Im dritten Band rund um die kleine Elfe Taty geht es um Wickel. In der heutigen schnelllebigen Zeit eine etwas vergessene Möglichkeit, diverse Leiden zu lindern. Um der Leserschaft diese Technik näherzubringen, hat sich die Autorin eine Mischung aus Erzählungen und Anleitungen ausgedacht. In diesem Fall eine in meinen Augen etwas unglückliche Entscheidung, denn während sich die Anleitungen eher an die Erwachsenen richten, sind die Geschichten eher für Kinder gedacht.
Die Geschichten können durchaus auch unabhängig von den Anleitungen vorgelesen werden, nur sind diese mehr oder minder im Buch verstreut und nicht so leicht zu finden. Dafür lassen sich die Anleitungen besser finden, weil diese optisch abgesetzt sind. Die Anleitungen sind durchweg gut verständlich erklärt und bis auf wenige Ausnahmen sehr einfach umsetzbar. Dabei helfen natürlich die vielen Tipps und Hinweise der Autorin, die viel Hintergrundwissen vermittelt.
Die Geschichten sind kurz und knapp und lassen sich schnell vorlesen. Ich würde als Zielgruppe Vorschüler und Erstklässler sehen, aber ggf. sind auch noch ältere Kinder daran interessiert, sich diese Geschichten vorlesen zu lassen.
Deutlich in den Hintergrund gerückt sind die Zeichnungen. Während in den ersten beiden Bänden die Illustrationen noch einen markanten Teil der Bücher einnehmen, sind im dritten Band deutlich weniger Zeichnungen enthalten. Dafür ist logischerweise der Textanteil spürbar gestiegen.
Fazit
In meinen Augen richtet sich das Buch in erster Linie an Erwachsene, die sich über die Technik der Wickel (nicht des Wickelns) informieren möchten. Es ist zumindest im akuten Fall eine Möglichkeit, schnell eine Linderung zu erzielen, bevor irgendwelche Pillen eingeworfen werden, auch wenn die Autorin immer wieder erwähnt, dass ein Wickel nicht den Gang zum Arzt ersetzt.








