Natasha Friend No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 1 Leser
  • 10 Rezensionen
(10)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ von Natasha Friend

Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so. Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.

Warmherzige Familiengeschichte um das Tabuthema „Samenspenderkinder“. Es hat mein Herz erwärmt & mir Lachfältchen ins Gesicht gezaubert! <3

— Tini_S
Tini_S

Ein außergewöhnliches Thema verarbeitet in einer spannenden, berührenden Erzählung

— BlackTeaBooks
BlackTeaBooks

Eine besondere Thematik und skurrile, liebenswerte Charaktere

— Niccitrallafitti
Niccitrallafitti

Die Thematik ist sehr unangetastet im Jugendbuch Bereich und ich bin der Autorin äußerst dankbar, dass sie diese Lanze gebrochen

— Nightingale78
Nightingale78

Unglaublich, wie viele ernstere Themen in einem so lebensfrohen und wunderbaren Buch Platz finden!

— Mareia
Mareia

Eine unterhaltsame Suche, nach dem eigenen Ich und Familiensinn von dem es gerne einen zweiten Teil geben darf.

— Kumosbuchwolke
Kumosbuchwolke

Tolle und unterhaltsame Herangehensweise. Dieses Buch macht trotz seiner Thematik wirklich Freude.

— saras_bookwonderland
saras_bookwonderland

Wundervolles Buch über die Macht der Familienbande

— merle88
merle88

Stöbern in Jugendbücher

The Sun is also a Star.

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt hat mir um einen Tick besser gefallen. Warum, erfährt ihr in meiner ausführlichen Rezension!

BeautyBooks

Was andere Menschen Liebe nennen

Konnte mich leider nicht begeistern, fand es richtig langweillig. Schade

Evebi

Aquila

Ein psychologisch spannender Krimi, der zum Miträtseln einlädt und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte!

Smilla507

Verlorene Welt

Der finale Band hat mir richtig richtig gut gefallen!

Shellan

Myriad High - Was Hannah nicht weiß Band 1

Futuristes Teenie-Schul-Spektakel, das man lesen muss!

diebuchrezension

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein echtes Überraschungsei, das mein Herz erwärmt und mir Lachfältchen ins Gesicht gezaubert hat! <3

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Tini_S

    Tini_S

    23. August 2017 um 22:56

    Meine Meinung: Keine lange Vorrede, ich falle gleich mit der Tür ins Haus: Was für ein tolles Überraschungsei! Was für ein witziges und gleichzeitig berührendes Buch, das mein Herz erwärmt und mir Lachfältchen ins Gesicht gezaubert hat! <3 Der Magellan Verlag hat es mal wieder geschafft und mir ein echtes Highlight beschert …Allein das Thema ist schon etwas Besonderes, das mir buchtechnisch bisher nicht über den Weg gelaufen ist: Probleme in Samenspenderfamilien und die damit verbundenen Gefühle bei den Kindern und Eltern. Das wird nämlich nicht nur als Storyaufhänger benutzt, nein, es ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und wird sehr intensiv beleuchtet.Im Mittelpunkt stehen dabei zwei verschiedene Familien und deren Kinder: Hollis und Milo. Zwei Protagonisten, zwei Sichtweisen, die mich beide gefesselt und an ihre Seite mitgenommen haben. Milo hat zwei Moms, die ihn beide sehr lieben und er ist eigentlich ganz glücklich mit seinem Leben. Er ist kein Bad Boy, sondern eher der Typ „Schüchterner Buchnerd“.Hollis (den Namen hatte ich vorher noch nie gehört, aber er hat was) ist dagegen ziemlich selbstbewusst und direkt und kommt gut allein zurecht. Ihre Ziehmutter Pam ist vor einigen Jahren gestorben und seitdem hat sie einen Panzer um sich herum aufgebaut, den selbst ihre Mom nicht durchbrechen kann, so sehr sie sich auch bemüht.Ich fand beide Sichtweisen sehr unterhaltsam zu lesen. Milo ist mein heimlicher Favorit, denn er ist klug, sensibel, unsicher, nerdig, sympathisch und einfach süß. :D Hollis ist dagegen etwas sperriger und es fiel mir vor allem am Anfang schwer, sie zu mögen. Sie läuft die meiste Zeit nur mies gelaunt durch die Gegend, schläft mit einem vergebenen Typen, für den sie nichts empfindet und zickt ihre Mom an, die sich sichtlich Mühe gibt und immer Verständnis für Hollis zeigt. Sie tat mir deshalb oft leid.Hollis ist eine sehr starke Person, die kein Mitleid möchte und z. B. mit den Mobbingattacken ihrer Klassenkameradinnen sehr entspannt umgeht. Definitiv kein Opfertyp, hat sie mich mit ihrem Mut beeindruckt und wuchs mir schlussendlich doch ans Herz, denn sie öffnet sich ein wenig (ohne dass es kitschig wird oder sie ihren Charakter verändert), sieht ihre Fehler ein und kommt ins Reine mit sich selbst. Nebenbei sei noch bemerkt, dass auch sie ein kleiner Buchnerd ist und das zu Anfang das Eis zwischen uns gebrochen hat. ^^Alle Charaktere sind unglaublich lebensecht und erhoben sich über die Seiten hinaus direkt vor meine Augen, als würde es sie wirklich geben. :) Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, machen Fehler, reagieren über, sind enttäuscht, unsicher, werden wütend … Aber genau das macht sie so echt und deshalb habe ich sie alle in mein Herz geschlossen. So sehr, dass ich gern noch mehr von ihnen lesen möchte. Für einen zweiten Teil öffne ich gern meine Tür und mein Herz – auch wenn wohl leider nichts Derartiges in Planung ist … *schnief*Einen muss ich hier nochmal auf ein extra Podest stellen, weil er es wirklich verdient hat: JJ, Kumpel, Kiffer und Komödiant. Das allein klingt etwas merkwürdig, aber hinter ihm steckt mehr als man denkt. Übrigens wird mit dem Drogenthema durchaus kritisch umgegangen und es wird auch unter Milo, JJ und Hollis diskutiert, wobei sich die beiden klar davon distanzieren. Also keineswegs eine geschönte Darstellung und ich fand es passend für ein Jugendbuch, das ab 13 Jahren empfohlen wird.Aber zurück zu JJ: Er ist Milos bester Freund und versucht stets, ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken. Er sagt immer, was er denkt, und behandelt jeden gleich – ohne Vorurteile, wofür er sich meinen Respekt verdient hat. Man muss ihn einfach mögen, denn er sorgt mit seinem schlagfertigen, losen Mundwerk für Lacher und ist immer zur Stelle, wenn Milo ihn braucht. Hach ja, ihr merkt es schon: Ich komme ins Schwärmen! <3Natasha Friends Schreibstil ist rasant, humorvoll, locker und (im Falle von Hollis) sarkastisch. Er kreiert eine ganz eigene Atmosphäre, in der ich mich trotz der Probleme und teilweise ernsten Themen heimelig gefühlt habe. Die Erzählweise ist geprägt von vielen Dialogen und E-Mails (zwischen den verschiedenen Samenspenderkindern) und liest sich dadurch quasi wie von selbst. Ich hatte das Buch in Windeseile inhaltiert und wäre bereit für weiteres aus der Feder von Frau Friend! :DLasst mich zum Schluss noch kurz etwas zur Story sagen, ohne zu viel zu verraten: Die Liebe spielt hier ebenfalls eine Rolle, wenn auch eine vergleichsweise kleine, da die Familie im Vordergrund steht. Das fand ich perfekt, denn es muss nicht immer das Hauptthema sein. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die zwei Familien, deren Beziehungen zueinander und darum, seinen Platz im Leben zu finden.Die Suche nach Samenspender No. 9677 wird immer wieder zwischendurch vorangetrieben und fügt sich organisch in die Geschichte ein. Es ist kein Roadtrip (wie ich zuerst vermutet hatte), sondern läuft hauptsächlich über Datenbanken und E-Mails – wir leben eben in modernen Zeiten. :D Ich musste übrigens zwischendurch ein paar Tränchen verdrücken, was bei mir nicht viele Bücher schaffen. Einzig das Ende erfüllte nicht all meine Wünsche, denn es kam ziemlich abrupt und ließ einige Fragen offen. Andererseits passt es gut zur Geschichte und man kann sich selbst ausmalen, was unseren Freunden wohl noch alles widerfahren wird …Fazit: Mittlerweile steht der Magellan Verlag für mich für besondere Bücher: Locker-flockig zu lesen und dennoch mit Tiefgang und Bezug zu aktuellen Themen. Er hat zurecht schon einige Literaturpreise abgesahnt, denn die Qualität überzeugt einfach (und nein, dies ist keine dreiste Werbung, sondern nur meine höchst bescheidene Meinung ^^)!„No. 9677“ ist eine humorvolle Familiengeschichte um das Tabuthema „Samenspenderkinder“, das auf unverkrampfte Weise angesprochen und ausführlich behandelt wird. Lachen und weinen liegen hier nah beieinander. Die Geschichte lebt besonders von ihren außergewöhnlichen Charakteren, beinhaltet eine Prise dramatisch-gefühlvolle Szenen und als Topping gibt es Witz und Herzenswärme obendrauf! Für mich ein echtes „Feel-Good-Buch“ um einen verrückten Haufen, der sich als Familie zusammenrauft! :D

    Mehr
  • Eins dieser Bücher, die man nicht weglegen möchte

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    BlackTeaBooks

    BlackTeaBooks

    08. August 2017 um 22:16

    Der Klappentext verspricht auf jeden Fall eine einzigartige Geschichte - und die soll man auch bekommen. Ich habe lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen wie № 9677! Jetzt fällt es mir immer noch schwer meine Gedanken dazu zu ordnen weil es, wie Hollis' Familie, ein perfekter Mix aus den verschiedensten Bestandteilen ist. Alle erdenklichen Themen die ein Samenspender-Kind nur beschäftigen könnten sind in einem realistischen Verhältnis zueinander dabei. Ob es um die eigene Identität, Trauer, Erwachsenwerden, Bullying oder Familienbeziehungen geht, Natasha Friend hat es geschafft diese Aspekte authentisch zusammen zu bringen.Bei diesem Buch sollte man sich auf die gesamte Bandbreite an Emotionen gefasst machen, denn unglaublich lustige und auch traurige Momente machen die Geschichte so mitreißend. Die Spannung nimmt zu je näher die Teenager ihrem Vater kommen, und sogar wir Büchernerds finden in diesen Halbgeschwistern Seelenverwandte. Ihre Diskussionen über Literatur und unzählige Referenzen zu unseren liebsten fiktionalen Welten haben das Buch unterhaltsam und aktuell gemacht. Besonders schön ist außerdem, dass es nicht nur LGBT Eltern beinhaltet, sondern diese als eigenständige, komplexe Charaktere  darstellt und auch ihre Sorgen, Gedanken und Gefühle zeigt. Romantik gibt es ebenfalls, die sich aber angenehm im Hintergrund hält. Der Fokus liegt natürlich auf der spannenden Suche von Hollis, Milo und ihren Halbgeschwistern nach deren Vater. Das Ende dieser 'Heldenreise' war zwar passend aber etwas abrupt, und ich war ein bisschen enttäuscht weil der Spaß gefühlt jetzt erst so richtig angefangen hat. Ich hätte gern mehr über diesen wundervoll chaotischen Haufen erfahren, aber genau das ist ja das Zeichen eines guten Buches. Und so ganz nebenbei habe ich mich noch in einen Nebencharakter verliebt. Wenn es einen zweiten Teil gibt stehe ich völlig hinter einem JJ Spin-Off, bitte danke Mrs Friend! Allein für ihn lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Positiv möchte ich auch die Übersetzung erwähnen, denn KuK haben wie immer einen tollen Job gemacht. Ob es sichtlich schwierige Begriffe waren, die passend ins Deutsche verwandelt oder solche, die lieber im Original belassen werden - die beiden treffen die richtigen Entscheidungen, so dass sich das Buch flüssig liest. Die Innengestaltung ist mit den kleinen DNA-Spuren am unteren Rand ebenfalls großartig und das glänzende Cover hat sogar von meinen internationalen Bücherfreunden einige Komplimente bekommen.№ 9677 ist ein fantastisches Buch, das mir durchgängig Spaß am Lesen bereitet hat. Die darin behandelten Themen sind neu, wichtig und erfrischend in einer spannenden, berührenden Erzählung verarbeitet. Auf Magellan kann man sich wieder einmal verlassen, wundervolle Geschichten mit Herz und Substanz zu finden!

    Mehr
  • Für mich ein echtes Highlight

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Kanya

    Kanya

    08. August 2017 um 21:06

    InhaltFür Hollis spielte ihr Vater nie eine Rolle in ihrem Leben. Er war lediglich ihr Samenspender. Doch als ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt, ändert sich das nach und nach. Zusammen spüren sie ihre anderen Halbgeschwister auf und haben immer mehr Kontakt. Doch von ihrem Vater möchte Hollis immer noch nichts wissen, doch Milo sieht das anders...Meine MeinungDieses Buch gehört zu den wahren Schätzen im Jugendbuchbereich. Schon als ich zum ersten Mal davon hörte, wurde ich durch den ungewöhnlichen Titel neugierig und auch der Inhalt kann mehr als überzeugen. Für mich war es definitiv mein Monatshighlight.Es befasst sich mit einem Thema, das ich noch nie in der Form gelesen habe.Es geht nämlich um fünf Kinder, die durch eine Samenspende von dem gleichen Mann entstanden sind. Künstliche Befruchtung durch einen Spender gibt es ja häufiger, aber man macht sich selten Gedanken, wie so eine Situation eigentlich für die daraus enstandenen Kinder ist. Aber dieses eigentlich ernste Thema wird mir viel Humor und Charme erzählt, was ich sehr gelungen fand.Im Mittelpunkt stehen Hollis und Milo. Hollis wurde von einem lesbischen Pärchen aufgezogen und eine ihrer Mütter ist gestorben. Sie verdrängt ihre Trauer und lässt nichts an sich heran, was sie zuerst schwer einschätzbar macht. Aber wenn man ihre innere Barriere durchbrochen hat, kann man gar nicht anders als sie zu mögen. Außerdem hat sie eine tolle sarkastische Art und einen ganz besonderen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht.Milo dagegen hat mit diversen schlimmen Allergien zu kämpfen, durch die er schon des Öfteren fast gestorben ist. Das ist auch der Grund, wieso er seinen Vater finden möchte, denn seine Allergien könnten in seinen Genen stecken. Er gibt nicht auf und ich mochte seine Art und wie er Hollis nach und nach näher kommt.Aber auch die anderen Geschwister und besonders Milos besten Freund mochte ich sehr.Durch ihn gibt es zu dem eigentlichen Plot rund um die Halbgeschwister und die Suche nach ihrem Vater eine authentische und wunderschöne Liebesgeschichte, die das Ganze gut ergänzt.Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Hollis und Milo erzählt, was ich sehr passend finde. Neben dem wie schon erwähntem Humor, schafft es die Autorin aber auch mit viel Einfühlungsvermögen diese Geschichte an den Leser zu bringen. Alles ist sehr emotional zu lesen und ich fand des Schreibstil wirklich toll.Dieses Buch beschreibt eine ganz besondere Familiengeschichte und zeigt, was eine Familie wirklich ausmacht. Es ist ein Buch mit einer tollen Botschaft, das zwar recht offen endet, aber wenn ich so darüber nachdenke, finde ich das Ende perfekt und so kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen.FazitFür mich war dieses Buch ein echtes Highlight. Mit viel Humor beschreibt die Autorin ein recht ernstes Thema auf eine einfühlsame und emotionale Art, die mich vollkommen in seinen Bann ziehen konnte. Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Familiengeschichte ist, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen.

    Mehr
  • Eine besondere Thematik und skurrile, liebenswerte Charaktere

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Niccitrallafitti

    Niccitrallafitti

    08. August 2017 um 19:40

    Zu Beginn hatte ich ein paar kleine Schwierigkeiten, einen Einstieg zu bekommen. Ich kam aufgrund mehrerer genannter Namen durcheinander, ebenso wusste ich nicht genau, wer jetzt als Mutter bezeichnet wurde. Aber daraufhin flog ich nur so durch die spannende Geschichte, die zahlreiche besondere Themen aufgriff – Homosexualität, Krankheiten, Adoption, Samenspende, Mobbing. Auch die liebevolle optische Gestaltung gefiel mir richtig gut, was bei den Büchern aus dem Magellan Verlag meistens der Fall ist.Die Darstellung des Schulalltags der Protagonistin Hollis fand ich gut gelungen und authentisch, ebenso ihr Verhalten und die jugendlichen Krisen die sie so durchlebte. Etwas überzogen und fragwürdig empfand ich allerdings den Umgang mit bestimmten Jungs aus ihrem Umfeld im Hinblick auf ihr Alter von 14 Jahren. Auch JJ kam fraglichen Freizeitbeschäftigungen nach, die Darstellung davon fand ich für Kids und insbesondere Leser in dem Alter etwas unangemessen, auch wenn Hollis und Milo sich klar abgrenzten.Zunächst fehlten mir in dem Buch die kindlichen Anteile, viele der Charaktere wirkten ernst und erwachsen. Später wurde der Umgang untereinander leichter und humorvoller, sodass ich auch wirklich das Gefühl hatte, dass es sich um Kinder handelte, die zwischen 14 und 16 waren. Hollis war eine authentische und angenehme Protagonistin mit Ecken und Kanten, die nicht auf den Mund gefallen war. Auch ihren Halbbruder Milo fand ich sympathisch. JJ war abgesehen von seinen zwielichtigen Freizeitaktivitäten, denen er punktuell nach kam, ein loyaler und sympathischer Freund, der zwar ein eigenes Päckchen zu tragen hatte, das sich jedoch für den Moment nicht abladen ließ, aber trotzdem seinen Freunden immer zur Seite stand, auch punktete er durch Ehrlichkeit.Richtig toll fand ich die witzigen und jugendlichen Dialoge der Kids, ebenso die SMS und Mails, die mich zum Lachen bringen konnten und eine Leichtigkeit in die Geschichte transportierten, die bei der Thematik in einem Jugendbuch notwendig war. Der Humor war großartig, ebenso die kleinen Albernheiten. Auch gab es witzige Schlenker zur bekannten Buch- und Filmreihe Der Hobbit, was ich sehr angenehm fand.Das zentrale Thema Familie wurde super integriert und umgesetzt, auf eine sehr besondere Art und Weise. Es handelte sich um einen witzigen Haufen voller skurriler Charaktere, alle mit ihren speziellen Eigenheiten, alle total liebenswert. Den Fall, dass ich noch alle wichtigen Personen nach dem Lesen auf dem Schirm habe und ihnen spezifische Eigenschaften zuordnen kann gibt es relativ selten. Somit: Hut ab! Auch der besondere Aspekt der Samenspende wurde gelungen in die Geschichte integriert und jugendlich sowie verständlich thematisiert.Das Ende wirkte für mich jedoch nicht ganz rund, es blieben ein paar wichtige Fragen offen. Gewünscht hätte ich mir noch eine mini kleine Auflösung der eigentlichen Problematik, die sich durch die gesamte Geschichte zog und irgendwie nun ein wenig in der Luft schwebte.No. 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam stellt für mich ein lesenswertes Jugendbuch mit einer besonderen Thematik dar, die mir in der Form bisher noch nicht begegnet ist und gelungen umgesetzt wurde. Es wirkt locker und humorvoll, verliert die nötige Ernsthaftigkeit jedoch nicht aus den Augen. Besonders gut gefielen mir die Charaktere, zumal einige davon total skurril, aber liebenswert wirkten und der humorvolle und wertschätzende Umgang der Kids untereinander. Für mich eine Geschichte der Kategorie Buchtipp.Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar*.

    Mehr
  • Blut ist dicker als Wasser

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Natalie77

    Natalie77

    08. August 2017 um 10:28

    Inhalt:Hollis lebt allein mit ihrer Mutter, ihren Vater kennt sie nicht. Sie weiß nur das sie durch eine Samenspende gezeugt wurde. Doch dann bekommt sie eine Nachricht von Milo, ihrem Halbbruder. Er möchte ihren Vater finden und möchte ihre Hilfe. Doch nicht mit ihr. Sie hat kein Interesse ihren Vater zu finden, doch dann kommt heraus das Milo und sie nicht die einzigen Kinder dieses Mannes sind, den sie nicht kennen und die Spurensuche beginnt.Meine Meinung:Nie habe ich mir Gedanken drüber gemacht wie es wohl für jemanden sein wird von einem anonymen Spender abzustammen. Schließlich gibt es da doch meist die Eltern die sich haben künstlich befruchten lassen und man denkt es wäre alles gut so. Doch natürlich tauchen auch da Fragen auf wie bei Adoptierten Kinder, denn es gibt immer eine Unbekannte: Den Spender.Hier geht die Autorin gut auf die möglichen Gefühle künstlich erzeugter Kinder ein. Da dies jeder anders empfindet gibt es diese vier bzw. fünf Geschwister, die die Suche gemeinsam starten. Als Leser begleitet man jedoch nur Milo und Hollis und erlebt ihre Gefühle sehr nah.Natasha Friend hat hier eine Geschichte geschaffen, die fesselt und, denke ich, nah an der Realität sein könnte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Schrift etwas größer und die Kapitel nicht zu lang. Außerdem gibt es einen Sichtwechsel von Hollis und Milo, der immer mit dem jeweiligen Namen am Kapitelbeginn gekennzeichnet ist.Fünf Geschwister stammen von No. 9677 ab. Hollis und Milo haben sich vor einigen Jahren schonmal getroffen. Zwischen ihnen herrscht auch direkt eine gewisse Vertrautheit. Ganz nach dem Motto: Blut ist dicker als Wasser. Jedoch könnten sie von der Denkweise bezüglich ihres Vaters nicht unterschiedlicher sein. Während Hollis sich auf dieses Abenteuer nur zögerlich eingeht sieht Milo es als seine persönliche Heldenreise. Als Begleitung hat er noch JJ, seinen besten Freund.Später tauchen noch Geschwister auf. Abby, ein Mädchen mit erfolgreichen Eltern, die gerne Schriftstellerin werden möchte und Noah, seinerseits der Zwilling der neugierig auf Geschwister und den Vater ist. Josh der andere Zwilling möchte von dem Ganzen jedoch nichts hören.Wer eine Geschichte mit Happy End erwartet könnte enttäuscht sein. Wobei ich finde das dieses Ende auch gut gewählt ist und dass die Autorin auch gut vermittelt warum es ihr bei diesem Buch wirklich geht.

    Mehr
  • Ein unangetastetes Thema, tolle Figuren & war mein Pageturner

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Nightingale78

    Nightingale78

    07. August 2017 um 11:11

    Meine Meinung Hände hoch, wer schon ein Jugendbuch, welches die Themen Samenspender, Adoption, LGBT & Mobbing vereint, gelesen hat! Für mich war es eine Premiere, all diese Aspekte in einer Geschichte zu finden. Natürlich war ich etwas skeptisch, ob das nicht nach hinten losgehen wird. Aber diese Gedanken lösten sich größtenteils und relativ schnell während des Lesens in Luft auf. Geschildert wird Milo und Hollis Geschichte aus der Wechselperspektive (dritte Person). Das Sprichwort »Gegensätze ziehen sich an« passt bei den beiden wie die Faust aufs Auge. Denn obwohl sie sich charakteristisch nicht ähneln, äußerlich aber teilweise schon, ist die Verbindung sofort zu spüren. Die Autorin Natasha Friend hat sich, meiner Meinung nach, gut auf die Thematik eingelassen. Die ersten Kapitel fühlten sich noch etwas holprig zu lesen an. Das lag, für mein Empfinden, womöglich an Hollis und ihrem rauen Wesen. Doch hinter dieser harten Schale, steckt ein gar nicht mal so knallharter Kern. Milos Persönlichkeit strahlte hingegen über den gesamten Plot. Es wurde intensiv das Gefühlsleben der Protagonisten aufgearbeitet. Wie fühlen sich Kinder, die durch das Reagenzglas gezeugt wurden? Wo sind ihre Wurzeln? Was haben sie vielleicht von ihrem künstlichen Erzeuger geerbt? Die Zerrissenheit, Einsamkeit und die Missverständnisse, sind Teil ihres Alltags. Sowohl Milo, und insbesondere Hollis, haben jeweils eine verschiedene Vorgehensweise damit umzugehen bzw. nicht umzugehen. Natasha Friend hat den Zwiespalt sehr schön rüber gebracht. Wird dadurch die Handlung dramatisch? Nein, überhaupt nicht! Ja, Friend flößte ihren Figuren eine Menge Humor ein. Und auch der Sarkasmus kommt nicht zu kurz. Zudem empfand ich die Dialoge zwischen Milo, Hollis und den anderen Geschwistern als herrlich auflockernd und harmonisch. Die Ernsthaftigkeit des Grund-Themas wurde dadurch aber nicht weniger bedeutend. Der Witz überwiegt nicht ernst zunehmende Fragen über Familie und Ethik, bzw. was Mensch darunter versteht. Ist man weniger Elternteil, weil man nicht biologisch verwandt ist? Hat man dadurch weniger Rechte? Leider bejahen diese Fragen noch zu viele. Grundsatzdiskussionen werden angeschnitten, aber nicht bis zum Anschlag durchgekaut. Die Mischung wurde gut ausbalanciert. Es wurden von der Autorin die jeweiligen Mütter und deren Emotionen in so einer Situation, auch sehr gekonnt eingebracht. Man fühlt mit beiden Seiten. Und auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Milos bester Freund, wachsen sehr ans Herz.   Fazit Für mich ist »No. 9677« eine sehr erfrischende Abwechslung gewesen. Die Thematik ist sehr unangetastet im Jugendbuch Bereich und ich bin der Autorin äußerst dankbar, dass sie diese Lanze gebrochen hat. Der dichte Schreibstil, das unverbrauchte Thema und die Figuren ließen mich binnen sehr kurzer Zeit durch diese Geschichte gleiten. Ein wundervolles Buch mit ganz viel Herz über Familie, egal wo man sie findet!

    Mehr
  • Familie ist das, was man daraus macht

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Kumosbuchwolke

    Kumosbuchwolke

    31. July 2017 um 18:09

    Zwischen den Seiten "No. 9677 oder wie mein Vater an Fünf Kindern von Sechs Frauen kam" hat mich während der Präsentation auf der Leipziger Buchmesse neugierig gemacht, denn ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie es wohl ist, wenn man ein "Reagenzglas Baby" ist.Für Hollis, aus deren Perspektive ein Teil der Handlung erzählt wird, ist die Antwort eindeutig: sie findet es bescheuert. Sie hat eine große Wut auf ihren "Vater", aber auch auf ihre Mutter. In Hollis schwellen viele Emotionen, die alle glaubwürdig sind und die im Verlauf eine Entwicklung erleben, von der wohl Hollis am meisten überrascht wird.Milo, der die zweite Perspektive innehat, aus der die Handlung erzählt wird, möchte seinen Vater kennenlernen, um mehr über dessen Krankengeschichte zu erfahren, weil Milo leider viele Allergien hat, die ihn sehr einschränken. Ihm ist das Buch zu verdanken, da er sich zunächst auf die Suche nach weiteren Geschwistern macht. Bei Hollis fängt er an.Milo ist der Grund, weshalb Hollis oft über ihren Schatten springt und dabei ganz neue Seiten an sich entdeckt, beziehungsweise sich mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzt.Hollis und Milo sind die Hauptfiguren von "No. 9677". Neben den beiden werden auch ihre Mütter dargestellt. Die beiden Halbgeschwister teilen sich nicht nur zur Hälfte die DNA, auch ihr Familienmodel ähnelt sich sehr.Milo bringt seinen besten Freund JJ mit in die Runde, für mich wurde JJ unverzichtbar, da er mit seiner Art Schwung in die Handlung brachte und sowohl Milo als auch Hollis gelegentlich zum Umdenken bewegt.Ich fand es gut, dass die Autorin Natasha Friend sich nur auf Hollis und Milo als Erzählperspektive festgelegt hat und nicht auch den restlichen "No 9677" Kindern Kapitel eingeräumt hat, so habe ich nie den Überblick verloren und habe trotzdem alle Figuren ausreichend kennenlernt.Die Frage, wer denn nun Samenspender "No. 9677" ist und vor allem was er für ein Mensch ist, war mein roter Faden und erst hat mich der Schluss vollkommen überrumpelt und beinahe unzufrieden zurück gelassen. Allerdings mit etwas Abstand betrachtet, ist dieses Ende vollkommen in Ordnung, denn es spiegelt die Entwicklung der Figuren wieder und macht deutlich, dass Familie das ist, was man daraus macht.Lese Spaß Mein Einstieg in "No. 9677" war etwas schwierig und holprig, was aber zum großen Teil an mir lag, weil ich zu unruhig gewesen bin. Ich habe mich auch von Milos Mum Frankie reizen und ärgern lassen. Denn Frankie ist überhaupt nicht begeistert, dass Milo seinen Samenspender ausfindig machen möchte. Sie motzt deshalb oft herum und ja ich verstehe ihre Ängste und Sorgen vollkommen. Trotzdem hat sie mich als Helikopter Mum auch genervt.Erst durch JJ, Milos total unkomplizierter und lustiger bester Freund habe ich einen Zugang zu "No. 9677“... aufbauen können und konnte flüssig lesen.Fazit Mit "No 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“, erlebte ich ein für mich komplett neues Thema – Babys aus dem Reagenzglas. Milo und Hollis sind zwei davon, und während die eine zunächst kategorisch alles ablehnt, was mit ihrem Vater zu tun hat, ist Milo total neugierig und euphorisch. Das Leben der beiden ändert sich Stück für Stück. Mir hat vor allem gefallen, dass es mit Hollis und Milo nur zwei Erzählperspektiven gibt, denn das hält den Überblick konstant und wirkt sich auch positiv auf den Lesefluss aus. Nach kleinen Startschwierigkeiten und anecken mit Mum Frankie habe ich gut in die Geschichte gefunden und wurde am Ende sogar unerwartet überrascht. 4 Sterne.____________________________________________________© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

    Mehr
  • Einfach nur gelungen!

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    saras_bookwonderland

    saras_bookwonderland

    26. July 2017 um 12:44

    INHALT:Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.Quelle: MagellanCOVER:Der Magellan-Verlag gibt sich bei seiner Buch- , Cover- und Innengestaltung ja immer richtig Mühe. So auch hier. Passend zur Thematik sind sowohl Schutzumschlag, als auch das Buch an sich, sowie die Innenseiten mit DNA-Strängen verziert. Mich spricht aber vor allem die farbliche Gestaltung an.MEINE MEINUNG:Dieses Buch hat mich besonders wegen seiner Thematik angesprochen. Samenspende ist ja so eine Sache, über die eher nicht offen geredet wird.In diesem Buch nimmt die Autorin aber kein Blatt vor den Mund.Hollis ist mittels Samenspende gezeugt und von ihren lesbischen Müttern Pam und Leigh großgezogen worden.Ihren Vater möchte sie eigentlich gar nicht kennenlernen, bis ihr Halbbruder Milo sie bittet ihm zu helfen.Dabei stellen die beiden schnell fest, dass sie nicht die einzigen Kinder des Spenders No.9677 sind und machen sich auf die Suche nach ihren "Geschwistern".Das Buch ist dabei abwechselnd aus der Sicht von Hollis und Milo geschrieben, was mir einen tieferen Einblick in die Geschichte geben konnte. Vor allem weil die beiden, zumindest am Anfang, total unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation haben.Aber auch die gesellschaftliche Problematik wird dadurch schnell klar. Denn Milo und Hollis haben beide unter ihrer Abstammung und unter ihren Müttern (gleichgeschlechtliche Ehe) zu "leiden". Leiden ist vielleicht nicht mal der richtige Ausdruck, aber das Ansehen für eine solche Konstellation in der Gesellschaft ist ja leider eher schwierig. Und so muss sich vor allem Hollis deswegen in jungen Jahren fiese Sprüche anhören.Hollis hat sich über die Zeit eine harte Schale zugelegt. So kann sie auch nicht verstehen, dass Leigh nach so vielen Jahren noch immer an der toten Pam hängt und nicht loslassen kann. Auch Milos Wunsch, ihren Vater zu finden, kann sie nicht nachvollziehen.Nach und nach ergibt aber alles einen Sinn und man versteht, warum Hollis so handelt und was sie damit zu kompensieren versucht.Wenn man nun aber denkt, Hollis sei ein tiefgängiger, ernster Charakter hat man sich geschnitten.Sie hat einen tollen Humor und eine gewisse Ironie, die eine Menge Schwung ins Geschehen bringen.Milo gibt vor, aufgrund seiner gesundheitlichen Lage nach seinem Vater suchen zu wollen. Schnell muss er sich aber eingestehen, dass etwas anderes dahintersteckt. Eigentlich sucht er viel mehr nach einem Vater, der ihm manchmal bei zwei Müttern einfach fehlt.Obwohl Milo ein Jahr älter ist als Hollis, erschien er mir viel kindlicher. Viellicht liegt das aber auch daran, dass er von seinen Müttern doch stark betüddelt wird. Von den Nebencharakteren hat mir besonders Milos bester Freund JJ gefallen, der ein Adoptivkind ist. Am Anfang denkt man, dass JJ auf die falsche Bahn geraten ist. Lernt man ihn erst einmal kennen, weis man sein loses Mundwerk, die Sprüche und seine aufrechte Hilfe wirklich zu schätzen.Die Mütter von Milo, Leigh und die anderen "Geschwister" haben übrigens eine tolle und vor allem unterhaltsame Mischung abgegeben. Sie haben das Buch und die strenge Thematik wirklich aufgelockert, den Ernst der Lage aber dennoch beibehalten und an den passenden Stellen für die richtige Unterhaltung gesorgt.Aber auch der tolle Schreibstil der Autorin trägt dazu bei. Locker, leicht und mit viel Humor, den passenden Sprüchen und dem Selbsthumor ihrer Charaktere macht sie die Story zu etwas besonderem, ohne dabei je den Ernst der Thematik aus den Augen zu verlieren. Dabei geht sie aber auch einfühlsam und sehr emotional vor und konnte mich so von der ersten Seite an begeistern.Am Ende regt das Buch wirklich zum Nachdenken an und gerade nach dem doch eher offenen Schluss bin ich wirklich ins Grübeln gekommen. Über die Thematik an sich oder wie es für die Charaktere wohl weitergeht. Abschließend kann ich nur sagen, dass die Autorin hier eine wunderbare Mischung aus tollen Charakteren, ernster Thematik und Humor geschaffen hat. Sorglos behandelt sie Thematiken wie Familie, Freundschaft, Trauer und Verlust, Sehnsucht und Hoffnung.BEWERTUNG:Ein absolut tolles Buch mit einer wichtigen Botschaft und ernsten Thematik, die so spielend leicht behandelt wird, dass ich wirklich Freude an der Geschichte hatte.Mich konnte es vollkommen überzeugen und begeistern.

    Mehr
  • ein absolutes Highlight: Emotional, spannend, aktuell und unbeschreiblich lustig...

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    20. July 2017 um 15:35

    Ich bin hin- und weg von dieser Geschichte! So eingängig, so einfühlsam und dabei so aufgeschlossen, modern, aktuell und herrlich lustig. Jeder Charakter war mir sympathisch, alle Handlungsstränge absolut verständlich, ob von Eltern- oder Kinderseite. Da Hollis und Milo, zwei der Kids, abwechselnd aus ihrer Perspektive berichten, erfährt man so wahnsinnig viel über die beiden, deren Probleme und ihr Leben. Das Hauptproblem liegt vor allem an der Intoleranz der Gesellschaft gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren, denn sowohl Milo als auch Hollis haben zwei Mütter. Sie sind  durch eine Samenspende entstanden und um genau diesen (unbekannten) Vater geht es jetzt. Denn es stellt sich heraus, dass beide den selben Samenspender haben. Und damit nicht genug, wie die Geschichte zeigen wird. Die Geschichte hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, da sie nicht nur mein Leserherz bezüglich einer emotionalen Geschichte erfreut hat, sondern auch so wunderbar lustig war. Teilweise slapstickartig. Hier ist JJ an vorderster Stelle zu nennen, meine absolute Lieblingsfigur in der Geschichte. Herrlich trockener Humor und doch innerlich ein armes Würmchen. Und das macht das Buch wirklich aus. Trotz viel Humor, trotzdem ich sehr viel, sehr laut gelacht habe, hat die Geschichte einen sehr ernsten und wichtigen Kern. Freundschaft und Familie an allererster Stelle, Vertrauen, Liebe, aber auch Trauer und Vergangenheitsbewältigung. Wer das Buch liest, fragt sich sicherlich: „Wie wichtig sind beide Elternteile? Wie wichtig ist es, dass Kinder beide Elternteile kennen? Ist es nötig, dass beide Geschlechter vertreten sind?“ und noch viel mehr. Das Buch zeigt viele Antworten auf und ist dabei gleichzeitig einfühlsam, aber nicht aufdrückend. Jeder darf seine Meinung haben, aber bitte dabei tolerant sein. Für alle, die sich das vielleicht fragen: Es wird viel über lesbische Liebe und das Zusammenleben der beiden Frauen (Milos Eltern) geredet, Kuss- und etwaige andere Szenen gibt es aber nicht. Das Ende ist passend, wenn auch offen. Ich hätte mir einen Epilog gewünscht. Aber noch mehr würde ich mir wünschen, dass die Autorin doch noch einen zweiten Band schreibt. Themen gibt es noch genug zu verarbeiten! ************** Fazit: Für mich eines meiner Highlights in diesem Jahr, da so überraschend anders von der Erzählweise und vom Thema her! Ein Buch, das ich auf jeden Fall meiner Tochter vererben werde. Viele wichtige Themen, perfekt aufgearbeitet! Wirklicher Lesegenuss! Verdiente  (5 / 5)

    Mehr
  • Wundervolles Buch über die Macht der Familienbande

    No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
    merle88

    merle88

    18. July 2017 um 21:38

    Inhalt:Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.Meinung:Hollis ist ihr ganzes Leben gut ohne ihren Vater ausgekommen, denn dieser hat sie "nur" im Reagenzglas gezeugt. Erzogen haben sie jedoch ihre beiden Mütter Pam und Leigh. Doch dann trifft Hollis auf ihren Halbbruder Milo. Dieser möchte unbedingt mehr über ihren gemeinsamen Vater erfahren und benötigt dafür ihre Hilfe. Hollis erklärt sich schließlich dazu bereit Milo zu helfen und ahnt dabei noch nicht, was sie alles über ihre Halbgeschwister und ihre Mütter erfahren wird.Dieses Buch hat mich schon alleine aufgrund seines kuriosen Titels angesprochen. Dazu kommt das interessante Cover, was absolut perfekt zu der Geschichte passt, und auch der Klappentext klang nach einer unterhaltsamen Story. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Viel mehr war die No. 9677 eines dieser Bücher, bei denen man schon nach 20 Seiten weiß, dass sie eines dieser (Lieblings-)Bücher sind an denen man einfach alles mag.Ich mochte den Charme, den Humor und auch die Herangehensweise an dieses doch teilweise sehr ernste Thema.Aber fangen wir vorne an. Als Leser lernt man das Teenagermädel Hollis kennen. Hollis kann nicht verstehen, warum ihre Mutter immer noch ihrer toten Freundin Pam hinterhertrauert, da diese mittlerweile schon seit vielen Jahren Tod ist. Denkt man noch zu Beginn, dass Hollis nicht viel für Pam übrig hatte, eröffnet sich nach und nach was genau dahinter steckt und wie es in Hollis aussieht. Auch ihrem Erzeuger steht Hollis mehr als kritisch gegenüber. Dennoch hat sie Sinn für Humor und Ironie. Was ich bei Protagonisten immer sehr zu schätzen weiß.Ihr Halbbruder Milo wünscht sich bei zwei Müttern endlich mal einen Mann/Vater zum reden, da man doch nicht alles mit seinen Müttern besprechen kann. So macht er sich auf die Suche nach seinem Vater und seinen Halbgeschwistern. Ich mochte seine Art, nicht sofort den Kopf in den Sand zu stecken, sondern für seine Ziele einzustehen und zu kämpfen.Auch die Mütter von Milo und Hollis bekommen in dieser Geschichte viel Platz eingeräumt. Schnell wird klar, dass hier jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat.Richtig gut gefallen hat mir persönlich Milos bester Freund Jonah Jedediah Rabinowitz - kurz JJ genannt. JJ hat das Herz am rechten Fleck und eine lockere Zunge, so dass es zu der ein oder anderen sehr lustigen Stelle im Buch kommt.Aber auch die restlichen Geschwister von Hollis und Milo konnten mich gut unterhalten.Mir persönlich hat es gefallen, wie die Autorin sich des Themas künstliche Befruchtung annimmt. Mit einem teilweise lustigen Unterton werden gängige Probleme der Betroffenen angesprochen und verarbeitet. Dabei gelingt es Natasha Friend das Buch nicht in eine Komödie abdriften zu lassen, sondern durchaus den Ernst der Lage hervorzuheben.Das Ende könnte perfekter für die Geschichte nicht sein. Es steckt voller Hoffnung, Vertrauen, Mut, Freundschaft und ganz viel Liebe.Fazit:Innerhalb kürzester Zeit habe ich "No. 9677" verschlungen. Ein durchaus ernstes Thema wird auf interessante und spannende Art und Weise erzählt. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz und sorgte bei mir für den ein oder anderen Schmunzler. Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen, denn es lohnt sich definitiv es zu lesen.5 von 5 Hörnchen.

    Mehr