Natalie Mesensky

 4.2 Sterne bei 53 Bewertungen
Autorin von Im Namen der Venus, Der Teufel im Glas und weiteren Büchern.
Natalie Mesensky

Lebenslauf von Natalie Mesensky

Natalie Mesensky wurde 1964 in Wien geboren. Zuerst Klosterschule, dann Biologiestudium an der Universität Wien. 1988 war sie Teil des archäologischen Grabungsteams, das in der Wachau die älteste Venusstatuette der Welt fand, die Venus vom Galgenberg. Auf dieses Schlüsselerlebnis folgte der Umstieg auf das Studium der Ur- und Frühgeschichte. Die Autorin war aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie, arbeitete viele Jahre für Museen, auf archäologischen Ausgrabungen und publizierte wissenschaftliche Arbeiten. Nach der Gründung eines Büros für Öffentlichkeitsarbeit begann der Wechsel in die Softwarebranche. Heute lebt sie im Salzkammergut. Für ihren zweiten Roman "Der Teufel im Glas" erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Landes Oberösterreich. www.mesensky.eu

Alle Bücher von Natalie Mesensky

Im Namen der Venus

Im Namen der Venus

 (25)
Erschienen am 05.08.2015
Der Teufel im Glas

Der Teufel im Glas

 (22)
Erschienen am 06.07.2016
Alles ist lebend tot

Alles ist lebend tot

 (6)
Erschienen am 05.09.2018

Neue Rezensionen zu Natalie Mesensky

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Rezension zu "Alles ist lebend tot" von Natalie Mesensky

Kleinstadtidylle oder was man dafür hält
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

Dieser etwas sperrige Titel ist ein Zitat von Egon Schiele, der nicht nur 1918 (also vor 100 Jahren) an der Spanischen Grippe starb, sondern ein damals umstrittener Sohn der Kleinstadt Tulln war, in der dieser Krimi spielt. 

Barbara Aubert hat ihre Softwarefirma verkauft und erfüllt sich mit dem Verkaufserlös einen langgehegten Wunsch: Sie investiert das Geld in eine Villa und Gärtnerei in Tulln. Doch die kleinstädtische Idylle bekommt bald ihre Risse als bei ihren Nachbarn eingebrochen wird und der Kunstexperte Prof. Hickel einem Raubmord zum Opfer fällt. Gestohlen wird u.a. ein Bild von Egon Schiele.  

Die verschworenen Tullner tratschen über Barbara und ihre restaurierte Villa, die vor 1938 in Besitz der Familie Stadler war. Ein Restitutionsfall?

Auch ihre Geschäftspartnerin Leonie verfügt sofort über Informationen aus der Stadt. Nebenbei ist sie über Barbaras Anwesenheit in Tulln und im Geschäft nicht sehr glücklich.

Als dann weitere Morde geschehen, die einen möglichen Zusammenhang mit dem örtlichen Museum zu haben scheinen, wird Barbara hellhörig. Was hat die ermordete Mitarbeiterin des Finanzamtes mit Leonie zu schaffen?  

Was hat es mit Prof. Urban auf sich, der in seinem Salon eigentlich nur Männer und die Finanzbeamtin bewirtet? Plötzlich wird auch Barbara in diesen erlauchten Kreis aufgenommen.  

Meine Meinung: 

Natalie Mesensky hat um den Tullner Maler Egon Schiel einen atmosphärisch dichten Krimi gewoben. Nichts wird dem Zufall überlassen, nichts ist so wie es scheint. Mehrmals werden die Leser in die Irre geführt.  

Wir begegnen einigen Figuren aus den beiden anderen Krimis („Im Namen der Venus“ bzw. „Der Teufel im Glas“). Da sind zuerst einmal Freundin und Archäologin Ines (mit dem Vater im Innenministerium) und Oberst Paul Kandler zu nennen. Paul wird mit den Ermittlungen betraut, nachdem die erste Tote die Frau des örtlichen Polizeichefs ist und der naturgemäß ebenfalls verdächtig ist. 

Sehr elegant ist die Lebensgeschichte von Egon Schiele in den Krimi eingeflossen, der im Bahnhofsgebäude von Tulln zur Welt gekommen ist.  

Das farbenfrohe Cover zeigt einen Ausschnitt aus Schieles Gemälde „Fuchsienzweige“ oder „Sonnenbaum“.

Fazit: 

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, zeigt er doch deutlich Gier und menschliche Abgründe auf. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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Rezension zu "Alles ist lebend tot" von Natalie Mesensky

Ein Neuanfang in der Provinz mit mörderischem Auftakt
odenwaldcolliesvor 3 Monaten

Nach dem Verkauf ihres Wiener Softwareunternehmens erfüllt sich Barbara Aubert einen langgehegten Traum und investiert in eine Gärtnerei samt Blumenladen – und zieht dafür in das beschauliche Tulln, der Heimatstadt von Egon Schiele. Die Idylle währt jedoch nicht lange, als ein Kunstsammler erschlagen und ein Bild von Schiele geraubt wird. Während die Ermittlungen in Gang kommen und prominente Bürger von Tulln unter Verdacht geraten, entdeckt Barbara in ihrem Haus Hinweise auf die Jugend des berühmten Malers.


Alles ist lebend tot ist mein erster Roman von Natalie Mesensky, der mich aufgrund des ungewöhnlichen Titels sowie der Tatsache, dass der Krimi in der Umgebung von Wien spielt, direkt angesprochen hat. Und es ist der Autorin sehr gut gelungen, Tulln mit reichlich liebevollem Lokalkolorit und abwechslungsreichen Charakteren darzustellen.


Das Buch beginnt zwar direkt mit dem Todesfall eines bekannten Kunstsammlers, danach geht es aber erstmal ruhiger zu, es werden die mehr oder weniger schrägen Figuren mit ihren Eigenarten vorgestellt. Und wie man das in der Provinz erwartet, gibt es natürlich auch jede Menge Klatsch und Tratsch.


Barbara als Zugezogene wird jedoch recht schnell in den illustren Kreis der Tullner Prominenz aufgenommen, unterstützt sie doch mit ihrer Beteiligung an der Gärtnerei die örtliche Wirtschaftskraft. Ihre Teilhaberschaft in einem alten Familienunternehmen geht nicht ohne Reibereien ab: ihre Partnerin Leonie Bogner war gezwungen, eine Investorin von außen mit an Bord zu holen, um die Gärtnerei vor der Insolvenz zu bewahren, möchte sich jedoch ungern in die Geschäfts- und Ladenführung reinreden lassen.

Mir hat es gefallen, dass Barbara so mutig war und ihr erfolgreiches Wiener Unternehmen verkauft hat, um sich einen Traum zu erfüllen und daher habe ich mir natürlich gewünscht, dass sie und Leonie sich zusammenraufen werden.


Als es zu einem weiteren Mord kommt, nimmt der Krimi immer mehr Fahrt auf, zumal die Autorin sehr geschickt falsche Fährten legt und ich mir bis beinahe zum Schluss nicht sicher war, wer der oder die Täter sein könnten. Am Ende habe ich beinahe jeden verdächtigt – das war clever gemacht.

Bei der einen oder anderen Figur lag ich auch mit meinem ersten Eindruck völlig daneben, was zu weiteren überraschenden Wendungen führte.


Sehr geschickt baut Natalie Mesensky in diese Handlung einen Abriss des Lebens des Tullner Malers Egon Schiele mit ein, indem Barbara in ihrem Haus Hinweise auf dessen Kindheit entdeckt. Ich muss gestehen, mir war der Maler zwar ein Begriff, jedoch wusste ich über ihn so gut wie nichts, da mich auch seine Bilder nicht so sehr ansprechen. Aber dennoch finde ich es immer spannend, wenn solche wissenswerten Details in einem Buch verarbeitet werden, zumal es im vorliegenden Buch perfekt zum Handlungsort passt.


Der Schreibstil ist flott und leicht zu lesen, durchsetzt mit Dialektwörter, welche das Buch noch authentischer machen. Gut gefallen hat mir auch der Humor, der immer wieder durchblitzt. In der Handlung finden sich ab und an Hinweise auf einen früheren Fall (und den ersten Krimi der Autorin), die jedoch nicht für das Verständnis dieser Handlung weiter notwendig sind, mich aber neugierig auf die früheren Bücher gemacht haben.


Das Buch ist ein solider Krimi, der mir spannende und unterhaltsame Stunden bereitet hat und bei dem ich nebenbei noch etwas über Egon Schiele gelernt habe.

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Rezension zu "Alles ist lebend tot" von Natalie Mesensky

Der innere Kreis
hasirasi2vor 3 Monaten

Barbara Aubert hat ihre erfolgreiche Softwarefirma in Wien verkauft um in Tulln in der Gärtnerei ihrer Freundin Leonie einzusteigen. Deren Mann ist verstorben und hat sie und ihre 2 kleinen Töchter mit einem Berg Schulden. Aber anstatt dankbar zu sein, scheint Leonie immer gereizter – ihr würde Barbaras Geld reichen, ihre Mitarbeit stört sie eher. Zudem hat Barbara eine alte Villa gekauft und saniert, was natürlich in so einer kleinen Stadt ausgiebig diskutiert wird.

Und dann erschüttert eine Einbruchsserie die Stadt, bei der ausschließlich teure Kunstwerke gestohlen werden. Bis eines Tages ein Mord passiert.

 

Barbara hatte sich auf ein ruhiges Leben in der Kleinstadt gefreut, leider ist das nicht ganz so beschaulich ist wie erwartet. Der verheiratete Polizeichef flirtet mit ihr, die Gerüchte kochen hoch, und Leonie wird ihr immer suspekter. Auch ihre Nachbarn sind ihr nicht ganz geheuer. Vor allem Prof. Urban, der sie zu seinem „Inneren Kreis“ – einem „Salon“ einlädt, zu welchem er bisher immer nur Männer und die Leiterin des Finanzamtes eingeladen hat ...

Dazu kommt ein unbekannter Mann, der ihr vor ihrer Villa auflauert und diese unbedingt besichtigen will. Sein Großvater hätte darin gelebt und wäre der beste Freund des berühmten Malers Egon Schiele gewesen. In einer alten Scheune findet sie dann wirklich eine Mappe mit Zeichnungen, die von Schiele sind und gerät ins Visier der Einbrecher.

 

„Alles lebend ist tot“ ist bereits der dritte Krimi von Natalie Mesensky, der in bzw. um Wien spielt und sich um Kunst dreht, kann aber kann unabhängig gelesen werden.

Die Autorin hat einen ganz eigenen Erzählstil. Die erwähnten Kunstwerke und Künstler sind nicht nur Mittel zum Zweck, sondern wichtige Bestandteil der Fälle. Ich bin immer wieder fasziniert, wie geschickt sie ihr umfangreiches Wissen in die Handlung involviert und wie interessant diese dadurch werden. Ich habe wieder viele neue Fakten über Egon Schiele erfahren.

Natalie Mesensky schreibt sehr dicht und lotet ihre Protagonisten psychologisch aus. Alle haben ihr Päckchen zu tragen und man weiß oft nicht, ob sie nun gut oder böse sind. Die Grenzen verlaufen so fliesend, dass ich meine Meinung im Laufe der Handlung mehrfach geändert habe. Der Fall und seine Hintergründe sind extrem spannend, aber (zum Glück für mich) nicht ganz so brutal wie die vorangegangenen.

 

Es gibt natürlich auch ein Wiederlesen mit bereits bekannten Personen der ersten Teile, wie mit Paul Kandler, dem Oberst der Mordkommission, und Barbaras Freundin Ines, einer Archäologin.

 

Übrigens beruht das wunderbare Cover auf dem Gemälde „Sonnenbaum“ von Egon Schiele.

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Gespräche aus der Community

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Der Teufel im Glas

Kriminalroman. Anna Grass zweiter Fall.

Verteufelt. Die Leiche eines jungen Priesters liegt zwischen den Mumien der berühmten Michaelergruft in Wien. Die Beine geschlossen, die Arme weit ausgebreitet. Fußknöchel und Schulter sind auf dem Boden fixiert. Der vierte Nagel steckt in seiner Brust.

Besteht eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? 

Major Paul Kandler glaubt nicht an einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. 

Anna ist anderer Meinung. Sie verdächtigt ihren Gutachter-Kollegen, einen prominenten Wiener Psychiater, der auf Anweisung des Bischofs in dem Fall tätig wurde. Doch Professor Kolma ist ein respektiertes Mitglied der Wiener Gesellschaft und über jeden Verdacht erhaben …


Lust auf mehr?
Hoffentlich.
In diesem Fall freue ich mich Euch wieder zu einer Leserunde einladen zu dürfen.
Bis 4. Juli könnt Ihr Euch für ein Leseexemplar im Rahmen der Leserunde bewerben. Der Gmeiner Verlag stellt 20 Bücher (bitte bekannt geben, ob Ihr lieber Print oder e-book haben wollt) zur Verfügung.

Schreibt mir einfach, warum Ihr Lust auf das Buch und unsere Leserunde habt.
Bis dann, schöne Tage Natalie

www.mesensky.eu

PS: Bei Annahme eines Leseexemplars solltet ihr bitte zeitnah und aktiv am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde teilnehmen und innerhalb von 4 Wochen- nachdem ihr das Buch gelesen habt - eine Rezension schreiben. Vielen Dank
Zur Leserunde

Im Namen der Venus

Das Ritual des Todes

Eine Archäologin auf der Jagd nach einem keltischen Krieger. Welche Rolle spielt ein indianisches Skalphemd? Und was hat eine steinzeitliche Venusfigur mit dem Heiligen Nepomuk zu tun?

Anna Grass, Archäologin und Beraterin des Bundeskriminalamts in Wien, gerät auf ihrer Suche nach der Wahrheit nicht nur emotional zwischen die Fronten. Verliebt in einen Verdächtigen riskiert sie alles - Reputation, Freundschaft und ihr Leben.

Soweit der Klappentext meines Krimi - Debüts.
Habt Ihr Lust auf das Buch? 
Mögt ihr mutige Protagonistinnen
Krimis, die in Wien und der Wachau spielen? 
Authentische Backgrounds?

Wenn ja, lade ich Euch herzlich zu unserer Leserunde ein. Zusammen mit dem Gmeiner-Verlag stelle ich 20 Leseexemplare (entweder Print oder ebook) zur Verfügung.

Bewerben könnt Ihr Euch bis zum 3. August

Schreibt mir einfach, warum Ihr dabei sein wollt. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf Euch.
Bis bald, Natalie


www.mesensky.eu

PS: Bei Annahme eines Leseexemplars solltet ihr bitte zeitnah und aktiv am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde teilnehmen und innerhalb von 4 Wochen- nachdem ihr das Buch gelesen habt - eine Rezension schreiben. Vielen Dank! 
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Natalie Mesensky im Netz:

Community-Statistik

in 60 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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