Natasha Friend No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

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Inhaltsangabe zu „No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ von Natasha Friend

Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.
Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.

Eine witzige aber auch rührende Geschichte darüber, was Familie jenseits von stereotypen Mustern eigentlich bedeutet. Sehr unterhaltsam.

— TanjaMaFi

Ganz schönes Buch. Aber leider keine Message erkennbar.

— JuliaAndMyself

Auf extrem humorvolle Weise behandelt dieses Buch Themen, die sonst allzu gern unter den Teppich geschoben werden! Absolut empfehlenswert!

— helenscreativeobsession

Eine herzliche, humorvolle und ernsthafte Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe

— Skyline-Of-Books

Ein richtig tolles und bewegendes Jugendbuch mit Tiefgang. Tolle Geschichte die auch zum Nachdenken anregt.

— BeaSurbeck

Eine liebevolle Geschichte über außergewöhnliche Geschwister

— sansol

Ein kurzweiliges Lesevergnügen über eine Geschichte, die noch ganz lange nachebbt. Schön!

— Anne-Sophie_Fuchs

Ein super Buch über eine etwas andere Familie.

— verruecktnachbuechern

Eine tolle, vielseitige Geschichte, die mich immer wieder aufs Neue überrascht hat.

— Cadness

Ein tolles Jugendbuch über die Suche nach einer Familie und Zusammengehörigkeit!

— campino246

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  • Ganz schönes Buch. Aber leider keine Message erkennbar.

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    JuliaAndMyself

    31. January 2018 um 20:35

    Das Buch beschreibt die Reise von Milo, Hollis und ihren anderen Halbgeschwistern auf der Suche nach ihrem Samenspender. Das Buch hat jedoch kaum spannende Stellen und auch eine Konfrontation bleibt aus. Das Buch "behandelt" zwar auch Themen wie Krebs, Tod, Homosexualität und Drogen, doch leider nur ungenügend und nebenbei. Die Intention der Handlung ist auch kaum erkennbar. Es fehlt ein Abschluss oder eine Message am Ende. Ich frage mich im Nachhinein, wafür ich das Buch überhaupt gelesen habe. Es war stellenweise lustig, konnte jedoch auch dahingehend nicht überzeugen. Möglicherweise ist das Buch jedoch auch für jüngere Leser gedacht. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen (ob das nun gut ist, ist fraglich). Zusamenfassend lässt sich sagen, dass ich das Buch nicht empfehlen würde, da es das Thema Samenspende und Adoption nur oberflächlich behandelt.

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  • Eine ganz wundervolle Geschichte mit authentischen und sehr liebenswerten Charakteren

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Aer1th

    18. January 2018 um 08:53

    “Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam – fünf Kinder, sechs Frauen? Wie geht das?” – Das zumindest waren meine ersten Gedanken als ich das Buch sah. Und damit hatte es mich schon. Ich begann mich mit dem Titel zu beschäftigen. Die optische Aufmachung des Buches, der Klappentext – alles sprach mich an, also hoffte ich, es würde mich nicht mit dem Inhalt enttäuschen. Dem mitten in der Pubertät steckende Milo fehlt ein männliches Vorbild, denn er ist der Sohn zweier Frauen. Gezeugt durch eine Samenspende. Er liebt seine Mütter über alles, doch bei richtigen Männerproblemen können sie ihm einfach nicht helfen. Milo weiß, dass er durch ein Samenspende gezeugt und von seiner Mutter Suzanne ausgetragen wurde. Da das Sperma ja irgendwoher kommen muss, muss es zur Spende auch einen dazugehörigen Mann geben – seinen Vater. Milo möchte ihn finden und kennenlernen, doch alleine traut er sich nicht.Bereits vor mehreren Jahren hat er seine Halbschwester Hollis kennengelernt, seitdem aber nie wieder etwas von ihr gehört. Wer, wenn nicht sie, könnte ebenfalls ein Interesse daran haben ihren Vater zu finden und ihm bei der Suche helfen? Doch Hollis möchte nichts mit ihrem Vater zu tun haben. Erst als sich noch mehr Halbgeschwister bei ihnen melden, wird die ganze Sache sehr interessant. Fünf Kinder von sechs Frauen geht definitiv und dieses Buch hat mir auch gezeigt wie. Es hat mir auch noch so einiges mehr mitgegeben, denn beim Lesen habe ich mich rundum wohl gefühlt. Ich muss gestehen, ich habe vor diesem Buch noch nie einen Gedanken daran verschwendet wie sich Kinder bzw. Jugendliche fühlen könnten, die durch eine Samenspende "entstanden" sind. Vielleicht leben sie nur mit der Mutter zusammen oder es gibt sogar zwei davon oder es gibt einen Vater in der Familie, der aber nicht der leibliche Vater ist. Allein beim darüber nachdenken fühlt es sich irgendwie unvollständig an. Kein Wunder, dass “solche” Kinder, gerade in ihrer Identitätsfindungsphase nach konkreten Antworten und Personen suchen. “No. 9677” von Natasha Friend greift dieses Thema, meiner Meinung nach, ganz wundervoll auf. Mit viel Fingerspitzengefühl und einem Händchen für authentische Charaktere hat die Autorin es geschafft mich mit auf Milo und Hollis Suche nach ihrem Vater zu nehmen. Natasha Friend hat einen ganz wundervollen Schreibstil, der mich gleich von der ersten Seite an abgeholt hat. Sie schreibt locker, leicht, flüssig und der Zielgruppe angemessen. Das Buch ließ sich trotz der wichtigen und ernsten Thematik wunderbar schnell und einfach lesen. Die Autorin hat ein ganz tolles wordbuilding, mit dem sie mich – jedes Mal, wenn ich das Buch in die Hand genommen habe – gefangen genommen hat. Auf die Charaktere möchte ich gerne nochmal lobend eingehen. Die Autorin hat wirklich sehr authentische und individuelle Charaktere geschaffen, die ich allesamt mochte. Die einen mehr, die anderen weniger – wie im echten Leben. Ich konnte mir jeden einzelnen Charakter bildlich vorstellen und war sehr angetan davon, wie Natasha Friend es mit Worten geschafft hat, dass ich mich so gut in all diese Menschen hineinversetzen konnte.Ich habe selten – und schon länger nicht mehr – ein Buch mit so gut ausgearbeiteten Charakteren gelesen. Hut ab. Auch den Themen des Buches widmet sich die Autorin mit sehr viel Feingefühl. Sie beschreibt die inneren Konflikte der einzelnen Personen ganz toll und macht auch keinen Halt vor traurigen Ereignissen. Meine Augen sind beim Lesen jedenfalls nicht trocken geblieben. Das Ende des Buches ist relativ offen und ich weiß, dass das von einigen als störend empfunden wird. Für mich persönlich war das Ende perfekt so, wie die Autorin es geschrieben hat. Ich als Leserin habe genügend Antworten erhalten, um zufrieden zu sein und habe zusätzlich noch die Möglichkeit erhalten verschiedene Optionen, wie die Geschichte weitergehen könnte, in meinem Kopf weiterzuspinnen. Fazit Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt und begeistert. Die Aufmachung des Buches ist der Hammer, die Thematik interessant und klasse aufgearbeitet und die Charaktere machen dieses Buch perfekt.Für mich ist dieses Buch definitiv ein kleines Highlight, das ich sehr gerne weiterempfehlen werde. Daher gibt es von mir 5 von 5 Sternen!

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  • Rezension No. 9677

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    helenscreativeobsession

    17. December 2017 um 10:03

    Meine MeinungCover und Titel: Der Magellan Verlag ist ja bekannt für seine hochwertigen und aufwändig gestalteten Cover und diesem Ruf macht «No. 9677» alle Ehre! Das Cover ist soo schön gemacht! Allgemein die ganze Gestaltung gefällt mir unheimlich gut. Besonders cool ist es, dass das Cover nicht einfach nur bedruckt ist, sondern ein Relief drauf hat. Ich habe mich tatsächlich schockverliebt und ein ebenfalls wichtiger Punkt, es ist auch noch passend! Das Gleiche lässt sich zum Titel sagen, er ist witzig, durchdacht und macht sofort neugierig auf die Geschichte, von der Länge her ist er für mich aber an der oberen Grenze. Allerdings gefällt mir der Originaltitel wie so oft aber noch etwas besser. Es ist aber verständlich, dass dieser nicht übernehmen wurde, denn auf Deutsch würde er keinen Sinn machen.Schreibstil: Wenn ich Natasha Friends Schreibstil in zwei Wörtern beschreiben müsste, dann wäre meine Antwort wohl «humorvoll und ironisch». Ich liebe die vielen eingebauten Wortspiele und die Witze, die die Geschwister untereinander machen. Einer meiner persönlichen Favoriten ist ein Spruch von Hollis. Auf Seite 166 macht sie einen Vorschlag für einen Werbeslogan für die Samenbank und zwar: «Danke, dass sie gekommen sind.» Das mag vielleicht etwas dreist sein, ist aber auch urkomisch. Gefallen haben mir auch die Anspielungen auf Bücher wie zum Beispiel «Der kleine Hobbit».Inhalt: Wie schon erwähnt ist das Buch voller Humor, aber dabei behandelt es auch eine Menge kritischer und schwieriger Themen. Es werden Themen aufgegriffen, die sonst weniger in Jugendbüchern auftauchen. Zum Beispiel eben Homosexualität. Dabei hört man öfter von schwulen Pärchen aber selten geht es um lesbische Frauen. Und dann auch noch um ihre Kinder, wie es ihnen damit geht und wie sie sich fühlen. Ich hatte mir darüber eigentlich noch die Gedanken gemacht, genau deshalb fand ich die Perspektive, die mir dieses Buch aufgezeigt hat, besonders interessant.Auch von Kindern die mit Hilfe Samenspenden gezeugt wurden, hatte ich vorher noch die gelesen und es hat mich gefreut, dies nachholen zu können.Charaktere: Hollis, Hollis ist 14 und wurde mit Hilfe der Samen von Spender No. 9677 gezeugt. Ihre leibliche Mutter ist lesbisch, die Partnerin ihrer Mutter, Pam, also Hollis zweite Mutter, ist schon vor Beginn der Geschichte an Krebs gestorben. Bis über die Hälfte des Buches versucht Hollis sich einzureden, dass ihr das nichts ausmacht und verdreht die Augen über ihre Mom, die noch immer mit einem Gemälde von Pam spricht. Hollis wird von ihren Mitschülerinnen gemobbt, doch sie selbst hat sich nie als Mobbingopfer gesehen. Hollis liebt Bücher und steht auf Sarkasmus. Ich habe sie gleich von der ersten Seite an ins Herz geschlossen.Milo, Milo ist 15 und wurde ebenfalls mit den Samen von No. 9677 gezeugt. Er leidet an einer Vielzahl von äusserst gefährlichen Allergien und ist schon mehrmals nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Milo gehört auch nicht gerade zu den Jungen mit vielen Freunden, eigentlich hat nur einen, nämlich JJ Rabinowitz. Auch Milos Mütter sind lesbisch. Die beiden könnten aber unterschiedlicher kaum sein.Normalerweise stelle ich euch nur die Protagonisten vor, aber in diesem Buch kommen sooo viele tolle Charaktere vor! Ich finde es hätte einen Preis für die besten Nebencharaktere verdient. Da ist zum Beispiel JJ, der witzige, liebe, zwischendurch kiffende JJ, Hollis' leicht gestörte Mutter, die verrückte Abby… Alle diese Persönlichkeiten sind perfekt ausgearbeitet. Jeder hat seine eigene Geschichte und ist auf seine Weise einzigartig. Dabei könnte man meinen bei so vielen Charakteren würde man den Überblick verlieren, dieses Gefühl hatte ich aber tatsächlich nie!FazitAuf extrem humorvolle Weise behandelt dieses Buch Themen, die sonst allzu gern unter den Teppich geschoben werden! Absolut empfehlenswert!Bewertung⭐⭐⭐⭐⭐

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  • No 9677

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    sweetpiglet

    05. December 2017 um 17:22

    Milo hat zwei Mütter und theoretisch keinen Vater, doch das stört ihn gar nicht, wenn da nicht die lästigen Allergien wären, die ihm ein normales Leben verwehren. Hollis lebt in einem ähnlichen Verhältnis wie Milo, aufgezogen von zwei Müttern, wobei Pam leider verstorben ist. Auf den ersten Blick verbindet die beiden Jugendliche nichts, bis auf die Tatsache, dass sie beide den selben Samenspender hatten: No. 9677. Bei Milos Suche nach dem Mann der sein biologischer Vater ist, begegnet er nicht nur Hürden sondern auch anderen liebevollen Menschen.Die Thematik von "No. 9877" ist fast schon einmalig in der Jugendbuchwelt, Natasha Friend schreibt einerseits darüber wie es ist, in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft als Kind aufzuwachsen, und andererseits auch, wie man sich fühlt, wenn der eigene Vater nur ein Samenspender ist. Hollis als auch Milo, als unsere beiden Ich-Erzähler, gehen dabei ganz unterschiedlich mit dieser Problematik um.Milo ist eher introvertiert, man merkt, dass er wegen seiner Allergien, die starke Schocks auslösen  und sogar zum Tod führen können, den Kontakt mit Menschen nicht wirklich sucht. Dennoch springt er in seiner persönlichen "Heldenreise" über seinen Schatten und wird dafür, wie ich finde, mit vielen neuen Menschen in seinem Leben belohnt.Hollis ist ganz anders, sie ist extrovertiert und gibt sich genau so wie sie ist, sich ändern für Andere kommt für sie nicht in Frage. Leider hat sie es wegen ihrer Lebenssituation schwer in der Schule, was mir beim Lesen immer wieder weh getan hat. Hollis hatte in meinen Augen viel mehr verdient, klar ist sie schwierig, aber ich glaube, genau das macht die Welt aus einem, wenn man immer wieder fertig gemacht wird. Um so schöner war es zu beobachten, dass zwischen Milo und Hollis die Chemie stimmte und hier eine tolle Freundschaft entstehen konnte.Mit dem Plot und den Protagonisten konnte mich Natasha Friend absolut begeistern, einzig das Ende lässt mich absolut unbefriedigend zurück. Hier hätte ich mir eine "rundere" Lösung gewünscht, die sowohl mir als auch den Protagonisten mehr Fragen beantwortet. Dennoch konnte mich der Aufbau und die Übersetzung des Textes von Anfang bis Ende überzeugen.Fazit:Mit der Thematik trifft Natasha Friend genau den richtigen Ton, ihre Protagonisten sind gut durchdacht und haben ihre Ecken und Kante, aber dennoch genug Potenzial um Symphatieträger zu sein. Einen Abzug gibt es für das Ende, wo wie ich finde mehr Auflösung hätte stattfinden müssen. Und wenn es nur ein Epilog gewesen wäre, hier lässt uns die Autorin mit einigen Fragen zurück, die man als Leser, der die Protagonisten zu schätzen gelernt hat, einfach beantwortet haben will.

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  • Eine herzliche, humorvolle und ernsthafte Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Skyline-Of-Books

    03. November 2017 um 13:25

    Klappentext „Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so. Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.“   Gestaltung Durch die verschieden farbigen DNA Stränge auf dem Cover greift dieses den Buchinhalt visuell auf, was mir sehr gefällt. Ich mag die Farbgebung, denn vor dem dunklen Hintergrund kommen die Stränge, die man auch fühlen kann, super zur Geltung. Es mag zwar auf den ersten Blick etwas unruhig wirken, aber genau das ist es, was meine Aufmerksamkeit erweckt hat und was es spannend macht, sich das Cover anzusehen.   Meine Meinung Bei diesem Buch fühlte ich mich ein wenig an die verschiedenen Hollywood-Filme erinnert, die sich (mal auf unterhaltsame, mal auf ernstere Weise) mit dem Thema der Samenspende befassen, denn auch „No. 9677 oder Wie meni Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ greift dieses Thema auf. Dabei verdeutlicht Autorin Natasha Friend die verschiedenen Gründe und Ansichten zum Thema Samenspende, künstliche Befruchtung und Familienbande/Vaterschaft auf sehr vielfältige und eindringliche Weise.   Mir gefiel vor allem, dass es so viel Diversität in diesem Buch gab, ohne dass es überladen oder künstlich wirkte. Dabei befasst sich die Autorin vor allem mit dem Thema der Identität und damit, dass die Figuren lernen, ihren Platz in der Welt zu finden. Protagonistin Hollis lernt im dem Verlauf der Geschichte, was eine Familie ausmacht und was dies bedeutet. Dies ging für mich direkt unter die Haut und war super dargestellt, da die Hauptfigur eine Entwicklung durchmacht und ihre Erkenntnisse meiner Meinung nach sehr wichtig und essentiell sind.   Die Frage, wer denn nun Samenspender „No. 9677“ ist, hat mich konstant zum Weiterlesen angetrieben und meine Neugierde geweckt und hochgehalten. Das Ende des Buches lässt mich auch jetzt noch etwas zwiegespalten zurück, denn es passt es gut zur Geschichte, da es kein kitschig-buntes Happy End ist und da es voller Liebe und Hoffnung ist. Gleichzeitig ging mir aber auch vieles zu schnell bzw. vielmehr hatte ich den Eindruck, dass mich das Ende nicht so ganz erreichen konnte, weil manches nur angeschnitten wurde.   Das Buch war dabei sehr feinfühlig erzählt, wodurch eine angenehme Verbindung zwischen allen Themen und Figuren hergestellt wurde. Gleichzeitig ist Natasha Friends Schreibstil auch humorvoll, wodurch die Geschichte etwas aufgelockert wird. So versprüht „No. 9677“ einen ganz besonderen Charme, der mich sofort beim Lesen gepackt und nicht mehr losgelassen hat, da hier Ernst und Humor miteinander vermischt werden.   Wenn ich schon beim Thema charmant bin: auch die Figuren empfand ich als sehr sympathisch und liebenswert. Wie bereits erwähnt entwickelt Hollis sich durch ihre Erkenntnisse hinsichtlich des Themas Familie weiter, was ich großartig fand. Ihren Halbbruder Milo mochte ich persönlich am liebsten, da ich fand, dass sein Wunsch nach einem Vater sehr nachvollziehbar dargestellt war und da er ein Kämpfertyp ist, der nicht so einfach aufgibt. Dies hat mich sehr beeindruckt. Zudem wurde ich dadurch überrascht, dass die Mütter von Hollis und Milo einen größeren Raum in der Handlung einnahmen, als ich erwartet hätte. So konnte ich super Einblicke in das Familienleben der Charaktere werfen und viele Hintergründe, Nöte und Sorgen erkennen, wodurch die Figuren noch viel echter wirkten.   Fazit „No. 9677 oder Wie meni Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ von Natasha Friend befasst sich mit der Frage, was eine Familie ausmacht. Die Autorin greift auf ernsthafte und gleichzeitig humorvolle Weise das Thema der Samenspende und künstlichen Befruchtung auf und präsentiert es hierbei in vielen verschiedenen Facetten ohne die Geschichte zu überladen. Das Ende ging für mich etwas zu schnell, dafür konnten mich die Figuren aber durchweg überzeugen. 4 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband  

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  • Wunderbare und originelle Geschichte

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    IsiVital

    18. October 2017 um 13:08

    InhaltWer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.Quelle: MagellanMeine MeinungEinzigartig, realistisch, wunderschön! Stell dir vor, du würdest deinen eigenen Vater nicht kennen. Sind meine Locken von ihm, oder vielleicht die Augenfarbe? Hat er auch solch knochige Knie? No. 9677 oder wie mein Vater an fünf Kindern von sechs Frauen kam, ist eine wunderbare und originelle Geschichte über fünf Geschwister, die sich auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater machen.Spendenummer 9677! Das ist alles was Milo über seinen Vater weiss, aber das ist noch lange kein Grund gleich aufzugeben. Zusammen mit seiner Halbschwester Hollis fängt er an immer mehr über seinen Vater zu recherchieren. Auf einmal suchen sie nicht nur zu zweit, sondern zu fünft! Doch möchte ihr Vater überhaupt von ihnen gefunden werden?„Du siehst gar nicht jüdisch aus.“„Wie sehe ich denn aus?“„Als solltest du auf einem Footballfeld in Nebraska Mais schälen.“Abends nach Hause kommen, sich auf dem Sofa mit einer Kuscheldecke und Tee verkriechen und ein Wohlfühlbuch wie das von Natasha Friend lesen! Was gibt es da besseres? Mit einem angenehmen, teilweise humorvollen Schreibstil hat es die Autorin dann auch geschafft, ein durchaus ernstes Thema etwas auf zu lockern und mich als Leserin bis zum Schluss am Ball zu halten. Auch wenn die Charaktere manchmal ein bisschen nervig waren, so hatten sie alle ihre eigene Persönlichkeit und waren meiner Meinung nach sehr realistisch. Ich persönlich weis natürlich nicht, wie es sein muss, seinen eigenen Vater nicht zu kennen und doch hatte ich den Eindruck, dass diese Thematik in dieser Geschichte gut wiedergegeben wurde. Einen kleinen negativen Kritikpunkt muss ich dann aber doch noch loswerden und zwar war ich mit dem abrupten Ende nicht ganz zufrieden. Ohne alle Fragen zu beantworte, noch mitten im Geschehen, wo ich mir einfach einen besseren Abschluss und mehr Informationen gewünscht hätte, war das Buch auf einmal einfach zu Ende.FazitNo. 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam war originell und hatte einfach seinen ganz persönlichen Charme. Mit liebenswerten Charakteren und einem flüssigen und sarkastischen Schreibstil wurde das ernste Thema über Kinder und deren Samenspender aufgelockert und doch realistisch wiedergegeben. Für mich auf jeden Fall ein Buchtipp für Jung und Alt. 

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  • Was ist Familie?

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Flatter

    10. October 2017 um 20:58

    Über die Autorin: Natasha Friend wurde 972 im Staat New York geboren. Nach ihrem Studium zog sie nach Boston und veröffentlichte 2004 ihren ersten Roman. Zum Inhalt: Klappentext Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt - bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis´Hilfe. Aber warum sollte sie bei einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem "Vater", der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie  nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so. Richtig abgefahren wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein - und stellt fest: Familie ist das, man daraus macht. Meine Meinung: Eine Geschichte, die sich mit dem Thema Samenspende auseinandersetzt. Die Autorin geht mit diesem Thema sehr behutsam aber auch humorvoll um und man kann sich gut in die Gedankenwelt der Charaktere hineinversetzen. Die Charaktere sind gut gestaltet und wirken sehr authentisch. Was veranlasst eine Familie einen Samenspender in Anspruch zu nehmen? Sehr interessant umgesetzt mit Charakteren, die einem sofort sympathisch sind. Es geht hier darum, seinen Platz zu finden. Hollis und Milo haben mir sehr gut gefallen und sie kamen mir, ehrlich gesagt, älter und reifer vor als 14 Jahre. Gegen Ende waren sie etwas lockerer, das hat den Charaktere gut getan wie ich finde. Mit JJ wurde ich nicht so richtig warm, aber jedes Kind ist halt anders und geht mir schwierigen Situationen auch anders um. Der Schreibstil war flüssig und ich war relativ schnell in der Geschichte drin. Die Autorin integriert hier viel Feingefühl und bringt das Thema Familie richtig gut rüber. Beim Ende geht alles aber etwas zu schnell und auch einige Fragen bleiben unbeantwortet. Das ist der einzige Kritikpunkt den ich habe. Ich hätte schon gerne gewußt, wie es mit den Charakteren weitergeht, die ich beim Lesen ins Herz geschlossen habe.  Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut und ist mir direkt ins Auge gefallen. Fazit: Ein ernstes Thema auf wundervolle Weise erzählt. Mit viel Humor, Vertrauen, Freundschaft und Liebe.

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  • Ein spannender und interesanter Jugendroman

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Benundtimsmama

    04. October 2017 um 19:38

    Was ich zum Buch zu sagen habe: Dieses wunderschöne Cover ist mir im Buchladen sofort ins Auge gesprungen. Es sieht aber nicht nur toll aus, es fühlt sich auch genial an. Die verschiedenen Schriftarten und die Figuren sind erhaben und schimmern im Licht. Entfernt man den Schutzumschlag, überzeugt die tolle Innengestaltung. Auch die Innenseiten sind mit dem Muster des Covers in schwarz-weiß ansprechend illustriert. Rundum: Dieses Cover ist einfach genial und ein Blickfang in jedem Buchladen. Aber nicht nur das Cover fand ich interessant, auch der Titel des Buches und vor allem der Klappentext haben mich angesprochen und sehr neugierig gemacht. Der Schreibstil der Autorin Natasha Friend ist wunderbar leicht, flüssig und altersgerecht geschrieben.  Auf den ersten Seiten habe ich die Protagonisten Hollis und Milo kennengelernt. Beide Charaktere waren mir auf Anhieb sympathisch. Die beiden Jugendlichen begeben sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, der aufgrund einer Samenspende unbekannt ist. Im Laufe der Geschichte lernen die beiden noch drei weitere “Geschwister” kennen. Mit einigen der Charaktere hatte ich dann ein wenig meine Schwierigkeiten, deshalb wurde der Lesegenuss zeitweise ein wenig getrübt. Aber sie haben sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und von da an habe ich mich auch wohl gefühlt. Die Thematik des Buches hat mir ebenso gut gefallen wie die Umsetzung. Ich habe gelacht und auch auch ein paar Tränchen verdrückt.  Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen konnte durch viele überraschende Wendungen stetig gesteigert werden. Das hat mir richtig gut gefallen und mich zügig durch die Seiten fliegen lassen. Das Buch beginnt und endet aus der Sicht von Hollis, danach wechselt die Autorin zwischen Milo und Hollis. Dieser Wechsel hat mir gut gefallen und dieser sorgte für zusätzliche Spannung. Leider endet die Geschichte nicht ganz so abgeschlossen, wie ich es mir gewünscht habe. Deshalb wurde mein Lesevergnügen zum Schluss dann doch nochmal getrübt. Aber alles in allem hatte ich viel Spaß und gebe diesem Buch vier von fünf Sternen.

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  • Auf der Suche nach No 9677

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    BeaSurbeck

    03. October 2017 um 08:38

    No 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam Das Buch ist mir in der Buchhandlung in die Augen gesprungen und der Titel hat mich richtig neugierig gemacht. Als ich dann bei Lovelybooks die Leserunde entdeckt habe musste ich mich einfach bewerben. Ich hatte Glück, ich durfte das Buch lesen und ich war begeistert. Der Titel passt unglaublich gut zum Inhalt des Buches und das Cover ist einfach nur schön. Auch die Innengestaltung des Buches hat mich angesprochen, nun war ich gespannt ob das alles auch halten wird was es verspricht. Der Schreibstil war locker und flüssig, ich bin gut in die Geschichte reingekommen und sie hat mich von der ersten Minute an gepackt. Ich fand das Thema mega interessant und mir haben die Charaktere richtig gut gefallen. Sie kamen authentisch rüber und entwickelten sich im Laufe der Geschichte weiter. Ein Buch das Tiefgang hat und mich oftmals zum Nachdenken brachte. Um was geht es bei „No 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“??? Es geht um fünf Jugendliche die sich eigentlich gar nicht kennen, aber eines gemeinsam haben – den Vater. Ihr Vater fungierte als Samenspender und half somit vier Familien zum ersehnten Wunschkind. Milo ist eines davon, im Kindesalter hat er Holli schon einmal kennengelernt, aber inzwischen sind viele Jahre ins Land gezogen. Jahre die nicht nur gut waren. Milo hat sich nun in den Kopf gesetzt seinen leiblichen Vater zu finden, aber alleine kann und will er das nicht durchsetzten und so wendet er sich an seine Halbschwester Holli. Holli steht dem ganzen skeptisch gegenüber, sie braucht ihren „Vater“ nicht, abgesehen davon weiß man von ihm nicht einmal einen Namen – er ist Samenspender No 9677. Und dennoch lässt sie sich von ihm überreden und hilft ihm bei der Suche nach dem Vater, dabei lernen sie sich selbst besser kennen und auch die Bedeutung von Familie macht plötzlich einen anderen Sinn. Mir hat das Jugendbuch richtig gut gefallen, ich konnte mich von Anfang an in die Geschichte fallen lassen und wurde wunderbar unterhalten. Das Buch hat mich gefesselt und ich war gespannt ob Milo und Holly auch die anderen Halbgeschwister mit ins Boot bekommen würden. Die Geschichte hatte richtig Tiefgang und man konnte sich gut in die Charaktere rein versetzen. Die Teenys hatten alle ihre Ecken und Kanten und dadurch das sie total unterschiedlich aufwuchsen war man einfach nur gespannt wie sie miteinander umgingen, aber auch ob es irgendwelche Gemeinsamkeiten gab. Was mir auch richtig gut gefallen hat das man die Thematik Adoption und Homosexualität mit in das Buch rein genommen hat und das es hier nicht nur um die Gefühlswelt der Teenys ging, sondern das man auch miterlebte wie die Eltern der Kids damit umgingen das die fünf ihren Erzeuger finden wollten. Aufgelockert wurde das eigentlich ernste Thema durch viele Whats-App Nachrichten und Chat-Verläufen. Man konnte mit den Charakteren fühlen und sich auch ganz gut in sie rein versetzen. Ich mochte Milo, Holli und JJ den besten Freund von Milo auf Anhieb, aber auch die anderen Halbgeschwister der beiden haben mir richtig gut gefallen. Jeder ging mit der Thematik anders um, aber man spürte das sie froh waren sich gefunden zu haben. Lediglich das Ende des Buches hat mich etwas enttäuscht, mir persönlich war es zu offen. Ich hätte mir hier einfach einen richtigen Abschluss gewünscht. Ein richtig tolles Jugendbuch bei dem es immer wieder Wendepunkte gab mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und vier Sterne. Warum einen Stern Abzug wo doch sonst wirklich alles gepasst hat??? Das hängt einzig und alleine mit dem Ende zusammen das für mich ziemlich enttäuschend war.

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  • Familie ist.....?

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    sansol

    26. September 2017 um 23:30

    Hollis und Milo sind Halb-Geschwister. Beide haben jeweils zwei Mütter die vor Jahren dank einer Samenbank ihren Kinderwunsch erfüllen konnten. Spender No. 9677 ist ihr gemeinsamer Vater.Eine seltene Allergie ist für Milo der Auslöser sich auf die Suche nach Informationen zu machen. Wer ist ihr Vater? Wie ist er so? Gibt es noch mehr Halbgeschwister?Was ist Familie? Gibt es wirklich zwei Mütter?Die wirklich sehr gut geschriebene Geschichte besticht durch ihre sympathischen Charaktere und den einfühlsamen Umgang mit schwierigen Themen. Lesbische Paare und deren Kinderwunsch, der Umgang Außenstehender mit diesen Kindern, Pubertät, Adoption, Samenspender-Väter und Patchwork-Familien.Gut gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive zwischen Hollis und Milo. Man ist direkt in der Geschichte drin und bleibt gefesselt dabei. Das Ende bleibt (meiner Meinung nach leider) recht offen – Potential für eine Fortsetzung wäre auf jeden Fall da.Ein absolut gelungenes Jugendbuch mit einem sehr schönen und passend gestaltetem Cover.

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  • Familie ist, was man draus macht.

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Anne-Sophie_Fuchs

    22. September 2017 um 16:34

    Für mich ist Familie selbstverständlich. Ich habe einen Vater, eine Mutter und eine ältere Schwester. Soweit, so normal. Ganz und gar nicht „normal“ ist die Familie von Hollis und Milo. Zwei Kinder mit vier Müttern – und einem Samenspender als Vater. „No. 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ ist eine Geschichte für Jugendliche, die dennoch alle was angeht. Eine Geschichte über Familie, Identität, Angst, Mut und all den anderen, typischen Teenager-Kram. Küssen, Kiffen, Fummeln und  das erste Mal so richtig verliebt sein. „Wahre Liebe stirbt nie.“„Und Einhörner gibt es wirklich.“ Der Inhalt. Hollis ist 14 und eine Schlampe. Das sagt sie über sich selbst, nicht ich über sie. Sie ist trotzig und ganz dezent nachtragend. Milo ist wenig älter und ein junger Mann, der ohne Vater aufwächst und sich – trotz seiner Liebe zu seinen Müttern – ab und an einfach einen Mann im Haus wünscht. Und jemanden, der ihm helfen kann. Denn Milo hat die allerheftigsten Lebensmittelallergien, ever. Doch die DNA seines Spenders könnte Antworten und Lösungen bringen. Also beschließt Milo, ihn zu suchen. Gemeinsam mit Hollis – und wie sich herausstellt – noch vier weiteren Halbgeschwistern. Oha! Klingt nach Abenteuer und ist auch eins. Alle lernen sich kennen und plötzlich wird aus Einzelkindern eine Großfamilie. Es kommen Fragen auf wie „Was machen wir, wenn wir ihn sehen? Wenn er uns nicht kennenlernen will?“ oder generell „Will ich das überhaupt?“ Gerade Hollis tut sich schwer. Es war doch alles irgendwie ok so. Und plötzlich ändert sich alles um sie herum – und in ihr drin.   „Jetzt fühlte Hollis sich mies. Sie hatte nicht so gemein zu ihrer Mutter sein wollen, aber manchmal passierte das einfach. Sie wusste ja nicht mal, was sie eigentlich so ärgerte.“ Die Sprache. Ich bin beinahe 28 und doch fühlte ich mich wieder ein bisschen wie 15. Die Sprache ist einfach, aber nicht platt. Eben genau richtig, um der rasanten Heldenreise der Boys und Girls zu folgen. Ehrlich und klar – ein guter Gegensatz zu den verwirrten Gedankenwirrungen der Teenager, die manchmal selbst nicht so ganz wissen, wie sie sich ausdrücken sollen. „An jenem Tag auf dem Klettergerüst nistete sich ein hartes schwarzes Körnchen Scham in Hollis‘ Herz ein und setzte sich dort fest wie ein Stück Popcornschale zwischen den Zähnen.“ Natasha Friend trifft ziemlich genau die unterschiedlichen Gefühlslagen ihrer Helden und Heldinnen. Und die der Freunde und Mütter. Ich gebe zu, ich hatte sogar mal Pipi inne Augen. Aber da war immerhin auch eine Katze involviert. Und Katzen sind halt süß. „Ich mag jedenfalls, wie du aussiehst“, sagte sie.„Danke. Ich mag auch, wie du aussiehst.“„Ich würde dich nicht weggeben.“„Ich dich auch nicht.“Mit einem Mal wurde es ganz still, so als schliefe die gesamte Welt außer ihnen beiden.“ Das Buch. Es machte Spaß, dieses Exemplar in die Hände zu nehmen und darin zu lesen. „Schuld“ daran ist der Schutzumschlag und die qualitativ hochwertige Bindung des Hardcovers.Spoiler: Der Umschlag ist auf jeden Fall ein haptisches Highlight. So als Jugendbuch sicher nicht verkehrt. Fazit: Inhaltlich hatte ich mir ein wenig mehr erhofft – gerade, was das Ende der Geschichte angeht. Spannend war es, klar. Auch wenn es „nur“ ein Jugendbuch war, fühlte ich mich mit den Charakteren verbunden, als wären sie irgendwie in meiner Nähe. Super finde ich die Grundstory und ihre Umstände. Aufwachsen als Kind eines lesbischen Paares, die Reaktionen der Umwelt, Tod, Identitätssuche, Rebellion und Geschwisterliebe. Alles wahnsinnig wichtige Themen, die nicht nur Jugendliche etwas angehen. Sondern uns alle. „Kindisch? Klar. Logisch? Nein. Aber so war es eben.

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  • Vater werden ist nicht schwer...

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    TochterAlice

    22. September 2017 um 08:29

    vor allem, wenn die Befruchtung im Reagenzglas erfolgt und man als Erzeuger nicht großartig irgendwelche Konsequenzen zu tragen hat. Als Samenspender nimmt man keinerlei finanzielle Verpflichtung auf sich, im Gegenteil, man wird dafür bezahlt. Will Bardo hat sich so als Collegestudent etwas dazuverdient und ist auf diese Weise im Alter von 38 Jahren Vater von fünf Kindern im Teenageralter. Ein stolzer? Man weiß es nicht, denn er kennt sie nicht.Von diesen fünf Kindern, aufgewachsen in vier Familien, machen sich vier auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater. Das Ganze geht von Milo und Hollis aus, die bei lesbischen Elternpaaren aufgewachsen sind und sich im Alter von 14, 15 auf die Suche nach ihren Wurzeln machen wollen. Aus ihrer Perspektive ist die Geschichte auch geschrieben, sie erzählen abwechselnd. Außer ihren Mitstreitern, die ja auch ihre Halbgeschwister sind, spielt auch JJ eine nicht gerade kleine Rolle: er wurde als Baby adoptiert, ist Milos Freund - bald auch der von Hollis - und nimmt ungeheuren Anteil an ihrem Schicksal.Abgesehen von der Vatersuche gibt es mehrere andere relevante Themen wie bspw. Homosexualität und das Teenagerdasein an sich. Autorin Natasha Friend geht das Thema locker und eloquent an und gibt dem Leser das überaus angenehme Gefühl, dass lesbische Eltern etwas völlig Normales sind. Sind sie ja auch in Zeiten der Ehe für alle, oder nicht? Ist bloß noch nicht jeder drauf gekommen.Ein warmherziges Buch mit gut entwickelten Figuren - ganz eindeutig eine Stärke der Autorin - das in ihrer Heimat, den Vereinigten Staaten in Zeiten von Trump sicher nicht nur auf Zustimmung stößt. Also auch ein mutiges Buch, was in der Hinsicht schade ist, dass sowas überhaupt nötig ist. Und es schlägt eine Bresche für Kinder, die in etwas anderen als der üblichen Familienkonstellation aufwachsen.Absolut lesenswert, vor allem, da die Geschichte eine ganz andere Entwicklung nimmt als die eigentlich erwartete. Unkonventionell und warmherzig - einfach gut!

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  • Leserunde zu "No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam" von Natasha Friend

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    Magellan_Verlag

    »Hollis?«, sagte Milo Robinson-Clark. »Wir sind nicht die Einzigen.«Das war das Problem mit chinesischem Essen. Zuerst war es lecker, aber dann hatte man noch stundenlang – Moment. »Was?«»Es gibt da so eine Website.« Milo schrie fast, aber im Hintergrund war es immer noch so laut, dass Hollis ihn kaum verstand, also drückte sie sich das Telefon fester ans Ohr. »Projekt Samenspender-Kinder.«»Was?«, fragte Hollis. Nicht, weil sie ihn nicht gehört hatte. Das hatte sie nämlich, aber was genau erzählte er ihr da gerade?»Er hat fünf Kinder. Es gibt fünf von uns.« Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender № 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht. Eigentlich hat Natasha Friend es ihren Eltern zu verdanken, dass sie heute Autorin ist - immerhin wuchs sie in einem Haus ohne Fernseher auf. Kein Wunder also, dass sie von der Leseratte zur Schriftstellerin mutierte und ihrem Vater schon bald Geschichten diktierte, damit er sie auf der Schreibmaschine abtippte. Heute, drei Kinder und sieben Bücher später, vermisst sie den Fernseher gar nicht mehr. Ihr möchtet wissen, was Hollis und Milo auf der Suche nach ihrem Vater so alles erleben? Hier könnt Ihr 10 Exemplare von No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis zum 31. August folgende Frage: Was bedeutet für Euch „Familie“? Wir wünschen Euch viel Spaß beim Mitmachen und freuen uns auf eine tolle Leserunde mit Euch! Euer Magellan-Team

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    • 211

    TochterAlice

    20. September 2017 um 21:32
    sansol schreibt Ich denke Milo geht es vorrangig darum, den "Vater", einen männlichen Part in seiner Familie zu finden und dabei mehr Freiheiten zu erreichen. Wahrscheinlich kompensiert Frankie durch ihre ...

    Diese Meinung teile ich nicht, ich bin nicht der Ansicht, dass Milo überhaupt diesen Aspekt bedenkt. Nein, es ist halt jemand, der an seinem Leben beteiligt ist, den er aber gar nicht kennt. Ich ...

  • Super Buch

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    verruecktnachbuechern

    16. September 2017 um 13:48

    Hollis und Milo sind Halbgeschwister und kennen sich trotzdem kaum. Beide sind durch eine Samenspende gezeugt worden. Ihren Spender kennen sie nur unter der Bezeichnung No. 9677. Holis lebt mit ihrer einen Mutter und der Katze ihrer verstorbenen anderen Mutter zusammen. Sie und Milo, welcher ebenfalls zwei Mütter hat, haben sich vor Jahren einmal kurz getroffen. Umso verwunderter ist sie, als sich ihr Halbbruder bei ihr meldet und sich zusammen mit ihr, auf die Suche nach weiteren Geschwistern und ihrem Vater machen will. Die Geschichte der etwas anderen Familienfindung wird abwechselnd aus Hollis und Milos Sicht erzählt. Das gibt dem ganzen Roman mehr Tiefe und es fällt leichter, beide Geschwister zu verstehen. Es fiel mir sehr leicht in die Geschichte rein zu finden. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen und man wird in die Geschichte reingezogen. Die Suche der beiden hat mir viel Freude bereitet und ich konnte das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen, so spannend war die Geschichte. Ich habe geweint, gelacht und Seite um Seite verschlugen. Das Ende der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen, denn ich bin kein Fan von einem offenen Ende. Ich wurde mit vielen Fragen und auch Erwartungen zurück gelassen. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der auch mitlachen und weinen möchte. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und bedanke mit bei der Autorin und dem Verlag.

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  • Familie kann sooo vieles sein

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

    lesemaus1612

    16. September 2017 um 13:24

    Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen. Es geht um Milo und Hollis, welche beide bei 2 Müttern aufgewachsen sind und mit Hilfe einer Samenspende des Spenders 9677 gezeugt wurden. Milo beschließt ihren Spender zu suchen, da er sehr viele Allergien hat und der "Vater"  dabei helfen könnte diese zu behandeln und bittet Hollis um Hilfe. Trotz anfänglicher Abneigung von Hollis Seite machen die beiden schließlich 3 weitere Geschwister ausfindig und schaffen es schließlich sogar einen Brief an ihren Spender zu schreiben. Dieser reagiert aber anders als erwartet. Schließlich stehen sie vor einer schwierigen Entscheidung in wie weit sie in das jetzige Lebens ihres Vaters eingreifen dürfen. Parallel kommt Hollis Milos Kumpel JJ, der adoptiert wurde, näher. Der Schreibstil bzw. die Übersetzung hat mir gut gefallen, vorallem die zahlreichen Anspielungen auf Bücher waren toll. Die Charaktere waren verschieden und besonders und jeder hatte auch seine Ecken und Kanten. Besonders gut hat mir gefallen, das dieses Buch zeigt, das Familie soooo viel mehr ist, als klassisch Vater-Mutter-Kind und das gleiche Gene zwar verbinden, aber nicht alles sind. 

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