Natascha Kampusch

 4,1 Sterne bei 816 Bewertungen
Autorin von 3096 Tage, 10 Jahre Freiheit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Natascha Kampusch (© Martin Moravek / Quelle: Ullstein)

Lebenslauf von Natascha Kampusch

Natascha Maria Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien geboren. Bekannt wurde Kampusch durch eine acht Jahre andauernde Entführung, aus der ihr letztendlich die Flucht gelang. Vier Jahre nach dieser spektakulären Flucht veröffentlichte sie nun ihre Geschichte, welche sie gemeinsam mit zwei Journalistinnen schrieb.

Alle Bücher von Natascha Kampusch

Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)

3096 Tage

 (740)
Erschienen am 15.02.2013
Cover des Buches 10 Jahre Freiheit (ISBN: 9783548377285)

10 Jahre Freiheit

 (35)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches Cyberneider (ISBN: 9783903263123)

Cyberneider

 (6)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783869090986)

3096 Tage

 (24)
Erschienen am 13.01.2012
Cover des Buches 10 Jahre Freiheit (ISBN: 9783957130266)

10 Jahre Freiheit

 (4)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches 3,096 Days in Captivity (ISBN: 9780425244289)

3,096 Days in Captivity

 (6)
Erschienen am 06.09.2011
Cover des Buches 3096 jours (Essais et documents) (ISBN: 9782709637398)

3096 jours (Essais et documents)

 (1)
Erschienen am 27.10.2010
Cover des Buches 10 Years of Freedom (ISBN: 9783950442601)

10 Years of Freedom

 (0)
Erschienen am 25.04.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Natascha Kampusch

Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)Alexa-Tims avatar

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Interessantes Buch über ihre Geschichte
Alexa-Timvor einem Monat

Einen kurzen Einblick in die Familie zu bekommen fand ich spannend. Aber über die Stadt, wo sie herkommt, waren es mir definitiv zu viele Fakten, die sie aufgeführt hat. Das hat mich gebremst aus ihrer Geschichte.

Ich fand krass, was für ein Bild sie damals von ihren Eltern hatte. Hätte mir auch dazu noch positivere Ereignisse gewünscht vom Mutter-Tochter Verhältnis.

An sich sind es echt interessante Fakten darin. Dennoch liest es sich anfangs erschwerlich, dadurch das gar nicht so auf der emotionalen Ebene geschrieben wurde. Später wurde es definitiv besser und ich kam echt gut durch das Buch durch.
Was ich schön fand, war, dass sie Bezug als Erwachsene zu den Situationen genommen hat, die sie durchleben musste. Was sie gedacht hat bzw. wie sie es aus heutiger Sicht sieht.

Ich finde, dass trotz fehlender emotionaler Ebene, Natascha Kampusch sich treu geblieben ist. Denn sie selbst beschreibt, das sie nicht auf emotionaler Ebene ihre Geschichte schreiben kann/erzählen kann, sondern aus der Sicht einer dritten Person. Als ob sie sich selbst und dem Täter zuguckt.
Wieso also etwas erzwungenes schreiben nur damit es dem Leser evtl. besser gefällt. Es ist ihre Geschichte, ihr Leben, ihre Bewältigung und ich finde es unglaublich mutig und stark, dass sie selbst ihre Geschichte aufgeschrieben hat und uns, der Welt, erzählt.

Tatsächlich sind einige Dinge darin, wie die Misshandlungen, die ich nicht so krass erwartet hatte und ich immer wieder schockiert war, was sie durchmachen musste und wie der Täter gedacht hat. Wie skrupellos und unvorhersehbar er werden konnte.

Auch verstehe ich ihre Ansichten über Wolfgang Priklopil und kann diese Nachvollziehen, auch wenn ich selbst vielleicht nicht so denken würde, sondern es auf eine andere Art und Weise bewältigen/überstehen/überleben würde. Aber dies weiß man nur wirklich, wenn man selbst in so einer Situation kommen würde.

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Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783869090986)E

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Ein schlimmes Schicksal
Elliatbookwonderlandvor 2 Monaten

Seit Jahren habe ich immer mal wieder den Namen Natascha Kampusch gehört, mich aber nie mit dem Thema befasst. Nun habe ich dass Buch gelesen und muss sagen... ach du Schande. Das einem kleinen Mädchen so etwas passieren musste ist tragisch und absolut traurig. Die kleine Natscha wurde für Ihr Leben geprägt. Sie schildert deutlich, was ihr alles widerfahren ist und jede Erfahrung tut einem selbst weh. 

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Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)Sabrysbluntbookss avatar

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Hatte mehr erwartet
Sabrysbluntbooksvor 3 Monaten

Die Geschichte von Natascha-Kampusch...

Nachdem ich den Film gesehen hatte, wollte ich natürlich noch das Buch lesen, leider muss ich sagen, hatte das Buch nicht die tiefe die ich von dieser Geschichte erwartet hatte und mir auch gewünscht hätte.

Es ist aus ihrer Sicht beschrieben aber als Erwachsene die zurückblickt, die Szenen werden irgendwie zusammengefasst und ich hatte dadurch das Gefühl man bekommt gar nicht die Tragik der einzelnen Szenen mit... da fand ich den Film wesentlich besser, da die Schauspieler dieses Leid und die Situation besser rübergebracht haben... ich kanns leider nicht besser beschreiben...

Den Schluss fand ich noch gut, das nicht der Befreiungstag ihr neuer Start war sondern als sie ihr Leben wieder in den Griff bekam...

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Gespräche aus der Community


Opfer wider Willen – Natascha Kampusch schreibt über ihr Leben zehn Jahre nach ihrer Selbstbefreiung / Ein Kommentar (2016)


,Du bist ein Opfer, weil wir das so wollen!‘ – diesen Gedanken hatte ich ganz oft, als ich das zweite Buch von Natascha Kampusch »10 Jahre Freiheit« las. Genauso oft dachte ich: ,Ja, stimmt.‘ oder ,Diesen Eindruck habe ich auch.‘ Aber letztlich führte dieses viele Kopfnicken und Seufzen zu jenem Gedanken, der mich stets beim Schreiben meiner Jugendbücher begleitet: ,Das ist alles kein Quatsch, das ist alles kein Hirngespinst, das ist alles das, was ganz genau so vor unseren Augen geschieht.‘ 

Es wird aber so gerne weggesehen und viel lieber der Mund gehalten. Oder man will es eben nicht wahrhaben, selbst wenn die Beweise erdrückend sind. Wenn dann noch ein Opfer aus eigener Stärke heraus sich von den Fesseln seiner Unterdrückung befreit und ein neues, freies und selbstbestimmtes Leben beginnt, scheint es für viele Menschen nicht zu akzeptieren, nicht auszuhalten zu sein. Wahrscheinlich weil sie ihrer eignen Schwächen bewusst sind. Sie selbst hätten die Jahre im Verlies vielleicht nicht überlebt. Hätten sich nicht wie Natascha Kampusch im dem Maße entwickelt, dass sie irgendwann über dem Täter gestanden und dessen Fehler sich zu Nutze gemacht hätten. Um dann schließlich im passenden Moment in die Freiheit zu laufen. Natascha Kampusch hat das geschafft. Weil sie bereits als Kind eine starke Persönlichkeit hatte und sich selber damals schon so gut kannte, dass sie all den Schrecken auszuhalten vermochte. 

Ich glaube einfach, die meisten Menschen können das nicht. Sie erkennen Natascha Kampusch als eine der Anderen und eben nicht als eine der Ihren. Deshalb muss die Außenseiterin Kampusch denunziert und verleumdet werden. Sie muss selbst für ihre Entführung gesorgt haben, sie muss ein Kind bekommen und getötet haben und sie muss ihre Zeit beim Täter Priklopil genossen haben, denn wie hätte sie sonst so offensichtlich unbeschadet die Zeit bei ihm überstehen können. Verweise auf Zeitungsartikel, auf Kommentare in den sozialen Netzwerken und auf Fernsehinterviews belegen, was die junge Frau in den letzten zehn Jahren alles auszuhalten hatte. Ich gebe Natascha Kampusch recht, wenn sie schreibt: » ... weil ich einigen Menschen oder Teilen der Gesellschaft unbewusst einen Spiegel vorgehalten habe. Der Blick hinein hat Angst gemacht. Angst vor Abgründen, vor Verdrängung, aber auch vor dem Zulassen von Stärke und Schwäche.« Damit hat sie etliche Menschen provoziert und ist zudem eben nicht in die Opferrolle zurückgefallen, in der sie einige gerne sehen würden. Natascha Kampusch hat aber gerade wegen ihrer starken Persönlichkeit überlebt. Man sollte sie bewundern und nicht verachten. 

Ich habe bereits viele Bücher gelesen, in denen Opfer über ihre Erlebnisse berichten. Und es sind genau diese Berichte, die das Unzumutbare aus dem Kellerloch ans Tageslicht bringen und uns ungeschönt das vor Augen führen, was wir doch alle längst wissen. Es muss ganz einfach die Angst vor der Wahrheit sein, wenn einige Menschen sich über das Veröffentlichen dieser Grausamkeiten aufregen. Aber ich finde es richtig und auch wichtig, sich mit den Schattenseiten in der Gesellschaft auseinanderzusetzen.
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Zusätzliche Informationen

Natascha Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien (Österreich) geboren.

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