Natascha Wodin Sie kam aus Mariupol

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Inhaltsangabe zu „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin

'Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe' - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Hörbuch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde.

Ein sehr hörenswertes Buch mit starken weiblichen Figuren, nicht nur für Kriegskinder, Nachkriegskinder oder Kriegsenkel.

— buecher-bea

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  • Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol

    Sie kam aus Mariupol

    miss_mesmerized

    11. December 2017 um 18:55

    Natascha Wodin wurde 1945 als Kind russischer Zwangsarbeiter in Deutschland geboren. Schon jung hat sie ihre Mutter verloren, die offenbar aufgrund von Depressionen den Freitod wählte. Jahrzehnte lang hat sie sich gefragt, was hinter der Geschichte der eigenen Mutter steckt, doch erst im fortgeschrittenen Alter begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen. Diese Suche nach der Familie und der Vergangenheit hat sie in ihrem Roman „Sie kam aus Mariupol“ festgehalten. Entstanden ist eine recht typische Geschichte einer Familie, die einst unter den Zaren zur gebildeten Oberschicht gehörte, sogar recht vermögend war, aber durch den Übergang zum Stalinismus nicht nur an sozialem Rang verlor, sondern einem Leben ausgesetzt war, auf das sie nicht vorbereitet war. Aber umgekehrt gab es in Natascha Wodins Familie auch starke Frauen, die sich den Obrigkeiten widersetzt haben und ihren Weg gingen, die clevere Entscheidungen getroffen haben, die sie im Leben voranbrachten. Eine Geschichte einer Familie, wie man sie in Europa tausendfach findet. Geprägt von Verlust und Vertreibung, vom Neuanfang in der Fremde, der in jeder Generation aufs Neue begangen werden muss. Auch das Schicksal der Vertriebenen aus dem Osten, die oftmals hinter den jüdischen Opfern zurückstehen und deren Leid kaum Beachtung gefunden hat.Auch wenn die Geschichte keine wirkliche Spannung hat, bleibt das Hörbuch doch über viele Stunden hinweg fesselnd und interessant. Natascha Wodin ermöglicht sehr persönliche und private Einblicke in das Leben ihrer Vorfahren, die auf so manche Randnotiz der Geschichte ein anderes Licht werfen. 

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  • Auf einmal hab ich eine Familie, Vorfahren ...

    Sie kam aus Mariupol

    buecher-bea

    27. September 2017 um 22:07

    Dies ist die Geschichte von der Suche nach einer Mutter, die zu früh ging. Natascha Wodins Mutter Jewgenia Jakowlewna Iwaschtschenko wurde 1920 in Mariupol (heutige Ukraine) geboren und kam während des zweiten Weltkrieges als Zwangsarbeiterin nach Deutschland. Nach dem Krieg blieb sie mit ihrem Mann und den zwei Töchtern (geboren 1945 und 1952) in Deutschland, floh nach Bayern, hatte aber schwere Traumata und Depressionen und brachte sich 1956 um. Die Reportage, wie die Autorin auf den Spuren ihrer Mutter zu wandeln versucht und dabei auf eine richtige Familie mit allen Tragödien stößt, ist genauso spannend und atemberaubend wie die Tagebücher ihrer Tante, die sie während der Suche findet, ihre Vorstellungen, wie für ihre Eltern die Zeit der Zwangsarbeit sein musste und ihre Erinnerungen an die frühen Jahre nach dem Krieg.  Frau Wodin schildert ihre Familienbiographie mit solch einer Spannung, dass man nicht aufhören möchte zu lesen / zu hören.  Es scheint, als habe ihre Familie jede mögliche Wendung durchgemacht, und sie beschreibt sehr gut, wie die Menschen sich in diesen Situationen gefühlt haben könnten. Ein sehr lesens-/hörenswertes Buch mit starken weiblichen Figuren, nicht nur für Kriegskinder, Nachkriegskinder oder Kriegsenkel.  Die Lesung von Frau Manzel ist sehr zutreffend, manchmal bricht ihre Stimme fast, manchmal hat sie eine Farbe, als würde man Menschen aus der Ukraine reden hören. 

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