht bewusst war. " Für sie war Haute Couture eine Form der Kunst, Stahl man eine ganze Kollektion,  dann nahm man damit dem Künstler das Genie,  die Seele." (57) Die Protagonistin Alex gefiel mir anfangs sehr gut. Leider wurde ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte nicht immer sehr positiv,  aber dies konnte ich verschmerzen, da es auch so realistisch war.  Doch was mich extrem gestört hat,  sind die Versuche Krimi- und Thrillerähnliche Elemente einzufügen. Was im Grunde genommen sehr gut sein könnte, wenn man es spannend und gut einbaut. Doch hier fand ich es leider  sehr misslungen.  Mich haben diese Sequenzen überhaupt nicht interessiert und sie waren für die Geschichte nicht wichtig, irrelevant und  langweilig.  Ebenso die spanischen politischen Begebenheiten, hätten ganz raus genommen werden können.  Dies hatte zur Folge, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wurde, und es stellenweise zäh wie Kaugummi wurde.  Die pariser Atmosphäre fehlte mir leider auch. Es war mir  nicht präsent genug. Insgesamt war die Kleiderdiebin ein mittelmäßiges Buch. Es hatte gute Ansätze,  aber ich habe mir deutlich mehr erhofft. Dafür hat mir das Buch nicht genug gegeben und überzeugen können. 

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  • Glamourös, farbenprächtig, spannend

    Die Kleiderdiebin
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    30. September 2015 um 17:47

    Ohne bewusst darauf zu achten, habe ich in letzter Zeit viele Romane gelesen, die im Paris der 1930er Jahre spielen. Die Kleiderdiebin ist einer davon und noch dazu einer, der mir wirklich sehr gefallen hat, vor allem weil ich nur so durch die Seiten geflogen bin.  Natalie Meg Evans' Schreibstil ist sehr angenehm und leicht und außerdem besonders bild- und detailreich. Ihre Worte lassen das beinahe magische und künstlerische Paris der 1930er Jahre vor den Augen des Lesers wieder aufstehen und haben bei mir das Gefühl erzeugt, ich würde selbst an Alix' Seite durch diese wunderschöne Stadt flanieren. Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Mode. Ich bin zwar selbst nicht übermäßig modebegeistert, aber die Kleider, die Alix' entwirft und/oder schneidert, wirken so glamourös und traumhaft, dass ich mir an mehreren Stellen ernsthaft gewünscht habe, selbst einmal in ein solches schlüpfen zu können.  Alix als Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist ein junges Mädchen mit großen Träumen, die aber trotzdem auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Dabei ist sie sehr realistisch, aber auch fürsorglich und zu Beginn der Geschichte auch ein wenig unschuldig und naiv. Sie ist (wie von mehreren Charakteren im Buch angemerkt wurde) ein unbeschriebenes, weißes Blatt. Das macht sie leider auch zum leichten Opfer für skrupellose und macht- und geldgierige Menschen wie die Amerikanerin Madame Kilpin, die sie in die Rolle der Modediebin drängt, und den zwielichtigen Clubbesitzer Serge, der in ihr eine weitere Trophäe für seine Sammlung sieht. Man spürt von der ersten Seite an, dass Alix eigentlich ein sehr leidenschaftlicher Mensch ist und dass Mode für sie alles bedeutet - und so blutet einem selbst auch das Herz, als sie gegen ihren Willen Skizzen für Plagiate anfertigen muss und dem von ihr so verehrten Modedesigner Javier damit großen Schaden zufügt. Gleichzeitig kann man ihr Dilemma auch sehr gut nachvollziehen, denn Alix braucht Geld, um sich um ihre Großmutter zu kümmern, und arbeitet parallel dazu auch hart daran, sich gleich in mehreren Berufen zu beweisen: Dem der Näherin, der Modeschöpferin und des Models bzw. Mannequins. Dabei erlebt man mit, wie Alix sich vom zu Beginn zurückhaltenden und unschuldigen Mädchen in eine selbstbewusste und auch leicht verruchte Frau verwandelt, die manchmal wie eine verhängnisvolle Femme Fatale aus einem alten Filmklassiker wirkt. Auch die anderen Charaktere im Buch haben mich sehr beeindruckt, weil sie alle sehr ausgeprägte Persönlichkeiten haben und teilweise selbstlos und liebenswert, teilweise originell und speziell sowie teils auch skrupellos und gefährlich sind. Insgesamt lebt die Geschichte von der Dynamik zwischen den Charakteren. Neben Alix' großer Liebe Verrian haben mir besonders ihr Freund Paul mit seinen kleinen Schwestern, der liebenswerte Modeschöpfer Javier, ihre resolute Großmutter Danielle, der unergründliche Maler Bonnet und Alix' Gönner und Unterstützer Jean-Yves sehr gefallen. Bei der Menge an Personen ist es nicht immer leicht gewesen, alle Namen zu behalten und zuzuordnen und manchmal musste ich überlegen, um wen es eigentlich geht, aber das macht die Geschichte auch so authentisch und vielschichtig. Interessant fand ich vor allem die Einblicke in die Pariser Modewelt der 1930er Jahre mit ihren Mannequins, Zuschneiderinnen, Ankleiderinnen, Designern und Näherinnen. Man lernt die Hierarchie eines Modehauses kennen und verfolgt dabei, wie Alix sich von ganzen unten bis nach oben arbeitet. Bei Die Kleiderdiebin passt einfach alles zusammen: Das Setting, der Schreibstil, die Charaktere und auch die Handlung. Letztere ist nämlich um einiges komplexer, als ich es erwartet hätte. Vorrangig geht es zwar um Alix' Werdegang als Näherin, ihre Tätigkeit als Modediebin und auch ihr Privatleben, einen Rahmen für diese Geschichte bildet jedoch ihre eigene Vergangenheit. Diese birgt so manches Rätsel, das mit ihrer Großmutter, ihrem Gönner Jean-Yves und dem Maler Bonnet zu tun hat. Auch ein mysteriöser Erpresser spielt eine Rolle und so bleibt die Handlung von vorne bis hinten spannend. Das alles geschieht vor dem historischen Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs, der insbesondere Verrian und Javier sehr bewegt, und der Unruhen am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Man spürt die allmählich aufkommende, brodelnde Stimmung und da Alix Jüdin ist, hat man auch Angst davor, was ihr wohl nach 1939 zustoßen könnte. Das sowie ein weiteres Geheimnis, das ich hier nicht verraten möchte, wird am Ende des Romans offen gelassen, was ich aber absolut treffend und überhaupt nicht störend finde, da man sich so selbst Gedanken zu Alix' Schicksal machen kann. Das Einzige, was mich an Evans' Roman gestört hat, ist, dass die Intrigen und Geheimnisse teilweise zu offensichtlich für mich waren. So hatte ich von Anfang den richtigen Riecher, was den Erpresser betrifft, und auch einige andere Ereignisse waren recht vorhersehbar. Sehr gut gefallen hat mir wiederum, dass Die Kleiderdiebin trotz der romantischen Elemente nicht zu einer kitschigen Schnulze verkommt und Alix' Träume und ihre Arbeit die meiste Zeit über im Vordergrund stehen. Fazit: Die Kleiderdiebin ist ein unheimlich bildgewaltiger und glamouröser Roman, der einen in die elegante Welt der Pariser Mode in den 1930er Jahren entführt. Für mich hat, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, bei diesem Buch fast alles gepasst und so war ich sowohl von dem wunderschönen Setting als auch von den sehr charakterstarken Figuren, den detailreichen Beschreibungen der Haute Couture und den Intrigen und Geheimnissen, die die Geschichte durchziehen, schlichtweg fasziniert und begeistert. Natalie Meg Evans' Roman ist ebenso romantisch, einfühlsam und verträumt wie tragisch und authentisch und bekommt deshalb von mir 4 von 5 "Schriftsteller-Köpfe". Beim Heyne Verlag möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken, das mir einige wirklich entspannte und unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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  • Mode, Liebe und Intrigen

    Die Kleiderdiebin
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    10. September 2015 um 00:18

    Die junge Telefonistin Alix Gower lebt zusammen mit ihrer Großmutter im Paris der 1930er Jahren. Um sich das geringe Einkommen aufzubessern, hat Alix sich dazu entschlossen die neuesten Kleider der Haute Couture zu kopieren und die Schnittmuster zu verkaufen. Allerdings läuft das Geschäft schleppend bis sie von ihrem guten Freund, dem charmanten Paul, ein unglaubliches Angebot bekommt. Eine seiner Kontaktpersonen könnte es ihr ermöglichen eine Stellung in dem renommierten Modehaus Maison Javier zu bekommen. Alix Traum wird wahr, denn sie wollte schon immer in dem Handwerk, welches auch ihre Großmutter erlernt hat, arbeiten und irgendwann auch selber Kleider entwerfen. Gleichzeitig wird ihr auch noch eine beachtliche Summe angeboten, aber die Sache hat natürlich einen gewaltigen Haken. Immerhin muss sie einwilligen die Schnittmuster der gesamten Frühjahrskollektion zu stehlen, damit diese in Übersee billig kopiert werden kann. Obwohl sie mit sich hadert und lange zögert, willigt Alix schließlich ein. Aber kann das gut gehen und wird sie ihren Traum verwirklichen können oder landet sie am Ende doch im Gefängnis? Das Cover zeigt den Arbeitstisch einer Schneiderin mit diversen Utensilien wie Scheren, Garnen, Bänder und Stoffen. Gleichzeitig ist noch ein kleines Bild des Eiffelturms und der Seine zu sehen, welche einen Hinweis auf den Schauplatz der Geschichte geben. Insgesamt passt das Cover hervorragend zum Buch, denn Kleider und vor allem das Schneiderhandwerk spielen eine wichtige Rolle darin. Der Titel sagt eigentlich schon einiges aus und mit dem Klappentext erhält man schon eine gut Vorstellung von der Handlung. Die Protagonistin Alix ist eine starke Persönlichkeit, die weiß was sie will und für die Träume kämpft. Sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und gibt trotz zahlreicher Rückschläge nie auf. Sie ist wirklich sympathisch, obwohl sie ja eigentlich eine Verbrecherin ist. Immerhin ist Industriespionage kein Kavaliersdelikt, aber dem ist sich Alix vollkommen bewusst. Es gibt ein schönes Zitat aus dem Buch, dass Alix’ Handlungen beschreibt. “Sie stiehlt aus Liebe”. Alix liebt das Schneiderhandwerk und verabscheut, was sie tun soll, aber sie macht es um sich, aber vor allen ihrer Großmutter, ein halbwegs annehmbares Leben zu ermöglichen. Allerdings hat sie die Dreifachbelastung – ihre Großmutter, die Arbeit bei Javier und das Kopieren der Kleider – ziemlich unterschätzt. Durch die falschen Freunde rutscht sie immer weiter in ein Milieu ab, aus dem man nur schwer wieder entkommen kann. Außerdem gibt es auch noch viele interessante Nebencharaktere, die alle ihre eigenen Stärken und Schwächen haben. Jede Person die vorkommt ist meiner Meinung nach gut gestaltet und sehr menschlich. Die Geschichte befasst sich aber nicht nur mit Alix’ Gegenwart, sondern auch mit ihrer Vergangenheit, denn die Autorin hat sich nicht nehmen lassen, auch noch eine komplizierte Liebesgeschichte mit vielen Geheimnissen aufzubauen, welche Alix in der Gegenwart durch Intrigen und Erpressungen noch weiter zusetzt. Die Handlung ist enorm komplex und greift viele Themen dieser Zeit an, unter anderem auch den spanischen Bürgerkrieg der 1936 – 1939 wütete. Somit gibt es viele Handlungsstränge, welche die Geschichte zwar abwechslungsreich machen, aber auch öfter von der eigentlichen Haupthandlung ablenken. Allerdings schafft es die Autorin am Ende alles aufzulösen und zu einem gelungenen Abschluss zu kommen, bei dem alle offenen Themen abgehandelt wurden. Der Stil war angenehm zu lesen, auch wenn ich mit den Fachbegriffen der Mode nichts anzufangen wusste und erst mal die Bedeutungen nachschlagen musste um mir eine Vorstellung davon machen zu können. Ein Glossar am Ende wäre ganz hilfreich gewesen um die Verwirrung ein wenig zu mindern. Ansonsten bin ich jedoch recht schnell durch das Buch gekommen und empfehle es allen Lesern, die an der Haute Couture der 1930er Jahre interessiert sind und einer packenden Geschichte mit Liebe, Erpressung und Intrigen in der glamourösen Welt der Modeschöpfer nicht abgeneigt sind. Von mir gibt es jedenfalls 5 von 5 Punkten.

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  • Gut gemeint, aber zuviel gewollt

    Die Kleiderdiebin
    talisha

    talisha

    09. September 2015 um 10:50

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Einzutauchen in die Welt der Mode im Paris der dreissiger Jahre - herrlich. Aber es kam anders.  Erzählt wird anfänglich die Geschichte von der jungen Alix Grower, die mit ihrer Grossmutter Danielle in einer kleinen Wohnung lebt. Ihre Grossmutter erledigt Näharbeiten zu Hause und Alix arbeitet als Telefonistin, obwohl sie viel lieber auch nähen würde.  Sie ist mit Paul befreundet, der mit seinen zwei kleinen Schwestern seit dem Tod ihrer Mutter auf einem Hausschiff lebt. Heimlich kopieren Paul und Alix Stoffentwürfe der grossen Designer für ihre Auftraggeberin. Eines Tages bekommen sie den Auftrag die ganze Kollektion zu kopieren. Alix weiss, dass das falsch ist, doch da sie dabei die Möglichkeit bekommt beim Designer Javier zu arbeiten, macht sie mit. Werden sie erwischt oder kommen sie davon? Nach einem Drittel des Buches hatte ich das Gefühl, dass es nun bald zu Ende sein könnte, doch dann sah ich, dass ich ja noch zwei Drittel vor mir habe und hab mich gefragt, was die Autorin mit der Geschichte noch alles vor hat. Statt jetzt alle Kraft in die Mode-Geschichte zu stecken (damit die zu einem fulminanten Ende kommt), erfindet die Autorin noch weitere Geschichten, die allesamt etwas mit Alix zu tun haben, aber schlussendlich das Buch ganz arg verzetteln.  Man liest immer wieder vom Tod von Alix Grossvater, Alfred Lutzmann - diese Geschichte hätte als Zusatz vollkommen gereicht. Nicht mal die hätte es gebraucht. Aber dann taucht da noch der Compte de Charembourg auf, der irgendetwas mit Danielle zu tun hatte. Dann hüpft das Buch nach Spanien und berichtet vom Krieg und vom englischen Journalisten Verrian Haviland, der nach Paris flüchten konnte. Noch weitere Protagonisten nehmen gewichtige Rollen ein, so dass man sich fragt, was das alles mit Alix zu tun hat und ob das alles auch wirklich wichtig für die Modestory ist. Denn man kann sich die vielen Namen und die unterschiedlichen Handlungen kaum merken. Gegen Schluss bekommt die Modegeschichte wieder mehr Raum; von mir aus hätte es die zusätzlichen Handlungen nicht gebraucht.  Die Autorin wollte meiner Meinung nach zu viel. Sie hätte sich lieber auf die Geschichte in der Modewelt fokussiert, das wäre spannender gewesen als die vielen, teilweise auch dramatischen, Einsprengsel der diversen Protagonisten.  Mich hat das Buch sehr enttäuscht - weil es zu überladen ist. Schade. 2.5 Punkte. 

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  • Eine fesselnde Geschichte

    Die Kleiderdiebin
    zauberblume

    zauberblume

    02. September 2015 um 19:24

    Das Cover dieses Buches hat mich schon magisch angezogen. Das wunderbare Foto gibt uns schon einen kurzen Einblick in die Geschichte. Und besonders das kleine Bild von Paris hat es mir angetan. Wo könnte die Mode eine größere Rolle spielen als in dieser Stadt. Die Autorin Natalie Meg Evans entführt uns in ihrem Roman in die Welt der Haute Couture. Der Inhalt: "Das Mädchen, das Coco Chanell sein wollte". Wir befinden uns im Paris der 30er-Jahre. Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul vverschafft ihr die Chance ihres Lebens - eine Anstellung bei Maison Javier, einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt. Allerdings erhält sie sie nur, wenn sie heimlich die Frühjahrkollektion für die Konkurrenz in New York kopiert. Zögernd willigt Alix ein. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zukunft, sondern auch ihr Herz aufs Spiel .... Schon der Prolog des Buches verspricht eine spannende, unterhaltsame Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Alles beginnt im Elsass im Jahr 1903. Hier lebt Meme, Alix Großmutter, mit dem Maler Lutzmann. Doch dann verschlägt es die Familie nach London. Hier verbringt Alix die ersten 18 Jahre ihres Lebens. Und dann ist sie endlich in Paris. Sie will ihren Traum verwirklichen und Mode machen. Doch der Weg ist mühsam und hart, denn in dieser Welt spielen auch Intrigen und Geheimnisse eine große Rolle. Dann ist da noch Paul, der Alix helfen will. Doch ist dies der richtige Weg. Dann kommt auch noch die Liebe ins Spiel. Alix lernt Verrian kennen und dann ist da auch noch Serge. Doch wer ist wirklich ihre große Liebe. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Ich bin mit Alix durch Paris gewandert, habe das Maison Javier besucht und die tollen Kleider bewundert. Das Buch war so spannend, daß ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Schließlich war ich auf die ganzen Enthüllungen genauso gespannt, wie Alix. Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Man bekam auch die Gelegenheit sich selbst Urteile zu bilden und der Fantasie freien Lauf zu lassen. Ich habe mich in Paris, meiner absoluten Lieblingsstadt, wirklich wohl gefühlt. Die Geschichte hat mich in eine andere Welt entführt und ich habe diesen Ausflug sehr genossen. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

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  • Toller Frauenroman

    Die Kleiderdiebin
    Fantasia08

    Fantasia08

    23. August 2015 um 22:14

    Ich finde dieser Roman ist super für Frauen geeignet, die gerne historische Romane lesen mit starken Frauen. Und die gerne Mode haben. Ich finde dieses Buch hat von allem etwas; Liebe, Intrige, Geschichte und Abenteuer!

  • Schreib und Erzählstil waren leider nicht so ganz mein fall...

    Die Kleiderdiebin
    ChristineChristl

    ChristineChristl

    22. June 2015 um 16:40

    Kurzbeschreibung:  Paris in den 30er-Jahren: Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul verschafft ihr die Chance ihres Lebens – eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt, allerdings mit dem Auftrag, die Frühjahrskollektion zu kopieren. Alix stimmt zu, ein doppeltes Spiel zu spielen. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zukunft, sondern auch ihr Herz aufs Spiel ... Taschenbuch: 544 Seiten Verlag: Heyne Verlag (11. Mai 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453418670 ISBN-13: 978-3453418677 Meine Meinung:  Paris der 30er-Jahre. Haute Couture. Dieser Roman hätte wirklich gute Vorraussetzungen für ein "perfektes" Buch. Leider jedoch muss ich sagen das ich sehr schlecht in das Buch reingefunden habe. Mein Lese-Fluss wollte sich so gar nicht zeigen, und daher viel es mir wirklich schwer mich in die Geschichte "fallen" zu lassen. Angefangen vom Schreibstil und dem Erzählstil, wollte sich einfach keine Sympathie und kein Lesespaß auftun. Die ganzen Französischen Namen von Menschen und Strassen das hat mich so mega verwirrt das es auch hier für mich immer sehr schwer war dem Erzählter zu folgen. Vielleicht hätte ich besser in das Buch gefunden wenn es aus der "ICH - Perspektive " geschrieben gewesen wäre. Ich weiss es nicht.  Eine doch so spannende und interessante Geschichte, die mich persönlich leider nicht ganz so fesseln konnte. Ich fand einfach keinen Bezug zu den Protagonisten und auch die Story und die Hintergrund Geschichten haben mich einfach nicht wirklich einnehmen können. Obwohl ich wirklich ein Fan von Paris, haute Couture und Coco Chanel bin hat mich dieses Buch nicht ganz von sich überzeugen können. Stellenweise hatte ich kurz Spaß am Lesen und auch die Geschichte fand für mich ein Hoch.  Es ist zwar trotzdem kein "schlechtes" Buch, viele geheimnisse und viele "neben" Geschichten. Das Buch hatte aber trotz alledem seine langatmigen Phasen und ich fand einfach nicht hinein.  Überzeugt euch einfach selber. Cover:  Das Cover finde ich wunderschön und es hat mich total überzeugt. Auch sehr passend zu der Geschichte. Vergleichbar mit:  Sicherlich kann man es mit Coco Chanel vergleichen :) jedoch fehlt hier doch etwas an Spannung. Fazit:  Ein Buch mit einigen längen, jedoch mit vielen Protagonisten und vielen geheimnissen. Jemand der mit dem Schreibstil und dem Erzählstil zurecht kommt wird dieses Buch sicherlich lieben.  Für mich war der Schreibstil leider nicht so das wahre, daher gibt es von mir immerhin noch 3 Masken. /Sterne

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  • unterhaltsame Geschichte, die jedoch ihre Längen hat

    Die Kleiderdiebin
    Ritja

    Ritja

    09. June 2015 um 18:19

    Die Pariser Modewelt aus der Sicht einer jungen Frau, die sich als Telefonistin durchschlagen muss. Sie hat Talent und weiß, was sie will, jedoch sind die Jobs in der Modebranche begehrt und schwer zu bekommen. Doch manchmal kommt das Glück ganz unerwartet. Und manchmal muss man dafür etwas tun, was man nicht möchte. In dieser Zwickmühle steckt Alix, der heißbegehrte Job zum Greifen nahe und doch mit vielen Barrieren, die ihr zu schaffen machen und letztlich auch zum Verhängnis werden. Die Charaktere Memé, Alix, Paul, Javier, Serge, Una & Co. sind bis auf wenige Ausnahmen gut gelungen. Sie werden so gut beschrieben, dass man sich ein Bild im Kopf aufbauen kann. Teilweise werden sie jedoch sehr detailliert und aus meiner Sicht zu ausschweifend beschrieben. Auch Nebenfiguren und Nebenhandlungen bekommen recht viel Platz. Manchmal hatte man das Gefühl, dass sie die Autorin etwas verzettelt, aber dann kam sie doch immer wieder auf den Hauptgeschichte zurück. Das Ende wirkte leider sehr konstruiert und zog sich über zuviele Seiten. Die Erpressergeschichte hätte man auch stark kürzen können. Durch die vielen kleinen Einschübe verlor der Hauptstrang seine Bedeutung, was ich schade finde. Die Idee ist gut, hätte jedoch nicht so sehr ausgebaut werden dürfen.  Aufgrund der vielen Fachbegriffe aus der Modewelt wäre eine kleine Übersicht gut gewesen. Das Skizzenbuch ist eine schöne Zugabe, aber zu durcheinander und recht knapp. Dafür fand ich die Beschreibungen von Paris gut.  Insgesamt war es eine unterhaltsame Geschichte, die jedoch ihre Längen hatte.

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  • Spannende pariser "Mode-Geschichte" und viele Geheimnisse ...

    Die Kleiderdiebin
    hasirasi2

    hasirasi2

    07. June 2015 um 21:47

    Klappentext Paris in den 30er-Jahren: Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul verschafft ihr die Chance ihres Lebens – eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt, allerdings mit dem Auftrag, die Frühjahrskollektion zu kopieren. Alix stimmt zu, ein doppeltes Spiel zu spielen. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zukunft, sonder auch ihr Herz aufs Spiel ... Ich kaufe Bücher normalerweise nicht nach dem Cover, aber dieses war so auffällig unauffällig, dass mir das doch Buch irgendwie aufgefallen ist. Drauf ist neben Bändern, Knöpfen, Spitzen und einer Schere auch eine Postkarte von Paris abgebildet - und ich liebe Paris! Die Überschrift des Klappentextes: „Das Mädchen, das Coco Chanel sein wollte“ hat mich noch neugieriger werden lassen. Ich habe vor vielen Jahre das Buch von Edmonde Charles-Roux: "Chanel - Die Geschichte einer Mode“ gelesen und bin immer noch beeindruckt. Etwas ähnliches habe ich mir auch von der Kleiderdiebin erhofft. Das Buch spielt hauptsächlich in den Jahren 1937/38. Der erste Weltkrieg ist vorbei, die Nazis kommen langsam an die Macht und in Spanien tobt der Bürgerkrieg - die europäische Welt ist also im Wandel. Vor diesem Hintergrund realer Ereignisse wird die fiktive Geschichte von Alix erzählt. Ihre Eltern und ihr Großvater sind schon lange tot und sie wurde von ihrer Großmutter Danielle (Kosename Mémé) erst im Elsaß und dann in London aufgezogen. Weil sie sich auch dort als Jüdin nicht mehr sicher fühlte, sind sie vor einiger Zeit nach Paris emigriert. Mémé verdient ihr Geld als Stickerin für das Modehaus Javier und Alix aufgrund ihrer Sprachkenntnisse als Telefonistin. Aber eigentlich träumt sie von einer Karriere als Designerin (wie wir heute sagen würden). Über Umwege schafft sie es auch wirklich, eine Lehre im Modehaus Javier zu bekommen, aber der Preis dafür ist hoch - denn sie soll seine Kollektion stehlen (abzeichnen, kopieren). Durch Alix Arbeit, Freunde und Familie lernt man die verschiedenen Gesellschaftsschichten und deren Zusammenspiel / Abhängigkeiten zu dieser Zeit sehr gut kennen. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und dargestellt, ich konnte mich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Außerdem ist das Buch schon fast ein Krimi weil Alix und Mémé immer wieder von ihrer Vergangenheit und Gegenwart eingeholt werden. Die Romanhandlung ist unheimlich spannend und die diversen Geheimnisse werden auch erst am Ende aufgelöst. Ein Manko hat das Buch aber: es kommen einfach zu viele teils französischsprachige Fachbegriffe vor, die mir auch Google nicht erklären konnte. Ein Glossar wäre meines Erachtens wirklich notwendig gewesen. Deshalb kann ich dem Buch leider auch nur 4 Sterne geben.

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