Natascha Kampusch

 4.1 Sterne bei 739 Bewertungen
Autorin von 3096 Tage, 10 Jahre Freiheit und weiteren Büchern.
Natascha Kampusch

Lebenslauf von Natascha Kampusch

Natascha Maria Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien geboren. Bekannt wurde Kampusch durch eine acht Jahre andauernde Entführung, aus der ihr letztendlich die Flucht gelang. Vier Jahre nach dieser spektakulären Flucht veröffentlichte sie nun ihre Geschichte, welche sie gemeinsam mit zwei Journalistinnen schrieb.

Alle Bücher von Natascha Kampusch

3096 Tage

3096 Tage

 (685)
Erschienen am 15.02.2013
10 Jahre Freiheit

10 Jahre Freiheit

 (22)
Erschienen am 09.03.2018
3096 Tage

3096 Tage

 (22)
Erschienen am 13.01.2012
10 Jahre Freiheit

10 Jahre Freiheit

 (4)
Erschienen am 01.09.2016
10 Jahre Freiheit

10 Jahre Freiheit

 (0)
Erschienen am 12.08.2016
3,096 Days in Captivity

3,096 Days in Captivity

 (6)
Erschienen am 06.09.2011
3096 jours (Essais et documents)

3096 jours (Essais et documents)

 (0)
Erschienen am 27.10.2010
10 Years of Freedom

10 Years of Freedom

 (0)
Erschienen am 25.04.2017

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Neue Rezensionen zu Natascha Kampusch

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jolovesbookss avatar

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Erschütternd und gleichzeitig beeindruckend
jolovesbooksvor einem Monat

Nach dem Lesen dieses Buches brauchte ich erst einmal eine Pause zum Durchatmen, um dieses Review zu schreiben. Neben dem Lesen habe ich immer wieder Sachen im Internet nachgelesen, habe alte Interviews mit Natascha Kampusch angehört und angesehen, um mir ein noch umfassenderes Bild von ihrer Geschichte zu machen. Und das hat mich emotional sehr aufgewühlt, ihre Haltung und ihre Kraft aber auch sehr berührt und beeindruckt.

Dieses Buch erzählt relativ nüchtern von Natascha Kampusch’ Kindheit. Was ich nicht wusste war, dass diese schon vor der Entführung nicht die Glücklichste war. Das macht es für mich noch trauriger, dass sie das erleben musste. Dennoch hegt sie in dem Buch keinen Groll gegen ihre Eltern. Im Gegenteil auch sie gehörten zu den Sehnsüchten und Hoffnungen, die sie dort in ihrem Verließ am Leben hielten.

Dabei war es schon manchmal schwer zu ertragen, mitzuverfolgen, wie sie über die Jahre schwerst körperlich misshandelt wurde. Wie sie das durchgehalten und schließlich sogar überlebt hat, ist mir ein Rätsel. Diese Szenen werden nüchtern erzählt oder als Auszüge aus ihren Aufzeichnungen, die aber ebenfalls nüchtern sind. Dadurch bleibt es noch erträglich. Zumindest für den Leser. Für sie muss es schrecklich gewesen sein.

Beeindruckt hat mich auch, wie sie ihr inneres Gefängnis beschreibt. Man kann sich kaum vorstellen, wie der Entführer sie so psychisch fertig gemacht hat, dass sie ihren Sinnen nicht mehr traut und so eingeschüchtert ist, dass sie gar nicht fliehen kann, selbst wenn sich die Gelegenheit ergeben würde. In den wenigen Stunden im Garten, glaubte sie es sei alles inszeniert. Die Realität kam ihr unreell vor.

Was auch erstaunlich ist, ist ihre Einstellung gegenüber dem Täter, den sie als Menschen sieht. Den sie zwar fürchtet, aber dennoch versucht Verständnis für ihn aufzubringen. Sie malt kein Bild von schwarz und weiß, was sie auch immer wieder betont. Und ich fand ihre Haltung mutig und nachvollziehbar.

Fazit:

Für mich ist es ein sehr beeindruckendes Buch einer jungen Frau, die viel durchgestanden hat, aber danach ein starker Mensch geworden ist. Das zu lesen, erschreckt einen wegen der Grausamkeit des Täters, beeindruckt aber auf der anderen Seite aufgrund der Stärke von Natascha Kampusch.


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Anett_Gls avatar

Rezension zu "10 Jahre Freiheit" von Natascha Kampusch

Es ist einfach nur traurig
Anett_Glvor 5 Monaten

Die Story um Natascha hat wohl jeden bewegt. Ein kleines Mädchen was am helllichten Tag entführt wird und sich nach 10 Jahren selber befreien kann. Eine wirkliche Hollywood-Story. Ich habe mir bereits ihr erstes Buch durchgelesen und war erschrocken, was ein einzelner Mensch alles durchstehen kann. Wie viel Schmerz und Erniedrigung ein Körper überstehen kann. 
Nach 10 Jahren dann zu lesen, dass das Martyrium eigentlich nie ein Ende fand. Nachdem sie sich selber befreien konnte, begann der ganze Zirkus um dieses besondere Mädchen, welches nach 10 Jahren unter ständiger Beobachtung eigentlich nur ein normales Leben führen wollte. Ich finde es grausam, wie die Menschen sich so an einer Story aufgeilen können. Wie viele Gerüchte man erfinden kann nur um ein Stückchen vom Kuchen Kampusch ab zubekommen. Ich finde einige der Menschen waren vielleicht sogar grausamer zu Natascha und ihre Familie, als der Entführer selber. 
Ich finde die Geschichte einfach nur grausam und traurig. Und kann nur mit den Kopf schütteln, über so viel Schwachsinn und Wahnsinn, den eine einzige junge Frau ertragen muss. 
Wer sich für Natascha und ihre Geschichte interessiert, der sollte sich das Buch zulegen.

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_Julia_s avatar

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Beeindruckend starke Frau, und so ist auch ihr Buch
_Julia_vor 6 Monaten

Nachdem man das Buch gelesen hat kann man Natascha Kampusch einfach viel besser verstehen. Ich finde es unglaublich wie tapfer sie war um all diese Jahre zu überstehen. Sie schafft es, ihre Qualen so zu beschreiben, dass man sie dennoch nicht als schwaches Opfer sieht sondern als starke Frau, die sie auch sein möchte. Außerdem kann man im Verlauf des Buches auch sehr gut verfolgen, wie sie sich langsam vom kleinen Kind zu eben dieser starken Frau entwickelt. Sie beschreibt sehr gut, was ihr in dieser Zeit immer wieder Kraft und Halt gegeben hat um stark zu bleiben. Auch versucht sie zu ergründen warum der Täter zu dem wurde was er ist und auch ihn verständlich zu machen. Ich freue mich jetzt schon total auf das nächste Buch "10 Jahre Freiheit", um zu sehen, wie sich ihr Leben weiter entwickelt hat.

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Gespräche aus der Community

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DoreenGehrkes avatar

Opfer wider Willen – Natascha Kampusch schreibt über ihr Leben zehn Jahre nach ihrer Selbstbefreiung / Ein Kommentar (2016)


,Du bist ein Opfer, weil wir das so wollen!‘ – diesen Gedanken hatte ich ganz oft, als ich das zweite Buch von Natascha Kampusch »10 Jahre Freiheit« las. Genauso oft dachte ich: ,Ja, stimmt.‘ oder ,Diesen Eindruck habe ich auch.‘ Aber letztlich führte dieses viele Kopfnicken und Seufzen zu jenem Gedanken, der mich stets beim Schreiben meiner Jugendbücher begleitet: ,Das ist alles kein Quatsch, das ist alles kein Hirngespinst, das ist alles das, was ganz genau so vor unseren Augen geschieht.‘ 

Es wird aber so gerne weggesehen und viel lieber der Mund gehalten. Oder man will es eben nicht wahrhaben, selbst wenn die Beweise erdrückend sind. Wenn dann noch ein Opfer aus eigener Stärke heraus sich von den Fesseln seiner Unterdrückung befreit und ein neues, freies und selbstbestimmtes Leben beginnt, scheint es für viele Menschen nicht zu akzeptieren, nicht auszuhalten zu sein. Wahrscheinlich weil sie ihrer eignen Schwächen bewusst sind. Sie selbst hätten die Jahre im Verlies vielleicht nicht überlebt. Hätten sich nicht wie Natascha Kampusch im dem Maße entwickelt, dass sie irgendwann über dem Täter gestanden und dessen Fehler sich zu Nutze gemacht hätten. Um dann schließlich im passenden Moment in die Freiheit zu laufen. Natascha Kampusch hat das geschafft. Weil sie bereits als Kind eine starke Persönlichkeit hatte und sich selber damals schon so gut kannte, dass sie all den Schrecken auszuhalten vermochte. 

Ich glaube einfach, die meisten Menschen können das nicht. Sie erkennen Natascha Kampusch als eine der Anderen und eben nicht als eine der Ihren. Deshalb muss die Außenseiterin Kampusch denunziert und verleumdet werden. Sie muss selbst für ihre Entführung gesorgt haben, sie muss ein Kind bekommen und getötet haben und sie muss ihre Zeit beim Täter Priklopil genossen haben, denn wie hätte sie sonst so offensichtlich unbeschadet die Zeit bei ihm überstehen können. Verweise auf Zeitungsartikel, auf Kommentare in den sozialen Netzwerken und auf Fernsehinterviews belegen, was die junge Frau in den letzten zehn Jahren alles auszuhalten hatte. Ich gebe Natascha Kampusch recht, wenn sie schreibt: » ... weil ich einigen Menschen oder Teilen der Gesellschaft unbewusst einen Spiegel vorgehalten habe. Der Blick hinein hat Angst gemacht. Angst vor Abgründen, vor Verdrängung, aber auch vor dem Zulassen von Stärke und Schwäche.« Damit hat sie etliche Menschen provoziert und ist zudem eben nicht in die Opferrolle zurückgefallen, in der sie einige gerne sehen würden. Natascha Kampusch hat aber gerade wegen ihrer starken Persönlichkeit überlebt. Man sollte sie bewundern und nicht verachten. 

Ich habe bereits viele Bücher gelesen, in denen Opfer über ihre Erlebnisse berichten. Und es sind genau diese Berichte, die das Unzumutbare aus dem Kellerloch ans Tageslicht bringen und uns ungeschönt das vor Augen führen, was wir doch alle längst wissen. Es muss ganz einfach die Angst vor der Wahrheit sein, wenn einige Menschen sich über das Veröffentlichen dieser Grausamkeiten aufregen. Aber ich finde es richtig und auch wichtig, sich mit den Schattenseiten in der Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Natascha Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien (Österreich) geboren.

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