Nataly Elisabeth Savina

 3.5 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Love Alice, Herbstattacke und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nataly Elisabeth Savina

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Alle Bücher von Nataly Elisabeth Savina

Cover des Buches Love Alice (ISBN: 9783407811417)

Love Alice

 (58)
Erschienen am 04.03.2013
Cover des Buches Herbstattacke (ISBN: 9783551520432)

Herbstattacke

 (22)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Meine beste Bitch (ISBN: 9783737341394)

Meine beste Bitch

 (8)
Erschienen am 26.09.2018

Neue Rezensionen zu Nataly Elisabeth Savina

Neu

Rezension zu "Meine beste Bitch" von Nataly Elisabeth Savina

Faina,- hochsensibel, High Sensitive Seeker - auf der Suche nach einem sinnerfüllten Leben
Girdievor einem Jahr

„Meine beste Bitch“ ist im gleichnamigen Roman von Nataly Elisabeth Savina die Ich-Erzählerin und Protagonistin Faina Maris für die ein Jahr ältere Berenice, von allen Nike genannt, und umgekehrt. Verbunden mit dem Begriff „Bitch“ ist für mich Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Zu der Protagonistin will die Betitelung zunächst nicht so richtig passen. Sie lebt in einer Kleinstadt und besucht dort die Oberstufe des Gymnasiums. Faina ist hochsensibel und wird von ihrer Mutter, einer Psychiaterin, vor allem vermeintlichem Unbill beschützt. Dennoch kommt sie immer wieder in Panik und ihre Haut juckt oft unerträglich ohne ersichtlichen Grund. Zur Beruhigung geht sie spazieren, gerne mit dem nahegelegenen Friedhof als Ziel. Aber sie ist auch ein High Sensitive Seeker, immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen und aufregenden Erlebnissen. Sie wünscht sich ein Leben, das bunt und prickelnd ist und immer wieder Ungewöhnliches bietet. Das Cover zeigt ein Stück solcher Ausgelassenheit. Sie möchte sich wohlfühlen wie bei einer Performance mit einem Stück Melone in der Hand und das gefärbte Wasser in der Wanne zum Rumspritzen nutzend.

Nachdem Faina die ältere Nike bei einer Streikaktion kennengelernt hat werden die beiden sehr schnell vertraut miteinander. Faina fühlt sich von ihr verstanden. Nike hat immer neue, manchmal übersprudelnde Ideen und hilft ihr auch dabei, dem Aktionskünstler Julian näherzukommen, den sie auf einem ihrer Spaziergänge getroffen hat. Faina hat noch keine klaren Zukunftsvorstellungen. Ihre Mutter plädiert für ein Studium in einem bodenständigen Fach. Ihr bester Schulfreund bietet ihr schließlich die Wohnung seines abwesenden Bruders in Berlin zur vorläufigen Benutzung an. In der pulsierenden Großstadt fühlt sie sich sofort wie zu Hause und hier wohnt inzwischen auch Julian. Natürlich ist die inzwischen in Hamburg wohnende Nike als Gast gerne gesehen, wäre da nicht eine Nähe zu Julian, die Faina mit zwiespältigen Gefühlen beobachtet und ihre enge Freundschaft in Frage stellt.

Nataly Savina ist es gelungen, die emotionale Zerrissenheit ihrer Hauptfigur gelungen darzustellen. Faina war immer schon einfühlsam. Ihre Eltern waren oft entgegengesetzter Meinung über ihre Erziehung und auch über andere Dinge haben sie gestritten bis ihr Vater ausgezogen ist. Früh hat sie sich also schon mit verschiedenen Ansichten auseinander setzen müssen und doch nicht herausfinden können, welche die bessere ist. Ein Anschlag auf ihre Mutter hat ihr vor Augen geführt, wie leicht man einen nahestehenden Menschen verlieren kann. Von ihrem Vater hat sie vermutlich den Sinn für die schönen Künste, ihre Mutter denkt eher rationaler. Bereits bei ihrer ersten Begegnung ist sie fasziniert von Nikes Ausdrucksfähigkeit und wird auch im Folgenden davon nicht enttäuscht. Durch Julian wird ihr Interesse an Kunst noch weiter geweckt.

Durch ihre Freunde kommt Faina bei ihrem Aufenthalt in Berlin in eine ungewohnte Umgebung, deren Eindrücke sie wie einen Schwamm einsaugt. Zuerst verbessert sich dadurch ihr Hautleiden und so fühlt sie sich bestätigt in ihrer Annahme, dass sie hier richtig am Platz ist. Aber bald stellt sich Ernüchterung ein, denn ihre Feinfühligkeit lässt sie auch die Schattenseiten wahrnehmen. Ihre widerstreitenden starken Gefühle zu Julian laugen sie aus, ihre Suche nach Selbstverwirklichung hält an. Dennoch zeigt sich letztlich, dass wahre Freundschaft oft auch verlangt, über seinen eigenen Schatten zu springen.

Nataly Savina zeigt in ihrem Roman „Meine beste Bitch“ tiefe Gefühle und viele Facetten des Lebens. Ohne Schnörkel bringt die Autorin jede Beschreibung auf den Punkt, hinterließ aber bei mir den Eindruck einer umfassenden Darstellung. Faina ist eine sympathische Charaktere die voller Zwiespalt steckt bei der Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Lachen löst Weinen ab, Wut und Hass Liebe, Verstehen folgt auf Unverständnis. Es ist bewegend, Fainas Weg zu verfolgen und bleibt in Erinnerung. Gerne empfehle ich das Buch weiter an Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene die nach einer anspruchsvollen Geschichte suchen.

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Rezension zu "Meine beste Bitch" von Nataly Elisabeth Savina

Unbedingt beachtenswert!
Damarisvor 2 Jahren

Ich bin kein Freund des Buchtitels, überhaupt nicht. Für mich ist der Begriff Bitch sehr negativ belastet, und ich würde auch nicht akzeptieren, dass ich von irgendjemandem, auch nicht von einer allerbesten Freundin, so genannt werde. Alleine deswegen hätte ich nicht zum Buch "Meine beste Bitch" gegriffen, obwohl ich finde, dass Buchtitel auch gerne mal provozieren dürfen. Dieses Buch war jedoch eine Empfehlung, und ich bin froh darüber. Denn hier findet man ein authentisch-literarisches Kunstwerk.

Die Geschichte stellt sich zuerst als normaler Identitäts- oder persönlicher Entwicklungsroman dar, und das ist er natürlich, wenn auch ein besonderer. Faina weiß noch nicht so recht, wie ihr Leben nach dem Abi aussehen soll. Richtig viel Schwung bekommt es durch Nike, ein Mädchen, dass schnell zu Fainas bester Freundin wird. Und Julian, ein Junge, dem Faina bis nach Berlin folgt, weil er sie fasziniert. Eigentlich möchte Faina an der Kunsthochschule in Berlin studieren, doch Julian und Nike sind ihr wichtiger. Sie lässt sich treiben, liebt und lebt. Und genau dieses Verhalten macht das Buch so echt und auch ein bisschen schillernd.

Obwohl, oder vielleicht gerade weil, die Geschichte so authentisch daherkommt, wirkt sie manchmal recht bizarr. Zudem ist Fainas Charakter nicht einfach. Obwohl ich ihr Handeln und ihre Entscheidungen gut nachvollziehen konnte, fehlte mir ein Zugang zu ihr, vielleicht mehr Empathie. Man muss sich ein stückweit auf sie einlassen, klebt dann aber geradezu an den Buchseiten. Für mich war es nahezu unmöglich wegzuschauen.
"Meine beste Bitch" ist hochwertig geschrieben und anspruchsvoll umgesetzt. Mir war schon beim Lesen klar, warum die Geschichte für die Reihe Die Bücher mit dem blauen Band ausgewählt wurde. Es geht um das Leben, Freundschaft und Identität, aber auch Geltungsbedürfnis und Enttäuschung. Das Gefühl beim Lesen ist tatsächlich so, als würde man einen Indie-Film schauen.

Sehr stark (und positiv) hat mich das Ende überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass Faina in der Situation, wie sie sich am Schluss darstellt, so souverän und freundschaftlich handelt. Ganz allgemein habe ich die Wendung, für die sich die Autorin hier entschieden hat, nicht vorausgesehen. Schon das macht das Buch zu einer großen Leseempfehlung.

Zusammengefasst:
Wer ein Problem mit dem Buchtitel hat, der sollte bei "Meine beste Bitch" darüber hinwegsehen, denn er provoziert nicht nur, er passt auch ziemlich gut. Es ist ein Buch, das polarisiert und innhalb einer schillernden Authentizität so stark fesselt, dass man nicht wegschauen will. Mit seinem, für mich sehr unerwarteten Ende, wird der Roman zu einem literarisch-echten und hochwertigen Gesamtwerk. Unbedingt beachtenswert!

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Rezension zu "Meine beste Bitch" von Nataly Elisabeth Savina

Künstlerisch, anspruchsvoll und alles andere als durchschnittlich
Lainybellevor 2 Jahren

Worum geht's?

Alle suchten nach Antworten, nach einer Richtung im Leben, um nicht zwischen durchsichtigen, aber undurchdringlichen Wänden, die sich aufeinander zubewegten, zerquetscht zu werden. Viele richtige Fragen blieben dabei auf der Strecke.
(S. 353)
Durch ihre Freundschaft zu Nike verändert Fainas Leben sich durch und durch. Umso schwerer fällt es ihr zurückzubleiben und das letzte Schuljahr zu überstehen, als Nike ohne sie in die Welt hinauszieht, um zu studieren und ihr Glück zu finden.
Kaum hat sie das Abi endlich in der Tasche, bricht auch Faina auf: um dem jungen Künstler Julian nach Berlin zu folgen. Um frei, geliebt und alles andere als normal zu sein. Um das Leben zu feiern.
Doch dann ist es ausgerechnet Nike, die Fainas Welt ein weiteres Mal völlig auf den Kopf stellt - und diesmal nicht zum Guten.

Was mich neugierig gemacht hat:


Ich habe das Buch bereits in der Verlagsvorschau entdeckt und freue mich sehr, es hier auf dem Blog vorstellen zu dürfen! 
Nach  „Love Alice", das ich vor fünf Jahren (!) gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Werk der Autorin und wusste, es würde alles andere als ein Mainstream-Buch.

Wie es mir gefallen hat:


Ein Buch mit Anspruch, mit einem Erzählstil, der wie ein fruchtig-schweres Aroma die Seiten durchwirkt, mit künstlerischer Echtheit, einem hohen Maß an geradezu poetischer Skurrilität und den Irrungen und Wirrungen, wie das Leben sie schreibt.
„Meine beste Bitch" zu lesen, ist in jedem Fall ein besonderes Leseerlebnis, und meine Erwartung, etwas in jedem Sinne Außergewöhnliches präsentiert zu bekommen, hat sich absolut erfüllt. Obwohl es eine in manchen Zügen typische Geschichte unserer Zeit ist, bekommt sie ihre unverwechselbare Note.

Man muss sich auf Fainas Welt einlassen - oder besser gesagt: auf ihren Blick auf unsere Welt, ihr Suchen und Finden. Sie ist nicht unbedingt eine Person, in die man sich als Leser vollkommen einfühlen kann. Ein Stück weit bleibt ihre Gefühlswelt ein Rätsel, die meiste Zeit über wahrscheinlich sogar für sie selbst. Auch wenn ich mir manchmal verzweifelt einen direkteren Zugang zu ihr gewünscht habe, hat sie meine Neugier bis zum Schluss aufrechterhalten.
Auch Nike, Julian, seine Schwester, Fainas Freund Achim und interessante Nebencharaktere wie ihr Nachbar aus der Pizzeria sind vielschichtig und haben in der Gesamtkonstellation eine überzeugende Dynamik.

Die Geschichte bietet einen großen Facettenreichtum. Die Themen Identität, Freundschaft, Geltungsdrang, Lebenspläne, Sehnsucht nach Liebe und das Sich-Treiben-Lassen vieler junger Menschen werden genauso ausgelotet wie Fragen philosophischer Natur, vor allem rund um die Begriffe von Kunst und Normalität. 

Das Lesegefühl lässt sich kaum beschreiben, es pendelt zwischen einer melancholischen Grundstimmung, Nachdenklichkeit, Fragezeichen und Hoffnungen. Man muss aushalten können, dass sich nicht alles klärt und man manchmal den Eindruck hat, einem könnte etwas Wesentliches entgehen.
Das Buch verlangt einem einiges an Eigenleistung ab - und das macht es auf einzigartige Weise faszinierend. Ich kann nicht behaupten, dass ich alles, was in dieser Geschichte mitschwang, in seiner Gänze erfasst habe; da waren immer diese Zwischentöne, die sich mehr erfühlen als benennen lassen. Vielleicht sind es gerade solche Zwischentöne, die Literatur über das Leben ausmachen.

(Für wen) Lohnt es sich?


Wer auf der Suche nach einem niveauvollen, besonderen Jugendbuch ist, sollte sich „Meine beste Bitch" näher ansehen. Obwohl sich schnell ein Lesefluss einstellt, ist es keine leichte Kost und bietet viel Raum zwischen den Zeilen. Für Leser, die gern alle Details in Beschreibungen und Erklärungen bekommen, eignet es sich daher eher nicht.
Ich würde es ab 16 Jahren empfehlen - für alle, die sich über die Unterhaltung hinaus noch eine tiefere Ebene erhoffen.

In einem Satz:


„Meine beste Bitch" ist anspruchsvolle Coming-of-Age-Literatur, die durch die Art, sich vom Gewohnten abzuheben, ihren ganz eigenen Reiz entwickelt.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Love Alice
Liebe Lovelybooksleser

Ich freue mich, Euch herzlich zu meiner ersten Leserunde einzuladen. „Love Alice“ ist ein sehr persönliches Buch mit einer aufwühlenden Geschichte rund um die Freundschaft zweier Mädchen.

--> Leseprobe

Bereits vor dem Erscheinen des Jugendromans habe ich mit einem kleinen feinen Team einen Buch-Trailer gedreht. Dabei ist auch eine Fotostrecke entstanden, die ihr Euch hier auf meiner Autoren-Facebookseite ansehen könnt.

Die Bewerbung für diese Leserunde funktioniert über eine kleine Aufgabe:

Lasst Euch von den Bildern inspirieren und schreibt einen kleinen Satz über die Freundschaft neben das Foto eurer Wahl - über die Hürden, die Tücken, die Schönheiten oder Besonderheiten einer Freundschaft, etwas über euren besten Freund oder die beste Freundin oder darüber, was eine Freundschaft bedeuten kann.

Entweder ihr postet euren Satz direkt auf die FB-Seite, oder hier bei Lovelybooks zusammen mit der Bildangabe (die Fotos sind nummeriert). Ich bin gespannt und freue mich auf eure Gedanken, Fragen und einen regen Austausch in unserer Leserunde!

Unter allen Bewerbern werden 10 Testleseexemplare für die Teilnahme an der Leserunde vergeben. Dafür könnt Ihr euch bis zum 9. Mai bewerben.

Nataly Savina

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290 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Love Alice
Um mit euch auf meine "Bloggründung"anzustoßen, habe ich mir ein Gewinnspiel überlegt. Uns zwar möchte ich ein Herzensbuch verlosen, um eine/n von euch dieses schöne Buch näher zu bringen.
 
Gemeint ist "Love Alice", zu dem mir die Autorin Nataly Savina Rede und Antwort stand.

Was müsst ihr dafür tun?

 1. Ihr solltet Leser meines Blogs sein, denn das Gewinnspiel, ist für meine Leser ;)
2.
Wie schon erwähnt ist "Love Alice" ein Herzensbuch. Es ist eindringlich, spritzig und unsagbar traurig.  Schreibt mir an meine email-Adresse (kmprotagonist@gmail.com) und empfehlt mir euer Herzensbuch - mit einer kleinen Erklärung warum es dazu geworden ist.
3.
Da mein Blog gerade in der Entstehungsphase ist, freue ich mich natürlich immer über Verlinkungen bzw. "Werbung", ist aber keine Gewinnvoraussetzung.

Wie lange geht das Gewinnspiel? 12.06.13-23.06.13

Ein paar Regeln:
-Wenn ihr unter 18 Jahren seid, brauche ich die Einverständniserklärung eurer Eltern
-Teilnahme bitte nur aus Deutschland
-Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Der Gewinner/ Die Gewinnerin wird dann per Mail von mir benachrichtigt und mit seinem/ihrem Einverständnis auf meinem Blog genannt :)

Ich hoffe auf rege Teilnahme und wünsche euch allen ganz viel Glück!

Liebe Grüße,
Protagonist_erlebt aka Salzstaengel
9 BeiträgeVerlosung beendet

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