Nataly Savina Herbstattacke

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Inhaltsangabe zu „Herbstattacke“ von Nataly Savina

Es passiert beinah gleichzeitig. Er wird zur Zielscheibe von Malik und seiner Gang und er verliebt sich in Farsaneh. Keine gute Startposition für Leo, der neu in der Stadt ist. Denn Farsaneh wird mit Argusaugen bewacht -, vor allem von ihrem Bruder Malik. Um ihr nah sein zu können, bleibt Leo nur eins: Er muss das Vertrauen von Malik und seiner Gang gewinnen. Auch wenn er dabei Dinge tun muss, die er noch nie zuvor gemacht hat. Sein Plan geht auf. Während er sich heimlich mit Farsaneh trifft, werden Malik und die anderen zu Freunden. Doch als Leo und Farsaneh erwischt werden, eskaliert die Situation ...

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    Herbstattacke

    Bambi-Nini

    15. January 2014 um 22:26

    Nach der Trennung seiner Eltern zieht Leo mit seiner Mutter um. Er kommt auf eine neue Schule, wo er sich sofort in das iranisches Mädchen Farsaneh verliebt. Wenn nur nicht ausgerechnet deren Bruder der Anführer einer Gang wäre, die in Leo, dem Neuen, ein neues Opfer gefunden hat...   Das Buch ist aus Sicht des 15-jährigen Leo geschrieben. Der Teenanger berichtet in der Ich-Perspektive über seine Erlebnisse an der neuen Schule, mit all den Gedanken, die ihm dabei durch den Kopf gehen. Die Wortwahl entspricht dem Jugendlichen, ebenso die oftmals sehr kurzen, abgehakten Sätze, was das ganze irgendwie authentisch macht.   Die Geschichte ist nicht sonderlich spannend und wird ab der Hälfte sehr anstrengend und nervig, da die Handlungen der Figuren für mich oft nicht nachvollziehbar sind und kein Thema vernünftig zuende gebracht wird. Die Thematik ist aktuell und es sind durchaus interessante Ansätze und Konfliktthemen (z.B. Scheidung, Religions-/Kulturkonflikte, heimliche Beziehung, Gewalt, Gruppenzwang...) vorhanden, aber es bleibt insgesamt zu oberflächlich. Damit stellt sich die Frage nach der Zielgruppe dieses Buches: Für Erwachsene ist es eher langweilig, da es sich um Jugendthemen handelt, die mit wenig Spannung und wenig Intensität in einer recht vulgären Sprache durchgehetzt werden. Aber auch für Jugendliche finde ich es nur begrenzt geeignet. Aufgrund der sehr kurzen, oberflächlichen Darstellung präsentiert sich dem Leser ein stereotypes Szenario mit fragwürdigen Wertvorstellungen. Nur in wenigen Fällen erschließen sich die Gründe für das Handeln der Figuren, aber ob sie wirklich Gefallen an ihren Taten haben oder sich nur aus Angst und Gruppenzwang cool geben bleibt oft unklar, da man wenig über ihre Gefühle erfährt. Schon zu Beginn war ich zwiegespalten. Leo gerät sofort in den Fokus der Gang, die ihn bedroht und ausraubt. Er stellt sich ihnen relativ mutig entgegen, zeigt, dass man sich nicht alles gefallen lassen darf. Aber: er vertraut sich wirklich niemandem an und will es unbedingt allein regeln. Dabei bringt er sich selbst in Gefahr und kann auch nicht zum Schutz zukünftiger Opfer der Gruppe beitragen und dies im Grunde nur, weil er nicht als Petze dastehen will. Leos Auslöser, Kontakt zur Gang zu suchen, war natürlich Farsaneh, aber schnell scheint sie nicht der einzige Grund zu sein. In seinen wenigen wortkargen Gedanken erweckt er oft den Eindruck, gern zur Gruppen zu gehören und Spaß zu haben. Ein Lerneffekt ist im Verlauf nicht zu erkennen, ebenso wenig reflektiert eine der Figuren ihr Handeln, sodass man Ende als Aussage im Kopf behält: Egal, was für Blödsinn du machst, egal ob dabei jemand verletzt wird, es ist doch toll, dass einen keiner erwischt.   Das Ende erschien mir unlogisch, die Geschichte hört einfach auf, es bleibt viel Raum für Spekulation, wobei man als Leser vermutlich gedanklich schon viel weiter ist als Leo selbst, der trotz aller Vorfälle noch naiv und blauäugig von der Zukunft träumt.   Fazit: Es sind zu viele Problemthemen auf den wenigen Seiten verarbeitet, wobei alles nur angerissen und nichts vernünftig ausgearbeitet wird. Die Figuren sind größtenteils unsympathisch, was durch ihr unreflektiertes Handeln und ihre tiefenlose Charakterdarstellung noch verstärkt wird. Vielleicht würde sich das Buch gerade aufgrund seiner oberflächlichen Darstellung als Schullektüre eignen, da es viel Raum für Diskussion und zum Nachdenken anregende Gespräche gibt, die sich im direkten Zusammenhang zum Leben von Jugendlichen befinden, wobei es natürlich wichtig wäre, aufzuzeigen, wie man aus solch einem Zirkel wieder herauskommt und dass man nicht automatisch schwach ist, wenn man um Hilfe bittet oder sich jemandem anvertraut. Den was dies betrifft vermittelt das Buch einen ganz anderen Eindruck... 

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die weniger als 250 Seiten haben

    Daniliesing

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    Herbstattacke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. April 2013 um 10:12

    Inhalt: Weil sich seine Eltern getrennt haben, beginnt Leo mit seiner Mutter ein neues Leben in einer neuen Stadt. Nun ist er wieder der Neue auf der Schule und wird schnell Opfer von Malik und seiner Gang. Er wird verprügelt und ausgeraubt, was bei der Gang an der Tagesordnung ist. Dann begegnet er Farsaneh, einem persischem Mädchen, in das er sich sofort verliebt. Doch genau hier ist das Problem, denn Farsaneh ist die Schwester von Malik und dieser passt ganz genau auf, dass sich niemand ihrer Schwester nähert. Leo bleiben genau zwei Möglichkeiten: Entweder er schließt sich der Gang an und macht bei den üblen Spielchen mit, um so an Farsaneh ran zu kommen oder er vergisst sie und hält sich von ihr fern.   Meine Meinung: Das Buch beinhaltet ein Thema, das immer wieder aktuell ist: Das Aufeinanderprallen zweier Kulturen. Während dieses Thema sehr schön ausgearbeitet wurde, fehlte mir beim Schreibstil etwas. Die Sprache hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ein wenig mehr Tiefe wäre auch sehr schön gewesen, aber dafür hätte das Buch rund 50 Seiten mehr gebraucht. Das Ende war nicht wirklich überraschend, aber auch nicht direkt vorhersehbar. Es ist außerdem ein offenes Ende, was mir gut gefällt.   Fazit:  „Herbstattacke“ war auf jeden Fall sehr interessant zu lesen. Der Schreibstil war jetzt nicht ganz so meines und etwas mehr Tiefe wäre wünschenswert gewesen. Ich fühlte mich trotzdem für 1 – 2 Stunden gut unterhalten. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    Cappuccino-Mama

    23. August 2012 um 20:52

    HERBSTATTACKE – unter diesem Buchtitel kann man sich vermutlich wenig vorstellen. Attacke, das ist klar, bedeutet Angriff – also ein Angriff im Herbst? Aber Herbstattacke könnte ja auch vom englischen Heart Attack abgeleitet sein – wer weiß... Das Cover: Eine alte Tür, von der der blaue, matte Lack bereits abblättert, ziert dieses Cover. Den Mittelpunkt allerdings bildet der Gitterglaseinsatz dieser Tür. Mit blauer Farbe ist darauf der Buchtitel HERBSTATTACKE gepinselt, sowie mit roter Farbe ein rotes Herz, wobei ich anfangs dachte, das Herz wäre mit Blut gemalt – angesichts der Thematik wäre dies ja durchaus denkbar, oder mit Ketchup. Die Handlung: Nach der Trennung seiner Eltern zieht der 15jährige Leo Mennes mit seiner Mutter Rosa in eine neue Wohnung. Bereits am ersten Schultag lernt er das persische Mädchen Farsaneh Faghiri kennen, aber auch ihren Bruder Malik. Dieser ist Mitglied einer Jugendbande, die andere Schüler bedroht und ihnen Handys und andere Wertsachen abnimmt. Auch mit Leo legt sich die Gang an. Doch anders als die anderen Opfer der Gang fürchtet Leo sich nicht vor den Jungs. Und er weiß sich gegen Malik auf seine eigene Art und Weise zur Wehr zu setzen. Farsaneh möchte gerne zu den anderen dazugehören, doch durch ihre Herkunft bedingt, ist dies gar nicht so einfach. Der kleine achtjährige Bruder Babak ist fast immer in ihrer Begleitung, gilt er doch, obwohl er viel jünger ist, als der „Beschützer“ seiner Schwester. Und auch durch die Kleidung und Frisur unterscheidet sich Farsaneh von den anderen Mädchen. So trägt sie die Haare nicht offen und die Kleidung ist hochgeschlossen, dunkel, schlicht und unscheinbar. Und so zieht Farsaneh sich vor der Schule immer erst um und trägt die Haare offen, so unterscheidet sie sich nicht mehr von ihren Mitschülerinnen, sondern wirkt wie ein „ganz normales“ Mädchen. Schon bald ist auch Leo Mitglied in der Jugendgang, hat er doch durch einige Ereignisse das Vertrauen und den Respekt der anderen Gangmitglieder erlangt. So freundet er sich letztendlich mit Malik an. Doch glücklicherweise ahnt keiner, dass Leo sich längst in Farsaneh verliebt hat und sich heimlich mit ihr trifft, und davon darf auch keiner je erfahren...! Meine Meinung: Leos Mutter Rosa macht auf mich einen eher hilflosen Eindruck und Leo fungiert regelrecht als Mann im Hause, allerdings auf liebevolle Art, also als Stütze der Mutter, und nicht frech oder bestimmend. Er fühlt sich für ihr Wohlergehen zuständig und für sie verantwortlich, nicht zuletzt daher, weil sie physisch und auch psychisch angeschlagen ist. Malik hat seinen Freunden gegenüber eine große Klappe, hat aber gleichzeitig den größten Respekt vor seinem strengen Vater. Wenn dieser auftaucht, ändert sich Maliks Verhalten schlagartig und er benimmt sich höflich und respektvoll. Farsaneh und Babak arrangieren sich mit ihrer Situation. So benimmt sich Farsaneh ihrem Bruder gegenüber nicht aggressiv, obwohl sie ihn überall mit hin nehmen muss, denn sie hat erkannt, dass auch der jüngere Bruder unter der Situation leidet und gerne auch einmal alleine wäre. Zudem wachsen die Geschwister ohne Mutter auf und der Vater führt ein strenges Regiment. So achtet er auf die Einhaltung der persischen Traditionen – daher darf sich Farsaneh auch nicht alleine mit Jungs treffen, sondern muss sich von einem ihrer beiden Brüder begleiten lassen. Was ich bei diesem Buch vermisse, ist eine Altersangabe auf dem Buchrücken, oder der Rückseite des Buches. Ich selbst würde das Buch für Leser ab etwa vierzehn Jahren empfehlen. Zudem finde ich den Preis für das Buch etwas zu hoch (aber noch akzeptabel), allerdings ist die Buchausstattung (es handelt sich um eine sogenannte Klappenbroschur) etwas hochwertiger, als die eines herkömmlichen Taschenbuches, durch die Klappen vorne und hinten, ist das Buch robuster und damit „formstabiler“. Positiv finde ich, dass die Kapitel des Jugendbuches sehr kurz sind, ganze vierundvierzig Kapitel verteilen sich auf ca. 130 Seiten. So können auch Wenigleser dieses Buch sehr gut „bewältigen“. Durch die vielen Kapitel, die teilweise nur ein oder zwei Seiten lang sind, enthält das Buch allerdings auch relativ wenig Text, da jedes neue Kapitel auch gleichzeitig auf einer neuen Seite beginnt und die Kapitelüberschrift ebenfalls relativ viel Platz beansprucht. Die Thematik ist am Puls der Zeit und das Buch würde sich auch sehr gut als Leseprojekt in der Schule eignen, denn es würde helfen, die fremde Kultur den Jugendlichen näher zu bringen, denn hier wird die schwierige Situation der Migrantenkinder deutlich aufgezeigt mit allen guten und schlechten Seiten. Das Buch könnte ein Weg sein, zur Akzeptanz und Verständigung, bzw. Verständlichkeit unterschiedlicher Kulturkreise beizutragen. Die Sprache ist einfach, teilweise enthält der Text Jugendsprache, wodurch das Buch aber gerade authentisch wirkt. Das Buch hinterlässt bei mir einen etwas bitteren Beigeschmack und ein etwas beklemmendes Gefühl, denn dass in einer Gang Sachen geschehen, die nicht in Ordnung sind, dürfte wohl jedem klar sein. Und das „Verheimlichenmüssen“ von Beziehungen ist ein zweischneidiges Schwert: einerseits erforderlich, da Beziehungen zwischen Mädchen und Jungen in manchen Kulturen nicht geduldet werden, andererseits gefährlich (Stichwort „Ehrenmord“), wie die Vergangenheit bereits oft genug gezeigt hat, wenn eine Liebschaft dann doch irgendwann auffliegt. Alles in allem kann ich das Buch guten Gewissens empfehlen und vergebe hierfür 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    LenaBo

    22. August 2012 um 10:12

    Inhalt: Als Leo mit seiner Mutter in eine neue Stadt zieht, ist seine größte Sorge zunächst der psychisch labile Zustand seiner Mutter. Gerade wurde sie von ihrem Mann verlassen. Doch am ersten Schultag in der neuen Schule muss Leo feststellen, dass der Kummer seiner Mutter bald sein kleinstes Problem sein wird. Leo wird bereits nach seinem ersten Schultag von der Schulgang, dessen Anführer Malik ist, aufs Schlimmste schikaniert. Doch Leo will sich die Bedrohungen nicht gefallen lassen, erst Recht nicht, weil er sich in die Schwester des Gangführers verliebt hat. So wird Leo Mitglied der Gang, ob er nun will oder nicht. Meine Meinung: Durch die geringe Seitenanzahl habe ich eine sehr kurzweilige, aber nicht weniger ergreifende Geschichte erwartet. Ein kurzes Lesevergnügen war es dann für mich tatsächlich, denn das Buch war innerhalb von zwei Stunden ausgelesen. Berühren konnte mich das Buch auch immer einmal wieder. Doch gänzlich überzeugen konnte es mich leider doch nicht. Nataly Savina spricht in ‘Herbstattacke’ so viele Dinge an, dass sämtliche Themen leider sehr oberflächlich geblieben sind. Das Einleben in einer neuen Schule, eine zerrütte Familie, die Abhängigkeit von einer Gang, das Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen, die erste große Liebe. All das sind für mich sehr interessante und zum Nachdenken anregende Themen, denen die Autorin aber durch die geringe Seitenzahl nicht gerecht werden konnte. Meiner Meinung nach hätte die gesamte Geschichte deutlich an Intensität und Dramatik gewonnen, wenn Nataly Savina ihr Buch um viele Seiten mehr ausgebaut oder aber jedem einzelnen Thema ein eigenes Buch gewidmet hätte. Potential haben die einzelnen Handlungsstränge allemal. Völlig unverständlich war mir weiterhin, warum die Autorin an einigen Stellen völlig von der eigentlichen Handlung abschweift, sich in Nebensächlichkeiten, die kaum einen Bezug zur eigentlichen Geschichte haben, versteift. So wird den interessanten Themen noch weniger Aufmerksamkeit gewidmet. Der Schreibstil der Autorin hatte für mich sowohl Höhen als auch Tiefen. Zum einen gelingt es Nataly Savina sehr gut, die Sprache im Buch sehr jugendlich zu halten und ihn somit dem Inhalt der Geschichte anzupassen. Außerdem gestalten sich auch die Dialoge innerhalb der Gang sehr authentisch. An anderen Stellen wiederum wirken die Sätze sehr abgehackt und dadurch sehr holprig. Enttäuscht war ich leider auch darüber, dass man als Leser kaum einen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten Leo erhaschen konnte. Gerade das hätte ich mir aber aufgrund der einzelnen Themen sehr gewünscht. Vielmehr handelt die Autorin ein Thema nach dem anderen ab, ohne dabei zu offenbaren, wie Leo wirklich fühlt. Dadurch blieb mir tatsächlich bis zum Ende des Buchs völlig schleierhaft, warum Leo genau so handelt, wie er es tut. Auch bei den anderen Figuren hatte ich nicht den Eindruck, sie kennengelernt zu haben. Kein einziges Mal habe ich die Gelegenheit bekommen, genaueres über die Beweggründe ihrer Handlungen oder aber ihrer Einstellungen zu erfahren. Fazit: Das Wort, was ‘Herbstattacke’ am besten beschreibt, ist ‘oberflächlich’. Der Schreibstil, die Beschreibung der Handlung und die Figuren haben allesamt großes Potential für ein umwerfendes Jugendbuch. Doch leider bleiben all diese Aspekte ohne Tiefgang, sodass ‘Herbstattacke’ für mich nichts weiter bleibt, als ein viel zu kurzweiliges Buch.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    captaincow

    21. August 2012 um 22:34

    Meinung: Nach der Scheidung seiner Eltern zieht Leo mit seiner Mutter um. Er kommt auf eine neue Schule, in eine neue Nachbarschaft und muss sich neue Freunde suchen. So leicht ist das aber gar nicht, wenn er sich um seine Mutter kümmern muss, die die Scheidung kaum verkraften kann. Zu allem Übel gerät er immer wieder in die Schussbahn der örtlichen Jugendgang und muss allerlei Hässlichkeiten über sich ergehen lassen. Und dann ist da auch noch Farsaneh, die Schwester des Ganganführers, die Leo irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht... Wie man sieht, kommen in „Herbstattacke“ ganz schön viele Dinge zusammen. Wie all das auf knappen 144 Seiten erzählt werden soll, fragte ich mich bereits, als ich die Inhaltsangabe las. Doch die Neugierde siegte. Leider wurde meine Skepsis nicht widerlegt, denn auf den wenigen Seiten des Buchs stapeln sich die schwierigen Themen ganz schön. Die Scheidung der Eltern; der Umzug; die neuen Freunde, die Leo auf die falsche Schiene bringen; ein Mädchen, das aus einer persischen Familie stammt und dessen Vater viel Wert auf traditionelle Werte legt; … All das sind für sich genommen oder vielleicht auch in Kombination interessante Themen, doch in dieser Fülle und mit so wenig Platz kommen sie einfach nicht richtig an. Beim Lesen hat man das Gefühl, die Autorin hetze nur so von einem Problem zum anderen und kann so das Buch gar nicht richtig ernst nehmen. Ich möchte weder behaupten dass „Herbstattacke“ lächerlich ist, noch dass diese vielen Probleme unrealistisch sind. Aber die Autorin nimmt sich einfach keine Zeit damit. Durch die Kürze entstehen oberflächliche Szenen und klischeehafte Wortwechsel, die das Buch in der Masse versinken lassen. Die oben aufgezählten Themen bleiben bei einer bloßen Beschreibung; man erfährt als Leser wenig Neues, erlebt wenig Entwicklungen mit und so lässt einen das Buch unzufrieden zurück. Dabei haben einige Szenen durchaus Potential. Farsaneh kümmert sich um ihren kleineren Bruder, doch der steht auch unter dem Einfluss des großen Bruders und ist somit sehr hin- und hergerissen. Diese Szenen haben mir immer wieder recht gut gefallen; waren aber – wie der Rest des Buchs – zu kurz und demnach zu oberflächlich. Daraus hätte man noch viel mehr machen können. Ebenso abgehetzt wie der Rest ist die Erzählweise. Eigentlich liest man aus Leos Sicht, doch häufig werden auch Abschnitte über Farsaneh und ihren Bruder erzählt, was an sich sehr interessant sein könnte, wenn da nicht die seltsamen und unverständlichen Perspektivwechsel wären. Darüber hinaus ist der Erzählstil der Autorin wirklich anstrengend zu lesen. Auf dem Buchrücken wird das ganze als „neuer Sound“ bezeichnet – eine sehr optimistische Beschreibung. Hauptsatz reiht sich an Hauptsatz und bis auf ein paar einigermaßen gelungene Beschreibungen sind die Stilmittel eher rar oder erzielen kaum die richtige Wirkung. Fazit: „Herbstattacke“ hat mich nicht mit neuen Sichtweisen oder Gedanken attackiert. Stattdessen ist es vollgestopft mit Themen, die sich auf der wenigen Spielfläche einfach nicht entfalten können. Dadurch bleibt das Buch oberflächlich und kurzweilig.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    leselurch

    25. July 2012 um 15:16

    Worum geht's? Nach der Trennung seiner Eltern zieht Leo zusammen mit seiner niedergeschlagenen Mutter in eine neue Stadt. Dort ist alles neu für ihn - das Leben, die Schule, die Leute. Und kaum ist er dort angekommen, hat er den Ärger schon angezogen: Bereits am ersten Tag in der neuen Schule verguckt sich Leo in Farsaneh, die Schwester des Schlägers Malik, der Leo mit seiner Gang fortan das Leben zur Hölle machen will. Trotz aller Schläge und Tritte geht ihm Farsaneh nicht mehr aus dem Kopf und er fasst einen schwerwiegenden Entschluss: Er will sich den Respekt der Gang verdienen, um dem iranischen Mädchen näher sein zu können, und gerät damit immer mehr auf die schiefe Bahn... . Kaufgrund: Auf "Herbstattacke" wurde ich durch Chicken House selbst aufmerksam. Normalerweise lese ich eher selten Bücher aus diesem Genre, doch ich war gespannt auf das Debüt der Autorin Nataly Savina. . Meine Meinung: "Herbstattacke" beginnt mit einem Blick in die Zukunft: Das erste Kapitel zeigt, wo Leo im Laufe der Geschichte landen wird. Daraufhin folgt ein Sprung zurück zum Anfang des Geschehens und Autorin Nataly Savina erzählt Kapitel für Kapitel, wie es zu dem Unausweichlichen kommt. Chronologisch verläuft die Geschichte allerdings nicht, denn Savina schiebt zwischendurch einige kurze Kapitel ein, um Farsaneh etwas aus ihrem Leben erzählen zu lassen. Auf diese Weise erhält man nicht nur einen Einblick in die zwei Charaktere, sondern auch in ihr Leben und ihre Kultur. . Leo, den Protagonisten der Geschichte, lernt man als einen verträumten jungen Mann kennen. Seine Gedanken schweifen oft ab und sind immer dort, wo sie nicht sein sollten: Bei Farsaneh, dem iranischen Mädchen, das ihn von Anfang an mit ihrem Aussehen, ihrem Auftreten, ihrer gesamten Erscheinung fasziniert. Um ihr näher zu kommen, nimmt er alles in Kauf. Sogar die Schläge und Tritte der Gang ihres Bruders, die den neuen Leo unbedingt brechen wollen. Aber Leo ist einer starker Typ, der die Dinge über sich ergehen lässt ohne sich zu wehren. Auf diese Weise verdient er sich mehr und mehr den Respekt der Gang, bis er sich schließlich in ihren Reihen wiederfindet. Obwohl im bewusst ist, dass die Gang nur Ärger fabriziert, lässt er sich von ihnen mehr und mehr auf den falschen Weg leiten. . Kulturelle Unterschiede spielen in Savinas Debüt eine große Rolle. Farsaneh, ihre Brüder Malik und Babak und ihr Vater sind streng religiöse Iraner. Während Farsaneh sich gegen die strikten Regeln zu wehren versucht, nehmen die Männer in ihrer Familie sie sehr ernst. Dass das iranische Mädchen so kein leichtes Leben hat und mit aller Macht dagegen zu rebellieren versucht, ist mehr als verständlich, doch die Konsequenzen ihrer Taten werden in "Herbstattacke" leider kaum behandelt. Savina schneidet diverse Themen bloß an, ohne sie weiter auszuführen, obwohl man gerne mehr darüber gelesen hätte. . Der Ausgang der Geschichte ist zwar nicht unvorhersehbar, aber die Art, wie Nataly Savina ihn erzählt, ist es sehr wohl! Sie zeigt realitätsnah, was in jemandem vorgeht, der alle seine Sorgen stets in sich hineingefressen hat, der es allen, nur nicht sich selbst, recht machen wollte und den alle erst dann fragen, wie es ihm geht, wenn es schon längst zu spät ist. . Der Schreibstil der Autorin hat fraglos einen "eigenen Sound", wie es auf dem Klappentext versprochen hat. Sie schreibt kurze und knappe Sätze, die prägnant auf den Punkt bringen, was sie aussagen sollen. Metaphern, bildhafte Vergleiche oder andere rhetorische Mittel nutzt Nataly Savina kaum - und das braucht sie auch nicht. Denn ihre Sprache ist so aussagekräftig, eindringlich und deutlich, dass ihre Worte auch ohne sprachlichen Schnickschnack beeindrucken können. . Auch die Art, wie sie ihre Charaktere sprechen lässt, imponiert. Die Jungs in Maliks Gang nutzen oft Kraftausdrücke und drücken sich in wortkargen Sätzen aus, wenn sie denn überhaupt Worte statt ihren Fäusten gebrauchen, um sich zu verständigen. Der "Ghetto-Slang", wie ihn Savina diesen Figuren in den Mund legt, ist realistisch und authentisch. Oftmals gelingt es Autoren nicht, die Umgangssprache der Jugendlichen "echt" wiederzugeben, doch bei Nataly Savina hinterlässt sie weder einen gedrungenen noch einen aufgesetzten Eindruck. . Besonders berührt hat mich jedoch, wie Nataly Savina es geschafft hat, den Gefühlszustand von Leos Mutter Rosa durch ihre Worte auszudrücken. Sie hinterlässt bereits zu Beginn einen labilen Eindruck und versprüht keine Mütterlichkeit, keine geborgene Atmosphäre, wie es bei einer Mutter sein sollte. Schnell stellt sich heraus, wieso sie so unsicher spricht, ständig nach Anerkennung sucht und so häufig rhetorische Fragen stellt, die Leo nur mit Zustimmung beantworten kann: Die Scheidung von ihrem Mann, Leos Vater, hat ihr zu stark zugesetzt und ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie ist zu einer gebrochenen, unbeständigen Frau geworden, die trotz allem versucht, nur das Beste für Leo zu tun. . Cover: Schlicht und doch aussagekräftig. Auf dem Cover ist eine Tür zusehen, samt Briefkastenschlitz, der ein wichtiges Symbol in Savinas Geschichte darstellt. Mir gefällt es nach dem Lesen sehr gut, aber als ich das Cover das erste Mal sah, war ich noch nicht überzeugt. Zu Unrecht, wie ich bemerken konnte. . Fazit: Nataly Savinas Debüt "Herbstattacke" ist ein erschreckendes, rabiates, aber ehrliches Buch über Unterschiede zwischen den Kulturen, Gewalt und Macht. Anhand von Leo zeigt sie, wie schnell aus einem braven jungen Mann ein gewalttätiger Teenager werden kann, der angezündete Knaller durch fremde Briefschlitze schiebt - und warum er dies tut. "Herbstattacke" erschüttert und berührt, geht definitiv unter die Haut. Deshalb vergebe ich insgesamt gute 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    DieKirsche

    25. July 2012 um 12:01

    Nach der Trennung seiner Eltern kommt Leo auf eine neue Schule. Hier lernt er nicht nur die Gang rund um Malik, sondern auch dessen Schwester Farsaneh kennen. Schnell hat es ihm die Iranerin angetan und hier beginnen die Probleme. Die Sprache des Romans ist sehr direkt und vermittelt das Geschehen in knappen kurzen Sätzen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die geradezu unmögliche Liebe zwischen Leo und Farsaneh. Man erlebt mit, wie sich Leo der Gang gegenüber behauptet, um über die Freundschaft zu Malik näher bei dessen Schwester sein zu können. Durch die Mitgliedschaft in der Gang bekommt man am Rande auch andere Jugendprobleme wie Gewalt, Gruppenzwang, Drogenmissbrauch etc. mit. Allerdings werde diese Themen nur sehr oberflächlich gestreift und zum Teil nur kurz erwähnt. Leo macht eine gewisse Wandlung durch. Obwohl er sich nach wie vor sehr rührend um seine Mutter kümmert, wird er in der Schule zum kleinen Rebell. Das Unvermögen seiner Mutter, dem wirklich Einhalt zu gebieten, weißt auf ein weiteres Problemgebiet hin. Auch Leos Zuneigung zu Farsaneh wird deutlich. Er wünscht sich mit ihr reden zu können, doch dies geht nur dann, wenn die beiden alleine sind. Dies ist allerdings selten der Fall. Sehen sie sich dann aber doch einmal allein, lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf. Mir fehlte ein wenig der Detailreichtum. Oft reihen sich die recht kurzen Sätze ebenso aneinander wie die Handlung. Vieles geht sehr schnell und wirkt dadurch recht gehetzt. Auch werden so viele interessante Themen nicht weiter verfolgt, sondern lediglich kurz angerissen. Hier wäre es meiner Meinung nach besser gewesen, einen Aspekt stärker zu fokussieren und deutlicher herauszuarbeiten. Vieles muss man sich selbst erschließen, was Jugendlichen ohne ein gewisses Vorwissen schwer fallen dürfte. Fazit: Eine wirklich interessante Thematik, die leider etwas herunter gebrochen wurde und die sich durch viel Hektik im Geschehen nicht richtig entfalten konnte. Für alle, die das Thema interessant finden, eine lohnenswerte Geschichte, in der jedoch Potential verschenkt wurde. Wertung 3 (von 5) Punkten Einen Blick wert!

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    Acrilia

    24. July 2012 um 12:53

    Inhalt: Nach der Trennung seiner Eltern zieht Leo mit seiner Mutter um. Auf der neuen Schule verliebt er sich fast sofort in die schöne Farsaneh, doch genau die Gang ihres Bruders Malik, hat es auf ihn abgesehen. Um ihr nah sein zu können muss Leo Maliks Vertrauen gewinnen. Meine Meinung: Das Buch war definitiv zu kurz. Es ging alles irgendwie viel zu schnell. Die Geschichte und die Charaktere wurden nicht wirklich aufgebaut. Man erfährt kaum etwas über die Charakterzüger der Hauptcharaktere. Alles geht irgendwie so hoppla hopp. Auch fand ich nicht, dass das Buch zu einem guten Ende kam. Nichts wurde abgeschlossen, es hörte einfach irgendwie auf. Zwar konnte man manchmal mit Leo mitfühlen, aber oft wurden seine Gefühle einfach nicht beschrieben. Er versucht sich Maliks Gang anzuschließen. Schön. Warum ist klar. Um an Farsaneh ran zu kommen. Aber was fühlt er dabei? Auch die Situation, in der Farsaneh sich befindet wird kaum erklärt. Sie ist Iranerin und ihr Vater unterdrückt sie. Nichts wird genauer erklärt. Zum Beispiel, wo ihre Mutter ist. Auch gefiel es mir nicht, dass es immer wieder Passagen gab, in denen es hieß “Farsaneh erzählte…” Dann wurde in der Gegenwart in der dritten Person über Farsaneh erzählt. Sonst normalerweise aus Leos Sicht in der ersten Person. Wieso kein vollständiger Perspektivenwechsel? Außerdem wirkten die “Farsaneh erzählte”-Passagen immer etwas willkürlich. Wann erzählte Farsaneh das Leo? Wieso? Wieso muss man diese Stellen einfach so mitten rein werfen? Mir hätte es viel besser gefallen, wenn die Autorin einfach auch aus Farsanehs Sicht geschrieben hätte. Dann hätte man vielleicht auch ein bisschen mehr über ihren Charakter erfahren. Meiner Meinung nach hätte das Buch einfach hundert Seiten länger sein müssen, ohne groß etwas an der Story zu ändern (bis auf das Ende vielleicht), damit man auch wirklich etwas über die Charaktere erfährt und nicht nur Ereignisse wiedergegeben werden. Schaut doch mal auf meinem Buchblog vorbei! http://buchophil.wordpress.com/

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    AusZeit-Mag

    23. July 2012 um 16:06

    Inhalt: - Der 15jährige Leo verliebt sich in die hübsche Farsaneh, die Schwester von Malik, dem Anführer einer Gang, die in der Stadt für Unruhe und Chaos sorgt. Leo ist neu und wird bald von den Gangmitgliedern in die Mangel genommen. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und schafft es sogar, als Mitglied aufgenommen zu werden. Durch Wettkämpfe prüft Malik den Mut seiner "Jungs", Dass sie damit eine Menge Ärger bekommen können, schert die jungen Männer und auch Leo nicht. Für ihn zählt nur eines: In Farsanehs Nähe zu sein. - Farsaneh und Leo treffen sich heimlich, da die Jungs seiner Gang ihre Liebe nicht akzeptieren würden. Doch Farsaneh wird das Versteckspiel bald zu viel und als sie andeutet, dass es so nicht mehr weitergehen kann, rastet der sonst so gefasste Leo aus ... - Einschätzung: - Nataly Savinas Debüt ist ein interessanter Jugendroman, der durch eine ehrliche und direkte Schreibweise beeindruckt und eine Jugendliebe in den Vordergrund rückt, die es sehr schwer hat, sich zu entfalten, was zu ungeahnten Problemen führt ... - Leo ist neu an seiner Schule und schlüpft zunächst mal in die Beobachterrolle. Schon bald begegnet er der "Gang", bestehend aus vier Jungen, die in der Gegend Schrecken verbreiten. Leo wird von ihnen gleich angepöbelt, aber die Jungen merken bald, dass Leo sich nicht so schnell unterkriegen lässt und einen starken, selbstbewussten Charakter besitzt. Sie nehmen ihn bei sich auf und fordern ihn auf ihre Weise: Malik stellt immer wieder mehr oder weniger abstruse Wettbewerbe: - ZITAT: "Um sich in seiner Gang zu behaupten, musste man schon ein paar Dinger mitmachen. Rocco war besonders beliebt, weil seine Mama ihm alle Videospiele und Handyfeatures gekauft hatte, die er haben wollte. [...] Malik hatte einen Narren an Wettbewerben gefressen. Wer sammelt die meisten Autoantennen? Wer baut die krassesten Stinkbomben? Wer killt die meisten Laternen mit nur einem Tritt? Wer hat die größten Muskeln? Wer sprayt die meisten Tags?" (Seite 79) - Um von der Gang nicht ausgeschlossen zu werden, macht Leo einige Dinge, die er sonst nie tun würde. Dabei verändert er sich und man bekommt als Leser einen guten Eindruck von seiner Gefühls- und Gedankenwelt. Mit seiner Mutter Rosa, eine ruhige und liebevolle Person, geht er sehr fürsorglich um, wohlweißlich, dass sie noch immer seinem Vater nachtrauert, der sie für eine andere Frau verlassen hat. Sobald Leo aber mit seinen Jungs zusammen ist, wird er ein anderer Mensch, ein "harter, gnadenloser" Kerl, der sich alles zutraut. Trotzdem ist da immer noch Farsaneh, für die Leo sich überhaupt erst auf die Gang eingelassen hat. Farsaneh, eine einfühlsames, kluges Mädchen, kümmert sich rührend um ihren kleinen Bruder Babak und wird von ihrem Vater, einem strengen Mann, unterdrückt. - Wenn Leo und die Gang bei Malik in der Wohnung sind, hofft er, Farsaneh zu sehen, doch sie kann sich ihm nur öffnen, wenn sie allein sind, was ein schwieriges Unterfangen ist. Sie treffen sich heimlich und merken, dass sie sich lieben. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Als Leser spürt man den Wunsch der beiden, sich sehen und lieben zu wollen, förmlich durch die Seiten, dennoch kann man nachvollziehen, dass Farsaneh die Heimlichtuerei bald zu viel wird. - Die Autorin erzählt die Geschichte um Leo und Farsaneh in kurzen, knappen, direkten und manchmal doch recht forschen Sätzen, was wiederrum auch gut zu den Figuren und der Geschichte an sich passt. Manchmal hätte ich mir allerdings noch ein wenig mehr Beschreibungen gewünscht. Um in die Geschichte hineinzufinden, habe ich auch einige Seiten gebraucht, da die Charaktere nur sehr indirekt beschrieben werden. Wer nun welche Rolle spielt erfährt man als Leser eher aus dem Zusammenhang heraus und nicht, weil Leo dies erklärt. Ich fand die Geschichte dennoch recht interessant, denn die Autorin spielt hier mit dem Thema "unmögliche Liebe" und fängt gleichzeitig Themen wie häusliche Probleme, Verbote, falsche Freundschaften sowie Gruppenzwang auf gelungene Weise ein. - Fazit: - Nataly Savinas ist mit ihrem Debüt ein spannender Jugendroman gelungen, der sich mit sehr aktuellen und akuten Problemen von jungen Erwachsenen beschäftigt und von einer Jugendliebe erzählt, die es durch äußere Umstände schwer hat, sich zu entfalten. Von mir gibt es für diese manchmal doch nachdenklich stimmende Geschichte gute 4 von 5 Punkten. (DL)

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    Tatze

    15. July 2012 um 19:45

    Inhalt: Nachdem seine Eltern sich getrennt haben, zieht Leo mit seiner Mutter um. In der neuen Umgebung versucht er, seine Mutter zu trösten und in der neuen Schule zurechtzukommen. Dann trifft er Farsaneh und alles verändert sich, denn von da an versucht er nur noch, mit dem schönen und geheimnissvollen Mädchen ins Gespräch zu kommen. Um in ihrer Nähe sein zu können, freundet er sich mit ihrem Bruder Malik an, einem berüchtigten Schläger, und wird tatsächlich in seine Gang aufgenommen. Und auch mit Farsaneh versteht er sich immer besser...und muss mit allen Folgen davon leben. Meinung: In meinen Augen ist "Herbstattacke" von Nataly Savina einen typisches Jugendbuch: EIn Jugendlicher in einer schwierigen Situation verliebt sich und das bringt jede Menge Probleme mit sich. Aber das es ein typisches Jugendbuch ist heißt ja auch nicht unbedingt, dass es schlecht ist, nein, ich fand das Buch sogar sehr gut. Die Geschichte ist sehr interessant und neu gestaltet und es kommen viele schwierige Themen vor, Krankheit, Gruppenzwang, Scheidung und noch viele andere Themen. Ich fand es wirklich interessant, wie all diese Themen auf nur knapp 140 Seiten Platz finden, aber das hat gut geklappt. Das liegt auch an dem Schreibstil. Der ist nicht zu umschweifend, sondern eher direkt, und das hat sehr gut zu der Geschichte gepasst. Die Gang hat dadurch auch ihre ganz eigene Sprache bekommen. Die Figuren sind sympathisch, vor allem Leos Mutter Rosa und Farsaneh, aber auch die Gangmitglieder, obwohl sie sich meistens ziemlich grob verhalten. Aber jedes Mitglied hat auch ziemlich viele Probleme, und man kann irgendwie verstehen, wie verzweifelt sie insgeheim sein müssen. Ich muss auch noch loswerden, dass ich das Cover sehr schön fand. Um ehrlich zu sein kann ich noch nicht mal sagen, warum, ich fand es einfach nur schön und passend und es hat wirklich zum Lesen eingeladen. Fazit: "Herbstattacke" ist ein interessantes Jugendbuch, das sich mit vielen heiklen Themen auseinandersetzt. Wer ein Jugendbuch sucht, das nicht nur an der oberfläche kratzt, sondern etwas tiefer geht, der sollte dieses Buch lesen.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    cole88

    15. July 2012 um 13:12

    Inhalt: Leo wechselt die Schule, da sich sein Vater von seiner Mutter aufgrund einer neuen Beziehung getrennt hat. Leo hat es an der neuen Schule nicht einfach. Er wird von Malik's Gang schikaniert und verliebt sich ausgerechnet noch in seine Schwester Farsaneh. Er zieht dann mit der Gang um die Häuser und es entwickeln sich Situationen die Leo so nie wollte. Fazit: Die Autorin Nataly Elisabeth Savina schreibt in ihrem Werk über wichtige Themen die besonders in der Schulzeit eine entscheidende Rolle spielen: Gruppenzwang, Mobbing, Liebe. Dieses Jugendbuch ist meiner Meinung nach ein gutes Buch für 12-16jährige die durch das Buch eine objektive Sichtweise vielleicht auf ihr eigenes Verhalten bekommen. Ich denke dieses Buch ist für den Unterricht geeignet und sollte in Deutsch behandelt werden, Dennoch denke ich das die Autorin die Charaktere weiter hätte ausbauen können, da mir zuweilen der Tiefgang fehlt.

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  • Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina

    Herbstattacke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2012 um 14:45

    Meinung Mobbing,Gruppenzwang und die erste Liebe verpackt in 136 Seiten. Inhalt Leo ist der Neue an seiner Schule und hat es wahrlich nicht leicht. Er wird von dieser Gang, dessen Anführer Malik heißt, bis aufs Übelste runtergemacht und dann verliebt er sich auch noch in Farsaneh , die Schwester von diesem Malik. Doch Leo wäre nicht Leo wenn er es nicht schaffen würde sich zu beweisen und einen Platz in Maliks Gang zu ergattern. Somit kann er auch Farsaneh endlich näher sein, wenn auch heimlich. Doch die ganze Situation nimmt eine tragische Wendung... Charaktere Leo, ein Junge der, aufgrund seinen Stempels "Ich bin neu", gemobbt wird und nur eines will, dazugehören. Malik, der Anführer einer Gang die sich darauf spezialisiert haben andere Menschen runterzumachen und einfach nur rumzuhängen. Zu dieser Gang gehören auch Rocco,Boz und Ivica, alles Jungs die sich Malik untergeordnet haben und alles tun was er sagt. Farsaneh, die Schwester von Malik, hat es Leo angetan. Er verliebt sich unsterblich in sie und möchte ihr unbedingt näher kommen. Sie möchte das irgendwann auch, doch das ganze läuft aus dem Ruder. Zum Schluss haben wir noch Babak, den kleinen Bruder von Malik und Farsaneh. Farsaneh kümmert sich ganz rührend um den Kleinen und Rosa, die Mutter von Leo, eine teilweise sehr labile Frau. Schreibstil & Aufbau Der Schreibstil ist sehr flüssig , genau das richtig für ein Jugendbuch.Eine einfache Wortwahl und doch machte mich das Buch gleichzeitig auch sehr nachdenklich. Die Kapitel sind sehr kurz, was man allein daran merkt das es in dem 136 Buch ganze 44 Kapitel gibt. Am Ende findet man eine Leseprobe von dem Buch "Ich wünschte ich könnte dich hassen". Fazit Ein kurzes aber sehr gewaltiges Jugendbuch mit Themen die heute sehr aktuell sind. Mobbing,Cliquen und Gruppenzwang stehen an jeder Schule an der Tagesordnung und irgendjemand ist immer das Opfer. Man kann es sich nicht aussuchen. So auch Leon. Und wenn man sich dann auch noch in die Schwester von dm Ganganführer verliebt ist Stress vorprogrammiert. Die ganze pubertäre Selbstfindungsphase ist sowieso ein einziges Chaos. Das wurde in diesem Buch sehr gut rüber gebracht. Das Ende zeigte auf erschreckende aber reale Art und Weise, was passieren kann wenn man sich verstellt, seine eigenen Gefühle runterschluckt, sich gewissen Personen unterordnet und das mit der Liebe auch nicht klappen will. Ich war nachdem Lesen erstmal sehr nachdenklich und denke das das ein gutes Buch für die jüngeren Leser ist. Das vom Hersteller empfohlene Alter 14-17,muss ich etwas korrigieren. Meiner Meinung nach ist das ein Buch von13-16.

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