Natalja Kljutscharjowa Dummendorf

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Inhaltsangabe zu „Dummendorf“ von Natalja Kljutscharjowa

Vom Universitätsbetrieb angeödet, beschließt Mitja, seinen vertrauten Alltag zu verlassen und aufs Dorf zu ziehen. Der junge Historiker nimmt den Kleinbus in die Provinz, steigt in einem Kaff mit gogoleskem Namen aus und quartiert sich bei einem steinalten Ehepaar ein. Angst und Mißtrauen schlagen ihm entgegen: Die Dorfbewohner halten ihn für einen Abgesandten der Behörde, die seit längerem damit droht, die Schule zu schließen. Mitja dagegen fürchtet sich vor den Irren, die in einer therapeutischen Kommune am Ortsrand leben und denen er nicht aus dem Weg gehen kann. Sein Projekt, das »wahre Leben« zu suchen, entwickelt sich zu einem Abenteuer mit dramatischem Ausgang. Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Endstation Rußland« (2010) legt die junge Autorin erneut einen Roman vor, der »die widersprüchliche russische Realität facettenreich einfängt« (NZZ).

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    Dummendorf

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    Nach seinem Studium in Moskau soll der Historiker Mitja eine Stelle als Lehrer antreten. Doch, in der Hauptstadt Russlands werden keine Lehrer gesucht, also muss er sich für eine Schule auf dem Land entscheiden. Allerdings hat er an jedem der angebotenen Dörfer seine Zweifel und so steigt er in die erstbeste Gazelle (russischer Kleinbus), die ihn in das Dorf Mitino bringt. Dort leben allerhand eigensinnige Leute: die herumhurende Ljubka, der junge, jedoch weise Pfarrer Vater Konstantin, ein Rentner, der jeden denunziert, der ihm nicht taugt mit seiner abergläubischen Frau, der von seiner Freundin verlassene, verbitterte Busfahrer und schließlich noch Fim und Fima, die beiden alten Leute mit ihrem blühenden Garten. Bei diesen beiden wohnt Mitja zur Untermiete und lernt schon bald, dass das Leben keinen Sinn braucht, denn dieser besteht aus dem Leben selbst. In der Schule sind nur noch eine handvoll Schüler, sie ist dem Untergang geweiht. Und außerdem gibt es unweit noch das Dorf, in dem die kranken, aussetzigen und körperlich beeinträchtigten Menschen leben - das Dummendorf. Ein Roman, der mit viel Ironie das Leben auf dem Land im heutigen Russland erzählt, geschrieben mit Witz und gespickt mit allerlei Lebensweisheiten. Sehr empfehlenswert!

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