Kaltes Verlangen

von Natalie Tielcke 
3,8 Sterne bei30 Bewertungen
Kaltes Verlangen
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Positiv (21):
Cora19s avatar

Phantasievoller Psychothriller

Kritisch (3):
vicky_1990s avatar

Vielversprechend aber leider keine Leseempfehlung!

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Inhaltsangabe zu "Kaltes Verlangen"

Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.

Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?

Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.

"Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783741300318
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:338 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:01.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Cora19s avatar
    Cora19vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Phantasievoller Psychothriller
    Obsessionen

    Kims Hobby ist es, fremde Leute zu beobachten und betreibt dies sehr obsessiv. In ihrer Wohnung hängen nur Bilder von fremden Personen, die sie über eine längere Zeit beobachtet hat. Freunde hat sie keine. Trotz ihres Einser-Abiturs geht sie lediglich einem Putzjob nach, damit sie genügend Zeit für ihr Hobby hat.
    Ihr neues „Projekt“ ist ein junges Paar, das sie sowohl tagsüber als auch nachts beobachtet. Kim ist zunächst von der Schönheit der Frau fasziniert. Der Mann betreibt eine psychologische Praxis und Kim meldet sich dort als seine Patientin an. Sie ist von einer außergewöhnlichen Leidenschaft getrieben und wäre gerne die Geliebte des Mannes.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Durch kurze Kapitel lässt sich das Buch leicht lesen und man kommt gut in die Geschichte rein. Schon der Prolog ist sehr tiefsinnig und regt zum Nachdenken an.
    Die Autorin versteht es mit einem kontinuierlichen Spannungsaufbau und ungewöhnlichen Tagebucheinträgen den Leser zu fesseln. Fast alle vorkommenden Personen haben einen psychischen „Knacks“. Es findet meiner Ansicht nach sogar ein Protagonistentausch statt. Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, um den Lesern nicht die Spannung zu verderben. Tatsächlich ist nichts so wie es scheint. Durch teils wirklich eiskalt geplantes Vorgehen ist man als Leser von einer Person einerseits total angewidert und auf der anderen Seite total gefesselt.
    Alles in allem habe ich noch nie ein Buch mit so vielen Wendungen und psychisch kranken Personen gelesen und bin fasziniert, wie man eine solche Story erschaffen kann. Wer gerne phantasievolle Psychothriller gespickt mit psychischen Finessen liest, wird an dem Buch Gefallen finden.


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    ForeverAngels avatar
    ForeverAngelvor einem Jahr
    Klasse Anfang, absurdes Ende

    Der große Reiz von Kaltes Verlangen ging für mich von der Tatsache aus, dass wir einen Stalking-Thriller einmal nicht aus der Sicht des Opfers erleben, sondern aus Sicht der Täterin. Wenn Kim Kestrel einen Menschen interessant findet, dann entwickelt sie eine regelrechte Obsession, bis ihre Neugierde gestillt ist. Sie würde niemals jemandem körperlichen Schaden zufügen, aber sie verspürt diesen heftigen Drang, alles über ihr Opfer zu erfahren und manchmal lässt sie nicht locker, bis sie es auch getan hat. Dabei hat Natalie Tielcke es geschafft, dass Kim durchaus sympathisch erscheint und man mit ihr mitfiebert. Ja, man entwickelt sogar die gleiche Neugierde auf das Leben der Menschen, denen sie nachstellt.

    "[W]as war schon dabei? Sie tat den Menschen ja nichts. Sie schaute ihnen bloß bei ihrem Leben zu. Mal nur einen kurzen Moment [...]. Und dann eben manchmal auch so lange, bis sie die Lust verlor oder ihr ein interessanteres Beobachtungsprojekt begegnete."
     (Position 78 von 2813)

    Ihr neustes Beobachtungsprojekt ist Anna, doch während ihrer Beobachtungen lernt sie Annas Freund Max kennen, und ist sofort wie besessen von ihm - und verliebt sich. Und da Max Psychotherapeut ist, beschließt sie, sich bei ihm in Behandlung zu geben, um ihm nah zu sein. Und eigentlich könnte der Psychothriller ab hier schon einer sehr spannenden, aber geradlinigen Handlung folgen. Doch das tut er nicht und das ahnt man schon, wenn man die Tagebucheinträge aus den 1990er Jahren liest. Und der erfahrene Thriller-Leser beginnt sich zu fragen: ist Kim hier wirklich die Täterin? Oder gibt es in dieser Geschichte noch viel schlimmere Menschen?

     "Liebes Tagebuch,
      [...] [g]estern Nacht hatten wir unser erstes Mal und es war der Hammer! Ich will unbedingt mehr davon. Wir haben uns gewürgt, an den Haaren gezogen, geschlagen und geliebt.
    "
      (Position 304 von 2813)

    Kaltes Verlangen hat mich durch seine Vielschichtigkeit überrascht und die ersten zwei Drittel über fand ich das großartig. Mit dem leicht holprigen Schreibstil bin ich nicht so richtig warm geworden, aber das hat der Plot durch sich schnell aufbauende Spannung wieder ausgeglichen. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse irgendwann und der Plot nimmt Wendungen, die nicht nur überraschen, sondern die regelrecht absurd erscheinen. Plötzlich scheint sich alles zu ändern und das ist nicht unbedingt positiv zu verstehen, denn viele dieser Wendungen empfand ich als unlogisch und an den Haaren herbeigezogen. Es wirkte ein bisschen so, als wüsste die Autorin nicht, was sie mit all ihren Handlungssträngen tun und wie sie sie letztendlich verbinden sollte.

    Kaltes Verlangen hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt mehr über die Figuren und ihre seelischen Abgründe erfahren, aber nach dem letzten haarsträubenden Drittel habe ich diesen Thriller dann doch mit einem sehr, sehr schalen Beigeschmack beendet und meine anfängliche Euphorie hat sich gelegt. Schade.

    (c) Books and Biscuit

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    Irves avatar
    Irvevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr interessant konstruierter Thriller, der mich hin und wieder aufs Glatteis führen konnte. Bis auf das etwas zügige Ende top!
    *+* Natalie Tielcke: "Kaltes Verlangen" *+*

    Kim hat ein sehr spezielles Hobby – sie stalkt gerne andere Menschen. Vor kurzem hat Rose ihre Aufmerksamkeit auf sie gezogen und nun setzt Kim alles daran, möglichst viel über die andere Frau herauszufinden. Als sie feststellt, dass deren Mann Max Psychotherapeut ist, begibt sie sich als Patientin freiwillig in seine Hände. Dabei ist es doch eigentlich Kim, die die Fäden in der Hand halten möchte.

    Ein brillantes Schauspiel der Protagonisten nimmt seinen Lauf. Denn so, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es nicht. Einige der Charaktere haben kleinere bzw. größere Flecken auf ihrer weißen Weste, die die Autorin nach und nach sichtbar macht. Dabei wühlt sie immer wieder tief in der Vergangenheit und bringt interessante Hintergründe auf den Tisch, die die aktuellen Geschehnisse plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Denn nicht Kim scheint die gestörteste Seele zu sein, sondern jemand ganz anderes. Jemand, von dem man es vielleicht niemals vermutet hätte. Alles ergibt plötzlich einen Sinn. Die verschiedenen Handlungsstränge, die bisher nur nebeneinander her existierten und sich schließlich sinnvoll verbinden, erscheinen ebenso plausibel wie die Tagebucheinträge, die Natalie Tielcke immer wieder in ihre Geschichte einbaut. Denn bei diesen Einschüben war ich lange Zeit auf dem Holzweg, was den Verfasser betrifft.

    Die Charaktere sind für Freunde undurchsichtiger Thriller wirklich gut geschaffen. Die Autorin hat sie mit Netz und doppeltem Boden ausgestattet, psychisch sehr facettenreich und flexibel. So werden die Figuren einfach nicht greifbar, sie winden sich immer wieder aus meinen Gedankengängen heraus, da sie einige Geheimnisse haben. Schicht für Schicht werden diese freigelegt und einige Wenden waren für mich ebenso überraschend wie schockierend.

    Ein Kräftemessen beginnt, wer hat wen in der Hand, wer wird den Sieg davontragen? Dass nur einer die immer dramatischeren Ereignisse würde überleben können, wird dem Leser irgendwann klar. Der Showdown und auch der Schluss sind leider im Vergleich zum Rest des eher ausführlich geschilderten Thrillers kurz und knapp gehalten und kamen mir etwas zu abrupt. Dafür wird der Schlusspunkt durch eine pikante Überraschung markiert.

    Diese Geschichte psychischer Abgründe und kluger psychologischer Manipulation mutet an einigen Stellen zugegebenermaßen sehr konstruiert und unglaubhaft an. Aber die Erzählwelt der Autorin ist rundum schlüssig und außerdem…. weiß man, wie so manches Monster tickt? Weiß man, welche Bomben in so mancher kranker Seele ticken und welche Auslöser sie zünden?

    „Kaltes Verlangen“ hat mir abgesehen vom etwas schnellen Ende durchweg gut gefallen und mir spannende Unterhaltung voller Irrungen, Wirrungen und vielen Überraschungen beschert, und ich halte den Thriller für empfehlenswert.

    Inhalt
    Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.
    Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?
    Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.
    „Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird.“

    Autorin
    Natalie Tielcke wurde 1986 in Aachen geboren. Nach dem Abitur zog es die kreative Frohnatur zum Fernsehen und dort findet man sie noch heute. Sie schreibt Drehbücher und entwickelt TV-Serien. Die Kölnerin ist schon seit ihrer Kindheit davon begeistert, wenn nicht sogar besessen, sich Geschichten auszudenken. Ohne Stift und Papier geht sie nicht aus dem Haus.

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    KiddoSevens avatar
    KiddoSevenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch hat mir leider nicht gefallen. Ich bin andere Thriller gewöhnt und fande diesen platt und langweilig.
    Kalte zwei Sterne

    Ihr findet die Rezension auch auf meinem Blog und meinem Goodreads :)

    Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley und beTHRILLED (be-ebooks) zur Verfügung gestellt.



    Das Buch "Kaltes Verlangen" von Natalie Tielcke wird in die Schublade Thriller, Krimi und Mystery gesteckt.
    Die Protagonistin Kim ist eine leidentschaftliche Stalkerin und als sie in der Sbahn ihr neues Projekt entdeckt, eine nach Mandarinen und Vanille duftende Frau, ist sie nicht mehr zu halten. Sie verfolgt die Frau und entdeckt dadurch auch deren Partner. Nun besessen von dem Paar macht sich Kim daran, möglichst viele Informationen über ihr Projekt zu sammeln, da sie immer alles ganz genau wissen will. Der Freund ist zufälligerweise Psychotherapeut, den Kim sich dann natürlich für ihre weitere Behandlung aussucht. Sehr früh springt ihre Bessesenheit auf den Therapeuten über.
    Was folgt, kann man sich zum Teil schon denken.
    Im Großen und Ganzen muss ich leider sagen, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat.
    Ich habe ihm dennoch 2 Sterne gegeben, die sich hauptsächlich durch den Schreibstil und den Anfang des Buches ergeben.
    Erwartet habe ich eine totale Psychopathin, die ihren Therapeuten und dessen Freundin stalkt und weiß Gott für Sachen anstellt und insziniert. Vermutlich habe ich den Anfang deshalb auch besser in Erinnerung, da ich mit solchen Erwartungen gelesen habe und gespannt war, wann es endlich richtig los geht. Los ging es leider nicht wirklich, jedenfalls nicht wie in meinen Erwartungen. Für mich besteht ein Thriller nicht aus perversen sexuellen Neigungen oder hier und dort mal ein Mord. Wer soetwas sucht, ist hier dann vielleicht ganz richtig.
    Der Schreibstil wiederum ist sehr angenehm, leicht und schnell zu lesen. Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl, dass manche Passagen eher lieblos gestaltet wurden.
    Die Story ist in meinen Augen langweilig und mir hat leider der WOW Effekt gefehlt, den ich in einem Thriller nicht missen will. Nichts hat mich schockiert oder in totale Spannung versetzt, so dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
    Für mich hat sich die Story dahin geschlängelt mit ein paar Stellen voll Sarkasmus und schwarzem Humor, was ein ganz ganz kleiner Pluspunkt war.

    Mein Fazit ist leider, dass ich das Buch nicht weiter empfehlen kann. Jedenfalls niemandem der zum Beispiel Thriller á la Cody McFadyen mag.

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    Anjaxxxs avatar
    Anjaxxxvor einem Jahr
    Ganz klare Empfehlung!


    Meine Meinung:
     
    Ich war hier gleich von der ersten Seite an mittendrin. Kim stalkt schon seit einiger Zeit Menschen. Sie sieht einen, kommt nicht mehr von demjenigen los und muss sofort alles über sein Leben erfahren, egal mit welchen Mitteln. Sie tut ihnen nichts, aber sie tut alles dafür um all das zu erfahren was sie wissen will.


    Kim war mir von Anfang an sympathisch, sie wurde so toll und liebevoll rübergebracht das man sie einfach mögen muss und ganz oft gabs hier sogar auch mal was zum lachen. Eine ganz tolle Schreibweise der Autorin, die einen einfach zum weiterlesen zwingt.


    Als Kim dann völlig fasziniert von Anna und Max ist und man gleichzeitig immer wieder neue Tagebucheinträge einer anderen Person zu lesen bekommt, entstehen ganz schnell auch viele Rätsel und Spannung und Unheil nehmen seinen Lauf. Ich konnte mir hier gar nicht vorstellen was denn passieren soll, schließlich ist es ja ein Thriller und am Anfang ja eigentlich nur eine spannende Erzählung. Allerdings überschlagen sich von jetzt auf gleich so schnell die Ereignisse das einem schwindlig wird. Hier war ja wirklich gar nichts so wie es scheint und sowohl Kim als auch die anderen Protagonisten haben es verstanden immer wieder neu zu überraschen. Wirklich großartig. Aus dem nichts sind so überwältigende und unvorhergesehene Handlungen entstanden die ich vorher nie für möglich gehalten hätte.


    Da in diesem Buch die Anzahl der Protagonisten sehr gering gehalten wurde, waren die ganzen Drehungen und Aktionen gleich noch dramatischer, weil mit vielem vorher einfach nicht zu rechnen war. Der Autorin ist es hier ganz toll gelungen, immer wieder mitten aus dem nichts eine unheimliche neue Situation und neue Richtungen zu erschaffen. Sowas habe ich noch nicht oft gelesen. Wer hier zu Anfang denkt, Kim wäre "krank", der ahnt noch nicht, wieviel Wahn und wieviele Tote diese Story noch begleiten werden.
     
    Am Ende war ich sowas von gespannt was Kim plant und auch da wurde ich wieder mehr als einmal überrascht. Ein ebenso kurzer wie überraschender Epilog schließt das Buch dann komplett ab, da sind keine Fragen mehr offen geblieben.


    Eine ganz klare Empfehlung!

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    Xanakas avatar
    Xanakavor 2 Jahren
    Spannend und unglaublich wie sich alles entwickelt hat

    Kim Kestrel ist anders als andere junge Frauen in ihrem Alter. Mit ihrem sehr guten Abitur hätte sie alles studieren können. Sie hat auch verschiedene Vorlesungen besucht. Letztendlich hat sie sich jedoch dafür entschieden ihre Freiheit zu genießen und ihrer eigentlichen Berufung nachzugehen. Sie ist Stalkerin. Menschen, die sie als interessant empfindet, bei denen sie das Gefühl hat, da ist noch viel mehr, diese beobachtet sie. Als Anna ihr über den Weg läuft, ist ihre Neugier sofort geweckt. Auch der Geruch von Anna zieht sie derart an, so dass sie ab sofort Anna folgt. Dabei lernt sie auch Max, den Freund von Anna kennen. Anna ist interessant, aber Max ist der Mann, in den sie sich verlieben könnte. 

    Das ist nur die Ausgangssituation, was sich daraus entwickelte, lies mich am Ende atemlos dasitzen. Natalie Tielcke hat hier einen Psychothriller geschaffen, bei denen niemand ahnen kann, worauf das Ganze letztlich hinausläuft. Sie hat mich mit ihrem Buch gleichzeitig schockiert und begeistert. Mit psychologischer Raffinesse steigert sie die Spannung von Kapitel zu Kapitel. Der Fortschritt der Handlung wird immer wieder von Tagebucheintragungen unterbrochen. Schon beim Lesen dieser Eintragungen wird klar, da steckt noch viel mehr dahinter. Was es dann ist, kann man erst am Ende ahnen, macht die Story aber dadurch noch schlüssiger.

    Von mir gibt es begeisterte fünf Lesesterne und eine Leseempfehlung an alle. 

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    Teddybaer66s avatar
    Teddybaer66vor 2 Jahren
    Kaltes Verlangen

    Inhalt: Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis. Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist? Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt. "Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird." Meine Meinung: Das Cover ist sehr schön, aber unspektakulär gestaltet. Ich würde es mir aber auf jeden Fall in einer Buchhandlung genauer anschauen! Der Schreibstil der mir noch unbekannten Autorin ist sehr gut und lässt sich wunderbar flüssig lesen! Allerdings störte mich ein wenig die Unterteilung des Buches in Kapiteln und Teilen. Irgendwie machte das für mich keinen Sinn! Die Geschichte ist zu Anfang echt spannend und man kommt dank des flüssigen Schreibstils gut in das Geschehen rein. Doch dann läuft das Ganze mehr und mehr in eine unrealistische Richtung, die ich übertrieben und an den Haaren herbeigezogen fand. Die einzelnen Personen fand ich trotzdem sehr detailreich und authentisch dargestellt und beschrieben. Die Tagebucheinträge erhöhten meiner Meinung nach die Spannung und gestalteten das Buch abwechslungsreich! Man weiß sie am Anfang nicht richtig zu deuten, lösen sich am Schluss aber sehr schlüssig! Im letzten Teil häufen sich die Ungereimheiten und unrealistischen Vorkommnisse, wie z.B. ein vorgetäuschtes Koma. Das hat mich doch sehr gestört, denn zur Vermeidung hätte man nur etwas gründlicher recherchieren müssen! Leider nahmen diese Geschehnisse der Geschichte jegliche Spannung und Glaubwürdigkeit. Die Grundidee der Autorin, die sie in den ersten Teilen des Buches noch toll umgesetzt hat, endet leider in einem Ende, mit dem ich nicht zufrieden bin. Deshalb vergebe ich noch gute drei von fünf Sterne! Für Krimifans, die nicht so an die Realität gebunden sind, vergebe ich aber trotzdem eine Leseempfehlung! Da sollte sich jeder für sich ein eigenes Urteil machen....

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    Alex1309s avatar
    Alex1309vor 2 Jahren
    Stalking-Thriller

    Das Cover ist sehr ansprechend und auch der Klappentext macht neugierig auf das Buch. Der Schreibstil ist flüssig und locker und es lässt sich angenehm lesen. Die handelnden Personen sind ebenso wie die Handlungsorte gut beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen.
     
    Das Thema ist gut umgesetzt und man kann sich nach dem Lesen dieses Buches gut vorstellen, dass Stalking jeden treffen kann. Das macht einen schon nachdenklich und ich hoffe, dass ich nie Opfer eines Stalkers oder einer Stalkerin werde. Der Schluss war dann sehr überraschend und hat das Buch zum Ende hin noch einmal richtig spannend gemacht.

    Für mich ein lesenswertes Buch mit überraschendem Ende.

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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Idee ist top, die Erzählung hat kleine Schwächen.
    Stalking mit psychologischen Abgründen

    Kim Kestrel, eine junge Frau, die in einer Großstadt lebt und einen Job als Reinigungsfachkraft ausübt, entwickelt eine Obsession. Ein vanille-mandarin-duftendes Parfüm einer Frau führt Kim zu einem Mann, den sie in naher Zukunft verfolgen wird. Zufällig stößt Kim auf Anna, die wiederum mit dem Psychologen Max Roth zusammenlebt. Max wird zu Kims Beobachtungsobjekt. In der Vergangenheit wurde Kim psychologisch in der ihrer Jugend betreut. Doch die damalige Therapie brach sie irgendwann ab. Max biete für sie nun die Gelegenheit, die Therapie wieder aufzunehmen. Letztlich dienen aber die Therapiestunden nur einem Zweck: Max nahe zu sein. Aber es bleibt nicht bei den Therapiestunden. Kim beobachtet Max, sie beobachtet Anna, sie beobachtet beide in ihrer Wohnung, indem sie sich auf einem Baugerüst an deren Haus stundenlang bis zum anderen Morgen versteckt, und die beiden heimlich beobachtet. Eines Abends entdeckt Kim, dass Anna Max in einen Raum einsperrt. Doch in einer Nacht versucht Max auszubrechen. Dann taucht plötzlich jeden Abend ein dunkel gekleideter Mann an der Haustür auf, der sich jede Nacht um die Ohren schlägt. Kim will wissen, wer dieser Mann ist.

    Natalie Tielcke beschreibt in ihrem Thriller zwei extreme Figuren, die in ihre jeweiligen (psychologischen) Abgründe sich bewegen. Auf der einen Seite ist die hochintelligente Kim mit Einser-Abitur, die verschiedene Studienfächer abgebrochen hat, und auf der anderen Seite ist der Psychologe Max Roth mit eigener Praxis, der eine Eigenschaft an sich trägt, die kaum nachvollziehbar ist. Anna arbeitet ebenfalls als Psychologin, allerdings in einer Klinik, wo sich Anna und Max kennenglernt haben. Anna verlässt Max, als ihr die abgründigen Eigenschaft von Max zu viel werden. Ein Erlebnis auf der Straße verschaffen Kim die Möglichkeit, Max noch näher zu kommen. Max weiß erst gar nicht wie ihm geschieht, und lässt sich auf Kims Plan ein. Die Autorin lässt die Leserschaft einerseits in spannende psychologische wie auch pervers brutal dargestellte Momente eintauchen. Kritikpunkte in diesem Thriller sind allerdings die Momente, als Max einen Komapatienten spielt, und warum Kim zu einer Stalkerin wurde. Zu Kims Vergangenheit werden wenige Informationen geliefert. Die Sprache an sich ist einfach und nachvollziehbar. Ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte.

    Mein Gesamteindruck ist, dass ich diesen Thriller gerne gelesen habe, wobei anfängliche Spannung auf die Spitze gebracht werden, aber am Ende habe ich zwei Schwachstellen an dem Thriller zu kritisieren. Die kurzen Kapitel fand ich gut, ebenso die Tagebucheinträge, die durch einen anderen Schrifttyp und das jeweilige Tagebuchdatum hervorgehoben wurden brachten Abwechslung in die Geschichte.

    Kommentare: 1
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    evafls avatar
    evaflvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: genialer Thriller, spannend bis zur letzten Seite!
    Weißt du, wer dein Gegenüber wirklich ist?

    Du wirst beobachtet, bemerkst es aber gar nicht. Auf all deinen Tritten und Schritten wirst du verfolgt, denn sie ist von dir besessen. Kim tut dies, sie ist fasziniert von einer Person und folgt dieser fortan auf allen Wegen, beobachtet sie in ihrer Wohnung, schaut sich selbst in der Wohnung um. Doch was ist, wenn die Personen, die man beobachtet, selbst ein Geheimnis haben?

    Mal wieder einen Thriller lesen, eine wirklich spannende Sache. Und das Buch hat mich auch wirklich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil von Natalie Tielcke gefällt mir sehr gut, sie schildert alles sehr verständlich in einer angenehmen Sprache, die aber dennoch nicht einfach, sondern durchaus sehr durchdacht ist. Die Sätze sind nicht großartig verschachtelt, aber mit so viel Spannung und toller Wortwahl versehen, dass es toll war das Buch zu lesen. Auch der Erzählstil hat mir sehr zugesagt, denn auch wenn die Geschichte vielleicht teilweise abstrus ist, es ist sehr überlegt und nachvollziehbar, wenn gleich manchmal verrückt.

    Alles in allem ies es wirklich super spannend geschrieben, so dass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen hatte, denn ich mochte es kaum mehr aus der Hand legen. Zwischenzeitlich war ich gedanklich mal auf einer ganz anderen Fährte, was aber auch ein interessanter Eindruck war. Überhaupt ist es so, dass man die Entwicklung der Geschichte überhaupt nicht vorhersehen kann, es ergeben sich immer mal wieder neue und ganz andere Aspekte als man vielleicht erahnt hat.

    Mir hat dieser Thriller wirklich sehr gut gefallen, ich wurde hier sehr gut unterhalten, die Spannung kaum auf keinen Fall zu kurz, auch gewisse Einspielungen hinsichtlich der Liebe (und was damit so verbunden ist) fand ich passend und nett geschildert. Eine gute Mischung der Geschichte, teilweise fand ich hier frühere Tagebuch-Einträge bzw. Auszüge daraus heftig was die Schilderung angeht, aber es hat zum ganzen Buch soweit gepasst. Generell fand ich das Buch wirklich spannend bis zum Schluß – und das muss ja auch was heißen.

    Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen für einen wirklich super spannenden, unterhaltsamen Thriller sowie eine Empfehlung.

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