Natascha Rodrigues Und zwischen uns ein Jahr

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Inhaltsangabe zu „Und zwischen uns ein Jahr“ von Natascha Rodrigues

Die Geschichte einer großen Liebe und eines couragierten Aufbruchs. Marie ist glücklich. Mit dem Mann, den sie liebt, und ihren zwei Kindern führt sie ein erfülltes Leben. Doch dann trifft sie während eines Wochenendes in Paris Serge. Ihre heile Welt gerät aus den Fugen: Immer stärker spürt sie die faszinierende und widersprüchliche Anziehungskraft, die Serge in ihr auslöst. Und immer mehr gerät ihr sorgsam gehütetes Glück ins Wanken. Sie begibt sich schließlich auf eine waghalsige Suche nach den Möglichkeiten und Grenzen der Liebe.

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Trotzdem hatte ich Probleme, Sympathien für die Heldin Marie zu empfinden ...

— Ascari0
Ascari0

Von einer neuen Liebe und der Angst des Loslassens.... Eindringlich, einfühlsam und real wie das Leben. ♥

— Wildpony
Wildpony

Nichts wird beschönigt, kein geradliniges, vorher absehbares Happyend präsentiert. Authentischer, realitätsnaher Umgang mit dem L(i)eben

— Leschen
Leschen

Ein sehr realistisches Buch, eine absolute Leseempfehlung.

— schlumeline
schlumeline

es ist einfach ehrlich und so ist das Leben eben

— dieFlo
dieFlo

Ein Buch das ganz nahe am Leben ist. Teilweise beängstigend.

— Gelinde
Gelinde

Sehr gefühlvoll und mitreißend

— hoonili
hoonili

Eine Liebesgeschichte.. unberechenbar wie das Leben.. tolles Debüt

— Buchraettin
Buchraettin

Ein aufwühlendes Buch über Liebe und Betrug

— Mrs. Dalloway
Mrs. Dalloway

Eine Geschichte, wie das Leben oder die Liebe sie geschrieben haben hätte können.

— esposa1969
esposa1969
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  • Leserunde zu "Und zwischen uns ein Jahr" von Natascha Rodrigues

    Und zwischen uns ein Jahr
    NataschaRodrigues

    NataschaRodrigues

    Liebe Leserinnen und Liebhaberinnen von Liebes- und Familiengeschichten, zu meinem am 5. Dezember erscheinenden Debütroman »Und zwischen uns ein Jahr« möchte ich Euch herzlich zu einer Leserunde einladen. Kurz zum Inhalt: Marie ist glücklich. Mit dem Mann, den sie liebt, und ihren zwei Kindern führt sie ein erfülltes Leben. Doch dann fliegt sie übers Wochenende mit den Kindern nach Paris. Dort findet eine Feier zu Ehren ihres Vaters statt, der einige Monate zuvor überraschend verstorben ist. Alte Wunden brechen wieder auf, Marie provoziert eine Aussprache mit ihrer Mutter, in der es um Jahrzehnte totgeschwiegene Konflikte und Verletzungen geht. In dieser aufgewühlten Atmosphäre begegnet sie Serge und ihre heile Welt gerät aus den Fugen: Es passiert nichts zwischen ihnen, aber es liegt etwas in der Luft. Obwohl sie ihren Mann Johannes liebt und mit ihm und ihren beiden Kindern ein glückliches Leben führt, schleicht sich eine Sehnsucht in ihre Gedanken, die sie nicht mehr loslässt. Auch wenn sie es sich zunächst nicht eingestehen will, eines ist schnell gewiss: Sie muss Serge wiedersehen. Immer tiefer taucht Marie in den Strudel ihrer Gefühle ein und läuft schließlich Gefahr, sich selbst zu verlieren.  Hier geht’s zur Leseprobe.  Kurz zu meiner Person: Als Tochter einer deutschen Mutter und eines portugiesischen Vaters bin ich in Hamburg geboren. Ich habe Romanistik und Germanistik studiert und in spanischen Sprachwissenschaften promoviert. Während meiner Promotion lebte und forschte ich längere Zeit in Madrid. Ich habe als freie Autorin und Redakteurin für unterschiedliche Verlage gearbeitet und nach einem kurzen Gastspiel in der Politik mehrere Jahre die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für einen großen Konzern geleitet. Heute bin ich Kommunikationsberaterin und lebe mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in Hamburg. »Und zwischen uns ein Jahr« ist mein erster Roman. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich bis einschließlich 30. November für die Leserunde bewerben. Beantwortet dafür einfach folgende Frage: Was braucht es zum Glücklichsein? Der Aufbau Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus. Ich freue mich auf die gemeinsame Leserunde und bin gespannt auf Eure Eindrücke! Herzlich, Natascha Rodrigues

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  • Von der Liebe und dem Loslassen

    Und zwischen uns ein Jahr
    Wildpony

    Wildpony

    Und zwischen uns ein Jahr  -  Natascha Rodrigues Kurzbeschreibung Amazon: Die Geschichte einer großen Liebe und eines couragierten Aufbruchs Marie ist glücklich. Mit dem Mann, den sie liebt, und ihren zwei Kindern führt sie ein erfülltes Leben. Doch dann trifft sie während eines Wochenendes in Paris Serge. Ihre heile Welt gerät aus den Fugen: Immer stärker spürt sie die faszinierende und widersprüchliche Anziehungskraft, die Serge in ihr auslöst. Und immer mehr gerät ihr sorgsam gehütetes Glück ins Wanken. Sie begibt sich schließlich auf eine waghalsige Suche nach den Möglichkeiten und Grenzen der Liebe. Mein Leseeindruck: Eine sehr tief gehende Story von einer Frau, die nach langen Ehejahren eine neue Liebe trifft und sich zwischen Bleiben und Loslassen entscheiden muss. Eine Entscheidung, die der eigentlich starken Marie sehr schwer fällt. Denn da sind auf der einen Seite ihre zwei Kinder und der treusorgende und liebende Ehemann, auf der anderen Seite der aufregende Geliebte, der doch so tief gefühlsmäßig ihr Herz berührt. Bleiben oder Gehen? Lieber die Sicherheit und Geborgenheit der altvertrauten Ehe - oder doch die aufregende Liebe und die starken Gefühle für den Mann, der ihr Leben so plötzlich und tief gehend auf den Kopf gestellt hat? Die Autorin bringt so authentisch und klar die Gefühle der in sich selbst zerrissenen Hauptprotagonistin Marie herüber, das man das Gefühl hat, hier schreibt Marie selbst. Es ist eine sehr ergreifende Story und ich als Leserin habe sehr mitgelitten und mich tief in die Geschichte versetzten können, als wäre ich selbst Marie und müsste diese Entscheidung treffen. Fazit: Ein wunderbar geschriebenes Buch über Gefühle und Entscheidungen, die große Liebe, Verlust und Angst, Neubeginn und Zerrissenheit. Sehr sehr gefühlvoll. Man hat nur ein Leben und das muss man so leben, wie man es für sich selbst am besten fühlt. Eine Story die das Leben so schreibt und die mir tief ans Herz gegangen ist. Daher 5 absolut verdiente Sterne für ein tolles Buch und schöne Lesestunden, die bei diesem spannenden Thema nur so dahin geflogen sind. Wieder ein absoluter Volltreffer aus dem Aufbau Verlag! Top!

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    • 2
  • Und zwischen uns ein Jahr

    Und zwischen uns ein Jahr
    Solengelen

    Solengelen

    Mein Haus, mein Mann, meine Kinder, mein Beruf, alles perfekt?!?!? Wie im richtigen Leben. Marie sollte doch glücklich sein, oder ??? Aber ein Augenblick, ein Blick, eine Situation, die alles verändert. Auf der Beerdigung ihres Vaters trifft sie nicht nur ihre verhasste Mutter, sondern auch Serge. was passiert mit Ihr? nach ihrer Rückkehr aus Paris ist Marie nicht mehr sie selbst, oder war sie vorher nicht sie selbst, hat sie vorher nur einer Vorstellung wie sie sein sollte entsprochen? Plötzlich ist ihr perfektes Leben gar nicht mehr perfekt, ihr liebevoller Ehemann eher eine "Belastung", nichts ist mehr wie zuvor. Sie ist innerlich zerrissen zwischen Pflicht und Kür, der Verstand würde sie "zügeln", aber das Herz verlangt nach Freiheit, verlangt nach dem anderen. Es rebelliert, es "zwingt" sie egoistisch zu sein, die Familie nicht mehr als das Non plus Ultra zu sehen, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, was immer die Zukunft bringen mag. "Und zwischen uns ein Jahr" ist ein buch, das die Gemüter erhitzt, das die Leserschaft "spaltet". Ein Buch über Liebe, Pflicht, Verlangen, Zerrissenheit, Verletztheit, ein Buch das auch zum Nachdenken anregt. Der direkte Schreibstil nimmt den Leser mit Marie auf "die Reise", eine Reise ins Ungewisse, eine Reise zu sich selbst. Wie weit ist man bereit auf eigenes Glück zu verzichten, pflichtbewusst zu leben, es anders machen als die Eltern, wie lange kann man dies durchhalten, ohne dass man zerbricht, oder eben ausbricht. Ich bin mit Marie "geflogen", habe mit ihr gelitten, durfte sie begleiten zu einem neuen "Ich", habe aber auch mit ihrer Familie gefühlt und war selbst hin und her gerissen zwischen Verständnis und sie rütteln. Das Ende lässt viel Spielraum für eigene Gedanken, fürs "Weiterspinnen". Gerne empfehle ich es weiter.

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    • 3
    Solengelen

    Solengelen

    17. January 2015 um 20:38
  • Zerbrechlich ist das Leben - Plötzlich ist alles anders. Wo bekomme ich jetzt das Glück zurück?

    Und zwischen uns ein Jahr
    Leschen

    Leschen

    Was braucht es zum Glücklich sein? Marie ist Ende 30, Journalistin, zweifache Mutter. Sie lebt seit zwanzig mit dem gleichen Mann zusammen und ist mit ihm glücklich verheiratet. So beurteilt auch die Hauptprotagonistin Marie die Beziehung zu ihrem Ehemann, in dem sie einen liebevollen Lebenspartner gefunden hat, mit dem sie auch reden, lachen, diskutieren, entspannen und genießen kann. Man kann sagen, Marie hat sich in ihrem Privat- und Berufsleben eingerichtet. Für Außenstehende erscheint Maries Leben auch aus finanziellem, beruflichem Blickwinkel glücklich und perfekt. Bis zu dem Tag an dem Serge in ihr Leben tritt und sie sich ihre familiärer Vergangenheit, ihrer Kindheit stellen muss. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg: Fast ein Jahr lang, ist Marie hin und her gerissen, fährt emotional Achterbahn. Nach und nach erkennt sie, gesteht sie sich ein, was sie braucht und will, und wie ihr Leben weitergehen soll… Maries Weg dorthin und wie sie sich verändert und sich ihr Leben weitergestaltet, erfahren die Leser in dem nicht so typischen Liebesroman mit dem aussagekräftigen und passenden Titel „Und zwischen uns ein Jahr“. Meinung: Sie hat mich gepackt, diese Marie – mich eingefangen in ihr Leben. Ihre Widersprüchlichkeit in ihren eigenen Empfindungen. Ich sehe sie schon zu Beginn der Geschichte – es ist die Trauerfeier ihres Vaters - vor meinem inneren Auge. Ihre plötzliche Unsicherheit und Zerrissenheit führen dazu, dass sich der Leser durchgängig fragt, welcher Weg ist nun der Richtige für Maries zukünftiges Leben? Viele Leser werden die Meinung vertreten, diese Frau hat alles und ist noch dazu gesund, also sollte sie dieses Glück nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Der Leser steigt mit Marie für die kommenden 12 Monate in eine Achterbahn der Gefühle ein, sie lernen eine Marie kennen, die sich selber und ihrer persönlichen Umgebung immer Fremder wird. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In Maries Leben ist die Zukunft nicht mehr sicher, dass, was sie ursprünglich wollte, wie ihr Leben verlaufen soll, wo sie hin will, stellt sie in Frage oder sie ist gedanklich weit weg. Nur körperlich anwesend in ihrem bisher glücklichen, kontrollierten Leben. Apathie und Lethargie werden oft zu Maries Begleitern. Mit Maries bester Freundin und Berufskollegin Freya und ihrem Mann Michel stellt die Autorin genauso wie mit einem befreundeten Ehepaar zwei weitere Paare vor, die alles zu haben scheinen, um glücklich zu sein. Ihr Lebensentwurf ist in vielerlei Hinsicht dem von Marie und Johannes vergleichbar, bis Serge und ihre Mutter wieder in ihr Leben treten. Diese beiden Paare mit ihren Kindern stellen eine Art Paradebeispiel für eine funktionierende Partnerschaft und Familie dar. Sie zeigen einen Weg auf den Marie einschlagen könnte, nachdem sie Serge wieder getroffen hat. Sie sind die „Normalität“ in Maries Leben, während sie und ihr Leben immer fragiler zu werden scheint. Gut und gekonnt hat die Autorin diese Protagonisten der Hauptprotagonistin und ihrer Familie gegenübergestellt. Nicht mit erhobener, rechtschaffener Hand diese Familien als das einzig wahre und richtige in die Geschichte schreibend eingeführt. Diese Protagonisten genauso wie Maries Mann Johannes und ihre Kinder Anton und Viva verblassen nicht vor Marie. Sie stehen – was die Erwachsenen betrifft - Marie mit all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit auf Augenhöhe gegenüber. Diese erwachsenen Protagonisten interagieren mit Marie, bieten Marie Angriffs- und Projektionsflächen, sind nicht still und nehmen alles hin. Sie mischen sich ein, lassen sich nicht alles gefallen. Kein Schwarz oder Weiß gibt es hier. Ihr Mann überrascht Marie zusehends in seinem Verhalten. Nichts kann sie mehr kontrollieren und vorhersehen. Nicht mal ihrem eigenen Sohn Anton gegenüber die Fassade aufrecht erhalten. Das clevere sympathische Kerlchen beginnt an ihren Worten zu zweifeln, stellt sie in Frage. Der Roman wartet nicht mit einem vorhersehbaren, geradlinigen Happyend auf und hat viele emotionale Wendungen zu bieten, die den Leser vor den Kopf stoßen, verwirrt zurücklassen und die Leserschaft sehr polarisiert. Denn Marie ist kein „einfacher“ Charakter, dem sich der Leser problemlos lesend nähern kann. Aber will das Natascha Rodrigues überhaupt? Noch einmal zu meiner obigen Frage zurückzukommen, und eine weitere Frage in den „Raum zu werfen“: Was ist Glück? Die Antworten sind so vielfältig, wie es Menschen gibt. Doch eine Aussage von Marie bringt die Zerbrechlichkeit des Glücks auf den Punkt: "Wenn man Glück töten kann, bin ich eine Mörderin." (Seite 217). Sprache: Emotional und sachlich zugleich ist die Sprache des Romans, so wie Maries Leben und Maries Umgang damit gerade verläuft. Beschreibend ist die Wiedergabe von Maries Gedanken. Bildhaft vorstellbar sind die Beschreibungen der Orte und anderer räumlicher Begebenheiten, in denen sich Marie gerade aufhält, so z.B. im Urlaub. Der sprachliche Ausdruck der Autorin lässt die Geschichte schnell und flüssig lesen. Es ist die Handlung, die den Leser auch mal Stocken und nachdenklich werden lässt. Cover und Layout: Zwei Blumen rot und gelb stehen vor einem „hoffnungsvollen“? zartgrünen Hintergrund in einer Vase mit Wasser. Die beiden Schnittblumen scheinen alles zu haben, was sie für ein gutes Leben benötigen. Doch so fragil wie das Leben dieser Blumen auf dem Cover, ist auch das Leben von Marie in dieser Geschichte. Die Blumen sind schön, so war Maries Leben bis zum Wiedersehen mit Serge auch. Ich finde das Cover stimmig und passend zu der Geschichte. Genauso wie der Titel „Und zwischen uns ein Jahr“ (s.o.) Was mir beim ersten Blick ins Buch sofort aufgefallen ist, sind die Seitenzahlangaben, die Kapitelüberschriften und die ersten Worte in jedem der acht Kapitel. Die Schriftart dieser auffallenden Layout-Elemente gleicht einer weich geschwungenen Frauenhandschrift, und steht im totalen Kontrast zum Fließtext. Denn der Fließtext wartet mit einer Roman-typischen Schriftart, einem angemessenen Zeilenabstand und für den Lesefluss passenden Absätzen auf. So wie es der Leser bereits aus hunderten anderen Büchern kennt. Doch die Seitenzahlangaben, Kapitelüberschriften und Satzanfänge zu Beginn jedes Kapitels bekommen durch diese Schriftart einen besonderen, auffallenden Touch. Da hat sich jemand im Layout sicher sehr viele Gedanken gemacht. Dankeschön. :-)

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    • 5
  • Und zwischen uns ein Jahr

    Und zwischen uns ein Jahr
    schlumeline

    schlumeline

    Marie führt ein glückliches Leben. Sie ist verheiratet mit einem Mann, der sie auf Händen trägt und die beiden haben zwei wundervolle Kinder. Maries Verhältnis zu den Schwiegereltern ist perfekt. Doch mit dem Tod ihres Vaters drängt die eigene Vergangenheit mit aller Macht an die Oberfläche, kommen alle die verdrängten Momente in ihr wieder hoch, die sich seit der Trennung der eigenen Eltern vor vielen Jahren in ihr aufgestaut haben und nie verarbeitet wurden. Und dann begegnet sie auf der Trauerfeier ihres Vaters einem anderen Mann, Serge. In ihm findet Marie einen Gleichgesinnten und von Anfang an ist da dieses besondere Gefühl für diesen Mann und eine Nähe, die eigentlich gar nicht möglich scheint. Natascha Rodrigues präsentiert uns in ihrem Debütroman „Und zwischen uns ein Jahr“ eine eigentlich alltägliche Geschichte. Eine Beziehung scheint glücklich, bis ein Dritter oder eine Dritte auftaucht und sich Gefühle einschleichen und schon ist es vorbei mit dem scheinbaren Glück. Aber diese Geschichte hier ist mehr, sie geht tiefer und sie zeigt wie Erlebtes einen Menschen sehr tief und nachhaltig beeinflussen kann. Hier geht es um Verdrängungsmechanismen und auch darum wie sehr der Mensch sich wünscht verstanden zu werden. Aber wer versteht einen schon wirklich? Kann das nicht nur jemand, der gleich empfindet und sich wirklich in einen Menschen hineinversetzen kann? Die Protagonistin Marie ist hier sicherlich nicht für jeden Leser eine Sympathieträgerin, aber sie ist wie sie ist und wer ihr Handeln verstehen möchte, dem wird das gelingen, wenn er sich ganz auf Marie einlässt, wenn er sich in sie und ihre Vergangenheit hineinversetzt und hier nicht alles nur einseitig betrachtet. Der Autorin gelingt es für meine Begriffe perfekt Maries Emotionen und Beweggründe hier ans Licht zu bringen. „Und zwischen uns ein Jahr“ ist eine Geschichte voller großer Emotionen, mit vielen Aufs und Abs und vielleicht auch keinem Ende, wie man es sich wünscht. Aber dieses Buch ist sehr realistisch und in jedem Fall eine absolute Leseempfehlung.

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    • 5
  • Nette Unterhaltung für zwischendurch

    Und zwischen uns ein Jahr
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    Marie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen tollen Job, 2 süße Kinder, einen tollen Ehemann und auch Geld scheint kein Problem zu sein. Doch als sie zur Beerdigung ihres Vaters nach Paris reist, geraten ihre Gedanken in Unordnung, denn sie trifft Serge wieder. Er ist der Sohn von dem neuen Lebensgefährdten ihrer Mutter aus erster Ehe und obwohl sie sich nur ein paar Mal gesehen haben bisher, scheint der Funke zwischen ihnen sofort übergesprungen zu sein. Marie gerät darauf in einen Rausch aus Gefühlen und sowohl der ständige Strudel der Leidenschaft für Serge als auch die Vernunft, die sie zu Johannes zieht, reißen unentwegt an ihr. Welcher der beiden Männer wird wohl am Ende die Oberhand gewinnen? Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover zeigt einfach nur 2 Blumen in einer Vase und ist damit sicherlich nicht gerade an Augenmagnet. Dennoch ist es schön und schlicht und lenkt die Aufmerksamkeit eher auf den Titel, welcher auf jeden Fall interessant und geheimnisvoll klingt, aber für mich irgendwie nur eine Nebensache der Handlung darstellt und der sich mir nur mit viel nachdenken erschlossen hat. Was die Protagonistin Marie angeht, so muss ich sagen, dass sie mir einfach nicht sympathisch wurde. Ihre Leichtigfertigkeit mit der sie Serge ihre Gefühle geschenkt hat, ihre Bereitschaft dieses Spiel zwischen den beiden Männern zu spielen und bis zum Äußersten zu treiben, all das ging mir einfach total gegen den Strich. Selbst als sie zu einem gewissen Punkte die Dinge ändern wollte, war dies nur halbherzig und meine Sympathien lagen menschlich eher bei ihrem Ehemann als bei ihr selbst. Dennoch hat mir die Geschichte an sich und auch die Idee dahinter sehr zugesagt, denn es ist einfach etwas, dass sehr aus dem Leben gegriffen ist und nicht einfach nur eine fikitive Sache ist. Es kann jeden von uns treffen und wie sich die ganze Sache entwickelt war sehr gut nachvollziehbar und auch gut dargestellt. Manche Vorgehensweisen haben für mich durchaus Vorbildcharakter, denn davon könnten sich so manche Leute etwas abschneiden. Wer das Buch bis zum Ende liest wird auf jeden Fall verstehen was ich meine. Lesen ließ es sich super gut und ich war wahnsinnig schnell durch. Es war unterhaltsam und auch flüssig geschrieben, allerdings hat es mir einfach an mancher Stelle ein wenig Tiefgang gefehlt. Oft waren Gefühle da, aber sie wurden eher angeschnitten als wirklich ausgeschrieben und in die emotionalen Szenen kam man nur oberflächlich rein. Auch das dürfte erklären, warum man so schnell durch war, denn es war eben eher etwas, dass man mal schnell liest aber die eigene Schale nicht so sehr ankratzt wie es das Potential hätte. Ich würde insgesamt sagen, dass dieses Buch nicht schlecht war und sich auf jeden Fall für eine schöne Lektüre zwischendurch wirklich eignet. Daher gibts von mir auch 3,5 von 5 Punkten.

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    • 2
    NataschaRodrigues

    NataschaRodrigues

    31. December 2014 um 17:58
  • Ein Buch, dass die Leser spaltet ...

    Und zwischen uns ein Jahr
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext Marie fliegt mit ihren beiden Kindern übers Wochenende nach Paris. Dort findet eine Feier zu Ehren ihres Vaters statt, der einige Monate zuvor überraschend verstorben ist. Alte Wunden brechen auf, Marie provoziert eine Aussprache mit ihrer Mutter, in der es um Jahrzehnte totgeschwiegene Konflikte und Verletzungen geht. In dieser aufgewühlten Atmosphäre begegnet sie Serge. Es passiert nichts zwischen ihnen, aber es liegt etwas in der Luft. Obwohl sie ihren Mann Johannes liebt und mit ihm und ihren beiden Kindern ein glückliches Leben führt, schleicht sich eine Sehnsucht in ihre Gedanken, die sie nicht mehr loslässt. Auch wenn sie es sich zunächst nicht eingestehen will, eines ist schnell gewiss: Sie muss Serge wiedersehen. Immer tiefer taucht Marie in den Strudel ihrer Gefühle ein und läuft schließlich Gefahr, sich selbst zu verlieren. Dies ist das Debüt der Autorin Natascha Rodrigues, und was soll ich sagen … es beinhaltet eine Geschichte, die die Leser spaltet. Es gibt die, die ganz klar sagen, dass sie Marie verstehen, und die anderen, so wie ich, finden sie einfach nur egoistisch und kalt. Aber wie kommt es dazu? Nun, Marie ist eine junge Frau. Sie hat einen tollen Mann, der sie auf Händen trägt und auch der Sex mit ihm stimmt. Die Kinder sind wohlerzogen und artig. Die Familie lebt in einem tollen Haus, hat Freunde, Marie einen Job, der ihr Spaß macht. Also alles, was sich der Mensch wünscht, um glücklich zu sein. Und dann passiert das, was ich einfach nicht verstehen kann. Sie trifft einen Mann, fühlt sich ihm nahe, weil sie ihn an ihre Kindheit und Jugend erinnert. Etwas Vertrautes ist zwischen ihnen, was aber nicht benannt werden kann. Maries körperliche Sehnsucht zu Serge wird immer größer, bis die beiden endlich im Bett landen. Von dem Zeitpunkt an verletzt Marie alle Menschen um sich herum und denkt nur noch an sich und ihr Leben. Sie versucht zwar ihr Leben mit Johannes wieder in den Griff zu bekommen, doch meiner Meinung nach nicht genug. Ich frage mich nach wie vor, was veranlasst eine Frau, die alles hat, dies aufzugeben und mit Füßen zu treten. Sie weiß doch gar nicht was sie mit Serge erwartet. Nur weil sie sich ihm irgendwie verbundener fühlt? Weil Verletzungen in der Kindheit und Jugend plötzlich aufbrechen? Dafür gibt es Therapien und Therapeuten. Wie auch immer … Marie geht ihren Weg, ob er mir gefällt oder nicht … Wie ihr seht, ein Buch, das viele Fragen aufwirft. Eines ist jedoch klar … diese Geschichte ist sehr spannend geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite habe ich gespannt geschaut was passiert, auch wenn mir die Protagonisten bis zum Schluss nicht ans Herzen gewachsen ist, ich sie einfach nur egoistisch fand. Aber macht euch euer eigenes Bild.

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    • 7
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    28. December 2014 um 13:05
  • Wenn das Leben

    Und zwischen uns ein Jahr
    dieFlo

    dieFlo

    Wenn das Leben sich nicht an die Spielregeln hält, die wir erwarten, dann ist es schlecht, schlimm oder beides zusammen?  Der Tod des Vater, die Trauerfeier - eine Reise ohne Johannes zu dieser Veranstaltung - all das wird ihr Leben verändern, aber wird sie es zugeben können?  Serge - ein Mann ,der bisher nur weitläufig in ihrem Familienleben vorkam bemerkt sofort, wie nah ihr diese Veranstaltung geht, wie genervt sie von dem falschen Spiel ihrer Mutter ist und berührt etwas auf dieser Feier in ihr, das da nicht sein darf! Sie hat Johannes, einen tollen Mann, den sie liebt. Sie hat 2 wunderbare Kinder - was soll dann das Brennender Haut, wo er sie berührte .. .zurück in Deutschland gelingt der Alltag nicht ganz so wie vor der Trauerfeier ... alles wird gut - ODER?  Ein Roman,der unter die Haut geht, der zeigt, wie das Leben wirklich ist. Der erklärt das die Spielregeln sich ändern, das Liebe auch doppelt oder dreifach da sein kann, das man dann aber erkennen muss,welche Liebe die ist, die man gerade braucht!  Danke Natascha ... Für wunderbare Erinnerungen, für tolle Lesestunden ... 

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    • 2
  • Und zwischen uns ein Jahr

    Und zwischen uns ein Jahr
    Gelinde

    Gelinde

    Und zwischen uns ein Jahr, ein Debüt Roman von Natascha Rodrigues. Cover: Zwei einfache Blumen, sehr zart und mit dem wie von Hand geschriebenen Titel wirkt das Ganze auf mich wie etwas Besonderes. Inhalt: Marie führt mit ihrem Mann und den beiden Kindern ein glückliches und erfülltes Leben. Doch bei der Gedenkfeier nach dem Tod von ihrem Vater, die in Paris stattfindet, scheint ihr Leben zu explodieren. Die lange unterdrückten Probleme, die sie anscheinend durch die Trennung ihrer Eltern angestaut haben, kommen ans Licht und sie hat u.a. einen heftigen Streit mit ihrer Mutter. Außerdem trifft sie Serge, der etwas in ihr auslöst, das sie selber nicht erklären kann. Eine Faszination und eine Sehnsucht die sie alle bisherigen Grenzen überschreiten lässt. Meine Meinung: Dies ist auf jedenfall kein Buch, das man so einfach mal zwischendurch liest. Der Schreibstil ist sehr nüchtern, es liest sich teilweise wie ein Bericht. Die Atmosphäre empfinde ich auch sehr kühl und gereizt, aufgeladen und total angespannt. Ich konnte bis zum Schluss fast keine Nähe zu Marie aufbauen und es blieb immer eine gewisse Distanz. In den ersten Teilen war ich (beim Lesen) ungeduldig, unzufrieden oder ärgerlich, ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Der letzte Teil hat das relativiert. Die Geschichte beschreibt einfach das Leben und das ist einfach oft unbegreiflich, unerklärbar, erschreckend und auf seine Weise unerwartet gemein und hart. (Könnte es uns selber so auch passieren?) Die Gefühle, die Zerrissenheit, die Angst, die Ungewissheit, die Wut und die Verzweiflung der einzelnen Protagonisten sind sehr gut dargestellt. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen, unsere Meinungen gingen sehr weit auseinander. Autorin: Natascha Rodrigues, geboren in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik. Sie arbeitete als freie Autorin und Redakteurin für unterschiedliche Verlage. Heue ist sie Kommunikationsberaterin und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Hamburg. Mein Fazit: Alles andere als leichte Kost, man könnte fast sagen ein Drama. Das Buch hat mich sehr bewegt, aber im überwiegenden Teil habe ich mich unwohl gefühlt (weil es zu nah am Leben ist?). Vermutlich hat das Buch mehr Sterne verdient, aber für mich persönlich (Bauchgefühl) sind es drei Sterne.

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    • 3
    Gelinde

    Gelinde

    24. December 2014 um 11:43
    NataschaRodrigues schreibt Danke für Deine Rezension. Ich habe mich gefreut, dass Du so ausführlich und ehrlich warst! Schön, dass Du bei der Leserunde dabei warst. Ich wünsche Dir ein fröhliches und schönes Weihnachtsfest ...

    Die Weihnachtgsgrüße gebe ich sehr gerne zurück

  • Rezension zu "Und zwischen uns ein Jahr" von Natascha Rodrigues

    Und zwischen uns ein Jahr
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    Marie hat eigentlich alles, um ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen Mann, der sie liebt, zwei Kinder und einen guten Job. Doch eines Tages verändert sich für sie alles, als sie in Paris Serge kennenlernt. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch Marie muss wieder zurück nach Hause. Serge geht ihr jedoch nicht mehr aus dem Kopf. Sie will ihn unbedingt wiedersehen. Das Buch erzählt eine schöne Liebesgeschichte. Sehr gut werden Maries Gefühle beschrieben, ihre inneren Konflikte, und auch ihre Vergangenheit. Die ganze Geschichte ist sehr emotional. Leider ist aber auch vieles sehr vorhersehbar. Das Ende ist dann auch genau so, wie man es erwartet. Insgesamt ein schöner Roman, der sich sehr gut lesen lässt.

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    • 2
    NataschaRodrigues

    NataschaRodrigues

    23. December 2014 um 16:56
  • Wenn Entscheidungen schmerzvoll sind...

    Und zwischen uns ein Jahr
    Dreamworx

    Dreamworx

    Die 39-jährige Journalistin Marie lebt mit Ehemann Johannes und den beiden Kindern als glückliche Familie in Hamburg. Als ihr Vater verstirbt und sie mit ihren Lieben nach Paris zur Trauerfeier reist, trifft sie dort auf Serge, den sie noch aus ihrer Kindheit kennt. Serge und Marie sind sich gefühlsmäßig sofort sehr nah, fast schon intim. Doch bevor es zum Äußersten kommt, muss Marie zurück nach Hamburg. Doch Serge geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Marie verliert sich in Tagträumen und vernachlässigt dabei sogar ihre Familie. Als Serge sie kontaktiert, ist für Marie klar, dass sie ihn wiedersehen will. Sie trifft sich heimlich mit ihm und lügt ihrem Ehemann etwas vor. Immer mehr verstrickt sich Marie in diese Geschichte, aus der sie kaum noch herauskommt bzw. will sie das überhaupt? Wird Marie ihre Familie aufgeben für ein kurzes Abenteuer? Natascha Rodrigues hat mit ihrem Buch “Und zwischen uns ein Jahr” ihren Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderschön flüssig zu lesen, manchmal melancholisch, dann wieder nüchtern wie eine Aufzählung, mal detaillierter und dann wieder ruhe- und atemlos wie die Protagonistin Marie selbst. Die Charaktere sind alle sehr authentisch und lebensecht skizziert. Der liebevolle Ehemann Johannes, der sehr auf Marie eingeht und versucht, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Die beiden Kinder, die sowohl am Vater als auch an der Mutter hängen und ein sehr feines Gespür für die Gefühlsschwankungen zwischen ihren Eltern haben. Serge ist ebenfalls sehr sympathisch, eher zurückhaltend und abwartend. Dagegen ist Hauptprotagonistin Marie die einzige, die unsympathisch und egoistisch wirkt. Ihre Kindheit und Jugendzeit mit geschiedenen Eltern wird nach und nach thematisiert und dient als Ausrede dafür, dass Marie so ist wie sie ist. Einerseits will sie nie so werden wie ihre Mutter, der sie vorwirft, sie im Stich gelassen zu haben und der sie keine Chance gibt, sich ihr wieder anzunähern. Dabei ist Marie noch viel schlimmer. Egoismus ist an sich nicht völlig falsch, man sollte schon an sich selbst denken und für sein eigenes Glück sorgen. Doch es sollte mit Bedacht geschehen, mit Sorgfalt und mit Vorsicht, wenn auch andere Menschen davon betroffen sind. Doch Marie ist wie ein Elefant im Porzellanladen, es geht nur um sie, was die Geschichte nicht einfach macht und auch die Sympathie für diese Protagonistin nicht wachsen lässt. Trotz allem Unwillen gegenüber Marie kann man sich der Handlung einfach nicht entziehen und leidet mit den anderen Charakteren, die von den Entscheidungen Maries betroffen sind. Ein faszinierendes Buch, das einmal mehr zeigt, wie fatal manche Abweichungen im Leben sind und wie sehr Menschen einander verletzen können. Natascha Rodrigues’ Roman “Und zwischen uns ein Jahr” ist ein sehr interessantes und emotionales Debüt über menschliche Beweggründe, die uns allen einen Spiegel vorhalten und sagen: “Mach es besser!” Sehr lesenswert und deshalb auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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    • 2
  • Ein ganz besonderes Buch

    Und zwischen uns ein Jahr
    hoonili

    hoonili

    Marie ist Ende 30, hat 2 Kinder und führt eine glückliche Ehe mit Johannes. Auch beruflich ist sie als Journalistin sehr erfolgreich, es könnte nicht besser laufen in ihrem Leben. Doch dann stirbt ihr Vater. Sie trifft die Familie in Paris und es werden Erinnerungen an damals wach gerüttelt. Marie hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater und eine schwierige Kindheit weil die Mutter sie verlassen hat. Außerdem trifft sie dort auf Serge - den Sohn des neuen Mannes ihrer Mutter. Sie hat ihn sehr viele Jahre nicht gesehen, doch es ist eine große Anziehungskraft zwischen ihnen da. Sie verbringen die kurze Zeit gemeinsam und als Marie zurück in Hamburg ist, kann sie nicht aufhören an Serge zu denken. Sie wird immer nachlässiger, was das Familienleben betrifft, ist in Gedanken woanders. Sie möchte es nicht wahr haben, doch sie muss Serge wiedersehen. Die beiden verabreden sich und das Schicksal wird entscheiden, was daraus wird... Dieses Buch hat mich emotional sehr ergriffen, ich habe es in kürzester Zeit gelesen. Marie ist eine sehr sympathische junge Frau, die eigentlich alles hat um glücklich zu sein. Doch wie schnell Glück zerstört werden kann beschreibt dieses Buch. Maries Vergangenheit wird facettenreich beschrieben, man kann sich so gut in diese Protagonistin einfühlen. Ich habe mitgefühlt und noch lange darüber nachgedacht. Ein ganz besonderes Buch!

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    • 2
  • Wenn Liebe und Schmerz einander nicht ausschließen

    Und zwischen uns ein Jahr
    bookgirl

    bookgirl

    Inhalt Marie könnte eigentlich mit ihrem Leben glücklich sein. Sie hat einen wunderbaren Mann, der ihr auch nach 20 gemeinsamen Jahren, immer noch seine Liebe zeigt, zwei Kinder und einen Job, der sie erfüllt. Doch dann stirbt ihr Vater und sie lernt auf der Trauerfeier Serge kennen, der sie fasziniert und etwas in ihr berührt, was sie nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Durch ihn stellt sie ihr Leben in Frage und will aus diesem ausbrechen – ein Unterfangen, welches sie an Grenzen bringt. Meine Meinung Natascha Rodrigues legt mit ihrem Debüt eine Geschichte vor, die sehr intensiv erzählt ist und mich gerade deshalb berührt hat. Ihre Protagonistin war mir von Anfang an unsympathisch, denn Marie handelt für mein Empfinden sehr egoistisch und wiederholt die Fehler, die ihre Mutter gemacht hat. An für sich wäre das nicht schlimm, weil wir fast alle früher oder später die Fehler unserer Eltern wiederholen, aber sie trägt eine solche Bitterkeit und Wut auf ihre Mutter mit sich herum, dass sie ihr ganzes Leben darunter leidet und dies zu einer folgenschweren Reaktion führt. Marie und ihr Seelenleben sind hervorragend herausgearbeitet. Ihre Gedanken und Gefühle nachdem sie Serge kennenlernt, dieses Hin und Her überlegen, was sie nun tun will, die Konflikte in ihrem Inneren und die Schwierigkeit sich die Wahrheit einzugestehen – all das wurde so gut beschrieben, dass ich sehr gut mit Marie mitfühlen konnte. In erster Linie hat sie mich jedoch sauer gemacht, weil sie mit ihrer Familie und Freunden in einer Art umgeht, die man nur Ich-bezogen nennen kann. Dass sie andere damit unglaublich verletzt, scheint sie zwar zu registrieren, aber ihr ist wichtiger, dass es ihr gut geht. Natascha Rodrigues zeichnet mit ihrem Debüt jedoch nicht nur das Bild einer Frau, die einen Neuanfang sucht und bereit ist, alles was ihr lieb und teuer ist hinter sich zu lassen, sondern zeigt auch auf, wie tief Verletzungen aus der Kindheit sitzen. Denn Marie ist durch diese gezeichnet und wird sicher ihr Leben lang Probleme in Beziehungen haben. Für mich ist sie eine getriebene und eigentlich bemitleidenswerte Frau, die durch das Erlebte nicht anders reagieren kann, als sie es tut. Fazit "Und zwischen uns ein Jahr" ist die Geschichte einer Frau, die aus dem gewohnten ausbricht und das Risiko eingeht alles zu verlieren. Intensiv, bewegend und authentisch!

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    • 2
  • Eine Liebesgeschichte.. wie das Leben, unberechenbar

    Und zwischen uns ein Jahr
    Buchraettin

    Buchraettin

    Eine Liebesgeschichte- unberechenbar, wie das Leben. Marie, verheiratet, 2 Kinder, erfolgreiche Journalistin. Bei der Beerdigung ihres Vaters trifft sie einen Mann, der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Serge. Es ist mal ein etwas anderes Buch. Die Figur ist mir mal nicht so sympathisch. Aber das muss sie ja auch nicht, denn ich finde die Autorin erschafft hier eine Figur, die so handelt, wie sie es möchte und meine eigenen moralischen Einstellungen kann ich nicht als Maßstab für das Handeln der Figur anlegen. Dieser innere Zwiespalt von Marie, dass sie wohl zwei Männer liebt, doch für wen soll sie sich entscheiden. Wobei der eine ihr Ehemann ist und der andere der Geliebte. Das Träumen, das Leben in diesen Glücksmomenten und das wie eine Art Ausblenden der Realität, das finde ich hat die Autorin perfekt dargestellt. Die Figur Marie, sie provoziert, sie erzeugt Emotionen durch ihr Handeln beim Leser und genau dadurch wird sie so realistisch, lebendig. Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Es ist anfangs ein wenig anspruchvoller zu lesen, es tauchen viele Figuren auf, aber ich habe mich schnell festgelesen. Auch die Vergangenheit von Marie wird sehr gut dargestellt und bietet mir als Leser auch Interpretationsgrundlage, warum sie sich so verhält. Ich fand es sehr gut zu lesen, anspruchsvoll und mal mit einer durchaus auch realistischen Figur. Denn ich denke, das Leben ist nicht planbar und macht nicht das, was wir gern wollen, besonders nicht in der Liebe. Ein tolles Debüt der Autorin.

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    • 3
  • Liebe hat viele Formen und lässt sich nicht kontrollieren

    Und zwischen uns ein Jahr
    Gwenliest

    Gwenliest

    Und zwischen uns ein Jahr ... Titel, Cover und Buchrücken-Text deuten auf eine klassische Liebesgeschichte hin... Marie eine Frau die scheinbar alles hat (Mann, Kinder, Haus, guten Job, gute Freunde) empfindet ein tiefes, leidenschaftliches Gefühl für Serge den sie auf der Trauerfeier für ihren Vater in Paris wiedersieht. Auf den ersten Blick für mich nichts neues, nichts spannendes. Doch bereits sehr früh stellt man fest, dass es in diesem Buch nicht darum geht aus der Gewohnheit des Ehelebens auszubrechen sondern darum herauszufinden warum bin ich nicht glücklich, was ist der Auslöser und was kann ich dagegen tun. Außerdem ist es für mich ein Buch über die Liebe, nicht unbedingt nur die zu seinem Partner sondern eben auch die zu Eltern, Kindern und Freunden und wie man für Liebe auch kämpfen kann und muss und manchmal eben gegebenenfalls auch verliert. Marie die als Hauptfigur in meinen Augen sehr gut dargestellt ist muss man nicht symphatisch finden, dennoch wird man nicht herumkommen mit ihr und den Menschen um sie herum mitzufiebern. Der Schreibstil ist sehr kurz, auf den Punkt, fast schon protokollartig was mir persönlich gut gefallen hat. Dadurch kann man sich völlig selbst seinen Emotionen die man bei der Geschichte automatisch entwickelt überlassen. Gerne 4 von 5 Sternen aufgrund ein paar kleinerer Mankos die mich etwas gestört haben... die dem Buch aber überhaupt keinen Abbruch tun. Ich empfehle das Buch gerne jedem der eine ehrliche und auch harte Liebesgeschichte verträgt, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann.

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    • 3
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