Natalie Mesensky Der Teufel im Glas

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 20 Rezensionen
(7)
(12)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Teufel im Glas“ von Natalie Mesensky

Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur …

Spannender Krimi, der aber erfordert,Teil 1 zu kennen.

— SaintGermain
SaintGermain

Netter Krimi jedoch leider nicht sehr spannend.

— BettinaForstinger
BettinaForstinger

Ein packender Krimi mit meinen liebsten Themen : Mord und Religion! Sehr lesenswert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Teuflisch gut...Wien rockt!

— dreamlady66
dreamlady66

Interessant und fesselnd geschrieben. Unerwartete Wendungen haben mich aufs Weiterlesen neugierig gemacht.

— deidree
deidree

Ein guter und solider Krimi

— Lesezeichen16
Lesezeichen16

Sehr interessante Geschichte, gute Wendungen und super Beschreibung der Charaktere

— Dandy
Dandy

Der Teufel verfügt über Macht, die der Mensch nicht begreift – das muss die Archäologin Anna Grass schmerzlich erkennen. 4,5 Sterne!

— Lienz
Lienz

Interessanter Kriminalroman der tief in die Geschichte eintaucht.

— Bibliomarie
Bibliomarie

Toller psychologischer Krimi mit viel Wiener Schmäh und einem sehr feinsinnigen Humor! Hoffenlich folgen noch weitere.

— hasirasi2
hasirasi2

Stöbern in Krimi & Thriller

Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus

Überrascht mit dystopischen Elementen und geht eher in Richtung psychologisches Drama, bei dem man sich besonders am Ende etwas schwer tut.

Betsy

Death Call - Er bringt den Tod

Ich würd 10 ⭐️ Geben wenn ich könnte. Chris Carter ist einfach der Beste

Lesekaefer

Der letzte Befehl

Ich liebe Lee Child! Diesmal bisweilen etwas langatmig, aber einer der besten Thriller-Autoren überhaupt.

BettinaR87

Die Fährte des Wolfes

Ziemlich grausam und brutal!

baerin

Böse Seelen

Grandios! Eines der spannendsten Bücher der Kate Burkholder - Reihe!!

Bluely

Wildeule

Ein Friedhof als Hintergrund und eine Friedhofsgärtnerin und verwaiste Mutter als Ermittlerin - schon eine außergewöhnliche Idee!

elmidi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Spannender Krimi, der aber erfordert,Teil 1 zu kennen.

    Der Teufel im Glas
    SaintGermain

    SaintGermain

    15. October 2016 um 14:55

    Das Cover machte mich sofort neugierig und gefällt mir sehr gut.Der Schreibstil der Autorin ist gut, die Protagonisten und Orte werden gut beschrieben., außerdem hat die Autorin ihren sehr eigenen literarischen Schreibstil. Anna hatte es mir mit ihrer chaotischen Art sowieso angetan.Die Spannung baut sich kontinuierlich bis zum Ende des Buches auf.Leider benötigt man, um dieses Buch ganz genießen zu können, Vorkenntnisse aus dem 1. Teil der Autorin.Fazit: Spannender Krimi, der aber erfordert,Teil 1 zu kennen.

    Mehr
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

    Mehr
    • 3931
  • Jeder hat seine eigenen Dämonen

    Der Teufel im Glas
    BuchNotizen

    BuchNotizen

    23. August 2016 um 19:04

    „Teufel im Glas“ ist ein Kriminalroman, der in Wien spielt und sich mit der Kirche und Aberglauben beschäftigt. Der Leser erfährt Wissenswertes über Bestattungsrituale, Wiedergänger und Befreiungsgebete. Der Krimi bietet auch Einblicke in die bessere Wiener Gesellschaft. Nach außen hin wird um jeden Preis der Schein gewahrt, egal, wie es hinter den Kulissen brodelt. Bestes Beispiel dafür ist Professor Kolma mit seiner Mutter und Annas Schwager, ein Staranwalt. Anna ist eine junge Frau, die noch mit den Nachwirkungen des letzten Falls kämpft. Sie möchte an den Ermittlungen teilnehmen, da sie schon öfters als Gutachterin und Beraterin für das Bundeskriminalamt tätig war. Die Zusammenarbeit mit Professor Kolma gestaltet sich schwierig. Sie findet ihn höchst unsympathisch und verdächtigt ihn, mehr über die Morde zu wissen, als er zugibt. Zudem er auch für die Erzdiözese in Wien tätig ist. Paul Kandler ist anderer Ansicht als Anna und verfolgt andere Spuren. Anna will auf eigene Faust die Wahrheit herausfinden. Unterstützung findet sie unerwarteterweise in Dr. Bauer, dem jungen Assistenten von Kandler. Major Paul Kandler und der ehrgeizige Dr. Bauer sind ein schönes Gespann. Die beiden liefern sind herrliche Wortgefechte, denn Bauer ist ein kleiner Klugscheißer. Kandler wirkt angespannt und steht kurz vor dem Burn-out. Er macht sich viel zu viele Gedanken darüber, dass Bauer seinen Posten will. Außerdem hat er Stress mit seiner Frau, die ihn ständig bevormundet und nur gesundes Essen vorsetzt. Dr. Bauer bemüht sich sehr um Anna und hilft ihr, wo er nur kann. Die Charaktere sind durchweg interessant und glaubwürdig. Mal mehr, mal weniger sympathisch und mit menschlichen Stärken und Schwächen. Fast alle Figuren stehen in irgendeiner Beziehung zueinander. Ich hatte das Gefühl, die Autorin setzt stillschweigend voraus, dass der Leser das erste Buch mit Anna Grass gelesen hat. Sehr interessant ist der Nebenstrang mit Professor Kolma, der ein schweres Erbe seines Vaters antreten musste. Dr. Kolma senior war während der Nazizeit aktiv an Versuchen mit Kindern und Jugendlichen beteiligt. Sehr schön wiedergegeben ist der lokale Kolorit Wiens, unterstrichen durch den Schreibstil mit leichtem Humor und dem Wiener Dialekt. Die meisten Redewendungen und Wörter erklären sich aus dem Textkontext, ich musste lediglich nur ein paar Wörter, wie beispielsweise kalmieren nachschlagen. Zum Verständnis des Buches empfiehlt es sich, den ersten Teil „Im Namen der Venus“ zu lesen. Ich habe den ersten Teil mit Anna Grass nicht gelesen und finde, man kann die beiden Bücher nicht unabhängig voneinander lesen. Es werden Vorfälle angesprochen, aber nicht geklärt. Keine erklärenden Rückblenden oder Hinweise. Stattdessen werden immer wieder Anspielungen auf den ersten Fall eingeflochten. Weniger wäre mehr gewesen. Ich hatte immer das Gefühl, mir fehlt ein Stück Handlung. Ich finde das sehr schade, da mir das Buch eigentlich sehr gut gefallen hat. Fazit „Der Teufel im Glas“ von Natalie Mesensky ist ein spannender Krimi mit einer ungewöhnlichen Handlung und unerwarteten Wendungen. Der Lesegenuss wird lediglich durch die fehlenden Erklärungen von Annas Vorgeschichte getrübt. Ein lesenswerter Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann.

    Mehr
  • Unbedingt lesenswert!

    Der Teufel im Glas
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2016 um 11:00

    Das Cover finde ich wunderschön, spiegelt es doch gleich die Stimmung des Buches wieder. Der Titel ist sehr gut gewählt, wie man beim Lesen erfährt. Passender hätte dieser nicht sein können. Ich habe den ersten Teil um die Archäologin Anna Grass leider noch nicht gelesen, doch nun steht er definitiv auf meiner Wunschliste! Auch ohne ihn gelesen zu haben, kommt man gut in die Geschichte rein, die sich locker und zügig lesen lässt und schnell Fahrt aufnimmt.Ich hatte auch nicht das Gefühl, das mir Wissen aus dem ersten band fehlt, nur haben mich die Anspielungen auf diesen sehr neugierig gemacht. Wie der Klappentext ja unweigerlich schon verrät, fallen einem mysteriösem Täter Priester zum Opfer, deren Leichen auf symbolische Weise platziert werden. Doch hat das alles einen religiösen Hintergrund oder stecken andere Gründe dahinter? Major Paul Kandler und sein Kollege ermitteln, aber auch Anna hat ein Bauchgefühl, von dem aber niemand wissen will. Wie nah sie der Wahrheit kommt ist schnell klar, doch auch die Polizisten tappen nicht ganz im Dunkeln. Ein fesselnder Kriminalroman mit sympathischen, teils sehr eigenwilligen, originellen Charakteren, die man schnell ins Herz schließt. Alles trotz dem Ernst der Lage mit einer Prise Humor, die mir sehr gefallen hat. So zum Beispiel Annas Begegnung mit ihrer alten Ballettlehrerin und der Erkenntnis, wer ihr Sohn ist und das sich nach all den Jahren nix geändert hat.Anna ist eine sehr chaotische Protagonistin, die sich ihren Ängsten stellt und auf ihr Bauchgefühl vertraut. Die Mischung aus Ermittlungen und kalten Fakten, sowie der religiösen Seite, die mit rein spielt, fand ich sehr gelungen und interessant! Die Spannung nimmt stetig zu und zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse noch einmal komplett. Eine sehr gelungene Auflösung, die auch mich mit einem zufriedenem Gefühl entließ, keine bohrenden offenen Fragen. Nun heißt es Wissenslücken auffüllen und Teil 1 nachholen!

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Teufel im Glas" von Natalie Mesensky

    Der Teufel im Glas
    NatalieMesensky

    NatalieMesensky

    Der Teufel im Glas Kriminalroman. Anna Grass zweiter Fall. Verteufelt. Die Leiche eines jungen Priesters liegt zwischen den Mumien der berühmten Michaelergruft in Wien. Die Beine geschlossen, die Arme weit ausgebreitet. Fußknöchel und Schulter sind auf dem Boden fixiert. Der vierte Nagel steckt in seiner Brust. Besteht eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat?  Major Paul Kandler glaubt nicht an einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen.  Anna ist anderer Meinung. Sie verdächtigt ihren Gutachter-Kollegen, einen prominenten Wiener Psychiater, der auf Anweisung des Bischofs in dem Fall tätig wurde. Doch Professor Kolma ist ein respektiertes Mitglied der Wiener Gesellschaft und über jeden Verdacht erhaben … Lust auf mehr?Hoffentlich.In diesem Fall freue ich mich Euch wieder zu einer Leserunde einladen zu dürfen.Bis 4. Juli könnt Ihr Euch für ein Leseexemplar im Rahmen der Leserunde bewerben. Der Gmeiner Verlag stellt 20 Bücher (bitte bekannt geben, ob Ihr lieber Print oder e-book haben wollt) zur Verfügung.Schreibt mir einfach, warum Ihr Lust auf das Buch und unsere Leserunde habt.Bis dann, schöne Tage Nataliewww.mesensky.euPS: Bei Annahme eines Leseexemplars solltet ihr bitte zeitnah und aktiv am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde teilnehmen und innerhalb von 4 Wochen- nachdem ihr das Buch gelesen habt - eine Rezension schreiben. Vielen Dank

    Mehr
    • 460
  • Teuflisch gut...Wien rockt!

    Der Teufel im Glas
    dreamlady66

    dreamlady66

    22. August 2016 um 12:57

    (Inhalt übernommen) Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur … Zur Autorin: Natalie Mesensky wurde 1964 in Wien geboren. Zuerst Klosterschule, dann Biologiestudium an der Universität Wien. 1988 war sie Teil des archäologischen Grabungsteams, das in der Wachau die älteste Venusstatuette der Welt fand, die Venus vom Galgenberg. Auf dieses Schlüsselerlebnis folgte der Umstieg auf das Studium der Ur- und Frühgeschichte. Die Autorin war aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie, arbeitete viele Jahre für Museen, auf archäologischen Ausgrabungen und publizierte wissenschaftliche Arbeiten. Nach der Gründung eines Büros für Öffentlichkeitsarbeit begann der Wechsel in die Softwarebranche. Heute lebt sie im Salzkammergut. Für ihren zweiten Roman "Der Teufel im Glas" erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Landes Oberösterreich. Schreibstil/Fazit: DANKE an Natalie Mesensky für Deine Zusage und Teilnahme an dieser kleinen, aber feinen Leserunde - ich freute mich. Bücher aus dem Gmeiner-Verlag haben mich bislang noch nie enttäsucht - ebenso war es auch mit Deinem spannungsgeladenen Kriminalroman mit 280 Seiten & oft kurzknappen Kapiteln, die im Tagesraffer abliefen... Aber, auch mir ging es ähnlich, mich verwirrten die vielen Personen, jeglicher Couleur ebenso, anfangs schon sehr und ich legte mir eine eigene Liste an - aber danke an Dich für die spätere Ergänzung. Das Österreichisch gefiel mir gut, ist authentisch & was Besonderes & da ich Franz kann kommt mir das hier entgegen - hingegen fand ich für mich als nicht-Wienerin bzw. noch niemals-Dortgewesene die vielen Ortsangaben & Beschreibungen als gewöhnungsbedürftig - hier wäre ein kleiner Stadtplan sicherlich auch hilfreich gewesen...ebenso kommt man als Erstleser ohne Kenntnisse des Vorgängerbandes anfangs schlecht in die Story. Durchweg blieb es spannend, obwohl mich die vielen Ausgrabungsdetails schon eher störten, aber, hier schreibt ja eine Auskennerin - somit nahm ich die Herausforderung an & betrat Neuland, auch wegen Exorzismus & Co. :) Wer sich gerne darauf einlassen möchte erwartet ein literarisches, gar anspruchsvolles Meisterwerk!

    Mehr
  • gute Literatur im Krimi

    Der Teufel im Glas
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    19. August 2016 um 15:02

    »Anna riss die Geduld. Es fühlte sich an, als ob jemand in ihrem Kopf mit einem Gummiband schnalzte.«Ein Krimi mit Wiener Charme. In der Michaelergruft von Wien macht die Archäologin Anna Grass eine schreckliche Entdeckung. Eigentlich sollte sie hier Knochen ausheben und umbetten, um Platz für eine Baustelle zu schaffen. Doch nach der Öffnung der Steinplatte liegt die Leiche eines Priesters obendrauf, erst kürzlich verstorben. Die merkwürdige Stellung des Körpers, ein Stein im Mund und die Formung der Hände lässt auf ein Exorzismusritual schließen. Major Paul Kandler übernimmt den Fall und zieht Anna als Beraterin hinzu. Kurz darauf stirbt ein weiterer Priester. Der prominente Wiener Psychiater Kolma mischt sich ein. Gibt es den Teufel und was ist Aberglauben? Für Kandler ist die Sache schnell klar. Wiedergänger, ein Gewäsch für ihn. Er weiß wer der Täter ist, nur muss er es noch beweisen. Sein Kollege Dr. Bauer ist anderer Meinung.Teufel und Dämonen. Jeder schleppt in diesem Fall seine eigenen Geister mit sich herum. Anna ist noch traumatisiert von ihrem letzten Fall mit Kandler. Sie ist gerade auf dem Weg ihre Ängste zu besiegen, als sie den Toten findet. Alte Narben brechen auf. Sie ist überfordert. Kandler ist mit der Vertuscherei der Kirchlichen überlastet und noch mehr mit dem Aberglauben. Anna wird seitens ihres Schwagers bedrängt, nicht weiterzuforschen, im Namen der Familie. Doch was ist Familie, etwa auch die Angeheirateten der Angeheirateten? Überhaupt Familie, ist man denen gegenüber verpflichtet?»Du gehörst zur Familie, also benimm dich entsprechend. Wir können keinen Skandal brauchen.«Noble Wiener Familien mit hübscher Front, hinter den Türen watet man durch Dreck. Natalie Mesensky schafft es, feinfühlig ihre Charaktere dem Leser aufzublättern. Beziehungsgeflechte zwischen Freunden, Eifersüchtelei, Familienabhängigkeit, jeder gegen jeden und alle zusammen. Geschickt zeichnet die Autorin verschiedene Frauenbilder auf, Verhaltensweisen, die es dem Leser an machen Stellen gruseln lässt. Die Story an sich ist nicht besser als andere. Die Sprache hat es mir angetan, Literatur zeichnet sich durch die Sprachmusik aus, Noten pointiert gesetzt. Beim Lesen hängt ein Wiener Dialekt im Kopf. Die österreichische Sprache und Grammatik kommen nicht zu kurz, sodass man sich auf die Gassen von Wien verschlagen fühlt, in Caféhäuser. Es ist so charmant angelegt, dass man in den Dialekt eintaucht, gleichwohl sämtliche Vokabeln versteht. Ein Glossar am Ende ist nicht nötig. Es ist nicht nur das. Es macht Spaß, diese Beschreibungen und die Tiefe der Ausdruckskraft einzusaugen. Die Autorin ist eine gute Beobachterin und weiß Details gekonnt einzusetzen.»Sie müffelte nach Lavendel und feuchtem Loden. Kirschroter Lippenstift klebte an ihren Zähnen, und die Kopfhaut schimmerte durch die lila Frisur. Sie plapperte über 15 Themen gleichzeitig in einer Frequenz, die sein Hirn in bleierne Müdigkeit tauchte. Sie war der fleischgewordene Tinnitus.«Natalie Mesensky schreibt nicht einfach einen Krimi. Kunstgerecht eingesetzte Sprache schafft Atmosphäre, lässt Figuren lebendig werden. Hintergründiger Humor und eine gute Portion Sarkasmus würzen das Menü. Wer neben einem Krimi ein Stück gute Literatur sucht, der sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen.

    Mehr
  • Der Teufel im Glas

    Der Teufel im Glas
    Lichterspiel

    Lichterspiel

    14. August 2016 um 23:30

    Im Kriminalroman „Der Teufel im Glas“ von Natalie Mesensky ermittelt Anna Grass in ihrem zweiten Fall in den Todesfällen zweier Geistlicher. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Der österreichische Dialekt gibt dem Buch eine sehr spezielle und individuelle Note, auch als Nicht-Österreicher ist das sehr gut zu verstehen (auch dank Erklärungen am Seitenende). Den ersten Fall kenne ich leider nicht, das hat sich immer wieder bemerkbar gemacht. Mehr Informationen über das Geschehene hätten die Charaktere meiner Meinung nach etwas „runder“ gemacht und dazu beigetragen, Ängste und Gedankengänge der Charaktere nachvollziehbarer und vielschichtiger zu machen. Die erzählte Geschichte bleibt dennoch in sich schlüssig und verständlich.Das Ende war für mich nicht absehbar und damit spannend bis zum Schluss, wie es sein sollte. Insgesamt ein gut geschriebener, spannender und lesenswerter Kriminalroman, bei dem es sich jedoch sicher lohnt, den ersten Fall zu kennen.

    Mehr
    • 2
  • 4,5 Sterne für Anna Grass´zweiten Fall

    Der Teufel im Glas
    Antek

    Antek

    Natalie Mesensky hat mich bereits mit „Im Namen der Venus“ interessant, spannend und wirklich gut unterhalten. Dies ist bereits der zweite Fall für die Archäologin Anna Grass, ich war daher sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Anna Gras muss mit Pater Johannes den Kreuzgang unter der Wiener Michaelerkircher räumen, da eine Fußbodenheizung installiert werden soll. Als die beiden eine Gruft öffnen, stoßen sie auf die Leiche von Pater Raffaele, der nach einem Herzinfarkt hier illegaler Weise eine Sonderbestattung für Wiedergänger erhielt. Was wusste dieser Pater, wer hatte solche Angst vor ihm und vor allem wie steht diese Störung der Totenruhe mit dem Mord an Pater Johannes in Zusammenhang, den man wenig später auf den Boden genagelt in derselben Kirche findet? Major Paul Kandler und sein Kollege Bauer sind mit den Ermittlungen betraut, als Gutachterin wird Anna Grass hinzugezogen und auch von der Kirche sollen sie Unterstützung durch Professor Kolma, einem prominenten Wiener Psychiater, bekommen.   Der Sprachstil der Autorin liest sich locker, leicht und es ist immer wieder für etwas zum Schmunzeln gesorgt, was wir sehr gut gefällt. Allerdings muss man auch konzentriert und genau lesen um dem einen oder anderen Gedankensprung sofort folgen zu können und um die Beziehungen der Charaktere untereinander zu erfassen, ganz besonders wohl, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Der Fall an sich ist spannend und mit zahlreichen interessanten Informationen gespickt. Gespannt habe ich die Fakten zu Bestattungsritualen für Wiedergänger, Exorzismus oder Befreiungsgebeten gelesen. Wissenswertes und Schockierendes gibt es zusätzlich zu NS Verbrechen auf dem Steinhof, wo zahlreiche menschenverachtende Versuche an unschuldigen Menschen gemacht wurden. Man darf sowohl Major Kandler und Bauer als auch Anna bei ihren Recherchen begleiten und kann daher als Leser ebenfalls vermuten und rätseln. Die Autorin kann zusätzlich mit einer überraschenden sowie teilweise schockierenden Auflösung punkten. Ich war sehr gespannt wie es Anna mit ihrem Trauma, das der letzte Fall bei ihr hinterlassen hat, gehen wird. Sie hat Alpträume, ihr sowieso schon wackliges Selbstbewusstsein hat zusätzlich gelitten, aber sie kämpft. Auch wenn sicher noch längst nicht alle Wunden geheilt sind, kann sie sich den Ermittlungen kompetent stellen, nicht zuletzt wegen ihrem großen Ehrgeiz es ohne fremde Hilfe zu schaffen, was mir imponiert. Anna kann wie eh und je nicht Nein sagen und so steckt sie schon wieder mitten in den Ermittlungen, sehr zur Freude von Ermittler Bauer, der in diesem Fall alle Sympathiepunkte auf sich ziehen konnte. Der wandelnde Mr. Google ist für alles zu begeistern, zeigt überraschende gute Seiten und mir ist er so richtig ans Herz gewachsen. Paul Kandler hingegen ist mit sich nicht im Reinen, ist nicht mehr glücklich mit seinem Job. Ob wirklich der Burn Out droht, so wie seine Frau prophezeit? Er kanzelt Bauer ab, redet schlecht über ihn und auch Anna will er nicht so recht an den Fall heranlassen, obwohl sie auf offizielle Anordnung von Sektionschef Zeller hinzugezogen wurde. Dieser ist der Vater von Annas Freundin Ines, was natürlich mit ein Grund sein mag. Auch Doris ist eine Freundin von Anna. Die ehrgeizige Geschäftsfrau ist aber auch in den Fall verwickelt, da sie die Schwester des ermordeten Pater Johannes ist. Kolma, der Berater der von der Kirche gestellt wird, war für mich nicht zu durchschauen. Er konnte so fürsorgend sein, hatte einige treffend witzige Sprüche auf Lager, aber er gab sich meist gönnerhaft und stellenweise hat er mir auch richtig Gänsehaut bereitet. Ein wirklich toll dargestellter Charakter. Auch die Nebendarsteller sind gut gezeichnet, beim besorgten Nachbar Urban angefangen, der Anna mit frischen Kipferl versorgt, weil ihr Kühlschrank ja sowieso nichts hergibt, über ihren herrisch, selbstverliebten Schwager Hans, dem Anna nur schwer den Rücken bieten kann, bis hin zu Frau Bauer, der ehemaligen Ballettlehrerin, die früher Ana und jetzt ihre Nichte malträtiert. Das Wiener Regionalkolorit ist regelrecht zu spüren, was mir sehr gut gefallen hat. So geht man hier am Naschmarkt, oder besser noch am Karmelitermarkt einkaufen, bekommt regionale Köstlichkeiten wie Zwetschgenknödel oder Topfengolatschen serviert oder trinkt gespritzten Obi (Apfelsaft). Auch einige Begriffe in Dialekt fehlen nicht.   Alles in allem ein interessanter, spannend gestrickter Fall, der mit spannenden Informationen punkten kann und ganz viel Wiener Schmäh versprüht. 4, 5 Sterne

    Mehr
    • 2
  • Ein guter und solider Krimi

    Der Teufel im Glas
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    01. August 2016 um 21:18

    Inhaltsangabe Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur … Der Teufel im Glas ist der neuste Kriminalroman von Natalie Mesensky und hierbei handelt es sich schon um den zweiten Fall der Archäologin Anna Grass. Leider kannte ich den ersten Fall von ihr nicht und somit fehlten mir diverse Vorkenntnisse, die man beim Lesen zu spüren bekam. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der wienerische Dialekt wird meistens am unteren Seitenrand erklärt. Also, auch für Nicht- Österreicher sehr gut zu verstehen. Die Protagonisten waren sehr sympathisch und authentisch dargestellt worden. So konnte man sich sehr gut in ihr Gedankengänge und Handlungen hineinversetzen. Wie schon erwähnt, ist es aber besser vorab den ersten Teil zu lesen. Dadurch kann man Annas Geschichte besser verstehen. Schade, dass es in dem zweiten Fall nicht in irgendeiner weise angerissen wird, somit hätte auch Quereinsteiger die Möglichkeit das Leben der Anna Grass zu verstehen. Die Handlung war sehr gut ausgedacht und umgesetzt worden. Lange Zeit blieb der oder die Täter im Verborgenen und man wusste bis zum Schluss nicht, wie der Fall miteinander verstrickt war. Spannung bis zum bitteren Ende und so sollte ein guter Krimi auch sein. Für mich war es ein sehr gutes Thema, der in einen spannenden Fall verpackt worden ist. Leider gibt es von mir nur drei Sterne, denn dieses Buch kann man eigentlich ohne Vorkenntnisse nicht lesen. Was ich sehr schade finde....

    Mehr
  • Spannung bis zum Ende

    Der Teufel im Glas
    Streiflicht

    Streiflicht

    31. July 2016 um 13:07

    Dieser Krimi, der in Wien spielt, hat mich sehr begeistert. Das Buch liest sich schön und flüssig und bietet viele schöne, interessante und unerwartete Wendugen. Die Archäologin Anna mochte ich von Anfang an, auch wenn sie sicherlich keine einfache Person ist und sehr mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Gut gefallen haben mir die verschiedenen Personen, die scheinbar alle etwas zu verbergen haben und dass man bis zum Schluss nicht weiß, wie nun eigentlich alles war.Anna lässt sich auch von Rückschlägen nicht abschrecken und ist eine starke Frau, die voller Engagement des Rätsels Lösung sucht.Ein guter Krimi, der Lust auf Teil 1 und vielleicht auf einen Teil 3 irgendwann macht!

    Mehr
  • Die Macht des Teufels

    Der Teufel im Glas
    SusanneSH68

    SusanneSH68

    26. July 2016 um 22:01

    Archäologin Anna entdeckt in einem mittelalterlichen Grab bei Arbeiten eine Leiche. Kurz darauf wird die Leiche eines Priesters in einem anderen Grab gefunden. Im Gegensatz zu Anna glaubt Major Paul Kandler nicht an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Doch auch ein Professor Kolma, ein Wiener Psychiater, der von der Kirche mit Nachforschungen beauftragt wird, geht seine ganz eigenen Wege bei den Ermittlungen. Dieser besondere Krimi entführt die Leser in die Welt der Kirche und die Welt des Aberglaubens. Es ergibt sich ein interessanter Einblick hinter die dicken Mauern der Kirche. Die Handlung spielt in Wien und die wunderbare Atmosphäre dieser Stadt wird sehr gut einfangen  Dazu sind mit der Archäologin Anna und Major Paul Kandler auch interessante Personen mit der Aufklärung des Falles beschäftigt. Der ruhige Erzählstil passt gut zu der Handlung und der Stadt. Insgesamt ist alles vorhanden, was ein interessanter, lesenswerter Krimi benötigt.

    Mehr
  • Super

    Der Teufel im Glas
    Dandy

    Dandy

    25. July 2016 um 02:54

    Inhalt.: Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur … Bei dem Romnan Der Teufel im Glas von Natalie Mesensky handelt es sich um den zweiten Roman rund um die Hauptdarstellerin Anna. Da ich den ersten Roman nicht gelesen habe, hatte ich Anfangs etwas Schwierigkeiten in welchen Verhältnissen die Personen zu einander stehen auch mit einigen österreichischen Wörtern konnte ich nichts anfangen.  Der Schreibstil ist sehr flüssig, der Satzbau ist super (keine langen verschachtelte Sätze), sodass man schnell in die Geschichte reinkommt und gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Die Geschichte nimmt langsam an Spannung auf. Die Charaktere der Personen werden sehr gut beschrieben und man erfährt , dass ihn deren Leben auch nicht alles rund läuft (das macht die Darsteller sehr realistisch/sympathisch) und man weiss bis zum Schluss nicht, wer der oder die Täter sind. Das Ende hätte ich so nicht erwartet und es macht einen Nachdenklich was z.B. der Schilcher für ein Leben führt oder der Kolma mit welchen Erlebnissen er aus seiner Jugend zurecht kommen muss.

    Mehr
  • Verflucht und dem Teufel vorgeworfen

    Der Teufel im Glas
    Lienz

    Lienz

    20. July 2016 um 06:29

    Der Teufel verfügt über Macht, die der Mensch sich nicht vorzustellen mag – das muss die Archäologin Anna Grass schmerzlich erkennen. Und der Teufel hat viele Gesichter...Jeder hat einen Dämon, der ihn peinigt. Und dieser Dämon breitet seine schwarzen Schwingen über dem auserkorenen Opfer aus, lässt sich auf ihm nieder und vereinnahmt es vollkommen. Ihm kann sich trotzdem jeder entgegenstellen, denn in jedem steckt mit der Annahme seines Glaubens ein – Exorzist!Nach einem sehr kuriosen und widerlichen Leichenfund bei archäologischen Grabungsarbeiten findet sich Anna Grass mit der Thematik des Exorzismus konfrontiert. Zur falschen Zeit, denn sie erholt sich noch von ihrem letzten Fall, der sie fast das Leben kostete. Trotzdem bittet Major Paul Kandler sie als Gutachterin zu seinem neuen Fall, der aber alsbald aufgeklärt erscheint. Da wird Annas guter Freund Pater Michael getötet. Er ist derjenige, mit dem sie den Leichnam fand. Urplötzlich wird aus Annas persönlichem Trauma eine Familienaffäre, die Kräfte in Bewegung setzt, die niemand – und sie am allerwenigsten – vermutet hätte. Immer weitere Kreise schlägt Pater Michaels Tod, bis es zu weiterem Blutvergießen kommt. Major Kandlers Ermittlungen bringen ihn an den Rand seiner Kräfte. Vor der Kulisse der beschaulichen Hauptstadt Wien, hinter deren glatter Fassade guten Bürgertums Böses wuchert, entführt Nathalie Mesensky den Leser in die Abgründe österreichischer Religiosität und neuerer Geschichte. Der Krimi besticht durch seine fein ziselierten Charaktere: Anna Grass, das schwarze Schaf einer gutbürgerlichen Wiener Familie; Major Paul Kandler, den seine Frau fast schon entmannt hat; der junge Dr. Bauer, der Anna über alle Maßen verehrt; Ines Zeller, Annas beste Freundin, mit ihrem etwas zwielichtigen Freund Milan, dem Journalisten. Die Figuren sind so menschlich und lebensnah, dass ich mich beim Lesen dabei ertappt habe, wie ich mit ihnen kommunizierte. Kurz: Sie sind echte Begleiter geworden.Die Sprache gefällt mir sehr, weil sie die Unterschiede und Feinheiten innerhalb des österreichischen Deutsch so gekonnt einsetzt und damit die einzigartige Atmosphäre schafft. Wortwitz und der bekannte Wiener Schmäh geben dazu das besondere Etwas.Die Handlung ist in sich logisch und nachvollziehbar, wenngleich nicht übermäßig wahrscheinlich.Dank der starken Charaktere entwickelt sie dennoch einen solchen Lesesog, dass man einfach wissen muss, wohin sie die Figuren treibt. Ein Krimi, den man zu Ende lesen wird.Fazit: Kraftvolle Charaktere mit allen erdenklichen menschlichen Schwächen und Stärken sind die Seele von „Der Teufel im Glas“.Ich freue mich schon jetzt auf Anna Grass‘ nächsten Fall! 4,5 Sterne

    Mehr
    • 3
  • Der Teufel ist nicht im Glas, sondern in jedem von uns ....

    Der Teufel im Glas
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    19. July 2016 um 16:40

    Gemeinsam mit Pater Johannes macht Archäologin Anna Grass bei der Umbettung von Skeletten in der Michaelerkriche eine grausliche Entdeckung: zwischen den alten Knochen ist die frische Leiche eines Priesters vergraben. Noch dazu in einer unüblichen Haltung - bäuchlings, mit einem Stein im Mund und zur Fica gekrümmten Hand. Major Paul Kandler ermittelt wieder und kann dem Gerede über „Wiedergänger“ und ähnlichem nichts abgewinnen. Doch als dann ein weiterer Priester tot aufgefunden wird – diesmal auf den Fußboden genagelt, zieht Kandler auf Wunsch des Sektionschefs Zeller sowohl Anna, als Spezialistin für alte Bestattungsriten und Prof. Kolma als Psychiater bei. Die Zusammenarbeit Annas mit Kolma gestaltet sich schwierig, weil auch der Professor Geheimnisse zu haben scheint und sich die Archäologin von ihm bedrängt fühlt.Als dann noch Annas Schwager Hans auf den Plan tritt und sie mit Kolmas Mutter bekannt macht, scheint es eine Verbindung in längst vergangen geglaubte Tage zu geben.Was haben die Familie Kolma und die Familie ihres Schwagers zu vertuschen? Und wie passt Pater Johannes, der sanftmütige, der auf Kolma ungewöhnlich reagiert, dazu?Natalie Mesensky hat wieder einen psychologisch gut aufgebauten Krimi geschrieben. Geschickt vermengt sie Gegenwart mit Vergangenheit. Vertuschen ist wieder einmal angesagt im schönen Wien. Menschen, durch Familiengeheimnisse aneinander gekettet, finden manchmal nur extreme Auswege, mit dem Erlebtem fertig zu werden.Prof. Kolma ist so ein Charakter. Von der grausamen, alten Mutter drangsaliert („Manche Linien müssen einfach aussterben. S.XX), von den eigenen Dämonen gejagt und immer im Schatten des übermächtigen Vaters stehend, vollzieht er letztlich sein eigenes Schicksal.Auch unsere Anna hat es nicht leicht. Im Vorgängerband („Im Namen der Venus“) einem Serienmörder gerade noch entkommen, ist sie an Körper und Geist noch rekonvaleszent. Doch statt in ihrer eigenen Familie Unterstützung zu finden, wird ihr angeknackstes Selbstvertrauen („du kannst nie pünktlich sein. Du bist das schwarze Schaf der Familie, etc.) weiter untergraben. Rückhalt findet sie nur in ihrem Freundeskreis zu dem Paul Kandler, Dr. Bauer und Ines, blöderweise die Tochter von Pauls Sektionschef, zählen. Interessant sind die Verstrickungen der einzelnen Familien bzw. Generationen mit- und untereinander. Man könnte glauben, dass Wien, die Hauptstadt Österreichs mit knapp 2 Mio Einwohnern, ein kleines Dorf ist. Allerdings ist es schon klar, dass sich im Umfeld der „Hietzinger Cottage Gesellschaft“ immer wieder dieselben Leute über den Weg laufen. Man will ja unter sich bleiben und „keine armen Leute hier wohnen haben“ (oh-Ton der kleinen Nichte Beatrice-Sophie).Mir gefällt die subtile Art der Autorin das aktuelle Wien dazustellen. Die Kolmas und Steiners sind noch immer nicht ausgestorben. Sie tragen ihr oft reaktionäres Gedankengut in die nächste Generation weiter.Auch das Motiv der Titel gebenden kleinen Figur ist sehr einprägsam. Da lässt sich so etwas wie „Schuld und Sühne“ ableiten und gibt dem Ganzen etwas Mystisches.Schön die Beschreibung des Karmeliterviertels. Das Haus, das als Vorbild für Kolmas Domizil gilt, kenne ich. Der Dachausbau ist wirklich scheußlich. Kandler und Dr. Bauer wirken manchmal wie ein lange verheiratetes Ehepaar. Dass Paul grantelt ist für mich nicht verwunderlich, bekommt er doch von seiner Gattin, Psychologin Rosa, nur „G’sundes“ zum Essen. Selbst im Gasthaus wird Paul von Rosa bevormundet. Doch wie wir wissen, „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. In diesem Zusammenhang ist in der Leserunde auch der Begriff „Essenskastration“ gefallen, der Pauls Situation auf den Punkt bringt. Ich gehe nun davon aus, dass es noch mindestens einen Krimi mit Anna und Co geben wird, ist doch Dr. Bauer in Anna verschossen. Doch auch Paul und Anna sind einander - noch in aller Form – zugeneigt. Was wäre, wenn Paul sich von Rosa trennt und gemeinsam mit Anna einen Neuanfang wagt?

    Mehr
    • 10
  • weitere