Natascha Kampusch

 4.1 Sterne bei 787 Bewertungen
Autorin von 3096 Tage, 10 Jahre Freiheit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Natascha Kampusch (© Martin Moravek / Quelle: Ullstein)

Lebenslauf von Natascha Kampusch

Natascha Maria Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien geboren. Bekannt wurde Kampusch durch eine acht Jahre andauernde Entführung, aus der ihr letztendlich die Flucht gelang. Vier Jahre nach dieser spektakulären Flucht veröffentlichte sie nun ihre Geschichte, welche sie gemeinsam mit zwei Journalistinnen schrieb.

Alle Bücher von Natascha Kampusch

Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)

3096 Tage

 (718)
Erschienen am 15.02.2013
Cover des Buches 10 Jahre Freiheit (ISBN: 9783548377285)

10 Jahre Freiheit

 (32)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches Cyberneider (ISBN: 9783903263123)

Cyberneider

 (4)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783869090986)

3096 Tage

 (23)
Erschienen am 13.01.2012
Cover des Buches 10 Jahre Freiheit (ISBN: 9783957130266)

10 Jahre Freiheit

 (4)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches 3,096 Days in Captivity (ISBN: 9780425244289)

3,096 Days in Captivity

 (6)
Erschienen am 06.09.2011
Cover des Buches 3096 jours (Essais et documents) (ISBN: 9782709637398)

3096 jours (Essais et documents)

 (0)
Erschienen am 27.10.2010
Cover des Buches 10 Years of Freedom (ISBN: 9783950442601)

10 Years of Freedom

 (0)
Erschienen am 25.04.2017

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Neue Rezensionen zu Natascha Kampusch

Neu

Rezension zu "10 Jahre Freiheit" von Natascha Kampusch

Eine ergreifende Geschichte über eine sehr starke Frau
Shari_Warii_bookaholic_vor 3 Monaten


Meinung: Ich möchte mir nicht anmaßen über dieses Buch ein Urteil zu bilden. Oder besser gesagt über den Inhalt, denn dieses Buch ist eine Lebensgeschichte über eine junge Frau, welche einen schweren Schicksalsschlag erleiden musste und unglaublich traumatische und grausame Dinge erleben musste.

Was ich aber sagen kann und möchte zu diesem Buch ist, dass ich diese Frau bewundere. Wie man nach solch schrecklichen Ereignissen, noch so eine starke Persönlichkeit sein kann ist einfach unglaublich.

In diesem Buch erzählt sie uns ihre Geschichte nach ihrer Flucht und nach 10 Jahren Freiheit. Was ist alles in dieser Zeit passiert? War sie wirklich frei? Wie ist die Welt mit ihr umgegangen? Was musste sie alles erdulden? Was möchte sie in ihrer Zukunft tun?

Ich fand es einfach faszinieren und erschreckend darüber zu lesen, wie schwer es ihr doch die Gesellschaft und die Medien gemacht haben, wirklich frei zu sein. Was sie alles erdulden musste. Aber auch was sie alles erreicht hat und was sie noch alles erreichen will.

Fazit:  Ich wünsche Natascha Kampusch für ihre Zukunft alles Gute und dass sie endlich „frei“ sein kann. Frei von den Medien und von der Gesellschaft. Das sie als Mensch angesehen wird und das sie all ihre Träume erreichen kann.



  • ALLGEMEIN





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J

Rezension zu "3096 Tage" von Natascha Kampusch

Zu psychologisch für mich
Jack_Ryan_jr02vor 3 Monaten

An sich war das Buch schon interessant für mich, zu lesen was mit ihr während der Gefangenschaft passiert ist. Würde ich nicht wissen dass das in echt passiert ist, würde ich das Buch als unrealistisch bezeichnen aber da das Buch auf wahre Begebenheiten beruht, ist es umso erschreckender. Ab der Mitte des Buches wurde es mir nur zu psychologisch,womit ich nicht so gut klarkomme. Wer aber solche Bücher gerne liest, für den ist dieses Buch eine Pflichtlektüre. 

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Rezension zu "Cyberneider" von Natascha Kampusch

Cybermobbing im Tunnelblick: An der Oberfläche gekratzt und schlecht recherchiert
awogflivor 6 Monaten

Ich war schon äußerst gespannt auf das neue Buch von Natascha Kampusch, denn durch ihre Situation nach der Befreiung aus dem Kerker war sie ja eines der ersten Opfer einer Cybermobbing Kampagne. Deshalb kann sie natürlich aus der Sicht einer Betroffenen auch einiges zu diesem interessanten Thema beitragen. Außerdem habe ich Ihr erstes Buch 3096 Tage, das ich direkt vor diesem Werk zu Einstimmung gelesen habe, sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr gut gefunden.

Leider erschöpft sich der Inhalt dieses Sachbuchs zum Thema Cyberneider nahezu völlig in Hinsicht auf ihren persönlichen Bezug, was bei der oben genannten Biografie sehr erwünscht, bei einem themenbezogenen Sachbuch aber einfach viel zu wenig substantiell ist. Es werden fast ausschließlich Kampuschs persönliche Geschichte und kleine Gschichteln, die bekannten Online-Influencern passiert sind, im charmanten Plauderton total oberflächlich präsentiert. Nahezu den gesamten Rest, den ein Sachbuch ausgehend vom persönlichen Bezug des Autors zu diesem Thema sonst noch aufweisen sollte, sucht man als Leser*in vergeblich.

Da fehlen ganz dringend und unbedingt benötigt gut recherchierte und in einfacher Sprache präsentierte, auch Laien zugänglich gemachte Fakten zu Rechtslage, obwohl ein Rechtskapitel durchaus existiert. Natascha Kampusch will eigentlich Journalistin werden, hat sich für dieses Buch aber nie die dringend notwendige Mühe gemacht, zum Beispiel die Online Juristin und Spezialistin Maria Windhager eingehend zu diesem Thema zu befragen. Immer wenn Inhalte zwingend in die Tiefe gehen müssten, schummelt sie sich mit nichtssagenden Allgemeinplätzen und platten Attitüden über die notwendigen Details hinweg.

Sogar Stefan Slupetzky konnte in seinem neuen Krimi Im Netz des Lemming kurz und knackig für jeden verständlich auf Seite 68 den ersten problematischen Knackpunkt der aktuellen Gesetzeslage in den Krimiplot einbauen. Cybermobbing kann leider selten als eine gefährliche Drohung angezeigt werden, nur wenn sie massiv genug wäre und in einer größeren Öffentlichkeit als nur von zwei Personen bezeugt werden kann, wird die Staatsanwaltschaft aktiv. Ein Online Protokoll gilt leider nicht. Cybermobbing kann erst dann als Stalking verfolgt werden, wenn der gleiche Mobber mehrmals aktiv wird. Da aber solche Personen teilweise einige Usernamen verwenden, beziehungsweise eine Gruppe von unterschiedlichen realen Mobbern sich sogar abspricht und abwechselt, ist diese Mehrmaligkeit auch meist nicht gegeben. Also ist keine der Taten ein Offizialdelikt, sondern wir haben es mit einer Ehrenbeleidigung zu tun, was zur Folge hat, dass als Privatanklagedelikt die Polizei und der Staat nicht von sich aus tätig werden. Zudem sind die Strafen lächerlich und die Opfer tragen als Privatkläger das Risiko der Gerichtskosten.

Auch der Fall Sigi Maurer wird von Kampusch im Plauderton vorgestellt, auf das eigentliche Fehlurteil in erster Instanz, die Beweislastumkehr, wird aber wieder überhaupt nicht eingegangen. Sigi Maurer hätte nicht beweisen müssen, dass der Craftbeer-Shop-Betreiber schuldig ist, sie beleidigt zu haben, sondern der Bierverkäufer hätte als Kläger beweisen müssen, dass er unschuldig ist. Hier wäre erneut ein Interview mit der Anwältin Windhager vonnöten gewesen, denn sie vertritt Sigi Maurer und einige andere Opfer in diesen internerechtlichen Fällen. Wer diesen Fall, in dem die österreichische Politikerin der Grünen, Opfer von Online Mobbing und zusätzlicher Bedrohung auf der Straße, vor Gericht zur Täterin bezüglich Rufschädigung gemacht wurde, nur weil sie die Originalnachrichten des Mobbers und Bedrohers veröffentlichte, nicht verfolgt hat, kann hier die genaue Geschichte recherchiert von Margarete Stokowski nachlesen.

Konstruktive Vorschläge für Betroffene zum Krisenmanagement im Fall von Cybermobbing sind überhaupt nicht vorhanden. Es wird sogar von wirksamen Methoden - wie das Blocken - durch Natascha Kampusch expliziert abgeraten. Das Gruppenblocken (Chain Blocking) mittels Softwaretools von Cybermobbern auf Twitter ist eine sehr wirksame Methode, einem über eine Einzelperson herfallenden (organisierten) Mob Einhalt zu gebieten. Ihre Namensvetterin Natascha Strobl, Rechtsextremismusexpertin und mobbingmäßig im Dauerbeschuss, kann hier schrittweise sinnvolle Methoden aufzeigen, wie sie einen Angriff des mit dem Welt-Journalisten Don Alphonso sympathisierenden rechten Mob durch solche Tools erfolgreich abgewehrt hat. Erneut hat Kampusch hier nicht recherchiert und verbreitet sogar als Rat für die Opfer sehr kontraproduktiv Blödsinn. Den detaillierten Prozess eines solchen Shitstorms und die gut funktionierenden Gegenmaßnahmen eines agierenden Betroffenen, der sich auch wehren kann, findet Ihr hier detailliert beschrieben. Aber jetzt höre ich schon auf, als Fleißaufgabe einen unerlässlichen Teil dieses Buches selbst zu schreiben.

Was mich am meisten bei diesem Werk genervt hat, ist dieser naivdümmliche Zugang zum Thema. Alles was hier gebetsmühlenartig wiederholt wird, ist, dass Mobbing böse ist und dass wir uns doch alle liebhaben sollten. Echt jetzt, so wollen wir mit dem Thema und mit Betroffenen umgehen? Keine Info, wie man sich juristisch effektiv wehren kann, beziehungsweise welche Gesetze geändert werden müssen?. Für Mobbingopfer nur ein bisschen Mitgefühl, den Rat durchzutauchen und den Kopf einzuziehen, es durchzustehen und sich nicht durch zu Chain-Blocking zu wehren? Das ist einfach zu wenig.

Und dann, nachdem hier so viele schmerzliche essentielle Lücken zu der Problematik des Cybermobbings klaffen, auch noch so viel zusätzliches Blabla vollständig am Thema vorbei. Wobei dieser Umstand Kampusch durchaus aufgefallen ist, und sie spricht das in den komplett überflüssigen Kapiteln zur Social Media Werbung, zum Gaming, zur Politik … auch an, schreibt aber trotzdem munter ausführlichst an diesen Abschnitten, die mit Cybermobbing nichts zu tun haben, weiter.

Bevor ich das Buch schon als komplett nutzlos in die Ecke schleudern und mich über meine gestohlene Lesezeit, ergo Lebenszeit ärgern wollte, kam die Autorin doch noch mit zwei winzigen Nutzeneffekten um die Ecke. Sie recherchierte aus Anwendersicht in den einzelnen wichtigen Social Media Kanälen, wie schnell beziehungsweise wie umständlich die User Informationen und Hilfe zum Thema Cybermobbing im Anlassfall bekommen. Weiters gibt es am Ende eine nicht ganz uninteressante Linkliste, in der sich unter anderem auch einige Meldestellen und Hilfsorganisationen für Mobbingopfer befinden.

Fazit: Dieses Sachbuch hat zum Mobbing nichts Substantielles zu berichten. Von mir gibt es also auf keinen Fall eine Leseempfehlung. Wer ein glühender Fan von Natascha Kampusch ist, kann vielleicht mit der ausschließlich persönlichen und tunnelartigen Sicht der Autorin auf das Thema ein bisschen etwas anfangen, gelernt hat die Person auf jeden Fall nichts Wesentliches. Wer Natascha Kampusch als Person genauer kennenlernen möchte, sollte besser Ihren Bericht 3096 Tage lesen, der ist nämlich wirklich gut.

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Gespräche aus der Community

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Opfer wider Willen – Natascha Kampusch schreibt über ihr Leben zehn Jahre nach ihrer Selbstbefreiung / Ein Kommentar (2016)


,Du bist ein Opfer, weil wir das so wollen!‘ – diesen Gedanken hatte ich ganz oft, als ich das zweite Buch von Natascha Kampusch »10 Jahre Freiheit« las. Genauso oft dachte ich: ,Ja, stimmt.‘ oder ,Diesen Eindruck habe ich auch.‘ Aber letztlich führte dieses viele Kopfnicken und Seufzen zu jenem Gedanken, der mich stets beim Schreiben meiner Jugendbücher begleitet: ,Das ist alles kein Quatsch, das ist alles kein Hirngespinst, das ist alles das, was ganz genau so vor unseren Augen geschieht.‘ 

Es wird aber so gerne weggesehen und viel lieber der Mund gehalten. Oder man will es eben nicht wahrhaben, selbst wenn die Beweise erdrückend sind. Wenn dann noch ein Opfer aus eigener Stärke heraus sich von den Fesseln seiner Unterdrückung befreit und ein neues, freies und selbstbestimmtes Leben beginnt, scheint es für viele Menschen nicht zu akzeptieren, nicht auszuhalten zu sein. Wahrscheinlich weil sie ihrer eignen Schwächen bewusst sind. Sie selbst hätten die Jahre im Verlies vielleicht nicht überlebt. Hätten sich nicht wie Natascha Kampusch im dem Maße entwickelt, dass sie irgendwann über dem Täter gestanden und dessen Fehler sich zu Nutze gemacht hätten. Um dann schließlich im passenden Moment in die Freiheit zu laufen. Natascha Kampusch hat das geschafft. Weil sie bereits als Kind eine starke Persönlichkeit hatte und sich selber damals schon so gut kannte, dass sie all den Schrecken auszuhalten vermochte. 

Ich glaube einfach, die meisten Menschen können das nicht. Sie erkennen Natascha Kampusch als eine der Anderen und eben nicht als eine der Ihren. Deshalb muss die Außenseiterin Kampusch denunziert und verleumdet werden. Sie muss selbst für ihre Entführung gesorgt haben, sie muss ein Kind bekommen und getötet haben und sie muss ihre Zeit beim Täter Priklopil genossen haben, denn wie hätte sie sonst so offensichtlich unbeschadet die Zeit bei ihm überstehen können. Verweise auf Zeitungsartikel, auf Kommentare in den sozialen Netzwerken und auf Fernsehinterviews belegen, was die junge Frau in den letzten zehn Jahren alles auszuhalten hatte. Ich gebe Natascha Kampusch recht, wenn sie schreibt: » ... weil ich einigen Menschen oder Teilen der Gesellschaft unbewusst einen Spiegel vorgehalten habe. Der Blick hinein hat Angst gemacht. Angst vor Abgründen, vor Verdrängung, aber auch vor dem Zulassen von Stärke und Schwäche.« Damit hat sie etliche Menschen provoziert und ist zudem eben nicht in die Opferrolle zurückgefallen, in der sie einige gerne sehen würden. Natascha Kampusch hat aber gerade wegen ihrer starken Persönlichkeit überlebt. Man sollte sie bewundern und nicht verachten. 

Ich habe bereits viele Bücher gelesen, in denen Opfer über ihre Erlebnisse berichten. Und es sind genau diese Berichte, die das Unzumutbare aus dem Kellerloch ans Tageslicht bringen und uns ungeschönt das vor Augen führen, was wir doch alle längst wissen. Es muss ganz einfach die Angst vor der Wahrheit sein, wenn einige Menschen sich über das Veröffentlichen dieser Grausamkeiten aufregen. Aber ich finde es richtig und auch wichtig, sich mit den Schattenseiten in der Gesellschaft auseinanderzusetzen.
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Zusätzliche Informationen

Natascha Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien (Österreich) geboren.

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