Natascha Rodrigues

 4.3 Sterne bei 25 Bewertungen

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Und zwischen uns ein Jahr

Und zwischen uns ein Jahr

 (25)
Erschienen am 05.12.2014

Neue Rezensionen zu Natascha Rodrigues

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Rezension zu "Und zwischen uns ein Jahr" von Natascha Rodrigues

Von der Liebe und dem Loslassen
Wildponyvor 4 Jahren

Und zwischen uns ein Jahr  -  Natascha Rodrigues

Kurzbeschreibung Amazon:

Die Geschichte einer großen Liebe und eines couragierten Aufbruchs

Marie ist glücklich. Mit dem Mann, den sie liebt, und ihren zwei Kindern führt sie ein erfülltes Leben. Doch dann trifft sie während eines Wochenendes in Paris Serge. Ihre heile Welt gerät aus den Fugen: Immer stärker spürt sie die faszinierende und widersprüchliche Anziehungskraft, die Serge in ihr auslöst. Und immer mehr gerät ihr sorgsam gehütetes Glück ins Wanken. Sie begibt sich schließlich auf eine waghalsige Suche nach den Möglichkeiten und Grenzen der Liebe.

Mein Leseeindruck:

Eine sehr tief gehende Story von einer Frau, die nach langen Ehejahren eine neue Liebe trifft und sich zwischen Bleiben und Loslassen entscheiden muss.

Eine Entscheidung, die der eigentlich starken Marie sehr schwer fällt. Denn da sind auf der einen Seite ihre zwei Kinder und der treusorgende und liebende Ehemann, auf der anderen Seite der aufregende Geliebte, der doch so tief gefühlsmäßig ihr Herz berührt.

Bleiben oder Gehen? Lieber die Sicherheit und Geborgenheit der altvertrauten Ehe - oder doch die aufregende Liebe und die starken Gefühle für den Mann, der ihr Leben so plötzlich und tief gehend auf den Kopf gestellt hat?

Die Autorin bringt so authentisch und klar die Gefühle der in sich selbst zerrissenen Hauptprotagonistin Marie herüber, das man das Gefühl hat, hier schreibt Marie selbst. Es ist eine sehr ergreifende Story und ich als Leserin habe sehr mitgelitten und mich tief in die Geschichte versetzten können, als wäre ich selbst Marie und müsste diese Entscheidung treffen.

Fazit:

Ein wunderbar geschriebenes Buch über Gefühle und Entscheidungen, die große Liebe, Verlust und Angst, Neubeginn und Zerrissenheit. Sehr sehr gefühlvoll. Man hat nur ein Leben und das muss man so leben, wie man es für sich selbst am besten fühlt.

Eine Story die das Leben so schreibt und die mir tief ans Herz gegangen ist.

Daher 5 absolut verdiente Sterne für ein tolles Buch und schöne Lesestunden, die bei diesem spannenden Thema nur so dahin geflogen sind.

Wieder ein absoluter Volltreffer aus dem Aufbau Verlag! Top!

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Rezension zu "Und zwischen uns ein Jahr" von Natascha Rodrigues

Und zwischen uns ein Jahr
Solengelenvor 4 Jahren

Mein Haus, mein Mann, meine Kinder, mein Beruf, alles perfekt?!?!? Wie im richtigen Leben. Marie sollte doch glücklich sein, oder ??? Aber ein Augenblick, ein Blick, eine Situation, die alles verändert. Auf der Beerdigung ihres Vaters trifft sie nicht nur ihre verhasste Mutter, sondern auch Serge. was passiert mit Ihr? nach ihrer Rückkehr aus Paris ist Marie nicht mehr sie selbst, oder war sie vorher nicht sie selbst, hat sie vorher nur einer Vorstellung wie sie sein sollte entsprochen? Plötzlich ist ihr perfektes Leben gar nicht mehr perfekt, ihr liebevoller Ehemann eher eine "Belastung", nichts ist mehr wie zuvor. Sie ist innerlich zerrissen zwischen Pflicht und Kür, der Verstand würde sie "zügeln", aber das Herz verlangt nach Freiheit, verlangt nach dem anderen. Es rebelliert, es "zwingt" sie egoistisch zu sein, die Familie nicht mehr als das Non plus Ultra zu sehen, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, was immer die Zukunft bringen mag.

"Und zwischen uns ein Jahr" ist ein buch, das die Gemüter erhitzt, das die Leserschaft "spaltet". Ein Buch über Liebe, Pflicht, Verlangen, Zerrissenheit, Verletztheit, ein Buch das auch zum Nachdenken anregt. Der direkte Schreibstil nimmt den Leser mit Marie auf "die Reise", eine Reise ins Ungewisse, eine Reise zu sich selbst. Wie weit ist man bereit auf eigenes Glück zu verzichten, pflichtbewusst zu leben, es anders machen als die Eltern, wie lange kann man dies durchhalten, ohne dass man zerbricht, oder eben ausbricht. Ich bin mit Marie "geflogen", habe mit ihr gelitten, durfte sie begleiten zu einem neuen "Ich", habe aber auch mit ihrer Familie gefühlt und war selbst hin und her gerissen zwischen Verständnis und sie rütteln. Das Ende lässt viel Spielraum für eigene Gedanken, fürs "Weiterspinnen". Gerne empfehle ich es weiter.

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Rezension zu "Und zwischen uns ein Jahr" von Natascha Rodrigues

Zerbrechlich ist das Leben - Plötzlich ist alles anders. Wo bekomme ich jetzt das Glück zurück?
Leschenvor 4 Jahren

Was braucht es zum Glücklich sein? 

Marie ist Ende 30, Journalistin, zweifache Mutter. Sie lebt seit zwanzig mit dem gleichen Mann zusammen und ist mit ihm glücklich verheiratet. So beurteilt auch die Hauptprotagonistin Marie die Beziehung zu ihrem Ehemann, in dem sie einen liebevollen Lebenspartner gefunden hat, mit dem sie auch reden, lachen, diskutieren, entspannen und genießen kann. Man kann sagen, Marie hat sich in ihrem Privat- und Berufsleben eingerichtet. Für Außenstehende erscheint Maries Leben auch aus finanziellem, beruflichem Blickwinkel glücklich und perfekt. 

Bis zu dem Tag an dem Serge in ihr Leben tritt und sie sich ihre familiärer Vergangenheit, ihrer Kindheit stellen muss. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg: Fast ein Jahr lang, ist Marie hin und her gerissen, fährt emotional Achterbahn. Nach und nach erkennt sie, gesteht sie sich ein, was sie braucht und will, und wie ihr Leben weitergehen soll… 


Maries Weg dorthin und wie sie sich verändert und sich ihr Leben weitergestaltet, erfahren die Leser in dem nicht so typischen Liebesroman mit dem aussagekräftigen und passenden Titel „Und zwischen uns ein Jahr“. 


Meinung:

Sie hat mich gepackt, diese Marie – mich eingefangen in ihr Leben. Ihre Widersprüchlichkeit in ihren eigenen Empfindungen. Ich sehe sie schon zu Beginn der Geschichte – es ist die Trauerfeier ihres Vaters - vor meinem inneren Auge. Ihre plötzliche Unsicherheit und Zerrissenheit führen dazu, dass sich der Leser durchgängig fragt, welcher Weg ist nun der Richtige für Maries zukünftiges Leben? Viele Leser werden die Meinung vertreten, diese Frau hat alles und ist noch dazu gesund, also sollte sie dieses Glück nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Der Leser steigt mit Marie für die kommenden 12 Monate in eine Achterbahn der Gefühle ein, sie lernen eine Marie kennen, die sich selber und ihrer persönlichen Umgebung immer Fremder wird. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In Maries Leben ist die Zukunft nicht mehr sicher, dass, was sie ursprünglich wollte, wie ihr Leben verlaufen soll, wo sie hin will, stellt sie in Frage oder sie ist gedanklich weit weg. Nur körperlich anwesend in ihrem bisher glücklichen, kontrollierten Leben. Apathie und Lethargie werden oft zu Maries Begleitern. 

Mit Maries bester Freundin und Berufskollegin Freya und ihrem Mann Michel stellt die Autorin genauso wie mit einem befreundeten Ehepaar zwei weitere Paare vor, die alles zu haben scheinen, um glücklich zu sein. Ihr Lebensentwurf ist in vielerlei Hinsicht dem von Marie und Johannes vergleichbar, bis Serge und ihre Mutter wieder in ihr Leben treten. Diese beiden Paare mit ihren Kindern stellen eine Art Paradebeispiel für eine funktionierende Partnerschaft und Familie dar. Sie zeigen einen Weg auf den Marie einschlagen könnte, nachdem sie Serge wieder getroffen hat. Sie sind die „Normalität“ in Maries Leben, während sie und ihr Leben immer fragiler zu werden scheint. 

Gut und gekonnt hat die Autorin diese Protagonisten der Hauptprotagonistin und ihrer Familie gegenübergestellt. Nicht mit erhobener, rechtschaffener Hand diese Familien als das einzig wahre und richtige in die Geschichte schreibend eingeführt. Diese Protagonisten genauso wie Maries Mann Johannes und ihre Kinder Anton und Viva verblassen nicht vor Marie. Sie stehen – was die Erwachsenen betrifft - Marie mit all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit auf Augenhöhe gegenüber. Diese erwachsenen Protagonisten interagieren mit Marie, bieten Marie Angriffs- und Projektionsflächen, sind nicht still und nehmen alles hin. Sie mischen sich ein, lassen sich nicht alles gefallen. Kein Schwarz oder Weiß gibt es hier. Ihr Mann überrascht Marie zusehends in seinem Verhalten. Nichts kann sie mehr kontrollieren und vorhersehen. Nicht mal ihrem eigenen Sohn Anton gegenüber die Fassade aufrecht erhalten. Das clevere sympathische Kerlchen beginnt an ihren Worten zu zweifeln, stellt sie in Frage. 

Der Roman wartet nicht mit einem vorhersehbaren, geradlinigen Happyend auf und hat viele emotionale Wendungen zu bieten, die den Leser vor den Kopf stoßen, verwirrt zurücklassen und die Leserschaft sehr polarisiert. Denn Marie ist kein „einfacher“ Charakter, dem sich der Leser problemlos lesend nähern kann. Aber will das Natascha Rodrigues überhaupt? 

Noch einmal zu meiner obigen Frage zurückzukommen, und eine weitere Frage in den „Raum zu werfen“:


Was ist Glück?  

Die Antworten sind so vielfältig, wie es Menschen gibt. Doch eine Aussage von Marie bringt die Zerbrechlichkeit des Glücks auf den Punkt: "Wenn man Glück töten kann, bin ich eine Mörderin." (Seite 217). 


Sprache:

Emotional und sachlich zugleich ist die Sprache des Romans, so wie Maries Leben und Maries Umgang damit gerade verläuft. Beschreibend ist die Wiedergabe von Maries Gedanken. Bildhaft vorstellbar sind die Beschreibungen der Orte und anderer räumlicher Begebenheiten, in denen sich Marie gerade aufhält, so z.B. im Urlaub. Der sprachliche Ausdruck der Autorin lässt die Geschichte schnell und flüssig lesen. Es ist die Handlung, die den Leser auch mal Stocken und nachdenklich werden lässt. 

Cover und Layout:

Zwei Blumen rot und gelb stehen vor einem „hoffnungsvollen“? zartgrünen Hintergrund in einer Vase mit Wasser. Die beiden Schnittblumen scheinen alles zu haben, was sie für ein gutes Leben benötigen. Doch so fragil wie das Leben dieser Blumen auf dem Cover, ist auch das Leben von Marie in dieser Geschichte. Die Blumen sind schön, so war Maries Leben bis zum Wiedersehen mit Serge auch. Ich finde das Cover stimmig und passend zu der Geschichte. Genauso wie der Titel „Und zwischen uns ein Jahr“ (s.o.) 

Was mir beim ersten Blick ins Buch sofort aufgefallen ist, sind die Seitenzahlangaben, die Kapitelüberschriften und die ersten Worte in jedem der acht Kapitel. Die Schriftart dieser auffallenden Layout-Elemente gleicht einer weich geschwungenen Frauenhandschrift, und steht im totalen Kontrast zum Fließtext. Denn der Fließtext wartet mit einer Roman-typischen Schriftart, einem angemessenen Zeilenabstand und für den Lesefluss passenden Absätzen auf. So wie es der Leser bereits aus hunderten anderen Büchern kennt. Doch die Seitenzahlangaben, Kapitelüberschriften und Satzanfänge zu Beginn jedes Kapitels bekommen durch diese Schriftart einen besonderen, auffallenden Touch. Da hat sich jemand im Layout sicher sehr viele Gedanken gemacht. Dankeschön. :-)

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Gespräche aus der Community

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Liebe Leserinnen und Liebhaberinnen von Liebes- und Familiengeschichten,

zu meinem am 5. Dezember erscheinenden Debütroman »Und zwischen uns ein Jahr« möchte ich Euch herzlich zu einer Leserunde einladen.

Kurz zum Inhalt: Marie ist glücklich. Mit dem Mann, den sie liebt, und ihren zwei Kindern führt sie ein erfülltes Leben. Doch dann fliegt sie übers Wochenende mit den Kindern nach Paris. Dort findet eine Feier zu Ehren ihres Vaters statt, der einige Monate zuvor überraschend verstorben ist. Alte Wunden brechen wieder auf, Marie provoziert eine Aussprache mit ihrer Mutter, in der es um Jahrzehnte totgeschwiegene Konflikte und Verletzungen geht. In dieser aufgewühlten Atmosphäre begegnet sie Serge und ihre heile Welt gerät aus den Fugen: Es passiert nichts zwischen ihnen, aber es liegt etwas in der Luft. Obwohl sie ihren Mann Johannes liebt und mit ihm und ihren beiden Kindern ein glückliches Leben führt, schleicht sich eine Sehnsucht in ihre Gedanken, die sie nicht mehr loslässt. Auch wenn sie es sich zunächst nicht eingestehen will, eines ist schnell gewiss: Sie muss Serge wiedersehen. Immer tiefer taucht Marie in den Strudel ihrer Gefühle ein und läuft schließlich Gefahr, sich selbst zu verlieren. 

Hier geht’s zur Leseprobe

Kurz zu meiner Person: Als Tochter einer deutschen Mutter und eines portugiesischen Vaters bin ich in Hamburg geboren. Ich habe Romanistik und Germanistik studiert und in spanischen Sprachwissenschaften promoviert. Während meiner Promotion lebte und forschte ich längere Zeit in Madrid. Ich habe als freie Autorin und Redakteurin für unterschiedliche Verlage gearbeitet und nach einem kurzen Gastspiel in der Politik mehrere Jahre die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für einen großen Konzern geleitet. Heute bin ich Kommunikationsberaterin und lebe mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in Hamburg. »Und zwischen uns ein Jahr« ist mein erster Roman.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich bis einschließlich 30. November für die Leserunde bewerben. Beantwortet dafür einfach folgende Frage: Was braucht es zum Glücklichsein? Der Aufbau Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus.

Ich freue mich auf die gemeinsame Leserunde und bin gespannt auf Eure Eindrücke!

Herzlich,
Natascha Rodrigues
Zur Leserunde

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